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Fridays for Physik-Unterricht… – Keine Energie – kein ‘Fun’

Earthrise - Um dieses Bild zu knipsen war ganz viel Physik (und Energie) notwendig. Absolut nicht CO2-Neutral ;-) Quelle: NASA / Wikipedia, Foto: William Anders

Zu diesem Artikel haben mich mehrere Dinge veranlasst, die ich in den letzten Tagen gelesen hatte:

  • Ein Interview mit VW-Chef Diess und Grünen-Politiker Özdemir über Klimawandel, E-Mobilität & Co. in der Zeit [1]
  • Die "Fridays for Future" Bewegung, die zwar fordert - aber nicht alternativ auch einfach was tut - z.B. aus Protest einfach überall Bäume pflanzt [2]
  • Kommentare in Gail Tverbergs neuem Artikel über die einseitige Bevorzugung von 'erneuerbaren' Energieträgern [3]
  • Sowie ein Artikel von Charles H. Smith über den 'Wahnsinn des grenzenlosen Wachstums', speziell auch in Hinblick auf die Energiefrage [4]

Lange habe ich hier keinen neuen Beitrag verfasst und hoffe mit diesem Artikel das Forum (bzw. die Kommentare) wieder etwas zu beleben.

Mit bestem Gruß,

H.C. (ein Gastbeitrag von H.C. Fricke @ limitstogrowth.de)

Hinweis: Die nachfolgend (schriftlich) niedergelegten Ansichten, Thesen, Analysen, Schlussfolgerungen, Meinungen & Co. müssen nicht mit denen des Betreibers dieses Blogs (peak-oil.com) übereinstimmen.

Physik, Physik, Physik - Haben jung & alt in der Schule gepennt?

Was mir bei der Diskussion um Klimawandel, Wachstum, E-Mobilität und 'erneuerbaren' Energien immer wieder durch den Kopf geht: Verstehen die alle keine Physik und haben auch in Mathe gepennt?

Dass das Physik-Defizit ein großes und allgemeines zu sein scheint, bestätigt (sicher stellvertretend für viele andere Menschen, Politiker und Journalisten) auch Herr Diess, aktuell 'der Chef' von Volkswagen. So wird, dieser in 'Der Zeit' ,folgend zitiert [1]:

“Diess: … Das Beste, was man fürs Klima tun kann, ist es, die Kohlekraftwerke abzuschalten. Das Elektroauto lohnt sich nur, wenn wir es CO₂-frei herstellen und betreiben können.“

Hallo?  Warum stellt VW dann bitte Elektroautos her und investiert viel Geld um in Zukunft noch mehr Elektroautos herzustellen? Warum fragen die Journalisten hier nicht nach? Warum kein Einwand von dem Grünen Özdemir?

Wollte VW (oder Herr Diess) Autos CO2-frei herstellen, dann dürften ja die Arbeiter am Band nicht einmal atmen! Aber es geht ja noch weiter:

  • Reifen bestehen dann auch nicht mehr aus Öl, sondern Zuckerwatte?
  • Schmierstoffe braucht es nicht?
  • Hochöfen für Aluminium und Stahl werden mit PV-Zappelstrom betrieben?
  • Plastik im Auto und für die Kabel auch ohne Petrochemie?
  • Woher kommen die Platinen der ganzen Steuergeräte?
  • Batterie- und Chip-Herstellung ohne Stoffe aus Öl?
  • Minen und Verhüttung der Rohstoffe nur mit Wind und PV?
  • Und natürlich alles mittels 'CO2-freier' Roboterarbeiter?
    • ... die auch noch hergestellt werden müssten.

Gefahren wird dann natürlich nur bei Sonne oder genug Wind. Gibt's mal wieder eine Woche im Winter keinen Solarstrom und Windflaute in Deutschland - dann steht eben die Wirtschaft still und alle bleiben zuhause. Der mit Windkraft betriebene Hochofen kühlt dann ab - und kann dann auch gleich weg geschmissen werden und durch einen neuen ersetzen (fraglich ist nur, wer den dann 'ökologisch korrekt' produziert).

Um mal die Relationen klar zu machen

Elektrizitätsproduktion China. Quelle: [4]

... wie verschwindend gering der Anteil der erneuerbaren Energien ist, muss man sich einfach nur China anschauen. Die billigen Produkte & PV-Pannels aus China sind auch deswegen so billig da sie mit Kohle-Strom und Petrochemie erzeugt werden.

Das bisschen Solarstrom, das auch deswegen nur halbwegs in das Netz integriert werden kann, weil andere Energieträger den Ausgleich schaffen (insb. Gas). Charles H. Smith fasst den Anteil an PV & Wind und dessen Relevanz aus meiner Sicht auch gut zusammen [4]:

"'Erneuerbare' sind ein winziger Teil der weltweiten Stromerzeugung, der gerade ausreicht, um die Vermarktung von verbraucherorientiertem Müll auf der Deponie voranzutreiben."

So ersetzten ja die Erneuerbaren auch keine klassischen Energieträger - sondern werden dafür verwendet den jährlich wachsenden Bedarf zu stillen - dass also letztendlich noch mehr für die Müllkippe produziert werden kann.

So sind denn auch die Erneuerbaren selbst nur ein Produkt der fossilen Ökonomie und nicht ohne diese möglich. Beton für Fundamente der Windkraft-Anlagen, Carbon und Glasfaser für die Flügel, Stahl für die Ständer... ähnlich bei den PV Anlagen. Würden hier noch Batterien hinzukommen, welche einen Teil des Strom des PV-Sommers für den Winter speichern müssten - der Wahnsinn währe sofort offensichtlich.

Würde man dann in China den Kohlestrom abschalten - so wie es Herr Diess vorschlägt [1], dann würden dort ganz schnell die Licher ausgehen und auch dort die Werke von VW keine ca. 4-5 Millionen Fahrzeuge (pro Jahr) mehr produzieren. Den Anteil den der Kohlestrom in China (aber auch in Deutschland) hat - ist aus meiner Sicht nicht ersetzbar. Mit allen scheinbaren 'Alternativen' wäre, bedingt durch deren geringen ERoEI, unsere aktuelle Zivilisation in Form einer technisierten, eng vernetzten und arbeitsteiligen globalen Weltwirtschaft nicht fortsetzbar.

'Erneuerbare Energieträger' funktionieren - aber in einer anderen Welt

Ich habe hier und in meinem Buchprojekt schon oft auseinander genommen, dass es eine Weltwirtschaft mit 100% erneuerbaren Energieträgern aus meiner Sicht nicht geben wird und nicht geben kann. Wollen wir wirklich 100% erneuerbar sein, zu 100% auf fossile Energieträger verzichten, dann bedeutet das den Lebensstil wie vor 1000 Jahren - und natürlich mit ca. 7  Milliarden (oder mehr) weniger Menschen. 'Weltwirtschaft' würde ich das dann nicht mehr nennen...

Und klar: 'Wir' werden diesen Weg gehen - da habe ich keine Zweifel. Ein E-Auto wird aber nicht Teil dieser Welt sein. dazu habe ich dann auch einen schönen Kommentar im Blog von Frau Tverberg gefunden:

"Das (Strom-)Netz hat fertig. Akzeptiert es. Erneuerbare Energien werden entstehen, weil die Alternativen wegfallen werden. Und erneuerbare Energien sind 'zeitweise'. Strom wird also lokal erzeugt und genutzt - und wird nicht genutzt, wenn er nicht erzeugt wird.

Ein Bevölkerungskollaps ist aus vielen Gründen unvermeidlich, nicht zuletzt, da eine moderne Landwirtschaft ohne den massiven Einsatz nicht erneuerbarer Ressourcen nicht (mehr) möglich ist. Wenn der zerstörte Boden wegfällt, wird es Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte dauern, bis er wieder hergestellt ist.

Und meine eigene Meinung zu unserer misslichen Lage: Was wir tun könnten oder könnten, ist nicht relevant, weil wir es nicht tun werden. Im Großen und Ganzen vertraue ich darauf, dass die Natur einen besseren Beitrag zum Ausgleich der Biosphäre leistet, als es die kollektive Weisheit der gierigsten und parasitäresten Arten der Erde jemals erhoffen könnte. Wenn diese Spezies am Ende dieses Prozesses den Weg der Dinosaurier gegangen ist, ist das vielleicht das Beste, was einem kleinen blauen Planeten passieren kann."

Margenstarke fossil-Dinosaurier finanzieren die E-Zukunft?

Nun erst mal weiter im Interview der Zeit mit Herrn Diess und einer Passage der ich voll folgen kann [1]:

"Diess: Wir investieren über 30 Milliarden Euro in die Elektromobilität. Das Geld dafür muss man verdienen. Und das geht am besten mit großen Autos, weil die höhere Margen haben. Ich finde es glaubwürdig, die Zukunft aus dem derzeitigen Geschäft zu finanzieren. Und den Touareg gibt es bald auch als Hybrid. Außerdem bestimmt die Nachfrage unserer Kunden das Angebot."

Herr Diess hat die Verantwortung für einen Konzern mit über 500.000 Mitarbeitern und muss im wirtschaftlichen Spiel so lange mit tanzen wie die Musik spielt - und eben auch nach der Musik, welche die Politik vorgibt. Das verstehe ich voll.

Wenn nun aber die Lösung ist, dass fossile PS-Monster mit bis zu fast 3 Tonnen Gewicht das Geld für die E-Mobilität (von der ich nicht denke, das Sie die Lösung unserer Energie und Mobilitätsprobleme ist) verdienen soll - dann frage ich mich: Wo bitte ist der Gewinn für die Umwelt? Und wann soll der dann eintreten?

