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Kommentarlos, Teil 50

Das wahre Problem, die Ursünde unserer Wirtschaft sozusagen, ist der ungeheure Verbrauch von natürlichen Ressourcen. In jedem technischen Produkt stecken im Schnitt etwa 30 Kilogramm Natur je Kilogramm Produkt. In elektronischen Geräten ist es oft das Zehnfache. Übrigens wird bei der Produktion auch das Zehnfache an Wasser gebraucht! Die meisten unserer Güter sind also extrem materialintensiv.

Wir verbrauchen Öl, Gas, Kupfer oder Seltene Erden, aber auch Holz und Sand, in hohem Maße. Die ökologischen Folgen sind gigantisch. So wie der Abbau von Sand das Meer und die Meeresstrände aus dem Gleichgewicht bringt, stört das Abholzen von Wäldern das Ökosystem. Die Ausbreitung von Wüsten, Artenverknappung und Landflächen, die unfruchtbar sind, sind die Folgen. Noch einmal: Ökologische Probleme entstehen nicht nur durch Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Viele unserer Umweltprobleme haben mit CO2 nichts zu tun.

Ein wütender Friedrich Schmidt-Bleek im Wirtschaftswoche-Interview

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56 Kommentare to “Kommentarlos, Teil 50”

  1. fliegen sagt:

    Der Mann bringt es auf den Punkt. Spätestens hier ist es an der Zeit, Schlüsse zu ziehen: nämlich nach einer Form des „wirtschaftens“ zu suchen, die nicht so räuberisch ist. Und das ist meiner Meinung nach die vollkommene Integration des menschliechen Lebens in das System Natur.
    Ich würde hinzufügen: die Ursünde ist die Verwertungslogik an sich. Da ist etwas, was wir benutzen, und nicht etwas, womit wir leben. Wir können uns bedienen, die Erde ist für uns da. Aber so ist das nicht. Für jedes Nehmen aus der Natur sollte es auch ein Geben geben. Und wenn es nicht geht, sollte man das Nehmen lassen. In unserem Wahn nach Mehr und Besser verwalten wir mit nie da gewesenen Arroganz über Milliarden anderen Lebens und ihre Lebensräume, und sind auch noch dabei, uns selbst, und jene andere Lebewesen zu vernichten. Aber ich bin mir sicher, es geht auch anders. Ging ja früher auch. Die längste Zeit seiner Lebensgeschichte lebte der Mensch, ohne die meisten Ökosysteme (Lebensräume) der Erde zu beeinträchtigen und zu gefährden.

  2. Michael Egloff sagt:

    Hier mal bequemerweise ein Beitrag, den ich bei „querschüsse.de“ heute reingestellt habe, und der thematisch einigermaßen passt:

    Eine Gesellschaft, die es als positiv empfindet, dass “Verbraucher” (welch eigentümliches Wort für “Menschen”) möglichst viel verbrauchen, ist einfach nur krank.
    Deshalb sehe ich auch Charts mit steil ansteigenden Bruttosozialprodukten, Fahrzeugverkäufen usw. immer mit sehr zwiespältigen Gefühlen.
    Viel wichtiger ist doch:
    -wie groß ist die soziale Differenzierung in einem Land?
    -wie ist es um Rechtssicherheit bestellt und wie hoch ist die Kriminalitätsrate und die Zahl der Waffen in Privathand?
    -wie viel Korruption gibt es im Land?
    -ist es ein kinderfreundliches Land und wie ist es mit der Bildung bestellt?
    -wie geht es mit Alten, Behinderten und “Randgruppen” um? (auch ein verräterisches Wort!)
    -wie hoch ist die Rate an psychischen Erkrankungen und wie hoch ist die subjektive Lebenszufriedenheit der Menschen?

    usw.

    Die wirklich wichtigen Qualitätsparameter eines Gesellschaft lassen sich also nicht durch die gängigen Konsumcharts abbilden. Verbräuche und “Konsumlaunen” zu messen (schon wieder so ein Gaga-Wort) und nach deren Steigerung zu streben ist das Gegenteil einer zukunftsweisenden politischen und gesellschaftlichen Fokussierung.
    Da diese Fokussierung im Sinne der Schaffung von Arbeitsplätzen (was man ja als positives Ziel nehmen kann) quasi aufgezwungen wird, zeigt die fehlende Zukunftsfähigkeit hochkomplexer Industrie- und Hochverbrauchsgesellschaften auf weitere Sicht.

    • Frank Bell sagt:

      Mit dieser Meinung gehörst zu einer absoluten Minderheit in Deutschland.

      95 bis 99 % der Bevölkerung glauben, dass es immer weiter aufwärts geht.

      Wenn man dagegen hält, wird man als Miesmacher oder als jemand, der die Fakten nicht sehen will, dargestellt.

      Und dann kommt eine lange Reihe an Beispiel, natürlich Konsum, Konsum, Konsum. Aber für die meisten ist das gleichbedeutend mit:

      Ich war fleissig, und das ist der Lohn dafür!

      Mal ganz ehrlich:

      Wenn man sich die letzten 100 Jahre, besonders aber die Zeit nach dem 2. Weltkrieg anschaut, dann sind die Fortschritte auf ALLEN Gebieten immens: Autos, Flugzeuge, Raumfahrt, all das gab es vor 100 Jahre so nicht. Medizinische Fortschritte wie Impfung, Penicillin, eine heftige Steigerung der Lebenserwartung, sauberes, fliessendes Wasser, all das gab es vor 50 Jahren so nicht.

