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Video: Ken Jebsen im Gespräch mit Daniele Ganser

Ken Jebsen, ehemaliger FRiTZ-Reporter, interviewt in Basel Prof. Daniele Ganser, Leiter des SIPER-Instituts, zu geopolitischen Fragen. Das Gespräch startet bei der Ölversorgung, die zumindest in den ersten 20 Minuten eine bedeutende Rolle spielt:

Ein gutes Gespräch mit einem unterhaltsamen Daniele Ganser, welches dennoch eine Frage offen läßt: Was kann der Video-Zuschauer damit anfangen? Er kann überprüfen, wie er Berichterstattung liest und wie er politische Entscheidungen zu beurteilen hat. Beeinflussen kann er in nennenswertem Maße weder das Handeln des - im Video ausführlich diskutierten - Imperiums noch die politischen Entscheidungen seines eigenen Landes. Auch Ganser gelingt eine spürbare Beeinflussung des Geschehens, obwohl Geschichtsprofessor, nur in Grenzen. Außer Empörung; oder der Fokussierung auf die eigene, direkt beeinflussbare Umgebung. Ganser selbst jedenfalls empfiehlt den Umbau des Energiesystems. Ziel: Die 2000-Watt-Gesellschaft.

Im Zusammenhang mit dem Video zu empfehlen: Peak Oil - Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen - wie sich aus Sicht der Bundeswehr die Peak-Oil-Problematik denken läßt.

Anderes:

 

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Video: Dresden im Wandel

Im Jahr 2012 trafen Friedrich-Ebert-Stiftung und Deutsches Hygiene-Museum Dresden mit einer kleinen Gruppe Peak-Oil-Interessierter zusammen und organisierten zwei Abende unter dem Titel "Dresden auf Entzug - Wie funktioniert die Stadt ohne Öl?". Das Veranstaltungsformat fand später Anwendung in Chemnitz und Weimar. (Und will in weiteren Städten angewendet werden!)

Jeder der Abende war für die durchaus zahlreichen Anwesenden eine Inspiration. Doch es wurde auch klar: Einfache Antworten auf die Frage, wie eine Stadt ohne Öl funktioniert, gibt es nicht.

Vielmehr gilt: Die Energiewende muss als Kulturwende gedacht werden, als eine fundamentale Veränderung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise. Dummerweise ist es unerheblich, ob wir diese Kulturwende wollen oder nicht: Unser kuschelig fossiles Nest ist in Auflösung begriffen, sobald die Zuflüsse aus fossilen Energieträgern nicht mehr wachsen, sondern schrumpfen. Wie aber geht es dann weiter?

Einfache Antworten sind nicht zu erwarten. Vielmehr ist ein Transformationsprozess notwendig, der vieles verändern wird. Ein hoffnungsvoller Ansatz, wie dieser Transformationsprozess aktiv gestaltet, statt passiv erduldet werden kann, ist der Transition-Town-Ansatz. Er zielt nicht darauf ab, die Ölfördermengen zu erhöhen oder der ganzen Welt ein "neues System" überzustülpen, er zielt darauf ab, die Nester in denen wir leben, krisenfest zu machen: Unsere Städte und Dörfer.

In Dresden wurde die durch "Transition" formulierte Haltung erstmals 2010 sichtbar, als sich zuvor unbekannte Akteure auf der Transition-Konferenz in Hannover trafen und beschlossen: Transition muss nach Dresden kommen. Die Aktivitäten rund um diese lokale Handlungsmethode sind mit dem Titel "Dresden im Wandel" überschrieben. Anknüpfend an die zwei Entzugs-Veranstaltungen von 2012 ging es im Oktober 2013 darum, zu zeigen, was in Dresden schon alles passiert. Daher luden wir ein Dutzend Initiativen ins Hygiene-Museum ein, um die Stimmen dieser vielfältigen Stadtwandler hörbar zu machen. Der Abend hieß "Dresden im Wandel" und die Ebert-Stiftung war wieder dabei. Und mit dabei waren außerdem:

Auch dieser Abend wurde wieder mitgeschnitten (Dank an Sebastian Veit). Auch jene die nicht da waren, dürfen nachträglich teilhaben:

Nicht-Dresdner finden auf www.transition-initiativen.de mögliche Mitmacher in ihrer eigenen Umgebung.

Dresdner (und Umgebungsbewohner) treffen sich offline zum nächsten Evoluzzer-Themenabend ("Netzwerke") und online auf Dresden-im-Wandel.de oder der zugehörigen Mailingliste.

Die nächste Gelegenheit, über Peak Oil von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren, ist am 22. Januar 2014, 19 Uhr im Restaurant "Bacchus", Clara-Zetkin-Str. 15. Es lädt ein: Der FDP Ortsverband Dresden West. Titel:

"Peak Oil" oder: "Warum Dresden einen Ölkrisen-Vorsorgeplan braucht."

