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Transition Towns / Energiewende – Initiativen

Reaktionen auf Peak Oil

Seit einiger Zeit gesellen sich neuartige Initiativen zum bunten Treiben auf unserem Planeten. Sie nennen sich Energiewende-Initiativen oder auch "transition town"-Initiativen. Der Begriff "transition town" stammt aus Großbritannien, wo Rob Hopkins die Kleinstadt Totnes aktivierte. Er bedeutet soviel wie "Übergangsstadt" und Hopkins begann damit, die Bewohner von Totnes dafür zu begeistern, ihre Stadt auf einen "Übergang" vorzubereiten. Übergang? Woher? Wohin?

Hopkins Energiewende-Buch ist auf deutsch im zweitausendeins-Verlag erschienen und gibt Auskunft über die Hintergründe. Hintergrund Nummer 1 ist Peak Oil, der Höhepunkt der globalen Erdölförderung. Aus ihm abgeleitet entsteht die Frage: Wie wollen wir leben, wenn das Öl knapp wird? Und aus dieser Frage ergeben sich enorm viele Handlungsfelder, weil Öl nunmal sehr intensiv in das "zivilisierte" Leben verwoben ist. Konkret stellt sich in den Energiewende-Initiativen die Frage: Wie machen wir unsere Kommune Peak-Oil-fest? Wie gestalten wir unsere Stadt und unsere Region, wenn wir auf die billige Energie des Öls nicht mehr zurückgreifen können?

Produkte auf Erdöl-Basis

Die Antworten liegen nicht nur da, wo sie oberflächlich zu vermuten sind: Einfach ein paar Solarzellen aufs Dach und fertig. Öl ist nicht nur Energiespeicher, es ist auch Rohstoff. Elektroenergie, wie sie durch Photovoltaikanlagen und Windräder erzeugt wird, hilft nicht, wenn es darum geht, Pflanzenschutzmittel und Kunststoffe herzustellen, Verbrennungsmotoren von Autos oder Ölheizungen zu betreiben. Transition Town-Initiativen versuchen, eine umfassendere Sichtweise auf ihre Kommune zu entwickeln und durchaus den Status Quo in Frage zu stellen. Denn die Abkehr vom Öl kann sich darin äußern, Nahversorgung aufzubauen, statt Online-Bestellungen abzusetzen, den Öffentlichen Verkehr und Fahrräder zu aktivieren, statt Autos zu sammeln, Permakultur in die Landwirtschaft einzuführen, statt Düngemittel und Chemie zu verteilen. Aber natürlich auch: Energie auf andere Art zu erzeugen als durch Großkraftwerke und fossile Brennstoffe.

Das Stichwort "transition town" wabert deshalb immer öfter auch im deutschsprachigen Raum herum. Doch wo gibt es bereits Initiativen? Oder wo lassen sich zumindest Menschen finden, die eine solche Initiative ins Leben rufen wollen? Dafür gibt es jetzt eine transition-town-Landkarte auf peak-oil.com und ich lade alle Initiativen und Interessierte ein, sich und ihre Initiative hier zu veröffentlichen. Auf daß sich die Weiterdenkenden vernetzen...

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Letzte Kommentare

  • Hendrik Altmann: Die Forscher streiten noch darüber wie heftig den so ein nuklearer Winter wäre, oder ob es überhaupt...
  • Ted: Also 100 Millionen Jahre erscheinen mir sehr optimistisch/unplausibel, insbesondere dann, wenn du 100 Millionen...
  • Stefan Wietzke: Eben. Ging 160.000 Jahre auch ohne fossile Energie. Und da haben wir sogar jede Menge Hochkulturen...
  • Hendrik Altmann: Ja das kann und tut er auch, aber wenn wundert es, die Erde ist halt nicht unendlich groß,...
  • Michael Egloff: Ja, und er kann Waffen einsetzen und tausende (in Einzelfällen Millionen) von seiner Art vernichten,...

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