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Deutsch-Amerikanisch-Russische Freundschaft

Angela Merkel, die heimliche Präsidentin Europas, besuchte die USA. Es darf angenommen werden, dass es im Gespräch mit US-Präsident Obama nicht nur um die globale Überwachungsmaschinerie der NSA gegangen ist, sondern auch um den Ukraine-Konflikt. Ein Konflikt, in dem USA und Europa scheinbar auf derselben Seite stehen, bei dem jedoch unterschiedliche Interessen der beiden Mächte unübersehbar sind. Der Interessenskonflikt zeigt sich am deutlichsten dort, wo es um die Energieversorgung geht. Denn während die USA seit den ersten Fracking-Erfolgen ab 2005 mit steigender Öl- und Gasernte im eigenen Land rechnet, schrumpft Europas Öl- und Gasförderung seit 2004 und die Abhängigkeit gegenüber dem vermeindlichen "Gegner" Russland stieg und steigt weiter an.

Selbst auf den Ölmärkten hat sich diese Entwicklung derart niedergeschlagen, dass der Preis für Rohöl seit Anfang 2011 auseinanderklafft: In Nordamerika gilt seitdem ein dauerhaft niedriger Ölpreis als in Europa - die nordamerikanische Ölsorte WTI war zeitweise mit einem Preisabschlag von über 20 US$ im Vergleich zur europäischen Ölsorte BRENT zu kriegen:

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Veranstaltung: Peak Oil in München (+Hamburg)

Peak Oil zwischen Panik und Fracking-Euphorie – wann geht uns das Öl aus?

Um Peak Oil ist es in letzter Zeit auffallend still geworden. Wenn auch der Ölpreis seit Jahren hoch ist, so scheinen doch unkonventionelle Förderungen und die Fracking-Euphorie noch für geraume Zeit ausreichende Versorgungssicherheit zu bieten. Trotzdem warnen etwa die Internationale Energieagentur oder die Energy Watch Group davor, sich beim Erdöl einer neuen Sorglosigkeit hinzugeben. Ist der neue Fossil-Optimismus gerechtfertigt? Oder ist die aktuelle Warnung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ernst zu nehmen, wonach das globale Maximum der Erdölproduktion, auch bekannt als 'Peak Oil', näher rückt?

Darüber diskutieren:

Am Montag, 12.5.2014 (19.00-20.30 Uhr)
Winzererstr. 27, 80797 München
Wahlkreisbüro von Dieter Janecek, MdB

  • Dr. Werner Zittel, Vorstand der Ludwig-Bölkow Stiftung, Energy Watch Group
  • Christoph Senz, 2. Vorsitzender des Postfossil Institut e.V.
  • Norbert Rost, Verfasser zweier Studien zu "Peak Oil"
  • Dieter Janecek, MdB, Sprecher für Wirtschaftspolitik der grünen Bundestagsfraktion

Moderation: Paul Nellen, Journalist, Postfossil Institut e.V.

Die Veranstaltung will drei Leitfragen beantworten:

  1. Peak Oil – was sagt die Wissenschaft zur Ausgangslage und zum Ausblick auf die nächsten Jahre?
  2. Zwischen Klimawandel und Energiewende – findet die Politik die richtigen Antworten auf das Peak-Oil-Problem?
  3. Postwachstum, Transition-Town-Bewegung, Resilienz – Peak Oil als gesellschaftliche Aufgabe?

Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit dem Postfossil Institut e.V. (PFI)
Hintergründe zum Thema: www.postfossilinstitut.de

 

Save the Date:
27. Mai 2014, Hamburg: "Fracking für die Freiheit?" Diskussion mit Jan Fleischhauer.

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Wie Öl- und Gasförderung unsere Städte verändert

SPIEGEL-TV-Reporter waren (offenbar zum Ende des vergangenen Jahres) in Williston, Nord Dakota. In Nord Dakota liegt das Bakken-Areal, eine der großen Ölfördergebiete in den USA, in denen per Fracking Tight Oil gefördert wird.

