Zum Textbeginn springen . Zur Navigation springen .

Kommentarlos, Teil 34

Das ist keine Routine. [..] Die Offiziere üben zum ersten Mal gemeinsam für den Ernstfall: eine Ölkatastrophe in der Arktis, an der Beringstraße mitten im Nirgendwo zwischen Amerika und Russland. [..] Das gemeinsame Katastrophentraining vor einigen Wochen hat einen einfachen Grund: Die Katastrophe wird wahrscheinlicher. Hoch oben im Norden, wo einst nur Forscher und Entdecker wie Vitus Bering auf todbringender Mission waren, steigt wegen der Eisschmelze der Schiffsverkehr - vor allem von Öltankern. [..] Doch es geht nicht nur um die Schifffahrt, sondern auch um Rohstoffe, um Öl, Gas, Erze, Edelmetalle und seltene Erden. Neue Förderregionen werden zugänglich, wenn das Eis schmilzt. Ölkonzerne haben bereits Bohrgenehmigungen. [..] Aber mittelfristig würden die Konzerne dort fördern, glauben Experten, zumal leichter erreichbare Rohstoffquellen versiegen. [..] Und all die Rohstoffe müssen abtransportiert werden.

Süddeutsche: Ölpest volle Kraft voraus

12 Kommentare to “Kommentarlos, Teil 34”

  1. Mal die Bilder angeschaut?
    http://gfx.sueddeutsche.com/wissen/2013-08-07_Arktis/

    Da schmilzt überhaupt nichts, jedenfalls nicht dauerhaft.

    Bei der volatilen Eisdecke ist das Erschließen des Nordpols logistischer Wahnsinn und der Trubel um die schmelzenden Polkappen ein gutes Training für die Lachmuskeln. Von der angeblichen von Menschen gemachten globalen Erwärmung rede ich lieber erst gar nicht.

    Das einzige was uns tangiert sind die schwindenden Wälder, Bienen und Insekten, Umweltgifte sowie das steigende CO2. Wobei letzteres wahrscheinlich sogar gut ist für das Pflanzenwachstum.

  2. Ert sagt:

    Gail Tverberg macht sich mal wieder Gedanken um die Limits bei Öl/Preis/Wirtschaft: http://ourfiniteworld.com/2013/08/13/stumbling-blocks-to-figuring-out-the-real-oil-limits-story/

    Solarzellen können ggf. um Faktor 5-10 billiger werden: http://www.technologyreview.com/news/517811/a-material-that-could-make-solar-power-dirt-cheap/

    Irgendwer will Bakterien die Stickstoff aus der Luft binden und für Pflanzen verfügbar machen auf alle Pflanzen ausdehnen bzw. hat dieses in Teilen wohl schon geschafft: http://nextbigfuture.com/2013/08/nitrogen-fixing-bacteria-will-enable.html

    der Förderratenindex der US Ölproduktion geht rasch aufwärts: 17.6% unbereinigt gegenüber dem Vorjahr. Leider hinterm Paywal: http://www.querschuesse.de/usa-verhaltene-industrieproduktionsdaten-aber-starke-ol-forderdaten/#comment-71382

    Ich gewinne immer mehr den Eindruck als ob wir das Spiel noch mal ordentlich verlängern.

  3. Florian Hoppe sagt:

    @Gail: Na ja, imo. beginnt sie sich allmählich zu wiederholen. Sie hat exakt dieselben Statisken in schon mindestens 3 Artikeln verwendet und zitiert ihre Interpretation von “Secular Cycles.”.

    Ansonsten hat zu den Förderraten Ron Patterson (ehemals “Darwinian” bei The Oil Drum”) noch etwas anderes zu sagen:

    http://peakoilbarrel.com/bakken-update-2/
    http://peakoilbarrel.com/opec-proven-reserves/

    • Ert sagt:

      Tja, Gail hat eben in Thema und kondensiert das immer weiter – aber Du hast recht, Inhaltlich oder bez. neuer Thesen oder Gedanken ist bei Ihr in letzter Zeit Stagnation.

