Zum Textbeginn springen . Zur Navigation springen .

Kehrtwende am Ölmarkt?

Die große Gefahr für die Ölversorgung der Zukunft besteht darin, dass der Ölpreis durch Marktübertreibungen aus einem Stabilitätskorridor ausbricht, dessen Untergrenze die Minimalkosten für die Ölförderung darstellt und dessen Obergrenze die Tragbarkeitskosten für die Volkswirtschaften ist. Kostet Öl weniger als das, was für die Bereitstellung künftiger Ölförderung notwendig ist, werden Investitionen in Ölförderung verschoben oder gar beiseite gelegt. Die daraufhin entstehende Zukunftsknappheit hebt den Ölpreis später wieder an und hebt ihn damit wieder in den Stabilitätskorridor. Allerdings liegt in der Verschiebung der Investition schon ein möglicher Keim für die Übertreibung nach oben: Denn fehlt künftiges Öl zum Marktgleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage kann es aufgrund des hohen Zeitaufwands für Ölprojekte nicht eben von einem Monat zum nächsten verfügbar gemacht werden. Kostet Öl mehr, als für die Konsumten tragbar ist, müssen sie ihre Arbeitsweise so umstellen, dass sie auf den zu teuren Stoff verzichten, was aber für viele Geschäftsmodelle bedeutet, dass ihnen die Funktionsgrundlage fehlt. Pleiten sind die Folge und damit wirtschaftliche Verwerfungen. Die darauf entstehende Nachfragesenkung senkt auch den Ölpreis später wieder ab und senkt ihn zurück in den Stabilitätskorridor. Allerdings liegt in einer dauerhaft rückgehenden Ölnachfrage schon ein möglicher Keim für die Übertreibung nach unten: Denn ist ein Ölüberschuss zum Marktgleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage vorhanden, kann dieser aufgrund einer dauerhaften Nachfragezerstörung nur durch ein Stilllegen von Ölförderprojekten abgebaut werden. Ein Ölpreis, der nach unten aus dem Stabilitätskorridor ausbricht ist ein mächtiges Signal, genau dies zu tun: Ölförderprojekte stilllegen. Das Preisrisiko in einem Peak-Oil-Umfeld besteht also darin, dass der Ölpreis in enormen Schwankungen immer über den Stabilitätskorridor hinauspendelt und mit jeder Übertreibung in die eine Richtung die Grundlage für die Übertreibung in die andere Richtung legt. Planungssicherheit geht verloren und damit Vertrauen sowohl in die Ölversorgung als Geschäft wie auch in ein stabiles wirtschaftliches Umfeld.

Insgesamt schaukelt sich dieser Prozess eher nach unten, weil das globale Ölfördermaximum die Entwicklung nach oben deckelt. Somit schrumpt der Ölverbrauch tendenziell eher als zu steigen, allerdings mit unerwünschten Nebenwirkungen wie Preisschwankungen und ökonomischen Krisen. Besondere Risiken liegen in der Gefahr eines Übergangs in chaotische Dynamiken, aus denen heraus das sogenannte "Seneca-Cliff" entstehen kann, bei dem der Abschwung nach Überschreiten des Peaks sehr viel schneller abläuft als das vorhergehende "Hinaufklettern auf den Ölfördergipfel". Ugo Bardi, der soeben sein neues Buch "Extracted" öffentlich vorgestellt hat, sammelt in seinem Blog derzeit Beispiele für Seneca-Cliff-Dynamiken aus anderen Bereichen. Er vertritt offensichtlich die Position, dass ein schnellerer Absturz vom Ölfördergipfel wahrscheinlicher ist als ein sanfter Ölförderrückgang.

Fakt ist: Heute zahlte man am Ölmarkt für 159 Liter Öl der Nordamerika-Sorte WTI 52,50 US$ und für Nordsee-Öl (Brent) 58,75 US$. Das ist ein Tagesanstieg von 2,8 bzw. fast 4%, eine Verzinsung die viele Anlagemöglichkeiten nichtmal mehr pro Jahr abwerfen. Genauso rasant wie der Ölpreisabsturz seit Juni letzten Jahres passiert, ist jetzt (eine zumindest kurzzeitig sichtbare) Umkehr der Preisentwicklung zu sehen. Vor einer Woche noch stand WTI bei 44,26 und Brent bei 48,10, also unterhalb der "magischen 50-Dollar-Grenze". 8 bis 9 US$ Preisänderung binnen einer Woche ist enorm.

Reuters bringt den Preisumschwung in Verbindung mit dem Rückgang der Bohraktivitäten in den USA. Die zehnte Woche in Folge sank die Zahl der aktiven Bohranlagen für das Fracking auf einen Tiefststand, der zuletzt 2012 gesehen wurde. Im Vergleich zu Oktober 2014, wo "Peak-Fracking-Bohrungen" erreicht war, liegen die jüngsten Bohraktivitäten um 24% niedriger. Ein Viertel weniger Bohraktivität binnen 3 bis 4 Monaten klingt nach einer Vollbremsung. Sinken erst die gesetzten Bohrungen schrumpft auch absehbar das daraus zu erntende Öl. Aufgrund der Eigenheiten der Fracking-Technologie sind die Schrumpfungsraten sehr hoch: eine frische Bohrung halbiert ihren Output innerhalb 12 Monaten oder weniger.

