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Warum folgt der Ölpreis nicht dem ETP-Modell?

Folien zu: Why does the price does not follow the ETP-Model

Folien zu: Why does the price does not follow the ETP-Model

Anbei ein neuer Gast-Artikel von Berndt Warm in Bezug auf das ETP-Modell. Er hat sich Gedanken gemacht, warum der Ölpreis (aktuell) nicht der Vorhersage der HillsGroup entspricht (-> Grundsätzlich immer weiter sinkender Ölpreis) und kommt zu einem interessanten Schluss.

Schönen Gruß an alle Leser,

H.C.


Das ETP-Modell der HillsGroup basiert auf der „Entropie-Bilanzgleichung für offene Systeme“, hat daher einen recht theoretischen Ansatz. Da es eine Preisvorhersage für das Barrel Rohöl enthält, hat man eine Möglichkeit, die Theorie zu verfolgen und zu prüfen. Seit dem Kennenlernen des Modells habe ich den Ölpreis genau beobachtet, um sicher zu sein, nicht einer fixen Idee zu erliegen. Oder um Fehler bzw. Ungenauigkeiten in dem Modell zu erkennen.

Bis Anfang dieses Jahres ist der Ölpreis der Kurve für den „Maximum Affordable Price“ artig gefolgt, seither liegt er deutlich darüber. Es gab aber schon vorher zwei Punkte im Kurvenverlauf, die nicht mit der Theorie im Einklang waren:

  • Der Ölpreis ist 2014 statt 2012 gecrasht.
  • Er lag lange Zeit viel zu tief unter dem MAP-Wert.

Und außerdem gab es das Argument der Wirtschaftsfachleute, dass nur Fracking am Ölpreisverfall schuld ist.

Auf der Suche nach der Ursache für den Ölpreisanstieg dieses Jahres habe ich verschiedene potentielle Ursachen untersucht, und habe die wahrscheinlichste Ursache in einem Foliensatz niedergeschrieben.

LG Berndt

Anlagen: Präsentationsfolien in Englisch (V1.03)


Andere Artikel zum ETP-Modell auf Peak-Oil.com & Co.:

85 Kommentare to “Warum folgt der Ölpreis nicht dem ETP-Modell?”

  1. Hendrik Altmann sagt:

    Also ich sehe 2019 noch keinen Ölpreiscrash außer es kommt zu einer generellen Kontraktionsphase in der Weltwirtschaft.

    Die Investitionen in Exploration sind seit Jahren viel zu niedrig und bei der Menge an neu gefundenem Öl sieht es noch düsterer aus.

    Nächstes Jahr soll die Nachfrage um 1.0-1.4 mb/d steigen plus den Jährlichen 3.3-3.5 mb/d kompensierter Decline Felder, macht 4.3-4.9mb/d was an neuen Produktionskapazitäten 2019 dazu kommen muss, nur damit der Ölpreis nicht explodiert.

    Und wie so oft schon gesagt an der Ölförderung ist Energie beteiligt aus Erdgas, Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, Kernkraft, Solar, Kohle, usw.

    Natürlich gibt es bei der Wandlung Verlusste aber Öl wird nicht mit Energie aus Öl gefördert, nahezu alle Energieerzeugungsarten sind beteiligt.

    Sehr viele Öl Analysten sehen den Ölpreis in einer Range von 65-85 Dollar am Ende diesen Jahres Q3-Q4 und in einer Range von 55-90 Dollar im nächsten Jahr.

    Wenn nur Energie aus der Ölproduktion für die Ölförderung aufgebracht werden würde, dann wären wohl die Preisvorstellungen der Hills Group korrekt.

    Ich denke das Ölpreis bis zum Jahr 2025 sogar noch mal die 100 Dollar Marke sehen wird, vorrausgesetzt es kommt nicht zu einer großen Kontraktionsphase, eine große Kontraktionsphase ist allerdings sehr wahrscheinlich in diesem Zeitraum, da die letzte recht lange zurück liegt und der aufkommende Protektionismus und die wieder aufflammenden Ambitionen der Isolation von den USA keine guten Anzeichen sind, dazu kommen steigende Zinsen für Schulden in Dollar und weiter steigende Kosten für Energie.

    Und natürlich immer höhere Schäden/Aufwände/Kosten in Folge durch die starken Veränderungen im Klima.

    Wie auch schon so oft gesagt Berndt glaube ich das dass ETP Modell richtig liegt, nur bei der Preisbildung für Öl spielen alle Faktoren mit ein, nicht nur das ETP Modell für Öl, hier fehlen noch die Modelle für Gas, und Kohle.

    Sowie die Modelle für Wind, Solar, Wasserkraft, Kernkraft usw. falls dies möglich ist.

    Der Ölpreis ist komplexer als nur das ETP Modell für Öl.

  2. Michael Egloff sagt:

    Mal kurz vom Thema des Beitrags abweichend: Was derzeit bei der Witterung in manchen Regionen abgeht, ist unglaublich.
    33,7 Grad Tagestemperatur in der Nähe des Nordkaps und unfassbare 25,2 Grad als Tiefsttemperatur dort in der Nacht, also weit in dem Bereich, der als “Tropennacht” gilt.
    Die Ostsee hat vor Helsinki derzeit eine Oberflächentemperatur von 23 Grad, normal sind für den Zeitraum um den 20. Juli dort 14 bis 16 Grad. Vielleicht wird bis zum Jahresmaximum Mitte August sogar noch die 25-Grad-Marke erreicht, denn die Hitzewelle in Nordeuropa soll noch mindestens 14 Tage andauern.
    Ebenfallls von einer ungewöhnlichen Hitzewelle betroffen ist der gesamte Breich des zentralen Nordsibirien, wo seit etlichen Wochen die Temperaturniveaus stabil um 6 bis 8 Grad über dem Durchschnitt liegen.
    In den USA treten derzeit ziemlich starke Tornados auf, deutlich außerhalb der Tornadosaison im Frühjahr und im Herbst.
    In Teilen Japans wird nach etremen Niederschlägen vor 7…10 Tagen von den Behörden vor einer “lebensbedrohlichen Hitzewelle” gewarnt.
    Und auch mir fällt der starke Vegetationsvorsprung bei uns auf: meine schwarzen Johannisbeeren habe ich in unserer bergigen Region dieses Jahr zwischen dem 1. und 3. Juli geerntet, normalerweise ist das etwa um den 20. Juli bisher der Fall gewesen.
    Und das alles zu einer Zeit, die eher El Nina-geprägt ist, also einem Zyklus, der eher als klimastabilisierend und relativ kühl gilt. Bin mal gespannt, was los ist, wenn der nächste, für das 2. Halbjahr 2019 vorhergesagte El Nino-Zyklus beginnt.
    Manche “Klima-Hysteriker”, die die negativsten Szenarien vertraten, waren mir ja bisher ähnlich supekt, wie die sogenannten “Klima-Skeptiker”.
    Aber mittlerweile befürchte ich, dass die Veränderungen schneller voranschreiten könnten, als die Vorhersagen des IPCC bisher unterstellten. Und die ja schon bedenklich genug waren.

    • @Michael

      Ja, das aktuelle globale Wetter ist schon krass & erinnert mich oft an Guy McPherson.

      Ich hatte ja vor ca. 4 Jahren selber mal einiges zur Klima-Situation recherchiert… CO2 ist ja nur ein ganz kleiner Teil der Abbruchkanten dort. (-> http://limitstogrowth.de/buchprojekt/)

      Kevin Hester, der den ‘Nature Bats Last’ Podcast von McPherson übernommen hat klingt auch nicht gut. Bespricht die Situation in der Artis im aktuellen Podcast und im letzten hatte er dann Paul Ehrlich (Autor von ‘Polulation Bomb’) im Interview… alles nicht schön. (-> https://naturebatslast.podbean.com/)

      Es scheint immer mehr auf das Scenario hinauszulaufen, welches auch Sam Canara (Kunstname, hinter dem sich wohl 2-3 anonyme Schreiber verstecken) im Arctic News Blog beschreibt. (-> https://arctic-news.blogspot.com/). Das Thema wird Todgeschwiegen.. auch in der Presse. Dr. Peter Wadhams hatte ja erlebt was es bedeutet, wenn man damit zu offen umgeht. Deswegen ist wohl Arctic News auch Anonym… die Forscher & Co. wollen/müssen auch leben.

      Die IPCC Vorhersagen jedoch preisen ganz viele Faktoren gar nicht ein – u.a. Methan und viele Feedbacks, die auch McPherson beschreibt. Er mal nutzen die nur abgehangene Peer-review Artikel, dann die ganze politische Konsens-Suppe… und das alles ‘laggt’ dann am Ende min. 10 Jahre hinter den Erkenntnissen hinterher…

      Schaun wir mal. Der Drops beim Klima scheint sowieso gelutscht – und wir sind die Beifahrer dabei.

  3. Hendrik Altmann sagt:

    Das CO2 Kreislauf System funktioniert so das je Wärmer es wird desto stärker entleeren sich die natürlichen CO2 Speicher, wie die Ozeane, Permafrostböden, Sümpfe usw.

    Der Konter für diese Bewegung wäre eine Zunahme an Vegetation, nur das hier unser Wirtschaftssystem im Weg steht und verhindert das sich Regenwälder, Sümpfe, Wälder und Buschland ausbreiten können, im Gegenteil die Versiegelung durch Straßen und Städte, Trockenlegung von Sümpfen, Rodung und Versteppung durch falsche Viehhaltung verhindert das überschüssiges CO2 in einem Boom der Pflanzenwelt gebunden wird.

    Selbst wenn wir gar keine fossilen Energieträger mehr verbrennen würden wäre der CO2 Kreislauf zugunsten einer starken Zunahme in der Atmosphäre gestört.

    All das wird zu immer höheren Kosten Jahr für Jahr führen, oben drauf als Bonus zu der sich weiter verteuernden Energie, ich denke der Großteil der Bevölkerung wird das in Zukunft deutlich im Geldbeutel zu spüren bekommen, der Wohlstand sollte drastisch sinken für 90% der Bevölkerung.

    @Michael du hast die Brände vergessen in Schweden und die Hitzewelle in Skandinavien, die Hitzewelle in Kanada, die Hizewelle und Dürre in Korea.

    In Afrika sieht es auch nicht gut aus, für ein El Nina Jahr und der Tatsache das wir in einem Minimum der Sonneflecken Aktivität stecken bemerkenswert.

  4. m.sastre sagt:

    Kaum ist eine Theorie/ein Modell veröffentlicht, schon müssen sich ihre Verfechter damit beschäftigen,warum es die Realität gerade in diesem oder jenem Fall nicht erklären kann. Und so beginnen dann die die Reparaturversuche und die Suche nach ausserordentlichen Faktoren, die eine an sich richtige Modellierung ,ausnahmeweise versteht sich,scheitern lassen.

    Die Verknappung der Nettoenergie durch steigende Energiezuflüsse bei der Förderung impliziert, das nicht mehr für alle realwirtschaftlichen Verwendungen genügend Energie vorhanden ist, ergo ein Wettbewerb um die knappen Ressourcen auf dem Markt über das derzeit gängige Instrument des steigenden Preises entsteht. Die Preise steigen dann solange, bis genügend Nachfrager ausgeschieden sind. In einem marktwirtschaftlichen System ist dies die allgemeingültige Mechanik. Wenn dann Verwendungen wegfallen/nicht mehr möglich sind, kommt es zu einer Kontraktion der Wirtschaft und zu einem nachfragebedingten Nachgeben der Ölpreise, wobei diese Zickzack-Kurve die Tendenz nach oben haben wird.
    Fundamentale Marktgesetze haben auch weiterhin ihre Gültigkeit!
    Ich stehe dem ETP-Modell weiterhin sehr skeptisch gegenüber, solange es nicht gelingt die Theorie in die Praxis zu übersetzen.
    Mir konnte bis heute niemand erklären, wie konkret sich der energetische Aufwand eines Ölförderers durch die im ETP-Modell gemachten Aussagen erhöht. Eine Frage auch anderer Kommentatoren in anderen Foren die dort regelmässig unbeantwortet bleibt.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Individualverkehr wird so oder so deutlich teurer werden in der Zukunft oder deutlich effizienter xD

      Noch immer ist die Auslastung unterirdisch und das Nutzlastverhältnis sehr schlecht, Individualverkehr hat das größte Potential für Effizienzsteigerungen, besonders in den USA und Europa.

      Vielleicht werden wir zuerst komfort und Luxus im Individualverkehr der Effizienz opfern müssen.

      Leichte kleine Fahrzeuge werden die Norm werden, wahrscheinlich mit geringer Reichweite, in dieser Kombination braucht es keine großen Akkupacks und EV könnte zumindest in dieser Hinsicht wieder ein Stück attraktiver werden.

