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Nachfrageverschiebungen

Angesichts steigender Ölpreise aufgrund von Peak Oil erwarten wir Nachfrageverschiebungen. Die Theorie: Da mehr Geld benötigt wird, um ölpreisintensive Produkte oder Leistungen zu kaufen, bleibt weniger Geld für andere Produkte. Der Konsument reagiert

  • durch Ersatzkonsumption, fährt beispielsweise mehr ÖPNV oder Fahrrad statt mit dem Auto,
  • oder durch Nicht-Konsumption, wenn nach dem Treibstoffkauf kein Geld mehr "übrig" ist.

Eine (nicht repräsentative) Online-Umfrage des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) kommt frisch zu folgenden Ergebnissen, die diese These zumindest in den Antworten der Befragten zu belegen scheinen:

  • "Zwei Drittel der befragten Autofahrer fühlen sich durch die Spritpreise stark belastet, 35 Prozent sogar sehr stark."
  • das Tankverhalten ändert sich: Tankstellenpreise werden intensiver verglichen und "Tankstrategien" führen zum Vormittagstanken
  • man spart sich Trinkgeld an der Tankstelle
  • 21% der Befragten geben an, "unnötige Fahrten" zu vermeiden
  • ein Drittel der Befragten geben an, sich bei "autofremden Ausgaben" einzuschränken: "Verzichtet wird vor allem auf Restaurantbesuche, Ausgehen und Reisen."
  • ein Fünftel denkt darüber nach, sich ein verbrauchsärmeres Fahrzeug anzuschaffen.

Die Forderung des Clubs natürlich: "Entlastungsmaßnahmen".

Bei 15,7% lag der Marktanteil spritschluckender SUV-Geländewagen im Januar 2012. SUV heißt laut Auto-Bild (und Handelsblatt) nicht mehr Sports Utility Vehicle, sondern "Senioren und Veteranen" - weil in dieser Altersgruppe der komfortable Beinfreiraum geschätzt und das nötige Kleingeld vorhanden zu sein scheint. Was diesen Trend bremst ist weniger der Spritpreis als der Platz in der Garage. Nicht für alle, so läßt sich daraus ablesen, sind die aktuellen Spritpreise ein Problem.

"Der Leidensdruck wird steigen" sagt ASPO-Deutschland-Chef Jörn Schwarz im Interview mit der Magdeburger Volksstimme. Mal sehen, was wir uns bei 2 Euro Spritpreis sparen...

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Luftfahrt vor dem Absturz?

Die gute Nachricht zuerst: Der U.S. Geological Survey (USGS) hat in einer neuen Schätzung die weltweit technisch verfügbaren, aber noch unentdeckten Mengen an Erdgas um 20% auf 5,606 Billionen Kubikfuss angehoben. Die schlechte Nachricht: Die Mengen an technisch förderbarem, noch unentdecktem Erdöl wurden um 13% auf 565 Milliarden Barrel gesenkt. Die letzte Schätzung dieser Art wurde im Jahr 2000 vorgenommen.

Dies sind keine übermäßig besonderen Zahlen, sie bestätigen nur, was sowieso in den Zeitungen steht: Öl wird teurer, Öl wird knapper. Das merkte zuletzt unter anderem die Luftfahrt. (mehr …)

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Kraftwerksbranche plante Kapazitätsstillegung bereits vor Fukushima

Kohle- oder Gas-Kraftwerke sollten stillgelegt werden, da die sinkenden Margen keine ausreichende Finanzierung für die Kraftwerke mehr boten

Ein Artikel für Telepolis.

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Video: There’s no tomorrow

Seit Februar im Netz und mit ca. 300.000 Abrufen recht erfolgreich: Das Video "There's no tomorrow", entstanden in Zusammenarbeit mit dem Post Carbon Institute, thematisiert Peak Oil und Wachstumsgrenzen und bietet eine Gesamtschau der resultierenden globalen Probleme:

Untertitel sollten in Deutsch erscheinen (Übersetzerdank an Thaddl, KAOS, Max und Moritz!). Falls nicht, bitte bei "CC" auswählen... Dank an PeakDame für den Hinweis.