Klar sollte sein: Der Trend zu den SUV's mit ihrem höherem Gewicht und schlechterem CW-Wert ist ein ökologischer Wahnsinn. Die Politik hätte hier aus meiner Sicht schon mit Sonderabgaben oder Einschränkungen reagieren müssen. Wer Klimaschutz fordert, E-Mobilität aus 'Klimaschutzgründen' propagiert - der müsste auch etwas gegen die größten (automobilen) Ausgeburten des Wachstumswahns machen: Den SUV. Da dies nicht passiert - sehe ich auch keinen ernsthaften Willen, wirklich etwas zu verändern.

Charls H. Smith fasst auch hier den Zustand wieder treffend zusammen:

"Mit anderen Worten, die technische 'Lösung' für 500 Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (ICE) besteht darin, diese 500 Millionen Fahrzeuge auf die Mülldeponie zu werfen (Recycling ist eine nette Idee, aber nicht immer finanziell praktikabel) und dann die immensen Mengen an Metallen abzubauen Mineralien und Kohlenwasserstoffe benötigt, um 500 Millionen vollelektrische Fahrzeuge zu bauen."

Ja, das schafft Wirtschaftswachstum!

Mein Motto: Fridays for Physikunterricht!

Die jungen Menschen können aus meiner Sicht oft nichts dafür - also das Sie das ganze Spiel, in dem wir Lleben noch nicht verstehen. Wie Informationen verzerrt werden, wie gelogen wird, dass sich die Balken biegen, wie die Wirtschaft wirklich funktioniert, etc. pp. Die Lehrer bringen es Ihnen auch nicht bei - auch mir wurde es in der Schule und dem Studium nicht beigebracht.... von meinen Eltern dann noch weniger.

Norman Paget (Autor: 'End of More') fasst einen Teil - der sich auf die 'erneuerbaren' bezieht - dann auch in einem Kommentar bei Tverberg [3] gut zusammen:

"sieh Dich um...

Entferne geistig alles, was einen Bestandteil von Öl, Kohle oder Gas enthält...

Du sitzt jetzt nackt auf nackter Erde und verhungerst...

Ersetze dann alles, was Du mitgenommen hast, durch alles, was ausschließlich aus der Leistung eines Solar-, Windkraft- oder auch Kernkraftwerks hergestellt werden kann.

Du sitzt immer noch nackt auf nackter Erde und verhungerst..."

Autsch...

Perspektiven?

Gail Tverberg fasst es dann in einem Kommentar zu ihrem eigenen Artikel [3] in Bezug auf die 'erneuerbaren' Energieträger aus meiner Sicht gut zusammen.

"Ich glaube zunehmend an die „Vorherbestimmung“. Die Kräfte der Physik setzen Dinge in Bewegung, die wir sterblichen Seelen nicht wirklich ändern können, selbst wenn wir glauben möchten, dass wir es könnten. Zum Beispiel ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Greta Thunbergs und die AOC diesen Beitrag lesen und ihre Meinung ändern, praktisch Null.

Wir haben uns davon überzeugt, dass wir mehr Kontrolle über die Situation haben als wir es wirklich tun. Es scheint jetzt einen beinahe religiösen Glauben zu geben: „Wenn wir nur richtig handeln und auch die richtigen Führer wählen würden, könnten wir die Situation verbessern. Es ist unsere Schuld, dass sich die Dinge so entwickelt haben. Es liegt in unserer Verantwortung, sie zu reparieren. “

Ich glaube nicht, dass wir (oder unsere gewählten Führer) irgendetwas getan haben könnten, um die Situation zu ändern. Wir folgen einfach mit den Gesetzen der Physik (dissipative Strukturen). Überall im Universum, wo zufällig fossile Brennstoffe verfügbar sind, die genutzt werden können, ist mit genau dem gleichen Ergebnis zu rechnen.

Wir haben nicht die Fähigkeit, das Klima zu verändern, ob wir das gerne glauben oder nicht. Wir können die Menschen dazu auffordern, weniger fossile Brennstoffe zu verwenden, aber sie können sich nicht wirklich davon abhalten, fossile Brennstoffe zu verwenden. Sie können ihren Gesetzgebern nicht sagen: „Wir möchten statt der Asphaltstraßen, die wir heute haben, Schotterstraßen. Bitte hören Sie auf, unsere Straßen instand zu halten.“ Das wäre sicherlich hilfreich, aber würden andere zustimmen, sich der Entscheidung anzuschließen?

Oder sie können ihren lokalen Regierungen nicht sagen: "Keine Sorge, die Wasser- und Abwasserleitungen in unserem Landkreis zu reparieren. Es braucht zu viel Energie aus fossilen Brennstoffen. Wir haben beschlossen, darauf zu verzichten, und denken, dass dies auch alle anderen tun sollten.“ Wir könnten unseren Nachbarn Flugblätter aushändigen, die auch über die Entscheidung berichten. Aber sie würden uns wahrscheinlich auf die 'lustige Farm' schicken, anstatt uns zuzuhören.

Der meiste Energieverbrauch steckt in Dingen, über die wir nie nachdenken. Wir können unsere Nutzung all dieser eingebetteten Energie nicht wirklich ändern. Jedes Mal, wenn wir unseren eigenen Energieverbrauch reduzieren, haben wir mehr Geld in unseren Taschen. Wir geben das Geld für etwas anderes aus und haben wahrscheinlich wieder den gleichen Energieverbrauch, den wir sonst gehabt hätten.

Eine andere Idee ist, freiwillig obdachlos zu werden und andere zu ermutigen, dasselbe zu tun. Ich erwarte auch nicht, dass sich das durchsetzen wird."

Gerade den letzten Satz finde ich sehr passend - und ich glaube, dass solch eine Aussicht auch keinen 'Appeal' auf die Freitags-Schüler hat ;-)

Mein Fazit

Entwicklung von Welt-BIP und Primärenergieverbrauch. Quelle: Gail Tverberg

Fridays for Future? Klar, immer! Aber Greta bleibt dann bitte auch in Schweden - und jettet nicht mehr in der Welt rum. Smartphone, Pizza-Bringdienst, Primark & Co. sind dann auch vorbei. Dann wird wieder gestopft und die 'Äpp' ist die harte Arbeit auf dem Feld. Zumindest anfangen können die Jungen damit schon mal - einfach Bäume Pflanzen, oder Beeren-Büsche, Blumenwiese, Rucola, Mangold, etc. pp aussähen. Guerilla-Übernahme der Parks und leeren Rabatten!

Wenn die Leute in Äthiopien 354 Millionen Setzlinge in 12h Pflanzen können - dann werden doch 1 Million Jugendliche in einer Deutschland weiten Schul-Aktion zumindest 3,5 Millionen pflanzen können, oder?

Dass dieses ganze 'CO2-frei' Getue ziemlich sinnfrei ist - ich hoffe, das ich das (aus meiner Sicht) noch mal klar gemacht habe. Wer davon weiter redet, soll sich bitte die Lumpen anziehen und barfuß von A nach B gehen - oder bitte etwas Nachhilfe in Physik und Mathe nehmen.

Schaut ich auf die nebenstehende Grafik - die ich ja fast in jedem Artikel hier nutze - sollte klar werden, das mehr Wirtschaftswachstum, mehr Menschen, mehr Autos auch bedeutet, das wir global gesehen mehr Energie verbrauchen. Wer die Illusion hat, dass dass alles mit PV & Wind geht - und sich dabei dann auch nichts fundamental ändert, der mag weiter auf seiner Wolke-7 leben.

Wer 'weniger CO2' will - der will Degrowth - also Wirtschaftsschrumpfung. Finde ich o.k.! Zuerst würde ich viel vom billigen 'Plastemüll' verbieten, dann noch Autos mit mehr als 80 PS bzw. mehr als 1000 Kg Gewicht. Alle Produkte müssen min. 10 Jahre Garantie haben und reparabel sein - damit die Hersteller keinen 'Scheiß' produzieren. Ach, da fällt mir noch vieles ein, was die Dinge besser für alle macht - ohne etwas substantielles zu verbieten.

Schönen Tag noch - und vergesst nicht zu leben.... das könnte kürzer sein, als viele denken (wenn nicht fundamental was passiert...).

 


Quellen / Links

52 Kommentare to “Fridays for Physik-Unterricht… – Keine Energie – kein ‘Fun’”

  1. Markus Mayr sagt:

    Daher habe ich den Artikel bei einem guten Glas Rotwein gelesen. :-)

    Die E-Mobilität wird kommen, jedoch anders als viele denken.

    -Erstens werden sich diese nur die oberen 1 bis 10% der Weltbevölkerung leisten können.
    – Zweitens werden sie zum großteil mit Kohlestrom betrieben
    – Drittens der Rest fährt E-Bike oder Rad.

  2. Hendrik Altmann sagt:

    Niemand wird in der Zukunft Elektroauto fahren oder Bäume pflanzen wenn wir die nächsten Jahrzehnte weiter so viel Treibhausgase in die Atmosphäre ballern, auch das ist Physik, es ist einfach entweder wir verabschieden uns von den fossilen Brennstoffen oder wir verabschieden uns von unserer Zukunft…

    Komme wir zur Physik hier fehlen mir zu wenig Beispiele wo Formeln oder Berechnungen auftauchen die belegen das wir nackt auf dem Stein sitzen und verhungern.

    Zitat vom Zitat: Wir haben nicht die Fähigkeit, das Klima zu verändern, sorry Frau Tverberg da drehen sich die Physiker im Grabe um, der Treibhauseffekt lässt sich durch einfachste Experimente Beweisen und auch errechnen…bzw. wurde tausende male bewiesen durch Experimente und Berechnungen sowie durch den Abgleich in der Umwelt.

    Wir haben heute einen Gesamterntefaktor (ERoEI) von etwa 15 reinvestieren also ca 6,6 % unserer Energie wieder zurück in die Energieversorgung bei Erneuerbaren in Kombination mit Nuklearkraft stehen wir bei einem Erntefaktor von 10 bis 8 reinvestieren also 10%-12,5% der Energie wieder zurück, die Differenz beträgt also 3,4%-5.9% mehr reinvest.