Die Entwicklung rund um das US-Fracking ist deshalb besonders wichtig, weil Nordamerika die einzige Weltregion ist, in der die Ölförderung noch wuchs: Dank des Frackings in den USA und des Ölsandabbaus in Kanada. Das folgende Diagramm teilt zur besseren Anschaulichkeit die Weltölförderung in den Nordamerika-Bereich (rot) und den "Rest der Welt" blau:

welt-oelforderung-bis-2013

Seit 2005 stagniert die Ölförderung im "Rest der Welt", während allein die USA und Kanda den Anstieg der globalen Ölförderung absolvieren. Wie groß der Anteil des US-Fracking-Öls ist, zeigt folgendes Diagramm. Die blaue Linie zeigt fast eine Verdopplung vom Ölfördertief bei 5 Millionen Tagesbarrel zwischen 2006 und 2008 auf über 9 Millionen Tagesbarrel Anfang 2014:

us-oelfoerderung-2000-2014

Da absehbar ist, dass der in dieser Kurve steckende Trend durch die rückgehenden Bohraktivitäten gebrochen wird, wird auch der Beitrag der USA zur globalen Ölförderung stagnieren. Wächst die nordamerikanische Ölförderung aber nicht weiter, wächst - wie die erste Abbildung zeigt - die globale Gesamtförderung nicht mehr weiter. Peak Oil im engeren Sinne, also das globale Ölfördermaximum, wäre erreicht.

Der Rückgang der Bohraktivitäten zeichnet sich auch anderswo ab. BP weist durch den Ölpreisabsturz einen Gewinnrückgang aus und will nun in 2015 statt 24 bis 26 Milliarden US$ "nur" noch 20 Milliarden US$ investieren. Chevron zieht sich aus Plänen zurück, in Polen Schiefergas zu fördern. Der Konzern meldet dies zeitgleich mit einem Umsatzeinbruch um 30% im 4. Quartel 2014. Beide Meldungen reihen sich in ähnliche seit Dezember.

Der Ölpreis hat ganz offensichtlich eine Grenze nach unten durchbrochen, ab der Ölförderer ihre Aktivitäten zurückschrauben. Glaubt man den Überlegungen Saudi-Arabiens, so war genau das gewollt, als die OPEC keine Förderbegrenzung beschloss: Man wollte Überkapazitäten aus dem Markt drängen und zielte durchaus auf das US-Fracking. Nachdem nun diverse Investitionskürzungen bekannt wurden, zieht der Ölpreis jetzt wieder an. Das wird keineswegs dazu führen, dass Chevron, BP und Co. nächste Woche ihre Budgets wieder vergrößern. Frühestens im kommenden Jahr wäre mit entsprechenden Signalen zu rechnen, sofern der Ölpreis ein investitionsförderndes Niveau erreicht. Dann aber ist ein Jahr Zeitverzug ins Land gegangen.

All das wäre relativ unproblematisch, wenn unsere Gesellschaften flexibler mit dem Energieverbrauch umgehen könnten. Dass dies möglich ist, zeigt Dänemark. "Dänischer Energieverbrauch auf Niedrig-Rekord" titelt die Copenhagen Post und weiß zu berichten, dass das Land sich 2014 vermutlich auf das Energieverbrauchsniveau von 1972 zurückgefahren hat. Seit 2007, als Dänemark seinen Energieverbrauchsgipfel (Peak Energy Demand) überschritten hat, sank der Energieverbrauch um 17%! Vor allem die verarbeitende Industrie (-40%!), die Haushalte und der Verkehrsbereich (jeweils -20%!) haben dazu einen beachtlichen Teil beigetragen. Zugleich stieg die inländische Energieerzeugung an, es handelt sich also nicht um einen durch Energieknappheit erzwungen Anpassungsprozess, sondern offenbar um erfolgreiche Energiepolitik.

Das ach-so-innovative Deutschland kann sowas nicht ansatzweise vorweisen, auch wenn das Wort "Energiewende" eine hiesige Erfindung ist. Wie wenig Fortschritt in Deutschland zu erkennen ist, dafür hat der Techniksoziologe Prof. Andreas Knie in der ZEIT drastische Worte gefunden:

Wenn sich nichts ändert, wird die Energiewende an der Masse der Autos scheitern. Wir verschwenden für Autos zu viel Platz und Ressourcen. Schon in wenigen Jahren wird für den Verkehr die Hälfte unserer Energie, meist Öl, draufgehen.

Keine gute Aussicht für ein Land dessen Wirtschaft zu großen Teilen an der Automobilindustrie hängt vor dem Hintergrund möglicher hoher Ölpreisschwankungen.

Dank an die Kommentatoren vergangener Artikel, von denen viele der hier verwendeten Links stammen!


