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Verbrennungsmotorfreie Stadt Dresden

Liebe Peak-Oil.com-Community.

Ich habe mich rar gemacht, nahezu wie sich das Peak-Oil-Thema rar gemacht hat. Mein letzter inhaltlicher Beitrag war hier im Sommer 2016, also vor 2 Jahren. Seitdem hält H.C. hier das Banner hoch, Danke!

Ich war keineswegs untätig, nur - aus Peak-Oil-Sicht - auf Seitenpfaden unterwegs. Seit Sommer 2015 leite ich in Dresden ein Forschungs-Beteiligungs-Projekt-Hybrid: Zukunftsstadt. Das vom BMBF als Städtewettbewerb im Rahmenforschungsprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) durchgeführte Programm hat mich in die Stadtverwaltung geführt. Wir haben in 2 Projektphasen seit 2015 eine Art ko-produktives Beteiligungsverfahren erdacht und erprobt, aus dem 8 bürgergetragene und 2 verwaltungsgetragene "Transformations-Experimente" hervorgegangen sind, mit denen wir uns jetzt für die 3. Wettbewerbsphase beworben haben. Dresden soll eine von 8 Städten werden, die sich besonders um die Transformation zur Nachhaltigen Zukunftsstadt bemühen. Wir greifen da klar Ansätze der Transition Towns auf und übersetzen diese in eine Beteiligungsmaßnahme: lokal handeln, Resilienz mitdenken, bottom-up trifft top-down, mit positiven Zukunftsvisionen arbeiten.

Eines der Transformationsexperimente, das nicht ich mir ausgedacht habe, sondern auf "BürgerInnens Mist" gewachsen ist, ist die Idee einer Woche des Guten Lebens, bei der die Dresdner äußere Neustadt für eine Woche autofrei gemacht werden soll, und der Stadtraum den Anwohnern zum Alltagserleben "zurückgegeben" werden soll. Das durchzusetzen wird ein hartes Stück Arbeit, sofern das BMBF Dresden als "Zukunftsstadt" auswählt. Der Bogen zu Thema dieses Blogs ist offensichtlich: Zu erproben, wie ein Teil des Stadtraums inklusive Gewerbetreibenden auch ohne Autos funktionieren kann, ist Teil des Reallabors. Peak Oil steht da keineswegs vorn, das Projektteam ist eher von der Idee des Guten Lebens getrieben. Zwei Diskussionen mit verwandtem Thema haben wir als "Wissensreihe" im renommierten Hygiene-Museum durchgeführt, die Diskussionen sind online abrufbar.

Zu vermelden ist außerdem, dass wir in dieser Woche ein weiteres Forschungsprojekt genehmigt bekamen. Titel: Transformation zu einem emissionsfreien Stadtverkehr in Dresden und St. Petersburg. Arbeitstitel: "Verbrennungsmotorfreie Stadt". Kurzform: TransVer. Pressemitteilung: TransVer: Wie geht die verbrennungsmotorfreie Stadt? Die Einladung, solch ein Projekt zu entwickeln, erfolgte bereits im Frühjahr 2017. Das BMBF lud alle Zukunftsstadt-Teilnehmer-Städte mit russischer Partnerstadt ein, ein kooperatives Forschungsprojekt mit Zukunftsstadt-Bezug zu konzipieren. Stolz darf ich sagen, dass unser Vorschlag gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) das einzige Projekt ist, das letztlich über diese Schiene gefördert wird. Die Idee, Mobilität in den Mittelpunkt solch einer deutsch-russischen Kooperation zu stellen, lag nahe. Das Wort "verbrennungsmotorfrei" hatten wir zuvor bereits in der Zukunftsvision der nachhaltigen Zukunftsstadt verwendet, nun soll mittels TransVer in zwei Jahren eine Strategie entwickelt werden, wie das für Dresden tatsächlich gehen kann. Das Wort "verbrennungsmotorfrei" hat seit 2 Jahren eine interessante Karriere gemacht, wurde es doch im Zusammenhang mit dem Dieselbetrug und dem fortschreitenden Klimawandel immer öfter benutzt. Spannend!

Was wir in Dresden methodisch zur Strategieentwicklung erproben und was inhaltlich dabei erarbeitet wird, soll wiederum der Partnerstadt St. Petersburg angeboten werden, damit diese im Idealfall die Erfahrungen für eigene Stadtentwicklung nutzt. Spannend ist, dass just dieser Tag mal wieder Peak Oil zum Medienthema wurde, konkret: Der Peak Russlands. Wer will, kann dieses Blog nach alten Artikel über Russland durchforsten. Schon 2013 hat Lukoil vor Peak-Situationen in Russland öffentlich gewarnt. Und auch 2018 kommen solche Warnungen aus diesem Unternehmen. Im Artikel von 2013 hatte ich natürlich auch auf die Öl-Verbindungen zwischen Russland und Deutschlands hingewiesen, was mit solchen Charts ja sehr anschaulich geht:

Vielleicht finden sich ja unter den LeserInnen welche, die Lust haben, diese "alten Daten" mal zu updaten. Die Zahlen finden sich wunderbar sortiert beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, versteckt hinter dem Reiter "Zum Thema".

Zum Thema Peak Oil sei gesagt: Das Grundproblem hoher systemischer Risiken bleibt bestehen. Egal ob seitens der Versorgung (Input von Erdöl ins zivilisatorische System) oder seitens der Entsorgung (Output von CO2 ins atmopshärische System): Grenzen sind vorhanden, Grenzen werden erreicht werden, Anpassung und Transformation wird notwendig werden. Per Design or per Desaster. Dass wir nun unser TransVer-Projekt ausgerechnet im Zusammenspiel mit St. Petersburg, einer der wichtigsten Städte des Russlands durchführen werden, ist umso spannender. Wer will, kann am Thema dranbleiben mit dem TransVer-Newsletter. Ich freue mich auf konstruktiv-kritische Beobachter, Begleiter und Unterstützer.

Grüße aus Dresden.

N.R.

Nachtrag vom 20.12.2018: Stellenausschreibung Projektleitung TransVer-DD-SPB

182 Kommentare to “Verbrennungsmotorfreie Stadt Dresden”

  1. Hannelore Fränken sagt:

    Ich komme aus der Transition Town Bewegung.
    Wenn wir die Umwelt als alleinigen Maßstab nehmen, müssen wir den öffentlichen Nahverkehr mit Bus und Bahn so ausbauen, dass wir das Auto nicht mehr vermissen.
    Weniger ist mehr!

  2. Hendrik Altmann sagt:

    Was ich in all den Jahren gelernt habe über das System, dass Systemtransformationen völlig automatisch geschehen nach dem Ausschlußsystem, was nicht heißt das ich gegen dieses Projekt bin.

    Ein Auto bietet auch Anehmlichkeiten auf die nicht jeder verzichten will, hier gibt es dann ein Intressenkonflikt denn die Umwelt ist nicht für jederman der einzige Maßstab.

    Alles hat seinen Preis solange wir es uns leisten können die Städte von Verbrennungsmotoren zu befreien wird dies gelingen, andernfalls nicht.

    Was bedeutet die Kosten für Verbrennungsmotoren müssen steigen oder die für elektrische Mobilität sinken.

    Wirklich wirksam wird solch eine Transition nur über den Geldbeutel.

  3. h.c. sagt:

    Danke Dir Norbert :-)

    Thematisch ggf. etwas verwand zu diesem Artikel: http://limitstogrowth.de/2018/10/11/aktuelle-co2-berichte-in-den-medien-die-realitaet-in-der-arktis/

    Da gehe ich etwas auf die Hybris der neues CO2-Limits für Pkw & Co. in der EU ein – sowie auf die dramatischen (Fehl-) Entwicklungen beim Klima.

    Da Norbert gerade erst diesen Artikel hier eingestellt hat, werde ich meinen neuen Artikel bei LtG nicht hier einstellen.

    LG
    H.C.

  4. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=5C43i3yclec

    Gehört jetzt hier nicht rein ist aber für die Themen die hier oft besprochen werden sehr interessant, ein Interviev mit Ray Dalio über das Wirtschaftsystem/Finanzsystem/Geopolitik.

  5. F. Schubert sagt:

    Habe mal die neuesten deutschen Öldaten von 2017 zusammengestellt, wie es Norbert gern wollte. Die kompletten Daten für 2018 werden wohl so ca. im Mai 2019 bereit stehen.
    Hier die Grafik:
    https://www.bilder-upload.eu/upload/b208ed-1539483804.jpg

    Es hat sich erwartungsgemäß nicht wesentlich was verändert. Die große Abhängigkeit von Russland hat sogar noch zugenommen. Der Eigenanteil von Deutschland ist dem Langzeittrend folgend weiter gefallen, von 2,8 auf 2,4 Prozent.
    Bei den “Sonstigen” liegen alle unter drei Prozent – erwähnenswert sind dort noch Aserbeidschan, Algerien und Ägypten mit jeweils um die 2 Prozent.
    Besonders erstaunlich für fast jeden, der diese Daten sieht, ist der extrem geringe Anteil von Saudi-Arabien. Man meint die für uns so wichtigen Saudis müssten mit ihrem Öl doch zumindest irgendwo in den Top 3 liegen. Dabei steuern sie gerade einmal knapp über 1 Prozent bei, also fast nichts.
    Anders formuliert: Es erreicht uns weniger Öl aus Saudi-Arabien, als wir hier selbst fördern! Russland ist sozusagen für uns 30 Mal wichtiger als die Saudis!

      • F. Schubert sagt:

        Gerne! War auch für mich interessant das mal zu machen.

        Hier noch die wichtigsten Rohdaten in Textform, falls jemand noch eine bessere oder andere Grafik machen möchte, z.B. mit Nachkommastelle, größerer Schrift oder anderen Farben (bin kein Excel-Pro):

        Russland 36,1
        Norwegen 11,1
        Großbritannien 9,2
        Kasachstan 8,7
        Libyen 7,4
        Nigeria 5,3
        Irak 5,0

        Deutschland 2,4
        Sonstige 14,8

        • Hendrik Altmann sagt:

          https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/Saudi-Arabia-Calls-The-End-Of-Russias-Oil-Prowess.html

          Da streiten sich die großen Ölproduzenten darüber wer zuerst seinen Förderpeak erreicht…

          https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/US-Shales-Glory-Days-Are-Numbered.html

          Eine Studie von Goldman Sachs sieht die Zukunft der Shaleoilproduktion kritisch und verweist auf problematische Indikatoren die für einen Peak zwischen 2020 und 2030 sprechen.

          Ich denke Öl wird in Zukunft in einer Preisregion zwischen 60-100 Dollar bleiben bis in der zweiten Hälfte der 20er Versorgungsengpässe drohen könnten.

          • Berndt sagt:

            Steve Ludlum war einer der wenigen, die den Ölpreiscrash 2014 vorhergesagt haben. Hier ist ein neuer Post von ihm:
            https://www.economic-undertow.com/2018/10/06/finance-crisis-political-crisis/

            Durch Verbinden der Preispeaks 2008, 2014 mit einer Linie landet er genau beim heutigen Ölpreis. Er nennt diesen Verlauf “Triangle of Doom” und erwartet einen baldigen Preisrückgang.

            The political crisis is the finance crisis … both are the energy crisis!

            • Hendrik Altmann sagt:

              Um mal zur Beschäftigung zu kommen, je weniger Energie mit hohem Erntefaktor zur Verfügung steht desto höher wird der Druck das Abläufe im System effizienter werden.

              Das bedeutet das der Druck wächst das Menschen die brach liegende Produktionskapazitäten zur Verfügung haben diese auch nutzen, das System kann sich praktisch nicht leisten das Menschen die arbeiten können auf dem Sofa zu hause sitzen und nichts tun.

              Das ist ein systemischer Prozess und ist nicht aufhaltbar, bevor Energie mit hohem Erntefaktor zur Verfügung stand hat praktisch jeder gearbeitet der irgendwie arbeiten konnte Kinder ab 8 Jahren bis zum geschundenem Greis, wenn man überhaupt so alt wurde…

              Diese Entwicklung ist weltweit jetzt auch wieder zu beobachten, somit teile ich die Ansicht das ein Beschäftigungsproblem in naher Zukunft nicht mehr existent sein wird, wie hoch diese Arbeit dann bezahlt wird ist eine andere Geschichte.

              Ich denke das es Zukunft auch ein zurechtstutzen der Sozialsysteme geben wird, denn diese sind unter den Bedingungen in der Zukunft nicht nachhaltig zu unterhalten.

              Der Ölpreis den wir heute sehen ist ein Pris unter dem die Produzenten !noch! die Produktion ausbauen können, würde er bei 50 Dollar liegen würden wohl die Reserveproduktionskapazitäten spätestens bis 2025 aufgebraucht sein…dies wird nicht passieren, Energie ist wichtiger als Anehmlichkeiten, zuerst würde woanders gespaart werden am Wohlstand, Sozialsysteme sind hier ganz vorne dabei.

              Die Lage in Venezuela wird spätestens dann gelöst werden sobald der Ölpreis an der 100 Dollar Marke kratzt, die USA haben wohl gerade zu viel anderes zu tun um sich um Venuzuela zu kümmern, allerdings glaube ich das dort schon Kräfte am Werk sind, diese Situation direkt vor der Haustür der USA wird jedenfalls nicht lange akzeptiert werden, wahrscheinlich wurde nur unterschätzt wie lange der Kollaps des dortigen Regimes dauert…

  6. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Latest-Energy-News/World-News/Europes-Fuel-Oil-Traders-Wary-Of-Closing-2019-Deals.html

    Ich frage mich gerade wie diese und weitere Maßnahmen die Luft sauberer zu bekommen das Phänomen global dimming beinflusst und ob dies die globale Erwärmung noch weiter verschärfen wird.

    Auch spannend wie diese neuen schärferen Umweltauflagen die Preise für Öl und Kraftstoffe beinflussen werden und damit weiter die wirtschaftliche Entwicklung 2019 negativ beinflusst.

  7. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/Exxon-Is-Betting-On-Africa-For-Its-Next-Big-Find.html

    Wer jetzt denkt wow vier Milliarden Barrel Öl ist jetzt unglaublich viel, der weltweite Verbrauch beträgt jedes Jahr 36,5 Milliarden Barrel Öl/Liquids und die Endeckung solch großer Vorkommen sind heutzutage eine Seltenheit geworden.

    Da noch nach den letzten Reserven gesucht wird die sich in irgend einer Ecke verstecken sollte auch stark an der Absicht gezweifelt werden die CO2 Emissionen begrenzen zu wollen.

    Wenn man dann liest das die Bodenpreise and Nord und Ostsee in die Höhe schiessen, speziell auf den Inseln dann kann man sich nur an den Kopf fassen…, ich denke das Erosion und steigende Meeresspiegel den Inseln und Küsten dort sehr stark zusetzen werden und die Preise dort eigentlich ehr fallen müssten.

  8. Hendrik Altmann sagt:

    Jetzt wo China schwächelt wird die USA wohl noch mal den Finger drauf halten, die beste Gelegenheit den Hauptrivalen zu weiter zu schwächen und China vielleicht zu Zugeständnissen zu bewegen.

    Derweil werden die Vermögen weiter umverteilt von den Aktienmärkten zu anderen Anlageformen/Vermögenssicherug.

    Nur ein Strohfeuer oder Auftakt zu einem Erdrutsch?

    https://oilprice.com/Energy/Energy-General/Oil-Markets-Tremble-As-Chinese-Stocks-Crash.html

  9. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=cpCxc_CLHvw

    Ein Interview mit Guy McPherson über den Klimawandel.

    Ich habe/hatte immer eine ehr kritische Einstellungen zu seinen doch sehr extremen Einschätzungen wie schnell der Klimawandel kritische Folgen für uns haben wird aber die Daten in der Arktis die nahe legen das wir den ersten eisfreien Monat in der wohl schon in 5-10 Jahren sehen werden lassen seine Vohersagen nicht mehr ganz so extrem wirken.

    Ich glaube zwar nicht das die Menschheit die nächsten 100 Jahre aussterben wird aber ein Zivilisationskollaps ist sehr wahrscheinlich in diesem Zeitrahmen.

    Eine eisfreie Arktis bedeutet mit hoher Sicherheit ein freisetzen von gigantischen Mengen Methan in den Permafrostböden und ein freisetzen von Methan aus den Mathanhydraten in den Ozeanen, was partisch ein garant ist für einen Temperaturanstieg von 7-10 Crad Celsius in einem kurzen Zeitrahmen 100-500 Jahre.

    Allein das Methan aus diesen beiden Quellen wird den CO2 Gehalt in der Atmosphäre auf 1000 oder über 1000ppm weiter ansteigen lassen, was bei heutiger Sonneneinstrahlung zu diesen hohen Temperaturanstieg führen wird.

    Natürlich wird das kombiniert eintreten mit hohen Energiepreisen/ niedrigen Erntefaktoren, dem Verlust von Mutterböden durch industrielle Überbewitschaftung in der Landwirtschaft, Phosphormangel.

    Dem Verlust von Flüssen und Seen als konstante Süßwasserquelle.

    Und mehr militärische Konflikte sowie ein explodieren von Migrationsbewegungen.

    Also allgemein dem erreichen der Grenzen des Wachstums.

    Bei den Cocktail an schlechten Nachrichten brauchen wahrscheinlich selbst Psychologen und Psychiater hilfe bei der Verarbeitung und ich bin mir sicher das ich noch einige Sachen vergessen habe.

    Nun ja auf der Party folgt der Kater und es war eine epische Party aber leider wird der Kater wohl ebenso legendär…

    • Patrick sagt:

      Soweit man weiß war aber die Artkis vor längerer Zeit auch schonmal eine ganze Weile lang im Sommer eisfrei.
      Und die Co2 Konzentration der Atmosphäre war ebenfalls schonmal deutlich höher als heute.

      So gesehen wäre das nun erdgeschichtlich überhaupt nichts Neues, vor allem wenn es tatsächlich stimmt, dass wir uns am Ende einer kleinen Eiszeit befinden.

      Dann sind das wohl weitestgehend eher natürliche Schwankungen, mit denen wir einfach umgehen müssen.
      Deshalb halte ich das ganze grüne Geschrei für völlig Fehl am Platz.
      Wir müssen die Zivilisation vor dem Klima retten und nicht umgekehrt!
      So oder so werden wir uns darauf einstellen und vorbereiten müssen. Das ist dann auch Pragmatismus gefragt. Aber insbesondere in Deutschland ist davon ja gar nichts zu sehen…da wird ja fröhlich erst die Nukleartechnik, dann die Kohle verdammt und lieber auf Wind/Sonne gesetzt, dazu ein Millionenheer von Migranten angelockt…
      Da fragt man sich wirklich wo das bitte schön hinführen soll – insbesondere angesichts der von dir genannten Aussichten.

      • Patrick sagt:

        Das kommt wohl auf die Perspektive an, denn im Wikipedia lese ich jedoch folgendes:

        “Heute können wir uns eine Erde ohne Eis nicht vorstellen, jedoch sind Eiszeiten eher die Ausnahme als die Regel. Die Vereisung beider Polkappen bedeutet, dass sich unsere Erde klimatisch derzeit in einem Eiszeitalter befindet. Dieses ist eine „Ausnahmesituation“, da eisfreie Pole – auch „akryogenes (nicht eisbildendes) Warmklima“ genannt – der eigentliche „Normalzustand“ der Erde sind. Während des größten Teils der Klimageschichte war die Erde, ausgenommen von manchen Hochgebirgen, nahezu eisfrei. Diese wärmeren Zeiträume machen etwa 80 bis 90 Prozent der Erdgeschichte aus.
        (…)
        Das letzte Eiszeitalter begann vor 2,6 Millionen Jahren und hält bis heute an.
        Neben sehr kalten Phasen, den Kaltzeiten (Glaziale), in denen weite Teile Antarktikas, Europas, Asiens, Süd- und Nordamerikas vergletschert waren, gab es auch Warmzeiten (Interglaziale), in denen das Klima ungefähr dem heutigen entsprach. Das bis heute andauernde Holozän, das etwa 9620 v. Chr. begann, ist ein solches Interglazial. (…)
        Gemessen an der Klimageschichte der letzten 100 Millionen Jahre ist es derzeit kalt, da wir uns im quartären Eiszeitalter bewegen. Innerhalb dieses Eiszeitalters ist es aber derzeit relativ warm, weil wir uns seit etwa 11.625 Jahren in einer Warmzeit des Eiszeitalters befinden, dem Holozän. (…)

        Festzuhalten bleibt, dass wir uns nun in einer relativ warmen Phase einer Warmzeit befinden, die wiederum Bestandteil eines Eiszeitalters ist.”

        So weit so gut. Und für die Zukunft sieht es nun so aus als dass die Temperaturen tendenziell ansteigen. Das ist dann an sich ja erstmal besser als wenn sie merklich fallen würden.

        Von einer allmählich wieder beginnenden oder anstehenden “kalten Phase” scheint ja noch nichts in Sicht zu sein.

        Das grundsätzliche Problem liegt für uns wohl nicht darin, ob jetzt allmählich eine kältere oder wärmere Phase anbricht, sondern wie schnell die Veränderung eintritt. Wenn wir von Jahrtausenden oder mehreren Jahrhunderten sprechen, braucht uns das ja nicht weiter zu interessieren für den Moment.
        Wenn wir von Dekaden reden natürlich schon, das wäre aber extrem schnell.
        Und niemand wird wissen, wie realistisch das tatsächlich ist.

        Insofern stimme ich auch Michael zu. Die größte Gefahr de facto geht daraus hervor, dass die Bevölkerungsdichte so hoch ist und es daher kaum noch Ausweichmöglichkeiten gibt. Größere Völkerwanderungen wie früher werden nicht mehr wirklich möglich sein. Statt dessen wird es zu gewaltigen Konflikten kommen, ich denke das ist unausweichbar.
        Aber auch größere Ernteausfälle innerhalb weniger Jahre könnten genau das gleiche verursachen.

        Das Klima werden wir nicht retten können (konnten wir wahrscheinlich nie), aber die Zivilisation könnte womöglich überdauern, zumindest ein Teil davon.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Also erstmal befinden wir uns am Ende einer Warmzeit und nicht am Ende einer Eiszeit/Kaltzeit, die nächste Eiszeit müsste eigentlich sehr bald beginnen oder schon begonnen haben.

      Weder das römische noch das mittalterliche Klimaoptimum kommen auch nur annähernd an die heutige schon erreichte Klimaerwärmung dran, wir sind dort schon weit darüber.

      Bei einem CO2 Gehalt von den jetzigen 400-410 ppm werden die Meeresspiegel um 25-30 Meter steigen sowie alle Alpengletscher verschwinden, die Arktis wird 4-6 Monate eisfrei bleiben.

      Mit dem Verlust der Gletscher in Europa wird die Wasserversorgung eine große Herausforderung werden und ungleich teurer, die boralen Wälder werden immensen Stress ausgesetzt und wahrscheinlich zum großen Teil verschwinden.

      Gab es schon mal solche Warmzeiten?

      Der großteil der Erdegeschichte ist von Warmzeiten dominiert worden und auch in diesen hat das Leben floriert, auch wenn Teile der Erde nur von Reptilien und Insekten dominiert wurden und Säugetiere nur eine Nebenrolle gespielt haben.

      Das Problem ist das der schnelle Umschwung von Kalt zu Warmzeit fast immer mit einem Massenausterben einherging, dabei ist das Massenaussterben um so stärker ausgefallen je schneller und signifikanter der Wechsel vonstatten ging.

      Das stärkste Massenausterben mit über 90% Aussterberate war folge der stärksten und schnellsten Erwärmung, wir werden diesen Rekord brechen, da diese Erwärmung noch schneller voranschreitet als diese in der Vergangenheit schnellste und mit den gespeicherten Methanvorräten die auch größer sind als in der Vergangenheit wird auch die Erwärmung von 10C keine utopie darstellen.

      Und die Erwärmung die wir heute sehen ist wenn wir uns Menschen als Natur betrachten auch vollkommen natürlich, nur ändert das wahrscheinlich nichts daran das wir ganz natürlich unter diesen Folgen eventuell aussterben werden.

      Denn ohne Ökosysteme wird es schwierig werden unsere Zivilisationen am laufen zu halten…, wir müssten alles was die Ökosysteme uns nahezu kostenlos liefern selbst herstellen was ich heute nicht als möglich betrachte.

      Nach den Daten die gesehen habe ist sobald die Arktis regelmässig auch nur einen Monat eisfei wird der Klimawandel zu einer Heiszeit völlig autonom von unserem tun.

      Die Kohlenstoffsenken werden eine nach der anderen versagen oder sogar zu Produzenten kovertieren, was wir nebenbei jetzt schon beobachten können.

      Es sieht sogar so aus das selbst wenn wir die CO2 Emissionen aus fossilen Quellen schon morgen auf null reduzieren der Klimawandel schon heute sich selbst weiter verstärken würde, wir sind hier bloss noch der Turbolader um geologisch/biologische Rekorde zu knacken…

      Mit dem Verlust des Arktiseises werden so viele verstärkende Effekte getriggert das dies wohl schon ausreichen wird die Kosten für Ausfälle von Ernteerträgen und Schäden durch Stürme und Fluten auf ganz neue Level zu heben.

      Ich glaube wir werden es nicht schaffen die Folgen des Klimawandels auch nur annähernd zu beherschen, alleine die 25-30 Meter Meeresanstieg stellen uns wohl vor zu große Herausforderungen und dies ist nur ein Teil der Folgen und wahrscheinlich nicht mal einer der schlimmsten.

      Falls die Metahnreserven in den Permafrostböden und in den Ozeanen getriggert werden steigt der CO2 Geahlt in 250-500 Jahren auf 1000-1500ppm was ein Anstieg der Meeresspiegel um 60-70 Meter bedeutet und tropische Verhältnisse in der Arktis und Antarktis.

      Übrigens stellt sich die Frage gar nicht mehr ob die Methanreserven getriggert werden, der Gehalt von Methan in der Atmosphäre steigt rasend schnell, so hat sich die Methankonzentration in der Atmosphäre bereits verdoppelt und dieser Prozess beschleunigt sich extrem schnell immer weiter.

      Es geht ja gar nicht mehr darum ob wir einen extincion event triggern sondern nur noch darum ob wir es schaffen den jemals stärksten zu erzeugen…

  10. Michael Egloff sagt:

    Der Hinweis darauf, dass es in der Erdgeschichte schon immer Klimaextreme gegeben hat – von der “Schneeball-Erde” mit Gletschern bis in Äquatornähe bis hin zu subtropischem Klima an den Polen – ist völlig bedeutungslos. Weil es in diesen Zeiten ja keine Menschen gab, schon gar keine 7,65 Milliarden und demnächst über 10 Milliarden. Natürlich ist das Klima-Thema immer aus der Sicht so vieler Menschen zu betrachten. So gesehen also eine bisher einmalige Situation und nicht vergleichbar mit früheren Extremen.
    Man braucht garnicht mit Super-Extremvarianten von 10 Grad (was ich für unwahrscheinlich halte) zu spielen, um die Dramatik der Entwicklung zu unterstreichen.
    Schon heute hat der eigentlich erst beginnende Klimawandel schon in manchen Regionen drastische Folgen, obwohl wir temperaturmäßig noch im Bereich sowohl des römischen als auch des mittelalterlichen Klimaoptiums liegen, und immer noch deutlich (etwa 1,5 Grad) unter der EEM-Warmzeit vor 115000 Jahren.
    Nur ist heute und erst recht in der menschheitsgeschichtlich sehr nahen Zukunft die menschliche Besiedlungsdichte vielfach höher als früher (750-fach gegenüber dem Beginn des frühen Neolithikums und immerhin fast 40-fach gegenüber dem Beginn der Zeitrechnung). Und jedes Jahr (!) kommt eine Menschenmenge hinzu, die dem Neunfachen der Gesamtmenge der Menschen zu Beginn des Neolithikums entspricht – Tempo derzeit ansteigend.
    Und besonders zu beachten: die Zahl der Menschen steigt insbesondere südlich des 40. nördlichen Breitengrades besonders stark, also in Regionen, die weitaus weniger erwärmungstolerant sind, als z.B. im ohnehin relativ dünn besiedelten Skandinavien, Sibirien oder Kanada/Alaska.
    Während also die einen (relativ wenigen) Menschen auch in den nächsten 20…30 Jahren noch von einem “Klimaoptimum” sprechen können, werden immer mehr Menschen zunehmend jenseits eines halbwegs optimalen Klimas sein. Mit den entsprechenden geopolitischen Verwerfungen, die dann auch diejenigen nicht mehr völlig unberührt lassen, die zunächst noch auf der Gewinnerseite der Entwicklung sind.