    Die Frage ist würde uns 3,4-5,9% mehr reinvest in die Steinzeit zurück bringen?

    Ich denke nicht aber es würde sehr teuer werden und zu einem signifikanten Rückgang im Wohlstand führen.

    Zum Vergleich ein Temperaturanstieg von 3-4 Grad Celsius würde 33-50% unserer Produktivität reservieren jedes Jahr, nur um mit den Veränderungen mitzuhalten und zu überleben, dies ist weit teurer als die Umstellung auf Erneuerbare und Atomkraft.

    Ein Temperaturanstieg von 3-4 Grad Celsius ist wahrscheinlich auch zu teuer als das wir uns dies leisten können, ein Zusammenbruch der Zivilisation ist hier dann sehr wahrscheinlich.

    Wir haben gar keine andere Wahl den Weg von den Fossilen weg zu gehen, hier ist gar keine andere Option.

    Weder reichen die Fossilen weitere 100 Jahre allein bei dem jetzigen Verbrauch noch würden wir die rapiden Klimaveränderungen überleben die diese Freisetzung von Treibhausgasen mit sich bringen würde, also rein aus Gründen des Überlebens sollten sich die jungen Generationen für ein Weg von den fossilen stark machen.

    Und Bäume Pflanzen wird uns nicht retten das ist ein reines Luftschloss, da wo Vegetation wachsen kann wächst auch Vegetation, ganz natürlich, es ist ja nicht so das die Pflanzenwelt hier auf unsere Hilfe angewiesen ist, jeder der einen Garten hat weiß wie schnell der zuwuchert wenn wir nichts im Garten machen.

    Äthiopien hatte mal deutlich über 30% Waldfläche jetzt sind es vielleicht noch 3%, starke Abholzung für Agrar und Wohnflächen sowie den Holzhunger in den modernen Industriestaaten hat dazu geführt, die Frage ist wird das Pflanzen dieser Bäume das ändern?

    Natürlich nicht, dies ist eine große PR Aktion mehr nicht um wahrscheinlich Gelder zu bekommen die in der Korruption versinken die wie eine Krake über den meisten Ländern auf dem afrikanischem Kontinent sitzt.

    Die Bäume werden sobald es einen Nutzen bringt oder sie überhaupt wachsen gefällt und zu Geld gemacht in dem armen Land…den damit Umweltschutz funktioniert muss erst mal ein bestimmter Grad an pro Kopf Produktivität erwirtschaftet werden was ich in Äthiopien einfach nicht sehe, zumal das Land eine schnell wachsende Bevölkerung hat und diese extrem arm ist…

    Derweil brennen in den Nördlichen Breitengraden immer häufiger und immer intensiver Wald und Buschland oder auch ganze Torf Landschaften, die borealen Wälder werden wohl verschwinden auch hier in Deutschland hat die Forstwirtschaft große Probleme besonders mit ihren Fichten Monokulturen die auf die neuen klimatischen Bedingungen nicht eingestellt sind und im Amazonas Gebiet nimmt Regenwaldverlust wieder zu.

    Derzeit sind wir noch auf vollen Kurs uns selbst die Lebensgrundlage zu nehmen und zwar in einem Rekordtempo und wenn wir so weitermachen wird das Massenaussterben im Perm/Trias ein Witz gegen dieses jetzige sein.

    • Hendrik Altmann sagt:

      PS: Durch die Hitzewelle 2018 sind Deutschland ein großer Teil der neu gepflanzten Bäume abgestorben selbst Bäume die 2017 und 2016 gepflanzt wurden, die große Trockenheit in Kombination mit den noch flachen Wurzeln der Jungbäume hatte viele Bäume dahingemacht.

    • h.c. sagt:

      Zitat vom Zitat: Wir haben nicht die Fähigkeit, das Klima zu verändern, sorry Frau Tverberg da drehen sich die Physiker im Grabe um, der Treibhauseffekt lässt sich durch einfachste Experimente Beweisen und auch errechnen…bzw. wurde tausende male bewiesen durch Experimente und Berechnungen sowie durch den Abgleich in der Umwelt.

      Hallo Hendrik,

      Ss wie Gail das schrieb meinte sie, das es faktisch ausgeschlossen ist das wir Menschen als Gesamtheit einfach die Fossilen nicht nutzen – also alle. Keiner greift nach den Bonbons – alle lassen Sie vergammeln.

      Ich denke das ist unwarscheinlich – speziell bei >7,5 Milliarden Menschen.

      Auch hier hatten wir es doch schon oft: Das Thema das 7,5 Milliarden eben die Energie X brauchen um weiter zu leben – das ist ein Thema was faktisch nirgends diskutiert wird. Selbst China hat die 1-Kind Politik aufgeweicht.. in DE ist ein Bevölkerungsabbau nicht mal ein Thema… hier schwadronieren viele Politiker & Co. von Immigration um die 80 Millionen zu halten – anstatt 20 Millionen anzustreben und die Infrastrukturen entsprechend zu konsolidieren.

      Weiterhin denke zumindest ich (und ein paar andere), das das Zeitfenster zum Handeln faktisch schon lange verlassen wurde. Klar können wir noch immer handeln.. aber wer ist der erste in Deutschland der auf – sagen wir mal – 50% seines Gesamt-Energetischen Fußabdrucks verzichtet? Damit würde der Durchschnitt ja immer noch krass über dem Leben, was die Erde trägt….

    • h.c. sagt:

      @Hendrik,

      die Frage die ich Dir gerne noch stellen mag: ‘Wie siehst Du das Verhalten unserer Wirtschaftsführer, Politiker & ‘Lenker’ in der ganzen Thematik?’

      Deine Kritik an Gail & Co. – mag ja durchaus o.k. sein. Aber wenn die Spitzen der Wirtschaft und Politik sich so blauäugig (und unwissend) zeigen wie Sie es tun (mal unabhängig davon was Sie ggf. wirklich denken – ich hoffe die sind schlauer als Sie tun)… auf welcher Basis soll da schnell genug umgestellt werden? Also gesetzt dem Fall das es nicht schon viel, viel zu spät ist (wovon ich ja eher ausgehe: https://limitstogrowth.de/2019/06/25/klimawandel-ein-problem-nicht-fuer-die-erde-maximal-fuer-den-menschen/).

      • Hendrik Altmann sagt:

        Ich bin sehr unzufrieden mit dem Handeln der Politik in Sachen Klimawandel und dem Wandel der Energieinfrastruktur und Industrie.

        Der Punkt ist das völlig falsch gefördert wurde was dazu geführt hat das Windkraft und Solaranlagen an wenig effizienten Standorten verbaut wurden die ohne hohe Subventionen nicht zu halten sind.

        Darüber habe ich mich ja schon seit einiger Zeit hier auf der Seite ausgelassen, eine weltweite CO2 Steuer sollte allerdings deutlich effektiver sein oder zumindest eine europäische.

        Natürlich bräuchte es auch große Reformen für die Land und Forstwirtschaft.

        Dabei finde ich eine Steuer für Produzenten von Kohle, Öl oder Gas sinnvoller und/oder höhere Importzölle für diese Rohstoffe als eine Steuer einfach auf jeden Verbrauch.

        Das Ziel sollte sein das fossile Brennstoffe unwirtschaftlich werden, wenn dieses Ziel nicht erreicht wird durch die Maßnahmen machen wir definitiv etwas falsch und werden dafür in Zukunft teuer bezahlen, nein nicht wir aber die Generationen nach uns.

        Wenn das Zitat von Tverberg so gemeint war das es schwierig wird das auf den Vorteil von noch billigen fossilen Brennstoffen verzichtet wird stimme ich dem zu, es wird sehr schwierig werden aber das bedeutet nicht das wir einfach aufgeben können.

        Was mich auch ärgert ist das ich gelesen habe das viel Geld in die Wälder gesteckt werden soll, was denke ich so ablaufen wird das die Forstwirtschaft Gelder bekommt für Klimaschäden an den Wäldern was nicht sein sollte, denn das die Forstwirtschaft Monokulturen besonders in Fichte anlegt sollte im Gegenteil sanktioniert werden und nicht noch subventioniert.

        Dazu kommt das das Holz aus der Forstwirtschaft der Nutzung durch den Menschen zukommt für Papier Möbel, Bau, Pellets für Öfen usw. Das CO2 was hier im Wachstum gebunden wurde wird hier zum Großteil wieder freigesetzt.

        Wenn die Bundesregierung wirklich was tun möchte werden neue Schutzgebiete ausgewiesen die für die Forstwirtschaft tabu sind und nicht einfach Gelder umverteilt die nicht ein bisschen was für den Umweltschutz bringen genau wie das EEG usw.

        Aber selbst wenn wir neue Schutzgebiete ausweisen reicht das nicht den der Holzhunger Deutschlands wird schon lange nicht mehr nur aus Deutschland gespeist, viele Firmen betreiben regelrechten Raubbau an den osteuropäischen Wäldern welche noch recht natürlich und keine kranken Monokulturen sind.

        https://www.youtube.com/watch?v=LdlPy57_BqA&t=1545s

        Hier eine Dokumentation über den illegalen Holzeinschlag in Osteuropa.

        https://www.youtube.com/watch?v=VW4PQmOsaKA

        Und hier eine über die Abholzung in Südamerika.

        Dazu brennen jedes Jahr mehr Wälder und Buschland ab besonders in den nördlichen Breitengraden.