Weiteres:

Guter Artikel? Wertschätzung per: Flattr this! Bitcoin-Adresse: 197sddH9NhoSXuQLKx6pTSSe6oEJPf9xNa

26 Kommentare to “Kehrtwende am Ölmarkt?”

  1. Stefan Wietzke sagt:

    Ich will ja die dänischen Erfolge nicht klein reden, aber wer das Land kennt, muss da einige Dinge ins rechte Licht rücken.
    Dänemark ist nicht nur flächenmäßig sehr klein, sondern der allergrößte Teil der Bevölkerung lebt im Großraum Koppenhagen, also auf einer sehr kleinen Fläche, wobei die Gesamtbevölkerung etwa dem Großraum von Berlin entspricht.

    Hinzu kommt, das Dänemark über wenig energieintensive Industrie verfügt und sich stark auf Dienstleistungsfunktionen konzeniert. Grundstoffindudstrien gibt es nicht. Man könnte auch sagen, dass Dänemark besonders erfolgreich darin war, seinen energetischen Fussabdruck zu exportieren.

    So stellen die Dänen mit Maersk die größte Reederei der Welt und leben ganz gut von der globalisierten Wirtschaft.

    Was Dänemark allerdings schon immer macht, ist die „Konsumfähigkeit“ der Bevölkerung durch sehr hohe Steuern einzuschränken und dafür lieber in staatliche persönliche, also arbeitsintensive und ressourcenarme Bereiche wie Schulen zu investieren. Das sorgt auch dafür, dass die Dänen viel weniger Auto fahren und ihre Wohnungen mit weniger Plunder vollstellen. Und alle drei Jahre einen neuen Firmenwagen geht dann eben auch nicht. Daran könnten wir uns ja mal ein Beispiel nehmen.

    P.S.: wer noch nicht da war: Ein netter Landstrich mit netten Leuten. Aber vielleicht bin ich auch befangen. Schließlich ist für Gebürtige von jenseits des Nordostsee-Kanals Hamburg ja bereits die erste Süddeutsche Großstadt und die Elbe die Nordgrenze Italiens :-)

  2. Tom Schülke sagt:

    Mal davon unabhängig ist das wieder ein sehr schöner und die Situation aktualisierender Artikel Norbert.

    Vielleicht können wir den bald irgendwo geschickt verlinken.

  3. Michael Egloff sagt:

    “ Ugo Bardi, der soeben sein neues Buch „Extracted“ öffentlich vorgestellt hat, sammelt in seinem Blog derzeit Beispiele für Seneca-Cliff-Dynamiken aus anderen Bereichen. Er vertritt offensichtlich die Position, dass ein schnellerer Absturz vom Ölfördergipfel wahrscheinlicher ist als ein sanfter Ölförderrückgang.“

    Genau das ist die spannendste Frage für die Zukunft, wie schnell der Abschied (bzw. weitgehende Abschied) vom Ölzeitalter vonstatten gehen wird.

    Da sollte man unterscheiden zwischen den ölbesitzenden Ländern (im Sinne von noch längerer eigener Bedarfsdeckung) und den ölimportabhängigen Hochverbrauchsländern (im Sinne einer Importabhängigkeit größer als 80%, was ja bei allen EU-Ländern außer UK der Fall ist).
    Kuwait z.B. wird auch in 30 Jahren noch keine eigenen Ölsorgen haben, weil bis Mitte des Jahrhunderts der Eigenbedarf bei Öl, sogar wenn er demographisch bedingt noch steigt, wahrscheinlich abzudecken ist aus eigener Förderung. Erst danach ist mit einer allmählich (!) abnehmenden Ölverfügbarkeit selbst in diesem ölreichen Land zu rechnen.

    Ganz im Gegensatz dazu sehe ich die zukünftige Ölverfügbarkeitskurve im Beispielland Deutschland.
    Nach dem Peak wird sich der Gesamtrückgang der Ölförderung fast ausschließlich auf die weltweite Ölexportmenge auswirken.
    Wenn also beispielsweise die globale Gesamtförderung z.B. ab 2025 jährlich um 2..3% reduziert (mal ein nicht sehr wirklichkeitstaugliches wenig schwankendes Szenario angenommen), dann kann man von einer Reduzierung der weltweiten Ölexportmenge von 4…5% ausgehen.
    Außerdem konkurriert um diese stärker abnehmende Exportölmenge noch eine stetig größer werdende Anzahl an Menschen auf Grund der demographischen Entwicklung und auf Grund der Tatsache, dass einige Länder von der Ölangebots- auf die Ölnachfrageseite wechseln werden.

    Es wird also sehr unterschiedlich verlaufende Ölverfügbarkeitskurven je nach Ländergruppe werden.
    Wir in Deutschland werden zu der Gruppe gehören, die am stärksten von dieser Entwicklung betroffen ist, weil wir von einem strukturell sehr hohen Verbrauchsniveau kommend die kräftigsten Rückgänge zu verkraften haben, vermutlich ab den 20er Jahren.