    Und noch eines: zusätzlich ändert sich gerade in zunehmend dich besiedelten Regionen das Regionalklima durch menschliche Eingriffe besonders stark. So hatte beispielsweise Äthiopien ein wesentlich milderes und feuchteres Klima, als das Land vor wenigen Jahrhunderten noch zu 85% mit Wald bedeckt war, statt heute zu nur noch 14% .
    Besobders drastisch ist der regionale Klimawandel z.B. in der Aralsee-Region im Zuge des weitgehnden Versiegens dieses einst riesigen Sees.
    Oder z.B. die dichbesiedelte Region Sindh in Südpakistan oder das Nildelta verlieren derzeit ihre unterirdischen Süßwasserreserven durch das immer schnellere Eindringen des Salzwassers durch den ansteigenden Meeresspiegel in Kombination mit dem Abpumpen des Süßwassers zur menschlichen Nutzung. Ganze Megacities wie Bangkok oder Jakarta drohen durch diese Prozesse innerhalb der nächsten 20…30 Jahre buchstäblich im Meer zu versinken. Im Falle Jakarta beträgt die Absenkungsgeschwindigkeit bis zu 25 Zentimeter pro Jahr, im Nildelta und in Bangkok 2…4 Zentimeter.
    Die Beispiele für deutliche regionale Änderungen des Klimas und der Wasserkreisläufe sind schon heute zahlreich, bei gerade mal läppischen 1,1 Grad durchschnittlicher Erwärmung (in der Arktis weit über 2 Gard).
    Bei 3…4 Grad Erwärmung würde die physische Existenz von einigen Milliarden Menschen auf dem Spiel stehen. Und von Peak Oil/Peak anything (Bausand, Erdgas, Phosphate, Kobalt, Fisch, Holz, Agrarfläche usw.) in den nächsten Jahrzehnten haben wir da noch garnicht gesprochen.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Wobei Jakarta diesen Prozess beherschen könnte würde es das Grundwasser nicht abpumpen, auch Tokio wäre im Meer versunken hätten die Behörden nicht gehandeln und das Abpumpen beendet.

      Natürlich hat Jakarta nicht die Gelder hier zu handeln und wird so wahrscheinlich zu hälfte im Meer versinken, die Behörden suchen bereits nach einer neuen Hauptstadt deutlich höher über dem Meeresspiegel um auch den Folgen des Meeresspiegel anstieges zu kontern.

      Aber mal ehrlich viele Städte und Regionen werden einfach im Meer versinken und es wird gigantische Flüchtlingströme geben ganz unabhängig von Dürren und Fluten durch starkregen.

      Irgendwann in der Zukunft wenn auch das Grönlandeis und die Antarktis abgeschmolzen sind wird die Ostsee die Ruinen von Berlin überflutet haben…

  11. Hendrik Altmann sagt:

    http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Methan

    Hier sieht man das die heutigen Methankonzentrationen fast dreimal so hoch sind wie die höchsten peaks in 600000 Jahren Klimageschichte, aber das wird schon werden…:)

  12. Hendrik Altmann sagt:

    Ein Interview mit einem der führenden deutschen Klimaforscher, der gutes Basiswissen über den Klimawandel liefert.

    https://www.youtube.com/watch?v=9tRwY59GzaU

    In der Vergangenheit standen die Meeresspiegel bei einem CO2 Gehalt in der Atmosphäre von 410ppm 25-30 Meter höher.

    Es ist davon auszugehen das die Meeresspiegel nach dem Ende des Jahrhunderts sehr schnell weiter ansteigen werden, womöglich eben auf diese 25 bis 30 Meter aber nur unter Voraussetzung das der CO2 Gehalt bei 410ppm stoppt und die Methanreserven nicht gänzlich getriggert werden.

    Steigt der CO2 Gehalt allerdings weiter an und die Erwärmung steigt weiter so das die Methanspeicher getriggert werden wird es nicht bei den 25-30 Metern bleiben…

  13. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=9UP_-Bvf5fU

    Interessante Zahlen werden in diesem Video präsentiert über das erreichen vieler systemischer Wachstumsgrenzen.

    Alleine die Produktion von Süßwasser in gigantischem Ausmaß sowie die Bereitstellung von fruchtbaren Ackerböden oder deren immitation dürfte den Energieaufwand in Zukunft explodieren lassen und damit die Kosten.

    Durch das rasche plündern der Ökosysteme und Süßwasserquellen müssen wir all das was uns die Ökosysteme vorher billig bereit gestellt haben selbst produzieren.

    Das werden sehr sehr große Herausforderungen in der Zukunft werden.

  14. Michael Egloff sagt:

    Das Märchen vom Problemlöser Elektromobilität (die ja kaum richtig begonen hat):

    https://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/wirtschaft/Fluch-und-Segen-des-weissen-Goldes-article20709401.html

    Mal sehen, was passiert, wenn die Herstellung von E-Cars, E-Bussen und Großbatterien für die Stromspeicherung sich – sagen wir – verzwanzigfachen wollte.
    Von Kobalt haben wir da noch garnicht gesprochen, das wohl dann noch knappere und konfliktträchtigere Metall.

    So, jetzt wieder zurück zur Wünsch-Dir-Was-Sendung “E-Cars für alle for ever”.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Eine umfassende Transition wird hier nur gelingen wenn Batterien auf andere in deutlich größerem Umfang vorhandene Ressourcen basieren, was aber in Zukunft durchaus der Fall sein könnte.

      Zumindest gibt es große Anstregungen in die Entwicklung solcher Batterien und auch schon Fortschritte, es gibt kaum Alternativen da Peaköl in den nächsten 10 Jahren wohl kommen wird und sich die Produktionskapazitäten von Erdgas auch nicht ewig ausbauen lassen.

      Tesla scheint den wichtigsten Meilenstein tatsächlich geschafft zu haben und profitabel zu werden und nun das Potential einer der größten Automobilkonzerne der Welt zu werden, mit den weiteren Folgen des Klimawandels wird der Druck in der Öffentlichkeit immer größer werden für eine CO2 Steuer und dies wird dann wohl endgültig den Aufstieg für die Alternativen zu Erdöl basierter Mobilität sein.

      Der E-Mobilität wird ohne Frage die Zukunft gehören da immer noch deutlich viel mehr Öl verbraucht wird statt neu gefunden und das schon seit vielen Jahrzehten, das Ende ist hier schon lange absehbar.

      E-Mobilität für die breite Masse muss nur noch effizienter werden, sprich leichte Kleinstwagen für die Kurzstrecke in Städten, sowie Züge und schwere Mietwagen/Carsharing für die Langstrecke.

      Die Industrie, ja das gesamte Wirtschaftssystem muss in den nächsten Jahrzehten grundlegend umgebaut werden da die Förderung fossiler Energieressourcen immer teurer wird und da deren Verbrauch das Klimasystem zu stark und zu schnell verändert.

      Die Frage wird nur sein ob wir uns diesen schnellen Umbau überhaupt leisten können bevor es zu spät ist, den dieser Umbau kostet sehr viel Energie, gleichzeitig ziehen die Folgen des Klimawandels immer mehr Energie ab für die Beseitigung der Schäden bzw. für Prävention.

      Noch in diesem Jahrhundert wird sich entscheiden ob unser Zivilisationsmodell bestand haben wird.

      • Michael Egloff sagt:

        Ich vermute, nicht der E-Mobilität wird der Zukunft gehören, sondern der fehlenden Mobilität (gemessen am heutigen Hyper-Maß an Mobilität).
        Und dass unser heutiges Zivilisationsmodell bestand haben wird, kann man ja nicht wirklich hoffen oder vermuten. Angesichts von globalen Arbeitseinkommen zwischen wenigen Cent und zigtausenden Dollar die Stunde, angesichts von immer mehr und immer potenteren Waffen in immer mehr Händen, angesichts von mittlerweile globaler Vermüllung und Petrochemisierung der Umwelt (Pharmaka, Mikroklastik, Tenside, Schwermetalle usw.), angesichts immer stärkerer Verfettung von immer mehr Menschen, angesichts von immer stärkerer Übernutzung von Grundwasserressourcen in immer größeren Regionen, angesichts von gröbsten, ja geradezu kriminellen, millionenfachen Verstößen gegen ein halbwegs ausreichdes Tierwohl von Nutztieren, angesichts eines immer schneller voranschreitenden Artenschwundes, angesichts von immer größeren Schuldengebirgen und virtuellen Vermögensgebirgen, gegenüber denen sich der Himalaya als Hügelland ausnimmt und und und…

        Wer könnte jemals auf den Gedanken kommen, solch ein Modell könnte längere Zeit Bestand haben?

        Und ganz nebenbei: aus welchen Materialien sollen die Straßen in 100 oder gar 200 Jahren bestehen, auf denen Milliarden von Fahrzeugen rollen sollen?
        Kleiner Tip: weder auf Asphalt, noch aus Beton. Wegen extremem Mangel an Bitumen und geeignetem Sand.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Nun ich hoffe schon das dieses Modell bestand haben wird, denn dies ist die Chance für das Leben die Grenzen die ein Planet dem Leben aufzeigt zu durchbrechen und in das gigantische Universum zu expandieren und dies ist auch sehr wahrscheinlich die einzige Chance die das Leben hier auf diesem Planet hat.

          Die Frage ob es so weiter gehen kann ist eine reine Energiefrage, ob wir Sand oder Bitumen für Mobilität benutzen ist eine Energiefrage, wir könnten auch reines Goild benutzen wenn Energie billig genug ist…

          Ob wir unsere Abfälle in die Umwelt leiten ist auch eine Energiefrage, denn was wir da in die Umwelt leiten sind praktisch wertvolle Rohstoffe, nur das Rcycling dieser noch meist teurer ist als diese Stoffe aus der Umwelt zu entnehmen.

          Kriminalität ist etwas relatives, es gibt kein universelles moralisches Gesetzt in diesem Universum, wenn uns das Tierwohl etwas bedeuten würde, würden wir dann im Supermarkt Fleisch kaufen oder würde uns der Preis diese Fleisches interessieren?

          Das ausnutzen anderer Spezies für das eigene Wohl ist ehr ein Eckpfeiler des Lebens, wir leben in einem System des Wettkampfes, gerecht ist das die beste Lösung gewinnt und die schlechtere verliert und dies passiert automatisch, nur so konnte sich überhaupt höheres Leben entwickeln, dies ist der Filter der das Leben so erfolgreich macht.

          Es gibt jetzt praktisch nur noch zwei Entwicklungswege, vorwärts zu höchster Effizienz und der Entwicklung von Technologie zur Bereitstellung billiger Energie oder der Kollaps zurüch ins Mittelalter oder gar Aussterben(Klimawandel).

          Wir müssen gar die Energieproduktion und die effiziente Nutzung von Enrgie deutlich weiter erhöhen um den Klimawandel zu kontern und diese Hochtechnologiezivilisation in die Zukunft zu führen, Aufgeben steht weder für mich noch für das Leben an sich zur debatte, hat es nie in der Geschichte…

          Das ist das 6te Massenaussterben und das schnellste bislang, das Leben wird es dennoch immer wieder versuchen und vielleicht schafft es hier auf diesem Planeten ja den Sprung in das Universum, den Versuch ist es auf jeden Fall wert denke ich.

          Was wir Menschen hier tun ist übrigens nichts besonderes in der Welt des Lebens, das Leben versucht immer so weit und stark wie nur irgend möglich zu expandieren und dabei den höchst möglichen Entwicklungsstand einzunehmen um die höchst mögliche Effizienz zu erreichen bei allen Vorgängen.

          Dies gilt für alle Spezies und das Leben an sich, unser Zivilisationsmodell ist also nich ein Modell des Menschen sondern ein universelles Modell für das Leben, wenn wir hier scheitern scheitert nicht die Menschheit sondern das Leben bei dem Versuch aus den Grenzen dieses Planeten auszubrechen.

          • Berndt sagt:

            @Hendrik

            Die Energieproduktion beizubehalten, oder gar zu erhöhen, mag noch für einen ganz kurzen Zeitraum möglich sein. Ugo Bardi und Sgouris Sgouridis haben ausgerechnet, dass Erneuerbare Energien um einen Faktor 5 schneller hochgefahren werden müssten. Damit könnte man den von ihnen angenommenen zeitlichen Abfall der Fossilen Energien gerade kompensieren. https://link.springer.com/article/10.1007/s41247-017-0031-2

            Der Abfall der FF, den UB und SS annehmen, wird nach meiner aber deutlich schneller stattfinden. Öl fällt schneller ab. Es wird nichts mit einer Kompensation.

            Übrigens: Meine Extrapolation der Ölpreise ist bis jetzt zutreffend. Der für den Herbst zu erwartende Preisverfall ist erfolgt.

            • Michael Egloff sagt:

              Bis 2022 fallen erst einmal 7 bis 8 GW Grundlaststrom (!) durch die Abschaltung der restlichen AKWs weg. Das wird die bisher nicht gelöste Speicherproblematik brutal sichtbar machen, weil diese Grundlastlücke ja mit Zappelstrom zu füllen wäre, wollte man die Kohle nicht vorübergehend wieder hochfahren müssen.
              Und dann sprechen wir ja nur über etwa 23% des Gesamtenergieverbrauchs, wenn wir über den Strom sprechen. Eine wirkliche Dekarbonisierung ist also überhaupt nicht in Sicht. Nicht ansatzweise.

            • Hendrik Altmann sagt:

              @Berndt das kann schon so zutreffen, nur wenn wir nicht schaffen die Transition zu anderen Formen der Energiebereitstellung zu meistern werden wir es nicht schaffen, es gibt nur ein weiter so oder Kollaps und vermutlich in einigen hundert bis tausend Jahren aussterben.

              Wir werden in Zukunft einen Großteil des Wassers den wir nutzen entsalzen müssen, wir werden Nahrungsmittel in geschlossenen Kreisläufen züchten müssen, alle in Folge des Klimawandels und der Übernutzung der Ökosysteme.

              All das kostet sehr viel Energie, die auch noch billig sein sollte wenn wir unseren Wohlsand nur ansatzweise erhalten wollen, also entweder wir bauen das System schnell genug um und machen auch noch die nötigen starken Effizienzsprünge oder die Menschhaeit wird es wohl nicht schaffen.

              Es gibt keinen Weg zurück, der Weg zurück ist eine Sackgasse, ohne unsere Hightech Zivilisation könne wir diesem Klimawandel nicht die Stirn bieten, ohne unmengen an Energie und hohe Produktivität ist es einfach nicht möglich.

              Wir werden in Zukunft einen starken Rückgang der Produktivität der Landwirtschaft unter freien Himmel sehen als Folge des Klimawadels.

              Wenn die Gletcher geschmolzen sind wird die Bereitstellung von Süßwasser ein ganz anderes Level erreichen, was nur mit der Errichtung großer Regenwasserspeichervolumen und Entsalzungsanlagen geht die unterhalten werden wollen, was energieintesiv ist.

              Nuklear und Chemieanlagen müssen von den Küsten entweder weit weg von den Küsten gebracht werden oder speziell umbaut und gesichert werden, wie das gehen soll, keine Ahnung aber es wird sehr energieintensiv, Errosion wird durch das verschwinden vieler Wälder und Buschland neue Dimensionen erreichen auch hier sind Kontermassnahmen sehr teuer.

              Natürlich wirkt es unmöglich all das zu schaffen besonders da die Förderung von fossiler Energie für diesen Zweck immer mehr in Frage gestellt werden muss.

              • Berndt sagt:

                @Michael
                Da zitiere ich mal Nate Hagens:
                Because climate change isn’t the problem – it’s one of many symptom the the growth/surplus dynamic set in motion in the neolithic, and can’t be solved by voting with an uneducated populace, living in an economy optimizing quarterly earnings, in a world with 50-100x exosomatic surplus;

                It’s not like we are boycotting e.g. tuna, where we can choose to eat chicken or tofu. We have to use less energy, and that won’t be voted on other than people who are wealthy and educated and have free time (those reading this list in many cases). People want brain services which are 90%+ correlated with energy which is 85%+ correlated with fossil energy.

                As someone here pointed out a few months back, there has never been an energy transition – only an addition. We are using more biomass in todays world than we were before we found coal (because the Superorganism is on steroids (credit/globalization). Promoting and adding stochastic capacity -under a global economic regime pursuing GDP, we will not ever ‘subtract’ the bads, only add the ‘goods’ to the mix.

                We are now seriously growth constrained. 95% of US households have the same income after inflation than 18 years ago. Nearly 1/2 of americans can’t afford basics to live. 62% of US workers don’t make enough to afford middle class lifestyle. The headline statistics of ‘strong economy’ are top heavy (and misleading -US economy grew by 518 billion trailing 12 months but we grew debt by 1.35 trillion in same period). Economic opportunity is much worse than it used to be which is why populist politicians are winning (including Democratic ones like Bernie) the world over. LePen is now ahead of Macron in polls, etc.

                The real story of renewables, energy, climate and the future is that we are going to have a complete financial restructuring in the coming decade. It is now unavoidable with 350% and growing global GDP. We are going to have massive unemployment (over 30%) and dramatically lower resource prices due to deflationary pulse. Under market forces, renewables will be completely dead in that environment. We need education and enlightenment and planning TODAY to take advantage of that situation – only then can we have a bevy of meaningful environmental/sustainability initiatives like natural resource (carbon) taxes introduced (because doing them today would deleverage the system). Once the leverage is gone we can instead of having lowest price of energy clear the market like today, we can have a minimum price based on the lowest scalable stochastic source available (fully compensated for intermittence and back up). This higher energy price will be a) sustainable and b) allow for better behavioral options for people using less energy – as opposed to the energy gluttony ‘more is better’ dynamic currently in play by our credit-binging, kick-the-can-as-far-as-we-can-kick-it-collective-dynamic. It is going to be vital to have the best science and manufacturing on renewable/stochastic sources so that these can be combined with e.g. natural gas (hopefully no coal) to keep societies away from the steep Seneca cliff (the shallow Seneca cliff is now a certainty).

                In short, no one on this list seems to be talking about the real renewable energy transition, which is coupling stochastic technology with high value dispatchable NG in a post credit collapse world, which is speeding towards us by the month.

                @Hendrik: Wir haben keine anderen Formen der Energiebereitstellung gefunden. Alle Dinge in deiner Liste, die Energie fordern, werden nicht funktionieren. Wir werden wählen müssen, wofür Energie eingesetzt werden darf: Landwirtschaft, Medizin, Bildung. Nicht dazu gehören werden: Autos, Flugverkehr, Heizung, Straßen.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Naja die erneuerbaren wachsen heute am schnellsten und werden wohl irgendwann 1/3 der weltweiten Energiebereitstellung ausmachen, Erdgas wird weiter Kolhe und Erdöl im fossilen mix verdrängen, zumindest sieht die Entwicklung bis jetzt so aus, es kann natürlich sein das Kohle in Zukunft wieder boomt aus mangel an billiger Energie.

                Bis 2060-2080 werden die eropäischen Gletscher verschwunden sein ausser auf Island, was einmal höhere Temperaturen bedeutet und zu Süßwassermangel, auf anderen Kontinenten wird diese Entwicklung grvierender sein, das bedeutet das ein Großteil der Flüsse in der heutigen Form verschwiden wird.

                Das speichern von Regenwasser und Entsalzungsanlagen werden dann unabdingbar und zwar in gigantischem Ausmaß, Nuklearanlagen, Raffinerien, Industrieanlagen brauchen viel Wasser, dieses muss irgendwie neben Trinkwasser bereitgestellt werden.

                Der Golfstrom wird sich weiter abschwächen und zwar immer schneller gleichzeitig kollabiert der Nordpolarwirbel mit einer Verlaggerung der Jetstreams was zu großer Trockenheit in Europa führt, Nordeuropa wird Steppe, Südeuropa wird Wüste, dies ist geohistorisch nicht das erste mal das dies pasiert und belegt.

                Die Meerespiegel werden nach den neusten Modellen um 2 Meter ansteigen gegenüber vorindustriell bis 2100 und noch einmal um 4-6 Meter von 2100-2200, die Energiekosten um das alles zu kompensieren sind gigantisch.

                Können wir die Folgen des Klimawandels nicht kompensieren ist ein Kollaps der Zivilisation unausweichlich.

                Die Kosten werden jetzt jedes Jahr ansteigen und zwar immer schneller.

                http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/asiens-energiehunger-stellt-politik-vor-herausforderungen-15887961.html

                Und ja noch wächst die Menge an fossiler Energie die wir verbrauchen immer weiter an, ein Rückgang ist bis jetzt noch wunschdenken, mit dem Wassermangel/Meeresspiegelanstieg der auf uns zu kommt werden viele Nuklearkraftwerke zu dem Probleme in Zukunft bekommen.

  15. Hendrik Altmann sagt:

    Noch dramatischer wirkt die Erwärmung da sich die Sonnenfleckenaktivität auf einem Minimum bewegt, trotz dieses Minimums erreichen wir ständig neue Rekorde, eigentlich sinken die Temperaturen in einem Minimum um 0.2 -0.3 Celsius nun beobachten wir allerdings einen steilen Anstieg was nahelegt das der Klimawandel sich extrem verstärkt hat seit dem Jahr 2000.

    Sollte die Sonnefleckenaktivität wieder erwachen ist mit einer Beschleunigung der Erwärmung zu rechnen.

  16. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/riss-im-hochvogel-hunderttausende-kubikmeter-geroell-15887043.html

    Eine weitere Folge des Klimawandels und des Gletschersterbens ist eine beschleunigte Errosion der Gebirge wo vorher Gletscher und Permafrosböden wie Zement alles zusammen hielten.

  17. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=H5ORAK6BXEs

    Und natürlich noch etwas zu den riesigen Buschfeuern in Kalifornien…

    • Hendrik Altmann sagt:

      Praktisch der gesamte Südwesten und mittlere Westen der USA transformiert sich in ein Wüstenbiom wo heute 30% der weltweiten Nahrungsmittel angebaut werden, Süßwassermangel wird in diesen Regionen dramatisch werden da auch die Gletscher und der Winterschnee in diesen Regionen vollständig verschwinden wird.

      Durch das ausbeuten der unterirdischen Wasserspeicher die sich teils über tausende Jahre gebildet haben hat sich dort schon der Boden dramatisch gesenkt und es ist abzusehen sich diese Speicher schon bald erschöpft haben.

      • Berndt sagt:

        Ein Artikel zur Zukunft des Auto und des Elektroautos:

        https://www.rubikon.news/artikel/postapokalyptische-mobilitat

        Kurze Zusammenfassung: Es hat keine !

        • Hendrik Altmann sagt:

          Naja worauf er hinaus will sind wohl Kleinwagen/Transporter und Kleinstwagen oder anders ein besseres Verhältnis im Nutzlastverhältnis, diese Entwicklung werden wir aber überall auf der Welt automatisch sehen sobald sich individuelle Mobilität verteuert, natürlich werden diese Fahrzeuge wohl mit Elektromotoren angetrieben.

          Eine CO2 Steuer wird ziemlich sicher kommen, spätestens wenn viele überteuerte Imobilien der reichen und schönen an den Küsten wertloser Ramsch werden und industrielle Anlagen absehbar ein Wasserproblem bekommen wegen versiegender Flüsse und langer interkontinentaler Trockenperioden.

          Das wird aber nicht der einzige Grund sein warum sich Elektromobilität letztendlich durchsetzen wird, Öl basierte Treibstoffe werden schlicht zu teuer werden.

          Die Energie die heute aus Öl gewonnen wird ist teurer als Windenergie und sogar teurer als Energie aus Solaranlagen in Äquatornähe mit einem Ertefaktor von 2-3…Öl ist praktisch schon ein Dinosaurier als Quelle der Energiebereitstellung.

          Egal ob wir die Transition schaffen oder nicht, der Boommarkt in der Energieindustrie derzeit sind Batterien und Elektromobilität sowie die Erneuerbaren, ob das alles klappt ist die andere Sache aber das ist wohin sich das System derzeit entwickelt.

          Und ob das Automobil 5000Kg wiegt oder 300Kg macht denke ich keinen unterscheid bei der Definition des Automobils an sich, das Auto hat wohl eine Zukunft aber sie sieht heute anders aus als morgen, wahrscheinlich sehr viel leichter.

        • ZOE-Fahrer sagt:

          Die E-Mobilität ist doch schon längst angekommen. Bei E-Bikes, TransportBikes, Scootern, E-Bussen, Taxis ( insb. China) usw.

          Individualverkehr wird eh mit autonomen Fahrzeugen neu gedacht werden. Diejenigen, die sich dann noch ein individuelles Auto leisten wollen, wollen dann “Sports and Leisure”. Und da gibts doch Tesla :)

          Ich sag mal, ist nicht mehr aufzuhalten.
          Die Vorteile werden immer mehr Menschen langsam klar.

          Vor 5 Jahren habe ich meinen ZOE gekauft, wenn ich sehe was in den 5 Jahren passiert ist, dann freue ich mich auf die nächsten 5 Jahre.

          Das Tesla Model 3 ist fantastisch und vom Preis / Fahrspaß her jedem Verbrenner heute schon überlegen. Ich bekomme meines Anfang 2019 und freue mich.

          Mit eigenem Solarstrom und 400PS fahren, herrlich ! Das wollen die Leute alle, die das mal erlebt haben.
          Das alles fast Kobaltfrei und mit EE produziert.

          Und die Tesla Powerwall glättet meinen Zappelstrom so daß ich auch Abends eigenen PV Strom laden kann und das Haus versorgt wird.

          Wer hätte das 2013 gedacht ?

          • Hendrik Altmann sagt:

            Ob dies dann natürlich in Zukunft in riesigen Dimensionen geschehen kann hängt auch davon ab ob seltenere Metalle durch häufigere Ressourcen ersetzt werden können oder die Recyclingrate erhöht werden kann.

            Nun bleiben wir hier mal optimistisch und hoffen darauf das die nötigen Technologien etwickelt werden und Effizienzfortgschritte kommen werden, große andere Alternativen gibt es ja nicht für die Zukunft.

  18. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Gas-Prices/Natural-Gas-Markets-Remain-Ultra-Tight.html

    Die Erdgaslagerreserven sind sehr niedrig und der Erdgaspreis stark gestiegen und das kurz vor dem Winter, dies könnte zu einem Mangel führen falls wieder Kältezungen aus der Arktis weit nach Europa und Nordamerika vordringen, was sehr wahrscheinlich ist und zu noch höheren Preisen für Energie und das Heizen.

    Durch den Klimawandel schwächt sich die Nordpolarzirkulation immer weiter ab und wird instabil, die Folge mehr Kälteinbrüche aus der Arktis bis tief nach Mitteleuropa und den nordamerikanischen Kontinent.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Kann dem nur zustimmen, praktisch ist die Teersandproduktion hier nur möglich duch die Verfügbarkeit von billigem Erdgas.