      Die Beispiele sind Legion.

      Und da halte einmal in einer Diskussion gegen!

      • Norbert Rost sagt:

        @Frank: Versuche nicht GEGENzuhalten!

        Ich betrachte die Gelegenheit zu solchen Diskussionen immer als SPIEL. Mein Ziel bei diesem Spiel ist es, Widersprüche aufzuzeigen und sie im Kopf desjenigen, der sich auf Diskussionen mit mir einläßt, „zurückzulassen“. Dabei arbeite ich sehr viel mit Fragen. Ganz nach dem Vorbild von Sokrates, der der Jugend auf dem Marktplatz Athens ja angeblich auch „nur“ Fragen gestellt hat.

        Wenn ich diskutiere dann achte ich also immer auf Gelegenheiten, bei denen ich eine Frage anknüpfen kann, die mein Gegenüber zwingt, mir die Welt zu erklären. Da es ausreichend Widersprüche in unserer Lebenswelt gibt, kommt man an wertvollen Widersprüchen immer mal wieder vorbei.

        Wenn ich einen Punkt erreicht habe, bei dem mein Gegenüber nachdenken muss und nur ansatzweise „Hmm…“ sagt, beende ich die Diskussion lieber und lasse sie „nachgären“. Man begegnet sich ja immer mehrmals im Leben…

      • Bruno Müller sagt:

        Ganz schwierig Frank, da gebe ich Dir Recht.

        Und dass dieser Selbstläufer schwierig umzuleiten ist, habe ich ebenfalls in Gesprächen erlebt. Besonders eindrucksvoll war die Diskussion mit zwei befreundeten Menschen, beide sind Gymnasiallehrer. Schulfachfach: Biologie. Vielleicht verlief die Diskussion etwas unglücklich. Schlussendlich war ich jedoch der Panikmacher, der an den technischen Fortschritt nicht glaubt und meine Vorschläge zu Resilienzen wurden mit Bevormundung betitelt.

        Man oder Frau bedenke: Unsere Lehrer unterrichten unsere Kinder. Der Glaube an den Fortschritt wird nahezu ungefiltert an die nächste Generation weitergegeben.

        • Ert sagt:

          @Bruno

          das erinnermut mich immer an das hier von Meadows: „ Erst kürzlich hat der für die globale Airline-Industrie zuständige Weltbank-Direktor zu mir gemeint, das Problem von Peak-Oil wird in seiner Institution nicht diskutiert, es ist einfach tabu. Wer es trotzdem versucht, wird gefeuert oder versetzt. Denn Peak-Oil zerstört den Glauben an Wachstum. Man müsste ja alles ändern.

          Wer nicht (mehr) an das Wachstum glaubt – muss (insb. im ‚Westen‘) seine gesamte Lebensweise in Frage stellen…….

          • Michael Egloff sagt:

            Ja, Ert,
            und wenn die Menschen dabei erkennen, wie sehr sie aufeinander angewiesen sind, wenn die zwischenmenschliche Solidarität gestärkt wird, weil man sich nicht mehr auf einen großen anonymen Staat verlassen kann, hätte es ja auch sein Gutes.
            Das ist die wirklich spannende Frage: werden die Menschen aufeinander zugehen oder aufeinander losgehen?
            Kultur oder Barbarei. Wir haben die Wahl.

      • Stefan Wietzke sagt:

        Vollkommen korrekt. Hinzu kommen die zivilisatorischen Errungenschaften wie eine verdoppelte Lebenserwartung, Rechtsstaat, Demokratie, Wahlmöglichkeiten im Lebenslauf, etc.. Was die „weiter so“ Apologeten eben nicht sehen, ist dass bei einem Systemproblem diese Errungenschaften als erstes über die Wupper gehen. Ich würde das gerne vermeiden.

  3. Frank Bell sagt:

    Ich schaue mir gelegentlich Vorträge von Chris Hedges an.

    Der ist der Meinung, dass der Triumph der Grosskonzerne TOTAL ist und wir inzwischen KEINERLEI Möglichkeiten mehr haben, Fehlentwicklungen zu verhindern.

    Zitat Chris Hedges:

    40 % of the summer Arctic Sea ice melts and for Shell Oil this is just a business opportunity.“

    • Stefan Wietzke sagt:

      1. „Widerstand ist Zwecklos“: So ist das eine unzulässige Vereinfachung. Großkonzerne haben seit Begin des Kaptialismus immer einen Großteil der Wirtschaft kontrolliert. Der Anteil ist in etwa gleich geblieben. Insofern ist die implizite Aussage, dass das alles immer schlimmer wird so nicht korrekt.

      2. Das externe Veränderungen von einem Unternehmen als mögliches neues Geschäftsfeld erkannt wird, ist keine Art krimineller Akt, sondern systemkonformes Verhalten.

      Solche Aussaagen dienen dann eher der Selbstentlastung und verhindern Handlungen.

