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Kommentarlos, Teil 30

10.000 Euro bekommt das Domgymnasium Verden in Niedersachsen dafür, dass sich seine Schüler in Fracking weiterbilden lassen. Gezahlt wird das Ganze vom Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) – das ist der deutsche Lobbyverband der Fracking-Industrie. Auch andere Schulen in Niedersachsen sind an dem fragwürdigen Projekt beteiligt.

Polenum.com berichtet über die "Nachwuchsförderung"

Israelischer Luftangriff, Fracking in Polen, WTI-Brent-Preislücke, CETA

Wie schnell einzelne Risiken sich auf den Ölpreis auswirken war dieser Tage zu sehen: Noch am 1. Mai war der Ölpreis auf einem fallenden Pfad bei etwa 100 US$ angekommen, nur um sich am Montag den 6. Mai mit Meldungen von israelischen Militäreinsätzen auf syrischem Gebiet auf die Marke von 105 US$ heben zu lassen. 5% in einer Woche. Der Krieg zwischen Syrien, Ägypten und Israel war vor 40 Jahren Auslöser für die 1. Ölkrise und seitdem sind Unruhe-Meldungen aus dem Nahen Osten immer wieder für Preisschübe verantwortlich. Der Angriff sorgte für Ängste eines ausufernden Konflikts im arabischen Raum, der eine Hauptquelle für Exportöl ist. (mehr …)

1973-2013: 40 Jahre Ölkrise

Am 16. Oktober 1973 beschlossen die Länder des Ölförderkartells OPEC, ihre Ölförderraten zu kürzen. Sie griffen damit in den Jom-Kippur-Krieg ein, der mit einem Überraschungsangriff Syriens und Ägyptens auf Israel am 6. Oktober begann. Israels Gegenoffensive startete am 15. Oktober, am 26. Oktober endete der Konflikt nach einem Waffenstillstandsabkommen. Die Förderkürzung sollte insbesondere Unterstützer Israels treffen, vor allem die USA. Der zweiteilige Einsatz der Ölwaffe sah vor, die Ölexportmengen um 5% pro Monat zu kürzen und zudem einen Lieferstopp an die USA, die Niederlande (wegen des Umschlaghafens in Rotterdam), Portugal, Südafrika und Rhodesien zu verhängen. Am 17. Oktober stieg der Ölpreis von 3 auf 5 US$, also um 70% binnen eines Tages. Von Oktober bis Dezember 1973 sank die Tagesförderung in den arabischen Staaten von 20,8 auf 16,4 Millionen Barrel. Die Differenz entsprach 14% des Exportmarktes, bei einer jährlich um 7% steigenden Nachfrage (siehe: Steffen Bukold: Öl im 21. Jahrhundert, Band I). Dieses Ereignis brannte sich unter dem Stichwort "1. Ölkrise" ins kollektive Bewusstsein und jährt sich 2013 zu 40sten Male. (mehr …)

PM: Öl- und Gas-Förderung in Deutschland weiter rückläufig

(Hannover) Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) verzeichnet für das Jahr 2012 in Deutschland einen Rückgang bei der Erdöl- und Erdgasproduktion. Zu diesem Ergebnis kommt das LBEG in seinem aktuellen Bericht „Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland am 1. Januar 2013". Auf Grund der fortschreitenden Ausförderung der Erdöl- und Erdgasfelder sei kein positiver Trend zu erkennen, so ein allgemeines Fazit der Studie. Lediglich in Rheinland-Pfalz nahm die Produktion zu.

Insgesamt wurden 2012 in Deutschland 2,6 Millionen Tonnen Erdöl gefördert. Das ist ein Rückgang von rund 56 000 Tonnen bzw. 2,1 % gegenüber 2011. Die Erdölreserven in Deutschland betrugen am Stichtag 1. Januar 2013 32,5 Millionen Tonnen und liegen damit um 2,8 Millionen Tonnen unter dem Ergebnis des Vorjahres (- 8 %). (mehr …)

Peak Oil, der Transition-Town-Ansatz und Resilienzstrategien

Wer sich mit den möglichen Auswirkungen eines Ölförderrückgangs für unsere hochgradig ölabhängige Gesellschaft befasst, stellt fest, dass die üblichen Wege nur begrenzt aussichtsreich sind: Ja, vielleicht bringen noch ein paar Geologen neue große Kohlenwasserstoffvorkommen ans Tageslicht, aber wahrscheinlich, dass diese auch preisgünstig und zeitnah erschließbar sind, ist dies nicht. Ja, vielleicht erfinden ein paar findige Ingenieure noch Maschinen und Methoden, mit denen sich Ölderivate in größeren Mengen ohne allzu große Umweltauswirkungen (und billig) aus anderen natürlichen Rohstoffen herstellen läßt, aber wahrscheinlich ist das nicht. Wahrscheinlich ist, dass tendenziell steigende Ölpreise und eine Verknappung des Ölangebots die Zukunft sind oder Wirtschaftskrisen den Ölbedarf so stark senken, dass nicht die Verknappung das Problem ist - dann sind es aber andere Problempunkte, mit denen gesellschaftlich zu rechnen ist.