Ölförderung ist ein finanzintensives Geschäft. Um erfahrene Menschen zum Arbeiten in diesem Bereich zu gewinnen, werden durchaus hohe Löhne gezahlt. Was passiert, wenn großes Geld in kleine Städte fließt zeigt die SPIEGEL-TV-Reportage über Williston anschaulich:

Mit einer Nebenwirkung der Erdgas- und Wasserförderung hat sich Axel Bojanowski in einem Kapitel seines neuen Buchs "Die Erde hat ein Leck" beschäftigt: Dem Absinken von Häusern und Stadtteilen. Shanghai, New Orleans, Athen aber auch Niedersachsen oder die Gegend um Groningen sind davon betroffen, dass die Gas- und Wasserförderung Platz im Untergrund schafft, in die dann die Erdoberfläche nachrutscht:

Das Münsterland wiederum hat derzeit mit Öl zu kämpfen, von dem noch nicht ganz klar ist, woher es kommt. Allerdings spricht viel dafür, dass das an den unmöglichsten Stellen in der Landschaft auftauchende Öl aus der Strategischen Ölreserve kommt, die in alten Salzkavernen angelegt wurde. Diese Entwicklung ist umso irritierender, als dass sie zeigt, dass auch die Lagerung von Öl zur Sicherung vor Ölkrisen nicht nebenwirkungsfrei passieren kann:

Außerdem:

Off-Topic:

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Deutschland, Ukraine, Russland und die drohende Energiekrise

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit hat Wikileaks gestern fast 370.000 Nachrichten aus der US-Diplomatie von 1977 veröffentlicht: Die sogenannten "Carter Cables", benannt nach dem damals regierenden US-Präsidenten Jimmy Carter. Wer die bequeme wikileaks-Suchfunktion PlusD nach "Peak Oil" durchstöbert, findet 1140 Dokumente aus den Jahren 1973 bis 1977 und 2003 bis 2010. Darunter auch einen Bericht aus Thessaloniki vom 6. November 1973, betitelt mit "Treibstoffknappheit in Nord-Griechenland". Berichte über Knappheiten gab es nach dem Oktober 1973 aus verschiedenen Ländern in die USA zu vermelden, denn die erste Ölkrise war in vollem Gange. Was für ein Fundus für Geschichtsstudenten!

Es bleibt zu hoffen, dass der Konflikt um die Ukraine nicht zu ähnlichen Entwicklungen führt, wie damals. Das Potential dazu ist (leider) gegeben. Nachdem Europa sein Ölfördermaximum 1996 erreicht hat und seit 2002 die europäische Ölförderung zwischen 4 und 6% jährlich schrumpft, ist der "Marktanteil" russischen Öls in Deutschland enorm gestiegen. Jeder dritte hierzulande vertankte Liter Treibstoff oder Heizöl hat seinen Ursprung irgendwo in Russland:

Öl-Lieferländer-Deutschland-2013

Dennoch befinden sich Russland und Deutschland derzeit irgendwie auf Konfrontationskurs. Eine Situation, die scheinbar niemand vorhersah oder vorhersehen wollte, obwohl der Selbstversorgungsgrad Deutschlands mit Öl unter 3% und jener Europas unter 30% gesunken ist und obwohl die Gas-Streits zwischen Russland und der Ukraine seit 2006 regelmäßig eskalierten: Bis hin zu Druckabfällen in den Gaspipelines.

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Pressemitteilung: Dresdner Transition-Initiative lädt zum Wandel-Wochenende

Als die Lokale Agenda ins Kulturrathaus zum Energiewirtschaftlichen Kolloquium lud, wurde das mangelnde Interesse der breiten Dresdner Bürgerschaft bedauert. Um Klimawandel, Ölfördermaximum oder die mit der Energiewende verbundene Kulturwende zu Otto Normalbürger zu tragen, bedarf es offenbar anderer Methoden als Fach-Vorträge. Zu einem gänzlich anderen Wochenende zu den bedeutenden Themen unserer Zeit lädt die Dresdner Transition-Initiative:

Wochenend-Seminar "Werkzeuge des Wandels"

10./11. Mai 2014, Dresden

Im Mittelpunkt der zwei Tage steht die Frage, wie sich unsere Städte und Dörfer angesichts des großen globalen Wandels verändern und wie der Einzelne diesen Wandel konstruktiv mitgestalten kann. "Werkzeuge des Wandels" sollen erlernt und ausprobiert werden. Miteinander statt jeder für sich sollen Veränderungen in die Welt gebracht werden. Das Wandel-Wochenende wird jene zusammenbringen und mit hilfreichen Werkzeugen ausstatten, für die der Klimawandel nicht nur eine Geschichte aus der Zeitung ist, sondern eine Entwicklung die zu uns nach Dresden kommt. Denen die Endlichkeit der Rohstoffe Sorgen bereitet. Die Wandel kommen sehen oder herbeiführen wollen.