      Das Grundproblem fängt nun mal bei uns an. Schlagen Sie doch mal folgenden Verhalten in Ihrer Umgebung vor:
      1. Keine Flugreisen mehr. Fahr im Urlaub in ein Ferienhaus um die Ecke. Kein Anreisestress, keine Zeitumstellung, 2 Tage Zusatzerholung gewonnen. (Haben sich Flugreisende eigentlich schon mal klar gemacht, was für lächerliche Figuren sie abgegben, wenn sie sich in der Sicherheitskontrolle abgrabeln lassen und ohne Gürtel und Schuhe in der Öffentlichkeit stehen).
      2. Nahrungsmiteleinkauf besser planen und nicht die 82 Kg Haushaltsdurchschnitt in die Tonne werfen. Spart gleich ein paar 100 Euo im Jahr, ich muss seltener in den Laden und kriege ein besseres Gefühl für eine der tolsten Sachen der Welt, gutes Essen.
      3. Kaufe nur noch nach Saison ein. Schont nicht nur den Geldbeutel, sondern ich habe automatisch eine abwechslungsreiche Küche rund ums Jahr.
      4. Der Zweitwagen wird abgeschaft und das andere Auto grundsätzlich 3 Jahre länger gefahren.
      5. Der Fleischanteil wird reduziert, aber nicht aus Verzichtsgründen, sondern weil das die kulinarischen Möglichkeiten deutlich erhöht. Gesünder ist es ohnehin.
      6.Kurzstrecken zu Fuß oder per Fahrrad spart das Fidnessstudio und außerdem wird die Kontaktdichte zu Menschen in der eigenen Umgebung erhöht.

      Alles Dinge die unser Leben besser machen und den Ressourcenverbrauch verringern! Und was machen wir: Wir haben inzwischen ein Stadium erreicht, bei dem wir den Planeten nicht dafür zerlegen, damit es uns kurzfristig besser geht, sondern wir zerlegen ihn auch noch damit es uns kurzfrist schlechter geht.

      Würde die (fast endlos forsetzbare) Liste auch nur von einem relativ kleinen Teil der Menschen in den Industristaaten umgesetzt, wäre das Wachstumssystem sofort tot und wir müssten uns was vernünftiges einfallen lassen.

      Wie Einstein schon sagte: „Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim ersten bin ich mir nicht ganz sicher.“

      P.S. Aber GANZ wichtig: Die gesparte Kohle nicht in was anderes stecken (indirekter Rebound-Effekt), sondern vielleicht einfach mal weniger arbeiten und damit auch weniger verdienen (und Zeit gewonnen, die knappste Ressource jedes Menschen).

  4. Patrick sagt:

    Der gute Mann spricht sehr viel traurige Wahrheiten an! Der medial und politisch verkaufte Glaube der Menschen, dass wir nur Benzinautos gegen E-Autos
    und Kohle durch Solar ersetzen müssen und ansonsten aber alles weitgehend wie bisher weiterlaufen kann, ist unglaublich dämlich und gefährlich!
    Und auch zu schön, um wahr zu sein. Und so bequem: Eigentlich müssen wir kaum etwas ändern, nur Technik A durch Technik B ersetzen.
    Wer ausschließlich eindimensional und linear denkt, dem mag man dies verkaufen können, doch mit der Realität von dynamischen Systemen hat
    das alles wenig zu tun. Und unsere Ökosysteme und auch unsere Ökonomie sind beides absolut dynamische Systeme!!

  5. Stefan Wietzke sagt:

    Ich habe mir das Interview gerade mal komplett angesehen. Mit der Kritik hat er recht, aber auch er glaubt noch an ein „BIP-Wachstum ohne Ressourcenverbrauch“.
    Daher möchte ich hier noch einmal auf den wunderbaren Artikel von Prof. Tom Murphy verweisen, warum sich das BIP-Wachstum nicht vom Materialverbrauch entkoppeln läßt.

    http://www.peak-oil.com/2012/09/kann-oekonomisches-wachstum-dauerhaft-funktionieren/

    Anscheinend haben wir kollektiv die Höllenvorstellungen des Mittelalters (die für die Menschen damals sehr real waren) durch den Horror vor der Nichtwachstumsgesellschaft ersetzt.

    • Patrick sagt:

      Ja, BIP-Wachstum scheint irgendwie wie die ewige Suche nach dem Heiligen Gral zu sein.
      Und dabei ist es eine derart unangebrachte und unzulängliche einzige Kennziffer…schon Wahnsinn, dass die Menschen es derart verinnerlicht haben.

      • Michael Egloff sagt:

        Ja, einerseits heiliger Gral, andererseits Gefängnis.
        Denn alles, was wir jetzt haben an materiellen Segnungen, von der Infrastruktr bis hin zu der modernen Medizin oder der Hochertragslandwirtschaft, basiert auf dieser Wachstumsstory.
        Wir werden uns von vielem gewohnten verabschieden müssen, wenn wir dieses Gefängnis des Wachtumszwangs verlassen wollen.

        Wollen ist natürlich das falsche Wort. Verlassen müssen ist zutreffender.

  6. Hendrik Altmann sagt:

    genau davon rede ich immer, die Leute haben kein Plan wie viele
    Öl Fässer in so einer Solarzelle oder in einem Windrad oder in einem Fass Bio Treibstoff stecken, Wachstum?! wir haben den Zenit erreicht, jetzt geht es nur noch abwärts, jeder sollte sich Gedanken machen wie er in diese Phase unserer Geschichte Überleben will den es wird gute Strategien brauchen.

    • Bruno Müller sagt:

      Im Moment überlegt sich (fast) jeder, ob Müller das entscheidende Tor geschossen hat oder ob noch genügend Bier im Kühlschrank ist.

      Noch gibt es genügend Brot und jede Menge Spiele.

      Die Bretter sind so irre dick, die hier zu bohren sind.

      „Wann und wie erreichen wir endlich den 100. Affen?“

      Wär doch ein schöner Titel fürs „Open Space“ in Leipzig.

