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Syrien: Saudi Arabien bietet Russland Öl- und Gas-Geheimdeal an

Die Wahrheit stirbt im Krieg zuerst. Daher ist die folgende Meldung mit Skepsis zu genießen.

Der Daily Telegraph berichtet von einem geheimen Angebot, welches der saudi-arabische Chef des Geheimdienstes Bandar bin Sultan dem russischen Präsidenten Putin gemacht haben soll. Die Meldung stammt von al-monitor.com, die sie wiederum von der Hisbollah-nahen As-Safir haben, die Saudi Arabien feindlich gegenübersteht. Der Ursprung der Meldung entstammt russischen Medien.

Das Angebot bezieht sich auf gemeinsame Aktivitäten Russlands und Saudi Arabiens im Bereich von Öl und Gas. Das Ziel könnte sein, so wird bin Sultan zitiert, dass man sich auf Preise und Fördermengen einigt, um den Preis in den globalen Ölmärkten "stabil" zu halten. Als Gegenleistung solle Russland Syriens Regierung um Baschar al-Assad fallen lassen. (mehr …)

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Kommentarlos, Teil 35

Die rituelle Waschung der Waldschlösschenbrücke, Dresden, August 2013

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Indien: Wirtschaftskrise durch Ölabhängigkeit?

Über Indien, als Teil der sogenannten BRIC-Staaten, ist dieser Tage öfter etwas im Wirtschaftsteil der Zeitungen zu lesen. Insbesondere die starke Abwertung der indischen Währung Rupie macht den Kommentatoren (und Investoren) Sorge. Ausländer ziehen offenbar verstärkt ihr investiertes Geld ab, was weder der indischen Wirtschaft noch dem Wechselkurs gut tut. Zwar ist eine "schwache Währung" regelmäßig hilfreich für die Exportwirtschaft (weil die heimischen Güter für Ausländer billiger werden), aber im Gegenzug wird für Inder der Import von Waren teurer.

Für Indien ist das ein besonderes Problem, da der Ölverbrauch des Landes seit Jahren stark steigt. Die Ölförderung im Land steigt zwar ebenfalls, aber nicht ansatzweise so stark wie der Verbrauch:

Indien - Oelfoerderung, Oelverbrauch, Importe

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Österreich: OMV sucht nach sichereren Ölquellen. Zukauf in der Nordsee

Selbst Ölfelder, die ihr Fördermaximum überschritten haben, sind noch richtig was wert: Die österreichische OMV beteiligt sich mit etwa 2 Milliarden Euro an Öl- und Gasfeldern in der Nordsee. Statoil, der norwegige Staatskonzern, ist der Verkäufer dieser Anteile. Den Aktionären scheint der Deal nicht ganz so gut zu gefallen, nach Bekanntwerden sinkt der OMV-Kurs, während der Statoil-Kurs zulegt. Laut OMV-Chef Roiss handelt es sich um die "größte Akquisition in der Industriegeschichte Österreichs".

Begründet wird der Einstieg von OMV-Chef Roiss mit der Stabilität in Europa, die er offenbar in anderen Welt-Teilen nicht mehr so gegeben sieht. Dabei dürfte dem Konzernchef noch in den Knochen stecken, dass Libyen in 2010 noch fast ein Viertel des österreichischen Imports lieferte, seine Lieferungen in 2011 um zwei Drittel herunterfahren musste. Die libysche Revolution verschob die österreichischen Importe zugunsten von Irak, Nigeria, Saudi-Arabien und Russland. Zusammen mit Kasachstan, was mit 29% der größe Öllieferant ist, liefern diese Länder 84,6% der österreichischen Importe. Immerhin 11,4% seines Verbrauchs förderte Österreich 2012 im Inland (zum Vergleich: Deutschland fördert keine 3% selbst).

Oesterreich - Foerderung, Verbrauch, Selbstversorgungsgrad (mehr …)

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Fracking in der Bakken-Formation/Nord-Dakota – Peak in Sicht

Die Ölförderung im Bakken-Gebiet im us-amerikanischen Nord-Dakota scheint einen Umkehrpunkt erreicht zu haben: Peak Bakken ist absehbar. Das Gebiet gilt als eines der Hoffnungsträger für die Ölförderung in den USA ebenso wie weltweit, denn schließlich sollen die neuen Fördertechniken (-> "Fracking") das seit 2006 bestehende Förderplateau der globalen konventionellen Ölförderung ausweiten.

Das Bakken-Areal selbst ist riesig, es entspricht etwa der Fläche Spaniens. Seit Jahrzehnten wurde dort in bescheidenem Maße Öl gefördert, erst mit dem Sprung des Ölpreises über die 100-US-Dollar-Grenze, durch eine Aufweichung der Umweltschutzgesetze in den USA sowie die folgende großindustrielle Anwendung des Fracking hat die Gegend echte Bedeutung in der Ölförderindustrie bekommen.