      Was die Effizienz erhöht sind ein gutes Nutzlastverhältnis, eine hohe Auslastung und eine lange Lebensdauer/geringer Verschleiß.

      Öl ist praktisch ein Dinosaurier, die geringen Investitionen und niedrigen Erfolge in die Ölexploration zeigen das eindeutig auf, die Transition in EV und Erdgas betriebene Mobilität wird wohl Niemand mehr aufhalten.

      Strom wird allerdings mit ziemlicher Sicherheit weiter teurer werden.

      • Michael Egloff sagt:

        Die reicheren Autofahrer (mehrere hundert Millionen weltweit) werden auch noch die nächsten 15 Jahre Dickschiffe fahren, selbst wenn sich die Ölpreise mehr als verdoppeln sollten. Wenn Gutverdiener heute im Monat ca. 150 Euro im Monat für Benzin ausgeben, bei Netto-Einkommen von 3000,- Euro und teils deutlich mehr, dann ist das ein zu vernachlässigender Betrag. Und wenn aus diesen 150,- Euro mal 300,- Euro werden, ist das für die auch noch nicht dramatisch.
        Aber es werden immer mehr Menschen kein Auto mehr haben können und immer mehr unter genereller Energiearmut leben. Die Spaltung der Gesellschaft, sowohl national aber auch inernational, wird sich immer weiter vertiefen.
        Und eine Verdopplung der Benzinpreise bedeutet ja, dass sich die Rohölpreise mehr als verdreifachen könnten, bevor die obere Mittelschicht über verbrauchsärmere Autos nachdenkt, wegen des fixen Steueranteils im Benzinpreis.
        Und die Oberschicht hat noch mehr Spielraum.

        • @Michael

          So einfach ist das auch wieder nicht. Aktuell zahlen auch “die kleinen” über Nutzungs- und Verbrauchssteuern einen Großteil der Infrastrukturkosten des Straßenverkehrs.

          In einer wirtschaftlichen Krise, mit Wegfall von sagen wir mal 50% der Bezahler, wird die existierende Infrastruktur nicht so einfach aufrechtzuerhalten sein. Dazu kommt ja noch, das alles ‘tun’ dann auch (energetisch) mehr kostet -> Das System würgt sich sozusagen selber ab.

          Optimal ist es natürlich, wenn man in solch eine Phase mit einer Top ausgebauten und neuen Infrastruktur einsteigt – dann kann man noch viel eingebettete Energie kanabalisieren. Da sehe ich jedoch für DE eher schwarz… weil schon heute viel verkommen ist und ein dramatischer Investitions- (bzw. Reparatur-) Stau besteht.

        • m.sastre sagt:

          Bezueglich der reinen Treibstoffkosten mag es angehen, dass so mancher Besserverdiener noch zusetzen koennte und auch deutlich hoehere Benzinpreise tragbar erscheinen. Es werden sich dann aber nicht nur die Mobilitaetskosten erhoehen. In Bereichen mit geringerem Steueranteil (Heizen, Lebensmittel,Flugreisen,energieintensive Produkte wie Elektronik etc.)werden hoehere Oelpreise deutlich staerker durchschlagen und das frei verfuegbare Einkommen schmaelern. Ob DANN noch genuegend Spielraum fuer die bisherige Mobilitaet vorhanden ist, ist fraglich.
          Darueber hinaus bedeuten auch bei Besserverdienern erhoehte Konsumkosten im einen Bereich zwangslaufig Konsumverzicht in anderen. Fliesst mehr Geld, und damit Kaufkraft, in erdoelexportierende Laender verlagert sich auch der Konsum dorthin. Die dann geringere Inlandsnachfrage wird sich in einer geringeren Auslastung der heimischen Wirtschaft niederschlagen. Geht mehr Geld in OPEC-Staaten, dann erleidet die heimische Wirtschaft Nachfrageverluste und verliert Wertschoepfung.
          In unserem System bedeutet ja schon der Verzicht auf ueberfluessigen Konsum ein realwirtschaftliches Problem. Die geringere Auslastung der bundesdeutschen Fahrzeugflotte durch den Verzicht ueberfluessiger Nutzung zu Freizeitzwecken, bedeutet ein weniger an Steuereinnahmen fuer den Staat, weniger Werkstattbedarf, weniger Ersatzteilbedarf und weniger Bedarf an Neufahrzeugen. Die vielen Appelle der Politik zu vernuenftiger Ressourcennutzung sind nur deshalb bisher nicht schaedlich geworden, weil sie zwar gerne gehoert und debattiert, aber kaum ernstgenommmen und umgesetzt werden.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Wenn sich Öl verteuert, verteuert sich erstmal alles, in jedem Produkt, jede Dienstleistung benötigt heute die Energie aus Öl, zumindest ist das heute noch der Fall.

          Ein Ölpreis von 150 Dollar würde die Weltwirtschaft in eine schwere Krise stürzen, viele arme Länder würden einfach kollabieren, die reicheren Länder würden mit eine Rezession kämpfen.

          Die Ölindustrie selbst würde ein solches Szenario nicht begrüßen da der Ölpreis in Folge der starken Rezession einbrechen würde, auf niedrige Preise. Diese Volatilität schadet der Ölindustrie mehr als alles andere.

          So oder so wird es heiß zugehen in der Ölindustrie, die Nachrichten überschlagen sich ja nur noch die letzten zwei Jahre, besonders wichtig Öl wird in Dollar gehandelt und der Dollar ist stark die Zinsen in den USA steigen wärend andere Währungen abwerten, das alles sind keine guten Anzeichen.

  5. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article180184444/Gaskraftwerke-koennten-Braunkohle-vollstaendig-ersetzen.html

    Interessanter Artikel in der Welt über die Möglichkeit Braunkohlekraftwerke durch bestehende Gaskraftwerke zu ersetzen.

    • m.sastre sagt:

      Natürlich könnte man das – aber wozu solche gigantischen Investitionen, nur um von einem fossilen Energieträger auf den anderen zu wechseln? Diese Gaskraftwerke müssten dann auch garantiert einige Jahrzehnte laufen um sich zu rentieren. Als Investor würde ich davor ohne staatliche Garantien zurückschrecken, gerade in der derzeitigen Umbruchphase.
      Und in welchen Ländern könnten sich die Menschen diesen Strom noch leisten?
      Das Gas per se umweltfreundlicher ist, wenn man den Verlust an Schlupfgasen bei der Förderung und den Energieaufwand bei LNG mitberücksichtigt, ist auch fraglich.

      • Michael Egloff sagt:

        Die schlechte Klimabilanz des Erdgases ist längst eine gesicherte Erkenntnis, auch wenn es ausgedehnte wissenschaftliche Untersuchungen dazu bisher nicht gibt, Denn Ehrlichkeit gehört ohnehin nicht zu den Kennzeichen der sogenannten Klimapolitik. Und erst recht nicht zu den Kennzeichen der Veröffentlichungen der Energiekonzerne.
        Bei herkömmlicher Erdgasförderung geht man von von Gasverlusten von 3…4 % aus bei Förderung, Transport und Distribution in der Fläche. Es werden aber nur die CO2-Emissionen bei der Verbrennung berücksichtigt, was zu der gravierenden Fehleinschätzung führt, dass Gas gegenüber Öl eine fast 25% bessere Klimabilanz hat, gegenüber der Braunkohle sogar um 50% besser.
        Bezieht man die Methanemissionen bei konventioneller Förderung mit ein, dürfte die Klima-Gesamtbilanz des Erdgases irgendwo bei der von Steinkohle liegen, also schlechter als die des Erdöls.
        Weitaus grottiger sieht es bei Shalegas aus. Dort liegen die Schätzungen der Gasverluste in erster Linie bei der Förderung zwischen 7 und 11%. Was die Klimabilanz pro erzeugter Kilowattstunde weit schlecht schlechter ausfallen lassen würde, als die von Braunkohle.
        Noch schlimmer sieht es aus, wenn Shalegas als LNG um die Welt geschippert wird, wie das ja von Trump beabsichtigt wird. Dann kommen die Emissionen für den Energieinput für die Verflüssigung und den LNG-Tankertransport noch hinzu.

        Unbegreiflich, dass es zu den Gesamtklimabilanzen bisher keine wirklich akkuraten wissenschaftlichen Untersuchungen gibt. Das heißt: eigentlich ist es begreiflich. Denn das Gasbusiness ist ein Billionengeschäft. Da stört Ehrlichkeit.
        Um so schlimmer, dass sogar auf Seiten der Klimaaktivisten oft genug das Märchen des relativ “sauberen Erdgases” immer wieder aufgewärmt wird und als “Brücke ins nachfossile Zeitalter” angesehen wird.

        • Michael Egloff sagt:

          Noch ein weiteres Beispiel für die extreme Witterung in weiten Teilen der Nordhalbkugel:
          derzeit ist ja das Thema Landwirtschaft/Wetter in Deutschland das Nummer-1-Thema in allen Nachrichtensendungen.
          In anderen Regionen sieht es teils wesentlich dramatischer aus. Beispiel Iran und Pakistan.
          Gerade Pakistan müsste jetzt mitten im Monsun mit seinen üppigen Regenfällen sein, aber der Monsun ist bisher dort (im Gegensatz zu Ostindien und Südostasien) nahezu ausgefallen. Auch die Wetterprognosen für die nächsten 2 Wochen verheißen landesweit praktisch keine Niederschläge, selbst in den Hochgebirgsregionen Nordpakistans nicht.
          Beipiel Sukkur mitten in den Landwirtschaftsgebieten des Pundjab:

          https://www.wetteronline.de/wetter/sukkur

          Wenn bis Ende September nicht noch das Niederschlagsdefizit der letzten Monate aufgeholt wird, steht den gut 200 Millionen Pakistanern eine dramatische Mißernte bevor.
          2050 wird Pakistan zwischen 330 und 370 Millionen Einwohner haben, mit jährlichen nominalen Zuwächsen, die von 4.1 Millionen derzeit auf 6…7 Millionen p.a. hochschnellen werden.
          So viel zum Thema “Fluchtursachen beseitigen”. Der größte Bullshit, den ich je gehört habe.

          Selbst wenn wider alle realistischen Annahmen das Energieproblem für die nächsten 50 Jahre gelöst werden könnte, wäre für die Menschheit nichts gewonnen.

          • Hendrik Altmann sagt:

            Ja bei den Gas Verlusten bin ich auch skeptisch ob die CO2 Bilanz dann letztendlich so gut ist.

            Ein Vorteil wäre natürlich auch der allgemein niedrigere Ausstoß von Schadstoffen.

            Aber letztendlich wird natürlich der Ausstoß von CO2 weiter steigen solange das System wächst und zwar nicht nur durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen deren Nachfrage natürlich trotzdem noch zunimmt.

            Ich denke hier ist aber dennoch völlig falsch die moralische Frage zu stellen, denn Moral hat in den Systemen des Lebens keinen wesentlichen Einfluss auf dessen Funktion.

            Die entscheidende Frage wird sein Fortschritt oder Untergang, gelingt es den Fortschritt schnell genug voran zu bringen um den Untergang weiter davon zu laufen.

            Denn wenn Fortschritt nicht mehr funktioniert bleibt nur noch der Untergang, das ist übrigens was wir bereits seit tausenden Jahren machen dem Untergang ein Schippchen schlagen, bislang hat dies immer noch funktioniert.

            Die Alternativen für die fossilen müssen weiter effizienter werden, das System muss weiter effizienter werden, nur so können wir vielleicht weiter wachsen.

            Nur steigen die Kosten für den Klimawandel immer schneller und stärker an Jahr für Jahr in Kobination mit teurer werdender Energie keine gute Kombination, es wird so schwieriger in Fortschritt zu investieren.

            Übrigens, vermutlich existieren in den Permafrostböden und wohl auch in Grönland und der Antarktis noch riesige Mengen fossiler Brennstoffe, denn tatsächlich existierte das Leben wesentlich länger in heissen Klimaphasen als in kalten Klimaphasen.

            In diesen heissen Klimaphasen waren die Pole stark besiedelt durch Urwälder und wohl auch vielen Tieren was wohl auch eine große Menge Kohlenstoff in dieser Region vermuten lässt, in den heissen Klimaphasen waren die Temperaturen für das Leben an den Polen optimal und wie gesat überwogen diese Phasen den kalten in der Häufigkeit deutlich.

            So gibt es in Nord Kanada riesige Kohlepflötze in den Permafrostböden und wohl noch mehr fossile Bodenschätze in den Pol Regionen.