      • @bruno sorry no way. Seit 40 Jahren warten meadows und co…darauf. Ich denke aber jetzt so wie McPherson, Lierre und Jensen von den deep greenern. Für eine demokratische lösung ist es zu spät! Trotzdem versuche ich in Wien den 100. Zu finden: http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/?em_cnt=639915

        • Marcus Kracht sagt:

          @tom reis
          Vielen Dank für den Kommentar. In der Tat heißt eines der Probleme, dem man in Diskussionen begegnet, auf Englisch so schön „technofix“.

          Ein Problem muss heute mit riesigem Aufwand bekämpft werden, sonst ist es irgendwie keines. Darunter laufen so unsinnige Dinge wie Hybridautos und C02-Verpressung. Schmidt-Bleek hat recht: der Materialverbrauch ist ein Wahnsinn (das Buch „Grüne Lügen“ kann ich nur empfehlen).

          Um zB das Klimaproblem in den Griff zu bekommen, gibt es eigentlich (außer weniger CO2 zu erzeugen und endlich die Bäume stehen zu lassen) nur noch das Einbringen von Biokohle in den Acker. Das sagte zB James Lovelock. Aber so etwas ist ja uncool und unspektakulär. Und weil da überhaupt keine Forschung und Großtechnologie dahintersteckt, wird es nicht gemacht. Da könnte ja niemand Geld mit machen.

          • Frank Bell sagt:

            Worum geht es denn?

          • Ert sagt:

            Ja, Marcus

            der Bodenaufbau könnte massivst CO2 binden, wie auch im Buch „Soil, Gras Hope“ beschrieben wird (http://www.resilience.org/stories/2014-01-02/grass-soil-hope).

            Radio Ecoshock hat auch ein Interview mit dem Autor: http://www.ecoshock.org/downloads/climate2014/ES_CWhite_LoFi.mp3 – und ja, das Problem ist sicher das damit kein Großkonzern nur irgendwas verdienen kann. Bodenaufbau global würde kleinteilig geschehen und insbesondere nur mit einer ’nicht Agrochemielandwirtschaft‘ funktionieren. Das mag weder die Agro-, noch die Pharmaindustrie, etc. pp.

            • Stephan sagt:

              Der Autor widerspricht sich in einem Punkt selber:

              „Das Ziel diese Arbeit [die Entfernung überschüssiger Bäume und Gehölz] ist das Wachstum von Grassorten anstelle von Bäumen zu fördern und so die Kohlenstoffspeicherkapazität des Bodens zu erhöhen. Böden können nicht nur mehr CO2 als Bäume speichern, sie haben auch den Vorteil einer längeren Beständigkeit. Bäume können verbrennen, gefällt werden, an Krankheiten oder aus Altersschwäche sterben, was letztlich dazu führt, dass das gespeicherte CO2 wieder in die Atmosphäre entweicht.“

              (The general goal of this work is to encourage grass species to grow in place of trees, thus improving the carbon-storing capacity of the soil. Not only can soils store more CO2 than trees, they also have the advantage of relative permanence. Trees can burn up, be cut down, die of disease or old age, all of which can ultimately release stored CO2 back into the atmosphere.)

              10 Quadratmeter Boden, nur mit Wiese bewachsen, verglichen mit 10 Quadratmeter Boden auf dem eine große Eiche steht, hat doch ganz offensichtlich eine viel geringere CO2- bzw. Kohlenstoffmenge gespeichert. Die Eiche ist nicht nur wesentlich größer als ein Grashalm, ihre Wurzeln reichen zudem, wenn man einen normalen Boden annimmt, wesentlich tiefer:

              Wie tief werden Wurzeln?
              Die tatsächliche Wurzeltiefe und der Wurzelradius, Wurzeldurchmesser können selbst für eine bestimmte Baumart praktisch nie allgemeingültig und sicher angegeben werden, denn sie hängen maßgeblich vor allem vom Boden, aber auch von der Vitalität eines Baumes ab.

              In schlecht durchlüftetem Boden und/oder bei Staunässe bzw. hohem Grundwasserspiegel sind sie oft wesentlich geringer als zu erwarten und für die jeweilige Baumart eigentlich typisch.

              2.2.1. Tiefwurzler (Pfahlwurzler) = Wurzeln bis mehrere Meter tief mit senkrechter Hauptwurzel. Beispiele: Tanne, Kiefern, z.B. Waldkiefer, Föhre (Pinus sylvestris) bis 10 Meter tief(!), Esche (Faxinus), Wacholder (Juniperus communis), Eibe (Taxus baccata), meist 1-2 Meter tief, Sumpfzypresse (Taxodium distichum), Deutsche Eiche, Stieleiche (Quercus robur).

              http://www.gartendatenbank.de/forum/wie-tief-werden-wurzeln-flachwurzler-tiefwurzler-baumwurzeln-t-450-1

              D.h. die Wurzeln der Bäume werden tief im Boden, wenn sie absterben, in Humus umgewandelt. Bei Gräsern passiert das nur im oberen Bereich.

              Zudem wachsen Bäume auch wieder nach wenn sie durch Sturm oder den Menschen gefällt werden oder bei einem Waldbrand verbrennen.

              Und im nächsten Punkt, Punkt 4, sagt er, dass Wälder dem Land ermöglichen CO2 aus der Luft im Boden zu speichern und dass sie wichtige CO2-Senken sind.