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Lars Thomsen: “80 Prozent Verschwendung, 20 Prozent Bewegungsenergie”

"Nun meine Damen und Herren, ich weiß nicht, ob Sie's gemerkt haben, aber wir sind angekommen am Ende des fossilen Zeitalters."

Lars Thomsen beim Vortrag auf der Motor-und-Umwelt-Konferenz in Graz, 12. September 2013

"Das was wir im Moment tun, in Verbrennungsmotoren - und ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten - ist der absolute Wahnsinn. Unsere Kinder werden uns irgendwann in 10, 20 Jahren den Kopf dafür abreißen. Weil wir schaffen es, von einer endlichen Ressource, von einer knappen Ressource, von einer Ressource um die wir Kriege führen und die immer knapper und schwieriger zu fördern wird; wir schaffen es ungefähr 20 Prozent dieser Ressource in das umzuwandeln, was wir wirklich brauchen."

Renault legt bei seinen Elektrofahrzeugen die Idee von Eigentumsrechten großzügig (zu eigenen Gunsten) aus: Wer seine Leasingraten für die Batterien nicht zahlt, dem wird das Fahrzeug lahmgelegt.

 

Nachtrag:

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Facts on “Fracking” – eine deutsche Zusammenfassung

Ein Beitrag von Christoph Senz

Durch einen Diskussionsfaden den ich schon seit mehreren Jahren verfolge, bin ich auf einen Vortrag aufmerksam geworden, der sich faktenorientiert mit den Risiken des „Hydraulic Fracturing“ auseinandersetzt. Der Vortrag dauert 01:45 Stunden und wird in englischer Sprache gehalten. Da die dort präsentierten Informationen aus meiner Sicht die Diskussion auch in Deutschland sehr bereichern könnten, und die meisten unter uns doch keine Zeit (oder Lust) haben, sich einen solch langen Vortrag anzuschauen, versuche ich im Folgenden die wichtigsten Aussagen zusammenzufassen. Hier zunächst der Vortrag von Dr. Ingraffea über die Fracking-Technologie:

Dr. Ingraffea und verfügt über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung im Bereich Strukturmechanik. Nach eigenen Angaben hat er sich in seiner Forschung auf die Computersimulationen und die physikalischen Tests von komplexen Bruchprozessen konzentriert. Er hat unter anderem Artikel in der renommierten Zeitschrift "Nature" über die Nebenwirkungen des "Frackings" publiziert.

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Video: Dresden auf Entzug 2

Für den 8. November luden wir zum zweiten Mal ins Deutsche Hygiene-Museum Dresden ein, um die Frage zu diskutieren: "Wie funktioniert die Stadt ohne Öl?" Während wir zur April-Veranstaltung 180 Voranmeldungen hatten, von denen wir 40 mangels Platz vertrösten mussten, kamen zur zweiten Veranstaltung trotz größerem Saal "nur" 100 117 Besucher. Lag es möglicherweise am veränderten Spritpreis seit April? Dennoch dürfen wir zufrieden sein, erneut dieses Thema in der Stadt zu diskutieren und gelohnt hat sich der Abend:

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ARTE: Das große Spiel um Macht und Öl

Gestern Abend liefen auf ARTE drei Sendungen mit einem Öl-Schwerpunkt. Sie sind noch 7 Tage online zu sehen und wer die Mediathek-Software der Öffentlich-Rechtlichen benutzt kann sich die ersten beiden sogar auf die Festplatte laden und später anschauen:

Vor diesen Sendungen zur Prime-Time um 20:15 Uhr brachte ARTE zudem eine Sendung über den Einfluss der US-Bank Goldman Sachs auf das Finanzsystem und damit die Welt: Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt. Da der Einfluss der steigenden Geldmengen auf die Ölpreise beachtenswert ist (wie auch Klaus Bergmann von esyoil thematisisiert), ist es nicht unwichtig, aus welchem Netzwerk der Lenker der Europäischen Zentralbank stammt.

Weitere News: (mehr …)

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Video: Colin Campbell

40 Minuten plain english:


New Energy Era Forum 2012 - Dr. Colin J. Campbell von LocalCampus

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Verkehrsentwicklungplan Dresden 2025: Ohne Ölpreis kalkuliert?

In den kommenden Wochen werden sich die kommunalpolitischen Gremien in der sächsischen Landeshauptstadt mit dem neuen Verkehrsentwicklungsplan beschäftigen. Bereits bei der Recherche zur Studie "Peak Oil - Herausforderung für Sachsen" stolperte ich darüber, dass in Dresden die Verkehrsprognosen im Grunde von einer Konstanz der realen Nutzerkosten ausgehen. Steigende Ölpreise würden demnach durch Einkommenssteigerungen und sinkenden Spritverbrauch kompensiert. Die Verkehrsprognosen, die dem Verkehrsentwicklungsplan zugrunde liegen, gehen also quasi von einer gleichlaufenden Entwicklung von Ölpreis und Einkommen aus.

