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Peak Oil Reloaded: Der Fracking-Hype bekommt Risse

Die Wachstumsraten in Bakken sinken, Landverkäufe gehen zurück, neue Meinungen zum Fracking tauchen auf. Selbst Leonardo Maugeri meint in „The National Interest“, dass "die Shale-Revolution nicht so simpel" sei. Weil die Bohrungen binnen 12 Monaten 50% ihres Anfangsoutputs verlören, müßten die Ölgesellschaften eine sich ständig steigernde Zahl an Bohrungen vornehmen. Das wird zunehmend schwierig. Das Ölfördermaximum rückt damit wieder näher und wenn der Fracking-Hype seinen Höhepunkt erreicht, wird auch seine preisdämpfende Wirkung wieder abnehmen.

Ein Artikel für Telepolis

 

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16 Kommentare to “Peak Oil Reloaded: Der Fracking-Hype bekommt Risse”

  1. Florian Hoppe sagt:

    Ein guter Artikel, der viele der Infos der letzten Zeit zusammenfasst.

    Apropos Artikel Ron Pattersons Blog hat auch wieder etwas sehr lesenswertes veröffentlicht.

    Der Autor ist BJ Doyle alias Rockman, ein ehemaliger Autor bei „The Oil Drum“.

    http://peakoilbarrel.com/locking-oil/

  2. Frank Bell sagt:

    Auch wenn Fracking eine Katastrophe ist:

    Man hat in Pennsylvania bislang kaum gebohrt. Aber die Firmen WERDEN es tun, denn deren Lobbyarbeit ist gut, sehr gut.

    Mit diesen neuen Bohrungen im Marcellus-Shale wird das „Ölfördermaximum“ weit in die Zukunft verlagert.

    (Ölfördermaximum? Beim Fracking wird Gas und kein Erdöl gefördert, jedenfalls nicht in grossen Mengen.)

    • Norbert Rost sagt:

      Ich gebe zu: Ich hätte den Öl-Blickwinkel zu Beginn des Artikel stärker betonen müssen. Ja: Es geht bei dem Artikel und meiner Sichtweise um Öl, nicht um Gas. Die Gasförderung wird sich weiter steigern lassen. Sie ist für die Peak-Oil-Diskussion jedoch nur begrenzt wichtig. Für die Diskussion um unsere Ölversorgung ist das Fracking nach Öl wichtig. Mit Bezug auf die euphorischen Ausblicke von Leonardo Maugeri voriges Jahr, mit Bezug auf die Übernahme dieser Ausblicke durch die großen privaten Ölkonzerne, mit Bezug auf die Medienreflektionen, die sich auf „USA wird Selbstversorger“ gestürzt haben; mit diesen Bezügen ist es relevant, dass das Öl-Fracking ein gutes Stück schwieriger verläuft als von den Euphorikern gedacht.

      Dass das Marcellus-Shale das Maximum „weit“ in die Zukunft verlagert, bezweifle ich deshalb ernsthaft. Wie weit ist denn „weit“?

    • smiths74 sagt:

      @Frank Bell:
      Im Marcellus geht es nur um Gas. Und der Marcellus Shale ist das einzige Shale Play, von dem nennenswerte Steigerungen zu erwarten sind.
      Und von „kaum gebohrt“ kann wohl keine Rede sein…
      http://maps.fractracker.org/latest/?appid=28041aae3e674e04b0f987f047f3fe59

      VG,

      smiths74

  3. Florian Hoppe sagt:

    Interessant….

    http://www.businessweek.com/articles/2013-09-05/the-giant-sucking-sound-why-is-oil-leaving-cushings-tanks-so-fast

    Auch die aktuellsten Diskussionen bei peakoil.com ind imo. lesenswert.

    http://peakoil.com/forums/post1160299.html#p1160299

    Estland fördert also derzeit massiv Ölschiefer um unabhängiger von Russland zu werden. EU CO2 Richtlinien könnten ihnen aber das Spiel verderben.

    In den USA scheint Marcellus weiterhin in Sachen Gas weiterhin gute ergebnisse zu liefern, auch wenn Rockman davor warnt es zu sehr zu hypen. (Er nennt die Entwicklung eher normal.)

    Währenddessen scheinen die Chinesen weiterhin Probleme bei der Schiefergasförderung zu haben.

    Imo. wird die Gaspreisentwicklung erst ab nächsten Jahr interessant werden. Während des Winters werden die Preise sicher wieder anziehen und es stellt sich die Frage ob sich der Preis dann der 5 US-Dollar Marke nähern wird bzw. sie überschreiten wird.

    Ab dieser Marke wäre Kohle in den USA wieder mit Gas konkurrenzfähig und könnte im Bereich Stromversorgung den Umstieg auf Gas möglicherweise bremsen.

  4. Ert sagt:

    Ich denke eine zu beantwortende Kernfrage bez. der Ölpreise ist, wie viel und welches Öl im Boden liegt und zu welchen Preisen dieses in welchen Mengen wo zu fördern ist.

    Auf Basis solcher Daten bzw. Einschätzungen könnte dann die Ölpreisdynamik der nächsten Jahren viel besser vorher gesagt werden. Fuer Indien wäre eine Verdopplung vom aktuellen Niveau eine Katastrophe. Wenn also die Dynamik der letzten 10 Jahre das ist was wir in den nächsten 10 bekommen würden…. Wenn hingegen aber fuer die nächsten 10 Jahre das aktuelle Preisnivau bleibt, dann kann man sich schon durchwurschteln….

  5. Stephan sagt:

    Ist es eigentlich sowohl beim Fracking nach Gas als auch nach Öl so, dass die Fracking-Firmen nicht mehr den Bohrfirmen hinterherkommen?
    Ich nehme an, dass es vor allem um teure Fracking-Produktionsmittel geht (mobile Dieselaggregate in der MW-Klasse?) .

  6. Florian Hoppe sagt:

    Nachtrag zu meinem Post von oben:

    http://www.findingpetroleum.com/files/sept12/1-%20Bernstein%20-%20Significance%20of%20Deep%20Water.pdf

    Wer suchet der findet. Auf Seite 22 von 29 findet sich eine sehr aufschlussreiche Tabelle, welche auch die Grenzkostenanstiege von 2001-2011 genau anzeigt. Im Schnitt stiegen die Grenzkosten um 14% pro Jahr.

  7. Florian Hoppe sagt:

    http://www.rigzone.com/news/oil_gas/a/128913/UK_Energy_Secretary_Urges_Caution_about_Shale_Hyberbole?

    Der britische Energieminister warnt vor überschnellen Erwartungen beim Fracking in Großbritannien und meint, daß das Land erst gegen 2020 davon profitieren wird. Gleichzeitig kündigt er aber saftige Steuererleichterung für Frackingfrimen an und wischt die derzetigen Proteste der Lokalbevölkerung beiseite.

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