            Hier ist ein sehr spannender Beitrag auf Youtube dazu.

            https://www.youtube.com/watch?v=q-2mTOh0m24

            • Michael Egloff sagt:

              Hallo Hendrik,
              ich diskutiere auch garnicht in moralischen Kategorien, sondern versuche nur Fakten in den Blick zu nehmen. Ohne moralische Wertung.
              Klar, bisher ist bis auf vorübergehnde Krisenzeiten wie Pestepidemien oder große Kriege, alles immer besser geworden für die Menschheit. Immer mehr Menschen konnten ernährt (oder sogar überernährt) werden, die Alphabetisierungsrate wurde immer höher, die Mütter- und Kindersterblichkeit wurde drastisch gesenkt, Infektionskrankheiten mit früher extremen Opferzahlen zurückgedrängt, natürliche Ressourcen wurden immer besser erschlossen und nutzbar gemacht, und vieles Andere. Ein goldenes Zeitalter, wie es die Menschheit nie vorher auch nur ansatzweise erlebt hatte und von der die Menschen vor 200…500…1000…5000 Jahren nur träumen konnten.
              Selbst ein extremer Optimist hätte das früher kaum vorrauszusehen gewagt.
              Doch die heutigen (gerade auch jungen) Menschen und die, die noch hinzukommen, werden ihr Leben eben in der Zukunft verbringen. Die Zukunft ist also das einzig Relevante. Und da zeigen fast alle Fakten in die falsche Richtung, bezogen auf den Rest diese Jahrhunderts:
              – zu hoher und stetig steigender Verbrauch an Rohstoffen, von Sand bis hin zu Phosphaten, von Öl und Gas ganz zu schweigen,
              – Zusammenballung immer größerer Menschenmengen in klimatisch und ökologisch zunehmend problematischen Regionen (z.B. in den Einzugsbereichen des Nil, des Niger oder des Indus),
              – Akkumulation von immer mehr Schadstoffen verschiedenster Art in Böden, im Grundwasser und in den Meeren, gerade auch in dicht besiedelten Gebieten,
              – Wiedererstarken unserer letzten natürlichen Feinde in Form multiresistenter Keime,
              – erkennbare Tendenz zu steigenden Konflikten um natürliche Ressourcen bei immer höherem Bewaffnungsgrad,
              – erkennbare Tendenz zu verstärkter nationaler Abschottung,
              – der schon besprochene, in Fahrt kommende Klimawandel,
              und viele andere Faktoren wie z.B. eine irgendwann nicht mehr aufrecht zu erhaltende Tendenz zu immer höherer Kapitalintensität der Hochertragslandwirtschaft, kombiniert mit historisch beispielloser Landflucht und in etlichen Ländern Überalterung der Landwirte (in den USA 58 Jahre und in Japan 61 Jahre Durchschnittsalter).
              Wenn dann noch inerhalb der nächsten Jahrzehnte ein weitgehnder Zusammenbruch des Welthandels mit Agrargütern dazukommt, wovon ich aus mehreren Gründen ausgehe, dann ist das goldene Zeitalter der letzten 10000 Jahre definitiv zu Ende. Dann wird es schon verdammt schwierig werden, heute selbstverständlich zivilisatorische Standards des Zeitalters der Aufklärung halbwegs aufrecht zu erhalten.
              Ich spreche dabei von den nächsten 100 Jahren. Bei dem Versuch von genaueren Terminierungen setzt man sich ohnehin in die Nesseln.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Das sind alles die Herausforderungen des Fortschritts, wobei Fortschritt im wesentlichen die Erhöhung der Effizienz von Prozessen darstellt, ob dies nun die Landwirtschaft, die Bereitstellung von Energie und Wasser betrifft oder anderes, nur eine stetige Erhöhung der Effizienz kann sicherstellen das sich dieses Hochtechnologiesystem weiter behaupten kann.

                Wenn wir die Ökosysteme betrachten ist in der Evolution genau das selbe passiert, die Ökosysteme sind hocheffizient, an der Grenze des physikalisch möglichen, da geht einfach nicht mehr.

                Viele der heutigen technischen Effizienzverbesserungen gründen sich aus der Beobachtung aus den Ökosystemen der Erde und wir versuchen sie technisch zu kopieren.

                All die Probleme die sich auftun regulieren dieses System etweder automatisch, das Wachstum würde stoppen und das System würde sich entschlacken, der Kollpas oder crash, oder Fortschritt ermöglicht ein weitere Wachstum, es ist schön so etwas live miterleben zu können, Systeme des Lebens sind ein einziges Wunder und zu verstehen wie sie funktionieren eine enorme Befriedigung, denn in einem jeden von uns nagt die Frage warum und welchen Sinn macht das alles.

                Aber es legt auch die Machlosigkeit von Individuen für die Macroabläufe in diesen Systemen dar, praktisch werden all diese Systeme vom Wettkampf gesteuert und geordnet und nicht von Individuen.

                Wir haben keine Macht über diese Systeme sondern diese Systeme kontrollieren uns und die Systeme des Lebens zeichnet ein extrem starker Wachstums und Expansionsdrang aus, diesen Zwang können wir uns nicht und sollten wir uns nicht entledigen, den ohne diesen Druck für weitere Wachstum funktioniert keines dieser Systeme.

                Ohne die Option die Funktion dieser Systeme zu ändern bleibt nur dessen Dokumentation und daraus zu lernen, das wichtigste in Wettkampf orientierten Systemen ist der Erfolg und zu den Gewinnern zu gehören und darauf sein individuelles Leben zu optimieren, wer heute gewinnt erhöht damit auch die Chancen morgen zu gewinnen.

                Macht und Geld/Kapital erhöhen die Chancen mehr Macht und Kapital/Geld zu akkumulieren, das Leben ist ein Wettkampf und die Schlachten werden im hier und jetzt geschlagen, natürlich geht es auch um die Zukunft aber wenn ich heute im hier und jetzt verlieren dann sieht es für die Zukunft auch nicht rosig aus.

                Wer sich heute durchsetzen kann und Erfolg hat im System, der wird dies auch in Zukunft tun, denn die Regeln nach dennen diese Systeme funktionieren sind alle haar genau die selben und haben sich seit dem es diese Systeme gibt kein Stück verändert.

                Die Frage ist nicht wie groß dein ökologischer Fussabdruck ist oder wie viel Energie du verbrauchst, die Frage ist wie groß dein Erfolg ist bei dem was du tust und wie stark es dich im Leben weiterbringt bzw. deine Familie, der ökologische Fussabdruck spielt dabei keine Rolle oder wie viel Energie du dabei einsetzt, whatever it takes…, dies gilt heute wie vor hunderten von Millionen Jahren wie auch in der Zukunft, die Systeme funktionieren so das es nur wenige Gewinner und viele Verlierer geben muss und man selbst hat in der Vielzahl von Entscheidungen im Leben die Wahl zu welcher Gruppe man gehören will und natürlich spielt auch eine gewisse Portion Glück und Pech mit hinein aber drauf sollte man sich nicht ausruhen bzw. Entschuldigungen suchen.

                Also was sind die Lösungen für zu wenig Ressourcen, zu wenig Raum, zu wenig Erde ist es sparen, Effizienz, Geburtenkontrolle, Selbstmord?

                Die Antwort ist einfach, versuchen zu den Gewinnern zu gehören, denn sparen und Effizienz führt nur zu mehr Wachstum und der Endeffekt ist immer der selbe, Selbstmord ist aufgeben und sollte für Niemanden eine Option sein.

                Zu den Gewinnern zu gehören heisst sehr wahrscheinlich überleben und zwar gut zu überleben und ist so die einzig in Betracht zu ziehende Strategie.

                Ressorcenarmut, Konflikte, Nahrungs und Wasserknapheit, Klimawandel trifft immer zuerst die Verlierer, die untersten Bevölkerungsschichten stehen immer in der vordersten Front, somit ist klar was die Ziele im Leben sind.

                Das hört sich brutal an aber damit das Chaos/Leben vom Wettkampf auf den Weg des Erfolgs gebracht werden kann muss ständig gesiebt werden, nur kann sichgestellt werden das sich das Leben auf einem gesunden Weg weiterentwickelt, es gibt einfach keine Alternative wie Chaos anders effektiv geordnet werden und positiv entwickelt werden kann.

  6. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/usa-los-angeles-will-hoover-damm-in-riesenbatterie-umbauen-a-1220703.html

    Es gibt Pläne den Hoover Damm in eine Art Pumpspeicher Kraftwerk umzubauen, für die Speicherung von Energie aus ernuerbaren Quellen.

  7. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Energy-General/LNG-Prices-Soar-As-Heatwave-Hits-Eastern-Asia.html

    Je mehr extreme Wetter Ereignisse, desto mehr Energie wird benötigt auch aus fossilen Quellen…

    Da wir ja jetzt alle 10-20 Jahre einen Jahrhundertsommer haben, komisch wie viele Jahrhundertsommer schon jetzt in ein Jahrhundert passen xD

    • Berndt sagt:

      Zur Hitzewelle ein Kommentar von Ugo Bardi:
      We are not making it.

      Suddenly, everyone seems to have been reaching the same conclusion: we are not making it. We are, actually, going back. Investments in renewable energy are falling, those on fossil fuels are surging.

      und ein Link:
      https://www.economist.com/leaders/2018/08/02/the-world-is-losing-the-war-against-climate-change

      Der Ausstoß von Kohlendioxid hat den Jetstream stark verändert. Die Eiskappe der Arktis schmilzt ab, dass läßt sich nicht mehr aufhalten. Genauso wenig läßt sich das Freisetzen von Methanhydraten in Polargebieten noch aufhalten. Die Menschheit hat die Mitkopplungseffekte der Erde in Gang gesetzt, die eigentlich mit dem Zwei-Grad-Ziel verhindert werden sollten.

      Giovanni Marochi: With this wave of heat….there should be something boiling also in the political scene, but it is weird to see that our leaders are cools as ever, they speak and act as if there are living in another planet.
      In fact we are in war.

      Wir sind im Krieg.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Es ist unmöglich für Politiker die kurzfristigen und mittelfristigen Vorteile im Wettbewerb den fossile Energieträger mit sich bringen zu ignorieren, das würde Wettbewerbsnachteile in der eigenen Karriere und auch für das Land und die Bürger bedeuten.

        Höhere Zölle auf Solar Panels für die in China produzierten Panels haben die Investitionen in diese Anlagen in den USA reduziert, diese Panels werden in China vorwiegend mit billigem Kohlestrom produziert.

        Die Daten in der Arktis sind natürlich erschreckend, kollabiert der arktische Wirbel und verlangsamen sich die Jetstreams weiter ändert sich das Klima noch viel schneller als jetzt schon, alle Daten zeigen das wenn die CO2 Emmissionen jetzt auf null gefahren werden die Arktis trotzdem kollabieren würde und die Permafrostböden auftauen würden, das dauert zwar lange aber es enthalten die Permafrostböden und die Methanhydratvorkommen in der Arktis/Nordpolarmeer ca. 3-4 mal so viel gespeichertes CO2 als wir jetzt in der Atmosphäre haben.

        Dazu kommen mehr Wald und Buschbrände, eine Ausdehnung der Wüstenbiome sowie mehr Vulkanismus durch das abschmelzen von gigantischen Eismassen im Moment noch vor allem in Grönland und der Westantarktis und ob die Regenwälder bestand haben werden in der Zukunft ist noch ungewiss, all diese Veränderungen bedeuten noch mehr CO2 in der Atmosphäre.

        langfristig werden wohl wieder 1000 ppm erreicht werden.

        Was diese klimatischen Veränderungen für unseren Wohlstand bedeuten ist noch gar nicht abzuschätzen.

        Ob wir jetzt noch die letzten wirtschaftlich zu fördernden fossilen Vorkommen ausbeuten macht im wesentlichen keinen Unterschied mehr.

  8. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/The-US-Oil-Production-Mirage.html

    Die fracking Industrie kämpft wohl mit Problemen die Produktion nach Plan auszubauen, Pipline Kapazitäten und höhere Kosten behindern den Ausbau der Produktionskapazitäten und die Produktion blaibt hinter den Erwartungen zurück.

    Auch scheint die USA nicht mehr sehr weit vom Produktionsmaximum entfernt zu sein.

    • Berndt sagt:

      Man kann die ETP-Gleichung auch auf einzelne Fracking-Bohrungen anwenden. Z,B. im Bakken sind die Bohrlöcher viel tiefer als bei konventionellen Quellen, deswegen ist das herauskommende Öl auch viel wärmer als sonst. Der zweite Hauptsatz verlangt auch hier, dass die gesamte Wärmeenergie durch externe Quellen aufgebracht wird. Wenn man das durchrechnet, kommt man schnell darauf, das Fracking energie-negativ ist. Es wird gemacht, weil billige Energie (Gas, Kohle) eingesetzt wird und (mit genügend Glück) ein finanzieller Gewinn möglich ist. Glück heißt: Keine trockenen Quellen, hoher Ölfluß, kein Wasseranteil. Je höher die Energiepreise, desto teurer wird Fracking.