Die Spritpreisentwicklung der vergangenen Jahre straft diese Annahme Lügen. Viel schneller als die Einkommen stieg der Spritpreis. Deshalb ist es gut, dass jetzt ein neuer Verkehrsentwicklungsplan vorgelegt wird - so könnte man die neuen Planungen, die bis ins Jahr 2025 gelten sollen, entsprechend anpassen. Im Juni letzten Jahres kritisierte der wissenschaftliche Beirat zum Verkehrsentwicklungsplan Dresden 2025+:

Die Verkehrsprognose 2025 ist eher eine Status-Quo-Prognose die von einem gleichbleibende Verkehrsverhalten der betrachteten Nutzergruppen und von einer konstanten Kostenentwicklung ausgeht. Die gegenwärtigen, überaus dynamischen Trends beim Verkehrsverhalten und absehbare Effekte der Kostenentwicklung, Auswirkungen nationaler und europäischer Verkehrs- und Umweltpolitik wurden noch nicht berücksichtigt.

Nun, seit Juni 2011 ist fast ein Jahr vergangen, es ist zu hoffen, dass die Kritik sich im aktuellen Stand des Verkehrsentwicklungsplans niedergeschlagen hat. Doch sicher ist das keineswegs! Wer aber hinterfragt diesen sehr speziellen Punkt? Entschieden wird über den Verkehrsentwicklungsplan letztlich im Stadtrat. Dort sitzen jedoch keineswegs nur Verkehrsplaner und Peak-Oil-Beobachter, so dass es mir notwendig erscheint, diesen Entscheidern einige Informationen aufzubereiten. Als Mitglied des Ortsbeirats Altstadt, in dem Ende Mai über den Plan beraten wird, bekomme ich leider nicht die Gelegenheit die relevanten Gedanken live darzulegen, weshalb ich mich entschied, die modernen Medien zu nutzen:

Meine Hoffnung ist, dass auch in anderen Ortsbeiräten und Ortschaftsräten, im Stadtrat und in den anderen kommunalpolitischen Netzwerken der Stadt über das Thema diskutiert wird und die Planungen der Stadt - fundiert durch Hintergrundwissen - hinterfragt werden.

Die Dresdner Hochschule gilt unter Verkehrsleuten als das nonplusultra. Wer Verkehr lernen will, kommt hierher. Ob das zweifellos vorhandene Fachwissen sich auch in den Verwaltungsentscheidungen niederschlägt, ist nicht immer sicher. Der Ruf des hiesigen Baubürgermeisters ist - gelinde gesprochen - nicht gerade der beste. In Dresden beheimatet ist der einzige Lehrstuhl für Verkehrsökologie in Deutschland. Prof. Udo Becker ist zugleich ein sehr unterhaltsam vortragender Mensch und jemand, der laut eigener Aussage sogar eine Wette zu Peak Oil laufen hat. Ein 2008er Vortrag von ihm ist auf Slideshare veröffentlicht. Interessanterweise mit demselben zeitlichen Zielhorizont wie der neue Verkehrsentwicklungsplan: 2025.

Die skizzierte Fragestellung gilt natürlich nicht nur in Dresden. Die Frage "Welchen Verkehr wollen wir?" als auch die Frage "Sind die Annahmen, auf denen unsere Verkehrsprognosen und unsere Verkehrsentwicklungs- und Straßenbaupläne basieren, realistisch?" sollten hin und wieder in jeder Kommune gestellt werden.

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Video: There’s no tomorrow

Seit Februar im Netz und mit ca. 300.000 Abrufen recht erfolgreich: Das Video "There's no tomorrow", entstanden in Zusammenarbeit mit dem Post Carbon Institute, thematisiert Peak Oil und Wachstumsgrenzen und bietet eine Gesamtschau der resultierenden globalen Probleme:

Untertitel sollten in Deutsch erscheinen (Übersetzerdank an Thaddl, KAOS, Max und Moritz!). Falls nicht, bitte bei "CC" auswählen... Dank an PeakDame für den Hinweis.

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Opel zu Elektromobilität und Brennstoffzellen-Autos

Dr. Lars Peter Thiesen, Leiter Wasserstoff und Brennstoffzellen bei der Opel AG, war im Mai letzten Jahres am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zu einem Vortrag über den aktuellen Stand von Elektromobilität und Brennstoffzellentechnik im Automobilbau. Oder zumindest: Bei Opel.

Interessant: Bereits am Anfang des Vortrags zeigt er eine Folie aus dem World Energy Outlook der IEA von 2010 und betont die Unsicherheiten der künftigen Ölversorgung durch Peak Oil.

Klare Ansagen seinerseits: Reine E-Mobilität wird derzeit nur als Zweitfahrzeug-Lösung betrachtet, langfristig geht es nach Ansicht von Opel um kleine Stadtfahrzeuge. Open bevorzugt deshalb Hybride, wie den Opel Ampera. (mehr …)

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