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Sachsen? Nicht auf Peak Oil vorbereitet! – auf Telepolis

Für Telepolis habe ich einige Erkenntnisse der Studie "Peak Oil - Herausforderung für Sachsen" zusammengefasst. Der Artikel ist heute erschienen:

Telepolis: Sachsen? Nicht auf Peak Oil vorbereitet!

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Erdöl reicht noch 57 Jahre?

Bei Brennstoffhandel.de hat man sich informiert: Man hat aus einer Grafik der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe die Menge der Ölreserven rausgesucht (228 Milliarden Tonnen) und auch die Menge der Ölressourcen (410 Milliarden Tonnen). Und man hat diese Reservenmenge durch die heutigen Verbrauchsmengen geteilt (3,88 Milliarden Tonnen pro Jahr) und kommt zu dem Schluss:

...reichen die derzeit sicheren Ölreserven für die nächsten 57 Jahre, ohne dass neue Quellen erschlossen werden müssten.

Das ist beruhigend. Und vor allem: Gut fürs Geschäft. Denn: (mehr …)

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Peak Fish, Peak Knowledge und Kalte Fusion

Es ist unglaublich, wie oft in Diskussionen zu Peak Oil die Kreativität der Menschen beschworen wird. "Die Menschen" werden sich schon was einfallen lassen. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten, die technologische Entwicklung längst nicht am Ende. (Was Ingenieure bezweifeln, wie ich bei einem Vortrag bei der IHL hören durfte, als ich brachial darauf aufmerksam gemacht wurde, dass Ingenieure nicht einfach forschen können, sondern das tun müssen, was ihr Chef sagt...) Wer heute einen Blick in die Telepolis wirft, findet einen Artikel von Haiko Lietz, der schreibt: "Der italienische Ingenieur Andrea Rossi hat angeblich einen 1-Megawatt-Generator verkauft" - einen Reaktor auf Basis der kalten Fusion. Kernfusion statt Kernspaltung, "kalt", weil funktionstüchtig ohne sonnenheiße Temperaturen. Theoretisch möglich, praktisch seit einigen Jahrzehnten unerreicht und genauso "handfest" wie all die "freien Energien", die sich insbesondere im Internet tummeln. Da Ingenieur Rossi mit Informationen nicht gerade freigiebig ist, ist Zweifel an der Technik vorhanden, was der TP-Artikel auch gut rüberbringt.

Neue Energiequellen wie diese könnten manche Probleme zweifellos hinwegwischen, auch wenn es Jahre kosten würde, die Technologien breit verfügbar zu machen - aber das ist bei Wind & Solar ja nicht anders. Markus Krachts Befürchtungen, mit dem Energie-Peak wird auch der Wissens-Peak erreicht, könnten obsolet sein. Also alles im grünen Bereich, weitermachen wie bisher!

Wirklich? Andere sehen das ganz anders. Wie aus dem Horrokabinett kommt das Interview mit dem Biologen Paul R. Ehrlich daher, dass die Süddeutsche Zeitung mit ihm geführt hat: "Das führt zum Untergang der Menschheit" sagt er und meint die Bevölkerungsentwicklung. Ob der Raubbau an Anbauflächen und das Schrumpfen der Biodiversität durch Kalte Fusion angegangen werden können? Er schätzt die Chance, dass die westliche Zivilisation dieses Jahrhundert übersteht auf etwa 10% und empfiehlt, sich am Königreich Bhutan zu orientieren.

Was Energiemangel ausmacht, zeigt Japan. Seitdem von 54 Atomreaktoren nur noch 10 am Netz sind, ist Energie ein knappes Gut. Angesichts des bevorstehenden Winters empfiehlt die japanische Regierung: "Mit Pudelmütze und Eintopf gegen die Energiekrise"

In anderen Bereichen dürfte selbst die kalte Fusion nicht so recht helfen. Beispielsweise bei "Peak Fish". Als Bachelorarbeit hat Uli Henrik Streckenbach folgendes Kurzvideo produziert und will uns damit auf die Art und Weise aufmerksam machen, wie wir Fisch "produzieren":

Die Überfischung der Meere from Lilli Green on Vimeo.

Da hilft nur bewusst konsumieren und die Art des Fischfangs zu verändern. Große Ziele für so kleine Menschen. Bildungsarbeit ist der Anfang. Vom 10. bis 20. November findet in Dresden zum dritten Mal das Umundu-Festival statt, ein Festival für "global nachhaltigen Konsum". Das diesjährige Motto: Transition Town - Stadt im Wandel. Die Transition Town-Bewegung wird ja insbesondere von Peak Oil motiviert, mit dem Festival wird das Thema nun auch in der sächsischen Landeshauptstadt intensiv in die Diskussion gebracht. Auch Nicht-Dresdner sind eingeladen, die Programmvielfalt zu genießen und Kontakte zu den Akteuren vor Ort zu knüpfen: Niko Paech und Postwachstumsökonomie, Nils Aguilar und Voices of Transition, Permakultur und vieles mehr. Achja, die Umundu-Macher haben durchaus Interesse, ihr Festival in andere Kommunen zu transportieren. Interessierte mögen Kontakt aufnehmen...

