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Exxon-Chef Tillerson: Kein Fracking hinter meinem Grundstück

Die Fracking-Kritik bekommt unerwartete Unterstützung aus der Chef-Etage des größten US-Gasförderers ExxonMobil: Rex Tillerson, seines Zeichens CEO von Exxon, hat sich einer Klage angeschlossen, um die Vorbereitung von Hydraulic Fracturing ("Fracking") in der Nähe seines texanischen Grundstücks zu verhindern. Konkret geht es im ersten Schritt um den Bau eines Wasserturms, der die benötigten Wassermengen bereitstellen soll. Tillerson, so berichtet das WallStreetJournal, fürchtet um den Wert seines Grundstücks.

Da in Folge von Fracking-Aktivitäten mit hohen Verkehrsaufkommen durch schwere LKW sowie durch Lärm durch Aufbauten und das Fracking selbst zu rechnen ist, ist dies offenbar das Hauptargument für die Klage. Tillersons Anwalt betont, es gehe ihm um das spezielle Projekt, nicht um Fracking selbst. Das wäre nun auch sehr verwunderlich, sprach sich der Mann in seiner Rolle als oberster Shareholder der Firma ExxonMobil schon mehrfach für mehr Freiheiten bei den Umweltsauereien aus, die Fracking mit sich bringt. Nur wenn es darum geht, die schwerindustrielle Freiluft-Technologie im eigenen Hinterhof anzuwenden, kommen wohl Bedenken.

In Deutschland sprach sich kürzlich der CSU-Politiker Peter Ramsauer für Fracking aus. Es sollte zur politischen Bestandsprobe werden, ob die Technik auch im Großraum Traunstein eingesetzt werden darf.

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23 Kommentare to “Exxon-Chef Tillerson: Kein Fracking hinter meinem Grundstück”

  1. Florian Hoppe sagt:

    *Lach* Aus dem gleichen Grund hat Ex-Spiegel Chef Aust ja Jahre gegen Windräder gewettert.^^

    Apropos wettern:

    Hab mir mal beim Welt Artikel auch die anderen Sachen angesehen, die der Autor verfasst hat. Und ich glaube ich muß nicht sagen in welche Tendenz seine Artikel gehen.

    Das der halbe Artikel wieder das übliche Gefasel vom Oettinger enthält, kommentiere ich nicht weiter…

    @Syrien: Überrascht das wen?

  2. Michael Egloff sagt:

    Da muss man nicht nur nach Syrien schauen, wenn man erkennen will, dass nahöstliches Öl der Finanzierung von Al Qaida dient.
    Auch die saudischen Öleinnahmen finazieren über Umwegen dieses Netzwerk.
    Und irakisches Öl aus den Feldern um Basra finazierte über Jahre die radikal-schiitischen Milizen des El Sadr.
    Um diese Milizen ist zwar still geworden in den letzten Jahren, aber die haben sich nicht in Luft aufgelöst.

    Öleinnahmen finanzieren in einer ganzen Reihe von Ländern direkt oder indirekt Terrororganisationen.

  3. Ert sagt:

    Danke Norbert – wird Zeit das wieder neues Futter kommt :-) Aber da die Garten-Season nun gestartet ist bin ich endlich wieder mehr draußen.

    Von der Welt wird BASF-Chef Bock zitiert mit: Zugleich übte der Manager grundsätzliche Kritik an der Umstellung auf erneuerbare Energien: „Die Grundthese der Energiewende, dass fossile Energieträger knapp würden, hat sich als falsch erwiesen“, sagte Bock. „

    In welchem Film leben solche Leute? Die müssen doch all die Studien und Daten genau so kennen wie wir – u.a. auch was an der Klimafront los ist. Die meisten Konzernlenker scheinen nur bis zum nächsten Quartalsergebnis und an Ihren gesellschaftlichen hier-und-jetzt Status zu denken….

  4. Florian Hoppe sagt:

    Was anderes:

    http://www.wunderground.com/blog/JeffMasters/comment.html?entrynum=2634

    Der Polar Vortex ist wieder da….

    Und hier noch eine News aus den Kommentaren von Peakoilbarrel:

    In the News:

    Reduced inflows strain California natural gas markets

    Last Thursday, February 6, the California Independent System Operator (CAISO) issued an alert requesting that customers reduce electricity consumption on that day. The alert was in response to a natural gas shortage at Southern California power plants, but its conservation request applied to all consumers in the state.

    Temperatures in San Francisco and Los Angeles averaged 50 and 57 degrees Fahrenheit, respectively, on February 6. Although these temperatures were 9% and 7% below the average for the previous 30 days, they were still well above temperatures in Denver (-8 degrees ) and Seattle (25 degrees ).

    Natural gas deliveries to California were reduced by a combination of lower inflows on pipelines carrying in production from the Rockies, and decreased inflows on pipelines taking Canadian production south through the Pacific Northwest. These pipelines extend to California, but colder temperatures in the Pacific Northwest led customers there to take more natural gas off those pipelines, thus leaving less to flow into California. In addition, this led to an increase in spot prices to 10-year highs at many major western hubs. For California, this resulted in:

    The PG&E Citygate spot price for natural gas serving northern and central California consumers reaching a 10-year high on February 5 of $24.55 per million British thermal units (MMBtu), versus an average for the previous 30 days of $4.93/MMBtu, according to SNL Energy. Although consumption in the PG&E market area on February 6 rose 29% over its 30-day average to 3.9 billion cubic feet (Bcf), natural gas supplied to PG&E (predominantly pipeline inflows, with some local production) decreased to 1.1 Bcf, 38% below the 30-day average. Bentek Energy reported that storage withdrawals on February 6 totaled 2.8 Bcf, 127% above the 30-day average.

    Similarly, the Southern California Border spot price rose to a 10-year high on February 5 to $21.22/MMBtu, versus an average for the previous 30 days of $4.91/MMBtu. Consumption in Southern California rose by 23%, to 3.8 Bcf, while supply (again mainly pipeline inflows) declined by 30% below the 30-day average, to 1.9 Bcf. Storage withdrawals totaled 2.6 Bcf, 131% above the average for the previous 30 days, according to Bentek.

    Low inventories led to five consecutive days of operational flow orders on the California Gas Transmission (CGT)pipeline, from February 3 to February 8. This restricted pipeline customers from taking more gas off the pipeline than normal despite the colder temperatures.

    Natural gas pipeline inflows to California and the Southwest (Arizona, Nevada, and New Mexico) decreased from both the Pacific Northwest and the Rockies. Much of the gas that flows from the Pacific Northwest into California comes on the Northwest Pipeline. Northwest flows Canadian production from the Westcoast Pipelineto consumers in the Pacific Northwest (Washington, Oregon, and Idaho), as well as to California consumers via its interconnections with CGT in Malin, Oregon, and the Paiute Pipeline on the Idaho-Nevada border. Northwest deliveries at Malin decreased to 0.4 Bcf on February 5, 60% below its 1.0 Bcf/d average for the previous 30 days. Inflows of Rockies production also decreased to Southern California on the Kern River Gas Transmission pipeline and to northern California on the Ruby Pipeline.

  5. Frank Bell sagt:

    Ich verstehe den Herrn nicht.

    Es wird uns doch immer und überall erzählt, wie harmlos dieses Fracking ist und dass das verdreckte Trinkwasser bestimmt vom Eigentümer des Brunnens präpariert wurde, um die arme Industrie, die nur unser Bestes (= unser Geld) will, zu diskreditieren.

  6. Norbert Rost sagt:

    Die @ASPO lädt übrigens dazu ein, sich bei der Wikipedia einzubringen:
    http://www.ee-news.ch/de/erneuerbare/article/28185/aspo-bibliothek-und-wikipedia-eintrag

    Könnte auch für uns Mitleser und -schreiber interessant sein, dort mal ein paar Updates zu hinterlassen…

  7. […] Einer der Kläger ist ausgerechnet Rex Tillerson, CEO von Exxon, dem größten privaten Öl- und Gaskonzern der Welt, und glühender Verfechter der Frackingtechnologien. Er klagt gegen eine Verringerung der Lebensqualität und damit einen Wertverlust seines Anwesens. Mehr dazu im Wall Street Journal, im Dallas Observer sowie auf peak-oil.com. […]

  8. M. Sastre sagt:

    Die Meere als letzte vermeintlich unerschöpfliche Quelle von Rohstoffen kommt immer mehr ins Visier der Förderunternehmen!
    Wie in einigen Artikeln von Norbert bereits angeklungen, verschiebt sich der Fokus mehr und mehr auf die Ozeane, wobei es nicht nur um die Förderung von Öl und Gas, sondern um eine breite Palette von Stoffen geht, die aber alle gemein haben, daß sie nur unter einem erheblichen Einsatz an Energie zu fördern sind.

    Als Kurzübersicht folgende Link:

    http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Rohstoffe1/meer.html

    Wer sich in die Materie vertiefen möchte, kann sich ein Exemplar der von diversen gemeinnützigen Stiftungen herausgebrachten „World Ocean Review“ herunterladen oder kostenlos bestellen. Beim kurzen Überfliegen habe ich eine interessante Mischung aus allg. Basiswissen zum Thema (Theorie der Ölentstehung etc.) als auch umfangreiche Detailinformationen gefunden.

    http://worldoceanreview.com/bestellen/

    Viel Spaß beim lesen.

    • Tom Schülke sagt:

      nur kurz aus intersse… Es wird ja von unseren Freunden an der Cornucopian Front immer wieder ins spiel gebracht… „Dann holen wir eben gaaanz viel methanhydrat vom Meeresgrund… und die Japaner sind schon fast dabei… “

      Was ist drann, und gibts schon mal schätzungen für den EROEI ?

      • Florian Hoppe sagt:

        @Tom: http://grist.org/climate-energy/we-wont-run-out-of-oil-renewables-will-take-its-place/

        Zitat:


        10

        Comments

        3 May 2013 2:54 PM
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        Think methane hydrates are the next big thing? Think again.

        By Chris Nelder

        Cross-posted from The Atlantic
        Methane hydrate burning in a laboratoryUSGS Gas Hydrates LabMethane hydrate burning in a laboratory.

        The right way to understand the potential of unconventional fuels like methane hydrates and tight oil is to closely examine their production rates and their prices. If these fuels can be produced at large scales and profitable prices, they very well might influence geopolitics and economics in the ways that Charles C. Mann speculates. If they cannot, then it truly doesn’t matter how much of those resources may exist underground and in the ocean floor.

        Unfortunately Mann offers precious little data on price or production rates.

        If Mann’s data on methane hydrates is correct, then Japan’s experiment so far has taken 10 years and $700 million to produce 4 million cubic feet of gas, which is worth about $16,000 at today’s U.S. gas prices, or about $50,000 at today’s prices for imported LNG in Japan.

      • Florian Hoppe sagt:

        @Tom: http://grist.org/climate-energy/we-wont-run-out-of-oil-renewables-will-take-its-place/

        Zitat:
        If Mann’s data on methane hydrates is correct, then Japan’s experiment so far has taken 10 years and $700 million to produce 4 million cubic feet of gas, which is worth about $16,000 at today’s U.S. gas prices, or about $50,000 at today’s prices for imported LNG in Japan.

        • Tom Schülke sagt:

          Danke… :-)

        • Michael Egloff sagt:

          Die Hauptvorkommen der Methanhydrate erstrecken sich bekanntlich rings um alle Shelfränder um alle Kontinente.
          Zudem sind nach meiner Kenntnis die Methanhydrate nicht nur in der Fläche weit verteilt, sondern auch in der Tiefe. Nämlich von oberflächennah (unter Meeresgrundoberfläche) bis in etwa 200 Meter unter Grund.
          Es liegt also eine hohe dreidimensionale Feinverteilung vor.
          Anders als bei konventionellen Gasvorkommen und sogar auch anders als bei Shalegas, wo sich ja die Vorkommen in definierten Schichten und Gebieten konzentrieren.
          Außerdem befinden sich die besten Vorkommen, bei denen man am ehesten an eine Ausbeutung denken könnte, zig oder hunderte Kilometer von den Küsten entfernt. Einen pipelinegestützten Abrtransport in Richtung Küste zu dortigen Pipelinenetzen kann man also vergessen.
          Blieben nur mobile Förderplattformen, auf denen das Gas gleich verflüssigt wird und mit Flüssiggastankern abtransportiert wird.
          Eine solche Plattform dürfte im Preis und somit in der Tagesmiete über Öl-Tiefseeplattformen liegen, die ja oft schon Tagesmietkosten von 500000 Dollar pro Tag (!) verursachen.
          Um solche täglichen Grundkosten einzuspielen, müstten jeden Tag riesige Gasmengen gefördert werden.
          Auf Grund der weiträumigen Verteilung der Hydrate kann ich mir kaum vorstellen, dass so eine Plattform mit Verflüssigungsanlage und Flüssiggasbetankungsanlage genügend Gas fördern könnte, um profitabel betrieben werden zu können.

          Wenn jemand andere Informationen hat, bin ich für eine Berichtigung meiner Einschätzung dankbar.

          • Michael Egloff sagt:

            Ergänzung: natürlich befindet sich das Gas als Hydrat nicht in gasförmigem Zustand, wird aber bei der Förderung in den gasförmigen Zustand überführt. Eine Gasverflüssigung wäre also unumgänglich.

  9. deedl sagt:

    BASF schiebt immer die Energiepreise vor und tut so als wären sie beim Fracking Kunde. Tatsächlich ist die BASF-Tochter Wintershall als BASF-Tochter ein Anbieter auf dem Fracking-Markt. Die werden einen Teufel tun und so viel fracken, dass es die Gaspreise senkt, denn dann würde Wintershall Verluste machen. Fracking ist ein holhes Versprechen (http://deedls.blog.de/2013/05/17/fracking-versprechen-16004962/)

  10. Florian Hoppe sagt:

    http://peakoilbarrel.com/will-peak-oil-actually-arrive/

    Ron Patterson versucht eine Schätzung wann Peak (Unconventional) Oil nun tatsächlich eintreffen wird.

    Er beruft sich auch teilweise auf Gail Tverbergs neuesten Artikel.

    http://ourfiniteworld.com/2014/02/25/beginning-of-the-end-oil-companies-cut-back-on-spending/

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