      Im Grunde bedeutet Fracking: Reine Blindleistung mit hohem CO2-Ausstoß.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Das ist der Punkt worauf ich immer hinaus wollte, fracking oder der Teersandabbau sind praktisch unmöglich ohne Fremdenergie aus anderen fossilen Quellen oder Wasserkraft, wobei Wasserkraft nur beschränkt zur Verfügung steht.

        Der Erntefaktor aus Quellen wie fracking oder Teersandabbau ist schlicht zu niedrig um die Förderung zu rechtfertigen, nur die noch recht hohen Erntefaktoren aus der Gasförderung, Kohle und Wasserkraft verhinderten das die Ölproduktion eingebrochen ist.

        https://oilprice.com/Energy/Natural-Gas/The-US-Remains-The-Natural-Gas-King.html

        Erdgas bommt immer stärker weil es neben einen etwas niedrigeren CO2 Ausstoß einen noch passablen Ertefaktor aufweisst, die Produktion von Erdgas wächst von allen fossilen Energieträgern mit Abstand am stärksten.

  9. Berndt sagt:

    Ein historischer Beitrag:

    https://www.nytimes.com/1972/04/02/archives/the-limits-to-growth-a-report-for-the-club-of-romes-project-on-the.html

    Aus heutiger Sicht ein klassischer Beitrag der Religion des Wachstums und der unsichtbaren Hand, d

  10. Berndt sagt:

    Aus heutiger Sicht ein klassischer Beitrag der Religion des Wachstums und der unsichtbaren Hand. Die Autoren haben damals fest geglaubt, heute würde Fusionsenergie zur Verfügung stehen und alle Probleme lösen.

    Art Berman: “Americans have more faith in technology that has not been invented yet than they do in God.”

  11. Berndt sagt:

    Und noch eines:
    Werft einen Blick auf Folie 21 “Change of Energy Intensity Curve”. Diese Kurve ist in den letzten Jahren in einen völlig flachen Verlauf übergegangen. Ich habe diese Kurve immer als die Auswirkung des technischen Fortschritts angesehen. Früher hat der technische Fortschritt dazu geführt, das eine konstante Energiemenge ein immer größeres GDP erlaubte. Die flache Kurve heißt nichts anderes als: “Es gibt keinen technischen Fortschritt mehr”

    Rex Tillerson zum Klimawandel: Rex Tillerson publicly announced humans will adapt….as they always have and technology will provide the solutions.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Nur die Hoffnung das Technologie das System weiter wachsen lässt, den Wohlstand an den wir uns gewöhnt haben bewahrt ist die einzige Hoffnung die wir für die Zukunft haben.

      Niemand gibt freiwillig seinen Wohlstand auf, im Gegenteil das Ziel ist doch diesen zu mehren für die ungewisse Altersversorgung und/oder den Kindern einen besseren Start zu ermöglichen.

      Technologie bleibt letztendlich ein scharfes Schwert in der Welt des Wettkampfes, die Alternative ist Aufgeben, sich hinlegen um zu sterben, das mag vielleicht für einige eine Option sein, aber Marcroökonomisch ist dies in all den vielen Millionen Jahren seit dem es das Leben gibt nie passiert, das Leben kannte immer nur einen Weg den es so sturr wie man nur sein kann gegangen ist und der war so viel wie möglich so schnell wie möglich, nichts wird die Mechaniken des Wettkampfes aufbrechen nach dem das Leben funktioniert, so natürlich ist Technologie die Religion zu der wir beten weil Technologie Vorteile bringt die uns da hin gebracht haben wo wir heute stehen, an der Spitze, wir dominieren das Leben auf der Erde und haben mehr erreicht als jede andere Spezies die je auf diesem Planeten existiert hat, villt sogar im Universum existiert hat…

      So was sollen wir anbeten und verehren wenn nicht Technologie, die einzige Religion die wirklich was für die Menscheit gebracht hat…, no offense ;)

    • Hendrik Altmann sagt:

      Schwer zu sagen, Iran bleibt die Wildcard hier.

      Insgesamt aber natürlich steuern wir auf höhere Ölpreise zu wenn die Nachfrage weiter wächst, da die Investitionen in Exploration seit Jahren zu niedrig sind und zu wenig neues Öl gefunden wird.

  12. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/rekordsommer-fuer-klimageraete-hersteller-15731477.html

    “Die Vereinigten Staaten allein verbrauchten mit ihren Klimaanlagen so viel Energie wie ganz Afrika insgesamt.”

  13. Mario sagt:

    Die Lira stürzt ins Bodenlose, Russland droht USA mit einem Wirtschaftskrieg, jede Woche noch mehr Strafzölle auf Seiten USA und China und Rekordtemperaturen und Unwetter sowie kaputte Ernten. Israel, Yemen, Venezuela und Syrien runden das Bild ab. Die Endzeit wird eingeläutet!! Und obwohl wir noch genug Energie haben. Was passiert erst, wenn das Öl nicht mehr ganz so günstig sprudelt? In diesem Sinne: genießt das Wochenende!

  14. Mario sagt:

    Was in Genua passiert ist heute ist tragisch. Wird aber auch uns mal treffen. In und um Köln wird auch jede zweite Brücke notsaniert. Alles Flickenschusterei. Das wird nicht der letzte Einsturz werden.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Brücken und Strassen neu zu bauen bedeutet aber auch oft höhere Kosten die auf die Bevölkerung umgelegt werden müsste, was die ohnehin schon sehr hohen Abgaben und Steuern weiter in die Höhe treiben würde.

      Die Todeszahlen in Deutschland durch beschädigte Infrastruktur stehen in keinem Vergleich zu den Zahlen durch Tabak oder Alkoholkonsum als Beispiel, ich denke das darf man hier noch nicht so dramatisch sehen.

      In anderen ärmeren Staaten mit hoher Korruption ist das sicherlich ein größeres Problem.

  15. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/kippt-das-klima-auch-bei-erreichen-des-zwei-grad-zieles-15733333.html

    Man muss sich nur mal die Klimadaten der letzten 20 Jahre auf der Nordhalbkugel anschauen, es ist ziemlich eindeutig das die Permafrostböden auftauen werden und das wir im Sommer einen eisfreien Norpol/Nordpolarmeer bekommen werden.

    Was nichts anderes bedeutet das dieses dort gespeicherte Methan zum großen Teil freigegeben wird in die Atmosphäre, dieser Prozess hat schon begonnen und wird sich mit dem blue ozean event in der Zukunft deutlich beschleunigen.

    Die Nordhalbkugel erwärmt sich zudem wesentlich schneller als der Rest der Welt.

    Eine wärmere Welt ist nicht unbedingt schlechter für das Leben, sie könnte sogar mehr Biomasse bedeuten wie Daten aus der Vergangenheit zeigen nur die Veränderungsphase dorthin ist oft durch einen extinction event gekennzeichnet, besonders wenn die Veränderungen so schnell wie dieser durch Menschen verursachte Klimwandel stattfindet.

    Die Systeme des Lebens können sich einfach nicht so schnell neu anpassen, ein Kollaps der Ökosysteme wird die Folge sein.

    Die Kombination aus diesem extrem schnellen Klimawandel plus immer höherer Energiekosten wird eine epische Herausforderung sein für die Menschen in der Zukunft.

    Und bei der Frage ob diese Hitzewelle vom Menschen verursachten Klimawandel beinflusst ist, natürlich ist sie das wie jedes Wetterereigniss die letzten 80 Jahre, den der Klimawandel ist immer und überall präsent.

    Und zu der Frage ob dies hätte verhindert werden können ganz klar nein, die fossilen Energieträger boten einen zu großen Vorteil im globalen Wettbewerb und tun dies noch heute, der Produktion fossiler Energieträger nimmt weiter ständig zu und Sümpfe und Wälder müsse besonders in Entwicklungsländern weiterhin Agrarland und Viehweiden weichen.

    Und selbst falls wir es schaffen sollten in 25-50 Jahren die fossilen Energieträger zu verbannen wird dies dann keinen Effekt mehr haben.

    Somit stehen die großen Herausforderungen für die Menscheit in der Zukunft schon heute fest.

  16. Heinz sagt:

    Mit größtem Interesse habe ich den neuest Blogeintrag von Tverberg gelesen. Er verweist auf die Studie von Malhi. In meinen Recherchen bin ich dann auf Folgendes gestoßen: http://www.yadvindermalhi.org/uploads/1/8/7/6/18767612/malhi_2014_metabolism_of_a_human_dominated_planet.pdf
    Wenn nun Malhi recht hat und es spricht Einiges dafür, können wir der Falle nicht entkommen. Im Wesentlichen wird behauptet, der Energieverbrauch der menschlichen Bevölkerung ist eine Funktion der Bevölkerungsdichte. Mit einigen Abweichungen nach unten und nach oben. D.h. nach diesem Modell, dass jeder auf dieser Welt lebende Mensch, minimal pro Tag 55kWh pro Tag benötigt, um zu überleben. Weiter bedeutet das, dass das große Sterben beginnt sobald die tgl. Einkünfte nicht mehr ausreichen diese Energie zu bezahlen. Wobei gilt, dass die europäischen Industrienationen mit einer Bevölkerungsdichte von >300 gar nicht mehr in der Lage sind, nachhaltig zu überleben. Er hat es für England ausgeführt, aber er hat nachgewiesen, dass England ungefähr das Doppelte von dem verbraucht, was organisch von allen Lebenwesen auf dieser Fläche produziert werden kann. Nun, es gibt natürlich Hoffnung, weil die biologische Komponente des planetaren Ökosystems nur ca. 2% der eingefallenen Solarenergie nutzt. Es kann sein, dass der Mensch in dieser Hinsicht effizienter agiert. Nur bezweifle ich sehr stark, dass das ökologische Gleichgewicht gewahrt werden kann, wenn der Mensch in der Lage wäre 4% dieser Energie zu nutzen.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Welches Gleichgewicht, der Mensch ist dabei alle Funktionen der Ökosysteme zu übernehmen und zu kontrollieren, ist die Zeitkomponente nur lang genung werden wir die selbe Effizienz erreichen wie die natürlichen Ökosysteme bei einem wohl deutlich höherem Erntefaktor.

      Unser Wirtschaftssystem bewegt sich in die Richtung die heutige Komplexität bei einem Erntefaktor von 10 noch zu erhalten, das würde uns schon mehr Zeit kaufen.

      Effizeinzverbesserungen kontern einen fallenden Gesamterntefaktor, was bedeutet das wir unter umständen irgendwann jedwede Leistung die uns die Ökosysteme liefern selbst genauso günstig bereitstellen können.

      Im Moment wächst das Wirtschaftssystem immer weiter und wird auch noch immer effizienter, beides synergiert hier miteinander, es kann durchaus möglich sein das wir den natürlichen Grenzen des Wachstums entkommen können den uns dieser Planet aufzulegen scheint, das ist doch das Wunder des Lebens, der immer währende stoische Versuch die Grenzen zu durchbrechen.

      Das Leben ist ein Spiel, ein Wettkampf, der Mensch und sein Wirtschaftssystem ist der Versuch des Lebens in noch nie vorher erreichte Räume vorzudringen und diese zu erobern und vor allem ist es ein ständiger Kampf gegen die Zeit.

      Dabei kann keine Ressource geschont werden den alles was die Entwicklung verlangsamt würde das Ziel was erreicht werden möchte in Gefahr bringen.

      Wenn das Leben hier scheitert was dann?

      Wie immer es fängt wieder von vorne an und versuch es immer und immer wieder bis Leben nicht mehr möglich ist.

      Beim Leben ist es immer die Frage nach mehr Energie, billiger Energie, Systeme können nur mit Energie wachsen und sich entwickeln, je billiger die Energie desto komplexer werden Systeme.

      Je komplexer das System desto mehr Möglichkeiten an Energie zu kommen und hier liegt das Geheimniss, wir müssen immer größer und komplexer wachsen um neue Möglichkeiten der Energiegewinnung aufzuschliessen, das ist das Rennen gegen die Zeit.

      Villt werden die Erneuerbaren doch noch so effizient um einen Erntefaktor von 10 zu liefern oder neue Technologien in der Energieforschung aus Nukleartechnik, wer weiss das schon heute, gut ist jedenfalls der uerschüterliche Glaube des Lebens das es immer einen Weg gibt dort draussen, immer ein weiter, ein mehr, neue Möglichkeiten in den unendlichen Weiten die uns dieses Universum noch bietet.

      Die Moral die uns das Leben aus der Geschichte des Lebens lehrt ist, das man es immer wieder versuchen muss solange es nur irgendwie geht.

  17. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/The-Weakest-EIA-Report-In-Years.html

    Die Handelskonflikte schlagen auf den Industriesektor durch, das Wachstum verlangsamt sich wieder und die Lagerbestände an Öl und Treibstoffen wachsen wieder deutlich.

    Die Folge werden sinkende Preise sein für die nächsten Monate, zumindest werden sie nicht steigen.