        • Patrick sagt:

          Da ich dem Holzsektor beruflich nahe stehe, kann ich dir sagen, dass ganz sicher nicht einfach nur “neue Fichten” gepflanzt werden.
          Der gesamte Forstsektor diskutiert seit einigen Jahren über die Probleme, die vor allem Fichte und Buche in Deutschland haben.
          Die Ficht hat ihren Platz, aber nicht in der Fläche überall, sondern an bestimmten passenden Standorten in Höhenlagen.
          Der Umbau in Mischwälder ist schon seit Jahren im Gang. Das Problem ist aber, dass das Entscheidungen sind, die heute getroffen werden, aber ob sie richtig sind wird sich erst in vielen Jahrzehnten zeigen.
          Denn das Ganze muss sich ja auch irgendwie rechnen.
          Niemandem nützt es, wenn man heute die tollsten Baumarten pflanzt, die später aber keine Verwendung finden und nur als Brennholz enden.
          Dazu gibt es wieder mal die völlig verbohrten ideologischen Sichtweisen von Greenpeace und co, die dann rumjammern, dass Baumart X aber hier gar nicht heimisch ist und daher nicht hierher gehört (was bei der menschlichen Migration komischerweise völlig egal zu sein scheint), obwohl es dann doch gar nicht so klar ist, ob das nicht vor der letzten Eiszeit doch ganz anders war.
          Alles in allem: völlig am Thema vorbei, unpragmatisch hoch zehn.

          Und das Ausweisen von Schutzgebieten bringt auch Probleme mit sich. Zum einen wird eine nachwachsende Ressource der Verwendung entzogen und zum anderen ist längst erwiesen, dass der Holzzuwachs in Kulturlandschaften (unsere normalen Wälder) höher ist als in Schutzgebieten. Nationalparks haben wir inzw. wirklich reichlich.

          Und ja – man muss auch mal einen Baum fällen, um etwas daraus zu produzieren, was wir aller benötigen. Wir sind auf eine Verstetigung der Produktion angewiesen bei 7,x Mrd Menschen mit steigender Tendenz. Alles andere ist doch Humbug.
          Und gerade Holz kann sehr vielfältig und nachhaltig genutzt werden, im Optimalfall in der Kaskadennutzung.

          Im übrigen würde ich sagen: wenn es mit den fossilen Brennstoffen eng wird (ob gewollt oder ungewollt), werden die Wälder als erstes dran glauben.
          Das hat man schon in Griechenland in der Krise gesehen. Selbst da muss ab und an wohl geheizt werden.
          Wie sähe es wohl im deutlich kälteren Deutschland aus?

          • Michael Egloff sagt:

            Es ist jetzt das erste Mal, dass ich die direkten und indirekten Auswirkungen des Klimawandels am eigenen Leib verpüre: fast alle meine Laufstreken im Wald in der näheren Umgebung sind abgesperrt, wegen massiver Holzfällungen durch Dürreschäden und Borkenkäferplage. Klar, irgendwann sind die riesigen Holzmengen abgefahren und meine Trainingsstrecken wieder frei. Nur werde ich dann nicht mehr im Schatten hoher Bäume rennen, sondern in der prallen Sonne auf größeren Teilstrecken.
            Im Thüringer Wald hat man jetzt in Borkenkäferfallen bis zu 20000 Käfer pro Falle und Woche gefunden. 3000 Käfer pro Falle und Woche gelten als Alarmsignal für explodierende Käüferpopulationen. Jetzt also bis zum 7-fachen!
            Unsere Lebensweise hat Auswirkungen, an die man zunächst garnicht denkt. Und es werden weitere unliebsame Überraschungen auf uns zukommen.
            Grönland verzeichnet derzeit Temperaturen bis über 20 Grad, am nördlichen Ende von Grönland um 10 Grad. Plus, natürlich! Bzw. unnatürlich!

            https://www.wetteronline.de/wetterticker/massive-eisschmelze-in-groenland-201908042472379

            Offensichtlich geht alles noch schneller, als sich selbst viele Wissenschaftler des IPCC das vorgestellt haben.

            • Patrick sagt:

              Genau so sieht es bei mir im Wald auch aus. Die Fichten-Bestände fallen wie die Fliegen.

              Das liegt daran, dass die Bäume durch Sturm und Trockenheit eben geschwächt sind und daher dem Käfer nicht mehr ausreichend Wiederstand leisten können.
              Gerade Flachwurzler leiden unter den o.g. Problemen.

              Deshalb hatte ich auch den Artikel oben verlinkt, der ein bisschen erzählt, wie es dazu kam, dass wir soviel Fichten gepflanzt haben.
              Z.B. das Sauerland (da wo ich herkomme) war früher ein Mischwald, der dann zunehmend mit Fichten bepflanzt wurde, weil diese eben für viele Ansprüche optimal waren, und seit einigen Jahren findet wieder ein Umbau in Richtung Mischwald statt.
              Das ist also alles nicht ganz neu, bekommt nur aufgrund der aktuellen Probleme einfach eine andere Dringlichkeit.
              Wenn diese Trockenheit mit dem Klimawandel zusammenhängt, dann könnte man das also tatsächlich als eine Folge davon ansehen.

              Grundsätzlich sind es aber Kulturlandschaften, die Menschen angelegt haben. Diese müssen nun wieder den neuen Umständen angepasst werden. An sich kein allzu dramatischer Vorgang, wenn man das in einem etwas nüchteren Kontext betrachtet.
              Dass das gesellschaftlich natürlich schon problematisch ist (für die Waldbesitzer, für die ganze holzverarbeitende Produktionskette…) ist klar.

              So oder so, ich denke nicht dass wir wirklich viel daran ändern können, außer daraus intelligente Schlüsse zu ziehen und uns anzupassen.

              PS: Ich finde den von H.C. gewählten Titel Fridays für Physik-Unterricht hervorragend. Er spricht nämlich genau das richtige an.

              • Michael Egloff sagt:

                Hallo Patrick,
                leider sind keinesfalls nur Fichten befallen. Auf meinem Hausberg habe ich innerhalb von 4 Wochen ein 100%-Sterben von Kastanienbäumen bemerkt (mehrere zig Exemplare). Die waren noch im Frühjahr vital.
                Auch bei Eichen, Erlen und sogar den so standortgerechten Buchen gibt es erhebliche, offensichtliche Schäden bis hin zu einzelnen abstebenden, oft noch nicht einmal sehr alten Bäumen.
                Die derzeitigen teils starken Schauer haben bisher nur in Tiefen bis ca 15 Zentimeter zu einer etwas besseren Durchfeuchtung geführt. Die für Teifwurzler relevanten Bodenschichten zwischen 30 und 180 Zentimeter sind nach wie vor viel zu trocken.
                Wenn ich mir ansehe, wie schnell die Schädigung der Bäume voranschreitet, wird mir schon mulmig. Die personell ohnehin auf Kante genähte Forstwirtschaft kommt mittlerweile nicht mehr mit dem Fällen hinterher, geschweige denn mit dem Abtransport der gefällten Bäume. Und 2 Jahrgänge an neugepflanzten Bäumen sind zu einem ziemlich großen Prozentsatz eingegangen. Wir können nur auf Monate mit länger anhaltendem Landregen hoffen.

              • Patrick sagt:

                Ja, die Buche hatte ich eingangs auch erwähnt. Die scheint ebenfalls echte Probleme zu haben.
                Aber wenn ich mich im Wald umschaue, dann ist es zumindest oberflächlich völlig klar: die Monokultur-Bestände sterben rasant ab. Aber die Mischwälder sehen deutlich besser aus. Sicherlich haben die aktuell auch Stress, aber kein Vergleich zu den Fichten.

                Ich kann mir schon vorstellen, dass diese Trockenheit seit letztem Jahr mit den klimatischen Veränderungen zu tun hat. Aber die Probleme mit den Fichten sind definitiv nicht neu und altbekannt. Schon vor über 10 Jahren bei Kyrill war klar, dass hier ein Umdenken stattfinden muss.

                Die Wahrheit liegt vielleicht wie so oft in der Mitte ;-)

          • Michael Egloff sagt:

            Hier übrigens Satellitenaufnahmen der riesigen Qualmwolken mit teils mehreren tausend Kilometern Ausdehnung übder der nördlichen Hemisphere, vor allem über Sibirien:

            https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/russland-feuer-in-sibirien-haben-auswirkungen-auf-das-klima-a-1280022.html

          • m. sastre sagt:

            Ich bin auch immer wieder erstaunt, welche Umstände mittlerweile als Beweis für dieses und jenes herangezogen werden. Gerade eben, welcher Denkrichtung man anhängt, wird alles so gedeutet, wie man es gerade braucht.
            Das Monokulturen grundsätzlich anfällig sind für alle möglichen Belastungen, weiß jeder Landwirt, jeder Gärtner, jeder Biologe und jeder klar denkende Mensch. Die Fichtenwälder in Deutschland kränkeln seit jeher. Nicht immer durchgehend, nicht überall gleich, aber wenn die Fichte die am besten für die deutschen klimatischen Bedingungen angepasste Baumart wäre, dann würde sie sich von alleine ausbreiten und es gäbe aus natürlichen Ursachen keine Mischwälder. Die Entscheidung für Fichten-Monokulturen war auch eine Entscheidung, mit den vielen Widrigkeiten umgehen zu müssen. Vielleicht hat man das nicht von Anfang an erkannt, es ändert aber nichts an dem Umstand.
            Man denke nur an die vielen Kartoffelkrankheiten, wie Kartoffelfäule und Kartoffelkäfer, die in der Nachkriegszeit ganze Ernten vernichtet haben und früher in Irland zu einer schlimmen Hungersnot geführt haben. Heute würde man sicherlich den Klimawandel als ursächlichen Faktor ausmachen.
            Das der Waldbestand in Deutschland zunimmt (zunehmen kann), liegt aber leider auch darin begründet, das Land- und Fortswirtschaft zunehmend ausgelagert werden. Bau- und Feuerholz kommen zunehmend aus Bulgarien, Rumänien und dem Baltikum. Futtermittel aus Südamerika. Biokraftstoffe aus Palmöl aus Malaysia und Indonesien etc. In der Gesamtbilanz vermute ich, das die land- und forstwirtschaftliche Flächennutzung in Deutschland massiv zugenommen hat, nur mit dem Umstand, daß wir mitlerweile weltweit Zugriff nehmen und unsere nationalen Bilanzen damit schönen.
            Hier im Forum gab es mal die Übereinkunft, daß der Klimawandel nur mittels Klimadaten und nicht mit dem allgemeinen Wettergeschehen nachgewiesen werden könne. Das fand ich eigentlich ganz vernünftig.
            Hier auf Mallorca bestehen die Waldflächen zum allergrößten Teil aus Aleppokiefern. Der hiesige Begriff “Pino” wird fälschlicherweise gerne mit Pinie übersetzt, von der es aber nur sehr wenige Exemplare auf der insel gibt. Die Aleppokiefer ist, ebenso wie die Fichte in Deutschland, das Ergebnis einer Wiederaufforstung, nach einem radikalen Kahlschlag, bei dem der heimische Mischwald, bestehend u.a. aus Steineichen, weitestgehend abgeräumt wurde. Das Ergebnis ist das selbe, wie in Deutschland. Immerwiederkehrende Probleme mit Schädlingen, Trockenheit (Wasserhaushalt), erhöhte Waldbrandgefahr, großflächige Schäden bei Extremwetterereignissen wie Windfall und eine verringerte Artenvielfalt. Die wenigen Mischwälder haben all diese Probleme nicht. Aber die beschriebenen Probleme gibt es eben, seitdem der Wald hier so umgeformt wurde und nicht erst seit Beginn der Klimadiskussion.

            • Michael Egloff sagt:

              Die Mischwälder haben die Probleme nicht?
              Dann schaue Dir mal den Hainich in Thüringen an, einem Muster an (bisher) standortgerechter Zusammensetzung mit über 90% Laubbäumen. Auch dort gibt es größerflächige, rasant zunehmende Baumschäden und zahlreiche bereits abgestorbene Bäume.
              Ich habe ein Interview mit einem älteren Förster gesehen, der sein Revier im Hainich hat. Er sagte, dass er nie in seinem Berufsleben ein annähernd ähnliches Maß an Baumsterben und Baumschädigung gesehen hat.

              • m. sastre sagt:

                Die Streßfaktoren sind zweifellos dieselben. Aber das ein Mischwald, als funktionierendes Ökosystem mit diesem Streß besser klarkommt, merkt man schon, wenn man nur dieser Tage durch einen Mischwald geht. Aber wer sucht, der wird natürlich finden. Kein Wald ist gegen alles gefeit.
                Wenn ein Förster über seinen Wald redet, höre ich auch interessiert zu. Dabei kann man nur lernen. Die in Rede stehende Zeitspanne der beruflichen Erfahrung eines älteren(!)Försters mit vielleicht 35Jahren(?) Berufserfahrung sind allerdings kein ausreichender Zeitraum, um solche Aussagen zu bewerten.

              • m. sastre sagt:

                In deiner Gegend halte ich auch die übermässige Verdichtung des Waldbodens durch fanatische Läufer für eine plausible Erklärung!
                Denk bitte daran, bei diesen Temperaturen ausreichend zu trinken. Dies ist für die Funktion unserer Nieren sehr wichtig;-)

  3. Hendrik Altmann sagt:

    Derzeit ist der Holzpreis praktisch im Keller, da ein großes Überangebot aufgrund der vielen gefällten kranken und toten Bäume besteht. Ja der Wald wird umgebaut und das kostet Zeit nur ob dieser Umbau erfolgreich wird ist noch fraglich da sich unser Klima in die Richtung des Klimas welches in Spanien und Griechenland besteht entwickeln wird.

    Nur das die Bäume im Mittelmeerraum nicht so toll sind für die Holzindustrie wie Fichte und Douglasie da diese viel schneller wachsen und schön gerade Stämme haben, die Produktivität wird also mittel und besonders langfristig sinken.

    So in Zukunft wird es natürlich noch Wälder geben in Deutschland deren Produktivität wird allerdings deutlich geringer ausfallen, besonders da in Deutschland die Temperaturen überdurchschnittlich stark steigen als im globalen Mittel.

    Da sich der Klimawandel noch weiter stark beschleunigt und ab 2030 noch mal stark an fahrt aufnimmt wenn wir den ersten eisfreien Arktismonat sehen werden wird ebenso der Stress für die Wälder noch weiter stark steigen, bedeutet das kranke Bäume und Schädlinge sehr wahrscheinlich weiter zunehmen werden und die Holzindustrie weiter leiden wird, langfristig dürfte Holz deutlich teurer werden, die selbe Entwicklung wird es so ähnlich auch für die Agrarwirtschaft geben.

    Ohne mehr Schutzgebiete können wir aber auch Diskussion sein lassen über das “mehr” Bäume pflanzen, denn in den Wirtschaftswäldern wird immer aufgeforstet die Flächen müssen schließlich Rendite abwerfen, ich habe nur ein Problem damit wenn Steuern die für den Umweltschutz gedacht sind Forstbesitzern zugute kommen anstatt damit Land zurück zu kaufen und dieses als Schutzgebiete auszuweisen, warum sollten meine Steuern den Forstbesitzern als nettes Zubrot dienen?

    Das ist praktisch nur Umverteilung von Geldern Richtung Holzindustrie…

    • Hendrik Altmann sagt:

      Ich beziehe mich hier auf Aussagen von Julia Klöckner welche praktisch eine lupenreine Lobbyistin für die Agrar und Forstwirtschaft ist und Aussagen Sie will mehr Geld Richtung dieser Industriezweige lenken für den Klimaschutz bedeuten nur sie will das Wir alle hier den Konzernen und Betrieben die Ausfälle bezahlen die diese durch den Klimawandel erleiden…mit Umweltschutz hat das sehr wenig zu tun aber wird eben gerne als dieser getarnt.

    • Patrick sagt:

      “Nur das die Bäume im Mittelmeerraum nicht so toll sind für die Holzindustrie wie Fichte und Douglasie da diese viel schneller wachsen und schön gerade Stämme haben, die Produktivität wird also mittel und besonders langfristig sinken.”

      Das stimmt. Wobei die Douglasie durchaus schon eine Alternative zur Fichte ist. Zumindest in einigen Regionen geht sie bislang sehr gut an. Aber in Zukunft muss für jeden Standort je nach Boden und Lage ein indiviudeller Mix gefunden werden, der passt.

      Ich halte Schutzgebiete für wenig sinnvoll. Dass haben ziemlich umfangreiche Untersuchungen in den letzten Jahren gezeigt. Einzig Umweltschutzverbände drängen immer wieder da drauf, übersehen aber, dass der Zuwachs geringer ist und das benötigte Material ja irgendwo herkommen muss.

      Abgesehen davon leistet der Forst ja auch einen Beitrag, Co2 für längere Zeit zu binden, von daher ist Holznutzung sicherlich in vielen Fällen erheblich sinnvoller als Beton, Stahl & Co. zu verwenden wo es nicht unbedingt sein muss.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Wenn der Holzkonsum gleich bleibt stimmt das schon, der Holzkonsum müsste eben auch reduziert werden, besonders bei Pappe und Papier sind hier noch Möglichkeiten die ungenutzt bleiben aber auch sollten Möbelstücke länger genutzt werden usw.
        Das wird wohl aber nur über höhere Preise geschehen die wir längerfristig auch automatisch bekommen werden.

        Der Douglasie wird es längerfristig auch zu warm und trocken werden in Deutschland, um Bäume die sich in der Mittelmeer Region behaupten kommen wir wohl nicht herum.

        Hier ist heute eine schöne Zusammenstellung von Klimadaten aus Deutschland im Spiegel zu finden die sehr gut aufzeigt wie schnell sich bereits jetzt schon das Klima in Deutschland wandelt, Deutschland erwärmt sich schneller als die Temperaturen im globalen Mittel die 2,0 Grad Celsius sind wir greifen wir die letzten Jahre hier bereits an während die Temperaturen im globalen Mittel um 1,4 Grad stiegen.

        Auch sind wir dabei die Temperaturen der letzten besonders ausgeprägten Eem Warmzeit zu brechen wo die Meeresspiegel ca. 4-6 Meter höher standen und bewegen uns damit in eine Erwärmung die es seit dem Anbeginn der Menschheit noch nicht gegeben hat.

        https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wetter-daten-rekord-sommer-wie-warm-war-2019-im-vergleich-zu-2018-a-1280048.html

        • Patrick sagt:

          Beim Papier siehts eher andersherum aus.
          In Europa stagniert das sicherlich…wobei auch hier noch Unmengen an Potenzial besteht. Wenn ich alleine bei uns im Unternehmen sehe, wieviele “Papiertiger” es alleine für bürokratischen Schwachsinn gibt, den der Staat aber vorgibt. Irre!

          Aber gerade die Mittelschicht in Asien wird den Papierverbrauch enorm erhöhen. Die wollen nämlich auch gerne Taschentücher und Klopapier haben – das ist da in vielen Teilen nämlich noch ein Luxusprodukt. Aber die Segen der Zivilisation wollen auch dort gerne genossen werden. Gerade die Skandinavier haben viel Material nach Asien verkauft.
          Und auch die vielen Plastik-Ausstiege werden ihre Spuren hinterlassen. Volvo will in den nächsten Jahren komplett auf Plastikverpackungen in der gesamten Prozesskette verzichten. Daher reibt man sich bei den Kartonagen/Pappe Hersteller schon die Hände.
          Irgendwo muss es am Ende eben doch immer herkommen.