          • Stephan sagt:

            Zum Thema CO2- d.h. Kohlenstoffbindung gibt es einen österreichische Film aus dem Jahr 2009 (u.a. mit Sepp Braun, Biolandwirt aus der Nähe von Freising, Prof. Dr. DI August Raggam aus Graz) :

            „HUMUS – Die vergessene Klimachance“

            Dazu ein 10minütiger-Trailer:

            https://www.youtube.com/watch?v=w5da0aCiaqY

            Eine Aussage aus dem Film: „Dass der Boden doppelt soviel Kohlenstoff speichert wie sich in der Atmosphäre befindet“

            Wenn diese Aussage von den jetzigen schlechten Humusverhältnissen in den Böden weltweit ausgeht, wäre das ja sehr gut.

            Eine andere Aussage von Prof. Raggam: „Die gesamteuropäischen Ackerböden sind Wüsten. Das muss man mal akzeptieren. Und das wird also versucht zu vertuschen“.
            Die Lösung für das CO2-Problem liegt nach Professor Raggam in einer Hinwendung hin zur ökologischen Landwirtschaft. Aus einem anderen Grund, der weltweiten Ernährungssicherung, empfiehlt dies auch der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Ernährung, Olivier de Schutter, der Nachfolger von Jean Ziegler.

            • Stephan sagt:

              Frage der Filmautorin Marie-Monique Robin in den Film „Zukunft pflanzen“ (etwa ab Min. 52) an einen Landwirt beim Besuch der Felder des Biolandwirts Friedrich Wenz im Ortenaukreis:
              „Was sind ihrer Meinung nach die wichtigsten Hindernissen zu einem weiten, breiten Übergang zum ökologischen Landbau in Deutschland und in Europa?“

              Antwort des Landwirts:“Das zur Zeit größte Hindernis ist, denke ich mal, dass die Energie noch zu billig ist.
              Das Problem ist seiner Meinung nach, dass bei deutlich höheren Energiepreisen der konventionell arbeitende Landwirt sich den Kunstdünger nicht mehr leisten kann, weil der eine Menge Energie für seine Herstellung benötigt. Und dann ist der Biolandwirt absolut überlegen.
              Die Frage ist allerdings ob es bei den jetzigen Macht- und Vermögensverhältnissen jemals so weit kommt oder ob es nicht dann einfach steigende Zahlungen für die normalen Landwirte gibt, die wir aber alle über unsere Steuern zahlen.

  7. eliso sagt:

    Kommentar: Viele unserer Umweltprobleme haben mit CO2 nichts zu tun ????

  8. Hendrik Altmann sagt:

    ich denke der Mangel an Rohstoffen naher Zukunft wird das CO2 Problem automatisch lösen, in 100 Jahren haun wir vielleicht so viel CO2 raus wie vor 1000 Jahren weil einfach nix mehr da ist was wir verbrennen können auch glaube ich das wir dann nicht mehr über 7 Milliarden sind

    • Flint sagt:

      Das wäre auf jeden Fall richtig, wenn wir schon alles Verbrannt und Verschleudert hätten was es so auf unserer blauen Kugel gibt.Leider ist dem nicht so , so wie ich unsere Wachstumsanbeter kenne geht das noch eine ganze Zeit so ..Methan Hydrat gibts zb laut neuesten Schätzungen doppelt soviel wie Kohle Gas und Öl zusammen. Das werden DIE sich nicht entgehen lassen , leider. Evtl wird das ein Thema nach Peak Oil …http://www.welt.de/wissenschaft/article108695310/Jagd-nach-der-Energiequelle-der-Zukunft-beginnt.html

      • Michael Egloff sagt:

        Das Hauptproblem beim Klimawandel könnten zukünftig die von uns verursachten Rückkopplungen werden:
        in erster Linie zunehmende Methanfreisetzungen aus den riesigen Permafrostgebieten und vor allem aus den maritimen Gashydraten.
        Und die Albedoänderung im Berich der Arktis spielt auch eine wichtige Rolle, ebenso wie der durch die Meereserwärmung verursachte Rückgang des Phytoplanktons, das eine wichtige Kohlenstoffsenke und ein bedeutender Sauerstoffproduzent ist.

        Je kräftiger unser Anfangsimpuls, desto stärker und wiederum selbstverstärkender die Rückkopplungen.

        Insbesondere Kohle wird leider noch sehr viel verbrannt werden. Von Jahr zu Jahr steigen die anthropogenen CO2-, Methan- und Dstickstoffmonoxidemissionen. Von einer beginnenden Abschwächung des Aufwärtstrends, geschweige denn von einem beginnenden Rückgang, kann noch garkeine Rede sein.

        Die Ausdehnung des fossilen Zeitalters ist längerfristig gesehen die eigentliche Gefahr, nicht das Ende des fossilen Zeitalters.

        • Michael Egloff sagt:

          Sorry,
          beim Distickstoffmooxid fehlt das „i“.
          Ich hätte doch „Lachgas“ schreiben sollen und nicht dieses Wortungetüm.

        • Stefan Wietzke sagt:

          Ich kann dir nur Recht geben. Die eigentliche Gefahr ist nicht, dass uns die fossilen Rohstoffe ausgehen könnten, sondern das sie uns nicht schnell genug ausgehen.