  18. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Alternative-Energy/Solar-Energy/Brazils-Opposing-Energy-Views.html

    Brasilien hat das Potenzial wirtschaflich ein Gigant zu werden den Wasserkraft hat einen vergleichsweise hohen Erntefaktor und macht etwas über 60% der elektrischen Energieproduktion aus.

    Solarenergie konnte sich bisher gegenüber Wasserkraft und Biomasse nicht durchsetzen, was den in Studien geringen Erntefaktor belegt, obwohl das Land ehr nah am Äquator liegt und so bessere Voraussetzungen hat als Länder in den nördlichen Breiten.

    Der hohe Erntefaktor bei der Wasserkraft und Gasproduktion ermöglichte es dem Land die Energiekosten gering zu halten und die Produktion von Öl, Solarkraft und Biomasse mit zu stützen was eine gute Basis ist für wirtschafliches Wachstum, zumindest wenn die administrative Effizienz gesteigert werden kann und die Korruption verringert werden kann.

  19. m.sastre sagt:

    Nachdem hier länger nicht kommentiert wurde, könnten wir doch mal etwas spekulieren.
    Nachdem der Ölpreis innerhalb eines Jahres wieder recht kräftig angestiegen war und nach der konzertierten OPEC/Russland Fördermengenerhöhung wieder etwas absackte, scheint er sich nun wieder tendenziell aufwärts zu bewegen. Mit den Förderreserven sieht es mau aus, mit den Neufunden und Neuerschliesungen ebenso und ich hege den Verdacht, das die Dittmer-Studie sich als recht zielgenau erweisen könnte.
    Wenn alleine die OECD-Staaten ab etwa 2020 einen jährlichen Decline von 5% zu erwarten haben,dann müsste peak-oil so ziemlich jetzt stattfinden.
    Unter der Annahme, das mit einem erneuten Ausbruch der Finanzkrise dieses Jahr nicht mehr zu rechnen ist, prognostiziere ich Ölpreise (Brent) von nicht unter 90$ am Ende dieses Jahres.
    Wer hält dagegen?
    Hat die letzte Ölpreisrallye, die von 2003 bis 2008 Preissteigerungen von etwas über 20$ auf knapp 150$ mit sich brachte, etwa sechs Jahre gebraucht so würde es diesmal wohl deutlich schneller gehen, da das Erwachen der unkonventionellen Förderung damals etwas als Puffer diente.
    Nun fehlt dieses Gegengewicht zum Förderrückgang der konventionellen Produktion.
    Darauf aufbauend bleibt die Frage, ab welchem Preisniveau die Wirtschaft abgewürgt wird. Hundert Dollar von 2008 sind heute viel weniger, andererseits sind die Schuldenstände weltweit gestiegen und die Margen der Unternehmen gesunken. Das meint Ihr? Ich traue mir hier keine Antwort zu.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Schwer zu sagen, das Ölembargo gegen den Iran zeigt seine Wirkung und treibt den Preis am stärksten.

      Die Handelskonflikte und der starke Dollar dagegen dämpfen das Wachstum und die Ölnachfrage.

      Ich denke wir werden bei 80 Dollar stehen, vielleicht leicht darüber am Ende des Jahres, vorausgesetzt das Embargo gegen den Iran bleibt weiterhin so wirkungsvoll.

      Langfristig zeigt der Preis nach oben, wie du schon erwähnst laufen die Neufunde dem Verbrauch viele Jahre hinterher, Jahrzehte…

      Die letzten Jahre wurden kaum noch Vorkommen gefunden, der letzte Anstieg ist der Tiefsee Exploration zu verdanken, also teures Öl und drauf wird sich die Exploration nach Öl auch weiter verstärkt konzentrieren.

      An Land wurde so gut wie alles gefunden.

      Peaköl ist einen Katzensprung entfernt.

  20. h.c. sagt:

    Darauf aufbauend bleibt die Frage, ab welchem Preisniveau die Wirtschaft abgewürgt wird. Hundert Dollar von 2008 sind heute viel weniger, andererseits sind die Schuldenstände weltweit gestiegen und die Margen der Unternehmen gesunken. Das meint Ihr? Ich traue mir hier keine Antwort zu.

    Ich könnte mir vorstellen, das mittelfristig ein Krieg gegen Iran, etc. angefangen wird um von den wirklichen Problemen abzulenken – die den wirklich wichtigen Entscheidern / Lenkern ja klar sein dürften.

    Klar gibts dadurch eine Krise – die kommt jedoch so oder so. Und das der Masse von Politik & Tagesschau erzählt wird wo wir wirklich stehen.. wie das Spiel wirklich funktioniert… davon gehe ich nicht aus. Denn das würde den Glauben an die Zukunft verstören und damit das aktuelle System.

    Insofern sehe ich die Testversuche und kommende Technologie in Bezug auf die (finale?) Zerstörung der menschlichen reproduktionsfähigkeit, sowie der Zerstörung der psychischen – und anderweitigen Gesundheit fast schon Positiv. Und (fast) alle machen mit und bezahlen sogar noch Geld dafür! Erinnert mich Stark an den ersten ‘Kingsman’ Spielfilm.

    Ich denke ab 2020 wirds wirklich Spannend… weil es einfach zu viele Abbruchkanten & Co. gibt.

    Welche Rolle spielt da eigentlich noch wo die Preise Kurz- bzw. Mittelfristig hin gehen?

    • Hendrik Altmann sagt:

      Ein großangelegten Krieg im Nahen Osten halte ich für zu riskant, das würde dann tatsächlich den Ölpreis explodieren lassen und auf die weltweite Wirtschaft zurück reflektieren mit Preisen über 100 Dollar.

      Der nahe Osten produziert praktisch am Limit, wie der Rest der Welt, jede Störung durch größere Konflikte in den Förderregionen würde den Preis für Öl stark treiben.

      Die USA können sich derzeit eigentlich keinen Krieg leisten denn sie sind auf einem Weg der Isolation, ein Krieg wo auch immer würde die Isolation nur beschleunigen und das Vertrauen anderer Staaten in die USA witer reduzieren.

      Einzig Israel und Saudi Arabien würden wohl einen weiteren Krieg gegen Syrien und Iran zustimmen, wobei es weitere Pateien gibt die in diesem Machtgefüge mitmischen wie Russland und die Türkei, ein Flächenbrand wäre möglich, nachdem die USA unter Trump alles daran setzen alles und jeden mit agressiven Mitteln unter Druck zu setzen.

  21. Berndt sagt:

    Zum Ölpreis (basierend auf den Daten der Vergangenheit:)
    Meine Extrapolation für den Preis gegen Ende des Jahres ist im Foliensatz (14) dargestellt – es sind etwa 50 $/barrel. Die Abweichungen von der Kurve waren bisher bis zu 20 $; meistens aber nicht mehr als 10 $. Die nächsten vier Wochen sind entscheidend für die Richtung in der sich der Preis bewegt. Wenn die Lagermengen in die USA zunehmen, wird der Preis fallen. Da die Ölproduktion in den USA zur Zeit steigend ist, ist die Zunahme der Lagerbestände wahrscheinlich.

    Diese Fakten sind in den USA bekannt, alle möglichen Leuten werden den Preis beeinflussen wollen. Ölhändler versuchen den Export zu maximieren, um die Lagermengen klein und um den Preis oben zu halten. Trump wird wegen der Wahlen den Preis niedrig halten wollen, also die Förderung hoch halten, Seine irrlichternde Politik kann aber durchaus an anderer Stelle zu einem Lieferengpass führen. Mal sehen.

  22. Patrick sagt:

    https://ourfiniteworld.com/2018/08/27/how-energy-shortages-really-affect-the-economy/

    Gails Fazits werden gefühlt auch düsterer…

    “Most of us have never been taught about resource wars. The wide availability of fossil fuels eliminated the need to even think about a possible lack of energy resources, or other limited resources such as fresh water. Unfortunately, resource conflict may be back in some new 21st century version in the not too distant future.”

  23. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Oil-Prices/Rising-Supply-Will-Keep-Oil-Prices-Rangebound.html

    Nach diesem Artikel hier wird der Ölpreis in der Range von 70-75 Dollar bis zum Ende des Jahres relativ stabil bleiben.

    Da die USA auch schon Öl aus der strategischen Reserve auf den Markt geworfen haben und das vielleicht auch weiter tun werden um den Preis nicht zu hoch steigen zu lassen, ist ein Preisanstieg weit über 80 Dollar wohl ehr unwahrscheinlich.

    Nichts desto trotz wurde auch 2018 wieder viel zu wenig investiert in das aufinden neuer Ölreserven.

  24. m.sastre sagt:

    Wenn D.Trump Bestände der strategische Ölreserve auf den Markt wirft und sich die Lager dennoch leeren, kann man dies umgekehrt auch als dringendes Warnsignal deuten, welches alleine schon zu spekulativen Preisausbrüchen nach oben führen könnte:

    https://www.finanzen.net/nachricht/rohstoffe/us-rohoellagerbestaende-staerker-als-erwartet-gesunken-6545097

    Die Möglichkeit, durch hohe Abverkäufe die Marktlage in den USA zu verbessern, halte ich für begrenzt, da der Ölmarkt ein System kommunizierender Röhren darstellt und die Preise anderer Sorten ebenfalls steigen.

    @Bernd: Die Förderungsteigerung in den USA nähert sich auch ihrem Ende. Das Permian Bassin wird die Erwartungen wohl nicht erfüllen und China hat für dieses Jahr seinen Peak für die konventionelle und die unkonventionelle Förderung angekündigt, wie man dem podcast zwischen Art Berman und Chris Martenson vom Anfang dieses Jahres entnehmen konnte.
    Sollten wir nun tatsächlich irgendwo am Peak stehen, halte ich sogar eine Panikreaktion am Markt für denkbar, bei der sich alle Akteure noch einmal mit Rohöl eindecken wollen, bevor der Preis durch die Decke geht. Das Gespenst Peak-Oil geistert, glaube ich, bei allen Beteiligten im Hinterkopf herum. Im Gegensatz zu 2008 konnte man es fast als Mainstream bezeichnen.

  25. Mario sagt:

    Auch interessant:

    Drilling activity in the Bakken has seen a gradual expansion this summer on higher oil prices, but it now faces growing problems as the region struggles to process a rising volume of associated gas and an increasing water cut. It’s not an issue if water production increases along with oil. However, it’s a severe problem if by-product wastewater rises a great deal more than oil production, and that seems to be what has taken place in the Bakken over the past two years. According to the North Dakota Department of Mineral Resources, the Bakken produced 201 million barrels of oil in the first six months of 2018. However, it also created 268 million barrels of wastewater.
    The trend of an increasing water cut is not good. It costs drillers some $4-5 a barrel to get rid of the wastewater down disposal wells. In Oklahoma, these disposal wells have been blamed for causing minor earthquakes, and their use is now regulated. This situation will have to be followed closely for some are saying that it suggests that peak production from the Bakken is coming soon. Others are saying that the increasing water cut is an artifact of the new drilling technology which has raised the amount of water used to frack a well from 60,000 barrels per completion to 200,000. Simple arithmetic suggests that it is difficult to believe that an extra 140,000 barrels forced down each new well during the fracking process will account for the massive increase in the water cut in recent years.
    A new Duke University study of the water used for fracking and the wastewater cut coming from shale oil wells finds that the amount of wastewater increased by 1,440 percent between 2011 and 2016. Over the same period, the total amount of water used for fracking rose roughly half as much, 770 percent. Drillers have been making an effort to increase the quantity of fossil fuels they can extract from each well by drilling longer horizontal laterals and using more sand, water, and chemicals when fracking. But the water use and wastewater production per well have been growing even faster than the per-well fossil fuel production, the researchers found, labeling the water demand and wastewater growth “much higher” than the oil or gas increases. This increased demand for water is bad news for arid areas like the Permian Basin in Texas and New Mexico, where underground water supplies are already taxed by residential and agricultural demand.
    Some observers are starting to say that water for fracking, and the disposal of wastewater from shale oil and gas wells, are about to become the primary factors that will limit production from fracked wells in coming years.

    https://www.resilience.org/stories/2018-08-27/peak-oil-review-27-august-2018/

  26. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=75t4uTv9dts

    Auch wenn der Typ etwas merkwürdig ist, die Daten die Er hier zeigt sind so schon ziemlich akurat und zeigen das sich die Produktion und die Verwendung von fossilen Energieträgern nicht reduziert hat in der Welt.

    Der prodzentuale Anteil fossiler Energieträger im weltweiten Energiemix ist die letzten 30 Jahre fast gleich geblieben.

    Mit wachsender Bereitstellung erneuerbarer Energien stieg auch die Produktion fossiler Energieträger und das Verhältniss ist praktisch gleich geblieben.

    Es ist heute auch höchst fraglich ob eine Reduktion fossiler Emissionen überhaupt noch verhindern kann das sich die Atmosphäre weiter mit CO2 anreichert, aus Quellen wie Methan gespeichert in der Arktis und den Permafrostböden.