    • Michael Egloff sagt:

      Anmerkung zum Beispielland Kuwait:
      natürlich ist die Frage, was diesem Land seine eigene Ölbedarfsdeckung in 25 Jahren noch nutzt, wenn die Weltwirtschaft von einer Krise in die nächste, noch heftigere taumelt und wenn, wie zu vermuten, die ganze nahöstliche Region von massiver geopolitischer Instabilität geprägt sein wird.

  4. HD sagt:

    Hallo Norbert, bei euch in Dresden tut sich ja zur Zeit einiges in der Power to Liquid Technologie.

    http://www.sunfire.de/wp-content/uploads/Sunfire-PM-2014-05-Einweihung-PtL_final.pdf

    • Michael Egloff sagt:

      Spannende und faszinierende Geschichte!

      Die Fragen, die noch interessant wären:

      -welche Investitionen wären notwendig, um den täglichen Output dieser Anlage um den Faktor 25000 zu steigern, was dann einem Prozent des deutschen Ölverbrauchs entsprechen würde?
      -wie wird der Preis pro Barrel bei großtechnischer Produktion sein?
      (der jetzige Ölpreis dürfte ja der ultimative Killer für alle Teilsubstitute, inklusive der E-Mobilität sein.)
      -wie hoch wird das EROEI-Verhältnis auf Basis von Wind- und Solarenergie sein, inklusive der „grauen Energie“ der technischen Anlagen?
      (bei EROEIs unter 2 wird diese Technologie in der Zukunft wohl keine wirklich signifikante Rolle spielen.)

    • Stefan Wietzke sagt:

      Nur was alle immer nicht verstehen, ist das eine Verlängerung der thermodynamischen Umwandlungskette das Problem nicht löst. Der EROI sinkt dann nämlich noch weiter.

      Weissbach et.al. haben das mal mit Speichern durchgerechnet. Da liegt der EROI für PV-Anlagen in Deutschland bei 1,6, für Wind bei 3,9 und für Wüstenstrom aus Parabolrinnenkraftwerken bei 9.

      http://festkoerper-kernphysik.de/Weissbach_EROI_preprint.pdf

      Bei dem angegebenen Verfahrenswirkungsgrad von 70% bleibt dann nicht mehr viel übrig.
      Außer man macht das in der Wüste.

      Weissbach ist zwar ein Atomfan, aber das macht seine Analysen nicht grundsätzlich falsch. Und sie decken sich auch mit vielen anderen Analysen.

      Interessanterweise hat die Truppe auch noch mal eine Wirtschaftsabschätzung durchgeführt.
      Danach ist PV in Deutschland ungefähr 20x so teuer wie Kohlekraftwerke und 40x so teuer wie Gaskraftwerke. Lediglich Solarparks aus Parabolrinnenkraftwerken in Wüsten könnten überhaupt einen volkswirtschaftlich tragbaren Energiepreis generieren.

      • Marcus Kracht sagt:

        @Stefan:

        vielen Dank für diesen Artikel. In der Tat ist die Argumentation nachvollziehbar. Natürlich wird bei der Kernkraft nicht nach Risiken gefragt, das ist auch nicht die Aufgabe dieses Aufsatzes. Wir sollten sie natürlich stellen.

        Dass aber die Photovoltaik nicht so viel bringt wie immer geglaubt, sollte man ernsthaft diskutiert. Der dort am Ende zitierte Marco Raugei hat in einem Interview mit Udo Bardi der Photovoltaik die Rolle des „Extenders“ gegeben. Man könne mit ihrer Hilfe möglicherweise die Lebensspanne der fossilen Energie verdreifachen, mehr sei möglicherweise aber nicht drin. Dies unter dem Aspekt, dass man ja eigentlich perspektivisch auch die PV mit dem von ihr selbst erzeugten Strom herstellen will. Dass man für PV Anlagen die Erde aufkratzt und seltene Erden verbrät, muss eben auch erwähnt werden. Ansonsten landen wir wieder bei einer Luftnummer, wie sie sich bei der Dämmung anzubahnen scheint. Ich bin mir leider bis heute nicht sicher, wie positive der PV Boom zu insgesamt bewerten ist.

        Die Autoren verwerfen ganz am Anfang die Vorstellung, anstelle von Speicherung werde man den Bedarf anpassen, als nicht diskutabel. Nun ja, die Industrieproduktion kann unter diesen Bedingungen tatsächlich nicht funktionieren. Allerdings werden wir um eine Bedarfsanpassung wohl nicht herumkommen.

        — Marcus

        • Tom Schülke sagt:

          Hallo Marcus,

          Ähnliche Werte wie die die Stefan oben verlinkt hat, habe ich irgendwann auf Science Sceptical Blog gefunden… Natürlich umrankt von allerlei Wutgeschrei über die bösen Umweltheinis.. Aber die Ausführungen waren recht ernüchternd und wirkten auf mich auch glaubwürdig.

          Da bleibt für mich genau deine Frage..

          Wenn Speicherung nun mal den Eroi versenkt. Bleibt uns denn dann irgendetwas übrig, ausser dann eben den Bedarf anzupassen ? Im 18 Jahrhundert hat die Mühle das Korn doch auch nur bei Wind gemahlen . Oder ?

