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Kommentarlos, Teil 31

Indonesien hat sein Moratorium auf das Abholzen [von] Regenwaldgebieten um zwei Jahre verlängert. Damit dürfen rund 64 Millionen Hektar Wald und Torfmoorwälder bis Mitte 2015 nicht gerodet werden. [..] Im Gegenzug für das Moratorium sagte Norwegen seinerzeit eine Milliarde Dollar für den Klimaschutz in Indonesien zu. Wie unter anderem der "Jakarta Globe" berichtete, wurde das Moratorium gegen den Protest von Unternehmen durchgesetzt, die neue Palmölplantagen anlegen wollen. Indonesien sei infolge des Moratoriums als Palmölproduzent hinter Malaysia gefallen, hatte etwa ein Industriesprecher beklagt.

SPIEGEL ONLINE

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8 Kommentare to “Kommentarlos, Teil 31”

  1. Chris sagt:

    Hallo Peak-Oil.com Team

    Für mich liest sich der Beitrag eher positiv:
    – Wald & Torfmoorwälder dürfen nicht gerodet werden
    – Moratorium wurde gegen Unternehmenproteste trotzdem durchgesetzt
    – Norwegen leistet finanzielle Hilfe für den Klimaschutz in Indonesien.

    Einzig der Punkt mit dem Palmöl ist natürlich kritisch.
    Oder habe ich irgendwo den Haken bei diesem Beitrag übersehen?

    • Norbert Rost sagt:

      Wer sagt, dass Meldungen nicht positiv sein dürfen?

      • Chris sagt:

        Hallo Norbert Rost.
        Natürlich dürfen Meldungen auch positiv sein. Aber in den letzten „Kommentarlos“-Meldungen die ich verfolgt habe gab es stehts einen kritisch/negativen Hintergrund.
        Habe die „Kommentarlos“-Meldungen bis jetzt auch immer so assoziiert, dass sie etwas melden was einen Sprachlos werden lässt, weil es einfach unmöglich scheint dass es so viel „Wahnsinn“ auf dieser Welt gibt.

        • Norbert Rost sagt:

          @Chris: Naja, wenn du die Meldung mit etwas kritischerem Blick liest, lassen sich auch diverse Seltsamkeiten finden:

          * die norwegische Milliarde ist bekanntlich Ölgeld. Norwegen hat diesen dicken Fonds aus Ölverkäufen, weshalb sich das Land solch einen Deal leisten kann. Somit kauft Ölgeld ein Ölmoratorium. Lustig?

          * die Verlängerung des Moratoriums geht über 2 Jahre. Das ist eine halbe Legislaturperiode. Es darf also mit Verhandlungen in den kommenden 2 Jahren gerechnet werden. Ausgang? Ungewiss.

          * Peak Palmöl: Ein Industrievertreter jammerte, das Land falle im Wettbewerb um die globalen Palmöllieferungen zurück. Man ist jetzt nur noch zweiter Exportweltmeister. Traurig?

          * Trotz des Moratoriums werden weiter 450.000 Hektar pro Jahr gerodet. Das sind zwischen 450.000 und 1 Million Fußballfelder – je nach Auslegung des Fußball-Regelwerks. Das ist ein Fußballfeld pro 250 Indonesier. Pro Jahr!

          Der Artikel klingt nach einer guten Nachricht. Aber es steckt eine Menge schwer genießbarer Essig darin…

  2. Leif Wilcke sagt:

    Es scheint doch noch Leute zu geben, die verstehen, dass wir ohne Natur auf diesem Planeten nicht bestehen können.
    Wer braucht Palmöl ?
    Erst wenn der letzte Baum gerodet…
    Dies bewahrheitet sich immer mehr.
    Manche mögen sich nicht gern eingestehen, dass die Warnungen schon vor über 30 Jahren begonnen haben.

    Ein Hoffnungsschimmer !

    Danke an Norwegen !!! und an das Volk, das eine solche Regierung gewählt hat !!!!!

  3. Sukram sagt:

    Jaajaa; warum erinnert mich das jetzt an die Sache mit den legalisierten illegalen Küstenbebauungen in Spanien…

    Bei uns sind Landschaftsschutzgebiete auch geschützt- es sei denn, man „muß“ sie für einen „guten Zweck“ opfern, z.B. Windquirle; falls kein geeignetes Gutachten auftreibbar ist, daß das schützenswerte nun plötzlich nicht mehr schützenswert sei, werden eben dann irgendwo sinnlose „Ausgleichsmaßnahmen“ hingepflanzt, die man alsbald wieder unterbuttert, sobald Gras drüber gewachsen ist…

    „The World’s Biggest Producers Of Palm Oil Are Running Out Of Land“

    http://www.businessinsider.com/palm-oil-2013-5

    Wie lange wird’s noch freilebende Orang Utans geben?
    Ich geb‘ ihnen allenfalls noch diese Dekade…

  4. Patrick sagt:

    Norwegen = Top!

    Und nein zu Palmöl!

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