          Großflächtige globale Aufforstungen werden wohl nicht so schlecht sein. Sperrholz gibt es schon seit Jahren im großen Stil aus schnellwüchsigem Plantagenholz. Ich denke man wird um so etwas nicht herumkommen.

          Zum Thema “Dinge länger benutzen”:
          Das sehe ich auch so. H.C. hat da ja ganz richtige Beispiele genannt. Statt alberner Fahrverbote, oder lächerlicher Ausstiege aus quasi allem könnte man doch mal was wirklich sinnvolles machen, ohne gleich die Gesellschaft vor die Wand zu fahren und zu spalten. Wie die massive Besteuerung von schweren PKWs, verbunden mit einem Tempolimit…die Anreize müssen dahin, dass man nichts größeres kauft, als man wirklich im Alltag braucht. Und wenn die gesetzliche Garantie verlängert wird, werden alle Gerätschaften auch automatisch wieder reparatur-freundlicher gebaut.
          So was wird aber nicht mal ansatzweise diskutiert..

          • Michael Egloff sagt:

            Deutschland war ja schon 2 mal weitgehnd entwaldet: einmal vor der großen Pestkatastrophe im Mittelalter (danach erholten sich die Wälder wieder wegen der stark reduzierten Bevölkerungszahl) und dann nach der Renaissance-Zeit durch wieder stark steigende Bevölkerungszahlen. Erst als Kohle und später Öl und Gas als Energieträger genutzt werden konnten lies der Druck auf die Wälder nach.
            Außerdem kann Deutschland seinen Holzbedarf durch Importe aus vielen anderen Ländern stillen. Diese für die Wälder gute Ausgangslage wird noch 1, 2 oder maximal 3 Jahrzehnte andauern, bevor der vorraussichtlich der Druck auf die einheimischen Wälder wieder stak zunehmen wird. Waldkrisen durch eventuelle starke Klimaveränderungen mal ausgenommen.
            In Afrika z.B. sieht das Ganze schon völlig anders aus: Holz und Holzkohle sind dort für die ärmere Bevölkerung (also die Mehrheit) der wichtigste Energieträger. Klar, es gibt in einzelnen Ländern manchmal spektakuläre Baumplanzungsaktionen wie jetzt in Äthiopien. Nur haben diese Bäume kaum eine Überlebenschance, wenn die Bevölkerungszahl dort Ende der 50er Jahre von 110 Mio heute auf 250 Millionen hochgeschnellt ist, immer mehr Ackerfläche und immer mehr Bau- und Brennholz benötigt wird.
            Das gilt erst recht für afrikanische Staaten, die nicht wie Äthiopien solch vorbildliche Pflanzaktionen durchführen. Gerade auch z.B. in der südlichen Sahel-Zone Werstafrikas, wo es vor einiger Zeit ebenfalls größere Pflanzaktionen gab, wird durch den gerade dort schnell steigenden Bevölkerungsdruck (ca. 3% Steigerung pro Jahr) dieser Erfolg schon heute teilweise wieder zunichte gemacht. Afrika wird Ende des Jahrhunderts ein weitgehend entwaldeter Kontinent sein.
            Selbst im extrem waldreichen Sibirien gibt es erhebliche Gefahren für den Wald: einmal durch legale und illegale massive Abholzungen durch Chinesen mit ihrem gigantischen und zunhmenden Holzhunger, der sich schon lange nicht mehr durch die schrumpfenden Wälder in China selbst stillen lässt. Und natürlich durch die stark ansteigenden Waldbrände, die dieses Jahr ein unglaubliches Maß erreicht haben.
            Von Brasilien und Indonesien z.B. wollen wir garnicht erst sprechen.
            Wenn erst mal Kohle, Öl und Gas als Energieträger auf dem Rückzug sind und die Menscheit um weitere Milliarden gestiegen sein wird, können wir global gesehen eine vermehrte Kohlenstoffbindung durch zunehmende Waldflächen vergessen. Das Gegenteil wird der Fall sein.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Ich befürchte du hast hier recht mit dieser Aussicht auf die Zukunft, es sind diese multiplikativen Faktoren die es schwer glaubhaft machen das wir den Planeten einfach wieder mit Bäumen zupflastern könnten wenn wir ehr gegengesetzte Trends beobachten.

              Es scheint als wachsen die Herausforderungen jedes Jahr stärker an und wir stehen dem irgendwie ohnmächtig gegenüber.

  4. h.c. sagt:

    Maximale Ernüchterung beim Car-Sharing: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Keine-echte-Verkehrswende-Studie-entblaettert-den-Carsharing-Mythos-4493344.html

    Daraus:

    Die Studie zeige, “dass regelmäßiges Carsharing zu Lasten des ÖPNV geht”, führen die Autoren weiter aus. Das Modell “verfehlt damit auch das von der Politik verfolgte Ziel, nachhaltigen Verkehr in den Städten zu stärken”. Gerade einmal ein Prozent der Mitglieder nutzten das Angebot täglich, ein Drittel von ihnen ein bis zwei Mal im Monat. Das Resümee lautet: “Dass das eigene Auto im Straßenverkehr langfristig durch Sharing-Angebote ersetzt wird, zeichnet sich also derzeit noch nicht ab.” In Berlin und Hamburg etwa sei seit der Einführung der beiden großen Dienste der jetzigen Share-Now-Gruppe vor rund acht Jahren die Zahl der neuen Autozulassungen nicht signifikant gesunken.

    Also letztendlich – nach meiner Lesart – in seiner Gesamtheit noch mehr Rssourcen-Verbrauch und Schwächung des ÖPNV.

    Die SZ ergänzt dazu noch einiges: https://www.sueddeutsche.de/auto/carsharing-studie-staedte-probleme-1.4554329 sowie “Auch der ökologische Nutzen von Carsharing ist eher überschaubar.”

    • Hendrik Altmann sagt:

      Falls es wirklich zulasten des Schienen oder Busverkehrs mit bestehender Infrastruktur geht wäre es ein gesteigerter Ressourcenverbrauch, wenn allerdings dadurch auf das eigene Auto verzichtet wird würde es Ressourcen (Energie) sparen.

      Wobei Zug und Bus immer Energiesparender sind wenn diese gut ausgelastet sind (Nutzlastverhältnis)

      Züge die mit 2 Passagieren fahren oder Flugzeuge die mit 5 Passagieren fliegen sind natürlich absolut GG hinsichtlich effizienter Energienutzung, kommt aber immer wieder vor…hier gibt es noch großes Potential, solange wir uns das und anderen Wahnsinn noch leisten können sind wohl aber auch noch nicht in einer echten Energiekrise.

      • Patrick sagt:

        Das ganze Thema ÖPNV macht sowieso nur für die Metropolen samt direktem Umland Sinn.

        Für den größten Teil im Land dürfte das kaum eine allzu große Rolle spielen.
        Ca. 80 % der Beförderungleistung ist motorisierter Individualverkehr.
        Wer glaubt, das durch Bahnen und Busse organisiert zu bekommen, muss wohl träumen.

        Das hier habe ich letzte Woche erst gelesen:
        “Obwohl die Bahn im Jahr 2017 gerade einmal 2,8 Milliarden Personen transportierte, Busse und Straßenbahnen insgesamt 9,5 Milliarden, weist der Bundeshaushalt 2019 für den schienengebundenen Verkehr (Fern- und Nahverkehr) Ausgaben von fast 13 Milliarden Euro aus. Zum Vergleich: Automobil bewegten sich gut 58 Milliarden Menschen.
        Rechnet man die vom Bund übernommenen Altlasten des Bundeseisenbahnvermögens hinzu, hinter dem euphemistischen Begriff verstecken sich vorwiegend die laufenden Pensionszahlungen für rund 170.000 ehemalige Bahnbeamte, dann kostet die Schiene den Steuerzahler rund 20 Milliarden Euro. Für die Bundesfernstraßen dagegen, die das Rückgrat der Verkehrsleistungen auf der Straße bilden, weist der Bundeshaushalt für Erhaltung und Aus- und Neubau sowie die Betriebskosten gerade mal 10,8 Milliarden Euro aus.
        Angesichts der erbrachten Verkehrsleistungen im „Modal Split“ zeigt dieses Zahlenspiel vor allem eines: Der öffentliche Verkehr ist teuer und wenig leistungsfähig. Niemals lässt sich ein massives Umswitchen vom motorisierten Individualverkehr auf Schiene und Busse kapazitätsmäßig leisten. Vom erzwungenen Mobilitätsverzicht einer auf Mobilität angewiesenen Gesellschaft ganz zu schweigen. Wenn der Grüne Zeitgeist heute lautstark nach der Ticket-Verbilligung für die öffentlichen Verkehrsmittel ruft, verkennt er, dass diese bereits heute massiv subventioniert werden. Denn die echten Ticketerlöse decken im Schnitt deutlich weniger als die Hälfte der Kosten. Im Gegensatz dazu steuert der dämonisierte Autoverkehr jede Menge Einnahmen in die öffentlichen Kassen. Allein die Energiesteuer auf Benzin und Dieselkraftstoff, die früher als Mineralölsteuer firmierte, erbrachte in den vergangenen Jahren im Schnitt jährlich rund 36 Milliarden Euro. Dazu addiert werden muss auch die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Schon mit dieser an der Zapfsäule kassierten Quellensteuer steuern die Auto- und Lkw-Fahrer weit mehr Geld zur Finanzierung der Verkehrswege bei, als Bund, Länder und Gemeinden für die Straße ausgeben. Dazu kommen noch 9 Milliarden Euro jährlich aus der Kraftfahrzeugsteuer und 7,5 Milliarden Euro aus der LKW-Maut. Der dämonisierte Auto- und Güterstraßenverkehr wirkt für den Fiskus als Cashcow, der weit mehr einbringt als er kostet.”