          Anders formuliert. Ist eine technische Zivilisation denkbar, die mal unabhängig von anderen Teilaspekten des Gesamtproblems, Ihre höher technisierten Tätigkeiten an Tag und Nachtrythmus anpasst, oder bei verfügbarem Windstrom produziert ? Können wir unser Technisches Equipment irgend wie so verwenden ? Oder Torpediert das die grundsätzliche Technik und unsere ganzen Geräte oder Netze brennen dann durch schwankungen sozusagen durch.. Also eine ganz naive Frage .

          Ist Technik so auf gedeih und verderb auf nicht flukutuierende Einträge angewiesen das da keine Chance besteht, oder könnten wir durch Anpassung an die Verfügbarkeit etwas gewinnen ?

          • Norbert Rost sagt:

            Hallo Tom.

            Die Frage, die du aufrufst, spielt in der Energiewende-Debatte ja bislang keine Rolle. Sie ist tabuisiert.

            Dabei ist es für mich recht offensichtlich: Eine Gesellschaft auf Erneuerbaren muss sich viel stärker mit Schwankungsanpassungen befassen als eine auf fossilen. Da ist es: das neue Fluidum. Speicher können da puffernd wirken, aber wer glaubt, wir könnten die Kluft zwischen EE und fossilen BELIEBIG und VOLLSTÄNDIG wegpuffern, dem fehlt das Gefühl für die GRÖSSENORDNUNGEN.

            Du fragst, ob dies technisch überhaupt möglich ist. Diese Frage ist noch viel zu unterbeleuchtet. Ich erhalte mir die Hoffnung, dass wir technische Systeme bereitstellen und aufrechterhalten können. Aber nicht in dem Maße, wie heute und nicht in der Nutzungsform wie heute. Heißt: Es wird Systeme geben, von denen wir zwingend wünschen, dass sie 24 Stunden auch im Winter laufen. Krankenhäuser z.B.. Diese müssen prioritär versorgt werden. Für die brauchen wir Speicher. Aber es wird auch „Luxus-Systeme“ geben, die eben nur dann laufen, wenn Exergieüberschüsse da sind. Grüße an den Fernseher.

            • Stefan Wietzke sagt:

              Ich bin ja beruflich in dem Sektor aktiv. Es ist nur in äußerst geringem Maße möglich, den Energieverbrauch der Erzeugung anzupassen und nicht umgekehrt.

              Hierzu müsst ihr euch Folgendes klar machen: Jedes energetisch angetriebene Gerät und jede Anlage ist dann am effizientesten, wenn sie möglichst konstant und gleichmäßig betrieben wird.

              Das bedeutet, dass ich z.B. eine Produktionsanlage möglichst 7 Tage die Woche, 24 Stunden betreibe. Wenn ich das auf die Hälfte reduziere, benötige ich für die selbe Produktionsmenge schon die doppelte Anlagenmenge. Der Effizienznachteil zieht sich bis in die Infrastruktur. Verteilen sich die Leute auf mehrere Schichten entlastet das auch die Spitzen auf Strassen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

              Selbst zu Hause geht das Verlagern kaum. Licht brauchst du Nachts und nicht am Tag, heizen ist nun mal im Winter angesagt. Auch dort ist kaum Verlagerung möglich. Wir haben das mal analysiert. Unterhalb eines Tages kann man höchsten 20% Strom verlagern und auch nur dann wenn man z.B. einen Wäschetrockner, also Energieverschwender, betreibt.

              Im thermischen Bereich kann man „Lagerkapazitäten“ nutzen, denn Wärme (und Kälte) lässt sich zumindest über einige Stunden bis einige Tage einigermaßen speichern. Bei Strom geht das überhaupt nicht.

              Und was immer wieder vergessen wird: Selbst wenn Speicher technisch machbar sind, dann haben sie über alle Technologien höchstens einen Wirkungsgrad von 70%. Und das ist vor allem thermodynamisch bedingt, also kein technisches Problem. Denn Strom lässt sich überhaupt nicht speichern. Ich kann nur Arbeit z.B. in chemischer Form (Batterie, Wasserstoff, etc.) oder physikalischer Form (potentielle Energie) speichern. Dazu sind immer zwei ZUSÄTZLICHE Umwandlungsprozesse notwendig. Und die sind immer verlustbehaftet.

              Die Römer haben nicht deswegen keine Fremdenergie eingesetzt, weil sie deren prnzipiellen Nutzen nicht kannten, sondern weil eine nicht steuerbare Energiequelle im Endeffekt eben kaum nutzbar ist. Und daran hat sich in den letzten 2000 Jahren nichts geändert.

              Eine Industriegesellschaft ist ohne Energieversorgung, die sich dem Bedarf anpasst überhaupt nicht machbar. Oder anders ausgedrückt: Man braucht sich über eine „private“ Energieversorgung gar keinen Kopf zu machen. Denn wenn die „Allgemeine“ nicht mehr funktioniert, dann wird man privat überhaupt keine Geräte mehr bekommen, für die man Strom benötigen würde.