Die Transition-Bewegung hat ausgehend von Großbritannien inzwischen viele Städte auf dem Planeten erreicht. Es herrscht der Gedanke vor: Global denken, lokal handeln, regional wirtschaften. Die eigene Stadt krisenfest gegenüber globalen Entwicklungen zu machen motiviert viele Menschen, die Entwicklungen nicht nur passiv zu ertragen, sondern aktiv mitzugestalten. Denn die eigene Stadt ist jedem nah, so dass jeder tatsächlich Einfluss nehmen kann. In Dresden sieht man Spuren dieses Ansatzes in den Gemeinschaftsgärten, in Energiegenossenschaften, in der Verbrauchergemeinschaft.

Bereits über 30 erfolgreiche Kurse fanden seit 2010 im deutschsprachigen Raum statt. 95% der TeilnehmerInnen beurteilen ihre Erfahrungen mit gut oder sehr gut. Das Wochenend-Seminar am 10. und 11. Mai wird das zweite Training in Dresden sein. Aus dem 2011er Training ging beispielsweise die Veranstaltung "Dresden im Wandel" im Oktober 2013 im Hygiene-Museum mit 150 Besuchern hervor.

Das Wochenende steht natürlich auch Nicht-Dresdnern offen!

Als Begleiter für das Transition-Training kommt Gerd Wessling aus Bielefeld an die Elbe; zusammen mit Iljana Dorn (Dragon Dreaming, Transition-Trainerin) vom Ammersee. Er ist nicht nur ein seit 2010 erfahrener Transition-Trainer, sondern auch im Vorstand des frisch gegründeten Transition Netzwerk e.V. Zuletzt wirkte er als Übersetzer & Mit-Autor des jüngsten Rob-Hopkins- Buchs "Einfach. Jetzt. Machen!" Presse-Vertretern wäre es möglich, in Abstimmung mit den Veranstaltern vorab ein kurzes Telefon-Interview mit ihm über das Wochenende in Dresden oder die Transition-Bewegung im deutschsprachigen Raum und international zu führen.

Mehr Informationen:

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Kommentarlos, Teil 46

Wir haben seit dem Zusammenbruch des Ostens vielleicht keine andere Vision als die der einer konsumorientierten Wohlfühl-Gesellschaft. Es ist für fast alle Menschen sehr positiv in einer solchen Gesellschaft zu leben und es gleicht einem Tagtraum. Dieser angenehme Tagtraum erfüllt sich für die meisten Menschen seit fast 70 Jahren gerade hier im Westen.

Thomas Reis in der Wiener Zeitung anläßlich des heute begangenen "Tag der Erde"

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Kommentarlos, Teil 45

Wenn es Deutschland tatsächlich gelänge, in absehbarer Zeit unabhängig von russischem Erdgas zu werden, wäre mit einer Verschärfung der Konflikte in den deutsch-russischen Beziehungen zu rechnen. Polemisch könnte man auch sagen, der Versuch, sich von Russland auf dem Energiesektor unabhängig zu machen, ist ein Versuch, Konfliktfähigkeit gegenüber Russland zu erlangen.

Peter Nowak für Telepolis: "Wie Deutschland gegenüber Russland konfliktfähig gemacht werden soll"

 

Auch interessant:

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9 Milliarden sollen es schaffen

Der Artikel von Buno Müller über einen möglichen Bevölkerungsrückgang von heute über 7 Milliarden Menschen auf 2 Milliarden Menschen macht Angst. Er ist jedoch ein gutes Karfreitags-Thema. Sein Artikel zeigt, dass unsere heutigen Ernährungssysteme mit dem Ölfördermaximum an Grenzen kommt. Der Tod des Bestehenden ist nahezu unvermeidlich, da das Bestehende auf "billigem Treibstoff" beruht, dessen Ende - für Leser dieses Blogs offensichtlich - bereits sichtbar ist. Wenn es Möglichkeiten geben sollte, aus diesem Abhängigkeitssystem Öl-Landwirtschaft-Ernährung auszubrechen, so müssen diese Wege offenbar außerhalb des bestehenden Denkens zu suchen sein. Zum Oster-Sonntag über die Wiederauferstehung der menschlichen Spezies nachzudenken ist hilfreich. Wenn wir nicht den Weg des Kollaps gehen wollen, müssen wir eine Metamorphose unseres Daseins anstoßen.

