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Barcelona Social Club

Das, was man heutzutage "Krise" nennt, kommt in Mitteleuropa ja noch gar nicht richtig an. Zwangsenteignungen sind selten, Rentenkürzungen ebenfalls, Massenentlassungen aus Behörden und Unternehmen sind rar. Begründet wird die Krise im Süden Europas vor allem mit dem Verweis auf Schulden und einem Konsum-Produktion-Ungleichgewicht.

Mag der Ölpreis derzeit auch gesunken sein, ganz wirkungsfrei ist das Drei-Jahres-Hoch 2011-2014 in Kombination mit der gesunkenen Eigenförderung in Europa nicht. Mehr bezahlen und zugleich mehr vom Stoff kaufen zu müssen, geht an die finanzielle Substanz. Wie stark die europäische Finanzkrise mit der europäischen Energiekrise zusammenhängt, werden wohl erst Historiker in der Rückschau klarer einordnen können. Befreit von heutigen politisch-ideologischen Sichtgläsern.

Wer ein Ohr in die Zukunft werfen will, sollte sich eine Stunde Radio-Zeit nehmen. Das Feature von Annette Blaschke "Barcelona Social Club - Was Spanien aus der Krise lernt" ist ein Blick in eine europäische Großstadt, in der krisenbedingt ein neuer Umgang mit Geld, Konsum und Lebensstilen heranwächst:

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Kommentarlos, Teil 44

2008 veranstaltete das relativ neue katalanische Netzwerk einen »Marsch für die Schrumpfung«: Eine wechselnde Gruppe fuhr über Monate hinweg auf Fahrrädern 1800 Kilometer durch fast alle Ecken Kataloniens, um auf Themen wie den Höhepunkt der weltweiten Ölförderung und den durch die ständige Kreditschöpfung der Geschäftsbanken erzeugten Wachstumszwang aufmerksam zu machen.

Ein neuer Film aus Spanien (via Greenhouse Infopool)

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Tempolimit in Spanien, Kartellamt recherchiert, Warren Buffet investiert (in Peak Oil?), Shell fordert „Mäßigung“

An spanischen Tankstellen wurden laut Telepolis die Rekordpreise von 2008 bereits überschritten. Hintergrund: Der "bessere" Euro-Dollar-Kurs sorgt dafür, dass die Endverkaufspreise für Importgüter in Europa bereits bei einem Ölpreis von 110 Dollar ähnliche Größenordnungen erreichen wie 2008. Spanien ist bedeutend intensiver wirtschaftlich angeschlagen als Deutschland, wodurch die hohen Preise besonders belastend sind. Es herrscht eine Rekordarbeitslosigkeit von 21%. Genau wie in Deutschland ist der Zentralstaat von den Steuereinnahmen auf Energie abhängig (dazu demnächst mehr auf peak-oil.com), was zu Verteilungskämpfen zwischen den Regionen und der Regierung führen kann. In dem Zusammenhang senkt die Regierung die erlaubten Geschwindigkeiten auf den Autobahnen und Schnellstraßen von 120 auf 110 km/h. (mehr …)

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