Die folgende Tabelle zeigt die historische Entwicklung, indem zu jedem Jahr seit 2005 die jeweils neu gesetzten Bohrungen abgetragen sind:

Jahr zusätzliche Bohrungen
2005 31
2006 70
2007 157
2008 422
2009 464
2010 732
2011 1211
2012 1772
2013
bis Juni
840

Der eigentliche Boom begann 2008, als in einem Jahr fast so viele Bohrungen gesetzt wurden wie in der ganzen Förder-Karriere des Bakken-Areals zuvor.

Die Entwicklung des Areals aus Sicht der Ölförderung ist phänomenal, wie die Darstellung der Fördermenge und der gesetzten Bohrungen zeigt:

Bakken - Oelfoerderung und Bohrstellen (mehr …)

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Kommentarlos, Teil 34

Das ist keine Routine. [..] Die Offiziere üben zum ersten Mal gemeinsam für den Ernstfall: eine Ölkatastrophe in der Arktis, an der Beringstraße mitten im Nirgendwo zwischen Amerika und Russland. [..] Das gemeinsame Katastrophentraining vor einigen Wochen hat einen einfachen Grund: Die Katastrophe wird wahrscheinlicher. Hoch oben im Norden, wo einst nur Forscher und Entdecker wie Vitus Bering auf todbringender Mission waren, steigt wegen der Eisschmelze der Schiffsverkehr - vor allem von Öltankern. [..] Doch es geht nicht nur um die Schifffahrt, sondern auch um Rohstoffe, um Öl, Gas, Erze, Edelmetalle und seltene Erden. Neue Förderregionen werden zugänglich, wenn das Eis schmilzt. Ölkonzerne haben bereits Bohrgenehmigungen. [..] Aber mittelfristig würden die Konzerne dort fördern, glauben Experten, zumal leichter erreichbare Rohstoffquellen versiegen. [..] Und all die Rohstoffe müssen abtransportiert werden.

Süddeutsche: Ölpest volle Kraft voraus

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Öl ins Sommerloch, 2013

Bunt geht es in der Nachrichten-Welt derzeit zu:

In Deutschland soll mehr Öl gefördert werden: RWE Dea will dies (wieder!) in der Kieler Bucht machen, gestiegene Ölpreise und neue Fördertechniken machen dies möglich. Dass hier alte Ölfelder wieder aufgemacht werden ist ein zwiespältiges Unterfangen. Einerseits zeigt es, dass die technische Entwicklung größere Entölungsraten erlaubt, andererseits wird deutlich, dass sich die Förderunternehmen selbst auf Kleinkram stürzen. Zu diesem Kleinkram kann man auch die neuen Meldungen aus Brandenburg rechnen. Erste Euphorie über Kleinstmengen gab es bereits Anfang 2012, jetzt hat die Explorationsfirma Central European Petroleum (CEP) konkretere Funde verkündet, worüber sich die Presse freut (Tagesspiegel, PNN, MOZ). Immerhin 15 Millionen Tonnen scheinen fürs Erste förderfähig, was den Bedarf von Berlin, Brandenburg und Sachsen für etwa 1,5 Jahre decken würde (allerdings wird die geringe Fördergeschwindigkeit die Förderung auf längere Zeit strecken). "Stimme Russlands" hat dazu zwei kurze Beiträge gesendet, in denen ich erinnern durfte, dass wir über unsere Abhängigkeit nachdenken und über Ausstiegsstrategien nachdenken sollten: Beitrag 1, Beitrag 2. (mehr …)

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Kommentarlos, Teil 33

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Peak-Oil-Barometer Juli 2013

Dr. Steffen Bukold von EnergyComment hat das Peak-Oil-Barometer aktualisiert (Klick für große Darstellung):

peak_oil_barometer_juli_2013

Die auf Fracking basierende Tight-Oil-Förderung in den USA vergößert laut IEA den Puffer zwischen Ölnachfrage und Ölangebot. Selbst im Risiko-Szenario von EnergyComment sind bis 2018 noch Puffer von 2,3 Millionen Barrel Tagesförderung enthalten, was immerhin um die 2% der Förderung/des Verbrauchs darstellt. Ein echtes Versorgungsrisiko sieht Bukold daher bis 2018 nicht, ein Preisrisiko bleibt. 100 US$ pro Barrel sind weiterhin der Kernpreis, der zur Welt-Versorgung auf diesem Niveau nötig ist. Kurzfristige Anstiege auf 120 US$ sind "jederzeit vorstellbar".

Weiteres:

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Kommentarlos, Teil 32

ARTE über die Öl- und Gasförderung Kanadas

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