      Schade das dieses Erdgas nicht viel mehr direkt für Mobilität genutzt wird, es wäre so viel effizienter und es würde auch viel weniger CO2 frei.

      Auch die Shaleoilindustrie ist stark abhängig von billiger Energie aus anderen Bereitstellungsformen und wäre alleine nicht tragfähig.

      In Sachen Klimawandel ist so etwas wie der weitere Ausbau der Teersandproduktion ohnehin der letzte Sargnagel für unsere Zivilisation…

      Er hat auch ähnliche Artikel und Berichte zu Shaleoil verfasst die aufzeigen das es für die Shaleoilindustie sehr schwierig ist überhaupt profitabel zu sein.

  19. Hendrik Altmann sagt:

    In Sachen Transition in die Zukunft der Energiebereitstellung habe ich mich immer kritisch zu den Erneuerbaren geäußert.

    Die Gründe dafür waren hauptsächlich die die Umverteilung von Wohlstand von den Armen zu den meist besser gestellten in der Gesellschaft und einer so ungerechten Energiewende und natürlich allgemein höhere Energiekosten.

    Heute denke ich zumindest nicht mehr ganz so kritisch über die Erneuerbaren, ich sehe aber ein deutlich besseres Modell um Erneuerbare zu fördern und zwar über die CO2 Steuer.

    Das hätte den Vorteil das durch höhere Staatseinnahmen durch solch eine Steuer die allgemeinen Steuern und Abgaben von der produktiven Gesellschaft gesenkt werden könnten und es eventuell Subventionen zu den Stromkosten für die ärmen Schichten in gewissen Rahmen geben könnte.

    Gleichzeitig sollte das System der Ausschreibungen weiter fokusiert werden und auch streng kontrolliert/ausgebaut werden um einen möglichst effizienten Aufbau von Erneuerbaren zu erzwingen.

    Durch eine CO2 Stuer würde sich der Energiemix stark zugunsten von Erdgas und Erneuerbaren verschieben, ganz ohne fossilen wird es wohl noch eine ganze Weile nicht gehen aber der Anteil von Kohlestrom könnte so reduziert werden.

  20. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kohleausstieg-kraftwerke-im-westen-sollen-zuerst-stillgelegt-werden-a-1240013.html

    Hmm wenn dann aber Braunkohle verfeuert wird in den letzten verbliebenen Kraftwerken ist das nicht die optimale Lösung, Braunkohle hat keine gute CO2 Bilanz und auch einen geringeren Brennwert, Steinkohle wäre hier die bessere Lösung.

    So werden also Braunkohlekraftwerke mit den dazugehörigen Braunkohletagebau die Sicherheitsreserve bilden, strategisch mag das die beste Lösung sein da Braunkohle uns Energietechnisch relativ unabhängig macht, klimatechnisch und für die Umwelt gibt es sicher bessere Wege wie Erdgas als Sicherheitsreserve.

    Der wegfall von Arbeitskräften zieht nicht als Argument, da gar keine Arbeitskräfte wegfallen, sie werden nur verlagert in einen anderen Bereich der Energiebereitstellung.

    Ich wage es sogar zu behaupten das letztendlich mehr Arbeitsstellen enstehen bei den Erneuerbaren da hier die Aufwände höher sind, bei der Kohleindustrie wurde die letzten Jahrzehnte viel automatisiert immer mehr Arbeitsstellen werden von Maschinen ersetzt.

    Meiner Meinung wären Erdgaskraftwerke als Sicherheitsreserve die beste Lösung.

  21. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/brasilien-abholzung-des-regenwalds-erreicht-hoechsten-stand-seit-10-jahren-a-1240226.html

    Wärend hier um den Hambacher Forst gekämpft wird verschwinden in Brasilien Wälder ganz anderer größenordnungen, nicht nur das so das gespeicherte CO2 frei gesetzt wird und natürliche Speicherfläche verloren geht, wird die Fläche für die Landwirtschaft genutzt und so zu einem Produzenten von CO2.

    Zusammen mit immer neuen Produktionsrekorden bei Öl und Erdgas dürfte das ohnehin zweifelhafte 2C Ziel Utopie sein.

  22. Berndt sagt:

    Zum Ölpreis:

    Am Freitag ist der Ölpreis unter die rote Kurve von “2018-07-14_Price_explanation”, Folie 14 gerutscht. Der extrapolierte Wert ist 52,77 $, der tatsächliche ist 50,39 $.
    Gestern habe ich im Radio einen Kommentar gehört. Die teils aufgehobenen Sanktionen gegen Irans Ölexporte und die schlechteren Aussichten der Weltwirtschaft wurden als Ursachen für den Ölpreis Verfall genannt. Jeder, der sich nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt, wird mit dieser Erklärung zufrieden sein. Eigentlich müßte aber alle mit ein bisschen Wirtschaftsverstand aufwachen, wenn er sich die drei Ölpreis -Peaks 2008, 2014 und 2018 ansieht, die auf einer nach unten zeigenden Geraden liegen. Einfach mal fragen: Wo liegt der nächste Peak ? Welche Mechanismen bestimmen seit 10 Jahren den Ölpreis ?
    Kann es überhaupt einen Effekt geben, der die Peak-Entwicklung ändert ? Art Berman: “Americans have more faith in technology that has not been invented yet than they do in God.”

    • Hendrik Altmann sagt:

      Nun ich stimme dir zu das die Mechaniken die die Gesetze der Thermodynamik mit den Gesetzen der Marktwirtschaft verbinden komplex sind, auf jeden Fall gibt es diese Verbindungen da wir in einer Welt der Physik leben müssen auch die Gesetze der Marktwirtschaft letztendlich darauf ausgerichtet sein.

      Im Moment haben wir wieder eine starke Überproduktion an Öl, was nicht verwunderlich ist den ein Preis von 70-80 Dollar setzt einen starken Anreitz die Produktion zu erhöhen bei den Produzenten, besonders die Shaleoil Produktion hat hier enorme Steigerungen hingelegt die letzten Monate und wird wohl auch nächstes Jahr die Produktion steigern da neue Pipelinekapazitäten online gehen.

      Der Effekt der gesteigerten Produktion und auch der eintrübenden Weltwirtschaft, ja auch andere Rohstoffpreise sind nach unten gegangen sind natürlich ein fallender Preis.

      Nun da dennoch die Nachfrage weiter steigen wird sehe ich trotzdem sich einen wieder erholenden Preis schon nächstes Jahr, den die Nachfrage wächst weiter besonders jetzt da der Ölpreis wieder gefallen ist.

      Diese Volatilität ist auch eine Folge des machtverlustes des OPEC Kartells und des kommetenhaften Aufstiegs der nordamerikanischen Ölproduktion sowie generell ein Verlust von Matktanteilen des Kartells.

      Falls die OPEC mit weiteren nicht OPEC Förderländern eine Einigung über weitere Förderkürzungen 2019 erreichen kann wird dies mit der erhöhten Nachfrage den Preisdruck nach oben wieder befeuern.

      Ich denke nicht das wir Förderpeak bei Öl vor 2020 sehen werden.

      • Berndt sagt:

        Hallo Hendrik, bei der Berechnung der Kurve habe ich nur die historischen Ölpreisdaten seit 2013 verwendet, sowie die Annahmen, dass der Preis sich aus einer Geraden und einer Sinuskurve ergab und auch zukünftig ergeben wird. Ich habe keine einzige spekulative Annahme für politische oder Nachfrageentwicklungen benutzt. Wenn der Preis seit sechs Jahren ein bestimmtes Verhalten zeigt, erwarte ich, dass das im Normalfall auch noch einige Zeit anhält.

        Die drei Peaks 2008, 2014 und 2018 stellen sogar eine seit zehn Jahren gültige Kurve dar. Was über zehn Jahre gültig ist, wird sich kaum ändern.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Das werden wir ja schon bald sehen ob dem so ist, wenn dem so ist wird aber der Peak von den Produzenten ausgehen und nicht von der Nachfrage was ich mir nur schwer vorstellen kann, denn bei einem Ölpreis von 40-50 Dollar mit abwärtstrend dürfte es sehr sehr schwierig werden die Produktion weiter auszubauen oder überhaupt halten zu können.

          Das wahrscheinlichste Szenario nach diesem Modell wäre ein dauerhaft sehr niedriger Ölpreis und eine Krise bei den Shaleoilproduzenten bzw. insgesamt einer Krise in der nordamerikanischen Ölproduktion.

          Wahrscheinlicher halte ich allerdings weitere volatile Tendenzen mit einem starken auf und ab beim Ölpreis.

          Diese Volatilität ist allerdings nicht viel weniger destruktiv für die Ölindustrie und die Nachfragesituation auf den Märkten.

          Diese Kurve von dir deutet ja einen starken Kollaps der Ölproduktion zwischen 2025-2035 an, was ein schon extremer Prognosestandpunkt ist.

          Ich bin auf jeden Fall gespannt wie die Entwicklung verlaufen wird, Klimawandel sich verteuernde Energie, Massenausterben, Überausnuzung der Ökosysteme, Migrationswellen, kompletter Umbau der Systeme, all das sind große Herausforderungen und alles auf einmal, der perfekte Sturm…

        • Hendrik Altmann sagt:

          https://oilprice.com/Energy/Energy-General/50-Oil-Puts-Shale-To-The-Test.html

          Hier ist auch ein guter Artikel über die Situation der Shaleoilproduktion und dem abwechseln von Über und Unterproduktion und den Effekten auf den Preis.

          Was auch in dem Artikel hervor geht liegt der breakeven irgendwo zwischen 40 und 50 Dollar somit sollte sich das Wachstum in diesem Preisbereich wieder abschwächen, da aber wharscheinlich ohnehin bald das Fördermaximum im US Shaleoilbereich erreicht ist könnte dies auch der letzte große Produktionsboom im US Shaleoilbereich sein.

          Wenn jedenfalls der Produktionsboom mit dem selben Tempo 2019 weiter geht bleibt der Preis wohl um die 50 Dollar, die Lagerbestände wachsen jedenfalls wieder kräftig was nur ein bedeutet ein fallender Preis bei Öl.

          • Berndt sagt:

            Hallo Hendrik,

            du hast eine Menge Punkte genannt, ich will zu einigen etwas sagen. Nick C. glaubt, das Shale oil Produktion ab einem bestimmten Ölpreis rentabel wird. Die böse Thermodynamik sagt aber was anderes aus. Erstmal etwas ausholen:
            Die ETP-Gleichung Gl.16 in „thermal equilibrium“ kann man genau wie für die Weltproduktion auf die Produktion eines einzelnen Wells anwenden. Shale oil Bohrungen sind im Bakken um 4500 m tief (Konventionelle Quellen nur 1500m) . Das gepumpte Öl ist daher deutlich wärmer als bei konventionellen Quellen. Auch bei Shale-Förderung wird das vorher vorhandene thermische Gleichgewicht der Erdkruste gestört, die dafür notwendige Energie ist nach dem 2ten HS von extern aufzubringen. Drill, baby, drill von Hughes enthält typische Förderkurven. Damit kann man die aufzubringende Energie als Funktion der Zeit bestimmen. Nach ziemlich kurzer Zeit ist der Energieaufwand so hoch wie der Energieinhalt des Shale oils. Wenn man das berechnet, ist schnell klar, dass Kosten der Shale oil Förderung mit den Energiekosten rauf und runter gehen. Profitable Shale oil Förderung verlangt niedrige Energiekosten und gleichzeitig hohe Ölpreise. Das beisst sich total. Oder andersrum: Wenn der Ölpreis steigt, steigen auch die Förderkosten. Deswegen sind die Shale-Förderfirmen bis auf wenige Ausnahmen unabhängig vom Ölpreis Zuschußbetriebe.

            Und zum Kollaps zwischen 2025 und 2035: Egal welche meiner Kurven ich ansehe, der Kollaps kommt früher. Unter 30$/barrel werden Förderanlagen geschlossen.

            Peakverbindungslinie 2008, 2014 und 2018: Abfall etwa 8$/Jahr, bei heute 75 $/barrel sind nach 6 Jahren 30 $/barrel erreicht, das ist 2024. Weil die Kurve die Peaks beinhaltet, kann man etwa 2022 für den Beginn des Kollaps ansetzen.

            Linearer Fit der Preise seit 2008: Abfall 4$/Jahr, bei heute 56 $/Barrel ist nach 6,5 Jahren Schluss:
            Mitte 2024. Auch hier sind vorher Zeiten mit niedrigeren Preisen, also auch etwa ab 2022.

            Preis-Kurve p14 von „price explanation“ : Ende 2019 ist der große Fördereinbruch.

            ETP-Kurve p23 von „thermal equilibrium“: 2022 ist der Einbruch.

            Perfekter Sturm.

        • MM sagt:

          “Alles verhält sich so wie es unser Modell vorhergesagt hat”
          Das gilt bis jetzt für deine Hog Cycles beim ETP Modell und dem Triangle of Doom. Das gilt aber auch für Angebot vs Nachfrage Analysen wg Weltwirtschaft und Iran.
          Ein einknicken der Weltwirtschaft ist am Ende allerdings auch eine erweiterte Folge des ETP Modells. Ich denke es ist gerade sehr spannend. Letztens sagte ich zu jemandem, die einzige wichtige Information zum Tag ist zur Zeit der Ölpreis.
          Welches Modell zieht wird sich jetzt so schnell nicht zeigen, weil ich glaube, dass die Wirtschaft den Ölpreis erst mal sehr volatil machen wird. Starke Schwingungen sind eine Folge davon wenn ein neuer Attraktor gesucht. wird. Bis sich der Staub da gelegt hat und wir im Rückspiegel sehen können, was läuft wird meiner Meinung nach schon noch etwas dauern.
          Es ist aber schon sehr deutlich, dass wir jetzt an einem Wendepunkt stehen.

          • Berndt sagt:

            Hallo MM,

            Angebot/Nachfrage Analysen für vergangene Preisschwankungen stimmen immer. Immer und perfekt. Bei Voraussagen stimmen sie fast nie.
            Spannend wäre es, wenn du eine ein paar Monate alte Angebot/Nachfrage Analyse auftreiben würdest, die als Folge der Iran-Sanktionen oder des Umfelds einen stark fallenden Ölpreis nennt.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Was mich jetzt interessieren würde wäre was deine Pläne, Vorbereitungen wären wenn die Welt praktisch 2022 beginnt unterzugehen, denn Elektromobilität wird bis 2022-24 nicht die Produktionszahlen erreichen um einen Ölpreis zu kompensieren, auch Erdgas wird uns dann nicht retten können.

              Ich glaube nicht das der Ölpreis so schnell in den Keller gehen wird und das die Ölproduktion in diesem Tempo kollabieren wird aber es würde mich interessieren was deine Pläne für ein solches Szenario sind.

              Ich meine bei einem so schnellen Kollaps würde das Finazsystem mit kollabieren und eine schwere weltweite Rezession wäre die Folge mit eventuellen großen militärischen Konflikten.

              • Hendrik Altmann sagt:

                *um einen Ölpreis von 30 Dollar oder darunter zu kompensieren*

                sollte es heissen…

              • Hendrik Altmann sagt:

                Was mich auch etwas skeptisch macht ist was einen Preis von 30 Dollar und darunter verursachen sollte?

                Ich meine damit der Preis so tief fällt muss entweder die Nachfrage stark einbrechen oder die Produktion explodieren, wenn die Produktion so stark wächst wäre das ein Anzeichen das die Produktion entsprechend billig geworden ist und die Nachfrage bricht bei Preisen von 30-40 Dollar ein? Warum sollte sie?

              • Markus mayr sagt:

                Hallo Hendrik,

                ich gehe davon aus, dass durch den wegfall von Öl als Energiequelle und seine Wandlung zu einem normalen “Rohstoff” erstmal 30% der uns zur Verfügung stehenden Energie wegfällt.
                Was dann passiert, konnte und kann man sehr schön in Grichenland sehen.

                Rezession — hohe Steuern usw.
                – der Staat versucht ja am Anfang irgendwie so weiterzulaufen wie gehabt, bis dann die einsicht kommt, so geht es nicht weiter.

                Daher meine Tip:
                Stück für Stück langlebige Güter kaufen (Kehrschaufel aus Metall, oder einen klassischen Wecker)

                Nicht mehr zuviel für Autos ausgeben, viele Griechen konnten sich ihre PKW´s nicht mehr leisten.

                Vielleicht ein schönes E-Bike oder Cargo-Bike zulegen.

                Ich gehe davon aus, dass die Welt nicht untergeht, jedoch alles deutlich teurer und beschwerlicher wird.

              • Berndt sagt:

                Hallo Hendrik,

                Pläne habe ich keine, aber als Devisen:
                Carpe Diem
                Flexibel bleiben
                Das Leben so gestalten, dass man mit wenig Energie auskommen kann.

                Am 11.2.16 war WTI bei 26,19 $. Oben habe ich gezeigt, dass der Ölpreis seit 2008 durchschnittlich 4$/Jahr sinkt. 2019 ist also deutlich weniger als 30 $ problemlos drin. Es gibt noch einen zweiten möglichen Grund: Es ist nicht 100%ig ausgeschlossen, dass die Weltgemeinschaft versucht, den CO2-Ausstoß zu senken.

                Elektromobilität: Ob man 2 to Auto mit Strom oder Öl bewegt, ist vom Energieaufwand beinahe gleich. Das Problem beim Ende des Öls ist nicht, dass der Treibstoff verschwindet, sondern dass sein Energieinhalt verschwindet.
                Ohne Öl wird es weder das Auto noch Strassen in der heutigen Form geben.

                Weltuntergang: Ich erwarte mehr ein langsames Absaufen als einen Knall. Die meisten Leute werden es lange Zeit für eine Finanzkrise oder Blase halten. Es wird die Teile der Welt unterschiedlich schnell treffen, manche sind schon heute dran. Erst leiden die Ölproduzierenden Länder, dann die anderen.

              • MM sagt:

                Laut der herrschenden Wirtschaftmeinung ist es kein Problem, sollte eine Resource knapp werden, weil dann der Preis steigt und eine andere Resource / Innovation erschlossen werden kann. Das Problem bei Öl ist nur, dass alle anderen Resourcen auch vom Öl abhängig sind. Das zweite Problem beim Öl ist, dass es auch Energie kostet, diese Energie zu erzeugen und diese Energie kostet auch was. Also um ein Barrel Öl zu verkaufen muss mindestens soviel Wirtschaftlicher Gewinn rausspringen, dass man damit die Energie für das nächste Barrel aufbringen kann. Da ein Barrel einen fixen Energieinhalt hat und der Energetische Preis von Öl ansteigt, kann irgendwann mit einem Barrel Öl nur noch 30$ Gewinn erwirtschaftet werden, das ist der MAP Maximum affordability Price.
                Wie Jancovici in dem tollen interview auf Radio ecoshosck sagte: Die meisten Politiker wissen weder was Klimawandel bedeutet, noch wie Energie funktioniert. Das sind keine guten Voraussetzungen.
                Ab 2022 spätestens wird es kein Wachstum mehr geben, weil Wachstum braucht verfügbare GigaJoule und die sind mit Öl nicht mehr zu haben. Ohne Wachstum wird dem Schuldenbasierten Finanzsystem die Puste ausgehen, denn Schulden sind Wetten auf zukünftige Gewinne. Wir können dann auch keine Kredite mehr aufnehmen um erneuerbare schnell in zigtausendfachem Ausmaß zu entwickeln.
                Alles was dir die Zeitung von green growth erzählt ist praktisch nur die Blaue Pille, die dich als Konsument ruhig halten soll. Wie der Crash ablaufen wird lässt sich nicht vorhersagen und ich kann dir sagen, dass praktisch alle Szenarien bereits seit mindestens 10 Jahren durchgedacht sind und alle zu dem einzigen Ergebnis kommen: überleben wird schwierig, egal was du machst. Mach lieber nochmal eine schöne Reise :-)

                Ich bin sicher in den Kommentaren von Berndt ist das alles schon gestanden. Die ganze Kacke ist schon so lange durchgekaut, dass es ihm wahrscheinlich keinen Spass mehr gemacht hat dir zu antworten….

              • MM sagt:

                Wegen dem Aspekt des manufacturing consent (blue pill) kann man sich schön ansehen, wie die EU Kommission heute einen Plan vorstellte bis 2050 klimaneutral zu sein.
                http://europa.eu/rapid/press-release_IP-18-6543_en.htm
                Schau dir die PDF an, ich meine, macht man damit Politik oder Werbung für ein schlecht verkäufliches Produkt. Auch in Kattowice gibt es ein “Climate Innovation Forum” so wie auch hier wieder von Innovation und Diskussion geredet wird. Hallo? Es wird bereits seit 50 Jahren an diesem Plan geforscht und es ist genau gar nichts passiert (Der CO2 Ausstoß steigt jedes Jahr weiter an auch seit 2016) und jetzt soll es plötzlich Innovation richten? Welche Innovation soll das denn genau sein ? Autonome Elektro Autos? Batteriespeicher in den Dimensionen der Zugspitze? Nochmal 16.000 Winrädert in DE aufstellen, die praktisch null CO2 eingespart haben ? Ich weiss nicht genau, was da noch zu erfinden ist, aber ich bin da ja mal zuversichtlich…
                Eins ist mal ganz klar: You can not have the cake and eat it. Es wird praktisch unmöglich sein unseren heutigen Lebensstanderd “green” zu halten. Das kostet zu viel und das gibt die green economy nicht her. Die Welt produziert zur Zeit nur 1$ GDP Growth für 6$ Kredit!
                Ist das die Folge von zu wenig Effizienz oder vielleicht ist da irgendwo ein Flaschenhals, der sich Energie nennt…
                Träumen darf man natürlich.

  23. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/diesel-offensive-wirkungslos-co2-emissionen-bei-pkw-steigen-an-a-1240429.html

    Solange die Motoren stärker und die Autos schwerer werden geht es dem System noch prächtig, Individualverkehr bleibt ein Systembestandteil mit den höchsten Potential effizienter zu werden, Individualverkehr könnte heute 70-80% effizienter sein.

    • Markus Mayr sagt:

      Hallo allerseits,

      gerade kommt der Deutsche Zukunftspreis 2018 im TV

      Dort wurde ein neues Verfahren zur Wasserstoff Verflüssigung durch Anlagerung an eine Flüssigkeit (Dibenzyltoluol) vorgestellt.

      https://www.youtube.com/watch?v=hKWMBmeY6ZQ&list=PLzaPJHkZwbbvJeEsCA02lZAl_0uLhmHn3

      Was halltet Ihr davon?

      • Michael Egloff sagt:

        Ja, habe ich gesehen, Markus.
        Klingt schon faszinierend, das riesige Problem der Wasserstoffdistribution (großes Volumen des Wasserstoffs inklusive der starken Flüchtigkeit durch Transportbehälter oder das Arbeiten mit sehr starken Drücken oder sehr niedrigen Temperaturen, und das alles bei latenter Explosionsgefahr) mittels eines flüssigen Speichermaterials ohne Entflammungs- oder gar Explosionsgefahr zu lösen.
        Leider wurden nicht die Fragen gestellt (und somit auch nicht beantwortet), welch große Mengen dieses Speichermediums für die weltweite Großanwendung produzierbar wäre und ob sich diese Flüssigkeit nach einer größeren Anzahl von Speicher- und Entspeichervorgängen verändert und an Speicherkapazität verliert.
        Das Problem ist ja die Größenodnung weltweit, die in Zukunft für die Großspeicherung nicht kontinuierlich zu erzeugender Energie benötigt wird. International beträgt ja dieser Speicherbedarf etliche hundert Terawattstunden, will man auch nur in die Nähe einer nachhaltigen Dekarbonisierung kommen. Von 100% Beendigung des Einsatzes von fossilen Energieträgern mal ganz zu schweigen, wie ihn die EU jetzt völlig unrealistischerweise bis 2050 angekündigt hat.
        Und natürlich löst auch das neue Speicherverfahren nicht das Grundproblem der PtG und nicht zu vergessen der Rückwandlung in Energie (GtP) nicht: die Energieverluste von etwa 40% für diese beiden Umwandlungsschritte.
        Aber ich gebe zu: dieses Speicherverfahren hat Charme.

        Vergessen wir aber nicht: mit 28000 Windkraftanlagen werden gerade mal 4,5% des deutschen Gesamtenergiebedarfs gedeckt. Und etwa ab 2025…30 werden immer mehr neue Windkaftanlagen zum Ersatz alter Anlagen benötigt. Das typische Hamsterradsyndrom.

        Übrigens fand ich auch den neuen Getriebetyp interessant. Wenn der bei Windkraftanlagen anwendbar wäre, wovon ich ausgehe, könnte das zu wesentlch kleineren und leichteren Getrieben für diese Anlagen führen.
        Leider wurde diese Innovation durch die Erfinder lausig vorgestellt, was die Anwendungsbreite angeht.

        • Markus Mayr sagt:

          Hallo Michael,

          viele Fragen werden in den Link geklärt.

          1. Die Flüssigkeit soll stabil sein und Lagerzeiten von 10 Jahren kein Problem.
          2.Energiedichte ca. 2,05kw/h je Liter
          3. Wirkungsgrad von Strom zu Strom ca. 25%
          (Beladung der Flüssigkeit
          Entladung der Flüssigkeit
          Verstroming in der Brennstoffzelle)

          Wenn man einen Eroei von 40 für einen guten Windkraftanlagen Standort annimmt, stellte sich mir die Frage, was noch als Nutzenergie bleibt?

          • Michael Egloff sagt:

            Hallo Markus,
            den Vortrag muss ich mir noch ansehen. Komme erst heute Abend dazu.
            Also ist die langfristige häufige Wiederverwendbarkeit der Speicherflüssigkeit gewährleistet. Sehr gut.
            Die Energiedichte pro Liter sieht auch sehr gut aus.
            Den Wirkungsgrad nach den 2 Umwandlungsschritten halte ich für sehr reichlich angegeben. Aus verschiedenen Quellen kenne ich bisher Umwandlungsverluste um 40%, bei Methanisierung, die ja hier nicht notwendig ist, sogar von reichlich 60%.
            Das ist das große Problem bei der ganzen Diskussion: dass keiner von uns aus eigener Forschung heraus belastbare Zahlen zur Verfügung hat. Wir sind immer auf Quellen angewiesen, die interessengeleitete Zahlen angeben können (sowohl zu negativ als auch zu positiv).
            Insofern ist es schwierig, sich im Detail eine wirklich realistische und unabhängige Meinung zu bilden.

            Ich verfolge deshalb als wichtigsten Fakt den Verbrauch von Öl, Erdgas und Kohle weltweit. Und der ist auf Rekordniveau, bei Kohle jedenfalls annähernd, bei Öl und Gas auf jeden Fall.
            Das muss ja Gründe haben. Hätte Windkraft ein Eroei von 40 an guten Standorten, dann wären die fossilen Energieträger längst im Rückwärtsgang.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Ein ERoEI von 40 ist Wunschdenken, selbst bei Anlagen von 300 metern an einem optimalen Standort.

              Den billigsten Strom produziert Energie aus Erdgas und an zweiter Stelle Kohle.

              Bei einem ERoEI von 40 bei Wind bräuchten wir dieses Forum hier überhaupt nicht mehr, unser Wirtschaftssystem läuft heute mit einem Erntefaktor von 15 ganz gut…

              Die wichtigsten Zahlen bei dieser Speichertechnologie hier ist der Wirkungsgrad und die Kosten pro gespeicherter Kwh.

              Falls der Wirkungsgrad 25% von Strom zu Strom sein sollte ist dies ehr niedrig, die Nutzung in Brennstoffzellen ist dann mehr Interessant oder in Heizanlagen.