    Auch die natürlichen CO2 Speicher verlieren zunehmend an effektivität.

    Energie wird teurer und wird zunehmend für das kompensieren der starken Klimaveränderungen gebraucht, was einen schmelzenden Wohlstand in der Zukunft mit sich bringen wird.

  27. Berndt sagt:

    Ugo Bardi fordert zum Unterzeichnen eines offenen Briefs an die EU Institutionen auf, ich habe es getan:

    https://degrowth.org/2018/09/06/post-growth-open-letter/

    Freiwillig wird sich fast niemand von der Wachstumsideologie lösen, aber wenn man darüber spricht, wird der erzwungene Übergang etwas weniger überraschend.

  28. Berndt sagt:

    Falscher Name. Nicht Ugo fordert auf, es ist Christian Kerschner in Ugos blog.

  29. Berndt sagt:

    Für die, die nicht aktuell die Ölpreisentwicklung verfolgen:
    Die Ölförderung in den USA folgt beinahe perfekt der Funktion aus Geraden und Sinus. (siehe jodidata)
    Der Ölpreis (WTI) ist seit April mehr oder weniger auf einem konstanten Niveau. https://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis
    Trump hätte gern, dass die Saudis mehr Öl fördern, damit die Preise sinken, und die US-Wirtschaft besser läuft.
    https://www.theguardian.com/business/live/2018/sep/20/china-trade-currency-war-uk-retail-sales-business-live?page=with:block-5ba387c3e4b04b24c7d6bb0b#block-5ba387c3e4b04b24c7d6bb0b

    Art Berman erwartet einen Abfall der Ölpreise gegen Anfang 2019
    http://www.artberman.com/wp-content/uploads/MacroVoices-18-Sept-2018.pdf

    Die US-Staatsschulden sind im letzten halben Jahr umm 500 Milliarden US-Dollar gestiegen. (einfach irre) https://www.treasurydirect.gov/govt/reports/pd/pd_debttothepenny.htm
    Die Finanzkrisen in Argentinien, Türkei, Südafrika, Indien, Mexiko werden von mehreren Kommentatoren als Folge der steigenden US-Verschudung gesehen.

  30. m.sastre sagt:

    Mal ein paar Gedanken zu den ab dem 7. November beginnenden zusätzlichen Iran-Sanktionen:

    Sanktionen machen nur Sinn, wenn sie den Boykottierten mehr Schaden zufügen, als den Boykottierenden. Abgesehen, davon, dass die Sanktionen der letzten Jahre nicht den Erfolg gebracht haben, den man sich auf Seiten des “Westen” erhofft hatte, sehe ich nun die geopolitische Situation stark zugunsten des Iran verändert. In den letzten Jahrzehnten war es den USA immer möglich, Produktionsausfälle durch Sanktionen oder Kriege nach Rücksprache mit der OPEC zu kompensieren. Bestes Beispiel, neben dem Iran, sind hier die zwei Golfkriege und das zwischenzeitliche Embargo gegen den Irak.
    Ich sehe nun zwei mögliche Szenarien:

    1. Die Nachfrage nach iranischem Öl seitens der Staaten, die sich nicht am Ölembargo beteiligen steigt und kompensiert die Nachfrageausfälle der US-Embargokoalition. Dies würde die Nachfrage nach Erdöl, etwa die Chinas, an anderen Märkten etwas dämpfen und somit lediglich zu einer gewissen Verlagerung der Lieferströme führen. Möglicherweise wäre der Iran dann gezwungen, etwas unterhalb der Weltmarktpreise zu verkaufen. Verschmerzlich, angesichts der derzeit steigenden Preise.

    2. Es kommt tatsächlich zu einer weiteren Verknappung des Weltmarktangebotes mit in der Folge drastisch steigenden Marktpreisen. Dies hätte zum einen sehr negative Konsequenzen für die US-Versorgung und würde Präsident Trump persönlich schaden. Zum anderen würden auch die am Embargo beteiligten Staaten volkswirtschatlich so leiden, das es individuell wieder interessant werden könnte, sich aus dem Bündnis der Willigen zu lösen und Sanktionen durch die USA hinzunehmen, anstatt die Eigenversorgung der heimischen Volkswirtschaft mit bezahlbarem Erdöl zu gefährden. Dies könnte sogar zu einem Dominoeffekt führen, der die Sanktionen komplett zusammenbrechen lassen könnte. In diesem Falle könnte der Iran den Spiess sogar umdrehen und die Belieferung einzelner Staaten von der kompletten Aussetzung aller Sanktionen abhängig machen! Sollte das Embargo in der Folge zusammenbrechen, bekäme das Machtgefüge der USA deutliche Risse. Ich halte es sogar für möglich, das in Folge die weltweite Vormachtstellung der USA vollends ins Wanken gerät und wir das Ende der aussenpolitischen Möglichkeiten bisheriger Art erleben werden.

    Donald Trump fehlt höchstwahrscheinlich das Gespür für Geopolitik und weltwirtschaftliche Zusammenhänge, das er aufgrund seiner Vita bisher nicht entwickeln konnte und greift deshalb auf Werkzeuge zurück, die unter heutigen Gesichtspunkten keine Wirkung mehr entfalten können. Möglicherweise war die Vereinbarung, die Obama kurz vor Ende seiner Amtszeit mit dem Iran getroffen hat, ein stillschweigendes Einverständnis dieser Umstände? Wie auch immer, die Aufforderung, Bitte oder auch Drohung(?) Trumps an die OPEC über Twitter, doch die Förderung zu erhöhen, dürfte die Unerfahrenheit in solch sensibles aussenpolitischen Angelegenheiten offenbaren.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Hmm, der Iran hat heute große Probleme, die Wasserversorgung im Land ist desaströs und verschlechtert sich dramatisch durch falsche Bewirtschaftung und Krorruption.

      Die Sanktionen jetzt kommen nicht gerade zum besten Zeitpunkt und haben eine überraschend hohe Effektivität, da viele Länder der Aufforderung zum Embargo folgen.

      So sind die Ölexporte des Iran stark eingebrochen und haben sich praktisch halbiert, die USA werden weiter zu ihren Verbündeten Israel und Saudi Arabien stehen und versuchen das Machgefüge zu dieser Allianz zu verschieben, ich glaube nicht das die Strategen in den USA zulassen werden das sich der Iran und Russland das Machtmonopol über den Nahen Osten sichern, einer der reichsten Regionen an Erdöl und Erdgas, das wäre ziemlich dumm aus der Sicht der USA, Israel und Saudi Arabien.

      • m.sastre sagt:

        Sanktionen kommen für das betroffene Land nie zum besten Zeitpunkt und die Destabilisierung des Iran ist offenkundig, sei es durch eigene Misswirtschaft oder durch Massnahmen des Auslandes. Nur, wer hält länger durch?
        Die USA sind im Nahen Osten längst nicht mehr unangefochten und die Beziehungen etwa zur Türkei oder Saudi-Arabien werden zunehmend durch Misstrauen und entgegengesetzte Interessen charakterisiert.
        Die USA werden sicherlich nicht freiwillig ihren Einfluss in der Region aufgeben. Nur könnte ihnen dennoch dort das Ruder entgleiten. Zu viele Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass die USA dort nicht mehr Herr der Entwicklungen sind: Krieg ohne Ende in Afghanistan, Chaos und zunehmende Ausrichtung des Irak nach dem Iran, in Syrien mit dem Regimechange gescheitert, In Libyen gescheitert, Saudi-Arabien macht eigene Ölpolitik und Erdogan macht was er will. Der noch-Verbündete Ägypten schwächelt ebenfalls durch innenpolitische Krisen.
        Im sich anbahnenden Wirtschaftskrieg mit China werden die USA kräftig Federn lassen und im August haben sie ein neues Rekorddefizit von 214 Milliarden Dollar “erwirtschaftet”.
        Ich habe übrigens nicht den Eindruck, das der Iran oder Russland ein Machtmonopol im Nahen Osten anstreben, was nicht heisst, das sie Freiräume, die ein erschöpfter Hegemon schafft, nicht in ihrem Sinne Nutzen werden.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Natürlich strebt der Iran die Dominanz im nahen Osten an und operiert schon seit Jahren mit diesem Ziel vor Augen, das zeigen doch die hohen Anstrengungen in den Miliz Armeen die in den umliegenden Ländern seit Jahren operieren unter iranischem Kommando.

          Isreal fliegt nicht umsonst so oft Angriffe auf syrische und iranische Kräfte im Umland.

          Jederzeit kann dort ein heißer Krieg losbrechen wo Israel, Saudi Arabien und die USA das Mullah Regime ausschalten, all diese Länder werden nicht zuschauen das der Iran dort weiter versucht seine Macht aus zu bauen.

          Und das die USA ihre Wirtschaft stark stützen im Handelskrieg mit China macht schon Sinn, natürlich bringt das eine weitere Verschuldung mit sich.

          Aus einer strategischen Sicht ist es natürlich früher als später klug einen Handelskrieg gegen China zu führen, denn China wird nur stärker je länger die USA warten.

          Und wenn die USA schwächeln in der Geopolitik sollte das uns stark zu denken geben, besonders in Zeiten wo Russland, China und Weißrussland gemeinsame Grossmanöver üben die nicht das Ziel einer Verteidigung haben.

          Das westliche Bündniss ist zerstritten und im Kern uneinig und damit schwach, die Verlegung weiterer US Soldaten nach Deutschland soll ein Zeichen an Russland sein das die USA weiter zu dem Versprechen stehen im Konfliktfall die europäischen Länder zu unterstützen, nur sind die Risse im Bündniss nur schwer zu kaschieren.

          Ich lebe lieber unter einem US Hegomon in der Welt als unter russischem und chinesischem Einfluss/Dominanz was ich selbst als Katastrophe sehe.

          China versucht mit modernster Technik die Bevölkerung zu kontrollieren und ihr keine Chance auf freie Identität zu lassen, Russland vergiftet und mordet weiter und schafft das erfolgreiche/gefürchtete Klima der Angst unter der Bevölkerung, beides finde ich nicht sehr ansprechend.

          Wenn die USA als Weltmacht scheitern, scheitert auch der Westen.

          • Michael Egloff sagt:

            Der Iran kann garnicht die Dominanz anstreben im Nahen Osten. Es gibt nur 3 Staaten im Nahen Osten, wo die Schiiten in der Mehrheit sind: im Iran, im Irak und im unbedeutenden Bahrein. Die Schiiten stellen weltweit nur etwa 15% aller Muslime. Da ist rein zahlenmäßig nichts mit Dominanz.
            Es ist übrigens wirklich erstaunlich, dass der Iran und die Hisbollah in Syrien so stark auftrumpfen können, ist doch die Herrschaftsclique um Assad alawitisch (eigentlich eine Richtung im Islam, die recht aufgeklärt ist und kaum zum Extremismus neigt) und die Bevölkerungsmehrheit (fast 75%) ist sunnitisch. Schiiten gibt es kaum in Syrien. Es ist also eine sehr “unnatürliche” Koalition, die sich da herausgebildet hat, aus der Überlebensnot des Regimes heraus entstanden. Und diese Koalition wird irgendwann auch wieder zerbrechen.
            Der Iran hat sein Einflussmaximum gerade auch im Irak wohl hinter sich, nicht mal in erster Linie wesgen der Schwächung durch die US-Sanktionen. Die Unruhen der letzten Woche in Basrah und anderen Städten des Südirak (dort fast 100% Schiiten) hatten eine ganz klar antiiranische Komponente. Die zahlenmäßig immer stärkere junge Generation, übrigens auch im Iran selbst, hat zunehmend die Schnauze voll von der iranischen Klerikratie und der starken Vorherrschaft der Revolutionsgarden in Gesellschaft und Wirtschaft. Da ist mächtig Druck im Kessel, weil die Jugend merkt, dass sich ihre wirtschaftliche Situation in diesem Machtgefüge aus Korruption und wirtschaftsferner Machtelite nicht verbessern wird.
            Die US-Sanktionen sind da nur ein Katalysator, aber nicht der Auslöser für diese Unzufriedenheit. So versinken gerade die beiden Staaten Irak und Iran, die zu den reichsten der Erde gehören könnten so lange Öl und Gas in dieser Menge vorhanden sind, in wirtschaftlicher und infrastruktureller Agonie.
            Beim Irak kommt noch dazu, dass mit 3,3% Bevölkerungszuwachs pro Jahr (höher als der schwrzafrikanische Durchschnitt!!!) die natürliche Tragfähigkeit des Landes in immer größerem Tempo überschritten wird.
            Das Letztere gilt allerdings für fast alle Länder des Nahen Ostens, gerade für die Wüstenstaaten der arabischen Halbinsel und auch für das zu 90% aus Wüste bestehenden Ägypten, wo die Geburtenrate in den letzten 10 Jahren kräftig gestiegen ist – im Gegensatz zum weltweiten Trend.
            Massig Potenzial für eine krisenreiche Zukunft in der gesamten Region, ohne oder mit Sanktionen von wem auch immer.
            Oben drauf kommt noch, dass die Region zu den Hauptverlierern des Klimawandels gehört. In Basrah gab es über 8 Wochen ständig Tageshöchttemperaturen zwischen 46 und 49 Grad, nachts um 35 Grad. Bei gravierendem Wassermangel.

