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Gutes 2013!

Zum Abschluss des Jahres noch ein paar "Kleinigkeiten":

Ich wünsche allen ein entspanntes Weihnachtsfest und einen guten Übergang von einer Maya-Periode in die nächste...

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Iran-Krise spitzt sich zu: IEA würde Ölreserven bei Hormuz-Blockade freigeben

Beim Handelsblatt-Morgen-Newsletter war der Iran die heutige Topmeldung, nun wird berichtet, dass die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von Ölreserven für den Fall vorbereitet, dass sich die Iran-Krise zuspitzt. Bis zu 14 Millionen Barrel pro Tag seien im Gespräch, das sind immerhin 16% des weltweiten Tagesverbrauchs und fünfmal soviel wie die Ölmenge, die 1990 nach dem Einmarsch des Irak in Kuwait freigegeben wurden. Diese Größenordnung entspricht ungefähr den Mengen, die täglich durch die Straße von Hormuz verschifft werden.

Der Iran drohte im Kriegsfall damit, die Meerenge von Hormus zu blockieren, (mehr …)

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EU-Embargo gegen Iran + Syrien

Der SPIEGEL meldet, dass die EU ein Verbot von Öleinfuhren aus Iran vorbereitet. 5,8% des EU-Ölbedarfs stammen aus dem Iran und es wird insbesondere geliefert an Italien, Spanien, Belgien und Griechenland. Griechenland hat erst kürzlich seine Öl-Einfuhren auf Iran umlenken müssen, da andere Lieferländer aufgrund der Finanzsituation nicht mehr liefern wollten. Im Zuge des angekündigten Embargos ist man nicht begeistert:

Doch innerhalb der EU gibt es Widerstand: Griechenland, das stark von iranischen Öleinfuhren abhängig ist, habe Bedenken geltend gemacht, sagte Juppé. "Wir müssen das berücksichtigen und mit verschiedenen Partnern so zusammenarbeiten, dass die Unterbrechung der Lieferungen aus dem Iran durch einen Anstieg der Lieferungen aus anderen Ländern ausgeglichen wird." Juppé fügte hinzu: "Aber das ist machbar." (SPIEGEL)

Auch Syrien wird mit einem Boykott belegt. Dort geht es (noch?) nicht um Öl, aber um "ein Lieferverbot für Ausrüstung für den Öl- und Gassektor". So wird das vermutlich nichts werden mit Investitionen von 100 Milliarden US$ jährlich in die arabischen Ölförderländer, um - laut IEA - einen Ölpreis von 150 US$ in 2015 abzuwenden.

Die geplanten Maßnahmen umfassen neben dem Öl- auch den Finanzbereich. Syrien und Iran sind beides Länder der Strategischen Ellipse.

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Syrien, Iran und Konflikte in der Strategischen Ellipse

Selbst für geopolitisch interessierte Ohren ist der Begriff noch längst nicht selbstverständlich: Die "Strategische Ellipse". Geprägt wurde der Begriff von der Zeitschrift Osteuropa. Er kennzeichnet ein Gebiet, "das sich vom Nahen Osten über den Kaspischen Raum bis in den Hohen Norden Russlands erstreckt. Darin befinden sich etwa zwei Drittel der weltweit bekannten natürlichen Erdöl- und Erdgaslagerstätten, die sich nach heutigem Stand wirtschaftlich fördern lassen (Reserve). Konkret betrifft dies Länder wie Saudi-Arabien, Russland, Iran, Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Irak, Kuwait und Kasachstan." Einer Peak-Oil-interessierten Öffentlichkeit wurde der Begriff mit der Bundeswehr-Studie zu Peak Oil bekannt, von deren Seite 10 obiges Zitat stammt.

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Griechenland muss Öl aus Iran kaufen – andere liefern nicht

Griechenland erlebt möglicherweise dieser Tage sein nationales "Peak Oil". Hintergrund: Aufgrund der Finanzkrise stellen Länder wie Russland, Aserbaidschan und Kasachstan die Lieferungen von Öl ein. Es findet sich offenbar niemand, der die Lieferungen (zwischen)finanziert. 2010 lieferte Russland noch 46% der griechischen Importe. Während es dazumal noch 16% aus Iran waren, steigt das Land jetzt zum Hauptlieferanten für Griechenland auf. Iran wird von den USA mit einem Handelsembargo blockiert, weshalb es ihm schwer fällt, seine Öl-Produktion zu verkaufen. Entsprechend dankbar dürfte man für weitere Abnehmer sein, angeblich hat Iran Griechenland für die Öllieferungen unlimitierten Kredit eingeräumt. (mehr …)

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Heisser Herbst am Mittelmeer

... so beschreibt es der Tagesspiegel und die Wiener Zeitung. Der griechische Teil Zyperns will mit Probebohrungen nach Erdgas beginnen. Dazu haben die Zyprioten bereits vergangenes Jahr ein Abkommen mit Israel über die Grenzziehungen zwischen beiden Ländern geschlossen. Die Türkei hat nun mit dem türkischen Teil Zyperns ein vergleichbares Abkommen geschlossen, ebenfalls um Probebohrungen zu ermöglichen:

"Binnen einer Woche beginnen die Türkei und Nordzypern mit der Gewinnung von Öl und Gas in der ausschließlichen Wirtschaftszone Nordzyperns", kündigte Erdogan gleich nach der Unterzeichnung des Abkommens an. Die Türkei werde Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Region entsenden, die die "Situation kontrollieren" sollen.

Internationale Öl- und Gaskonzerne wurden von türkischer Seite gewarnt, sich nicht an einer Ausbeutung der Rohstoffe zu beteiligen.

Die Türkei liegt mit Israel im Streit um den Übergriff auf einen Hilfskonvoi, Griechenland steht vor dem Staatsbankrott, in Syrien brodelt eine Revolution (die die EU mit einem Ölembargo anfeuert) und in Ägypten sind noch ihre Nachwirkungen spürbar - alles Anrainer am Mittelmeer, in dem jetzt mit Öl und Gas gezündelt wird.

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Griechisches Öl

Die brodelnde Gerüchteküche um den drohenden Staatsbankrott Griechenlands hat jetzt den kommenden Dienstag auserkoren, um die Pleite zu verkünden. An diesem Tag werden Ausschüttungen von 769 Millionen Euro für alte Kredite fällig und es ist fraglich, ob der griechische Staat das Geld besorgen kann.

Zugleich gibt es Meldungen, dass das Land verstärkt in seine Ölförderung investieren will, was einen Blick auf die griechischen Zahlen sinnvoll macht: (mehr …)

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