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Bündnis in Bayern: Die Transformateure

Gerüchte gab es bereits, nun tritt ein bayrisches Bündnis an die Öffentlichkeit: Die Transformateure stellen sich am kommenden Dienstag, 10:30 Uhr im Münchner Zukunftssalon, Waltherstraße 29, vor.

Die Transformateure, ein ungewöhnliches Bündnis von Personen aus Politik, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Medien, Kirchen, Klima-, Energie- und Mobilitätsexperten stellen sich vor - so ist die Pressemitteilung überschrieben. Miteinander arbeiten wollen angesichts Peak Oil und Klimawandel unter anderem

  • Prof. Dr. Hubert Weiger, Vorsitzender des Bunds Naturschutz Bayern und BUND
  • Prof. Dr. Gerhard Berz, Klimaexperte
  • Jörg Schindler, Energie- und Verkehrsexperte
  • Silvia Liebrich, Journalistin der Süddeutschen Zeitung
  • Dieter Janecek, Landesvorsitzender Die Grünen Bayern
  • Mattias Kiefer, kirchlicher Umweltbeauftragter
  • Manfred Neun, Präsident European Cyclists' Federation
  • Dr. Martin Held, Evangelische Akademie Tutzing, PFI

Nichts weniger als eine große Transformation wollen die Akteure anstoßen!

Weitere News:

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Unkonventionelles Öl – die Lösung für Peak Oil? Teil 2: Ölschiefer

Öl ohne Ende? Die Ölschiefer der Green River Formation

Unkonventionelles Erdöl kann aus den verschiedensten Quellen kommen, wobei diese alle eine Gemeinsamkeit haben: Die Ölgewinnung ist technisch hochkomplex, energieintensiv, kostspielig, umweltschädlich und relativ langsam! In den Medien werden diese Ressourcen gerne als das Öl der Zukunft dargestellt, wobei suggeriert wird, dass eine weltweite Versorgung durch die Ausbeutung von unkonventionellem Erdöl auf Jahrzehnte hinaus gesichert ist. In dieser Artikelserie werde ich alle unkonventionellen Erdölarten einzeln hinsichtlich ihrer Fähigkeit untersuchen, einen nennenswerten Beitrag zur weltweiten Ölversorgung zu liefern. Dabei werde ich auch auf die "Nebenwirkungen" dieser Art der Ölproduktion eingehen.

Im letzten Artikel haben wir uns ausführlich die aktuelle Entwicklung in den Bakken Shales in North Dakota und Montana angeschaut. Dieses dank "hydraulic fracturing" (fracking) aus dichten Schiefern gewonnene "Tight Oil" steuert aus rund 4.000 Bohrlöchern aktuell etwa rund 850.000 Fass/Tag zur amerikanischen Ölversorgung bei. Das entspricht pro Bohrung rund 0,4 Liter/Sekunde. Das „Wunder“ der Bakken Shales, dass sich auf die Staaten North Dakota und Wyoming zurzeit wie ein neuer Goldrausch auswirkt, verblasst aber gegen die Legenden um die größte unkonventionelle Kohlenwasserstoffressource der USA – die Ölschiefer der Green River Formation. Dieses Thema spielt speziell im aktuellen amerikanischen Wahlkampf eine große Rolle, wobei konservative Kräfte gerne auf die riesigen Ölressourcen in Form von Ölschiefer anspielen. Wie die Ölproduktion aus den Ölschiefern der Green River Formation aussehen soll, werden wir uns im Folgenden etwas genauer anschauen. (mehr …)

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OILRIX 2012: Aktualisierung des Peak-Oil-Barometer

Dr. Steffen Bukold von EnergyComment hat eine Aktualisierung seines OILRIX vorgenommen, den Öl-Risikoindex, mit dem er aus Entwicklungen im Umfeld der internationalen Ölversorgung sowie der weltweiten Wirtschaftslage auf künftige Mengen- und Preisrisiken schließt. Weiterhin geht er von einem Ölpreis von 150 US$ ab 2013 aus, und sieht steigende Kapazitätsrisiken ab 2015. Hier entlang zum Peak-Oil-Barometer.

Der Osterhase ist unschuldig: Ein Peak-Oil-Artikel des Grünen Franz-Josef Fell für TheEuropean hat seinen Weg in die T-Online-Nachrichten gefunden.