              Das interessante ist die Brenstoffzelle die hier gezeigt wird mit 50% Wirkungsgrad, das ist zwar nicht die Welt aber immerhin, allerdings sind Brenstoffzellen bisher teuer in der Produktion, die Frage ist hier wie teuer ist diese Brenstoffzelle und wie billig kann diese über Effizienzverbesserungen noch werden.

              Eine Wundertechnologie die uns von allen Energieproblemen befreit ist dies hier jedenfalls nicht.

              Geologische Energiespeicher bleiben das non plus ultra bei Preis/Leistung, da dies aber in Deutschland bisher nur begrenzt möglich ist, ist diese Technologie auf jeden Fall wilkommen, besonders da der Transport von Wasserstoff hier billiger wird.

              In dem Video wird ja auch gesagt das die Produktion von Wasserstoff über Erneuerbare noch sehr teuer ist, dieser Wasserstoff schätze ich mal ist auch mit deutlich niedrigeren Abgaben belegt als Diesel oder Benzin, das Fazit daraus ist einfach das Mobilität über Brenstoffzellen die nächsten Jahre wohl weiterhin noch eine kleine Nische bedient, hauptsächlich aus Mangel an billigem Wasserstoff aber auch weil Brenstoffzellen heute noch immer teuer sind.

              Der Wirkungsgrad von Strom zu Strom über Wasserstoff wird niemals wirklich gut sein, für das beheizen von Haushalten aber eine gute Notlösung.

              • Hendrik Altmann sagt:

                PS: Auch in der Brennstoffzelle ist der Wirkungsgrad bei der Stromproduktion nicht 50%, nur der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle ist 50% bzw. 60% Die Strombereitstellung wäre so bestenfalls bei einer Effizienz von 30%.

                Die Antwort das Strom aus Erneuerbaren praktisch frei ist von Herrn Wasserscheid ist in diesem Vortrag nicht gerade proffesionell gewesen, Strom aus Erneuerbaren ist in den meisten Fällen teurer als Strom aus Erdgas oder Kohle, zudem werden die Anlagen heute immer noch gröstenteils mit Energie uas Fossilen hergestellt was diese Anlagen dann entsprechend billig macht, würden diese Anlagen mit Strom aus Erneuerbaren hergestellt werden würde dessen Preis steigen.

                Nur Wasserkraft hat ähnlich niedrige Kosten oder ist sogar kostengünstiger als Strom aus Erdgas oder Kohle.

                Nichts desto trotz konnten Solarstromanlagen und Windkraftanlagen deutlich effizienter werden die letzten 10 Jahre sowie dessen Produktion, die Frage ist wieviel effizienter kann die Produktion und die Anlagen in Zukunft noch werden.

              • Markus Mayr sagt:

                Derzeit sehe ich es ebenfalls so.
                Die Technologie ist willkommen und eine gute Ergänzung, ist aber aufgrund des Wirkungsgrades nicht wirklich günstig.

                Bei Windkraft sollen in Deutschland die Stromgestehungskosten bei ca. 3ct sein.

                Dies würde bedeuten das bei einem Wirkungsgrad von derzeit 80% in der Beladung der Flüssigkeit eine kwh gebundener Wasserstoff 3,6ct kostet.
                Nach Entladung der Flüssigkeit würde der Wasserstoff 4,3ct kosten
                Das equivalent nach Entladung gebundener Wasserstoff zu einem Barrel Öl mit 159 Litern und einen Energieghalt von 1590kwh würde dann ca. 68 Euro kosten.

                Somit wäre mit dieser Technologie, sollte sie im industriellen Maßtab kommen eine Art obergrenze bei den Energiekosten eingezogen.
                Alles Öl und Gas welches teurer ist würde im Boden bleiben, der Rest würde weiterhin gefördert.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Wenn die Gestehungskosten wirklich 3ct/Kwh sein sollten bräuchte Windkraft keine Förderung mehr und wäre komplett Konkurrenzfähig mit Kohlestrom oder Strom aus Erdgas, da aber immernoch Windkraft gefördert werden muss zweifel ich stark an diesem Preis.

                Der Markt ist leider stark verzehrt duch die Förderprogramme und so sind die realen Kosten nicht leicht zu erkennen.

                Ich weiss nicht stark Wasserstoff mit Steuern und Abgaben belegt ist aber man bezahlt derzeit rund 10 Euro je 100 Kilomter in einem Wasserstoffauto, diese Fahrzeuge sind dazu noch recht teuer, ich schätze zudem ist der Treibstoff und das Fahrzeug stark Abgaben und Steuerbefreit was sich bei einer gößeren Fahzeugflotte schnell ändern würde.

                Derzeit schlägt das Elektroauto das Wasserstoffauto deutlich in Treibstoffkosten, Betriebskosten und Herstellungskosten nur in der Rechweite liegt Wasserstoff vorn.

          • MM sagt:

            Also bei einem Gesamtwirkungsgrad von 25% und optimistischen 3ct/kWh Wind müsste man wohl annehmen, dass eine angeschlossene LOHC Anlage den Preis der WKA Anlage evtl. verdoppeln würde. Da wären wir schon bei 6 ct/kWh. Hätten wir den ungünstigen Fall, dass der windstrom nie im Netz gebraucht wird und immer durch die Anlage gehen muss hätten wir hier nochmal einen Faktor 4, also 24 ct/voll recyclterr KWh
            Dann wäre noch gefragt, was bei 1590 KWh der Öläquivalente Preis wäre: 381 Euro. Die Weltwirtschaft wird niemals mehr in einen Zustand kommen, in dem dieser Preis bezahlt werden kann! (dminishing returns)
            Dann käme noch dazu dass “Überschussstrom” in de (negative Preise) vielleicht nur an 100 Stunden im Jahr auftritt, also normalerweise würde der produzierte Windstrom direkt ins Netz gehen und die LOHC Anlage wäre nur 100 Stunden im Jahr ausgelastet ?
            Andersrum, wenn wir die Kohle abschaffen würden und keinen Überschusstrom produzierten, müssten wir trotzdem für 1 recyclte kWh 4 Stunden Strom produzieren
            In De produzieren WKA etwa 1500 bis 2000 Stunden Strom, nehmen wir mal 2000.
            Das bedeutet, ich habe pro WKA die LOHC produziert nur 500 Stunden Strom “gespeichert”.
            Ich brauche aber 8760 Stinden Strom im Jahr und dann haben wir noch Heizen und Verkehr?
            Das kann man nur durch “moderates überdimensionieren” lösen:

            In einer Greenpeace Studie die letztes Jahr rauskam steht dann auch die 7-fache Leistung erneuerbaren gegenüber der Maximalen täglichen Leistung von 70 GW.
            https://www.energybrainpool.com/fileadmin/download/Studien/Studie_2017-06-26_GPE_Studie_Kalte-Dunkelflaute_Energy-Brainpool.pdf
            S.24:
            “Abb 15 zeigt schematisch anhand der zweiwöchigen ,kalten Dunkelflaute im Wetterjahr 2006
            , wie Überschüsse und Unterdeckungen im entworfenen Stromsystem zusammenhängen. Während der 14 Tage mit der im Durchschnitt geringsten Stromeinspeisung aus Wind und Solar bei hoher Stromnachfrage treten nur sehr vereinzelt Situationen auf, in denen die installierten
            231 GW Solaranlagen und 229 GW Windanlagen ausreichend Stromproduzieren.”

            Jaja, das sind 450GW erneuerbare installiert, bei einem Tagesmaximum von 70 GW?

            Wenn die Speichertechnologien so toll wären, warum gibt es (fast) keine WKA auf der Welt, an die ein Speicher angeschlossen ist?
            Man hat in Japan mal NaS Batterien an eine WKA angeschlossen, was den Stromverlauf etwas glättet, das freut den Energieversorger, der den Strom abnimmt, aber nicht den Betreiber, denn der Strom wird dadurch sehr sehr teuer und ineffizient ist es auch.
            Speichertechnologie ist toll für Chemiker und Materialwissenschaftler und da wird auch viel Geld reingesteckt, aber nachrechnen darf man das nicht.

            Übrigens, Benzin hat ja etwa 10 kWh pro Liter, also brauche ich 5 l LOHC um 1 l Benzin zu ersetzen. Wenn ich einen 100 Liter Benzintank hätte kann ich mit LOHC 20 Liter Benzin ersetzen, das scheint mir keine grosse Reichweite zu werden, und die Brennstoffzelle und der Entlader der LOHC haben auch noch Platz und Gewicht. Das mag vielleicht gerade so fü Schwerverkehr gehen, aber Disel hat noch mehr KWh pro Liter, also da wirds noch schlechter , also .. naja…

            Übrigens WKA haben ein EROI von etwa 16, also viel zu schlecht um da dann auch noch eine LOHC Anlage anzuschliessen, dann kommen wir gesamt auf 4. Unsere Zivilisation braucht optimistisch angenommen EROI von mind. 10

            • Hendrik Altmann sagt:

              Derzeit werden Windkraftanlagen ja noch gefördert über das EEG und Auschreibungen, die Meldungen das die Anlagen ohne Förderung betrieben werden können sind quatsch und nur Absichtserklärungen wo die Betreiber annehmen das die Strompreise in der Zukunft viel höher liegen.

              Nun gut die Srompreise würden viel höher liegen wenn es keine Fossilen mehr gäbe.

              Energie zu speichern wird immer mit erheblichen Verlusten einher gehen aber wie MM hier schon angedeudet hat ein Gesamterntefaktor von 10 muss irgendwie das Ziel sein bei gleichzeitig deutlich reduziertem CO2 Austoss :/

              Energie wird in Zukunft also ehr noch teurer als billiger werden und obwohl wir davon so viel brauchen werden um die Folgen des Klimawandels nur annähernd zu beherschen.

              Deswegen liegen meine Hoffnungen weiterhin auf Nukleare Technologie, Speichertechnologie und die Erneuerbaren…, denn was bleibt uns anderes übrig und natürlich das der Klimawandel wieder irgendwie an Fahrt verliert.

              • MM sagt:

                Nuklear wäre fein:
                Wir haben zur Zeit etwa 450 AKW in Betrieb a etwa 1 GW
                Die Fossilen Kraftwerkskapazitäten belaufen sich auf 6600 GW, wir müssten also in den Nächsten 30 Jahren etwa 6000 AKW bauen und betreiben können oder 1,2 Mio WKA a 5MW.
                Ja, möglich wärs. Nur da müsste ein komplett anderer Wille her. Ein chinesischer vielleicht…

              • Michael Egloff sagt:

                Ja, und wenn man bedenkt, dass nach 10 Halbwertzeiten von Plutonium 239, also schon nach knapp 250000 Jahren, die Nachsorge des Atomzeitalters beendet ist…
                Die Zeit vergeht ja wie im Fluge.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Es wird eine riesen Herausforderung werden das ist klar und dies bedeutet harte Einschnitte in den Wohlstand allen voran die Sozialsysteme, ich denke wir haben ohnehin gerade den Peak in den sozialen Systemen erreicht, große Rentenerhöhungen, höhere Gehälter für das Personal in der Pflege und Bügergeld oder bedingungsloses Einkommen wird diskutiert, das völlig in Frage steht ob es in Zukunft überhaupt noch eine staatliche Rente oder Pflege geben wird ist den meisten nicht klar, dies wird einfach nicht mehr machbar sein.

                Wer da nicht privat vorgesorgt hat fällt einfach hinten runter.

                Aber ja wir werden versuchen all das zu bauen Millionen von Windkraftanlagen und Solaranlagen, Speicher und Atomkraftwerke usw. was beibt den anderes übrig?

                Wenn wir ganz harte Einschnitte vornehmen ist vielleicht das Hochtechnologiezeitalter mit einem Erntefaktor mit 8 möglich ohne zu kollabieren aber wehe dem der nicht im System funktioniert, dannspielt nur noch Effizienz eine Rolle, Alte, Kranke oder Arbeitsunfähige gehören nicht zu dieser Kategorie und werden durch die natürlichen Filter gandenlos aussortiert, also ähnlich wie in den Ökosystemen um uns herum.

                Effizienz wird das bedingungslose non plus ultra werden über jeden sozialen Aspekt hinaus.

                Hier noch ein Artikel zu der Ölproduktion in Alberta in Kanada, der niedrige Ölpreis und Engpässe beim Öltransport machen den Produzenten erheblich zu schaffen, die ihr Öl unter den üblichen Marktpreisen anbieten müssen die auch so schon zu niedrig sind für die Produzenten.

                https://oilprice.com/Latest-Energy-News/World-News/Alberta-Slashes-Economic-Growth-Forecast-As-Oil-Prices-Bite.html

  24. Berndt sagt:

    Dieses Wochenende 09.12.2018 ist folgendes passiert:
    Aufstand in Frankreich, begonnen wegen zu hoher Benzinpreise:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/gelbwesten-proteste-in-frankreich-volk-der-revolte-a-1242539.html

    OPEC beschliesst Förderkürzung wegen zu niedriger Ölpreise:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/opec-einigt-sich-auf-foerderkuerzung-oelpreis-steigt-stark-an-a-1242577.html

    Die Industrieländer wollen und können keine höheren Ölpreise zahlen, Saudi-Arabien braucht sie unbedingt:
    https://www.heise.de/tp/features/Warum-Trump-gegen-die-Begrenzung-der-Oelfoerderung-eintritt-4244776.html

    Dieser Konflikt ist nicht lösbar !!!

    Es stellt sich die Frage, ob meine Extrapolation unter diesen Umständen noch gelten kann. Ich glaube, sie gilt. Physik ist stärker als Wirtschaft, Wirtschaft ist stärker al Politik. Politik kann sehr wenig gegen eine niedergehende Ökonomie ausrichten. Nach einer Pause wird sich das Sinken der Ölpreise fortsetzen.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Die Ölpreise können nur weiter sinken wenn auch die Produktion sinkt, da sonst viele Produzenten schlicht nicht mehr profitabel sind, was bedeuten würde das auch die Nachfrage sinken muss, was aber zur Zeit nicht der Fall ist, auch 2018 und auch 2019 wird die Nachfrage weiter steigen wenn auch langsamer als zuletzt.

      Die Treibstoffpreise an den Tankstellen hängen nicht nur vom Ölpreis ab, sondern auch von vielen anderen Gegebenheiten wie zuletzt die Verfügbarkeit von Wasser in den Raffinerien.

      Die Shaleoilproduzenten haben die Produktion 2018 stark erhöht das dies zur Folge hat das die Preise einbrechen ist völlig klar, würde der Iran gar nicht sanktioniet werden wären die Preise soagr noch niedriger.

      Wir haben also eine starke Überproduktion gekoppelt mit einer Wachstumsflaute = niedrige Preise.

      Die Lagerbestände + Nachfrage diktieren nun mal den Preis, es gibt also harte marktwirtschaftliche Grundlagen und Fakten dafür das der Ölpreis gerade so niedrig ist.

      Wassermangel und hohe Abgaben und Steuern auf Kraftstoffe haben letztendlich das Fass zum überlaufen gebracht in Frankreich, insgesamt sind die Steuern und Abgaben für den produktiven Teil der Bevölkerung zu hoch in fast ganz Europa, es kann halt nicht sein das die sozialen Leistungen immer weiter steigen wärend der produktive Anteil der Bevölkerung immer weniger davon hat überhaupt produktiv zu sein, das geht dann natürlich irgendwann nach hinten los, zudem der produktive Anteil in der Bevökerung auch immer weiter schrumpfen wird in der Zukunft.

      Die einzigen Maßnahmen die jetzt noch helfen um Unruhen und Aufstände zu begrenzen sind die Sozialausgaben einzufrieren, Pflege und Gesundheitssystem müssen privatisiert werden bzw. auch das Rentensystem, dies würde helfen alle Prozesse im sozialen System gerechter und effizienter zu gestalten.

      Die Preise sinken nur weiter wenn die Produktion noch weiter ansteigt und die Weltwirtschaft sich noch weiter abschwächt was natürlich passieren kann…

      • Hendrik Altmann sagt:

        https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/Shale-Drillers-May-Cut-Capex-As-Oil-Falls-To-50.html

        Hier ein Artikel über die Situation bei den Shaleoil Produzenten, wie in der Vergangenheit wird ein niedriger Preis bei Öl das Produktionswachstum abschwächen oder zum Stillstand bringen, break even Preise sind hier 50-60 Dollar das Barrel.

        Die Opec tut sich insgesamt keinen Gefallen mit Produktionsbeschränkungen gerade weil die USA ihre Produktion noch ausbauen können bei höheren Preisen, der einzige Effekt den das Kartell und Verbündete mit Produktionsbeschränkungen erreichen können ist der eigene Verlust von Marktanteilen.

        Produktionseinschränkungen bei der OPEC hätten nur einen Effekt wenn es keine weiteren Shaleplays mehr geben würde die ausgebeutet werden könnten, derzeit ist die OPEC praktisch machtlos uns muss vor den Shaleproduzenten kapitulieren.

  25. MM sagt:

    Man kann es ja nennen wie man will: Überproduktionskrise oder Nachfragekrise.
    Alle Ölproduzenten leiden unter den Red-Queen-Effekt.
    Der Preis wird nicht mehr rauf gehen. In Frankreich werden 7 Euro Kredit für 1 Euro Wirtschaftswachstum ausgegeben. Wir haben sowas von diminishing returns… Da werden in der nächsten Zeit ein paar Assets leiden. Australischer Hausmarkt hat schon Fieber. Und es sieht üebrall schlecht aus. Wenn Assets leiden, wird auch nichts investiert – investieren lohnt sich einfach nicht mehr. Sieht mir sehr nach Deprssionsspirale aus. Wir müssen jetzt erst mal ein paar Monate abwarten. Ich sehe den Benchmark noch bei Berndt im Juli 2019

    • Hendrik Altmann sagt:

      Es wird auf jeden Fall eine Korrektur geben das steht fest aber wie die aussehen wird..hmm

      Wir müssen immer sehen des einen Schulden sind des anderen Gewinn, Gewinne und Verluste ergeben immer null, so gesehen ergibt sich das Schuldenproblem nur für die Verlierer im System, den Gewinnern geht es prächtig.

      Bei 50-60 Dollar das Barrel ist der Ölmark noch gut gewachsen was auch der breakeven Bereich bei Shaleoil ist, solange die Weltwirschaft in keine Depression abrutscht sollte die Ölnachfrage und der Ölmarkt weiter wachsen, die OPEC gibt ja gerne freiwillig ihre Marktanteile an die Shaleoilproduzenten ab somit rechne ich mit einem weiteren Wachstum der Shaleoilproduktion 2019, wenn auch langsamer.

      Die Zinserhöhungen der USA belasten auch den weltweiten Ölmarkt sowie der starke Dollar, das macht es schwer für Länder mit schwacher Währung Öl auf dem Weltmarkt zu kaufen.

      • Berndt sagt:

        Hallo Hendrik,

        einige Gedanken zu deinen Kommentaren:
        Vorweg: Meine Extrapolation des Ölpreises habe ich vor einem halben Jahr erstellt. Ich habe dabei nur Daten der Vergangenheit benutzt.
        Damals fiel mir die beinahe perfekte Sinusform der Ölproduktion USA auf (Folie 15). Diese Form wurde seither beibehalten. Der Sinus ist fast ebenso perfekt um 90 Grad phasenverschoben zum Ölpreis. Eine Sinusfunktion geht üblicherweise auch wieder nach unten, also erwarte ich das für die Shale-Produktion. „What goes up, must come down“.
        (Dieses Verhalten erinnert mich unheimlich an Schwingkreise, die mit einem Kondensator oder einer Spule bestückt sind. Kondensator und Spule sind Energiespeicher. Der analoge Energiespeicher in der Weltwirtschaft ist mir allerdings unklar. Ist es die „gutlaufende Konjunktur ?“ Das in Tanks gespeicherte Erdöl war mir für den Speichereffekt immer zu wenig. )

        Du warst der erste, der den Foliensatz so kommentierte: „Also ich sehe 2019 noch keinen Ölpreiscrash außer es kommt zu einer generellen Kontraktionsphase in der Weltwirtschaft.
        Die Investitionen in Exploration sind seit Jahren viel zu niedrig und bei der Menge an neu gefundenem Öl sieht es noch düsterer aus….Der Ölpreis ist komplexer als nur das ETP Modell für Öl. “ Schon 2018 kam der Crash.
        Mit Verlaub: Mein Modell zum Ölpreis scheint bessere Ergebnisse zu liefern als deines. Das liegt an folgendem: Mit Angebot/Nachfrage Modellen kann man immer die Vergangenheit perfekt erklären, aber für Vorhersagen sind sie völlig unbrauchbar.

        Als ich die Extrapolation erstellte, gab es all das was du heute zur Erklärung des Ölpreises heranziehst, noch nicht: Weder Überproduktion bei den Shaleproduzenten noch eine Wachstumsflaute noch Iran-Sanktionen noch Wassermangel noch Demos in Frankreich. Wie hättest du mit den heutigen Erklärungen den Ölpreis vorhersagen können ? Das geht nicht.

        Ich mache die Fitberechnungen zum Ölpreis auch deswegen, um herauszufinden, wie weit der Einfluss von den von dir genannten Punkten ist: „nur bei der Preisbildung für Öl spielen alle Faktoren mit ein, nicht nur das ETP Modell für Öl, hier fehlen noch die Modelle für Gas, und Kohle. “ Wenn diese Punkte einen Einfluss haben, muss die wirkliche Ölpreiskurve von dem MAP-Preis der HG abweichen. Die Abweichung seit 2013 ist aber verdammt klein.

        Und noch ein Punkt: Ursache und Wirkung: Du sagst: „Die Preise sinken nur weiter wenn die Produktion noch weiter ansteigt und die Weltwirtschaft sich noch weiter abschwächt was natürlich passieren kann… “. Ich sehe es genau andersrum: Wenn die Ölpreise jetzt nicht fallen, wird es zu einer Rezession kommen. Ich erwarte, das die Preise fallen und die Rezession noch ein bis zwei Jahre auf sich warten läßt.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Nur sagt das ETP Modell auch vor das die Nachfrage einbricht und die Produktion zurück geht, nur das wir 2016,2017 und 2018 ein sehr starkes Wachstum in der Ölnachfrage gesehen haben wie auch neue Rekorde in der Ölproduktion.

          Damit die Preise weiter sinken muss die Nachfrage stark einbrechen, also es muss eine Rezession geben damit die Ölpreise weiter nachgeben.

          Es gibt keine Grund warum die Preise steigen sollten ausser die Lagerbestände wachsen…

          Die Preise sind runter gegangen weil die Produktion in Nordamerika so stark gestiegen ist, da spielt es überhaupt gar keine Rolle ob das im nach hinein festgestellt wurde.

  26. MM sagt:

    Hier ist ein sehr hervorragender Artikel zu dem ich nur sagen kann was auch drin steht: “… it did not make it in the news”
    Da sind alle Power Quellen dieses Jahres verlinkt. Grossartige Arbeit.

    https://medium.com/insurge-intelligence/brexit-stage-one-in-europes-slow-burn-energy-collapse-1f520d7e2d89

    Es wird weiter an oberflächlichen Symtomen gedoktort um ja nicht vom Elefanten zu sprechen. Wer das täte crasht allerdings die Wirtschaft vorsätzlich. Das geht halt leider nicht…

  27. Markus Mayr sagt:

    Klar, alles wird schwieriger werden,jedoch ist der Mensch anpassungsfahig und inovativ.

    Viele haben einfach noch nicht verstanden, dass sich die Zeiten ändern. Daher unter anderem auch die Demonstrationen in Frankreich.

    Ich bin der Meinung, und wie wir hier schon desöftern besprochen haben, das die Langlebigkeit der Produkte ein Teil unserer Probleme lösen kann.

    Mein Großvater hat bis zu seinem 80sten jeden Tag gearbeitet. Das ist nicht schlimm. Arbeit tut nicht weh. Jedoch sollte Mann sich richtig anrichten, sodas es leichter geht.

    Teilweise sind es eben kleine Dinge, die das Leben leichter und angenehmer machen :-)

    z.B: kindling cracker

    • Hendrik Altmann sagt:

      Ja klar da stimme ich zu, Effizienzgewinne wozu die Lebensverlängerung von Produkten zählt kann unsere Hochtechnologie Zivilisation überlebensfähiger machen.

      Auch bin ich überzeugt das letztendlich die Elektromobilität sich überall bis auf den Flugverkehr durchsetzen wird, ob nun in Kombination mit einer Brennstoffzelle oder nicht.

      Effizienz ist die einzige Waffe die wir haben um einen fallenden Erntefaktor bei Energie zu begegnen und die Mechanismen im System selbst sorgen auch ständig dafür das alle Prozesse effizienter werden.

      Unser größtes Problem wird immer Energie bleiben, wo bekomme wir diese her und möglichst billig, das ist nicht nur das Problem der Menschheit sondern von Leben generell und wird es wohl immer sein.

      Auch stimme ich über die Anpassungsfähigkeit zu, keine andere Spezies hat es je geschaft in so viele verschiede Lebensräume vorzudringen und auch in Gebiete vorzudringen in die noch kein Leben von der Erde gewagt hat vorzudringen.

      Wahrscheinlich wird das Leben in naher Zukunft härter und teurer werden aber ich denke unsere Spezies hat noch mindestens einige tausend Jahre vor sich.

    • MM sagt:

      Wegen der Anpassungsfähigkeit sollte man den Hirsch Report zum Beispiel lesen.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hirsch-Report
      Wir HÄTTEN uns bereits anpassen können, haben es aber nicht, wir können unser Verhalten erst ändern wenn es weh tut. Es tut aber schon an einer ganzen Reihe von Ecken weh und es ändert sich trotzdem zu wenig.
      Wenn wir 10 Mrd Menschen werden, dann wir die Ausbreitung in alle Nischen dazu führen, dass wir die alle leer fressen.
      Ausserdem verschwinden zur Zeit etwa 200 Arten täglich, das bedeutet, dass wir in 30 Jahren kein Biosystem mehr haben werden, das uns von selbst mit Essen versorgt, nur die Techno Zivilisation wird das können.
      Natürlich kann es sein, dass wir mittels Gentechnologie in 30 Jahren jedwede Lebensform selber erschaffen könnten. Könnte aber sein, dass wir es nicht schaffen, 3,5 Mrd Jahre Evolution nachzubauen.
      Wer weiss das schon.
      Technologie hat halt in fast allen Fällen erst zu den Problemen geführt die wir heute haben, daher sind begründete Zweifel angebracht, dass Technologie diese Probleme lösen wird und auch dass irgendjemand in diese Investiert. Womit soll zum Beispiel eine Maschine finanziert werden, die nur Energie und Resourcen frisst und das CO2 aus der Atmosphäre fischt. Kann schon sein dass es so eine geben wird, aber es ist sehr sehr unwahrscheinlich, weil wir einfach ein riesen Energie-Gap bekommen werden und das wird dann auch mit jedem Jahr grösser, weil die Zivilisationszentren leiden werden, in denen noch solche Technologie hergestellt werden kann.Ausserdem wird diese Maschine ein hervorragendes Angriffsziel für “Rebellen” sein um Einlass in die Technozentren zu erhalten.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Hier fehlt aber auch viel Verständnis wie die Systeme des Lebens funktionieren, es ist nicht an uns ob und wie Anpassungsprozeses geschehen auch nicht wie schnell dies vonstatten gehen.

        Dies alles passiert automatisch denn auch unser Wirtschaftssystem ordnet sich aus den Chaos heraus über den Wettbewerb, wie jedes System des Lebens.