              Wie schon mal erwähnt: Man kann ein europäisches Verbundsystem mit allen möglichen Quellen aufbauen. Das wird überdimensioniert und dann mit einem sinnvollen Anteil Speicher ausgestattet.

              Das ist die einzige Chance, eine einigermaßen brauchbare Energieversorgung sicher zu stellen. Und sie wird ein vielfaches von dem Kosten, was das heutige System kostet, das es immer wesentlich ineffizienter bleiben wird.

              Gleichzeitig sind alle Effizienzreserven zu heben und das materielle Wohlstandswachstum einzustellen.

              Der Rückzug auf die eigene Scholle ist pure Romantik. Es gibt keine „Autarkie“ oberhalb des Wohlstandsniveaus früher Bauernkulturen.

              • Tom Schülke sagt:

                Hallo Stefan.

                Die maximale Effizienz der Technischen geräte, und auch die maximale Kosteneffizienz durch den andauernden Einsatz, ist ja heute nur deshalb ein Problem, weil ein solches System derzeit sofort durch die Konkurenz zu nicht fluktuierenden Systemen, aus dem markt gedrängt würde.

                Ist es nicht denkbar, das wenn Alle wirtschaftsbeteiligten in der selben situation stecken, zwar mit weit geringerer produktivität, diese Technik doch nutzbar wäre ?

                Wenn ich an die primitiven Einzeller der frühen Erdphase denke, wären die heute ja auch nur deshalb nicht überlebensfähigk, weil die moderne Konkurenz sie aus dem Rennen werfen würde.

                Ich mag meine Hoffnung nicht völlig begraben. Die Situation ist schließlich im Hinblick auf den wissenschaftlichen Stand ein ganz anderer als vor 200 Jahren.

                Mit weit niedrigerem Durchsatz und sparsamer, aber immer noch einen Kern der Technik bewahrend.. hmm.. nicht möglich ?

              • Norbert Rost sagt:

                @Tom: Es lohnt bei unseren Überlegungen immer klar zu unterscheiden zwischen PHYSIKALISCHEN und ÖKONOMISCHEN Einflüssen. Ökonomisch lese ich das, wie du es schreibst: Ein neues ökonomisches Fluidum erlaubt heute „unwirtschaftlichen“ Ansätzen, wirtschaftlich zu werden.

                Physikalisch liegt die Grenze beispielsweise bei der Belastbarkeit einzelner Materialien. Maschinen, die bei Energieüberfuss hochgefahren und bei Energiedefiziten runtergefahren werden, sind höheren Materialbelastungen und höherem Verschleiß ausgesetzt. Jedenfalls wenn wir von heutigen Verarbeitungsansatz solcher Maschinen ausgehen. Da sehe ich deutlich Grenzen. Bzw: Herausforderungen für Ingenieure und Materialwissenschaftler.

              • Tom schülke sagt:

                Hallo Norbert. Das meine Ich. Wirtschaftlich werden wir ganz andere Rahmenbedingungen haben. Und meine urspr. Frage ging fenau in die rechnische Machbarkeitsrichtung

              • Stefan Wietzke sagt:

                @Tom
                Natürlich geht das vorhandene zusätzliche Wissen nicht sofort verloren und man kann mit diesen Erkenntnissen technisch auch mehr machen als früher.

                Das Problem liegt aber wo anders. Ich versuch das mal mit einem Gedankenexperiment.
                Stell dir eine kleine Gesellschaft vor die nur zwei Produktgruppen herstellt und braucht. Nahrungsmittel und Gesundheitsprodukte. Wenn jetzt auf Grund der Produktivität 50% der Arbeitsleistung gebraucht werden um die Nahrungsmittel zu produzieren bleiben 50% übrig um sie ins Gesundheitswesen zu stecken (also Krankheiten zu behandeln). Wenn jetzt die Produktivität bei der Nahrungsproduktion fällt (auf die kann ich ja nicht verzichten), müssen dort nun 70% arbeiten. Nun kann unabhängig vom weiter erhaltenen Wissen nur noch 30% in die Gesundheitsvorsorge gesteckt werden. Das bedeutet das sich die Gesundheitsvorsorgung verschlechtert. Man kann also Aufwandsseitig einen Teil der Krankheiten nicht mehr behandeln, weil einem die Arbeitskräfte (Ärzte) fehlen. Und das obwohl man noch weiß wie es ginge.

                Und nun fordert Norbert auch noch zusätzliche Ingenieure, die die Anlagen so aufrüsten, das sie technisch den höhren Verschleißansprüchen genügen. ;-) Da erkennt man das Paradox. Ich brauche sogar noch mehr Leute, obwohl ich ohnehin schon weniger habe.

                Eine höher produktive Gesellschaft kann eben viel mehr Güter herstellen als eine nicht so produktive. Und die Güter in einem Warenkorb sind nicht gleichwertig. Essen ist wichtiger als ein Smart-Phone (zumindest für die Meisten).