          • Michael Egloff sagt:

            Hier übrigens die Wetterprognose für Basrah für die nächsten 14 Tage. permanent über 40 Grad Tagesmaxima bis weit in den Oktober rein:

            https://www.wetteronline.de/wettertrend/basrah?start=8

            und hier noch die Bevölkerungsentwicklung im Irak und in Ägypten:

            https://countrymeters.info/de/Iraq

            https://countrymeters.info/de/Egypt

            So sehen Exponentialkurven aus. Das gibt in diesem Jahrhundert noch zivilisatorische Zusammenbrüche, deren Ausmaß wir uns noch garnicht vorstellen können. Nicht nur in diesen beiden Ländern. Selbst ohne Brücksichtigung jeglichen Peaks bei Öl oder Gas oder sonstigen essentiellen Rohstoffen wie z.B. Phosphor oder Bausand.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Jupp und unter diesen Bedingungen könnten die Sanktionen der USA für das Mullah Regime vernichtend sein.

              Für Israel und die USA ist nur von Bedeutung das der Iran unter dem Druck von Klimaveränderung, Unruhe in der Bevölkerungen und Sanktionen zusammenbricht und nicht weiter aufrüsten kann.

              Wirtschaftlich mit seinem Atomprojekten scheitert, die radikalen Gruppen die eventuell dann aus der Asche empor steigen werden wohl in einem weiteren Drohnen Krieg geschliffen aber das wird die USA nicht weiter kümmern, nur ein weiteres Testfeld für autonome Waffen.

              Mit den weiteren Flüchtlingsströmmen wird sich die EU herum schlagen müssen.

              • m.sastre sagt:

                Das iranische Militärpotential ist dabei aber der Risikofaktor schlechthin bei diesem Plan. Der Iran müsste eine militärische Auseinandersetzung gar nicht gewinnen. Die Sperrung der Strasse von Hormus und die Ausschaltung vieler Ölförderanlagen in der Región liegen durchaus innerhalb der militärischen Möglichkeiten des Iran und würde die Sieger eines militärischen Konfliktes letztlich zu Verlierern machen. Als Nebenfolge könnte China zur Sicherung seiner Versorgung in den Konflikt einsteigen. Auch würden Ölförderländer wie Russland oder Venezuela, gestärkt werden, was sicherlich nicht im Sinne der USA wäre. Durch die massiv steigenden Ölpreise würde der Druck der Importstaaten auf eine denkbare Koalition gegen den Iran sehr, sehr stark werden, weshalb ein echter (langer) Krieg kaum noch möglich erscheint. Einzelne Militärschläge gegen ausgesuchte Ziele wären die Alternative, können aber auch schnell eskalieren.
                Ich halte das Spiel für im Ausgang weitgehend offen. Je länger die Regierung im Iran innenpolitisch noch den Deckel auf dem Topf halten kann, desto grösser werden ihre Chancen, als Sieger aus diesem Konflikt hervorzugehen.
                Man muss sich einmal verdeutlichen, welche Kollateralschäden in der westlichen Welt die USA riskieren, um ihr Iran-Problem zu lösen. Jeder Dollar mehr, der durch diesen Konflikt als Preisaufschlag auf das Barrel Rohöl aufgeschlagen werden muss, bedeutet enorme Kapitalabflüsse aus allen Importländern – weltweit.
                Bei finanzen.net sehe ich gerade zwei Headlines übereinander: US-Wirtschaft wächst im letzten Quartal um 4,2% + Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark gestiegen!
                Die USA sind zu einer reinen Fake-Ökonomie geworden, in der so ziemlich alle Zahlen manipuliert werden. Im Inneren wirtschaftlicher, kultureller und technologischer Verfall, im Äusseren die immer rücksichtslosere Anwendung der noch vorhandenen Machtmittel. Irgendwann wird es von innen nach aussen kollabieren.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Durch den Verfall vieler Währungen in den BRICS und dem weiter starken Dollar investieren viele natürlich auch in den Dollar sowie in amerikanische Unternehmen, die Börsenhause zeigt das eindrucksvoll in den USA.

                Und Machtmittel müssen zum Teil rücksichtslos angewendet werden um an der Spitze zu stehen, wir leben immer noch in einem brutalem Wettkampf, das wird sich nicht ändern, nicht in der Zukunft und dies ist auch nie passiert in der Vergangenheit.

                Lassen wir also die Moral außen vor wenn wir über Systemvorgänge diskutieren da uns dies nicht weiterführen wird im Verständnis und was wir lernen können.

                Die USA werden alles tun um an der Spitze zu bleiben da dies große Vorteile im geopolitischem Wettkampf mit sich bringt, alle anderen wollen da hin wo die USA heute stehen, allen voran China.

                Die Frage ist nur wo will Europa stehen, wo wollen wir stehen wenn sich der Wettkampf der Supermächte weiter verschärft?

                Europa muss sich entscheiden wo es stehen will und am besten geeint und stark, den wenn wir nicht nach den Regeln der USA spielen wollen kann es sein das uns die USA fallen lassen und zusehen wir wir zerplittern und im Chaos versinken, Geschichte wiederholt sich leider nur zu oft…

  31. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Alternative-Energy/Nuclear-Power/The-Middle-East-Nuclear-Race-Is-Reaching-A-Boiling-Point.html

    Dieser Artikel zeigt auch wie stark der Iran gerade unter Druck ist, sollte Saudi Arabien neben Israel auch zu den Atommächten aufsteigen wird es für den Iran sehr ungemütlich, das wird den Iran unter Druck setzen selbst ihr Atomprogramm voran zu treiben was wiederum Isreal und Saudi Arabien unter Druck setzt dieses Programm militärisch zu beenden.

  32. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/How-Much-Spare-Capacity-Does-Saudi-Arabia-Really-Have18418.html

    Die Zweifel mehren sich das Saudi Arabien viel weniger Produktionsreserven hat als von SA behauptet.

  33. m.sastre sagt:

    Wer gerne verschwörungstechnisch unterwegs ist, der könnte fast annahmen, wir näherten uns dem orchestrierten Systemzusammenbruch. Neben den fundamentalen Problemen, etwa der Rekordverschuldung, werden immer mehr konkrete Krisenausslöser aufgefahren. Die USA haben nun Sanktionen gegen Russland und den Iran, Handelskrieg mit China, steigende Zinsen durch die FED und ein angekündigtes Ende der Anleihekaufprogramme der EZB. Dazu ein wahrscheinlich exorbitant steigender Ölpreis. Im Dezember soll dann das weltweite, durch die UN geförderte Migrationcharta unterschrieben werden, deren Folgen noch gar nicht absehbar sind. Und der US-Innenminister Ryan Zinke soll die Möglichkeit erwägt haben, Russland mit militärischer Gewalt am Export seiner Rohstoffe zu hindern.
    Ich habe vor einiger Zeit einen Dokumentarfilm gesehen, in dem beschrieben wurde, wie der Börsencrash der zwanziger Jahre über Jahre vorallem durch die Geldpolitik der FED vorbereitet und dann durch Banken kurzfristig ausgelöst wurde. Unter anderem hatte JP Morgan grosse Aktienpositionen verkauft und dann die Kredite für Anleger zum Wertpapierkauf kurzfristig fällig gestellt, wodurch ein enormer Verkaufsdruck entstand. Anschliessend bedient sich die Banken an den nun extrem billigen Sachwerten. Eine enorme Vermögensverschiebung unter dem Deckmantel einer Wirtschaftskrise.

  34. m.sastre sagt:

    Der Ölpreis steigt und steigt. Noch bevor die, das Öl betreffende Sanktionen gegen den Iran überhaupt in Kraft sind. Sollte das iranische Regime die ersten Monate, etwa bis zum Ende des 1.Quartals 2019 durchhalten, dann wird es wahrscheinlich als Sieger aus dem Ring steigen und dann gibt es wenig Mittel moralischer oder repressiver Natur, mit denen man den Iran vom Bau einer eigenen Bombe abhalten kann.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Sollte sich der Iran trotz Sanktionen dafür entscheiden an nuklearen Waffen zu arbeiten wird dies die Koalition um Israel nicht zulassen und militärisch den Iran daran hindern.

      Der Iran ist technisch der Koalition völlig unterlegen, noch stärker unterlegen als der Irak in den Golfkriegen, die Meerenge um Homurs wird schon jetzt stark überwacht von den USA, deren militärische Basen nicht weit entfernt stehen.

      Auch denke ich das es Konterstrategien und Vorgehensweisen gibt falls der Iran versucht die Meerenge zu blockieren, es ist ja nicht von gestern das der Iran damit droht.

      Geostrategisch sieht es düster für den Iran aus, die Wirtschaftskraft und militärische Kraft der Koalition überteigt die des Iran sehr deutlich, ich sehe für das Mullah Regime nur eine Möglichkeit und zwar sich in die eigenen Grenzen zurück zu ziehen und auf das Atomprogramm zu verzichten oder das gewaltsame Ende dieses Regimes.

      Die Sanktionen sind nur eine Möglichkeit die Ausgeschöpft wird damit es vielleicht keinen Krieg gibt oder umfangreiche Militärschläge.

  35. Berndt sagt:

    Heute hat der Ölpreis wieder einen Hupfer nach oben gemacht. Je höher er steigt, desto schneller wird er fallen.
    In wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind schon eine ganze Reihe von Ländern:
    Argentinien, Brasilien, Mexico, Venezuela sowieso (das Land mit den größten Ölreserven der Welt)
    Dazu kommen:
    https://www.zerohedge.com/news/2018-10-01/emerging-markets-slammed-soaring-oil-prices
    Türkei, Indien, Südafrika, Philippinen, Indonesien. Auch Italien ist wieder dabei.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Da stimme ich dir zu Berndt, diese Preisspitze ist nicht nachhaltig.

      Das weltweite Witschaftswachstum hat sich merklich abgekühlt, nur noch wenige Länder feiern den Boom wie die USA, selbst in Deutschland trübt sich das Geschäftsklima ein und Wachtumserwartungen werden nach unten korrigiert.

      Ich erwarte für 2019 ein durchschnittlichen Ölpreis für WTI von 50-70 Dollar.

      Vermutlich wird die Produktion in den USA 2019 noch einmal steigen sowie auch bei der OPEC ein wenig, nichts desto trotz wird die Reserve Produktionskapazität ehr niedrig sein.

      Die Nachfrage nach Öl wird wohl ehr nur 0.6 -1.2 mb/d steigen als die 1.4 mb/d früher dieses Jahres prognostiziert von der iea.

      Die amerikanische Fed könnte die Welt in eine neue Finanzkrise schlittern lassen was wohl das k.o. für alle Rohstoffpreise bedeuten würde.

      • Hendrik Altmann sagt:

        PS: Natürlich ist ein kleiner Preisverfall erst mal nur 2019 abzusehen, mittel und langfristig sehe ich einen Preis zwischen 80 – 120 Dollar das Barrel, da einfach viel zu wenig neue Reserven gefunden werden und das seit Jahrzehnten.

        Saudi Arabien fördert sehr nahe am Maximum ebenso Russland und die USA, also die drei größten Förderländer, so ist es nur noch eine Frage von wenigen Jahren bis eine gravierende Unterversorgung des Marktes abzusehen ist.

        Die USA fördern riesige Mengen Gas und Öl aus den Shale Plays, trotz aller Technik und hoher Ölpreise und bald auch Gaspreise erfahren die Plays sehr steile Förderabfallraten in den Bohrlöchern, diese Abfallraten sind irgendwann nur noch sehr schwer durch neue Bohrlöcher zu kompensieren.

        Nicht wenige Experten vermuten das ein weiterer Preisrutsch bei Öl das endgültige Ende des Shalebooms bedeuten würde, da viele Plays nahe des Förderpeaks oder schon darüber sind.

        Die aller meisten neuen Reserven die noch gefunden werden liegen in der Tiefsee und sind nur mit erheblichem Aufwand zu fördern.

        1/3 der US Gasförderung kommt nur aus einem Shaleplay…

        Endet der Shaleboom in den USA wird Energie noch einmal deutlich teurer und leitet wahrscheinlich eine Rezession weltweitem Ausmaßes ein.