      • Marcus Kracht sagt:

        Nur so nebenbei: Sokrates wurde vorgeworfen, er sage immer dasselbe. Er rechtfertigte sich damit, dass die Dinge doch immer dieselben seien. Es mag stimmen, dass Gail Tverberg wiederholt, aber so what? Die Botschaft ist ja nicht falsch. Dass sich Öl auch dadurch “verteuern” kann, dass andere Waren teurer werden und dann weniger übrig bleibt, halte ich für einen erwägenswerten Gedanken und zwar auch für andere Dinge (Autos, Reisen, Computer, …). Bevor die Botschaft bei der Allgemeinheit ankommt, wird sie wohl noch mehr Artikel schreiben müssen. Die werden dann nicht immer voller neuer Ideen sein, aber vielleicht ein neues Publikum finden.

        @Ert: Ein paar Jahre hier oder da sind eigentlich gar nichts. Ich weiß, das wird groß gefeiert. Ich glaube aber, dass der Abstieg recht bald kommen wird. Dazu zeigen zu viele Daumen nach unten.

        — Marcus

        • Ert sagt:

          @Markus

          Gail wird schon immer besser in der Logik und den Details Ihrer Hauptthese – das hatte ich schon geschrieben. Aber um diese eine Sache ein Blog zu bauen und alle 2 Wochen einen neuen Artikel zu schreiben, damit auch der Kommentarbereich weiter lebt ist schon nicht leicht.

          Die Masse wird Sie nie erreichen, aber Sie ist einen fundamentalen Schritt weiter als die klassischen Peak-Oiler Anno 2008 & Co. Ich denke auch Gail hat einen guten Beitrag geleistet das Thema Peak-Oil vom reinen Blick auf den Peak weiter zu entwickeln.

          Das ein paar Jahre plus oder Minus nichts auf die lange Sicht egal ist – das ist schon klar. Nur ist das für mich selber in der zweiten Lebenshilfe schon ziemlich relevant. Da ich nicht davon ausgehe das ich am großen Gang der Dinge viel ändern werde, bin ich dennoch interessiert daran mit welchen Zeithorizont ich bestimmte Dinge angehen sollte bzw. priorisieren muss ;-)

  4. Florian Hoppe sagt:

    Übrigens hat Ron Patterson auf eine Anfrage von mir zu der US-Ölproduktion geantwortet.

    Er meint die Zahlen stimmen nicht. Die Daten der letzten Wochen (auf die sich Querschüsse wahrscheinlich bezieht) basieren auf Schätzungen und Vermutungen, welche wahrscheinlich nach unten korrigiert werden, sobald die tatsächlichen Daten verfügbar sind.

    • Ert sagt:

      Ja, korrekt. Habe ich eben auch bei den Querschuessen als Kommentar geschrieben:

      Detail aus obrigem Link: “The EIA is guessing that production will be up in July. That may be correct but they have no idea what the Bakken produced in July until the North Dakota Department of Mineral Resources tells them. And North Dakota will publish that data in about one month. They, the North Dakota Department of Mineral Resources, will be polling producers and gathering the data until then.”

      Woher kommen dann aber die Juli Zahlen zur Ölproduktion, wenn diese z.B. fuer Bakken erst in 4 Wochen herauskommen?

      Quelle: Kommentare zu: http://peakoilbarrel.com/bakken-update-2/

  5. Florian Hoppe sagt:

    Ok, Patterson hat seine Antwort nochmal ergänzt.

    “However if you take the average monthly production 2012 verses the average monthly production for 2013 from the EIA’s Monthly Energy Review you get an increase of 11%.”

    Somit hätten wir einen Produktionsanstieg, welcher aber nicht ganz so groß ist wie oben angegeben.

  6. Florian Hoppe sagt:

    http://grist.org/climate-energy/why-the-peak-oilers-are-still-right/

    Ein imo. sehr guter Artikel von Richard Heinberg.

Diesen Eintrag kommentieren:

* Hinweis: Dieses Formular speichert Name, E-Mail und Inhalt, damit wir den Ueberblick ueber auf dieser Webseite veroeffentlichte Kommentare behalten. Fuer detaillierte Informationen, wo, wie und warum wir deine Daten speichern, welche Loesch- und Auskunftsrechte Du hast - wirf bitte einen Blick in unsere Datenschutzerklaerung.