                Auf das Fabrikbeispiel bezogen bedeutet das: Die Fabrik kann bei halber Laufzeit nur noch die Hälfte herstellen. Da jetzt aber durch die geringere Effizienz der Investitionsaufwand pro Stück erhöht (hier verdoppelt), bedeutet das einen weitere Produktionsverlust. So kann am Ende vielleicht noch 30% der ursprünglichen Menge hergestellt werden.

                Das ist eben kein technisches oder naturwissenschaftliches, sondern ein systemisches Problem.

                Und dann kommt ein negativer Aspekt hinzu. Wird Wissen nicht mehr aktiv genutzt, dann verschwindet es oft innerhalb einer Generation. Im frühen Mittelalter ist das Wissen nicht verschwunden weil es aktiv zerstört wurde, sondern weil keine Kapazitäten mehr zu dessen Erhaltung vorhanden waren.

                Es kann zwar sein, dass die Fakten dann noch irgendwo aufgeschrieben sind, aber Wissen ist eben mehr als Fakten, nämlich vor allem das nur in Menschen gespeicherte komplexe Handlungs- und Kontextwissen. Deswegen funktioniert „Wissensmanagement“ auch nie wirklich. Das ist immer nur „Faktenmanagement“.

                Es ist ja deshalb auch so schwer alte Texte zu entschlüsseln. Nicht weil wir die Worte nicht verstehen, sondern weil der zugehörige gesellschaftliche und intelektuelle Kontext fehlt.

                Die Römer konnten im Jahre 350, als der eigentliche Niedergang einsetzte, auch mit Fug und Recht sagen: „Der Wissensstand ist ein ganz anderer als vor 200 Jahren.“ 200 Jahre später war dann alles weg.

                Deshalb ist es aus meiner Sicht unabdingbar das Gesamtsystem im Kern zu erhalten. Das geht aber definitiv nicht mit einer flukturierenden Energiebereitstellung oder produktiv „Unteroptimaler Größe“. Denn das würde die Gesamtproduktivität so weit in den Keller drücken, dass in der Folge ein Großteil von Wissen verschwindet. Eine Gesellschaft mit zu niedriger Produktivität wird auch keine komplexen Forschungsprogramme aufrecht erhalten können, wie sie z.B. benötigt werden um weitere Fortschritte in der Medizin oder anderen Wissenschaftsgebieten zu erzielen. Auch heute schon ist der Wissenszuwachs aus Somalia und Haiti eher vernachlässigbar (das ist jetzt nicht zynisch gemeint).

              • Norbert Rost sagt:

                @Stefan: Stimme deiner Analyse absolut zu.

                Möchte dennoch eine Anmerkung und eine Frage in den Raum stellen.

                Frage: Wenn diese Aspekte so sonnenklar offenliegen, wie kannst du dann deinem Tagewerk so nachgehen, wie du es tust? Wie bewältigst du deine kognitive Dissonanz, die da doch spürbar sein muss? (Und das ist keine Fangfrage, sondern ernstgemeintes Interesse: Du arbeitest ja im weitesten Sinne auch im Energiebereich, arbeitest also an diesen Themen, obwohl du ihre Grenzen siehst. Arbeitest du denn daran, „das Gesamtsystem im Kern“ zu erhalten? Und worin besteht aus deiner Sicht „der Kern“? -> Antwort gern auch als Artikel statt hier als Blog-Kommentar.

                Anmerkung: Mein Vorschlag zielt ja auf die luxuriöse Situation ab, in der wir uns noch befinden: Heute sind Arbeitskräfte nicht knapp. Wir leisten uns „Arbeitslose“, wir leisten uns „Steuerberater“, wie leisten uns „Nail-Studios“, wir leisten uns Marketingfachleute und Finanzjongleure – alles nur begrenzt „produktiver Sektor“, sondern eher Sahne auf dem Streusel auf der Torte. Eine HEUTE ansetzende REORGANISATION, die künftige Entwicklungen antizipiert und entsprechende Forschung priorisiert hat SINN. Eine SPÄTER durch systemische Dynamiken erzwungende REORGANISATION macht koordinierte Übergänge unwahrscheinlicher. Dies ist, was mich umtreibt (betreffs: kognitive Dissonanz: Noch seh ich Chancen bei all den Risiken.)

              • Stefan Wietzke sagt:

                @P.S. Tom
                oder ganz kurz: Nur weil etwas theoretisch gemacht werden könnte ist es noch lange nicht praktisch machbar.

              • Tom Schülke sagt:

                Hallo Stefan.

                Das verstehe ich ja auch im wesentlichen. Und sehe durchaus eine Entwicklung die in die Richtung Läuft, die Du dort zeichnest. Aber so wie Norbert es gerade sagt. Es ist doch die Frage.. Wie viel ist es denn tatsächlich an Streuseln die wir oben vom Kuchen verlieren müssen, bevor das System sich wieder stabilisieren wird.