          David Wasdell hat den aktuellen IPCC Bericht, insbesondere den CO2-Budgetansatz scharf kritisiert. Er geht davon aus, das diverse Rückkopplungseffekte massiv unterschätzt werden. Die vom Appolo-Gaia Projekt entwickelten Szenarien gehen davon aus, dass das für das 2 Grad Ziel zulässige CO2 Budget bereits um ca 388 Mrd.Tonnen CO2 überschritten wurde. Die Berechnungen ergeben, dass bereits die heute ereichten 400 ppm einen Temperaturanstieg von 3 – 4 Grad verursachen werden. Wird das aktuelle Budget von 440-450 ppm ausgereizt, steigt die Temperatur um bis zu 7,8 Grad.

          Erste erkennbare Effekte deuten darauf hin, das er Recht haben könnte. So wurden die Klimawissenschaftler von einigen Effekten böse überrascht. Z.B.
          1. Der Eismassenverlust in der Antarktis hat die Worst-Case Szenarien massiv nach unten durchbrochen und die Wertereihen weisen einen exponteniellen Verlauf auf (ein Hinweis auf positive Feed-Backs).
          2. Sommerliche Eisschmelzen im Inneren Grönlands wurden für dieses Jahrhundert nicht erwartet, treten aber jetzt jedes Jahr auf.
          3. Seit 5 Jahren spinnt der nördliche Jetstream rum (war für die zu kalten, wie die zu warmen Winter der letzten Jahre verantwortlich).
          4. Seit kurzem können die bodennahen Methankonzentrationen der Permafrostböden per Satellit gemessen werden. Seit 3 Jahren steigen die im Sommer stark an. Sieht so aus, als wenn das Zeug anfängt in die Athmosphäre auszugasen.

          Die dort gelagerten Kohlenstoffmengen sind so groß, dass bereits ein Austritt von 1% bedeuten würde: Game Over.

          Übrigens: Auch Nico Paech beschönigt das für seine Zuhörer gern. Wahrscheinlich um sie nicht noch mehr zu schocken. Er erzählt immer, das wir ein pro Kopf CO2-Budget von 2,7 Tonnen pro Jahr haben (nach IPCC-Empfehlung). Aber er verschweigt, dass dieses nur bis 2050 gilt. Danach ist das Budget 0 (nach IPCC-Budget).

          • Michael Egloff sagt:

            Wahrscheinlich will man nicht einem Fatalismus Vorschub leisten, nach dem Motto „ist eh schon alles zu spät, was soll ich da meine Gewohnheiten ändern“.
            Das wäre ja ein löblicher Ansatz.
            Denn die eigenen Gewohnheiten zu ändern und Bescheidenheit zu trainieren ist immer gut, auch wenn es wirklich schon fast zu spät sein sollte.
            Auch eingedenk der Tatsache, dass man immer noch nicht genug tut, wenn man die eigene Bilanz mit 7 oder gar 10 Milliarden multipliziert.

            • Ert sagt:

              @Michael

              Radio Ecoshock hatte letztens ein Interview mit David Spratt: http://www.ecoshock.org/downloads/climate2014/ES_DSpratt_LoFi.mp3 – zu dem Klimathema, wo auch die Beruhigungspille des „2 Grad Klimaziels“ besprochen wird. Diese Zahl wurde in den 70ern von einem Ökonomen in das Spiel geworfen und hat keinerlei wissenschaftliche Grundlage!

              Wer den Arctic News (http://arctic-news.blogspot.de/) folgt – der ist sowieso hypersensitiviert was in Punkto Methan und Arktiseis gerade passiert. Sehr viel von dem was das IPCC als Basis annimmt (im ‚Politisch-wissenschaftlichen Konsensprozess‘) ist bereits durch die Realität überholt.

              So denke ich auch, das aktiv beruhigt wird – weil die Konsequenz, die wir (eigentlich) ziehen müsste eine faktische Deindustrialisierung bzw. komplette Zurückschraubung unseres Lebensstils bedeuten würde….

              Und dabei gibt es sogar CO2-Bilanz-Negative Häuser… also Häuser die Mehr CO2 in den (primär Ökologischen) Baumaterialien einlagern als für den kompletten Bau + Materialien aufgewendet wird.

          • Michael Egloff sagt:

            Beispiel Indien:
            seit 2 Wochen müsste dort eigentlich Monsun herrschen mit Temperaturen um 30 Grad am Tag.
            Bisher hat der Monsun in weiten Teilen des Landes noch nicht begonnen und auch für die nächsten Tage wird für den größten Teil des Landes eher die Fortdauer des trockenen Wetters mit Temperaturen über 40 Grad vorrausgesagt:

            http://wetter.spiegel.de/spiegel/world/1642.html

            Damit scheint sich ein Trend der letzten Jahre zu späterem Beginn des Monsuns und auch zu Änderungen der Niederschlagsmuster während des Monsuns zu verstärken.
            Bei nur ca. 4 Monaten Regenzeit und bereits bestehender Übernutzung von Grundwasserressourcen eine sehr bedenkliche Entwicklung.

  9. Frank Bell sagt:

    @ Stefan Wietzke

    das sie uns nicht schnell genug ausgehen

    DAS BEDEUTET, insbesondere im Hinblich auf Methanhydrat, dass wir DOCH NOCH 100 Jahre Wachstum erleben werden…

    :-(

    Und Kohle reicht noch viel, viel länger.

    Also bleibt es doch beim Alten: Egoismus, immer stärkere Konzerne, usw. Schade.

    • Ert sagt:

      @Frank

      Zwar sind die Kohlenwasserstoffe irgendwo da… also CH4 oder Kohle – nur wird einfach zu viel Aufwand benötigt um diese zu fördern, so das der Überschuss nicht für die Aufrechterhaltung unserer aktuellen ökonomischen Modelle reicht.