        Und Technologie erhöht vor allem anderen die Effizienz, die Biosysteme funktionieren genauso hier sind die Maschinen die Lebewesen, jede neue Spezies und Lebensform stellt eine neue Technologie dar wenn man so will und erhöht über Spezialisierung die Effizienz im System wodurch es überhaupt erst möglich wird weitere Lebensformen zu unterstützen.

        Durch Entwicklung / Technologie steigt so gesehen einmal die mögliche Biomasse mit dem selben Energieinput und anderseits die Komplexität, was im Grunde Möglichkeiten und Spezialisierung darstellt, ich rede hier nur über Ökosysteme, der Mensch als hochkomplexe Lebensform wäre also nie möglich gewesen ohne Technologie auch keine anderen komplexen Lebensformen, auch die Möglichkeiten der Ökosysteme wäre sehr beschränkt und primitiv geblieben, wenn sich überhaupt Leben entwickelt hätte.

        Technologie eröffnet dem Leben also Möglichkeiten, Optionen Einfluss auf die Welt zu nehmen.

        Das Leben geht immer an die Grenzen des machbaren muss es auch um die Grenzen immer wieder zu verschieben, wenn wir die Entwicklung zum Teufel wünschen was bleibt denn dann, ein paar nackte Affen die durch den Busch rennen bis die Erde in Flammen aufgeht?

        Das Leben hat nur eine beschränkte Zeit auf der Erde und das Leben versucht natürlich von der Erde weg zu expandieren, das Leben versucht immer und ständig zu expandieren und neue Lebensräume und Energiequellen zu erschliessen, jede Spezies ob Fflanze oder Tier.

        Wir Menschen haben nichts falsch gemacht, jede andere Spezies mit den selben Fähigkeiten hätte sich genau so entwickelt, man könnte Millionen von Simulationen ablaufen lassen sie würden alle sehr ähnlich ablaufen, denn wir verhalten uns so wie die Spielregeln und das vorgeben, Wir sind hier nicht bewusst am Steuer wie sich die Menschheit als Spezies verhält, dies wird von uns nicht bewusst gestaltet sondern von den Regeln des Wettbewerbs diktiert wie bei jeder anderen Lebensform.

        Und den Klimawandel werden wir nur mit Technologie begegnen können, Kleidung, Heizen, Isolierung bereit stellen sind Technologien von vor tausenden Jahren um klimatischen Veränderungen zu trotzen, wir werden viele und schnelle Anpassungsmechnismen sehen im System, CO2 aus der Atmosphäre zu fischen ist denke ich blödsinn und viel zu teuer.

        Wir werden allerdings andere Anpassungen sehen, wie große Wasserspeicher umfassende Änderungen in der Landwirtschaft, Kreislaufsysteme zu Nahrungsproduktion, Küstenschutz Deiche und neue Konstruktionstypen von Wohnhäusen.

        Und natürlich auch große Änderungen in der Energiebereitstellung und Mobilität.

        Und es werden wohl viele auf der Strecke bleiben, was in Phasen mit hohem Anpassungsdruck völlig normal ist, Ökosysteme verlieren auch in diesen Phasen viel Biomasse und Komplexität was praktisch 1:1 übertragbar ist auf unser Wirtschaftssystem ist was exakt nach den gleichen Spielregeln funktioniert.

        Ob am Ende die Energietransition und der Wechsel in die Heisszeit erfolgreich gemeistert werden kann wird Niemand hier beantworten können, es bleibt eine epische und sehr schwierige Herausforderung, was bleibt ist die Hoffnung das alles irgendwie klappen wird.

  28. h.c. sagt:

    Hallo allerseits,

    ich habe mal wieder ein paar meiner Gedanken rausgeschrieben: http://limitstogrowth.de/2018/12/12/2019-start-der-finalen-krisenschaukel/ – ggf. interessiert es den einen oder den anderen. Da ich den Beitrag hier für etwas unpassend halte (‘negativ’) wird er hier nicht als Gastbeitrag veröffentlicht.

    Ggf. mag ja hier jemand über diesen Artikel schreiben: https://srsroccoreport.com/has-peak-diesel-arrived-the-data-doesnt-look-good/ den ich auch in meinen (verlinkten) Beitrag aufgreife.

    VG
    H.C.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Natürlich ist die nächste Kontraktionsphase nicht weit weg, diese Phasen braucht das System aber um weniger effiziente Teile zu entfernen und um so gesund zu bleiben.

      Wir haben jetzt einige Jahre mit starken Wachstum gesehen, auf ein so starkes Wachstum erfolgt naturgemäß eine starke Kontraktionsphase.

      Da auch die bereitgestellte Energiemenge weiter wächst sind wir beim Wachstum noch nicht am Ende, solange wir mehr Energie ins System pumpen werden wir auch mehr Wachtum sehen.

      Was wir durch Klimawandel und einem sinkenden Erntefaktor sehen werden ist ein sinkendes durchschitliches Wohlstandsniveau, einschlagen tut dies vor allem bei der Mittelschicht, Armen, Kranken, Alten.

      Wobei der Erntefaktor bei Energie immer langsamer absinkt, bei Öl haben wir den schnellsten Decline.

      Insgesamt wird aber die Menschheit die nächsten Jahrzehnte nicht untergehen oder aussterben, selbst die nächsten Jahrhunderte sollte relativ sicher gelten in dieser Hinsicht.

      Über Jahrtausende könnte dies aber anders aussehen, wir sehen hier den schnellsten Klimawandel seit es hochkomplexe Lebensformen auf der Erde gibt, der zweitschnellste radierte 95-97% aller Spezies aus.

  29. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/frankreich-proteste-gelbe-westen-leere-kassen-a-1243939.html

    Hier ist ein guter zusammenfassender Artikel über die Situation in Frankreich und viel zu hoher Sozialleistungen.

    Sozialleistungen die der Staat unmöglich in der Zukunft weiter gewähren kann, ein Symtom das sich in ganz Europa ausbreitet.

    Aber es ist einfach mit dieser Trumpfkarte Wähler zu fangen und so wird diese Umschichtung von Kapital zu den unproduktiven Teil der Bevölkerung weg vom produktiven Teil weiter gehen.

    Eine Entwicklung die Europa auf mittlere und lange Sicht schaden wird.

    Wenn in Zukunft die Leistungen mehr und mehr gekürzt werden müssen weil Produktivität in die Bekämpfung von Klimawandel und den Aufbau einer teuren Energieversorgung herhalten wird, müssen gleichzeitig weitere große Investitionen in Repressionskapazitäten erfolgen was noch weniger Geld für sozial schwache bdeutet.

    Ich denke die nächste große weltweite Rezession wird einen Wechsel makieren in immer weiter fallende Sozialausgaben und Aufständen sowie Strassenschlachten.

    Das Geld wofür sich die Staaten verschulden sollte schon jetzt in eine neue Energieinfrastruktur fliessen und in Präventionen von den Folgen des Klimawandels.

  30. Markus Mayr sagt:

    Wir haben nicht nur das Problem mit den Sozialleistungen, wobei dieses noch eines der kleinsten ist.
    Die Probleme sind mannigfaltig und keines wird angegangen.

    Neben einer starken Umverteilung Richtung Unter- und Oberschicht, was aufgrund der Überlastung der Mittelschicht, diese mit der Zeit sicherlich auf die Straße treibt, gibt es für mich noch folgende größere Probleme:
    -Absinken des EroEi(Energiemangel)
    -Artenschwund
    -Finanzpolitisch:Reduzierung der Geldumlaufgeschwindigkeit
    http://meudalismus.dr-wo.de/

    http://www.shadowstats.com/alternate_data

    • Hendrik Altmann sagt:

      Wir reinvestieren heute ca. 7-10% des Produktionsoutputs in die Energieversorgung, dieser Wert wird wohl die nächsten Jahrzehnte auf 10-12% ansteigen, allerdings immer langsamer, dies entspricht dem fallenden ERoEI.

      Der Klimawandel wird wohl die nächsten Jahrzehnte von heute 0.5-0.8% auf 2-5% des produktiven Outputs verschlingen, der Klimawandel hat also den selben Effekt wie ein fallender ERoEI.

      Das bedeutet ein immer größerer Anteil der industriellen Produktion wird von Energiebereitstellung und Folgen des Klimwandels reserviert.

      Effizienzsteigerungen steuern da zwar gegen, können dies aber nur zum Teil kompensieren.

      Daraus erfolgt eine Senkung des Wohlstands die nächsten folgenden Jahrzehnte sowie eine Verschärfung des Wettkampfes in den Geselschaften in der Geopolitik und der Wirtschaft allgemein.

      Eine Folge wird nicht nur das Aufrüsten der Armeen sein sondern auch das Aufrüsten von Repressionskapazitäten allgemein um die Stabilität der Staaten weiter zu sichern.

      Das Aufrüsten nimmt natürlich wieder einen Teil der Produktivität für sich in Anspruch was den Kuchen für die sozial Schwachen und auch die Mittelschicht weiter verkleinert.

      Als erstes müssen wir akzeptieren das steigende Sozialausgaben einfach nicht mehr drinn sind, ich denke soagr das diese deutlich sinken müssen in Zukunft was wohl nicht ohne Konflikte ablaufen wird.

      Je mehr Verspechungen jetzt noch getätigt werden in steigende Sozialausgaben desto heftiger wird dann das böse erwachen.

      Im schlimmsten setzen sich repressive Diktaturen durch ob nun links oder rechts gerichtet spielt hier keine Rolle mit riesigen Polizeiapparaten und Gheimdiensten die einen großen Teil des Staatshaushaltes auffressen, da wird kaum noch geld für was anderes da sein geschweige den für sozial schwache oder die Bekämpfung des Klimawandels, das würde dann das worst case Szenario sein.

  31. Markus Mayr sagt:

    Hallo Hendrik,
    ich sehe, das von Dir beschriebene Szenario genauso.
    Desweiteren würde es mich nicht wundern, wenn vom Staatlicher Seite her die Religionen gefördert sowie Prüderie und Moral in die Gesellschaft einziehen.

    • ab.er sagt:

      Moment,
      was spricht gegen Moral?

      wäre das nicht die einzige wirksame Richtlinie, die uns davon abhalten kann entgegen jeder Rationalität die Erde zu Grunde zu richten?

      Es gibt ganz offensichtlich keinen vernünftigen Grund, etwas zu unterlassen, damit unsere Nachkommen einen Hauch einer Chance zum Überleben haben. Ganz besonders nicht in unserer Konkurrenz-Gesellschaft.

      Und der Gedanke des bewahrenden Hüters, der im “macht Euch die Erde untertan” steckt, der stirbt im Blickwinkel der Betriebswirte, weil es “sich nicht rechnet”.

      Einzig die (Rück-) Besinnung auf eine Moral der Mäßigung und der Solidarität könnte hier noch unsere Überlebenschancen vergrößern. Aber das wird ja von den Mächtigen massiv hintertrieben, denn das würde ja ihre Geschäftsmodelle zerstören.

  32. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Alternative-Energy/Nuclear-Power/Why-Is-China-Losing-Interest-In-Nuclear-Power.html

    China verlangsamt die Ausbau der nuklearen Kraftwerksflotte deutlich.

    Ob es nun Autoverkäufe, Energiehunger oder die Löhne sind, alles scheint zu stagnieren in China.

    Die Lagerbestände bei Öl hatten weitere Zuwächse worauf der Ölpreis unter 50 Dollar WTI sank, das Weltwirtschaftswachstum scheint sich merklich abgekühlt zu haben.

    Die FED erhöht die Zinsen auf 2,5% und wird wohl 2019 noch auf 3,0% anheben.

  33. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/Shale-Growth-Could-Slow-On-Oil-Price-Meltdown.html

    Die Shaleoilproduktion wird wohl 2019 stagnieren und das Nachfragewachstum wird 2019 wohl deutlich geringer ausfallen als die letzten Jahre, teurer Dollar, Handelkonflikte und höhere Zinsen in den USA haben ihre Spuren hinterlassen in der Weltwirtschaft.

  34. Hallo allerseits.

    Ich möchte darauf hinweisen, dass die Dresdner Stadtverwaltung nun einen Projektleiter für das o.g. Projekt sucht:

    https://bewerberportal.dresden.de/BWVOnlinePortal/ausschreibungdetails?mdId=2&ausId=6151

  35. M.U. sagt:

    Wünsche allen Mitlesenden ein frohes Weihnachtsfest 2018. Genießen wir die verbleibende Zeit so gut wir können.

  36. h.c. sagt:

    Auch allen hier ein entspanntest Weihnachtsfest bzw. Festtage & einen guten Rutsch/Start in 2019.

    Hier noch ein Lesetip: https://www.sciencemag.org/news/2018/03/meet-vaclav-smil-man-who-has-quietly-shaped-how-world-thinks-about-energy

    Daraus (von/über Smil):

    “And he is not about to say that a collapse is inevitable now—not even with humanity on a problematic course and unlikely to change direction soon. “You ask me, ‘When will the collapse come?’” Smil says. “Constantly we are collapsing. Constantly we are fixing.””

    VG
    H.C.

  37. Zum Thema Klimawandel möchte ich hier auf https://www.freizahn.de/2018/11/wirksamer-klimaschutz-ist-gemeinde-und-laendersache/ verweisen.
    Im Wesentlichen geht es darum, dass die CO2-Thematik drastisch übertrieben wird und dass man das Problem u.a. wegen der Pufferkapzität der Ozeane, eher nicht mit der Reduzierung der CO2-Emissionen in den Griff bekommen wird – selbst dann nicht, wenn man z.B. die westliche Zivilisation durch Krieg oder/und Wirtschaftskollaps abschaltet.
    Was man aber sehr gut kann, und das wäre vielleicht auch für die Leute des Transition-Projektes in Dresden interessant, wäre sich um die Restauration der lokalen Wasserkreisläufe zu kümmern.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Was soll das sein Pseudowissenschaft?

      “CO2 Thematik wird übertrieben”, das ist nicht dein ernst oder?

      Die “CO2 Thematik” ist heute sehr gut erforscht, es gibt tausende wissenschaftliche Papiere die jedes Jahr veröffentlicht werden, von tausenden Wissenschaftlern die sich mit der “Klima Thematik” befassen.

      Leider gibt es auch ein paar fehlgeleitete Pseudowissenschaftler die versuchen ihre wirren Theorien zu veröffentlichen, was anscheinend einen Einfluss hat auf einige die dann daran glauben.

      Auch wenn CO2 einen kleineren Anteil an dem Treibhauseffekt hat als das Haupttreibhausgas Wasserdampf sind die Effekte durch seine starke Erhöhung in der Atmosphäre ausreichend um Synergieeffekte und Kaskadeneffekte auszulösen die wiederum die Atmosphäre und Ozeane so stark erwärmen das ein Großteil des komplexen Lebens für eine gewisse Zeit verschwindet.

      Da die Beweislage erdrückend ist die den Einfluss von CO2 auf das Klima bewertet stellt sich auch in der seriösen Welt der Wissenschaft nicht mehr die Frage ob CO2 einen Einfluss auf die Temperaturen der Erde hat oder wie groß dieser Einfluss ist.

      Geohistorische Aufzeichnungen von Grönland und der Antarktis zeigen sehr genau wie groß der Einfluss von CO2 auf die Temperaturen auf der Erde ist sowie die derzeit starke Erwärmung die anders nicht zu erklären ist.

      Ein Blick auf unseren Nachbar Planeten Venus zeigt auch wie effektiv CO2 als Treibhausgas ist, wäre der Anteil größer als 0,04 Prozent wäre es ungleich wärmer wie uns Daten aus der Vergangenheit zeigen oder eben dem Planeten Venus, ich weiss nicht ob es uns so gut egehn würde wenn die Temperaturen auf der Oberfläche 462 crad Celsius hätten wie auf dem Planeten Venus.

      Die Ozeane dienen heute als Speicher für CO2 ebenso wie die Pflanzenwelt, sie fungieren !noch als CO2 senken, heisst sie nehmen mehr CO2 aus der Atmosphäre auf als sie einbringen, was nicht so bleiben muss, eine Sättigung der Aufnahmefähigkeit der Ozeane würde den CO2 gehalt noch viel schneller steigen lassen, auch wenn das Ökosystem Regenwald um den Äquator Probleme bekommt würde der CO2 Gehalt in der Atmosphäre schneller ansteigen als heute oder in der Vergangenheit.

      In der Vergangenheit waren die Temperaturen 3-4 Crad höher bei einem CO2 äquivalent von 500ppm CO2 und die Ozeane standen 25-30 Meter höher als bei 280ppm CO2 und nicht nur CO2 hat sich stark erhöht auch Methan und andere duch den Menschen eingebrachte Treibhausgase summieren sich heute auf 500ppm äquivalent zu CO2.

      Und es ist so das wenn CO2 die Temperatur erhöht sich auch Wasserdampf in der Atmosphäre erhöht was wiederum die Temperatur erhöht, eine höhere Temperatur vermindert auch die Aufnahmekapazität von CO2 in den Ozeanen um nur zwei Synergieeffekte zu nennen die eine Erhöung von CO2 in der Atmosphäre nach sich zieht, nur das es viele dieser Synergieeffekte gibt.

      • Hendrik Altmann sagt:

        https://www.youtube.com/watch?v=R8PWkZ7FB5s

        Hier wird noch einmal aufgezeigt das wir jetzt schon drastische Flogen erfahren durch die Emmissionen der Industrie.

        Und das der Ausstoß nur unserer CO2 Emmisionen so viel zusätzliche Wärme einfängt wie die Zündung von 400000 Hiroshima Bomben jeden Tag erzeugen würde, diese Zahlen steigen natürlich sehr schnell immer weiter.

        Wir sind direkt Zeitzeugen des großen 6ten Massenaussterbens auf der Erde mit jetzt schon 60% Artenschwund und 50-60% Biomasseverlust aller nicht menschlichen und domestizierten Spezies.

      • Heinz Schmalz sagt:

        Venus und Co2 als Klimagas? Auch wenn ich ihre Kommentare sehr schätze, dieses Argument ist lächerlich. Siehe auch das Factsheet der NASA zur Venus:
        http://nssdc.gsfc.nasa.gov/planetary/factsheet/venusfact.html
        Fakt 1: die Solarkonstante der Venus beträgt 2613 W/m2. Die Temperatur des Schwarzen Körpers beträgt 232 Grad Kevin.
        Fakt 2: Der Albedo der Venus beträgt mehr als 60%.
        Fakt 3: Die Venus rotiert sehr langsam: einmal in 120 Tagen. Auf der dunklen Seite herrschen aber die selben Temperaturen, wie auf der hellen Seite. Die Oberflächenwinde sind sehr schwach (0,3 bis 2m in der Sekunde) und reichen sicher nicht aus um die Temperaturen auszugleichen.
        Fakt 4: Die Atmosphäre der Venus besteht aus 96,5% aus Co2
        Fakt 5: Warum es auf der Venus heißer ist, ist nur der höheren Masse der Atmosphäre geschuldet. (4,8 * 10hoch20 kg). Die thermische Zustandsgleichung idealer Gase lautet PV = nrT
        P = Druck in bar (92)
        V = Volumen in Liter (1000)
        n = Dichte von Co2 (1522,7)
        R = Gaskonstante (0,082)

        T = 92 * 1000 / 1522,7 * 0,082 = 737 Grad Kevin = 464 Grad Celsius und entspricht in etwa der Oberflächentemperatur der Venus.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Nein ich weiss das dies nicht lächerlich ist, hier das gleiche Problem wie bei Cristoph Becker die überwiegende Mehrheit, über 90% der wissentschaftlichen Welt glaubt nicht nur an den Treibhauseffekt verschiedener Gase sondern hat diesen in unzähligen Experimenten und durch sehr vielen Datenanalysen sehr oft bewiesen.

          Im Grunde macht ihr euch damit lächerlich diese erdückende Beweislast anzuzweifeln und nicht nur dies, zudem verursacht ihr damit auch großen Schaden durch diese Falschinformationen.

          Die Rezession der Nasadaten über die Erde und die Venus lassen deine Infragestellung des Treibhauseffektes auf der Venus nich weniger seriös wirken.

          Ich denke es ist diese Seite auf die du dich beziehst und deren Informationen.

          http://www.klimaskeptiker.info/index.php?seite=treibhausvenus.html

          Sowie die Arbeit dieser beiden Physiker.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Gerlich_(Physiker)

          Es gab ein wahren Ansturm von Physikern und Klimaforschern der die Arbeit dieser beiden Forscher natürlich wiederlegte, wie gesagt es gibt noch einige wirre Seelen die versuchen die Erkentnisse der letzten 100 Jahre Klimaforschung zu torpetieren und vielleicht verursachen sie damit großen Schaden für die Zukunft der Menschheit und zukünftiger Generationen.

          Der Treibhauseffekt ist keine Theorie oder Glaubenfrage sondern Realität und tausende male Bewiesen durch viele unahängige Stellen und einer vielzahl von Experimenten und einer mittlerweile gigantischen Datenmenge.

          Kein Forscher der seriös ist und noch etwas auf seine Reputation hält zweifelt an der Existenz des Treibhauseffektes und den menschlichen Anteil seit der industriellen Revolution.

          Manche Menschen sehen halt gerne wenn die Welt brennt und versuchen wo sie können Benzin herein zu gießen, ich kann nur daran apelieren nicht auf diese Fliegenfänger herein zu fallen…

          • Hendrik Altmann sagt:

            http://scienceblogs.de/primaklima/2009/03/25/chronik-eines-angekundigten-skandals-gerlich-und-tscheuschner-wurden-peerreviewt/

            Schon 2009 wurde hier natürlich diesen Thesen und Herleitungen stark wiederlegt, heute dürfte wohl einer ganzer Berg von Daten vorliegen die Beweisen das sich die beiden Herren geirrt haben…

            • Berndt sagt:

              Handrik,

              danke für diesen Link. Als ich das Papier von G&T gelesen habe, hat es mich geschaudert.
              Die zwei haben hat in dem Papier das „Kunststück“ fertig gebracht, ca. 14 verschiedene falsche Erklärungen zu diskutieren, die die Wirkungsweise eines Treibhauses beschreiben. Dabei haben sie die richtige physikalische Erklärung nicht einmal erwähnt. Gegen Schluss wird geschrieben, wenn man die Funktion eines Treibhauses nicht einmal erklären kann, kann es den Treibhauseffekt der Erde ja nicht geben. Ich war erschüttert über so viel dummes Zeug.

              Zuerst mal in einfachen Worten, weshalb mit dem erhöhten CO2-Ausstoß ein Problem aufgekommen ist:
              1. Die Erde muss im zeitlichen Mittel genausoviel Wärme in den Weltraum abstrahlen, wie sie von der Sonne in Form von Licht aufnimmt.
              2, Die Abstrahlung erfolgt dabei als Infrarotstrahlung.
              3. Die Erde hat eine Temperatur von ~300 K; Land und Wasser haben eine spektrale Abstrahlcharakteristik ähnlich einem schwarzen Körper mit dieser Temperatur.
              (https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_K%C3%B6rper, zweite Grafik)
              4. Das Maximum der Abstrahlung liegt im Bereich von ~4µm bis ~30µm.
              5. Die Atmosphäre absorbiert bestimmte Bereiche der Infrarotstrahlung, deshalb kann nur in den verbleibenden Bereichen abgestrahlt werden. (https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt, oberste Grafik)
              6. Um dieselbe Menge Strahlung in den Weltraum abzugeben wie ohne Atmosphäre, muss der „Schwarze Körper Erde“ wärmer sein als ohne Atmosphäre.
              7. Wenn jetzt durch erhöhten CO2-Ausstoß (und andere Gase) das zu Abstrahlung verfügbare Infrarotband immer weiter verkleinert wird, muss die Erde wärmer werden als zuvor, um die aufgenommene Sonnenenergie abzustrahlen.

              Die Punkte 1-7 werden der Treibhauseffekt genannt, obwohl sie mit einem Treibhaus und dessen Funktion gar nichts zu tun haben (hat Netzger auch erkannt, schreibt aber seitenweise über das Treibhaus)

              Zum Schluss ein Link auf wirklich informative Seiten zur Erderwärmung:
              https://www.klimafakten.de/

              • Michael Egloff sagt:

                Womit wir beim nächsten Thema für eine Gefährdung der zivilisatorischen Errungenschaften sind, ohne behaupten zu wollen, dass alle zivilisatorischen Errungenschaften nur positiv wirken. Beispiele für schädliche Auswirkungen gibt es zuhauf.
                Und trotzdem sind viele dieser Errungenschaften unbedingt bewahrenswert, will die Menschheit die Umbrüche der Zukunft auch nur halbwegs kontrolliert bewältigen.
                Das “nächste Thema”, das ich ansprach, ist alles, was mit den negativen Folgen der IT-Revolution zusammenhängt, ohne das Positive dieser Revolution in Abrede zu stellen.

                1. Folge
                systematische Falschinformation, meist interessengeleitet. Gerade das Thema Klimawandel gehört dazu, aber auch viele andere Themen.

                2. Angriffe auf demokratische Prozesse
                Die Beispiele z.B. für Wahlbeeinflussung, sowohl im Vorfeld der Wahlen (Wahlkampf) als auch im Wahlprozess selbst, sind zahlreich. Und werden an Bedeutung drastisch zunehmen, so dass die demokratische Ordnung, die ohnehin durch Lobbyarbeit finanzstarker Gruppen und zunehmende soziale Spaltung der Bevölkerung in vielen Ländern unter Druck ist, zusätzlich gefährdet wird.

                3. immer umfangreichere Kontrolle von Menschen durch Staaten oder nichtstaatliche Aktuere (z.B. Konzerne insbesondere im IT-Bereich).
                In China wird gerade der komplexeste Überwachungsapparat der Weltgeschichte etabliert. Und das wird keinesfalls auf China beschränkt bleiben, ist es schon heute nicht.
                Gerade auch IT-Unternehmen sind wahre Datenkraken, mit “Hintertüren”, die Gehemdiensten offenstehen.

                4. Hasskampagnen
                Das gehört eigentlich zu Punkt 1, soll aber wegen der gesellschaftsgefährdenden Dynamik als eigener Punkt erwähnt werden. Selbst der Ausbruch von Kriegen kann durch solche Kampagnen befördert werden, aber zumindest das friedliche menschliche Zusammenleben gerät ernsthaft in Gefahr.

                5. Datendiebstahl in Wirtschaft, Forschung oder auf der privaten Ebene.
                Der neue, heute veröffentlichte Datenskandal, bei dem von hunderten Personen des öffentlichen Lebens Unmengen von persönlichen Daten gestohlen und veröffentlicht wurden, ist ein erneuter Beleg, dass Hacker grundsätzlich alles hacken können, trotz Sicherungen gegen Hacks. Und diese Daten können dann interessengeleitet missbraucht werden.
                Und z.B. die Grundversorgung der Bevölkerung (Wasserwirtschaft, Energiebereich, Logistik usw.) gerät in immer größere Gefahr durch immer komplexere Hackerangriffe.

                6. Der immer stärkere Energiehunger des weltweiten IT-Bereichs. Die Datenmengen steigen immer noch exponentiell und deutlich schneller, als die einzusetzende Energiemenge pro Dateneinheit sinkt. Somit trägt der IT-Bereich immer stärker zur Verschwendung von Energieressourcen und natürlich auch zur Klimaproblematik bei.

                All dies hat das Potenzial, in ohnehin schwieriger werdenden Zeiten die zivilisatorische Ordnung in Gefahr zu bringen. Einer von vielen Bausteinen einer kommenden Zivilisationskrise. Und nicht der unwesentlichste Baustein.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Ja danke Berndt das du das aus physikalischer Sicht noch einmal aufschließt, hier fehlt es mir einfach an Kompentenz dort gegen zu argumentieren.

