Das Peak-Oil-Barometer bietet sowohl Fundamentaldaten als auch einen Blick auf die Preisentwicklung an den Terminmärkten. Die Berichte werden durch den Journalisten Gert Schmidt (Hannover) (Preisrisiken) sowie den Leiter des Forschungsbüros EnergyComment Dr. Steffen Bukold (Hamburg) (Versorgungsrisiken) erstellt:
Begleiten Sie uns bei dem Experiment: Öffentlich verfügbare Informationen werden miteinander vernetzt. Wir stellen unsere Daten zur Verfügung und Sie ergänzen mit Ihren Fragen, Kommentaren und Meinungen. Nutzen Sie dazu die Kommentarfunktion der Blog-Beiträge auf der Startseite.
Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen und Phänomene zu beschreiben, die sich aus den langfristigen Peak Oil-Szenarien ableiten lasen.
Versorgungsrisiko-Barometer
Wann wird Öl knapp, d.h. wann wird der Nachfragetrend gebrochen, weil das maximale Ölangebot nicht Schritt halten kann? Mit dieser Frage beschäftigt sich unser Peak Oil Barometer (siehe unten).
Fazit: Die IEA musste ihre Erwartungen zur Angebotskapazität in den letzten zwei Jahren um über 2 mb/d nach unten revidieren. Sie bleibt aber für die nächsten Jahre optimistisch und rechnet mit einem komfortablen Kapazitätspuffer.
Wir halten es dagegen für wahrscheinlich, dass diese Serie von Abwärtsrevisionen anhält und lassen daher unsere ursprüngliche Risikoprognose aus dem April 2011 unverändert, bleiben also bei 96 mb/d für Jahr 2015.
Der Ölmarkt ist aktuell ausreichend versorgt. Das Risiko einer Ölverknappung ist jedoch hoch, da wegen der hohen saudischen Förderung zur Zeit nur geringe freie Produktionskapazitäten als Risikopuffer zur Verfügung stehen.
Die Preise bewegen seit Anfang 2011 seitwärts um die 110 $/b, aber jede zusätzliche Krise würde wegen des schmalen Puffers starke Preisreaktionen auslösen. Hinzu kommt, dass auch im Raffineriesektor immer wieder Engpässe auftauchen, so dass die Verbraucher-preise überproportional steigen werden.
Die freien Förderkapazitäten für unvorhergesehene Störungen liegen in unserem Risikoszenario 2017 nur noch bei 1,5 mb/d (etwa 1,5% des Ölverbrauchs). Nach der aktuellen IEA-Prognose wird er 5,3 mb/d umfassen.
Das Peak-Oil-Barometer gibt es auch auf energiepolitik.de
Preisrisiko-Barometer
Berichtet wird über das Veränderungspotenzial des Preises von Rohöl. Es handelt sich um eine Trendschätzung für die nächsten 12 Monate. Grundlagen sind Markttechnik-Indikatoren des Informationsdienstes Trend Gedanken. Details finden Sie auf der Indikatorseite des Preisrisiko-Barometers.
Der Pfeil bewegt sich horizontal zwischen - 50% und + 50%.
- 50% bedeutet: Die Rohölpreise können in den nächsten 12 Monaten um 50 Prozent fallen. Die Börse erlaubt den Spielraum nach unten, z.B. weil der Markt aufgrund einer Überspekulation heissgelaufen ist.
+ 50% bedeutet: Die Rohölpreise können in den nächsten 12 Monaten um 50 Prozent steigen. Die Börsendaten signalisieren, dass die Marktteilnehmer überwiegend auf der Käuferseiten stehen dürften.
Wichtig bei beiden Verfahren: Es handelt sich um mögliche Szenarien, die für Ereignisse in der Zukunft gelten. Die tatsächlichen Ereignisse können davon abweichen. Um die langfristige Treffgenauigkeit der Aussagen zu überprüfen, sollten Sie das Peak Oil Barometer von Peak-Oil.com desöfteren besuchen.
Zu den Indikatoren des Preisrisiko-Barometers von Gert Schmidt.





