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Kommentarlos, Teil 60

Wie der Westen eine Rechnung ohne den Wirt machte: Dem Bürgerkrieg in der Ukraine gingen Planungen für eine Förderung von Erdgas im großen Maßstab voraus. Exxon, Chevron und Shell wollten dem Land mithilfe von Fracking-Technologie zur Unabhängigkeit von Russland verhelfen und Exporte in die Europäische Union beginnen. Ausgerechnet die an Gas reichen Regionen - die Krim und die Ostukraine - entschieden sich jedoch für einen anderen Weg.

Malte Daniljuk für Telepolis: "Neue Energie für Europa"

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8 Kommentare to “Kommentarlos, Teil 60”

  1. Michael Egloff sagt:

    Zitat aus dem Link:

    „Der Export der Fracking-Technologie aus den USA könnte es Polen, dem Baltikum und der Ukraine ermöglichen, die Abhängigkeit von russischem Treibstoff zu überwinden und dem „Ehrgeiz des Kreml schaden, die Zukunft des Landes als eine Energie-Supermacht zu sichern“.“

    Naja, bezüglich Polen haben sich die Fracking-Träume ja schon als Schäume erwiesen, mit einer Reduzierung der Reserveangaben um über 95%, wenn ich richtig informiert bin.
    Ob das bei den ukrainischen Shales genau so ist?
    Es würde mich nicht wundern.
    Eine richtige Evaluierung eventueller Shales hat es mit großer Wahrscheinlichkeit dort noch nicht gegeben.

  2. Dieter Schmitz sagt:

    96 Prozent weniger Reserven

    Kaliforniens Traum von der Fracking-Ölbonanza ist geplatzt

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/fracking-kann-oelreserven-nicht-aus-monterey-shale-in-kalifornien-loesen-a-970983.html

    Erdgas

    Die Fracking-Revolution in Polen fällt aus

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/der-traum-vom-fracking-in-polen-ist-vorerst-geplatzt-a-1003417.html

    „Fracking-Boom droht der Exitus

    „Amerika wird den Ölpreis-Krieg verlieren““

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/oelpreisverfall-belastet-fracking-in-den-usa-opec-wartet-ab-a-1012899.html

    Ganz ehrlich:

    Irgendwie wird das Ende des Frackings zu sehr beschrieen. Ich wäre da skeptisch. In England und bald auch in Deutschland wird man mit ganz üblen Bandagen kämpfen.

  3. Mayr Markus sagt:

    zu: Wie der Westen eine Rechnung ohne den Wirt machte:

    Die Gas-Ausspeiung aus den deutschen Kavernen scheint mir derzeit bei diesem milden Winter relativ hoch.
    Soweit mir bekannt benötigt Europa die ukrainischen Gaspeicher um ausrechend Gas zu erhalten, da der Pipline-Druck aus Russland alleine im Winter nicht ausreicht. (Aufgrund des hohen Verbrauchs in Europa) Desweiteren geht ab 60% Füllstand die Möglichkeit der Ausspeisung der deutschen Kavernen ebenfalls zurück.
    Hat hier jemand noch genauere Informationen wie die Situation derzeit zu bewerten ist?

  4. Mayr Markus sagt:

    Hier noch die Webseite mit den Daten:

    http://transparency.gie.eu/

  5. Tom Schülke sagt:

    schöner Artikel in der Spektrum der Wissenschaft zu Schiefergas…

    http://www.spektrum.de/news/fracking-fragliche-schaetze/1328459

  6. Marcus Kracht sagt:

    In diesem Zusammenhang noch zwei Bemerkungen. In Rumänien wurde bie Ploiesti unter Protest der Bevölkerung Exploration für Fracking vorgenommen, Ministerpräsident Ponta musste allerdings vor einiger Zeit einräumen, dass wohl nichts zu holen ist. (Deja vu für Polen.) In Ungarn muss man sich wohl ebenso Hoffnungen auf Geschäfte gemacht haben, ist aber wohl bei der Regierung nicht weitergekommen. In diesem Zusammenhang fiel mir die Meldung vom Oktober 2014 ein, Washington habe einigen Offiziellen aus Ungarn die Einreise verboten, weil sie Korruption beförderten
    (http://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-usa-verhaengen-einreiseverbot-gegen-offizielle-wegen-korruption-a-997870.html). In dem genannten Kontext macht das wohl eher Sinn.

  7. Kai Fischer sagt:

    Moin,

    leichte Nervosität bei den Nordsee-Förderern.

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Ist-das-Nordsee-Oel-am-Ende-article14370381.html

    Gruß

  8. Markus Knoll sagt:

    Typisch für Telepolis, zu behaupten, die Krim, aber auch das Donezkbecken, hätten „sich entschieden“.

    Wahrscheinlich haben sich dann die Juden auch „für Auschwitz entschieden“.

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