                Ich habe den Klimawandel auch lange Zeit ignoriert und als es wird schon nicht so schlimm abgetan, dann habe ich mich etwas stärker damit beschäftigt und mir die neusten Daten und Studien angesehen, sowie die Berichte der führenden Forscher auf dem Gebiet.

                Das Ergebnis war für mich sehr beunruhigend, wir werden große Anstrengungen bewältigen müssen um bis Ende des Jahrhunderts die Temperatur auf 3 Crad Celsius zu beschränken, die 2 Crad Celsius der Politik sind wunschdenken.

                Wir haben bereits jetzt 1,5 – 1,6 Crad Celsius Erwärumg wenn wir das Startdatum auf 1750 festlegen, also vor beginn der indusriellen Revolution, mit diesen 1,6 Crad Celsius haben wir schon starke Effekte auf das Wirtschaftssystem und die Ökosysteme.

                Die Stresseffekte für die Systeme des Lebens steigen mit jedem 0,1 Crad Celsius mehr überproportional an, vor allem deswegen weil die Ewärmung extrem schell voran schreitet, schneller als sich die Systeme anpassen können.

                Derzeit sind wir im Plan die 4 Crad Celsius zu erreichen bis zum Ende des Jahrhunderts wenn sich nichts an den Emissionen ändern würde!

                Wir werden derzeit bis zum Jahr 2030 eine eisfreie Arktis sehen in den Spätsommermonaten mit einem möglichen kollaps des Nordpolarwirbels und Verschiebungen der Jetstreams, sowie für Monate feststehende Hoch und Tiefdruckgebiete.

                Bis 2060-80 könnten die Gletscher in Mitteleuropa und Südeuropa verschwunden sein, mit entsprechenden Problemen in der stetigen Wasserversorgung, sowie stark schwankenden Flusspegeln.

                Das verschwinden des Arktiseises wird den heftigsten Einschlag auf das Klima auf der Nordhalbkugel haben mit noch nicht vorauszusehenden Folgen die wohl alle negativ sein dürften.

                Die Kosten für die Folgen des Klimawandels werden die nächsten Jahrzehnte explodieren, wir alle müssen diese Kosten tragen, auch die Klimaskeptiker…

                Die Kosten bei einer Erwärmung von 4 Crad Celsius würden die selbe Summe an Energieinvest erreichen wie die Kosten unserer Energieinfrastruktur und Energiebereitstellung, beides wäre dann bei 25%

                Zum vergelich heute reinvestieren wir ca 8-10% in die Energieversorung und 0.5%-0.8% in den Klimawandel.

                Der Wohlstandsverlust wird alle in der Gesellschaft hart treffen aber besonders stark die unteren sozialen Schichten.

                Wenn 60% aller Spezies bereits ausgestorben sind seit dem der moderne Mensch auf diesem Planeten wirkt stellt sich die Frage ab wann die Ökosysteme ernste Probleme bekommen werden und damit natürlich auch wir.

                Der Großteil der Spezies die ausgestorben sind verschwanden seit der industriellen Revolution mit beindruckender Geschwindigkeit.

                Wir sind auch auf Kurs das bisher heftigste und schnellste Massenaussterben in Geschwindigkeit und Aussmaß zu schlagen wo 97% aller Spezies verschwanden.

                Allein die jetzigen Treibhausgase in der Atmosphäre werden für einen Meeresspiegelanstieg von 25-30 Metern Gesamtanstieg sorgen und 2 Metern Anstieg in diesem Jahrhundert und 6 Metern im nächsten Jahrhundert…natürlich steigen die Treibhausgase weiter an.

  38. Zum Thema Energie möchte ich hier auf die beiden letzten Artikel von Gail Tverberg hinweisen (HC hatte den einen davon aber auch schon auf http://limitstogrowth.de erwähnt):
    https://ourfiniteworld.com/2018/11/28/low-oil-prices-an-indication-of-major-problems-ahead/
    https://ourfiniteworld.com/2018/12/20/electricity-wont-save-us-from-our-oil-problems/
    Im Wesentlichen geht es darum, dass Energie nicht einfach eine Ware, sondern die Grundlage der Produktivität menschlicher Arbeit und damit auch der Fähigkeit Guthaben auf zu bauen, Schulden zu tilgen und Energiequellen zu erschließen ist. Wenn die Energie knapper oder teuer wird, sinkt die Produktivität von immer mehr Menschen.
    Der Anteil der nicht häuslichen Energieproduktion am BSP lag in England um 1500 übrigens bei bis zu fast 100 %. Siehe dazu auch die Grafik in https://www.freizahn.de/2018/05/karl-marx-und-die-energiesklaven/

    Was man aus der Geschichte lernen sollte ist auch das Folgende:
    Was Hitler an die Macht gebracht meines Erachtens vor allem auch die durch den verlorenen 1. Weltkrieg und den daraus resultierenden Versailler Vertrag bewirkte, faktische Reduzierung des EROI, oder eben der pro Kopf in Deutschland verfügbaren Nettoenergie. Das Rezept der Nazis war der alte Klassiker der vorindustriellen Optimierung der für die eigenen Leute verfügbaren Nettoenergie: Plündern, Rauben, Erobern und Versklaven.
    Die Nazis waren damit zunächst verblüffende erfolgreich. Gescheitert sind sie in erster Linie an dem Kampfgeist und der Kampfkraft ihrer Gegner und weil ihre Gegner mehr und bessere Energiequellen hatten und weil es ihnen, den Nazis, nicht gelungen ist die Energieversorgung ihrer Gegner aus zu schalten. Siehe auch https://www.freizahn.de/2017/09/blut-fuer-oel/

    Es kann nützlich sein sich dieser Zusammenhänge bewusst zu sein. Es kann hilfreich sein, sich von der rassistischen Vorstellung frei zu machen, dass nur Deutsche oder nur Weiße Europäischstämmige auf so krasse und brutale Weise wie die Nazis versuchen könnten, die ihnen zur Verfügung stehende Nettoenergie auf Kosten anderer zu maximieren.

  39. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=pB6KbXd78D4

    Einige Kommentare von Herrn Sinn über die Weltwirtschaft und Politik für die die es interessiert.

  40. Berndt sagt:

    In den letzten Tagen hatte ich Zeit, meine Kurven und Fits zum Ölpreis zu aktualisieren. Das Betrachten der täglichen Preisschwankungen macht wenig Sinn, die mittel- und langfristigen Änderungen sind bedeutend.
    2013 ist das erste Jahr, in dem nach ETP nicht mehr der Energieverbrauch der Ölförderer der dominante Faktor für den Ölpreis war, sondern der wirtschaftliche Nutzen des Ölverbrauchers.

    Speziell der einfache, lineare Fit des Ölpreises von 2013 bis heute hat es in sich. Dieser lineare Fit ergibt für heute einen Ölpreis (WTI) von ~41,5 $. Das ETP-Modell ergibt ~37,5 $, der Unterschied beträgt lächerliche 4 $ pro Barrel. 4$/Barrel ist die Summe/Folge aller Ungenauigkeiten im Rechenmodell, wie Einsatz anderer Energiequellen, Wasseranteil der Förderung, ungenaue Umrechnung von kWh in Dollar, usw. All die oft genannten Argumente, weshalb das ETP-Modell nicht stimmen kann, haben in der Summe einen Effekt von 4 $/Barrel ! Sie bewirken nur ~10% vom Ölpreis ! Und das nach sechs Jahren !

    Wenn man berücksichtigt, dass das ETP-Modell 2012 bis 2013 erstellt wurde: Das ist die genaueste wirtschaftliche Vorhersage, die ich bisher kennengelernt habe. Das einzige wirtschaftliche Vorhersage-Modell, das damit vergleichbar ist, ist das Mooresche Gesetz für integrierte Schaltkreise, das eine Verdopplung der Transistordichte alle zwei Jahre vorhersagt.

    Die Hills Group steht politisch auf der falschen Seite, aber normalerweise wären sie damit Anwärter für den Nobelpreis für Wirtschaft.

    Die unangenehme Seite der ganzen Geschichte ist, dass die Fortsetzung der Kurven in der Zerstörung der Ölindustrie und Niedergang der Weltwirtschaft mündet. Spätestens in fünf Jahren werden wir die Weltwirtschaft nicht mehr wieder erkennen, vielleicht geht es schon übermorgen los.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Das muss ich dir lassen bis jetzt folgt der Ölpreis dem ETP Modell und deinen Vohersagen, ich frage mich natürlich jetzt ob dies Zufall ist oder der Preisverfall weiter geht mit eben dem Kollaps der Ölindustrie und einer starken Kontraktion in der Weltwirtschaft.

      Mehr Sicherheit werden wohl die nächsten drei Jahre bringen, wenn diese drei Jahre weiterhin den Vohersagen folgen wird ein Zufall recht unwahrscheinlich.

      • Berndt sagt:

        Hallo Hendrik,

        es ist kein Zufall. Die Basis meiner Extrapolation (eigentlich HG-Vorhersage) ist der mit dem zweiten Hauptsatz berechnete Energieaufwand für die Ölförderung, die daraus folgende ETP-Gleichung, und die Umrechnungen der Energiewerte in Dollars mit Hilfe der Kurve zur Energieintensität. Alles harte Fakten.
        Für die meisten Leute kaum verständlich ist der Ansatz mit dem zweiten Hauptsatz, wahrscheinlich weil niemals davor darüber berichtet wurde, und weil sie es nicht glauben wollen. Es ist aber ganz triviale Physik, mit 150 Jahre alten Formeln. Speziell https://www.peak-oil.com/wp-content/uploads/2018/05/2018-05-23_etp_thermal_equilibrium.pdf ist absolut simpel.

        Der einzige Punkt, der unsicher war, ist die Genauigkeit der Extrapolation. Die von dir früher genannten Argumente, dass auch andere Energieformen zu Förderung eingesetzt werden, der Wasseranteil, und anderes, hätten durchaus eine andere Steigung in $/Jahr ergeben können. Diesen Punkt betrachte ich jetzt als geklärt; die Steigung entspricht den Vorhersagen.

        Wie geht es weiter mit dem Ölpreis ? Solange wie die Strukturen der Ölförderer unverändert bleiben, wird meinen Extrapolationen gefolgt werden. Wenn aber z.B. die Fracker verschwinden, muß die sinusförmige Bewegung der Preise aufhören, die Preise werden dann genauer dem MAP folgen.
        Wenn die globale Wirtschaftskrise ausbricht, passieren ganz viele Dinge gleichzeitig. Leute werden auf Neukauf von Konsumgütern verzichten, um mehr Geld für Verbrauchsgüter übrig zu haben. Das kann durchaus dazu führen, dass der Ölpreis über den MAP-Wert steigt.

        Länder, deren Energieversorgung in erster Linie auf Öl basiert, und Ölförderer werden zuerst Probleme haben.
        An Deutschland kann dieser Kelch lange vorüber gehen. Aber wir haben einen extremen Schwachpunkt, das ist die exportabhängige Autoindustrie. Wenn man sich kein Öl leisten kann, braucht man kein Auto. Unsere Autoindustrie ist politisch so mächtig, dass sie lange Zeit jede Umstellung auf eine Zukunft ohne Öl verhindern kann. Wir werden die Autoindustrie lange subventionieren, ohne Aussicht auf Besserung, und gutes Geld schlechtem hinterherwerfen.
        Politisch kann auch viel passieren. Unzufriedene werden immer mehr extreme Parteien wählen, und diese Parteien werden die Autoindustrie fördern, in Andenken an die gute Vergangenheit.

        Was ich hier schreibe, wird nicht in ferner Zukunft passieren, sondern hat schon begonnen.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Das Öl getragen wird von anderen Energieträgern mit besserem ERoEI dürfte schon einen Einfluss haben, nicht auf das ETP Modell von Öl aber auf die systemischen Folgen die prognostiziert werden.

          Da die Hauptträger Erdgas und Kohle sind auf die theoretisch die selben physikalischen Gesetze anwendbar sind würden die Folgen natürlich letztendlich doch eintreten.

          Nur kann es doch sein das dass bessere Nettoenergieverhältnis von Erdgas und Kohle die gravierenden Folgen die das ETP Modell von Erdöl aufzeigt zumindest etwas verzögert.

          Die Autoindustrie befindet sich doch bereits im Umbruch, je destruktiver die Folgen des Klimawandels auf der Erde werden für uns Menschen desto mehr Zuspruch wird es geben Energieträger die CO2 emitieren zu sanktionieren.

          Spätestens wenn die Arktis auch nur einen Monat eisfrei ist werden die klimatischen Folgen so katatrophal werden das fossile Energieträger stark Gegenwind bekommen, selbst wenn die Einschnitte auf fossile Energieträger zu verzichten schwer wiegen werden auf die Geselschaft.

          Denn die Einschnitte die der Klimawandel mit sich bringt und vor allem mit sich bringen wird werden noch viel tiefer einschneiden.

          Irgendwer muss die Schuld tragen wenn die Ernten Jahr für Jahr schlechter werden und Schäden von Dürre, Stürmen, und Überflutungen immer mehr Wohlstand auffressen, wenn die Meere immer leerer werden, das Vieh auf den Weiden verendet und Ökosysteme kolabieren.

          Es weden die fossilen Energieträger sein und die dazugehörige Industrie, die Ereignisse im Hambacher Forst werden dagegen wie ein freundlicher Kindergeburstag aussehen.

          Politisch wird es dann Selbstmord sein sich auf die Seite dieser Industrie zu stellen.

          Unsere Energieversorgung wird teurer werden aber damit müssen wir uns eben abfinden.

        • Patrick sagt:

          “Unsere Autoindustrie ist politisch so mächtig”

          Davon sieht man daber in letzter Zeit herzlich wenig. Willkürliche gesenkte (politische) Grenzwerte für irgendwelche Stickoxide und Diesel-Fahrverbote, die von einem fragwürdigen Abmahnverein (DUH)angetrieben werden, sehen aktuell nicht nach einer starken Macht der Autohersteller aus.
          Eigentlich lässt sie sich gerade am Nasenring durch die Manege führen.

          Das könnte sich erst wieder ändern, wenn es spürbar an die Arbeitspläte geht.

    • Grete sagt:

      Hallo Bernd,

      “Die unangenehme Seite der ganzen Geschichte ist, dass die Fortsetzung der Kurven in der Zerstörung der Ölindustrie und Niedergang der Weltwirtschaft mündet. Spätestens in fünf Jahren werden wir die Weltwirtschaft nicht mehr wieder erkennen, vielleicht geht es schon übermorgen los.”

      Ich sehe es genauso, er wird unglaubliche Veränderungen geben die wir jetzt noch gar nicht alle vorhersehen können.
      Ich frage mich nur wie können wir es als Gesllschaft irgendwie meistern. Wenn ich mir meine Mitmenschen so anschaue, die alle Errungenschaften als selbstverständlich ansehen, die über wenig Kenntnisse in Bezug auf Historie, Energiepeoblematik, Welternährung, politische Hintergründe, etc. verfügen, da kann es einem Angst und Bange werden.

      Wie soll man sich aufstellen hinsichtlich der Verwerfungen die da unerbittlich in nächster Zukunft eintreten werden?
      Welche Investment?
      In Kinder, Wissen, Lebenszeit,
      Gesundheit, Landwirtschaft, etc.?

  41. Markus Mayr sagt:

    Bin auf einen Artikel einer Schweizer Zeitung aus dem jahr 2014 gestoßen:
    Hab noch nicht alles durchgelesen.

    https://www.schweizamwochenende.ch/wirtschaft/was-geschieht-wenn-die-weltbevoelkerung-schrumpft-131055937

    Hier der Link zu der Studie:
    https://www.demographic-research.org/volumes/vol28/39/28-39.pdf

    • Michael Egloff sagt:

      Fakt ist, dass nominal die Weltbevölkerung seit 15 Jahren immer schneller wächst.
      Etwa um 1980 gab es mit rund 84 Millionen Menschen, die jedes Jahr zusätzlich dazukamen, einen ersten nominalen Wachstumspeak.
      Bis zum Jahr 2000 schwächte sich dann das nominale Wachstum dann auf zusätzliche 78 Millionen Menschen pro Jahr ab. Und – wie bereits erwähnt – steigt seit etwa 2003 das nominale Bevölkerungswachstum mit zunehmender Geschwindigkeit wieder an und wird in diesem Jahr fast 94 Millionen Menschen betragen. Also deutlich schneller, als zum ersten nominalen Wachstumspeak vor knapp 40 Jahren.
      Selbst das prozentuale Wachstum ist in den letzten 3 Jahren wieder geringfügig gestiegen. Von 1,17% auf 1,22%. Und selbst gleichbleibendes prozentuales Wachstum bedeutet ja nominale Exponentialität.
      In China wird mittlerweile nicht nur für die 2-Kind-Familie geworben, in neueren Publikationen der Regierung sind, ohne ausdrücklich darauf hinzuweisen, sogar 2 Erwachsene und 3 Kinder bildlich abgebildet. Das zeigt sich bisher zwar nicht in den Geburtszahlen – die Chinesen sind in den Städten mittlerweile etwas “geburtsmüde” geworden – aber immer noch wächst die chinesische Bevölkerung um 7 Millionen pro Jahr. Also um genau 0,5%. Im mehr als 40. Jahr der 1-Kind-Politik, die es de facto nie in der reinen Form gegeben hat. Unter 1,3 ist die Geburtenrate nie gefallen.
      Länder wie Russland oder andere GUS-Staaten, die etwa 15 Jahre lang eine zurückgehende Bevölkerung aufwiesen (Russland z.B. um bis zu – 0,42% pro Jahr) haben nun wieder ganz leicht ansteigende Bevölkerungszahlen.
      Ägypten z.B. war vor 12 Jahren bei “nur” noch 1,75% Bevölkerungswachstum, liegt nun aber bei fast 2,2%. Etwas weiniger ausgeprägt ist dieser erneute stärkere Bevölkerungsanstieg auch in Ländern wie Pakistan, Algerien oder Marokko.
      In Pakistan z.B. ist der nominale Anstieg auf derzeit 4,2 Millionen pro Jahr angewachsen, so schnell wie nie zuvor.
      Die derzeitigen Fakten zeigen also zunächst in eine andere Richtung, als in dem Artikel beschrieben.
      Aber auch ich rechne irgendwann zwischen 2050 und 2100 mit einer starken Kontraktion der Weltbevölkerung, sogar noch deutlich stärker, als in dem Artikel beschrieben. Infolge einer nie dagewesenen Ernährungskrise. Die landwirtschsftlich nutzbare Fläche dürfte etwa ab 2040 deutlich geringer werden (Stichworte Erosion, Versalzung, Desertifikation, Überbauung usw) und etwa ab 2050 die Verfügbarkeit an Phosphaten immer schneller sinken. Und das bei einer Weltbevölkerung, die in der Spitze 11…12 Milliarden erreichen wird.
      Die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts wird für die Menschheit wohl beispiellos werden. Ich wünschte, ich würde mich irren.

      https://countrymeters.info/de/World

      https://www.populationpyramid.net/de/welt/2016/

      In diesen beiden Links ist jedes Land einzeln anzuschauen. Sehr interessant Länder wie Nigeria, Uganda, die Philippinen, oder eben Ägypten oder Pakistan. Vom Niger ganz zu schweigen.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Die Folgen der höheren Nachfrage und immer schwieriger werdenden Narungproduktion und Trinkwasserbereitstellung werden natürlich steigende Preise werden, dies wird zu wachsenden Konflikten führen und Gewaltausbrüchen was keine schönen Zukunftsaussichten sind.

        Wichtig sind jetzt vor allem Effizienzsteigerungen und Produktivitätserhöhungen vor allem in den Entwicklungsländern, das einzige was diese Entwicklung noch abmildern könnte.

        Auch in Deutschland wird dies zu höhren Lenshaltungskosten führen neben höheren Energiekosten, kosten für Sozialleistungen, Mieten usw.

        Wir alle werden betroffen sein.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Eine schrumpfende Bevölkerung können sich im wesentlichen nur reiche Länder leisten ohne die Sozialleistungen ganz abzuschaffen.

      Entwicklungsländer haben diese Option nicht, entweder sie schließen schnell auf oder Unruhen und Aufstände drohen, deswegen versucht China irgendwie die Geburtenraten wieder anzukurbeln, was aber angesichts der jetzt schon großen Bevölkerung nicht wirklich funktionieren kann.

      Zudem sind die Chinesen jetzt deutlich mehr gebildet und haben Zugang zu Verhütungsmitteln.

      Selsbt hochentwickelte Industrieländer wie Japan haben schwer zu schlucken an einer schrumpfenden Bevölkerung, Japan ist deutlich wohlahbender als China bei dem pro Kopf vermögen und wenn Japan Schwierigkeiten hat brennt in China die Luft wenn die Bevölkerung in China im selben Umfang altern würde.

      Ich denke das autoritäre Regime hat dies schon längst auf der Agenda und versucht in zwei Richtungen dem Problem zu begegnen, einmal mit Programmen das Bevölkerungswachstum wieder zu erhöhen und zweitens den Repressionsapparat effektiver und effizienter zu gestalten, wir werden sehen wie erfolgreich China dort sein wird.

  42. Klaudia sagt:

    Man lernt ja immer dazu.

    Früher dachte ich:
    Wenn Öl knapp wird, dann steigen die Ölpreise.

    Dann, daß das ETP dazu führt, daß man weniger Geld übrig hat und sich darum keine hohen Ölpreise mehr leisten kann, weswegen die Ölpreise fallen.

    Inzwischen ist mir klar geworden: Man muss das Ganze global sehen.
    Derzeit zahlen die Ölproduzenten für die höheren Förderkosten, die Folgen für die Ölverbraucher kommen erst noch.

    Höhere Ölpreise gehen nicht, wegen der großen Konkurrenz, die auf Teufel komm raus produzieren muss um nicht pleite zu gehen und selbst wenn sich die Produzenten auf Förderkürzungen einigen könnten, die Ölpreise würden nicht lange steigen und dann die Ölverbraucher, also vor allem Industrie- und Schwellenländern ins Chaos stürzen und damit die Weltwirtschaft.

    Also tragen die Ölförderländer derzeit die steigenden Kosten derzeit zwangsweise.
    Venezuela ist darum und wegen der Misswirtschaft sowieso schon faktisch bankrott, die Fracker sind hoch verschuldet und längst konkursreif und selbst Saudi Arabien kann die derzeitigen Verluste nicht lange aushalten.

    Trotzdem werden alle so lange wie irgendwie weiter machen, auch bei weiter fallenden Ölpreisen, einfach weil die Alternative wäre zuzugeben, daß man pleite ist und das will niemand.

    Also quasi globaler Merkel-Style:
    Probleme so lange aussitzen, bis sie einen erschlagen.

    Aber irgendwann wird irgendjemand bei einem großen Ölförderer den Stecker ziehen und dann fällt einer nach dem anderen, sobald sich das in der Wirtschaft rumspricht.

    Die Ölförderer gehen reihenweise Pleite, die Förderung bricht massiv ein, der (zu) niedrige Preis zerstört das Angebot.

    Da ist es dann auch völlig wurscht, wie hoch die Nachfrage wäre.

    Die Frage ist nur wann das passiert und vielleicht noch was der Auslöser dafür sein wird.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Nun malen wir mal den Teufel nicht an die Wand, zuletzt ist die Produktion sehr stark angestiegen wärend die Nachfrage weniger stark anstieg, dies hat letztenlich dazu geführt das der Preis so schnell in den Keller ging.

      Die OPEC hat die Förderung bereits reduziert und auch der Zuwachs bei der Frackingproduktion hat sich schon etwas verlangsamt.

      Der Preis scheint sich mittlerweile zwischen 40 und 50 Dollar stabilisiert zuhaben, jetzt heisst es erst mal abwarten und Tee trinken.

      Der weitere Verlauf des Ölpreises hängt wohl von dem Zuwachs an Ölproduktion ab und der Entwicklung der Weltwirtschaft im laufendem Jahr.

      Die Fracker werden auch bei diesen Preisen noch eine Weile überleben, der break even liegt heute zwischen 40 und 50 Dollar, die Produktion soll sogar 2019 weiter steigen im Permian Basin.

      Der große Verlierer ist die OPEC, ganz vorne dabei Saudi Arabien, die freiwillig Marktanteile an die USA und Kanada abgeben, der Innlandsverbrauch von Ölprodukten steigt auch weiter an also schrumpft die Exportmenge in Saudi Arabien, dies kombiniert mit nicht wirklich höheren Ölpreisen ist ein echtes Problem für das Königreich und wenn die Zukunft in dauerhaft niedrige Ölpreise zeigt bedeutet das wohl zivile Aufstände und Unruhen in Saudi Arabien, den Iran dürfte dies freuen…

  43. Berndt sagt:

    Anfrage an die Mitleser

    Als ich den Foliensatz “https://www.peak-oil.com/wp-content/uploads/2018/05/2018-05-23_etp_thermal_equilibrium.pdf” erstellt habe, habe ich geglaubt, dass es kaum möglich sein wird, die dort bestimmten Temperaturänderungen nachzuweisen. Die Anforderungen an die Messgenauigkeit und Datenmenge sind hoch. Und selbst wenn eine Ölgesellschaft die Daten hat, werde ich sie nicht bekommen. Aber vielleicht kann man sie doch bekommen ? Kennt jemand eine Datenquelle ? Gibt es Daten für Bohrlochtemperaturen ?

    • Michael Egloff sagt:

      Für welches der hunderttausenden Wells in den USA würdest Du denn die Temperaturen benötigen?
      Und um globale Aussagen zu der zukünftigen Entwicklung zu bekommen – denn die USA produzieren ja nur etwa 13% des weltweiten Öls – für welche der Millionen Bohrlöcher weltweit werden denn Temperaturangaben benötigt?
      Kurz gesagt: kann man überhaupt zu halbwegs exakten Angaben kommen bei der Vielzahl der konventionellen und unkonventionellen Förderstellen?
      Kann man überhaupt ETP mit einer belastbaren Datengrundlage absichern?

      • Berndt sagt:

        Am liebsten wäre mir ein Datensatz über ein richtig großes Ölfeld wie Ghawar mit Temperaturverteilung über viele Jahre, Fördermenge, allen physikalischen Konstanten. (Wärmeleitung, Wärmekapazität). Aber ETP gilt ja nicht nur für die Gesamtmenge an Öl, sondern auch für jedes einzelne Bohrloch. Ein gut ausgearbeiteter Datensatz zu einer einzelnen Shale-Bohrung oder einem Feld von Shale-Bohrungen ist auch gut.
        Daten von einer Shale-Einzelbohrung sind etwas, was in vernünftiger Zeit verarbeitbar ist.

        Ob man so genaue Daten erhält, dass man ETP sicher nachweisen kann ? keine Ahnung.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Schwierig, vielleicht mal die Ölförderunternehmen anschreiben bzw. die Hills Group.

          Und darauf hoffen das sie sich kooperativ zeigen.

  44. MM sagt:

    @Berndt

    Man kann sich gar nicht ausmalen, was passieren wird, sollte der Ölpreis in 7 Monaten schon auf 30 US$ fallen! Ich verfolge das ETP Modell schon lange, aber bei dem Zeithorizont wird mir dann schon langsam bange.
    Ich gehe allerdings davon aus dass das Chart vom WTI nicht mehr viel Aussagekraft hat, denn die Förderländer können die Fördermenge jederzeit verknappen um den Preis ein wenig nach oben zu drücken (seitwärts bei 45$). Die geförderten Mengen können sie auch erst mal eine Weile mit Phantasiewerten verkünden.
    Kurz: Ich bin nicht so sicher, ob dein Szenario sichtbar wird. Es wird wohl so sein, dass irgendwann plötzlich ein Riese platzt…
    Über die Ursachen werden dann die Historiker streiten. ETP ist jedenfalls zu heiss eine Kartoffel für alle, selbst harte Doomer greifen das ungerne an (OFW, Bardi). Wir können sicher sein, dass wir das niemals in der Zeitung lesen werden.