Heute sagt uns niemand, wohin diese Wende gehen soll. Das war 1989 anders: Der Revolution im Osten stand das leuchtende Bild eines funktionierenden Westens gegenüber, dem sich die Masse der DDR-Bürger (geführt von zielstrebigen Politikern) dankbar anschloss. Sie entschieden sich gegen die  (zähe und ungewisse) Umwandlung des Bestehenden und für die (einfache und schnelle) Übernahme der Methoden und Strukturen des BRD-Systems. Solch ein Vor-Bild, zu dem wir "mal eben schnell wechseln" können, so wie man seinen Telefondienstleister wechselt, ist heute nicht zu haben. Wer Wandel will muss das Gesamtbild aus einer Vielzahl kleinster Bausteine neu zusammenstellen. Die Wende-Methode von 1989 funktioniert heute nicht.

Daher gilt es, nach kombinierbaren Bausteinen zu suchen, die eine neue Welt sichtbar machen. Dieser Weg ist kein kurzer, er führt nicht von heute auf morgen zu schnellen Erfolgen. Vielmehr ist es ein Such-Prozess, der die Suchenden auch an Sack-Gassen vorbeiführt. Dieses Blog begleitet diesen Such-Prozess.

Zum Ostersonntag daher zwei Empfehlungen:

1. Ein Video:

Zukunft pflanzen Bio für 9 Milliarden ARTE 16.Oktober 2012

2. Ein Buch:

Buckminster Fuller: Bedienungsanleitung für das Raumschiff Erde. Der Erfinder der geodätischen Kuppel, nach dem die Kohlenstoff-Strukturen der Fullerene benannt sind, dachte bereits vor Jahrzehnten in sehr komplexen Zusammenhängen. Sein Denken ist heute hilfreicher denn je! Auch wenn seine Texte keine Soap-Operas sind und durchaus herausfordernd auch auf den gebildeten Leser wirken, benutzt er starke Bilder, die uns helfen können. Online als PDF, offline auf Papier (mit Zusatztexten).

Wie immer gilt: Online informieren. Beim Buchhändler um die Ecke kaufen!

Frohe, sonnige, freie Feier-Tage!

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4500 werden es nicht schaffen

Über ASPO Deutschland bin ich auf folgenden Artikel gestoßen: "Collapse: The Post-peak Narrative", sinngemäß übersetzt und interpretiert, "Zusammenbruch: Die Geschichtsschreibung nach dem Erdöl-Fördermaximum", vom 06.12.2013. Zu lesen auf culturechanche.org.

Darin wird beschrieben, wie sich verschiedene Entwicklungen in den verschiedenen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ereignen könnten, wenn die globale Förderrate von Erdöl rückläufig sein wird. Der Autor Peter Crabb beschreibt dabei Ereignisse in unterschiedlichen Bereichen.

  1. Stillstand technologischer Systeme
  2. Wirtschaftlicher Absturz
  3. Institutionen werden handlungsunfähig
  4. Zusammenbruch des Ökosystems
  5. Gewalt und Konflikte
  6. Wegsterben der Bevölkerung

Das sind mögliche Szenarien, welche Crabb in seinem Artikel jeweils noch erläutert. Sie stellen sicher nicht die einzigen Varianten dar, sie sind in dieser Weise und Ausprägung dennoch nicht auszuschließen und als sehr wahrscheinlich einzustufen, denn es sind die typischen Merkmale einer zusammenbrechenden Hochkultur, die es in der Vergangenheit lokal auf dieser Erde immer wieder gab. Im Prinzip nichts Neues.

