Nach Jahrzehnten sicherer Versorgung mit billigem Öl wurde den Industrienationen des Westens im Jahr 1973 das erste Mal ihre starke Abhängigkeit ihrer Energieversorgung vor Augen geführt. Damals etstand die Internationale Energieagentur (IEA) und die darin versammelten Nationen legten sich strategische Ölreserven an. Aber wie werden diese Reserven im Fall des Falles verwendet? Ein Überblick...
“The Oil Crash – A crude Awakening” in Halle
Der Film "The Oil Crash - a crude awakening" ist ein mittelschwerer Vorschlaghammer, der direkt in die Magengrube geht. Eigentlich hat nach diesem Film niemand mehr Lust auf ein Gespräch, trotzdem wird es eines geben, mit:
- Harald Frey, TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH und
- Norbert Rost, Peak-Oil.com
Im LUX. Kino am Zoo, Seebener Straße 172 in Halle (Saale):
Montag, 2. Mai, 20 Uhr
…Ölzeitalter hinter uns…
Frohe Ostern!
Öl als Energiequelle in der EU27
Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat sich anläßlich der EU-Woche für erneuerbare Energien mit den Quellen in den EU-27-Ländern befasst:
Im Jahr 2009 blieb Öl die Hauptenergiequelle in der EU27, mit einem Anteil von 37% am gesamten Bruttoinlandsenergieverbrauch. [...]
Öl hat einen Anteil von mehr als der Hälfte des Energieversorgung in Malta (100% des gesamten Bruttoinlandsenergieverbrauchs), Zypern (96%), Luxemburg (63%), Griechenland (55%), Irland (52%) und Portugal (50%).
Fracking: Zwischen Klimaschädlichkeit und Radioaktivität
Gas gehört die Zukunft, hört man nicht nur im Mainstream der Energieversorgung, sondern auch im Peak-Oil-Umfeld. Erdgas ist in großen Mengen vorhanden, neue Vorkommen, sogenanntes "unkonventionelles Erdgas", wurden entdeckt und förderfähig gemacht, und das Verbrennen des Gases soll weniger klimaschädlich sein als das Verfeuern von Kohle oder Erdöl. Genau diesen Punkt hinterfragt eine neue Studie, die im SPIEGEL beleuchtet wird und auf THE HILL in einer Vorab-Version zu finden ist. (weiterlesen …)
IWF warnt vor Ölschock und signalisiert: Peak Oil erreicht
Das Postfossil-Institut verbreitet eine Meldung des Wallstreet-Journal: Der Internationale Währungsfond, der in den kommenden Tagen zu Beratungen über steigende Rohstoffpreise zusammenkommt, warnt vor zunehmenden Knappheitsrisiken auf dem Ölmarkt. Der IWF empfiehlt politischen Entscheidern weltweit, "sicherzustellen, dass ihre Ökonomien mit unerwarteten Veränderungen in der Ölversorgung und bei Ölpreisen umgehen können". Dies soll beispielsweise durch die Reduktion von Treibstoffverbräuchen aber auch durch die "Stärkung von Sicherheitsnetzen für die Armen" geschehen aber auch durch den Ausbau alternativer Energiequellen.
Über 126 Dollar musste man zuletzt an den europäischen Märkten für ein Barrel Öl (159 Liter) zahlen. Ein Wachstum der Ölfördermenge von 1,8% wie in den Jahren 1981 bis 2005 erscheint laut IWF unwahrscheinlich, vielmehr wird vor einer Stagnation oder gar einem Absinken der Produktion gewarnt. Der IWF erkennt in seinem Bericht an, dass insbesondere ältere Ölfelder die Fähigkeit einzelner Produzenten begrenzen, zusätzliche Produktionskapazitäten verfügbar zu machen. Dies kann als Anerkennung dessen gewertet werden, was als "Peak Oil" bekannt ist: Der Höhepunkt der globalen Ölförderung scheint erreicht.
Nach Ansicht von Roy Scheepe (ING Investment Management) betrifft der steigende Ölpreis insbesondere die westlichen Industrieländer, weniger die Schwellenländer. Er erwartet steigende Inflationsraten.
Libyen: Öl kriegsentscheidend?
Über 120 US$ kostet heute ein Fass Erdöl und ist damit keine 30 Dollar mehr vom Höchststand von 2008 entfernt. In Libyen wurde nun der erste Tanker der "Rebellen" auf den Weg geschickt. Wert der Ladung: 125 Millionen US-Dollar. Damit ließe sich die eine oder andere Waffenladung oder auch das eine oder andere Bestechungsgeschenk finanzieren - aber natürlich auch Lebensmittel oder andere Lieferungen. Grade deswegen wird vermutet, dass die Truppen des Gaddafi-Regimes jetzt gezielt die Ölförder- und Transportanlagen angreifen könnten. Öl ist schon immer strategische Ressource, gerade in Kriegszeiten. Für Libyen könnte das bedeuten, dass im Fortgang des Bürgerkriegs jene Strukturen zerstört werden, die das Land - egal unter welcher Herrschaft - dringend brauchen könnte. Der internationale Ölmarkt und die Importländer im übrigen auch...