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Peak-Oil-Studie der Bundeswehr jetzt auch auf Englisch

Die Studie der Bundeswehr zu Peak Oil ist inzwischen auch auf Englisch verfügbar. Einen Kommentar dazu gibt es auf EnergyBulletin.net

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Peak Oil auf die Ohren

Jüngst und auch in naher Zukunft gibt es einige Radio-Beiträge zu Themen rund um Peak Oil. Wer wenig Zeit zum Lesen hat, hat vielleicht Zeit zum Hören: Im Auto oder im Zug, beim Abwaschen oder ... (mehr …)

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„…minimize the use of oil in the economy.“

Ein kurzes Interview mit dem Chefökonom der IEA Fatih Birol hat Anfang Juli Frontal21 gesendet.

Kernthema: Wie sieht die Öl-Förderung künftig aus?

Kernaussage: Fördermenge nimmt in vielen Förderländern ab, Nachfrage nach Öl steigt weltweit.

Anzuschauen und zu -hören in der Mediathek des ZDF.

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Peak-Oil.com bei Facebook

In Zusammenarbeit mit Andreas Poldrack von postfossile-zukunft.de ist Peak-Oil.com jetzt auch auf Facebook vertreten. Mal gucken, wozu das gut ist :-)

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Flughafenausbau München basiert auf unrealistischer Ölpreisprognose

Jedes Projekt sollte heutzutage dahingehend geprüft werden, ob es sich bei einem bestimmten Ölpreis noch rechnet. Insbesondere Verkehrsprojekte sind stark abhängig von diesem Preis, denn Mineralöl ist heute der wichtigste Energieträger für Mobilität.

Beim Flughafenbau in München ist nun genau dieser Punkt hervorgehoben worden: Im Rahmen des frisch abgeschlossenen Planfeststellungsverfahrens wurden diverse Unterlagen und Gutachten veröffentlicht, die Einblick in die Planungen des Großprojekts geben. Darunter befinden sich die "Lufverkehrsprognosen 2020 für den Flughafen München", erstellt von der Intraplan Consult GmbH. Das Dokument stammt von Juli 2007, ist also bereits 4 Jahre alt. Darin heißt es:

"Die Entwicklung des Ölpreises hängt von mehreren, zum Teil schwer vorhersehbaren Faktoren ab. So sind neben technischen Produktionskapazitäten geopolitische Entwicklungen sowie das verhalten erdölfördernder Marktteilnehmer von großer Bedeutung. Die Energy Information Administration berücksichtigt diese Faktoren in ihrem Bericht 2007 zum jährlichen Energieausblick in drei verschiedenen Szenarien. Gemäß des Referenz-Szenarios wird der Kerosinpreis von 177,4 US-Cents in 2005 auf 141,8 US-Cent je Gallone im Jahr 2020 zurückgehen. Der Rohölpreis wird in der gleichen Quelle bei 57 $ pro Barrel für 2030 (Preisstand 2005) im Referenzszenario angesetzt, mit einem steigenden Trend ab 2015/2020, wo gut 50 $ erwartet werden [...] Auch wenn grundsätzlich andere Entwicklungen nicht auszuschließen sind, kann dieser Trend unter normalen Umständen als realistisch angesehen werden." [S. 272f]

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Grüne Sachsen fordern sächsische Peak Oil-Strategie

Auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz am vergangenen Wochenende in Dresden stimmten die sächsischen Grünen mit nur einer Stimme Enthaltung für einen Antrag, die Sächsische Landesregierung zu einer Peak-Oil-Strategie aufzufordern.

Darin heißt es:

Peak Oil bezeichnet den Höhepunkt der globalen Erdölförderung oder auch das Ölfördermaximum. [...] Bislang findet eine angemessene Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Peak Oil weder innerhalb der Sächsischen  Staatsregierung noch in der sächsischen Wirtschaft statt. [...] Da unsere Wirtschafts- und Lebensweise hochgradig abhängig vom Rohstoff Erdöl ist, wird Peak Oil einen grundlegenden Strukturwandel anstoßen, der die Gesellschaft in das Zeitalter nach dem Erdöl führt – ins postfossile Zeitalter. Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen begreifen Peak Oil als (politisches) Problem und wollen diesen Strukturwandel konstruktiv und vorausschauend zu begleiten. Wir fordern die Sächsische Staatsregierung auf, ebenfalls tätig zu werden und [die] genannten Fragestellungen aufzugreifen.

Quelle: Antrag und Änderungs-/Erweiterungsantrag

Der Antrag ist auch Resultat einer Studie, die die Landtagsfraktion in Auftrag gab.

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„The Oil Crash – A crude Awakening“ in Halle

Der Film "The Oil Crash - a crude awakening" ist ein mittelschwerer Vorschlaghammer, der direkt in die Magengrube geht. Eigentlich hat nach diesem Film niemand mehr Lust auf ein Gespräch, trotzdem wird es eines geben, mit:

Im LUX. Kino am Zoo, Seebener Straße 172 in Halle (Saale):

Montag, 2. Mai, 20 Uhr

Mehr Infos bei "globale in Halle"

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