Ich denke am überraschensten und mental bedrohlichsten liest sich jedoch Punkt Sechs der oben aufgeführten Auflistung: "Wegsterben der Bevölkerung". Peter Crabb, ein Sozialpsychologe mit einer Anstellung an der Pennsylvania State University, der für diesen Artikel über 40 Bücher als seine Leselektüre benennt, geht davon aus, dass von den derzeit 7,1 Milliarden auf der Erde lebende Menschen nur noch an die 2 Milliarden Menschen leben werden, wenn sich nach einem zu erwartenden Systemzusammenbruch wieder ein stabiles und tragfähiges System eingependelt haben wird. Er bezeichnet diesen Prozess als Wegsterben von überschüssigen "Öl-Menschen" (Original: "petro people"). Die Todesursachen sieht er in Hunger, Infektionskrankheiten, extremen Temperaturen (vermutlich wegen fehlenden Klimaanlagen und Heizbrennstoffen) und Morde durch Überlebenskämpfe. Viele Menschen werden freiwillig ableben, weil sie das Elend, das sie auf sich zukommen sehen oder bereits mit ihnen oder um sie herum passiert, nicht mehr ertragen können.

Das düstere Bild das er aufzeigt, wird noch verstärkt durch die Bemerkung, dass es der Filmindustrie bisher noch nicht gelungen sei, Szenen von Tod und Leid so darzustellen, wie sie sich abspielen könnten, wenn die globale Ölförderung spürbar abnimmt.

Wie deprimierend.

Ist das jetzt die Wahnvorstellung eines durchgedrehten Psychologen? Es gab, wie er schreibt, einige Hinweise in seinen benannten Quellen, dass es 2 Milliarden sein werden. Die Begründungen darin fand er plausibel und schloss sich ihnen an. Ohne diese Quellen zu prüfen, stellt sich für mich die Frage, wie nahe diese an einer möglichen Realität mit 2 Milliarden "Überlebenden" auf unserem Planeten sind? Doch wie kann ein Überprüfungsansatz aussehen? Nun, was im Großen für unseren Globus gilt, müsste doch auch im Kleinen für meinen Wohnort Gültigkeit haben.

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Warum die Ukraine-Krise den Ölpreis auf 150 US$ treiben wird

Seit 3 Jahren hat sich der Ölpreis in einem Preiskorridor zwischen 100 und 120 US$ für die Ölsorte BRENT eingependelt. Seltsam ruhig erscheint das angesichts einer rasanten Preisralley in der Dekade zuvor: Eine Versiebenfachung von 20 auf 140 US$ von 2002 bis 2008 haben nicht viele "Anlageklassen" hingekriegt. Nun regt selbst die Ukraine-Krise den Ölpreis nicht auf, auch wenn Europa ohne russisches Öl ziemlich mobilitätsarm wäre. Doch das könnte sich bald ändern. Die Lösung für des Rätsels Lösung ist innenpolitisch zu finden: In Russland.

Als Putin im Frühjahr 2012 zur Wiederwahl antrat, berichtete SPIEGEL ONLINE von den Wahlkampfversprechen, die Wladimir Putin machte:

Er hat ein Feuerwerk von Wahlversprechen abgebrannt: Er hat den Benzinpreis einfrieren lassen, Renten erhöht und Fußballfans Freiflüge zur EM 2012 versprochen. Setzt er allein seine Ausgabenpläne im Sozialbereich um, dürfte das Russland in den kommenden Jahren rund 120 Milliarden Euro kosten, haben Ökonomen der staatlichen Sberbank ausgerechnet. Hinzu kommen 500 Milliarden Euro für neue Waffensysteme für Flotte, Heer und Luftwaffe bis 2020.

(Muss wahrscheinlich Rubel heißen und nicht Euro?)

161 Milliarden US$ würde eine vollständige Umsetzung der Planziele des russischen Präsidenten kosten, errechnete die CitiGroup. Sie lieferte den Preis gleich mit, den Öl kosten müsse, um den russischen Staatshaushalt trotz dieses Ausgabenfeuerwerks im Gleichgewicht zu halten. Dieser break even oil price liegt bei 150 US$.

An die Staatschefs diverser Länder ergingen laut SPIEGEL ONLINE Briefe der russischen Regierung, die vor Gas-Engpässen in Europa warnen, wenn die Ukraine nicht seine Schulden für frühere Energielieferungen bezahlen würde. Denn die Leitungen durch die Ukraine müßten dann womöglich gedrosselt werden. Und diese Leitungen führen auch nach Europa. Zwar geht es in diesem Streit hauptsächlich um Gas, aber wenn die Gaslieferungen langsamer kämen, würde auch alle anderen Energieträger teurer werden.

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