  36. Michael Egloff sagt:

    Nach meiner Einschätzung befinden wir uns unmittelbar vor der nächsten zyklischen Krise, die auf Grund des Standes der weltweiten Verschuldung in fast allen OECD- und Schwellenländern und auf Grund der Tatsache, dass selbst die “unkonventionelle” Geld- und Zinspolitik fast aller Zentralbanken immer weniger Wirksamkeit entfaltet, die heftigste seit 7 Jahrzehnten zu werden droht.

    Die FED versucht ja gerade, aus dem Schlamassel der “verschossenen Pfeile” herauszukommen durch eine in Gang gekommene Zinswende. Nur verträgt der jetzige Schuldenstand eigentlich keine Zinswende.
    Beispiel: die jetzige US-Staatsverschuldung beträgt 21,6 Billionen Dollar, derzeit trotz noch intakter Konjunktur um etwa 1 Billion pro Jahr steigend. Auf Grund der nicht zuletzt durch den rasanten Ölpreisanstieg in Gang kommende allgemeine Inflation (die Assetpreisinflation ist ja schon seit Jahren immens) ist die FED unter Druck, den Leitzins weiter zügig zu erhöhen. 3 bis 4 weitere Zinsschritte sind für die nächsten 12 Monate angekündigt.
    Jetzt hat der Zins für US-Staatsanleihen bereits die 3-%-Schwelle überschritten.
    Ich gehe für den Stand in einem Jahr von US-Staatsschulden von mindestens 22,5 Billionen aus und von Bondzinsen von 4% als Durchschnitt der verschiedenen Laufzeiten. Das macht pro Jahr eine Zinslast von gigantischen 900 Milliarden US-Dollar nur für das Budget der US-Zentralregierung. Andere Gebietskörperschaften und staatliche Sozial- und Pensionskassen sind da noch nicht drin enthalten. Damit wären die Zinsen noch deutlich teurer, als das enorm aufgeblasene Rüstungbudget. Wenn dann noch eine nachlassende Konjunktur dazukommt (auch wieder u.a. bedingt durch den Ölpreisanstieg), dann gerät die Neuverschuldungsdynamik völlig außer Kontrolle. Und natürlich werden auch die Zinslasten für die hoch verschuldeten Verbraucher, Studenten und US-Firmen enorm ansteigen.
    Je länger der jetzige Konjunkturzyklus noch am Laufen gehalten werden kann, desto bitterer das Ende.

  37. Michael Egloff sagt:

    Interessanter Artikel (bestehend aus 3 Abschnitten!) zum Thema Batterien für E-Cars.

    https://www.wiwo.de/futureboard/elektroauto-batterien-so-kaempfen-deutsche-autobauer-gegen-asiens-uebermacht/23121500.html?inOverwrites=%7BshowRelated=true%7D

    Wo die Mengen an Kobalt und Lithium herkommen sollen, wenn in 10 Jahren die Zellproduktion von jetzt 30 auf dann 1000 GWh pro Jahr hochgefahren werden soll, beantwortet der Artikel allerdings nicht.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Wären rund 1,3 mio Tonnen Lithium Jahresproduktion bei aktuell 16 mio Tonnen Reserven, ohne hohe Recyclingraten dürfte das schwierig werden lange durchzuhalten.

      Bei Kobalt sollte es noch schwieriger werden, wahrscheinlich bräuchte es hier generell Ressourcen die leichter bereit zu stellen sind, was dann aber wohl leistungsschwächere Batterien bedeutet.

      Mal sehen ob die Technologiewundertüte da noch was zaubern kann.

  38. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article181790774/Klimawandel-UN-Klimasekretariat-macht-Vorschlaege-zur-Rettung-des-Klimas.html

    Nichts von dessen wird wohl je umgesetzt werden, globales Geo Engineering ist viel zu teuer und ein Ausstieg aus fossilen Brennstoffen findet bislang überhaupt nicht statt, zumindest weltweit gesehen.

    Im Gegenteil die Verbrennung fossiler Brennstoffe nimmt weiter zu in einer weiter wachsenden Economie, Erdgas boomt Öl wächst solide, nur Kohle stagniert nach Verlusten aber scheint sich wieder zu berappeln.

    Und die Albedo nimmt weiter ab statt zu, schmelzende Gletscher und Meereis, Smog und Ruß auf den Eisflächen tun ihr übriges.

    Wird die Arktis Eisfrei im Sommer spielt es spätestens dann auch keine Rolle mehr was wir tun, denn dann beschleunigt sich der Klimawandel völlig unabhängig vom Menschen.

    Selbst die 2 Crad halte ich für völlig utopisch wenn wir uns die weitere Zunahme an Treibhausgasen ansehen die allein 2017 und dieses Jahr dazu kommen werden anschauen, der Klimawandel wird uns voll treffen, besser ist dies zu akzeptieren und dafür voraus zu planen, besserer Schutz vor Hochwasser und staken Winden, bzw. Haltbarmachung von Nahrungmitteln auf nationaler Ebene, Trinkwasserschutz verschärfen, allein das wird teuer genug werden.

    Die Migrationsbewegungen werden explodieren, dagegen sieht die Flüchtlingskrise von 2015 wie ein Kindergeburtstag aus.

    Einzig das Anstreichen von Hausdächern mit weißer Farbe könnte einen signifikanten Effekt haben und wäre noch bezahlbar.

  39. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article181807960/Erderwaermung-Klimawandel-stoppen-Sonst-bleibt-nur-noch-die-Oekodiktatur.html

    Ein Artikel in der Welt über den Klimawandel, der Autor sieht eine mögliche Ökodiktatur in der Zukunft um die CO2 Emissionen doch noch zu reduzieren, nur welchen direkten Vorteil hätten die Eliten dieser Dikatur von einer Ökodoktrin?

    Der Klimawandel wird einen höheren Aufwand bedeuten also mehr Energie wird gebraucht, besonders mit hohem Erntefaktor was heute Erdgas, Wasserkraft und Kohle sind, dies Energieträger werden in der Zukunft boomen.

    Kohle wird eine Renaissance erleben weil sie einfach billig ist im Gegensatz zu den Erneuerbaren.

    Der Klimawandel an sich wird es sehr schwierig machen in Zukunft Energie aus Biomasse zu gewinnen da es hohe Ernteausfälle geben wird, selbst die Wälder sind durch ein Übermass an Schädlingen und Klimastress gefährdet, bzw. hier wird es Ertragseinbussen geben, 50% der erneuerbaren Energie kommt heute von Biomasse.

    Die letzten 15 Jahre hat sich der Klimawandel stark beschleunigt und dies wird sich die nächsten 25-50 Jahre erstmal nicht ändern, CO2 braucht alleine 10 Jahre um seine mximale Wirksamkeit zu erreichen in der Atmosphäre…

    CO2 aus der Atmosphäre zu fischen wäre ein K.O Kriterium jeder Nation die es versuchen würde, wir leben in einem strengen Wettkampf wo geopolitische Fehler großen Einfluss auf die Zukunft von Staaten haben, kein Staat wird freiwillig alleine mit solch einem Prozess anfangen.

    Die USA haben sich nicht umsonst aus klimatischen Verträgen verabschiedet, da dies ein klarer Wettbewerbsnachteil ist und so ein Imperium nicht aufrecht gehalten werden könnte.

    Energie aus nicht fossilen Quellen muss billiger oder gleich teuer sein um sich im globalen Wettkampf durchzusetzen, dies ist die einzige Chance das sich deren Nutzung verringert und dies ist auch der Grund warum wir immer noch so viel Energie aus fossilen Quellen nutzen.

    • Marco R. sagt:

      Man möge sich die Kommentare unter dem Artikel anschauen. Das ist ein Schauerkabinett der Ignoranz und ein Beweis dafür, dass viele Menschen psychologische Barrieren gegenüber dem Klimawandel aufgebaut haben. Offensichtlich halten viele die Tatsache nicht aus, dass unser Lebenstil dafür sorgt, dass es bald zunehmend ungemütlicher wird. Anders kann ich mir diese Pseudoargumente nicht erklären, aber Welt.de ist ja auch eine Welt für sich, wie der Name schon sagt.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Das Ökosystem unter dem der Mensch lebt wächst jedes Jahr 3-4% was immer noch eine sehr hohe Wachstumsrate ist.

        In den letzten Jahren hat sich das Wachstum leicht beschleunigt was unter Effizienzsteigerungen auch an der Bereitstellung von mehr Energie liegt, die Erdgasproduktion und die Erneuerbaren boomen ja was direkt in ein stärkeres Wachstum münden.

        Wieviel jeder einzelne verbraucht spielt weniger eine Rolle da mit einem geringerem persöhlichem Verbrauch die Anzahl möglicher Individuen wächst und dies vom System sofort genutzt wird.

        Ökosysteme wachsen immer an die Grenze was möglich ist, was im wesentlichem durch die Menge an Energie und deren Erntefaktor begrenzt wird, dabei wenn die Zeitachse lang genug ist wird immer eine sehr hohe Energieeffizienz erreicht, das betrifft alle Ökosysteme die jemals existiert haben oder existieren werden.

        Solange keine unerschöpfliche billige Energiequelle bereitgesellt wird die immer verfügbar ist werden alle fossilen Energieträger genutzt die verfügbar sind, hierbei spielt Moral keine Rolle sondern nur die harten Regeln des Wettkampfes die jedes Ökosystem entwickeln und ordnen.

        Wir werden es uns wohl nie leisten können Energie liegen zu lassen in einem Wettkampf wo es um das überleben geht, das Leben ist immer unendlich und kennt keine Grenzen, die physische Welt ist immer endlich und kennt viele Grenzen, diese zwei Welten kolidieren in einem brutalen Wettkampf und dies muss so sein da sich ansonsten kein komplexes Leben entwickelt hätte, der Wettkampf mach komplexe Systeme des Lebens überhaupt erst möglich.

        Wir werden uns wohl irgendwie an eine heissere Welt anpassen müsssen auch das wird viel Energie kosten, hoffen wir das wir diese dann bereit haben wenn wir sie brauchen.

  40. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Alternative-Energy/Biofuels/Trump-Sides-With-Farmers-In-Battle-Against-Refiners.html

    Die Trump Administration stärkt die Ethanolproduzenten (Farmer).

    Um einen gewissen Ausgleich zu schaffen zu den Kontermaßnahmen in den Handelskonflikten, unter denen vor allem die Farmer in den USA leiden.

  41. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article181906564/Oelpreis-Russland-hat-die-Grenze-der-Foerderung-erreicht.html

    Ein Artikel über die möglichen Reserve Produktionskapazitäten in Russland für Erdöl.

    In Saudi Arabien sollte es nicht viel besser aussehen, nur die USA werden wohl auch 2019 in der Produktion noch einmal zulegen können wobei hier der Peak auch nicht mehr weit weg ist.

  42. Markus Mayr sagt:

    Wenn der Ölpreis wieder über die 100 steigt, ist die nächste Krise nicht mehr weit und die Verbraucher aus den Entwicklungsländern werden aus dem Markt gedrängt.
    Anschließend wird der Ölpreis wieder fallen.
    Dieses hin und her geht solange bis es auch uns als Verbraucher erwischt

    • Hendrik Altmann sagt:

      Dies ist aber auch eine relativ fließende Bewegung die Lagerbestände bei Öl und deren Produktionskapazitäten beinflussen die Preise praktisch in Echtzeit, so hat die nicht so stark wachsende Ölnachfrage wie erwartet die Preise für Öl schon wieder gedrückt.

      Ein Preis für Öl von 100 Dollar ist noch nicht in Sicht und auch nur schwer zu erreichen, als Peak Preis aber durchaus möglich, für 2019 und 2020 jedenfalls ist ein durchschnittlicher Ölpreis von über 90 Dollar ehr unwahrscheinlich, da das weltweite Wachstum sich verlangsamen dürfte.

      Ein verlangsamen des Wachstumes könnte aber auch als Peak gesehen werden wenn man so will, denn die Höhe des Ölpreises entscheidet wohl letztendlich wie viel Öl gefördert werden kann.

      Der Ölpreis war lange Zeit von der OPEC künstlich hoch gehalten worden, dies ist jedoch heute kaum mehr der Fall, Heute wird der Preis hauptsächlich vom Aufwand bei der Förderung beinflusst, die Produzenten fördern auf breiter Front nahe dem was möglich ist.

      Uns als Verbraucher beinflusst dies schon immer zu jeder Zeit das System ist immer und überall zu jeder Zeit verbunden, wir merken es direkt und indirekt am Wohlstand, wie teuer das Benzin an der Tankstelle ist oder wie viel Produkte im Supermarkt kosten, selbst Nebenkosten und Mieten werden beinflusst praktisch alles, Kosten für Sicherheit, Gesundheitswesen usw.

      Das ist wie mit dem Klimawandel dort gibt es nicht den Tag oder dieses Wetterereigniss das vom Klima beinflusst wird, Nein der Klimawandel ist immer und zu jeder Stunde anwesend, jedes Wetterereigniss ist vom Klimawandel beinlusst.

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