Bei unserer Veranstaltung "Dresden auf Entzug" im Deutschen Hygiene-Museum Dresden waren ca. 140 Teilnehmer anwesend. Ein Mitschnitt wird demnächst auf Peak-Oil.com zu finden sein.

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Peak Oil und China

Bei TheOilDrum wurde auf einen interessanten Artikel von Lin Shi und Yuhan Zhang von der Columbia University verwiesen, die sich kritisch mit Peak Oil in Bezug auf China auseinandersetzen. Sie argumentieren, die "Peak-Oil-Theorie" beinhalte eine "statische Sichtweise" und sei deshalb nicht geeignet, die Entwicklungen zu erklären. Als Beleg führen sie an, dass die US-Produktion 2010 etwa 3,5mal höher war, als M.K. Hubbert prognostizierte. Peak-Oil-Theoretiker ignorierten angeblich Preiseffekte sowie technologische Entwicklungen. Höhere Preise, so die Autoren, würden bislang unwirtschaftliche Ressourcen förderbar machen und neue Technologien würden unkonventionelle Fördermethoden ermöglichen. Diese unkonventionellen Ressourcen würden von Peak-Oil-Theoretikern ignoriert, so Shi und Zhang. (mehr …)

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Von Staats wegen

Politik oder Geopolitik ohne Blick auf die Energiefrage verstehen zu wollen, ist wie Wirtschaft verstehen zu wollen, ohne die Geldfrage zu klären.

Ägyptische Energieversorger haben das Gas-Lieferabkommen mit Israel gekündigt. Damit drohen Israel nach Regierungsangaben im Sommer Energieengpässe bis hin zu Stromausfällen, denn der Gasbezug aus dem Nachbarland Ägypten macht rund 40 Prozent des israelischen Bedarfs aus.
schreibt die FAZ

Auf die Pipelines von Ägypten ins jüdisch dominierte Nachbarland gab es seit dem politischen Umbruch 14 Anschläge, die laut FAZ dem extremistischen islamischen Milieu zuzuordnen sind. Energie als Achillesferse, Energie als Kampfplatz, Energie als Waffe - die Abhängigkeiten von den globalen Lieferstrukturen sind für jedes Land gefährlich. Israelische Verantwortliche hoffen, es handele sich mit der Vertragskündigung letztlich "nur" um eine ökonomische Diskussion, in deren Rahmen man beispielsweise zu neuen Preisfestsetzungen kommt. Befürchtet wird, dass die den Lieferungen innewohnende wirtschaftliche Komponente zugunsten politischer Fragen in den Hintergrund tritt und sich Konflikte um die Gaslieferungen entzünden. Da Energierohstoffe essentiell für eine "ordentliche" Kriegsführung sind, würde Gasmangel möglicherweise auch die Einsatzfähigkeit der israelischen Armee beeinträchtigen. (mehr …)

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Unkonventionelles Öl – die Lösung für Peak Oil? Teil 1: Tight Oil

Ein Gastbeitrag von Christoph Senz

Die hiermit beginnende Artikelserie wird sich mit den verschiedenen Arten von sog. unkonventionellem Erdöl auseinandersetzen. In den vergangenen Wochen sind einige Artikel und Studien erschienen, die in der Ölgewinnung aus diesen Ressourcen die Lösung des Peak Oil Problems sehen. Die Thematik ist recht komplex und bei den riesigen Zahlen, mit denen argumentiert wird, kann man recht schnell den Überblick verlieren. Dies führt dann sehr oft dazu, dass "Äpfel mit Birnen" verglichen werden. Die folgende Artikelserie versucht ein wenig Klarheit in den Begriffsdschungel zu bringen. Beginnen wir mit dem sog. "Tight Oil". Ein Begriff, für den es nach meinem Kenntnisstand keine deutsche Übersetzung gibt, der aber meist als "Schieferöl" durch die deutschen Medien geistert.

Ausgelöst ist die diese Diskussion durch die derzeit steigende US-Ölproduktion. Dieser Umstand ist in der Tat beachtlich, da dadurch ein mehr als 30 jähriger Trend gebrochen wurde.

US Crude Oil Produktion Quelle: Ourfiniteworld.com

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