        Also der allseits propagierte ÖPNV hat irgendwo seine Grenzen und sowas wie Carsharing spielt außerhalb der Metropolen praktisch keine Rolle.

  5. Berndt sagt:

    Link zu einer Zusammenstellung von Jeremy Leggett zu Klimawandel und Extinction Gefahr:

    https://jeremyleggett.net/2019/08/09/this-is-why-we-talk-of-extinction-a-slideshow-precis-analysis-for-the-busy-of-the-latest-un-ipcc-scientists-report-on-the-climate-crisis/

    Peak Oil und die Bedrohung durch einen Finanzcrash sind nicht erwähnt.

    • h.c. sagt:

      Arctic-News meint der neue IPCC-report sei ein massiver Weichspüler und verniedlicht die reale Situation / Lage: https://arctic-news.blogspot.com/2019/08/ipcc-report-climate-change-and-land.html

      Alleine das die Baseline für die 1,5C immer näher an 1900 rutscht ist doch die Verarsche Kompletto… demnächst die die Basis für die Baseline 1950.

      Indeed, little or nothing will change as long as the IPCC keeps downplaying the dire situation we’re in.

      As an example, the IPCC uses a very low value of 28 as GWP for methane, which is totally inappropriate and unacceptable given the rapidity at which the biosphere is deteriorating, given the accelerating pace at which extreme weather events are striking the land all around the world, and given the grim prospects for people worldwide in the absence of rapid and radical change.

      NBL hat dann auch Dr. Andrew Glikson, Visiting Fellow at Australian National University – im Interview. Der lässt auch nichts gutes an der Situation…

      https://naturebatslast.podbean.com/e/nature-bats-last-%e2%80%93-080619/

      Habe selten einen Geologen mit Klimafokus gehört, der McPherson recht umunwunden – in seinen eigenen Worten – zustimmt. Ganz klar artikuliert Glikson auch, das aus seiner Sicht vile Klimaforscher recht still sind – weil auch diese Haus, Hypothek, Kinder & eine Frau haben… die es zu versorgen gibt. Und viele, die den Mund zu weit auf gemacht haben.. haben/hatten auf einmal keine Arbeit mehr…. bzw. flogen bei den nächsten Kürzungsrunden bzw. Budget-Verteilungen raus.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Mc Pherson ist das Gegenteil des IPCC, das andere Extrem, seine Aussagen spiegeln nur die absoluten Worst case Szenarien und er pickt sich nur die Studien und Modellrechnungen raus die die höchste Erwärmung darstellen in der kürzesten Zeit.

        Wobei der IPCC nicht auf die Entwicklungen in der Arktis eingeht und die kommende Methan Katastrophe herunterspielt.

        Selbst wenn wir 2030 raus aus der Kohle wären würden wir die 2,0 Grad locker reißen bis 2100, ein realistisches Ziel wäre die Erwärmung bis 2100 auf 2,5 Grad zu begrenzen.

        Europa sollte sich eigentlich langsam Gedanken machen wir wir unseren Bedarf an Süßwasser in Zukunft managen denn die Gletscher werden bis 2100 in Europa verschwunden sein, wir bräuchten große Sammelspeicher für Regenwasser und müssten schon einmal planen wo wir die Industriezentren hin verlagern, denn die Zufuhr von großen Mengen Süßwasser für Industrie und Kraftwerke wird in Zukunft eine große Herausforderung.

        • Patrick sagt:

          Hmm…ob wir uns noch Gedanken über zukünftige Industriezentren machen müssen, wenn wir nach den KKW demnächst dann auch noch aus der Kohle aussteigen?

          • h.c. sagt:

            @Patrick,

            das ist ja heute das Problem: Klima & Energie werden Physikbefreit von (politischen) Ideologen besprochen… und die machen den öffentlichen Radatz.

            Die “öffentliche” Diskussion (soweit es Sie überhaupt gibt) ist aus meiner Sicht recht Faktenbefreit. Und noch mehr befreit davon das Kernproblem überhaupt mal in den Mund zu nehmen: Überpopulation.

            Die Träumer schwadronieren dann immer noch davon, das ja auch 10 oder 12 Milliarden Menschen Problem los möglich sein – fragt sich nur ob und auf welchem Niveau… denn wenn das ganze Techno-Imperium zusammenstürzt, dann fallen auch viele andre Lebensverlängerer weg…

            VG
            H.C.

          • Hendrik Altmann sagt:

            Irgendwas muss ja passieren in wie weit wir damit gegen die Wand fahren werden wir ja sehen, es wird ohnehin auf einen Schrittweisen Ausstieg hinauslaufen der wahrscheinlich ohnehin zigmal verzögert wird, ob es nun durch einen Zusammenbruch der Windkraftindustrie oder anderer Probleme verursacht.

            Der Zubau von Windkraftanlagen wird jedenfalls erst wieder steigen wenn wir Energie aus Kohle/Gas künstlich teurer machen.

            Was ich auf keinen Fall sehen möchte sind Subventionen für Windkraftanlagen…

            • Patrick sagt:

              Juhu, noch mehr Windkraftanlagen, die an drittklassigen Standorten aufgestellt werden und immer ineffizienter werden.

              Statt so einen Unfung sollte man doch besser unsere funktionierenden AKWs weiterlaufen lassen und ein paar zusätzliche der neuesten Generationen bauen. Das bringt sicher etwas Zeit und stabilisiert auf jeden Fall erstmal unser Stromnetz.

              Aber es gibt doch schon massive Subventionen für WKAs durch das EEG-Gesetz.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Ohne die hohen EEG Subventionen kollabiert die Windkraftindustrie erst einmal weiter und Energie aus Windkraft wird dann wohl die nächsten Jahre an Anteil verlieren.

                Subventionen sind generell der falsche Weg da sie den Aufbau von ineffizienten Strukturen fördern welche ohne Subventionen nicht überlebensfähig sind, das ist nicht nur bei der Windkraftindustrie so sondern auch bei der Landwirtschaft usw.

                Generell wäre es besser die Subventionen für die Energiewirtschaft zu streichen und stattdessen die Energiebereitstellung zu sanktionieren die wir nicht haben wollen.

                Die Strukturen die sich dann bilden sind dann zumindest deutlich besser für die Zukunft geeignet.

                Atomstrom ist ein zweischneidiges Schwert, die Abfälle verursachen hohe Kosten für eine lange Zeit was wenn mit einberechnet den ERoEI ehr sehr bescheiden aussehen lässt, nur sehe ich derzeit auch keine andere Notlösung in Sicht außer vielleicht noch Gaskraftwerke, nur so werden wir dann doch ehr auf die 3 Grad zusteuern bis 2100.

                Das Ziel von der Politik muss es sein die Windkraftanlagen an die effizientesten Standorte zu bringen hier in Deutschland was wohl an der Küste und auf dem Meer sein wird, dann sollten es möglichst hohe Anlagen sein, je höher desto weniger Windflauten, desto weniger Speicher werden benötigt.

                Auf dem Meer stören sich wenigstens nicht so viele Leute an den Anlagen und auf die Meeresvögel die in den Mixer kommen ist es dann auch egal bei dem Artensterben was wir ohnehin gerade erleben…

              • Patrick sagt:

                “Generell wäre es besser die Subventionen für die Energiewirtschaft zu streichen und stattdessen die Energiebereitstellung zu sanktionieren die wir nicht haben wollen.”

                Das ist dann ja praktisch auch nichts sonderlich anderes, als eine Subvention für die Energieformen, die wir “bevorzugen.”

                Die Nukleartechnik ist ja in einigen Ländern durchaus weiterentwickelt worden. Wenn man auf die neuesten Generationen geht, bleibt ja kaum noch was an langlebigem Abfall übrig. Im Gegenteil, das bei uns eingelagerte Zeugs kann sogar als Brennstoff verwendet werden.

                Und dann gibts ja noch das dt. Konzept des Dual Fluid Reaktors. Also statt Abermilliarden für eine offensichtlich dysfunktionale Energiewende zu verballern, würde ich das Geld in sowas stecken.

                Und das Potenzial für Wind wird wohl auch im Meer überschaubar sein. Und ohne fossile kann da auch nichts mehr gewartet oder repariert werden. Denke dass ist klar.

                Und Gaskraftwerke sind ja jetzt auch nicht “grün” oder sauber. Aber dafür teuer.

                Das klingt für mich alles irgendwie nach Prinzip “ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt”
                Das wird uns aber nicht weit bringen fürchte ich.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Nun aber was ist die Alternative Braunkohle und ÖL bis die Generationen nach uns in der Wüste leben? Das wird sicherlich auch nicht passieren da sich die jüngeren Generationen dann militarisieren werden und wir dann in Anarchie und Chaos versinken.

                Selbst wenn wir es jetzt schaffen würden komplett ohne Kohle und Öl zu leben würde es immer noch eine epische Klimakatastrophe werden, mit starken Rückgängen bei den Flusspegeln in den Sommern, Abfall der Grundwasserpegel, Dürren Fluten, starken Ernterückgängen in Landund Forstwirtschaft, Bodenversalzung an den Küsten, starken Meeresspiegelanstiegs, Kraftwerken ohne Kühlwasser und somit Blackouts, massig Klimaflüchtlingen, Kriegen usw…

                Und das schon bei 2-2,5 Grad globalem Temperaturanstieg aber wir laufen ja gerade auf 3-4 Grad hinaus bis zum Ende des Jahrhunderts was praktisch der Kollaps von unserem Zivilisationsmodell und vieler Ökosysteme bedeutet und nicht für 100 Jahre oder 1000 Jahre, beim Massenausterben im Perm/ Trias haben die Ökosysteme eine Million bis 2 Millionen Jahre gebraucht um wieder auf den ursprünglichen Komplexitätsgrad zu kommen, da ist es das sicher Wert noch weitere 100 Jahre Kohle und Öl und Erdgas zu verballern als gäbe es kein Morgen.