      Von dem Gesichtspunkt Klima (CH4 und CO2) ist das ganze sowieso tabu.

  10. Hendrik Altmann sagt:

    Kohle wird seinen Peak auch in 1-2 Dekaden erreichen, für eine Aussage über Methanhydrat fehlen einfach noch zu viele Informationen, solange man das Fracking und Tarsands dem Methan vorzieht kann die ERoEI nicht so gut sein, bei Fracking und Tarsand ist sie schon sehr bescheiden und da wird richtig stark Investiert im Gegensatz zur Methanförderung, und wenn die Ölpreise nicht bald steigen ersticken die Ölkonzerne noch am Fracking,schon jetzt wird die Wirtschaft mit niedrigst Zinsen und massig Geld aus dem Drucker künstlich aufgebläht weil es sonst schon längst abwärts gehen würde, die Investitionen der Ölkonzerne Explodieren nur um die Förderrate noch 1-2 Jahre stabil halten zu können, ich weiss wirklich nicht wo Ihr hier noch ein mögliches Wachstum sehen könnt sorry.

    • Ert sagt:

      @Hendrick

      Ich sehe es genau so wie Du und auch Gail Tverberg in „Why Standard Economic Models Don’t Work–Our Economy is a Network“: http://ourfiniteworld.com/2014/06/23/wy-standard-economic-models-dont-work-our-economy-is-a-network/

      Der Nettobeitrag immer teurerer Energie ist Gift für unser aktuelles Wirtschaftssystem. Wir sehen aktuell alles Auswirkungen von u.a. (prozentual) steigenden Energiekosten. Immer mehr des Volkswirtschaftlichen ‚Outputs‘ geht in die Sicherung von Energie um selbige Volkswirtschaft überhaupt betreiben zu können. Und ohne die ‚Notmaßnahmen‘ der ZBs befänden wir uns schon lange in einer sehr, sehr bereinigenden Krise (die aber nur aufgeschoben ist)

  11. Stephan sagt:

    Ob diese Bankprobleme in Bulgarien irgend etwas mit dem South Stream Projekt zu tun haben?

    • Ert sagt:

      @Stephan

      Sicher Ja und noch mehr.

      Im DFG hatte ich folgenden – meiner Ansicht nach – guten Kommentar gefunden: „Das Problem ist South Stream, die Pipeline die Gas aus Russland nach Suedeuropa transportieren soll. Es kammen hier vor etwa 2-3 Wochen die Herren John McCain an und hiernach verkuendigte der jetzige Ministerpraesident den Stopp dieses Projektes. Die Tuerkenpartei sagte ab dann, dass es Neuwahlen geben soll….. Das Ganze ist eine Show und ein Stellvertreterkrieg zwischen EU, Nato und Russland . Und der Krieg in der Ukraine, heute sollen die Ukraine , Georgien und Moldawien ein Assozierungsabkommen mit der EU unterschrieben haben.
      Der bulgarische Chef der rechten Euro-Partei war vor kurzem zu Besuch in den USA, wo er seine Instruktionen bekommen hat, den Teufel an die Wand zu malen, solange die Sozialisten die Macht stellen. Und das tut der staendig, ist sowieso ein Vollidiot. Die Staatsanwaltschaft hift den Rechten zu dieser Destabilisierung bei, indem sie in den Banken hereingeht und irgendwelche Sachen untersucht, hiernach sich entschuldigt. Wie gesagt totales Chaos.“…..
      Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=317061

      Bei dem, was aktuell in der Welt angezettelt wird – werden die Risiken bez. einer kompletten Destabilisierung immer größer. Und die macht-hungrigen Strippenzieher machen sich gar keine Gedanken, das Ihre Aktionen das Leben von hunderten von Millionen Menschen dramatisch zum schlechteren Verändern.

  12. Hendrik Altmann sagt:

    Russland verfügt über große Mengen an Strategischen Ressourcen von Gas, Kohle, Öl und Uran, die im westlichen Nato Bündnis immer knapper werden, insbesondere in Europa,
    da es für Europa keine Alternativen zu diesen Ressourcen gibt und die Erneuerbaren sind teure Fehlschläge müssen neue Strategien gefunden werden um an diese Ressourcen zu gelangen, meine Befürchtungen gehen in die Richtung das das Nato Bündnis sich diese Rohstoffquellen irgend wann mit Gewalt versuchen könnte zu Bemächtigen aus Mangel an Alternativen, die westliche Propaganda und Ressourcen strategische Situation legt diese Vermutung nahe.

    • Norbert Rost sagt:

      @Hendrik Altmann: Wenn dem so ist – und es spricht einiges dafür, dass Entwicklungen in diese Richtung gehen – dann sollten wir Bürger umso mehr hinterfragen, ob wir so leben wollen und militärischen Eroberungsansätzen eine Absage erteilen.

      Ich denke, die Erneuerbaren sind auch deshalb teure Fehlschläge, weil man sie aus einem fossilen Weltbild heraus versucht, umzusetzen. Da scheitert die politische Ebene schlicht und ergreifend. Dass ein auf Erneuerbaren basierendes System gar nicht sooo teuer sein muss, zeigt Prof. Sauer: http://www.eksh.org/uploads/tx_jskalender/Vortrag_Prof._Sauer_2.pdf

      Schweigsam hinnehmen sollten wir einen gewaltsamen Transformationsversuch jedenfalls nicht.