    • Berndt sagt:

      In den letzten Jahren fiel der Ölpreis im Mittel um etwa 8$/Jahr. Der Ölpreis wird durch das Leistungsvermögen der Weltwirtschaft bestimmt. Das Leistungsvermögen nimmt ab; ich sehe keine Möglichkeit, dass sich der Trend umkehrt, höchstens verlangsamt. Die Weltwirtschaft braucht niedrige Preise, Trump hat das mehrfach betont.

      Und noch ein Punkt: Nach ETP verbraucht die Ölförderung jetzt etwa 57% des Energieinhalts des Öls. Wenn die Ölförderer die Produktion verringern, sinkt der Ölbedarf der Welt. Das senkt den Preis. (Was ich hier so einfach schreibe, ist ein komplizierter Regelkreis: Ölförderung verringert->weniger Geld beim Förderer->Förderer konsumiert /investiert weniger->Weniger Konsum/Investgüter werden hergestellt->Weniger Ölbedarf->Ölpreis unter Druck)

      Das letzte Mal, als die OPEC die Förderung senkte, dauerte es ein Jahr, bis der Preis wieder stieg. Diesmal kann es ähnlich kommen.

  45. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=HyWSMovZLVY

    Ein interessantes Video zum aktuellen Stand beim Klimawandel.

    In einer seiner Grafiken beschreibt er das beim 500ppm CO2 in der Atmosphäre sich die Temperatur nach einer Verzögerung natürlich auf 4-5 Crad erhöht was ca. 40-60 Meter höhere Meeresspiegel bedeuten also wie im frühen bis mittleren Miozän wo wir ähnlich hohe CO2 Werte hatten.

    Wir stehen heute bei ca. 410 ppm CO2 stark steigend, was er aber hier nicht explizit erwähnt ist das wir auch noch weitere Treibhausgase in die Atmosphäre eingebracht haben und dies auch weiterhin tun bzw. verursachen.

    Diese anderen Treibhausgase schließen die Lücke zu den 500ppm CO2 Aquivalent und letztendlich haben wir so schon heute so viel CO2 ein die Atmosphäre eingebracht um die Meeresspiegel um 40-60 Meter ansteigen zu lassen über wenige Jahrhunderte.

    Wenn wir nur das CO2 allein betrachten was wir bis heute eingebracht haben, also alle anderen Treibhausgase die wir emitieren ausgenommen wäre das ein Anstieg von 20-30 Metern bei 410ppm CO2.

    Ich meine ich werde wahrscheinlich noch miterleben das wir die 500ppm CO2 Marke durchbrechen, einem Wert wie vor 5 Mio Jahre und es wird dort wohl nicht stoppen.

    Es könnten sogar um die 900ppm CO2 bis zum Ende des Jahrhundert werden ohne die Aktivierung großer Methanspeicher rund um die Arktis Sibieren und Kanda, wenn dies schnell geschehen sollte sind sogar noch höhere Werte möglich…

    So oder so wird es sehr brenzlig werden für uns und alle anderen Spezies hier auf der Erde.

    Übrigens einer der führenden deutschen Klimaforscher hier im Vortrag.

  46. MM sagt:

    Interessant finde ich, dass die Klimwwissenschaftler gar nichts zum Thema Nettoenergie vom Öl sagen. Wenn wir von der Masterresource ausgehen, werden wir es schwer haben, 500 ppm CO2 noch freizusetzen. Andererseits sind weltweit starke Anstrengungen im Gange auf Gas umzusteigen.
    Wenn die Ölindustrie um ein gehöriges Mass einbricht, dann wird die Welt andere Probleme haben. Mit Herkules Anstrengungen können sie mit Kohle und Gas irgendwie eine Art Wirtschaft am laufen halten, aber unsere Zivilisation ist ein sehr filigranes Gebilde. Wenn zum Beispiel in Europa wegen Rohstoffknappheit das Stromnetz mal weiträumig zusammenbricht ist nicht ganz klar, ob man es wieder “einschalten” kann.
    Jedenfalls ist meiner Meinung nach die Betrachtung eines einzelnen Aspekts unserer vielen Probleme des Overshoot nicht hilfreich. Andererseits in allen Problemen Alarm schlagen würde wahrscheinlich dazu führen dass noch mehr Menschen den Kopf in den Sand stecken.
    Dass wir im Klimawandel bereits in einem sehr schlimmen Bereich sind, ist bekannt, wenn man sich Menschen zuwendet, deren Gehalt nicht davon abhängig ist, dass unsere Zivilisation läuft.

    Man kann mit fug und Recht wohl sagen, dass aus dem CO2 Ausstoss und der Antwort der Biosphäre nach 50 oder 100 Jahren in geologischen Zeiträumen noch gar nichts gesagt werden kann, wo das alles hingeht.
    Jetzt PR Kampagnen zu fahren zu “1,5 Grad sind machbar” ist komplett absurd.
    Nur: Wir wollen doch nicht dass unser so volkommenes Dasein zersetzt wird…

    • Hendrik Altmann sagt:

      Nun die 1,5 Crad Celsius haben wir ja schon geknackt wenn wir 1750 als Startjahr nehmen.

      Und CO2 und die Temperaturen verfolgen wir auch seit Millionen von Jahren.

      Wir können relativ genau sagen bei welchem CO2 Gehalt wir welchen Temperaturzuwachs bekommen.

      Ich denke tatsächlich das der Klimawandel die weitaus größere Bedrohung derzeit ist.

      Erdöl hat wie das ETP Modell aussagt nur noch einen relativ kleinen Beitrag als wirkliche Energiequelle, denn das Nettoenergieverhälnis ist laut ETP recht schlecht und verschlechtert sich auch relativ schnell, der Wert als Energiequelle nimmt also stetig ab und ist praktisch schon Ramsch.

      Der CO2 Ausstoß steigt derweil immer schneller in der Atmosphäre, bei Methan ist der Anstieg noch steiler.

      Und wie gesagt alle von menschlicher Aktivität eingebrachten Treibhausgas Emmissionen erreichen 500ppm CO2 äquivalent, wir sind also schon da und für CO2 allein addieren wir über 2,5-3ppm pro Jahr, bei jetzt 410ppm sind das 30-36 Jahre bis wir bei 500ppm nur CO2 stehen und ca. 650ppm Äquivalent mit den anderen Treibhausgasen die wir einbringen, also noch in meiner Lebenszeit erreichen wir einen Wert der unsere Existenz als Menschheit in Zukunft in Frage stellt, naher Zukunft die nächsten 500 Jahre.

      Die weltweite Produktion von Erdöl ist besonders die letzten Jahre stark gestiegen ebenso die Nachfrage, es ist also noch gar kein Erdölkollaps zu ersehen, ehr im Gegenteil die Produktion und Nachfrage wächst so schnell wie selten zuvor.

      Bei Erdgas ist es sogar noch einen Zacken schärfer dort explodiert die Nachfrage und Förderung regelrecht.

      Nur die Kohleproduktion geht langsam zurück oder stagniert.

      Insgesamt steigen die Treibhausgasemmissionen aber immer schneller und wenn sich nichts ändert wird der Klimawandel unsere Systeme viel härter kollabieren lassen als ein Mangel an fossiler Energie es je könnte.

      Ich meine wir sind um den Faktor 10 bis 100 schneller bei der Einbringung von Treibhausgasen und Temperaturanstieg als das schnellste und damit heftigste Massenaussterben in der Geschichte dieses Planeten mit 97% Aussterberate, wie viel Spezies werden diesmal aussterben 99% ?

      Und was ist wenn wir auf die Idee kommen in der Arktis Öl, Gas und Kohle zu fördern, die Temperaturen dort steigen 2-3 mal so schnell wie im Rest der Welt, die Förderung dort wird also immer billiger und die Reserven dort sind riesig.

  47. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/New-Data-Suggests-Shocking-Shale-Slowdown.html

    Sieht so aus als ob sich der Ölpreis um die 50 Dollar stabilisieren wird in Q1-Q2 2019.

  48. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Natural-Gas/Why-2019-Will-Be-A-Record-Breaking-Year-For-LNG.html

    Trotz vieler Unsicherheiten im Jahr 2019 wird der Markt für Erdgas weiter boomen, besonders in Asien und im Pazifik.

    Erdgas hat noch einen gutes Nettoenergieverhältnis genauso wie Kohle aber deutlich weniger schädliche Folgen für die Gesundheit und Umwelt.

    Eine weitere Transition weg von Kohle hin zu Erdgas ist zu erwarten, die Frage natürlich auch hier wie lange funktioniert das.

    • Michael Egloff sagt:

      Erdgas hat eine Gesamt(!)-Klimabilanz, die pro erzeugter Kilowattstunde etwa bei der von Steinkohle liegt, bei unkonvetionellem Gas sogar bei oder jenseits von Braunkohle.
      Denn zu den CO2-Emissionen müssen die Methanemissionen bei Förderung, Transport und Distribution hinzugerechnet werden. Und die liegen bei konventionellem Gas bei etwa 3…4%, bei Shalegas bei 6…10%.
      Und der gesundheitliche Effekt bei der Shalegasförderung ist sehr negativ in den Gebieten, in denen gefrackt wird.
      Erdgas hat völlig zu Unrecht so ein Saubermann-Image.

  49. Frank sagt:

    Weiss jemand, wie die Gesamt-Klimabilanz bei LNG ist?

  50. MM sagt:

    Ja, das mit dem Gas scheint eine ausgemachte Sache zu sein.
    Der Vaclav Smil hat ja auch ein Buch geschrieben dazu “Natural gas the fuel for the 21st century”.
    Dazu sind zwei Sachen anzumerken:
    1. Die EU investiert mit den USA massiv in LNG Kapaizäten in und um Europa
    2. All diese Gas Investments werden sicher nicht in 10 Jahren abgeschrieben sein

    In Telepolis kamen dazu in den letzten Monaten eine Reihe sehr interessanter Artikel.
    https://www.heise.de/suche/?rm=search&sort_by=date&channel=tp&sort=d&q=LNG&channel=tp

    Man muss schon sehr gutgläubig sein, wenn man glaubt, dass bei diesen Entwicklungen bis 2050 noch eine Trendumkehr im Klima möglich sein soll.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Welchen Einfluss die Erdgasindustrie nun tatsächlich auf das Klima hat ist wohl schwer zu sagen, ich denke trotzdem das in Summe die Vorteile über Kohle überwiegen, natürlich wäre es besser wir könnten auch auf Erdgas verzichten.

      Um eine schnellere Transition zu Erneuerbaren einzuleiten bräuchte es eine CO2 Steuer, diese schellere Transition würde dann aber wohl auch teurer werden, heisst wir alle verlieren mehr an Wohlstand und möglicherweise dies deutlich.

      Auf der anderen Seite steht unsere mögliche Vernichtung als Spezies und wahrscheinlich noch wesentlich größere Wohlstandsverluste durch den weiterhin schnellsten Klimawandel in der Geschichte des komplexen Lebens.

      Ich denke heute mit den aktuellen Daten der Klimaforschung bleibt uns keine andere Möglichkeit es mit den Erneuerbaren zu versuchen, die Treibhausgasemissionen steigen einfach viel zu schnell an mit 2-3ppm CO2 pro Jahr und das nur bei CO2 andere Treibhausgase steigen ähnlich schnell.

      Schon jetzt sind uns dramatische Veränderungen in den Systemen des Lebens sicher, wenn kein schneller Kurswechsel die nächsten 20 Jahre ersichtbar ist wird dies sehr wahrscheinlich unsere Vernichtung als Spezies bedeuten, sowie den Groteil des komplexen Lebens hier auf der Erde.

      50-60% aller Spezies sind bereits ausgestorben damit ist dies per Definition schon ein Massenaussterben, die Frage bleibt nur noch wie weit wird es gehen?

      https://www.youtube.com/watch?v=Db6C0wKn440

      Ein weitere Video mit einer Sammlung an Fakten zum Klimawandel und deren Folgen.

      http://www.climatecentral.org/gallery/graphics/greenhouse-gas-concentrations

      Grafiken zum derzeitigen Anstieg der Haupttreibhausgase.

      Die Industrie stösst allerdigs noch weitere Treibhausgase aus.

      Vor allem sind Ökosysteme nicht unendlich belastbar, wir könnten Rückkopplungseffekte auslösen die drastische Folgen für uns alle haben, das gleiche gilt für das Klimasystem.

      • Michael Egloff sagt:

        Tja,
        die Weltbevölkerung steigt dieses Jahr um fast 94 Millionen, also derzeit in nicht einmal jeweils 11 Jahren erneut um eine Milliarde. Und die nominale Wachstumsgeschwindigkeit erhöht sich derzeit ständig.
        1 Milliarde Energieverbraucher alle 11 Jahre zusätzlich, Menschen, die fruchtbaren Ackerboden, Siedlungsfläche, Wasser, Holz, Fisch, Düngemittel usw. benötigen.
        Alleine dieser rasante und in dieser Geschwindigkeit einmalige Anstieg macht alle Bemühungen zu weniger Rohstoff- und Naturverbrauch zunichte. Im Gegenteil: die Länder des Südens reklamieren berechtigterweise eine Aufholjagd gegenüber den bisher Previlegierten in den OECD-Staaten für sich. Zuerst in Ländern wie Korea, Brasilien oder Malaysia, dann das Super-Schwergewicht China und demnächst wohl Länder wie Indien, Indonesien, Nigeria oder Uganda. Wollten alleine diese Länder die Armut entsprechend dem chinesischen Vorbild zurückdrängen, was ihnen von Herzen zu gönnen wäre, würden alle Umwelt- und Klmaschutzabkommen endgültig zur Makulatur werden.

  51. MM sagt:

    Über eine CO2 Steuer sprechen wir jetzt seit wieviel Jahren gansu ? 40 ?
    Kann sein dass die kommt, ich sehe bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage (Gilets Jaunes) keine Chance das durchzusetzen. Wieso soll man den CO2 Ausstoss nicht einfach per Gesetz verbieten wie bei den Autos jetzt geschehen ? Die Milliarden, die jedenfalls jetzt noch in Gas gesteckt werden die fehlen dann bei den Erneuerbaren. Standorte innerhalb Europas sind sowieso kaum wirtschaftlich und gegen billiges Gas fast nicht durchzusetzen.
    Wegen der Wirtschaftskraft und dem Energieverbrauch empfehle ich dringend den Blog von Gail Tverberg zu lesen.

    “Wirtschaftswachstum entsteht nur durch Erhöhung des pro Kopf Energieverbrauchs”

    Und Wachstum, ja, das ist doch nichts schlechtes ?
    Eine weitere Belsatung der Wirtschaft mit CO2 Steuer widerspricht allen Regeln der Kunst.
    Die Agenda lautet: “Wachstum schafft Innovation und mit Innovation wird das Klimaproblem lösbar” siehe Carbon Dioxide Removal im IPCC, Fusion etc.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Nun schaffen wir es nicht die Emissionen zu reduzieren hat sich das mit dem Wachstum aber auch bald gegessen, die Schäden und Einbußen durch die Folgen des Klimawandels dürften schon bald sehr schmerzhaft werden.

      Der nächste große Kipppunkt im Klimawandel dürfte der erste eisfreie Monat in der Arktis sein irgendwann zwischen 2025 und 2030, was wohl schon genug sein könnte jegliches Wirtschaftswachstum auf Null zu bringen.

      Wenn 1 Crad mehr 0,5 % reinvest in die Folgen des Klimawandels bedeutet dann sind 2 Crad mehr nicht 1% sondern ehr 2-3% und 3 Crad 6-8% usw.

      Ab 4-5 Crad können wir praktisch einpacken, es ist nahezu unmöglich solch einem Klimawandel wirtschaftlich zu begegnen und wir haben bereits jetzt annähernd die Treibhausgase emmitiert die zu solchen Temperaturerhöhungen führen.

      Das Zeitfenster noch irgend etwas abzuwenden ist bereits sehr klein, ich meine wir alle werden bereits die nächsten Jahre wirtschaftlich unter den Folgen leiden mit zunehmendem Maß.

      Klimagase aus der Atmosphäre zu filtern ist extrem teuer, wesentlich teurer als sie von Start weg zu verhindern und wenn wir zu lange warten verbietet sich dies schon deswegen weil wir mit dem beheben von Klimaschäden genug Kapazitäten gebunden haben werden als dies noch eine Option wäre.

      Während der Klimawandel relativ linear voranschreiten wird die nächsten Jahrzehnte werden es die Folgen und Schäden nicht, die Schäden werden exponential wachsen und schon bald jeden wirtschaftlichen Freiraum den wir noch zum Abmildern des Klimawandels aufbringen können verbrauchen.

      Der jetzige Klimawandel und seine Dimensionen stellen uns vor eine existenzielle Herausforderung und es sieht danach bis jetzt aus als ob wir versagen, die Zeit läuft einfach aus.

      Es geht schon gar nicht mehr darum ob wir dieses Zivilisationsmodell aufrecht halten können sondern darum ob es überhaupt noch Menschen auf diesen Planeten geben wird in ein paar tausend Jahren.

  52. MM sagt:

    Wie ich bereits angedeutet habe macht die Gail Tverberg sehr gute Artikel. Jetzt hat sie einen geschrieben, dass wir jetzt laut LTG am Ende sind.
    Wir wissen es nicht.
    Der Öl Preis ist wieder über 50, die Fracker legen wieder los, das Jahr ist jung und der Dollar schwach. Alles steht auf Wachstum.
    Ein Quartal im Minus ist noch kein Trend.

    Und die Biosphäre, wen interessiert denn die, wir werden uns in 10 Jahren in Computer hochladen und dann ist Disney Land für alle und immer.

    https://dothemath.ucsd.edu/2012/04/economist-meets-physicist/

    • Hendrik Altmann sagt:

      Ich freu mich jetzt schon auf Disney Land forever.

      https://oilprice.com/Energy/Gas-Prices/The-Natural-Gas-Crash-Isnt-Over.html

      The Permian is also home to an epidemic of gas flaring. According to the FT and data from Rystad Energy, natural gas flaring in the Permian hit 209 mcf/d in 2017, a figure that ballooned to 407 mcf/d in the third quarter of 2018. Flaring levels are soaring, and could rise to as much as 600 mcf/d by the second quarter of this year. Wasted gas is an environmental disaster, but there is no sign that the problem will be resolved anytime soon.

      Die Produktion von Erdgas explodiert geradezu genauso wie die Nachfrage, trotz stark boomender Erdgasproduktion nimmt auch die Ölproduktion und Nachfrage jedes Jahr weiter zu.

      Derzeit stehen die Erneuerbaren nur für eine Addition an Energieproduktion aber nicht als Ersatz, zumindest weltweit gesehen.

      Asien und Afrika werden wohl noch die nächsten 10 Jahre die Nachfrage nach fossilen Energieträgern treiben.

      Unter diesen Umständen ist sehr unwahrscheinlich das wir nicht in eine existenzbedrohende Klimakatastrophe schlittern.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Naja die Effizienzfortschritte fahren ja noch nicht gegen Null, sie werden nur noch langsamer generiert je näher wir dem physikalisch maximal möglichem kommen, Grenznutzenkurve.

      Die Produktivität in der Landwirtschaft nimmt auch noch langsam zu wird aber wohl bald durch die Folgen von Klimawandel und Wassermangel peaken und dann zurück gehen.

      Effizienz in den Systemen des Lebens erreicht meist Werte recht nahe dem was physikalisch möglich ist, siehe Ökosysteme und deren Lebewesen, Symbiosen.

      Wobei hier auch Effizienz geopfert wird um dynamisch auf Veränderungen der Umwelt reagieren zu können, anders als bei Maschienen die schnell an Veränderungen angepasst werden können, können dies die meisten Lebewesen nicht, so wird Effizienz im Bauplan einer dynamischen Anpassungsreserve geopfert wenn man das so darstellen will.

      Aber die meisten Biomaschinen erreichen höhere Effizienzwerte als die Maschienen die wir bauen können.

      Das bedeutet das auch unser Wirtschaftssystem durchaus noch Effizienzreserven hat die gehoben werden können wenn die Zeitkoordinate nur lang genug ist und hier sind wir beim eigentlichen Problem die Entwicklung unseres Wirtschaftssystems ist ein ständiges rennen gegen die Zeit.

      Hubert hätte mit seinen Prognosen recht gehabt wenn es keine Effizienzfortschritte gegeben hätte, nur Effizienzfortschritte haben den Kollabs immer wieder nach hinten verschoben.

      Und auch stimmt es nicht das Systeme nur wachsen können wenn mehr Energie als Input bereit steht, solange es noch Möglichkeiten gibt die Effizienz zu steigern können Systeme auch wachsen wenn die Energie als Input gleich bleibt.

      Das ist es ja warum sich Biosysteme immer komplexer entwickeln bis zum maximal höchsten Effizienz und Komplexitätsgrad, der Energieinput der Sonne bleibt fast immer gleich, die einzige Möglichkeit weiter zu expandieren ist die Effizienz aller Systemteile an das physikalische Maximum zu bringen, erst dann ist sChluss mit Wachstum.

      Deswegen sind auch die uns umgebenen Ökosysteme maximal effizient, unser Wirtschaftssystem entwickelt sich natürlich völlig identisch da es nach den absolut gleichen Regeln spielt.

      Das wesentliche Problem ist hier noch das wir uns von Energiequellen abhängig gemacht haben die nur sehr kurzlebig sind und dazu noch das Klima so schnell verändern das es für uns existenzbedrohend wird.

      Auf der anderen Seite ist das nicht unser Fehler oder unsere Schuld, denn das Leben ist so programiert das es solch große Vorteile wie die fossilen Energiespeicher nutzen muss, wir haben gar keine andere Wahl als sie zu nutzen auch wenn wir die negativen Folgen kennen, der Grund hierfür ist der Wettkampf der das chaotische Leben ordnet, denn der Wettkampf übt den Druck auf jeden Einzelnen von uns aus möglichst alle Vorteile zu nutzen um überhaupt eine Chance zu haben in dem uns immer umgebenen Wetkampf des Lebens.

      Der Wettkampf ist ein ständiger Filter der die aussortiert die die Vorteile die sich ergeben nicht nutzen, das Verhältniss kurzzeitiger Vorteile zu langfristigen Nachteilen wird hier allerdings ausgelassen, so genau sind die Filter des Wettkampfes nicht.

      Die einzige Chance die wir hier haben ist uns kollektiv eigene Regeln aufzuerlegen und diejenigen harsch zu bestrafen die sich dort wiedersetzen, als Beispiel wäre hier die umfassende CO2 Steuer zu nennen.

      Wir werden ja nicht Opfer unseren eignen Wachstums, wir werden Opfer weil wir Energieträger nutzen die CO2 emmitieren.

      Würde unser Wachstum auf Energiequellen basieren die keine Emissionen abgeben oder Emissionen die keine Gefahr darstellen würde unser Wirschaftssystem die Grenzen des Wachstums erreichen und dort einfach verharren, es wäre ein hocheffizientes System genauso wie alle anderen Ökosysteme auch.

      Ich unterscheide hier immer unser Wirtschaftssystem mit Ökosystemen aber im grunde ist unser Wirtschaftssystem ein Ökosystem, alle Systeme des Lebens sind Ökosysteme…

      Selbst eine Maschinen Spezies wenn man so will wäre ein Ökosystem, das Leben muss nicht biologisch sein um als Leben zu gelten.

      Die Entwicklung von Wirtschaftssystem und Ökosystem ist identisch, die Regeln nach denen sie funktionieren sind identisch, alle Systeme des Lebens funktionieren exakt identisch.

      Die Systeme des Lebens drängen immer nach den höchst möglichen Effizienzgrad und versuchen immer so viel Energie wie möglich zu nutzen um maximal zu expandieren, jedes System, ohne Ausnahme.

      So machen wir etwas falsch?

      Absolut nein, denn wir machen genau das als Menschheit was ich oben beschrieben habe, maximal expandieren, so viel Energie nutzen wie möglich, und den höchst möglichen Effizienzgrad erreichen in jedem Systemteil, genau wie alle Ökosysteme und jede andere Spezies auch.

      Wir müssen nur diese CO2 Problem in den Griff bekommen, bevor es uns in den Griff bekommt, das leidige Rennen mit der Zeit…

      • Michael Egloff sagt:

        Vor einigen Wochen wurde von der IEA eine Studie veröffentlicht über den Anstieg des zukünftigen Energiebedarfs der Menschheit.

        https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Energie/Energieverbrauch-wird-bis-2040-enorm-steigen_article1542203452.html

        Fazit: wenn deutliche Effizienzfortschritte bei der Energienutzung erreicht werden, steigt der Energieverbrauch der Manschheit um etwa 25% bis 2040, ansonsten würde der Anstieg 50% und mehr betragen.

        Das heißt nichts anderes, dass mit einer Abnahme der Menge an fossiler Energie nicht zu rechnen ist bis 2040.
        Indien z.B. wird seinen Energieverbrauch bis 2040 etwa verdoppeln (nach meiner Meinung mehr als verdoppeln).
        Zwar wird der Anteil der fossilen Energie prozentual am Gesamtenergiemix sinken, aber die absolute Menge eben nicht.

        Täuscht euch nicht über die Möglichkeiten der Ausdehnung des fossilen Zeitalters.
        Der Anstieg der Ölproduktion in den USA in den letzten 10 Jahren ist z.B. nur zu etwa zwei Dritteln dem tight Oil geschuldet. Etwa ein Drittel wurde durch technologische Fortschritte bei der konventionellen Ölproduktion erreicht (Stichwort: EOR). Damit ist in konventionellen Feldern ein Anstieg der Recovery Rate erreicht worden. Diese fortgeschrittensten Technologien werden in vielen ölreichen Ländern noch garnicht in der Breite angewendet. Länder wie z.B. Mexiko, Brasilien, der Irak, der Iran und insbesondere Venezuela und in geringerem Ausmaß Russland haben gegenüber den USA eine technologisch geradezu teils technologisch marode Förderungsinfrastruktur. Bei Einführung modernster Fördertechniken wären sowohl die Ölproduktion als auch die RR deutlich zu steigern bei konventionellen Feldern.
        Gerade die Erhöhung der Recovery Rate bewirkt, dass alte Felder, die nicht mehr ausgebeutet werden auf Basis veralterter Technologien, wieder Beiträge zur Ölproduktion leisten könnten. Nicht so viel, wie im ersten Förderzyklus, aber in der Addition eben doch erstaunliche Beiträge.

        Und von einer Tight-Oil-Produktion außerhalb der USA haben wir da noch garnicht gesprochen, auch wenn sich der Tight-Oil-Boom wie in den USA wohl in keinem anderen Land in dieser Größenordnung wiederholen lassen wird. Aber in der Addition mehrerer Länder wären eben auch hier vorübergehnde bedeutende Zusatzbeiträge zu erreichen.
        Wir sollten also nicht zu sicher sein, dass Peak Oil wrklich vor dem Jahr 2030 erfolgt. Viel wird von der innenpolitischen Situation in wichtigen Ölstaaten (Iran, Irak, Venezuela usw.), der geopolitischen Situation und dem Technologietransfer in die Staaten mit rückständigem Technologieniveau abhängen.

        Für die Menschheit freilich ist die Aussicht auf technologische Wachstumsschübe der Ölproduktion kurzfristig vorteilhaft, langfristig aber katastrophal. Wir vergrößern weiter die anschließende Fallhöhe und die Schadwirkungen.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Da kann ich nur zustimmen, die Effizienzgewinne kommen zwar langsamer aber sie kommen noch stetig und damit verringert sich auch der benötigte Gesamterntefaktor um dieses Hochtechnologiezeitlater am Leben zu halten.

          Ich sehe den Peak für die Ölförderung zwar noch zwischen 2020-2030 aber es könnte durchaus sein das Effizienzgewinne diesen noch weitere 20 Jahre nach hinten verschieben, derweil sinkt langsam der Anteil von Öl am Gesamtenergiemix.

          Erdgas und Erneuerbare sind die Boombereiche bei der Energieerzeugung, es kann durchaus sein das in 20-30 Jahren Öl nur noch einen Anteil von 10% am Gesamtenergiemix hat oder weniger.

          Das ETP Modell sagt ja aus das es sich kaum noch lohnt Öl zu fördern und das System reagiert schon darauf in dem der Anteil an Öl im Gesamtenergiemix abfällt.

          Ich rechne damit das die Zubauraten an Gaskraftwerken und Solar/Wind/Biomasse deutlich zunehmen wird die nächsten Jahre, völlig unabhängig ob das höhere Energiepreise bedeuten würde.

          Das es Rezessionen geben wird steht ausser Frage, vielleicht sind diese auch heftig nur bleibt uns auch kaum eine andere Wahl.

          Insgesamt wird die produzierte Energiemenge wohl weiter stark ansteigen und damit das Gesamtsystem weiter wachsen, ein Ende des Wachstums ist bis jetzt noch nicht in sicht, zumindest in naher Zukunft.

          2016-2017 ist die produzierte Gesamtenergiemenge stark angestiegen.

          Wie ich sagte das Wirtschaftssystem Mensch wird so viel Energie nutzen wie es erreichen kann, so stark expandieren wie nur möglich und nach höchster Effizienz streben, wie alle Systeme des Lebens.

          Ich denke wir werden eine starke Transition sehen im System um Öl als Energieträger zu ersetzen, wir werden sehen wie das läuft.

  53. Michael Egloff sagt:

    Hier ein Beleg dafür, dass auch in anderen Ländern als in den USA zunehmend gefackt wird (was ohnehin klar war).
    Und was diese Technologie für eine Umweltsauerei ist.

    http://klima-der-gerechtigkeit.de/2019/01/11/deutscher-fotojournalist-wird-in-argentinischem-fracking-gebiet-von-der-polizei-misshandelt/

    • Hendrik Altmann sagt:

      Argentinien wird wohl das nächste Boomproduktionsland für Erdgas, was wohl auch nötig ist wenn man mit anschaut wie schnell die Nachfrage mit dem Angebot steigt.

      Hier noch ein Video über die Klimaproblematik, wo auch näher auf die vergangenen Massenausterben eingegangen wird und wie verheerend diese für das Leben und die dortigen Ökosysteme waren.

      Aus dem Jahr 2013

      https://www.youtube.com/watch?v=HtHlsUDVVy0

      • Michael Egloff sagt:

        Ganz nebenbei: hätte es diese Massenaussterben in der Erdgeschichte nicht gegeben, würde es heute nicht uns Homo Sapiens geben.
        Nach jedem Massenaussterben wurden die Karten der Evolution neu gemischt und katapultierten z.B. vor einigen zig Millionen Jahren die Kleinsäugetiere auf die Gewinnerseite der Evolution.
        Wir stammen eben nicht nur vom Affen ab, sondern auch von diesen rattenähnlichen Überlebenden der beiden Evolutionskrisen vor 65 und 55 Mio Jahren (Meteoriteneinschlag und Superwarmzeit).
        Und wer weiß – vielleicht werden auch in den nächsten Jahrtausenden die Karten der Evolution neu gemischt.
        Schlecht eventuell für uns (bzw. unseren Nachkommen), gut für die Arten, die unsere unglaublichen Dominanz überleben und dann erneut das Rad der Evolution in Schwung bringen.
        Nach dem Motto: jede Krise ist eine Chance. Diesmal eventuell für andere als uns.
        Wer weiß…

        • Hendrik Altmann sagt:

          Definitiv wird sich das Leben und die Ökosysteme wieder erholen, das ist ja auch das wundervolle, das schöne am Leben, das es sich immer wieder aus den wiedrigsten Bedingungen empor kämpft.

          Wobei ich ja immer noch die Hoffnung habe das wir dem Klimawandel und Energiekrise mit Technologie und Entwicklung trotzen können, den ich denke das wenn die Menschheit verschwindet es unwahrscheinlich wird das noch mal eine Spezies Komplexitätsgrad erreicht.

          Es gibt (hat gegeben) bestimmt nicht viele Spezies denen das Universum so wie es ist überhaupt bewusst geworden ist, wir Maschinen zu fast jedem großen Objekt in unseren Sternbensystem geschickt und dort Informationen gesammelt.

          Ich wünsche mir immer noch das wir es irgenwie schaffen unser Sternensystem zu erobern oder vielleicht sogar unsere Galaxie und wenn nicht wir dann vielleicht werden es Maschinen sein deren Entwicklung wir mal anstießen.

          Das Universum hat eine tickende Uhr die immer weiter abläuft, vielleicht schafft es das Leben dieser Falle noch irgendwo irgendwann zu entkommen.

          Die Geschichte des Lebens ist die Geschichte vom kampf gegen die Zeit und ich weiss nicht ob das Leben hier im Universum gewinnen wird aber ich wünsche es mir auf jeden Fall, wie könnte ich auch nicht so bin ich doch Teil dieses Lebens und Teil dieses kampfes.

          Dieses Universum ist wie ein großes Puzzle und es braucht sehr gutes timing bzw. Glück dieses zu lösen, ich wette das Millionen von komplexen Lebensformen auf Millionen von Planeten schon daran zerbrochen sind aber irgendwann villeicht schafft es das Leben der ewigen Tretmühle gegen die Zeit zu entkommen.

          • Michael Egloff sagt:

            Naja,
            keine tolle Vision, wenn dann die 532. Generation nach der ursprünglich gestarteten mal endlich an einem Planeten vorbeikommt, der atembares Gas, halbwegs zu ertragendes Klima, essbare Pflanzen, eine verträgliche Gravitation und noch einige andere menschengerechte Parameter aufweist. Irgendwo in zig oder hunderten Lichtjahren Entfernung, sehr optimistisch angenommen. Also kosmisch gesehen ganz in der Nähe. Vorausgesetzt, wir könnten im Vergleich zu heute enorme Geschwindigkeiten erreichen. Mit der dritten kosmischen Geschwindigkeit (42 KM pro Sekunde), deren Erreichen technologisch möglich ist, wären es dann schon tausende Generationen notwendig, eingezwängt in einen relativ kleinen Raum. Die dann muskulär immer mehr verkümmern, von der Ernährung dieser zahlreichen Generationen in tausenden von Jahren ganz zu schweigen.

            Vergiss ganz schnell das Weltall.
            Übrigens die Lebensbedinungen auf dem Mars, von dem ja Elon Musk als zukünftige Residenz träumt, sind so extrem, dass sogar ein Leben auf dem Südpol unserer Erde das Paradies wäre. Vom Fehlen jeder Lufthülle ganz abgesehen.
            Na denn mal hoch (oder runter?) in ihr neues Domizil, Herr Musk.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Ich stimme zu das Musk’s Marspläne Blödsinn sind, hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen und darauf kommt es ja an.

              Was aber wichtig ist im Verständnis bei der Eroberung unseres Sernensystems ist das dies völlig mechanisch geschehen wird und auch schon seit Jahren geschieht.

              Menschen sind als Biomaschine völlig ungeignet die Erde zu verlassen und haben auch ausserhalb von Planeten die im hohem Maße erdähnlich sind keine Daseinsberechtigung.

              Falls wir als Spezies und vor allem als hochkomplexes Wirtschaftssystem die nächsten 100-500 Jahre überleben wird die Eroberung unseres Sonnensystems komplett von Maschinen übernommen.

              Wir werden aber auch die selbe Entwicklung hier auf der Erde beobachten, immer mehr Aufgaben werden von Maschinen übernommen werden, es könnte in Zukunft sogar soweit kommen das alle Aufgaben von mechanischen Lebensformen übernommen werden.

              Deep Learning in kombination mit Supercomputern oder sogar Quantencomputern sind Technologien die es erlauben komplexe inteligente, autonome Datenverabeitungssysteme zu produzieren in sehr kurzen Zeiträumen.

              Diese Systeme sind in der Lage völlig autonom Industrie und Rohstoffförderung in unserem Sternensystem zu realisieren.

              Auch werden wir schon bald in der Lage sein mit hilfe diesen Technologien in der Gentechnik Pflanzen in Echtzeit weiter zu entwickeln, um sie so Schädlingsresistent und extrem schnell an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen, dies ist praktisch heute schon zum Teil möglich, viele Genome sind entschlüsselt und können mit modernen Verfahren manipuliert werden.

              Leider ist die Öffentlichkeit völlig zu unrecht ängstlich diesen Technologien gegenüber eingestellt.

              Wir betreiben praktisch schon seit tausenden Jahren Gentechnik, nur eben sehr langsam und uneffizient…

              Moderne Methoden die schnell und effizient arbeiten werden wie gesagt leider oft politisch blockiert.

              Wir werden die moderne Gentechnologie unbedingt brauchen um viele Pflanzen den sich jetzt stark und schnell ändernden Umweltbedingungen anzupassen, um Erträge zu steigern und um auf Pestizide und Dünger immer weiter verzichten zu können.

              Die Gefahren die von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgehen sind relativ gering, Pestizide und Überdüngung sind hier weitaus gefährlicher.

              Die Zukunft gehört wenn unser System sich weiter entwickelt den Maschinen, die Vorteile von Echtzeitevolution und praktisch keinem Verlust von Wissen und Entwicklung ist gigantisch gegenüber der langsamen biologischen Evolution.

              Supercomputer werden in Zukunft mit KI Systemen Genome in rasender Geschwindigkeit entschlüsseln und mit den Daten neue Lebensformen simulieren und verwerfen in rasender Geschwindigkeit, die Evolution mit extremer Vorspulfunktion.

              Warentransport und Kriegsführung, Warenporduktion alles wird automatisiert und autonom, irgendwann werden ganze Industrien geplant und geleitet von KI Systemen, der Mensch zum puren Konsumenten degradiert und ab einem bestimmten Punkt werden wir wohl komplett überflüssig.

              Wenn wir irgendwann mal auf hochkomplexe Aliens treffen sollten werden dies wohl Maschinen sein…

              Das biologische Leben ist in Sachen Entwicklunggeschwindigkeit dem mechanischem Leben hoffnunglos unterlegen, wir ersetzen immer mehr Teile unseres System durch hochspezialisierte Maschinen und das schon seit Jahrzehnten, warum sollte diese Entwicklung stoppen wenn diese Entwicklung die Effizienz und Produktivität immer weiter erhöht?

              Und für Maschinen ist das Universum der perfekte Spielplatz.

  54. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=Gu05Dhfd4h4

    Hier in diesem Vortrag wird noch einmal auf die Wirkung von CO2 auf das Erdklima eingegangen, sowie aufgezeit das es keine andere Erklärung gibt für die derzeitige Erwärmung oder für vergangene Warmperioden.

    Die Sonne hat nur einen kleinen Einfluss auf das Klima, allerdings hat auch schon ein kleiner Einfluss auf das Klima große Folgen.

    Für das berühmte Jahr ohne Sommer war eine Abkühlung von 0,6-0,7 Crad Celsius verantwortlich, in der kleinen Eiszeit war es eine Abkühlung von 0,3-0,4 Crad Celsius.

    Diese kleinen Änderungen hatten große Folgen, 2018 waren die Temperaturen 2 Crad wärmer in Deutschland als vorindustriell…

  55. Hendrik Altmann sagt:

    In den Medien wird ständig von Extremwinter geredet was mich irgendwie verwundert, den wir haben einen recht milden Winter, was wir aber vor allem haben sind im Süden Extremniederschläge was aber nicht Extremwinter bedeutet.

    Der Klimawandel bedeutet eben auch diese starken Niederschläge da die Verdunstung immer stärker zunimmt und mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre aufsteigt.

    Besonders Wasserschäden haben durch den Klimawandel rapide zugenommen und wenn die riesigen Schneemassen schnell tauen sollten im Süden, vielleicht in Verbindung mit weiteren Niederschlägen könnten nach dem Schneedebakel auch noch große Flut und Wasserschäden auf die Bevölkerung im Süden zukommen.

    Der Klimawandel ist immer präsent, jederzeit, jeden Tag wird die Energie von 400000 Nuklearbomben 13KT zusätzlich in der Atmosphäre und in den Ozeanen gespeichert, bzw. wirkt dort.

    Dazu wird der Nordpolarwirbel immer schwächer was dazu führt das die Arktis wesentlich schneller wärmer wird und die Kälte die sonst über der Arktis gehalten wird immer wieder in die mittleren Breitengrade ausbricht, was durchaus in den mittleren Breitengraden dazu führt das der Klimawandel als Blödsinn abgetan wird.

    Bestes Beispiel waren die Kältewellen in den USA letzten Winter aber auch Kälteinbrüche in Europa.

    Dieses Phänomen wird schon seit 2 Jahrzehnten mit einer steigenden Regelmässigkeit beobachtet und ist Vorbote für den bevorstehenden Kollaps des Norpolarwirbels mit Eisfreien Sommern in naher Zukunft, was letztendlich zu einer Neuausrichtung von Meeresströmungen und Jetstreams führen wird und in dieser Übergangsphase zu starken Wetterextremen in eine neues Klima, Extremwetter welches wir hier in Europa noch nie erlebt haben in den letzten Jahrhunderten.

    Alle Syteme werden sich neu ordnen müssen was zu starken destruktiven Kräften führt, Ökosysteme, Klimasysteme, Energieströmungssysteme Wirtschaftssysteme.

    Struktur muss zerstört werden und neu aufgebaut werden, zum Teil bis zur Basis den primitivsten Strukturen (Kollaps von Systemen)

    • Hendrik Altmann sagt:

      PS: 400000 Nuklearbomben a 13KT TNT Sprengkraft, Gesamtenergie wie von 5,2 Milliarden Tonnen TNT jeden Tag zur Explosion gebracht oder 260 Vulkanexplosionen der Stärke des Krakatoa (1983) jeden Tag.

    • Eine sehr plastische Beschreibung, Hendrik!

      • Hast du Lust, das noch etwas weiter auszuführen?

        • Hendrik Altmann sagt:

          Ich poste hier meistens Informationen zu den Veränderungen im System Erde und den Ökosystemen inklusive Wirtschaftssystem(Mensch), die mich selber interessieren und wo ich denke die andere auch interessant finden könnten.

          Im ausführen dieser Informationen bin ich aber nicht wiklich gut, trotz dessen versuche ich es immer wieder:)

          Deswegen verlinke ich so viele Youtube Vortäge oder Artikel zu den entsprechenden Themen.

          Die in letzter Zeit viel verlinkten Artikel und Vorträge zum Klimawandel haben damit zu tun das die Daten der letzten Jahre einen deutlich schnelleren und damit schädlicheren Klimawandel für alles Leben hier auf der Erde gezeigt haben als die pessimistischtesten Computermodelle vorausberechnet haben.

          Derzeit fahren wir mit voller Geschwindigkeit in das heftigste Massenausterben seit es komplexes Leben hier auf der Erde gibt, wir sind derzeit 10-100 mal schneller in der Erwärmung als im bisher schnellsten und heftigsten Massenausterben im Perm-Trias, die Klimaerwärmung im Perm vollzog sich über mehrere tausend Jahre.

          Praktisch müssten die CO2 Emmissionen sofort auf Null gefahren werden um nicht völlig apokalyptische Folgen für uns Menschen hier auf der Erde zu erreichen, es ist nicht 5 vor 12 es ist leider schon 5 nach 12.

          Die 2 Crad Celsius wie von IPCC Report als Ziel gesetzt sind nicht mehr zu erreichen aber vielleicht können wir die Erwärmung noch auf 3 Crad beschränken wenn wirtschaflich und politisch schnell und umfassend gehandelt wird, schon diese 3 Crad Erwärmung wird großes Leid über die Menschheit bringen…

          Das hier ist praktisch mein persöhnlicher Beitrag um diese Veränderungen herbei zu führen auch ich habe den Klimawandel in Ausmaß und Umfang viele Jahre unterschätzt.

          Wenn alle darauf hinweisen und darüber berichten und darüber reden müssen letztendlich irgendwann die Politiker handeln und eine umfassende weltweite CO2 Steuer könnte realität werden.

          Eine CO2 Steuer wird wahrscheinlich teuer werden für uns alle aber nichts im Vergleich zum Klimawandel der uns noch bevor steht.

          • Ich finde du schreibst schon sehr anschaulich. Ich wollte dich fragen, ob du einfach eine Handvoll Infos mal so strukturieren willst, dass man es als eigenen Artikel bringen kann. Ich warne dich vor Perfektionismus, es wäre einfach gut, mal die Frage zu beantworten:

            Welche aktuellen Entwicklungen im Klimasystem sind sichtbar?

            Du hast in deinen Posts schon sehr viele Sätze, die man nutzen kann und einfach mal zu einem in sich zusammengehörigen Artikel zusammenfügen muss. Fast wie Lego: es ist alles schon da. Stell dir vor, du fasst es das wichtigste mit vorhandenen Sätzen für mich nochmal zusammen. Und ich bin der Neuling, der zwar interessiert ist, aber sich länger nicht damit befasst hat.
            Einen letzten redaktionellen Schliff kann ich einem Textentwurf auch geben, wenn du das magst.

            So kann ich helfen, deine Infos mal aus der Kommentarspalte auf eine (kleine) Titelseite zu kriegen…

            • Hendrik Altmann sagt:

              @Norbert

              Gut ich werde mich daran versuchen eine Zusammenstellung der Folgen des anthropogen Klimawandels in der Gegenwart und nahen Zukunft aufzustellen.

  56. MM sagt:

    @Hendrik

    Ich fürchte, deine Annahme, dass Effizienz der Treibende Faktor ist der Evolution ist nicht ganz richtig.
    Was eigentlich stattfindet, ist daß die Evolution den Weg nimmt, auf dem am schnellsten Systeme niedriger Entropie in hohe Entropie umgewandelt werden.
    Das gilt zum Besipiel für Raubtiere und deren spezielle Opfer. Ein Lebewesen dass einfach alles frisst ist ineffizient. Wenn sich ein Lebewesen auf eine spezielle Art spezialisiert, dann kann es die Entropiezunahme beschleunigen. Diese Entropie macht sich nicht nur im CO2 bemerkbar sondern ganz algemein in einem Abwärmeproblem für die Erde.
    Das steht auch in dem Dokument von dothemath das ich oben mal verlinkte, in dem steht, dass die Erdoberfläche in 2500 Jahren auf Sonnenoberflächentemperatur ansteigen wird. Das gleiche Problem trifft auch auf Dysonsphären zu oder was auch immer, wo man einfach extrem viel Energie umsetzt. Die Abwärme.

    Um deine Sicht der Evolution ein wenig aufzuhellen empfehle ich auch mal den Blog Megacancer aus dem ich einen ausgewählten Artikel verlinke:

    http://megacancer.com/2018/11/06/trapped-in-the-matrix-twice/

    Das Problem der Effizienz schlägt sich auch mit Jevons Paradox, denn gesparte Energie wird ja nach deinem Konzept nur dazu dienen noch mehr Maschinen oder wer weiss was alles zu bauen. Tatsächlich stieg der Energieverbrauch der Menschen bis jetzt nur an, ein abflachen dieser exponentiellen Kurve ist weit und breit nicht in Sicht und wir haben bereits sehr viel Effizienz gewonnen in den letzten 300 Jahren.

    Andererseits möchte ich noch einen Gedanken anbringen:
    Wir haben die Evolution (und deren Effizienzstrategie wie du behauptest) zum Beispiel mit Antibiotika ausgehebelt. Das bedeutet, wir können uns nicht zurücklehnen und sagen, das ist eben so programmiert in unserer DNA. Wir sitzen jetzt im Fahrersitz der Evolution. Da müssten halt ein paar starke Regekn her, aber seit den Arbeiterbewegungen Anfang letztes Jahrhunderts werden diese immer torpediert. Ich sehe da wenig Grund zur Hoffnung.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Der treibende Faktor für die Entwicklung des Lebens ist der Wettkampf in den Systemen des Lebens, Effizienz ist nur die schärfste Waffe die zur Verfügung steht.

      Wie wir hier schon oft festgestellt haben bestimmt Energie die Produktivität von Systemen ob nun einzelnes Individuum, Spezies oder ganzes Ökosystem.

      Bei der Energienutzung bestimmt nun noch der Erntefaktor und die Gesamteffizienz die Produktivität des Systems.

      Der Ertefaktor hängt letztendlich vom Energieangebot ab, Sonne, Pflanzen, Tiere.

      Bei Pflanzen deren Kohlenhydrat und Fettgehalt für die entsprechenden Raubtiere.

      Unabhängig vom Energienagebot hängt die Effiezienz vom Konsumenten, dem Nutzer ab und hier sind Mutationen in Richtung höhere Effizienz ein entscheidender Vorteil, denn eine höhere Effizienz bedeutet höhere Produktivität also mehr Möglichkeiten und Optionen oder bessere Möglichkeiten und Optionen.

      Systeme des Lebens entwicklen sich so recht schnell zu der höchst möglichen Effizienz.

      Das unser auf mechanischen Maschinen basierendes Wirtschaftssystem genau solch ein Ökosystem in den Anfängen ist könne wir hier genau beobachten wie eine solche Entwicklung abläuft, die biologische Ökosysteme sind alle schon zu maximaler Effizienz entwickelt.

      In der Wirtschaft kann der Produzent der die höchste Effizienz vorweisen kann sein Angebot am billigsten an den Markt bringen oder das beste Angebot, damit kann er die Konkurrenz aus dem Markt verdrängen und mehr Ressoucen in weitere effizienzsteigernde Entwicklung investieren.

      Bei einer Spezies in einem Ökosystem verursacht das verdrängen von Konkurrenten eine höhere Anzahl an Individuen für die effizientere Spezies was in eine höhere Anzahl von Mutationen mündet wovon einige dann wieder die Effizienz in einer bestimmten Umgebung steigert bis hin zur maximalen Effizienz und Produktivität.

      Die Energie die die Ökosysteme hier auf der Erde zur Verfügung haben ist duch die Sonne begrenzt, somit ist auch die Produktivität und das Leben an sich durch die Sonne begrenzt, der einzige Weg die maximale Produktivität bei gleich bleibenden Energieinput zu erreichen ist maximale Effizienz.

      Deswegen haben sich alle Ökosysteme maximal effizient entwickelt über den Wettkampf als Entwicklungsdruck.

      Entropie ist für die Systeme des Lebens nur ein Problem wenn das Verhältnis von Entropie zur Fläche ungünstig wird oder die Temperaturpotentiale sich zu sehr angleichen.

      Als Beispiel könnte man also einen Hund nehmen der im Hochsommer in einem Auto belassen wird, der Stoffwechsel von Säugetieren ist oft recht hoch und kann nur unwesentlich geregelt werden, noch problematischer ist der mögliche Temperaturbereich in dem dieser Körper funktioniert.

      Wenn jetzt die Aussentemperatur zu hoch ansteigt kann die Wärme in dem Hundekörper nicht mehr mit ausreichender Geschwindigkeit abtransportiert werden und erhöht sich langsam bis zu dem Punkt wo die Prozesse in dem Hundekörper zum erliegen kommen.

      Natürlich ist Spezialisierung effizienter, das sehen wir in der Wirtschaft und in den Ökosystemen (eigentlich beides das selbe).

      Wir fassen zusammen das Systeme des Lebens sich immer weiter spezialisieren um Energie am effizientesten zu nutzen, Spezialisierung erhöht die Effizienz und Effizienz ist das Ziel weil höhere Produktivität und Vorteil über Konkurrenten.

      Systeme höherer Entropie erreichen bei der Energienutzung oft einen höheren Erntefaktor (Raubtiere oder Allesfresser)

      Dieser höhere Erntefaktor bedeutet natürlich höhere Produktivität und damit ist ein komplexeres Lebewesen möglich, neben Effizienz ist der Ertefaktor der zweite Faktor bei der Energienutzung der die maximal mögliche Produktivität pro eingesetzter Kalorie bestimmt und so ja du hast recht das sich Lebewesen zu höherer Entropie hin entwickeln aber ich auch da Ertefaktor und Effizienz die maximal mögliche Produktivität bestimmen, die Evolution geht also in beide Richtungen um das Energieangebot so effektiv wie möglich zu nutzen.

      Bei dem Szenario das die Erde in 2500 Jahren Flammen aufgeht weil zu viel Entropie entsteht muss ich einwenden das die Entropie pro Flächeneinheit etscheiden ist sowie die Temperaturpotentiale.

      Nehmen wir hier Windkraftwerke und Solaranlagen so ist die Entropie pro Flächeneinheit ehr gering und es ist unwahrscheinlich das die Erde sich so in einen Feuerball verwandelt, selbst wenn Anlage an Anlage steht und obendrauf nutzen wir nur die Energie der Sonne die ohnehin auf die Erde wirkt, also mit oder ohne diesen Anlagen bleibt die Entropie die die Erde jeden Tag durch Strahlung verlässt nahezu gleich, nur Energienutzung unabhängig von der Sonne würde diese Entropie erhöhen also Nuklearenergie und Energie aus fossilen Kohlenwasserstoffen, wobei diese Formen der Energiebereitstellung in Zukunft wohl wieder zurück gehen werden, bei den fossilen sich, bei nuklearer Energie ist hier noch ein Fragezeichen.

      Das einzige was signifikant die Temperatur erhöhen würde wäre wenn wir alle Wüsten mit dunklen Solarpanelen zu pflastern würden (Albedoeffekt) :)

      Der Klimawandel bleibt so denke ich erstmal das Problem Nummer Eins um das es sich zu kümmern gilt.

      • Hendrik Altmann sagt:

        PS: In Sachen Entropie die Erde erreicht in 3-4 Stunden so viel Energie von der Sonne wie die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht, der Anteil der Sonne am Energiehaushalt der Erde ist damit also noch so hoch das das Wirtschaftssystem des Menschen in Sachen Entropie noch keine Rolle spielt.

        Dazu erhöht sich auch die Abstrahlung mit der Temperatur der Erde.

  57. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/weltwirtschaftsforum-stellt-global-risk-report-vor-15991366.html

    Der Klimawandel wird größte Bedrohung im global risk report des Weltwirtschaftsforum.

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/china-pumpt-73-milliarden-euro-ins-finanzsystem-15991459.html

    China bekommt immer größere Probleme durch den Handelskonflikt mit den USA und einem generell abflauenden Weltwirtschaftswachstum.

  58. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article187244700/Hitachi-Japaner-ziehen-sich-aus-britischer-Kernkraft-zurueck.html

    Kernkraft ist in der Erzeugung in GB nicht konkurrenzfähig und steht bei den Produktionspreisen deutlich über Erdgas und Kohle, die höheren Kosten gegenüber Erdgas und Kohle sind wohl der Hauptgrund warum der Anteil von Kernenergie immer weiter sinkt im weltweiten Energiemix, in vielen Ländern altern die Flotten an Kernkraftwerken schnell.

  59. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/regierungsberater-wollen-autofahrern-drastisch-zusetzen-15995305.html

    Würden alle diese Vorschläge umgesetzt könnte sich der CO2 Ausstoß des Strassenverkehrs tatsächlich reduzieren, die Transition hin zu weniger Treibstoffverbrauch geht halt nur über den Preis, natürlich wird das nicht jeden gefallen.

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