Für diesen wenig erbaulichen Ausblick finden sich nur wenig optimistisch wirkende Strategien. Einfallslos wie ich bin, fällt eigentlich nur eine ein: Anpassung an die Umstände. Doch die Suche danach, wie eine halbwegs realistische Anpassung aussehen soll, trägt nicht viele Früchte. Letztlich führen alle Überlegungen immer wieder zu einer Strategie zurück: Resilienz. (mehr …)

Ökonomische Öl-Grenzen

"Peak Oil" wird meist mit geologischen Begrenzungen begründet: Die physikalisch-geologischen Rahmenbedingungen begrenzen die Geschwindigkeit, mit der Öl aus dem Boden zu holen ist. Gail Tverberg und die taz thematisieren derzeit ein weiteres bedenkenswertes Limit: ökonomische Grenzen.

Tverberg argumentiert von der Preis-Seite her und knüpft dabei an den derzeit vergleichsweise entspannten Ölpreisen von 100 US$ an. (mehr …)

Kommentarlos, Teil 29

Herzlich Willkommen im Lufthansa oil&energyclub!

Mitarbeiter von Erdöl und -gas produzierenden bzw. fördernden Unternehmen, die häufig zu Öldestinationen reisen, genießen als Teilnehmer des Lufthansa oil&energyclubs eine Vielzahl attraktiver Vorteile.

Mit Ihrer Ernennung zum oil&energyclub Teilnehmer erhalten Sie gleichzeitig den Status eines Frequent Travellers, sofern Sie nicht bereits einen Miles & More Status inne haben. Sie gehören damit zum exklusiven Kreis der Vielflieger, die in den Genuss besonderer Privilegien und exklusiver Angebote unserer Partner kommen.

Besondere Privilegien für eine besondere Branche...

(In dem Zusammenhang lohnt ein Blick zurück zu Kommentarlos, Teil 2)

Ölförderung Europas 2012: -7%

In Europa wurde 2012 im Schnitt 7% weniger Erdöl pro Tag gefördert als noch 2011. Das zeigen die Daten der US-amerikanischen Energiebehörde EIA. Damit ist der niedrigste Stand seit 30 Jahren erreicht. Über den Ölverbrauch in Europa in 2012 sowie zur Gasförderung liegen noch keine Zahlen vor.

Die zuletzt auf ca. 100 Dollar pro Barrel gesunkenen Ölpreise der für Europa wichtigen Ölsorte Brent haben die mediale Aufmerksamkeit vom Thema Öl abgelenkt. Nur selten finden sich solch ausgewogenen Artikel wie jener von Jakob Schlandt in der Berliner Zeitung, der warnt, dass die Ruhe bei den Ölpreisen nicht von langer Dauer sein muss und Unruhe in Förderländern jederzeit den kritischen Rohstoff wieder teurer werden lassen kann.

In Deutschland ist derzeit nur Fracking weiter in der Diskussion. Schleswig-Holstein will in den Bundesrat eine Länder-Initiative zum Verbot der Fördermethode einbringen. Dass solch eine Bundesland-Initiative Erfolg haben kann zeigt auch die Skepsis in Nordrhein-Westfalen, die sich in einem Bericht der "Neuen Westfälischen" von einer Kaminzimmer-Veranstaltung der CDU zu diesem Thema spiegelt. Offenbar wird die Berichterstattung langsam mit der politischen Wahrnehmung des Problems differenzierter, denn die Zeitung zitiert den CDU-Mann Sven Öpping mit der Frage "Welchen Preis sind wir angesichts geringer werdender Energiereserven bereit zu zahlen?" Der "Preis", der hier gemeint ist, soll in diesem Fall aber eher vom Umweltkonto angebucht werden als vom Lebensstil-Konto: Noch immer soll das Problem stagnierender bzw. zurückgehender Öl- und Gasförderung von der Angebots-Seite aus gelöst werden, über die Verringerung der Nachfrage denkt bisher nur eine avandgardistische Nische nach: Wer will, darf sich jetzt in Leipzig in einem Wettbewerb erd-öl-frei messen: Wer spart am meisten Erdöl? (mehr …)

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