    • Michael Egloff sagt:

      Ich denke, es ist völlig auszuschließen, dass die Nato auf den selbstmörderischen Gedanken kommen könnte, einem Land mit tausenden Atomraketen – viele davon transkontinental – die Ressourcen zu klauen.
      Ich traue den Brüdern einiges zu, aber das nicht.

  13. Hendrik Altmann sagt:

    @Norbert, nicht nut auf Politischer Ebene, besonders auf Wirtschaftlicher und Physikalischer Ebene, die Erneuerbaren müssten Autark funktionieren von Grund auf darf bei der Bereitstellung dieser Energiequellen keine andere Support Energie mit einfliessen, das bedeutet das die Mineralminen die Metallhütten, Walzwerke, Giessereien, Fertigungs Fabriken, sowie das gesamte Zulieferungssystem komplett eben mit dieser Energie betrieben werden müsste, auch die Aufstellung und Wartung des Netzes, Leitungen, Umspannwerke, Trafos usw. das kostet gigantische Mengen an Energie, derzeit bereitgestellt von fossieler Energie sowie Atom Energie, würde man das alles mit Erneuerbaren versuchen zu betreiben würde man Netto ein Minus rausbekommen das macht die ganze Angelegenheit zu einem schlechten Witz, Eneuerbare Energie funktioniert aber nicht so wie es sich die meisten vorstellen, Wasserkraft, Windkraft wurden schon seit vielen hundert Jahren genutzt in einer Form die Wirtschaftlich ist und Autark betrieben werden kann dran sollten wir uns orientieren, auch in dieser PDF Datei sehe ich Systeme die mit sehr viel Fossieler Energie hergestellt und bereitgestellt werden quasi subventioniert von den Fossielen und Atom, Autark würden diese Systeme niemals funtionieren, zu dem Punkt (militärischen Einsätzen eine Absage erteilen) kann ich nur sagen das der Militär Apparat niemals zulassen würde in einen Engpass der Treibstoff Versorgung zu kommen, was deren Untergang bedeuten würde, auch unsere Kapitaldiktatur würde alles wirklich alles dransetzen die Versorgung mit billiger Energie solange wie möglich fortzusetzen, was Kriege sehr Wahrscheinlich macht weill Europa sehr arm an Rohstoffen ist und in Nordamerika der Verbrauch die eigenen Vorräte gewaltig übersteigt.

  14. Patrick sagt:

    http://www.youtube.com/watch?v=Oouoee9UvEc#t=3946

    Hier gibt es ein aktuelles Interview von Ken Jebsen mit Franz Hörmann über unser Geldsystem. Es ist sehr interessant doch ich würde gerne etwas in die Runde fragen:

    – hat schonmal jemand von den dort angesprochenen „Earthships“ gehört und kann dazu etwas sagen?

    – in den letzten 5 min. des Gesprächs geht es dann vom Geldsystem (Ein Knappheit organisierndes System) zu den Ressourcen, z.B. mittels Gentechnik usw. bestimmte Rohstoffe wie Coltan zu ersetzen. Vielleicht kennt jemand das von das von Franz Hörmann angesprochene TedX Video oder kann ansonsten etwas dazu sagen? Reine Spinnerei oder ist was dran?

  15. Frank Bell sagt:

    Warum muss mein Kommentar freigeschaltet werden?

    Habe ich gegen irgendwelche „Regeln“ verstossen?

    Wenn ja, welche?

    Ich möchte mich gerne an die Regeln halten, nur muss ich dazu wissen, was ich falsch gemacht habe!

    • Norbert Rost sagt:

      @Frank Bell: Zuviele Links auf einmal könnte als Spam interpretiert werden.

    • Patrick sagt:

      Hallo Frank,

      danke für die Links. Ich wollte jetzt allerdings nicht so tiefgreifend in diese Materie einsteigen, zumal ich sowieso kein Chemiker oder Physiker bin.

      Ich wollte nur mal fragen, ob jemand schonmal davon gehört hat und ob jemand zur Qualität dieser Aussagen etwas sagen kann?

      • Stefan Wietzke sagt:

        Ich hab mir das Video mal angesehen. Spannender Ansatz. Hilft uns leider aber überhaupt nicht weiter.

        Hier kann man sehr schön das Missverständnis erkennen, das entsteht, wenn man naturwissenschaftliche Erkentnisse mit ethischen Wertungen koppelt, ohne sich dessen bewust zu sein. So hat es sich eingebürgert, Dinge die die Biosphäre herstellt mit dem Atribut „gut“ zu versehen und Dinge aus seelenlosen technischen Aparaten als „schlecht“. Aber auch eine Zelle oder ein Lebewesen betreibt nichts anderes als Chemie, die physikalischen Gesetzmäßigkeiten gehorcht. Denn jede chemische Reaktion und jeder physikalsiche Vorgang erfordert eine Erhöhung der Entropie. Außerdem benötigt sie Ressourcen und produziert Abfall. Da unterscheidet sich ein Wald erst mal nicht von einer Fabrik.

        Außerden gibt es da diese merkwürdige Idee, dass die „Natur“ viele Probleme besonders effizient löst. Tut sie manchmal, häufig aber auch nicht, denn „Effizienz“ ist keine Zielgröße in einem evolutionären System (z.B. ist der energetische Wirkunsgrad der Photosynthese sehr schlecht).

        Das bedeutet, würde unser Strom von der nächsten Wiese produziert und Mobilphones würden an Bäumen wachsen, dann hätten wir trotzdem exakt die gleichen Probeme wie wir sie heute haben.

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