              • Patrick sagt:

                Tja, wie es aussieht, kommt der Niedergang so oder so.
                Mit Erneuerbaren kommt er und mit weiter Gas/Öl/Kohle kommt er auch.
                Wo ist also der Unterschied? Wozu die Landschaften dann noch komplett mit weiteren zehntausenden Windrädern zuballern und weitere Flächen versiegeln?

        • h.c. sagt:

          @Hendrik

          Deswegen folge ich ja McPherson noch – zumindest einmal im Monat bei NBL. Die Folgen mit Paul Ehrlich waren sehr beschwingt und Amüsamt! Alle vier habe ich hier, am Angang des Artikels verlinkt: https://limitstogrowth.de/2019/06/25/klimawandel-ein-problem-nicht-fuer-die-erde-maximal-fuer-den-menschen/

          Ich frage mich nur immer noch wer hinter “Arctic-News” steht. Da macht sich auch einer richtig Arbeit… und ganz Dumm kann der nicht sein.

  6. Michael Egloff sagt:

    Iniens Premierminister warnt vor Bevölkerungsexplosion:

    https://orf.at/stories/3133801/

    Wo er Recht hat, hat er Recht. Genau um eine Milliarde Menschen ist die indische Bevölkerung seit 1950 gewachsen. Und wächst gegenwärtig um über 17 Millionen pro Jahr, was bezüglich der nominalen Steigerung klar die Nummer eins ist, gefolgt von China mit etwa 7 Millionen Steigerung pro Jahr und Nigeria mit über 5 Millionen pro Jahr.
    Nun müsste Herr Modi alles daran setzen, Frauenbildung und Frauenrechte deutlich zu verbessern. Und Frühverheiratungen zu verbieten.
    Aber da hapert´s. Eine Warnung vor der Bevölkerungsexplosion nutzt garnichts.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Und das wo in Nordindien die Grundwasserpegel stark schwinden und komplette Seen aufgebraucht werden sowie Hitzewellen und Dürren sich immer mehr häufen in Nordindien, im Süden treffen immer häufiger starke Taifune und Fluten die Metropolen welche nah an der Küste liegen wo der Meeresspiegelanstieg große Probleme in der Zukunft machen wird.

      Auch die Gletscher im Himalaja werden bis zum Ende des Jahrhunderts stark zurück gehen und so für deutlich weniger Trinkwasser sorgen, Trinkwasser ist jetzt schon ein großes Problem in vielen Regionen in Indien, das wird noch richtig knallen da unter aber nicht nur da…

      Wenn wir wirklich glauben wir könnten so noch lange weiter leben wie jetzt dann sind wir recht naiv, wir werden starke Veränderungen in den Systemen sehen welche sehr destruktiv sein werden, wenn sich die Systeme umstrukturieren geht das nicht ohne das die alten ineffizienten Strukturen zerstört werden, auch verlieren System in diesen Phasen immer stark an Komplexität, es steht uns so oder so eine stürmische Zeit bevor.

    • m.sastre sagt:

      Zumindest die Inder loesen das Probleme auf ihre Weise. In mehreren Distrikten ermittelt die Justiz wegen des Umstandes, dass dort innerhalb eines Jahres praktisch kein Maedchen mehr geboren wurde. Die Moeglichkeit der praenatalen Geschlechtsdiagnostik fuehren wohl dazu, dass Maedchen regelmaessig abgetrieben werden. Das wird noch zu “interessanten” Verwerfungen fuehren, wenn dann heiratsfaehige Frauen entfuehrt oder an den meistbietenden versteigert werden. Vielleicht werden mangelnde Fortpflanzungsmoeglichkeiten dann demnaechst in DE auch als Fluchtgrund anerkannt?

      • Hendrik Altmann sagt:

        Deswegen sollte es auch für reiche Länder von Interesse sein die Treibhausgas Emissionen weltweit reduziert zu sehen, um in Zukunft nicht einem Millionen Herr von Flüchtlingen gegenüber zu stehen.

        • m.sastre sagt:

          Der Druck auf die reichen Laender entsteht aber nicht aufgrund der Klimaproblematik, sondern wegen der Populationsentwicklung und der Unfaehigkeit, funktionierende Strukturen aufzubauen. Deshalb besteht die einzige Moeglichkeit darin, Europa komplett abzuschotten, wie es andere Laender vormachen.
          Nicht jedes Problem auf dieser Welt ist ein Klimaproblem!

        • Patrick sagt:

          Da kann ich m.sastre nur zustimmen.
          Unsere urplötzlich ergrünte Politikerkaste wird zwar sicherlich jeden noch so abstrusen Grund als “Fluchtursache” anerkennen, aber über kurz oder lang wird auch im ultra naiven Deutschland die Stimmung umkippen. Und dann wird nicht mehr so viel fürs Klima gestreikt werden, sogar für ganz anderes. In Frankreich haben wir einen Vorgeschmack davon erlebt.

      • h.c. sagt:

        Die Zeugungsfähigkeit geht sowieso krass zurück. Das schrillste was ich bisher mit bekommen haben, ist das die Frau Cortison einnehmen sollte und das Immunsystem runter zu fahren – damit der Körper den Fötus nicht abstößt.

        Die Sache ist: Es hat schon einen Grund, warum der Körper – dieses hochkomplexe biologische System mit 1000 Checks & Co. – einen Fötus abstößt: Entweder hat dieser massive Schäden – oder die Konstitution der Mutter (u.a. Nährstoffe, Lage des Hormonsystems, Fähigkeit die Schwangerschaft für beide gut durchzustehen) ist kompromittiert.

        Da gibts krasse Zusammenhänge zwischen späteren Krankheiten und Auffälligkeiten und den ganzen Interventionen die beim Baby-Bekommen und auch danach passieren.

        So gesehen handelt wir Menschen als Kollektiv gegen die Natur – und damit letztendlich auch gegen uns. Die Folgen sind ja bereits seit langem unübersehbar.

        • m.sastre sagt:

          Die Thematik ist ja mittlerweile uralt und hinreichend beschrieben – nur hat es nie Konsequenzen gegeben. Mit Beginn des Sozialstaates wurden Menschen in die Lage versetzt, sich zu reproduzieren, die unter natuerlichen Bedingungen niemals dazu in der Lage gewesen waeren. Es handelt sich letztenendes um nichts anderes als eines komplette Abschaltung der natuerlichen Auslese. Heute vermehren sich die “Sozialfaelle” sogar ueberproportional, weil jedes Regulativ ausgeschaltet wurde. Dazu kommen jetzt noch die ganzen Umweltfaktoren, auf die Su wahrscheinlich anspielst. Die sinkende Zeugungsfaehigkeit in den entwickelten Laendern wird naemlich leider ueberkompensiert durch massive medizinische Intervention und den Zuzug aus anderen Weltgegenden. Das ueberhaupt zu erwaehnen gilt aber als Sozialdarwinismus und ist deshalb total Nazi.

          • m.sastre sagt:

            Es ist allerdings absehbar, dass sich dieses dysfunktionale System wieder umkehren wird. Mit den bald einbrechenden materiellen Ueberschuessen, dem Zusammenbruch des Sozialstaates usw. wird es eine unglaublich brutale Bereinigung geben, die nur die koerperlich und geistig Gesunden ueberstehen werden.

  7. h.c. sagt:

    Hier mal zwei Artikel zur “Greta”:

    https://www.gmx.net/magazine/panorama/greta-thunberg/dubiose-geschaefte-greta-thunberg-33928184

    https://www.theeuropean.de/wolfram-weimer/greta-und-die-geschafte-ihrer-hintermanner/

    Die verdeutlichen für mich komplett “was läuft”. Klima & Co. ist nur dann wichtig, wenn damit Geld von A abgepresst werden kann, damit es B dann für weiteren Konsum & Wachstum ausgeben kann.

    Aber schon Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker schreib in “Faktor fünf”, das das Geld, bzw. die Kaufkraft, die aus der Besteuerung des Konsums bzw. der Effizienzsteigerung “herausgezogen wird” quasi neutralisiert werden muss – damit kein neuer Konsum entsteht.

    VG
    H.C.

    • m.sastre sagt:

      Dabei werden stattdessen massiv neue Gelder erzeugt, damit der Konsum nur ja nicht einbricht. Zinsen werden bis in den negativen Bereich gedrueckt, damit der Buerger nicht spart, sondern umfassend konsumiert und die Geldumlaufschwindigkeit dementsprechend hoch bleibt.
      Die CO2-Steuer wird keinerlei positiven Effekt erzeugen, sondern lediglich den Konsum weiter vom Buerger weg und hin zum Staat verlagern. Der Staat wiederum wird diese Mittel zweckwidrig, ideologieorientiert und zum Schaden seiner Buerger veruntreuen.

      • h.c. sagt:

        Ja, wir sehen es ja schon an den angekündigten Interventionen von EZB & Co.

        Anstatt das sich die Wirtschaft bereinigen darf und der Konsum endlich mal nach unten geht – wo ist das Problem wenn 20 oder 50% weniger PKW verkauft werden? Ich denke die sind sowieso Mist fürs Klima – wird der Konsum mit billigem Geld angekurbelt.

        Alle scheinen noch nicht begriffen zu haben, das wir die wirtschaftliche Aktivität und den Konsum reduzieren müssen – wenn wir bzw. unsere Nachkommen auch nur den Hauch einer Chance haben wollen / sollen.

        Viele der heutigen Strukturen sind nicht erhaltenswert. Anstatt das nun mal zu kapieren gibt es Autohersteller, die sogar noch SUV-Cabrios produzieren und nun neu auf den Markt werfen. Bei BMW ist dann die SUV-Quote schon bei fast 50%… Autsch…

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