                Wenn wir den Unnötigen Luxus mal weglassen würden. Regionalisieren, Robustere Strukturen aufbauen, der Börsenjongleur erkennt, das selbstangebautes Gemüse spaß bringt, und wenn wir Kernstrukturen definieren, die icht angetastet werden dürften wie zb. Medizin (mal abzüglich der highendmedizn villeicht..). Ist es möglich einen Kern zu retten.. Darum gehts doch hier am ende. in diesem Blog.

                Wie weit müsste, oder könnte das System am Rand abspecken um noch erhalten zu werden. Und wenn nicht exakt der Kern, wo liegt das nächste metastabile Gleichgewicht, das wir fördern sollten…

              • Stefan Wietzke sagt:

                Ich arbeite ja noch an einigen Texten um meine Sicht der Dinge noch mal zu vertiefen, will aber hier schon mal das Endergebnis vorweg nehmen.

                Aus meiner Sicht ist die Lösung nämlich überraschend einfach und besteht aus nur zwei Dingen.

                1. Den Konsum zurückfahren und bewusst aus der Wachstumslogik aussteigen.

                2. Weiter an allen Effizienzen arbeiten. Diese dann aber nicht für neuen Konsum verwenden. Siehe Punkt 1.

                Es geht also gar nicht so sehr darum andere Strukturen aufzubauen, sondern vorhandene Strukturen einfach nicht mehr zu benötigen.

                Das System entwickelt sich dann automatisch in die optimale Struktur hinein. Das bedeutet das richtige Maß an Regionalität stellt sich von alleine ein. Regionalität an sich ist da für mich keine Lösung. Es ist auch nicht gesagt, dass der Eigenanbau umbedingt sinnvoll ist (außer er macht eben Spaß).

                Den maximalen Rahmen des verbleibenden Systems gibt dabei die zur Verfügung stehende Nettoenergie vor. Da muss sich noch zeigen, wo die sich hin entwickeln wird. Aber umso höher wir die kriegen umso mehr ist an materiellem Wohlstand drin.

                Wichtig wäre es einen europaweiten Energieverbund aufzubauen. Da der gegenüber konventioneller Energieversorgung aber nicht konkurrenzfähig ist, muss er politisch durchgesetzt werden. Aber nicht durch ein verqueres System wie das EEG mit seinen massiven Kolateralschäden, sondern durch direkte politische Steuerung.

                Die direkten Gefahren drohen auch eher aus dem gesellschaftlichen System, denn alle unsere Verhaltensweisen, Regularien, Einkommens- und Vermögensverteilungssysteme sind auf Wachstum aufgebaut. Und es wird die eigentliche Herausforderung sein, „schrumpfen“ so zu organisieren das sich nicht alle an die Gurgel gehen.

  5. Stefan Wietzke sagt:

    Hier noch mal drei Links vom Blog science-skeptical.

    Was da zum Klima geschrieben wird, ist schon ziemlich hanebüchen, aber es gibt einige gute Artikel die auf „Selbstbetrug“ in der Autarkie- und regenerativen Ecke hinweisen. Nicht jedes Argument ist ja falsch, nur weil es von jemandem mit anderer Weltsicht stammt.

    Drei Artikel sind für unsere Diskussion hier interessant.

    1. Ein Weisbach-Artikel auf Deutsch.

    http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/die-energiewende-und-der-energetische-erntefaktor/0010717/

    2. Zwei Artikel zum Thema „Autarkie in der Energieversorgung“. Die Zahlen im Beispiel sind zwar nicht aktuell, aber die beschriebenen Probleme sind korrekt beschrieben.

    http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/dezentral-ist-ideal-vom-gluck-der-autarkie/009317/

    http://www.science-skeptical.de/blog/das-autarkie-haus-das-ohne-stromanschluss-auskommt/0011461/

    • Tom Schülke sagt:

      Ja genau… der Erste Artikel den Du verlinkt hast, war mir noch im Gedächnis. War gut geschrieben.

      • Kai Fischer sagt:

        Hierzu eine neue Studie:

        PV mit Speicher ohne EEG ist interessanter als mit EEG !

        https://fenecon.de/download/PM_FENECON_Nichteinspeisung_1v0.pdf

        Inzwischen ist es u.U. sogar sinnvoller / günstiger Strom lieber „wegzuwerfen“ anstatt einzuspeisen.

        Na ja ich liefere lieber meinem Nachbarn für 20 cent die kWh als Sie nicht zu produzieren :)

        Das dezentrale Speicher Netzstabilisierend sind und als Einnahmequelle über Regelenergie darstellen, darf auch nicht vergessen werden.

        Wir reden über Millionen Klein – Speicher mit 10 kWh Regelenergiepotential und Hunderttausende mit 100 kwH – 1 MwH

        Das sollte gefördert werden, damit mal dezentrale Speicher in Mengen verfügbar sind.

        Nachdem man Lithium aus Meerwasser herstellen kann, sollte das angegangen werden.

        Gruß

  6. Kai Fischer sagt:

    Das hier ist auch interessant zum Thema Offshore vs. dezentrale Speicher …

    http://www.sfv.de/artikel/fernuebertragungstrassen_oder_speicherausbau.htm

    Gruß

Diesen Eintrag kommentieren: