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2013: Ölförderrückgang bei den «Majors» erzwingt das Zurückfahren von Investitionen

Ein leicht gekürzter Artikel von Matthieu Auzanneau aus dem Blog "Oil Man" auf der Website der französischen Tageszeitung Le Monde. erschienen am 17. März 2014. Übersetzt von D. Groebner.

 

Die fünf grössten internationalen Ölkonzerne, die «majors» (Exxon, Shell, Chevron, BP und Total) verzeichnen seit nunmehr neun Jahren in Folge fallende Fördermengen:

Die Grafik zeigt die entsprechenden Fördermengen seit 2000. Damals förderten die fünf Firmen zusammen knapp über 10 Millionen Barrel pro Tag (Mb/d) . Bis 2004 stieg die Förderung auf etwa 10,5 Mb/d, fiel dann bis 2008 auf unter 10 Mb/d, hielt sich auf diesem Niveau bis 2010, stürzte dann 2011 auf knapp über 8 Mb/d ab und rutschte in den zwei folgenden Jahren auf unter 8 Mb/d. Die deutlichsten Verluste erlitt dabei BP zwischen 2010 und 2011.

Das sieht nach einem dauerhaften Trend aus.

Im Februar 2014 wurden die Jahresberichte der Majors veröffentlicht; aus ihnen geht hervor, dass die Ölförderung in zahlreichen Regionen weiter sinkt und das trotz kolossaler Investitionen. Die Ölförderung der Majors ging im Jahr 2013 um 2,05% zurück, der Gesamtrückgang seit ihrem Fördermaximum 2004 beträgt bereits 27,35%. Im Laufe der letzten 9 Jahre wurden die Investitionssummen der fünf Konzerne aber fast verdreifacht! Man könnte sagen: es wird zwar immer mehr gedüngt, aber die Ernte fällt immer schwächer aus.

Genau wie die anderen grossen internationalen ölfördernden Unternehmen haben die fünf Majors ihre Investitionen auf nie gekannte Höhen geschraubt. Der Grund dafür liegt auf der Hand: der Rückgang der Ölförderung der bestehenden Felder entfernt sie von ihren ökonomischen Interessen wie ein Förderband. Sie müssen gegen die Laufrichtung dieses Förderbands rennen und das immer schneller. Trotz ihrer Bemühungen haben sie darauf aber weiter an Terrain verloren.
Der Rückgang der Ölförderung der fünf Majors betrifft zwar nur rund ein Zehntel der weltweiten Förderung, ist aber sehr signifikant, denn diese fünf Konzerne verfügen über die modernsten technischen Mittel der Exploration und Förderung sowie über höchsten Investitionskapazitäten. Die Einzigen, die ihnen hier das Wasser reichen können, sind die staatlichen Ölkonzerne der reichsten OPEC-Staaten. Die Majors zählen zu den reichsten Unternehmen der Welt überhaupt.

Shell und Total haben 2013 die grössten Verluste ihrer Ölförderung verzeichnen müssen: Shell -5,6% und Total -4,3%. Nur Exxon, das grösste Unternehmen der fünf, konnte 2013 im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Steigerung von 0,8% vorweisen; diese stammte vor allem aus Exxons Engagement in der Förderung der kanadischen Ölsande. Über das Jahrzehnt gerechnet hat BP die stârksten Rückgänge in der Ölförderung einstecken müssen.  Das ist hauptsächlich auf den Ausstieg aus dem russisch-britischen Konsortium TNK-BP zurückzuführen das 2003 gegründet worden war.
Insgesamt sind die fünf Majors von 10,36 Mb/j im Jahr 2002 auf 7,82 Mb/j im Jahr 2013 zurückgefallen: ein Rückgang um 24,5%.

Exxon, Shell, Chevron, BP und Total haben alle begonnen, ähnliche Strategien des Zurückfahrens ihrer Investitionen zu entwickeln; sie geben die am wenigsten rentablen Produktionsstätten auf. Die Majors haben keine andere Wahl, denn durch rückläufige Förderquoten und steigenden Förderkosten gehen ihre Gewinne zurück.

Das Wall Street Journal publizierte vor einigen Monaten einen Artikel unter dem Titel: «Die Big-Oil-Compagnies haben Schwierigkeiten, die dauernd steigenden Kosten ihrer Pojekte zu rechtfertigen». Ein Untertitel lautete:

«Chevron, Exxon und Shell haben im Jahr 2013 mehr als 120 Milliarden $ investiert um ihre Öl- und Gasförderung anzukurbeln, aber die Produktion sinkt.»

Das Rennen gegen die Laufrichtung des Förderbands wird immer schwieriger. Total z.B. behauptet heute imstande zu sein, die Tendenz der sinkenden Förderquoten umzudrehen; gleichzeitig verspricht das Unternehmen aber seinen Aktionären, die schwindelerregend hoch gestiegenen Investitionen zurückzuschrauben...

Anfang März 2014 publizierte Chevron, dass es seine geplante Ölförderung der nächsten Jahre reduzieren werde, da es die Investitionen in Tight Oil und Tight Gas in den USA verlangsamen werde. Shell kündigte seinerseits eine Reduktion seiner Investitionen in Tight-Oil- und Tight-Gas-Förderungen um 20% an.

Ein Ende des Tight-Oil-Booms wäre aber ein schlechtes Omen für die künftige Entwicklung der weltweiten Ölförderzahlen. Mittlerweile sickern aus der Obama-Administration recht pessimistische Diagnosen über die Zukunft der Tight-Oil-Förderung und in Folge tauchen auch langsam in der Presse Meinungen auf, die nicht mehr den Enthusiasmus der vergangenen Jahre weiterführen:
z.B.: Bloomberg: «Der Traum der Unabhängigkeit der USA von Ölimporten zerbricht an den Kosten für die Tight-Oil-Förderung.», Forbes: «Warum der Tight-Oil-Boom Amerikas schneller enden könnte als Sie glauben.» Christian Science Monitor: «Was wird geschehen wenn der Tight-Oil-Boom zu Ende geht?»

Was den globalen Peak betrifft, gibt es neue Aussagen von Sadad al-Husseini, dem ehemaligen Vizepräsidenten (und Hauptverantwortlichen für die Bereiche Exploration und Entwicklung) von Saudi Aramco, der schon mehrfach sehr deutliche Worte dazu gefunden hat. Zum «Förderplateau» von ca. 84 Millionen Barrel pro Tag auf dem sich die weltweite Ölförderung seit 2005 befindet (2013 steigerte sie sich auf 86 Mb/d) meinte er:

«Momentan kann das Plateau um 1 bis 2 Mb/d erhöht werden. Diese kommen aus nicht-konventionellen Lagerstätten und sind deutlich teurer als der Rest. Alle Analysten betrachten dieses Phänomen als nicht dauerhaft verlängerbar. Das Plateau selbst bleibt eine Realität und es ist leider unwahrscheinlich, dass es länger als bis zum Ende dieses Jahrzehnts anhalten wird.»

und er führt weiter aus:

«Mein Szenario für die Ölpreisentwicklung ist ein Barrel zu 105 bis 120$ mit einer Volatilitätsbasis von 95$ und einer Volatilitätsspitze von 140$ von heute bis 2016/17.»

Fragt sich nur, was nach dem Plateau kommt.

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70 Kommentare to “2013: Ölförderrückgang bei den «Majors» erzwingt das Zurückfahren von Investitionen”

  1. Nach dem Plateau startet der ADAC wieder eine Kampagne zur Senkung der Kraftstoffsteuern, und die Bundesregierung legt die Abwrackpraemie neu auf und subventioniert die Luftfahrt direkt. Schliesslich muss Mobilitaet von gestern bezahlbar bleiben. Nur komisch, dass die Wirtschaft dann trotzdem in die Rezession rutscht.

    • Dieter Meyer sagt:

      „Wirtschaft dann trotzdem in die Rezession rutscht“

      Glaube ich nicht. Die setzen ihren Weg fort und sparen an den „Mitarbeitern“: Weniger müssen länger arbeiten, ohne Lohnausgleich.

      Was nicht erledigt wird, machen „faule“ Hartzer, wenn sie nicht verhungern wollen.

      SO sieht es doch aus!

      • Ert sagt:

        Absolut und genau das was Prof. Bontrup auch sagt und folgert „Arbeit wird billig wie Dreck – das ist nur eine Frage der Zeit“: http://www.youtube.com/watch?v=Dc4I7uxKtC0 – er erklärt und verstaht das System und die zukünftige Richtung, die wird seit über 10 Jahren ja in D schon Live erleben…

        • Stefan Wietzke sagt:

          Die Aussage ist durchaus berechtigt. Aber die gehen alle immer noch von alten Wirtschaftsbildern aus. Der Grund tiefere Grund für das Problem liegt gar nicht bei den ganzen Ökonomen, die unser Wirtschaftssystem nicht verstanden haben, sondern am fehlenden Wachstum.
          Erst das hat ja Leute wie Hayek hoffähig gemacht. Die haben versprochen, dass das Wachstum wieder anspringt.
          Norbert hat sich ja schon bereit erklärt, einen Artikel zu diesem Thema von mir einzustellen. Muss dafür aber noch 100 Seiten auf ein erträgliches Maß eindampfen ;-).

          Daher hier nur ein thesenhafter Abriss ohne sofortige Nachweise, warum fehlendes Wachstum die Löhnedrückt und ungesteuert wieder in eine Mittelaltergesellschaft führt:

          1. Die Wachstumsgesellschaft hat uns zivilisatorisch weit nach vorne katapultiert.
          2. Die Methode ist dabei der Übergang vom Lohn- zum Produktivwettbewerb.
          3. Der minimiert im Zusammenwirken mit Wettbewerbsmärkten die Möglichkeiten zur Erzielung leistungsloser Einkommen. Der Begriff einer Leistungsgesellschaft war da schon richtig (alles längst weg).
          4. Ein Produktivwettbewerb lässt sich aber nur bei realem Wirtschaftswachstum, also einer permanenten Erhöhung des Güteroutputs, also bei einer permanenten Erhöhung des Primärenergieinputs organisieren. Man kann sogar zeigen, dass diese auf Dauer real auch noch immer billiger werden muss.
          5. Ist das Wachstum nicht mehr ausreichend (es muss noch nicht weg sein), dann unterminiert das den Produktivwettbewerb.
          6. Das lässt das gesamte System erst in eine Konsumschuldenwirtschaft (reale Zinsen auf Konsumkredite sind übrigens auch leistungslose Einkommen) und dann in einen Lohnwettbewerb kippen.
          7. Denn jetzt ist der Gewinn von Marktanteilen nur noch über Lohnkürzungen möglich. Es entwickelt sich eine nach unten offene Abwärtspirale. Denn geringere Löhne senken die Kaufkraft, was die Löhne weiter unter Druck setzt.
          8. Der Lonwettbewerb kann nur gesellschaftlich/politisch gestoppt werden. Lässt man den Rollen, landet am Ende die große Mehrheit auf dem Minimum. Oder auf einem Mindestlohn. Also einem politischen Minimum. Damit hat man dann wieder eine Güterverteilung wie in Altertum und Mittelalter.
          9. In einer statischen, also nicht wachsenden Wirtschaft gehen Vermögenszuwächse des einen immer zu Lasten anderer. Damit sind alle Verteilungskämpfe früherer Jahrhunderte wieder in voller Schärfe da.
          10. Seit 1973, also ab dem Zeitpunkt wo die antreibende billige Energie nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stand (nicht dadurch täuschen lassen, dass die Förderung seit dem gestiegen ist, sie hätte viel stärker steigen müssen), sind die westlichen Industrienationen Stück für Stück genau diesen Pfad auf der Schiefen Ebene nach unten gerutscht.
          11. Akzeptiert man das Ende des Wachstums nicht, dann führen die Maßnahmen zu seiner vermeintlichen Rettung genau zum Gegenteil (wie bereits gesehen). Sie beschleunigen den Trend in Richtung Lohnwettbewerbsgesellschaft.

          Das Problem ist schon groß, in eine statische Wirtschaft ohne schwere politische und gesellschaftliche Verwerfungen zu kommen. Wenn sich die Energieträger aber real weiter verteuern, sprich ihr Anteil am Welt-BIP steigt, dann wirds ungemütlich. Das wirkt nämlich wirtschaftlich genau so wie eine tatsächliche physische Verknappung. Das führt dann zu einer realen Verknappung der Güterversorgung. Und noch steigt die Weltbevölkerung. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das System keine 30 Jahre mehr durchhält, bevor die Bevölkerung dann wieder zurückgeht.

          Von den ökologischen Problemen gar nicht zu sprechen.

          • Ert sagt:

            Absolute Zustimmung. Leider ist das energetische Problem außerhalb des Verständnisradars der meisten Personen die ich kenne. Martenson erklärt es ja auch gut mit dem Energiehaushalt – immer mehr der Wertschöpfung/Energie die zur Verfügung steht muss für die Sicherstellung des Energiehaushaltes bereitgestellt werden.

            Zwar steigt so immer noch die Gesamtmenge an „Joules“ – aber die Nettomenge die ‚verbraten‘ werden kann stagniert bereits oder sinkt. Wenn wir das dann noch in Joule pro Einwohner messen wirds ganz dumm – und alle Effizienzmaßnahmen können da auch nix mehr. Der Verzicht hingegen ist aktive Schrumpfung des Bedarfs/Konsum… was zusätzlich das befeuert was unsere Zentralbänkler und Politiker verhindern wollen: Schrumpfung, Postwachstum und Deflation.

            • Stefan Wietzke sagt:

              Was wirklich am Ende der Kette in Form konsumierbarerer Güter raus kommt, ist schwer zu ermitteln. Und dann noch die Verschiebeeffekte zwischen Staaten und Volkswirtschaften ist kaum machbar. Und viele Daten werden auf erst seit Beginn der 80er überhaupt erhoben. Aber auf globaler Ebene kann man sicher Trends erkennen.

              Es gibt ja immer noch die Behauptung, dass Wirtschaftswachstum und Energie eine Entkopplung aufweisen könnten. BP behauptet das immer in seinem Energy Outlook. Frage mich nur wie die darauf kommen. Die realen Daten zum BIP-Wachstum kann man sich bei der Weltbank runter laden. Die EIA stellt sämtliche Energiestatistiken zur Verfügung. Legst du die übereinander, ist von Entkopplung aber auch gar nichs zu sehen.

              Zustzlich gibt es Anzeichen, dass die realen Wachstumsraten seit Mitte der 80er kontinuierlich zu hoch ausgewiesen wurden. Einmal durch Verschiebungen zwischen Suffizienz- und monetärer Wirtschaft (das BIP misst ja nur das Zweite) und durch permanente Veränderung der Erfassungs- und Bewertungsmethoden. Diese wurden nämlich immer nur in eine Richtung verändert. Neuerdings werden Rüstungsgüter z.B. in der EU als Investitionen gerechnet. Sozusagen das sinnloseste aller Konsumprodukte. Was für ein Witz.

          • Absolute Zustimmung.
            Was ich noch dazu sagen möchte:
            Die Welt ist keine Einheit, sondern ein Sammelsorium verschiedenster Nationen. Keine will die Letzte in der Verteilerkette der verbleibenden Ressoucen sein, jede wird mit ihren Taktiken und Kräften versuchen das größte Stück vom Rest zu bekommen.
            Wohin das führt liegt auf der Hand und das es dabei keineswegs bei einem allgemeinen dahinsichen, jämmerlichen Wirtschaftsniedergangs bleibt dürfte jeden klar sein.
            Es ist also sehr gut möglich, dass die Ölvörderanlagen noch weit vor dem sogenannten letzten Tropfen stehen bleiben. Nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern wegen den Kämpfen um den Rest die Infrastruktur zerstört wurde.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Klar ist diese Gefahr groß, aber deswegen dürfen wir nicht aufhören, an einer neuen Zivilisation zu arbeiten.
              Für mich gibt es keine Nationen, für mich gibt es nur Menschen.
              Ich lasse mich ehr als Deserteur
              verurteilen, als mich in sinnlosen Rohstoff Kriegen verheizen zu lassen.

          • bernd sagt:

            Hallo Stefan, ich gebe Dir im Prinzip recht, bin allerdings der Meinung, dass wir genau diese Situation bereits in verschiedenen Volkswirtschaften haben – schau nach Südamerika, dort lebt die große Masse der Menschen auf dem Niveau der Subsistenzproduktion, in Afrika ist es kaum anders.

          • Roderik sagt:

            Hallo Stefan,

            ich finde deine Skizze des Geschehenen schon mal ganz gut. Allerdings möchte ich einige Anmerkungen machen.
            Vorweg: Du suggerierst dem Leser eine naturgesetzliche Zwangsläufigkeit, wenn du behauptest, es käme nicht darauf an, was Ökonomen verstanden haben. Daran glaube ich nicht. Alles was in der Gesellschaft und in der Ökonomie passiert, hängt von dem Tun der Entscheidungsträger ab und dieses orientiert sich an ihrem „Wissen“. Das, was in den Köpfen der Leute steckt, modelliert sich dann in der Realität. Die Schnittstelle der virtuellen Welt in den Hirnen der Leute ist heute die Ökonomie.
            Einen Neofeudalismus sehe ich auch heraufdämmern. Ich glaube allerdings, dass sich das gegenwärtige Gesellschaftssystem nicht so stark von dem Feudalem unterscheidet.
            Im Mittelalter hatten wir eine statische, religiös-genealogische Gesellschaft. Ob hier Lohnkonkurrenz eine Rolle spielte, möchte ich bezweifeln. Vielleicht ist das richtig, wenn man an den Merkantilismus denkt. Viel entscheidender ist m.E., dass die Oberschicht an einer statischen Gesellschaftsordnung interessiert war, bei der man qua Herkunft und von Gottes Gnaden zum grossen Transferleistungsnehmer bestimmt war. Gerechtfertigt wurde dies von der Kirche als den Gottwissenschaftlern.
            Durch die Aufklärung wurde das System insoweit verändert, als Gott als Rechtfertigungsinstanz für die gesellschaftliche Stellung wegfiel. An seine Stelle trat die Vernunft, mit ihr die Wissenschaft und durch diese eine neue Orientierung der Gesellschaft und der Ökonomie auf Effizienz. Dies gegründet den gesellschaftlichen Abstieg und Bedeutungsverlust der Kirche /Religion und den Aufstieg der Ökonomie/ Wissenschaft.
            Denn entscheidend für die Ökonomie ist hier der Geldbesitz. Aus der Geldwirtschaft im Feudalismus entwickelte sich folglich der Kapitalismus, der ein dynamisches, wissenschaftlich-meritokratisches Gesellschaftssystem ist. Hier spielt der Produktivwettbewerb eine wichtige Rolle, aber die Transferleistungen verschwinden keineswegs. Im Gegenteil, ich behaupte: die Transferleistungen nehmen auf dramatische Weise zu. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen:
            – Machtungleichgewichte, ungleiches Wissen, Gewalt und Betrug sind mit dem Produktivwettbewerb nicht einfach verschwunden. Und diese Faktoren sind durchaus Bestandteil der ganz normalen Ökonomie.
            – durch rechtliche, zeitliche und geografische Erweiterung der Arbeitsteilung steigt die Intransparenz bei der Verteilung der Gewinne
            – ökonomisch effizientere Arbeitsmethoden führen dazu, dass die Menschen einer Gesellschaft mehr und bessere Arbeitsergebnisse erzeugen
            – am wichtigsten aber: die Entdeckung von fossilen Energierohstoffen führt dazu, dass man Milliarden von Energiesklaven zum Einsatz bringen kann. Und diese Energiesklaven verlangen keine Gegenleistung, ihre Arbeit muss zwangsläufig verteilt werden. (Sie landen nur als CO2-Leichen in unseren Umweltmedien Boden, Wasser und Luft!)

            Zwangsläufig musste sich auf der Gegenseite der realen Welt eine Ökonomie entwickeln, die diese Arbeitsleistungen umverteilte. Es ist, glaube ich, kein Zufall, dass der Kapitalismus auf Geld beruht, das der aktuellen ökonomischen Periode entzogen und angehäuft wurde – genau wie die fossilen Brennstoffe. Diese sind ja nichts anderes als Jahrmillionen alte gespeicherte Sonnenenergie. Das abgelagert Kapital, das als Geld – also als Leistungsanspruch gegen die Gesellschaft auf Konten liegt – repräsentiert nichts anderes als die noch vorhandenen Energiestoffe. Wenn die weg sind, dann ist auch dass Geld nichts mehr wert. Hier liegt das Problem, das wir in Zukunft haben werden. Das kommt unweigerlich, da hast du recht.
            Hier ist sehr wohl wichtig, dass Ökonomen erkennen, was geschieht. Zum Beispiel hat man erkannt, dass eine Überalterung der Gesellschaft irgendwann Probleme macht, weil ein immer grösserer Teil der Bevölkerung in Zukunft nicht mehr für den Wohlstand arbeiten kann, sondern für das Überleben der Alten, die sich nicht mehr helfen können, wird eingesetzt werden müssen. Dieses Problem kann nur gelöst werden, wenn entweder die Menge der Alten – der Transferleistungsnehmer – verringert oder die Menge der Jungen – der zukünftigen Transferleistungsgeber – erhöht wird. Da man an diesen Schrauben nicht einfach drehen kann, zaubert die Ökonomie /Politik die Kapitalrente aus dem Hut, als sei der Rentenkapitalist im Gegensatz zum Umlagerentner kein Transferleistungsnehmer. Real sind aber immer beide, unabhängig davon, ob sie ihre Renten von einem privatem Pensionsfonds oder der staatlichen Rentenversicherung beziehen, Transferleistungsnehmer. Ein Herr Mackenroth hat dies vor Jahrzehnten schon gewusst. Die Probleme lassen sich erkennbar so nicht lösen.
            (Vergessen werden bei den Transferleistungsnehmern gerne unsere Reichen und Superreichen, die m. E Super-Hartz-VI-Empfänger sind. Ich finde dies übrigens gar nicht so dramatisch, wenn es im Rahmen bleibt. Schliesslich arbeitet ein Mensch, der 80 Jahre alt wird, höchstens 45 Jahre davon wirklich – die restliche Zeit ist er Transferleistungsnehmer. Ich verstehe eure Aufregung darüber nicht so wirklich. Diese hat wenig mit der Realität – wo manche Hedgefonds-Manager ein Jahreseinkommen einstreichen, das dem Lebensarbeitseinkommen von 1400 Durchschnittsverdienern entspricht – aber viel mit unserem „ökonomischen Wissen“ zu tun. Diesem Wissen zufolge sind Transfereinkommen im Markt nicht möglich, darum moralisch verwerflich und darum ist der Staat der Bösewicht, obwohl er ja den gesellschaftlichen Frieden und sämtliche Infrastrukturen, die der Markt für sein Funktionieren braucht, organisiert. Und die Gläubiger also die Geldbesitzer sind die moralisch Guten und müssen für ihr Sparen belohnt werden und ihre Ansprüche sind von unseren Ökonomen in Stein gemeisselt.)
            Das der Kapitalismus ein Wachstum erzwingt, beruht m.E. auf diesem meritokratischen Regime, dass sich übrigens per Erbfolge auch genealogisch fortführen lässt. Kapital sorgt selbst dann für seine eigene Vermehrung, wenn die Besitzer lange verstorben sind. Es muss immer mehr werden und darum müssen immer mehr Menschen in das Kapitalsystem integriert werden und da diese zunächst einmal arme Menschen sind, muss alles billiger werden. Da hast du recht.
            Wenn jetzt aber insbesondere die Energierohstoffe teurer werden, fliegen genau diese Menschen als erste wieder aus dem System heraus. Es entsteht die paradoxe Situation – die Gail Tverberg beschreibt – dass die Preise gleichzeitig für die (armen) Konsumenten zu hoch und für die „Produzenten“ zu niedrig sind. Ein Investment in Energiestoffe, die die Masse sich nicht mehr wird leisten können, ist aber auch Unsinn – also schrumpft der Markt und Wachstum bleibt aus. Das sehe ich auch so.
            Dann werden sich die einzelnen Volkswirtschaften wie betriebliche Firmen organisieren und mittels des Lohnwettbewerbs – sprich Austerität – Wettbewerbsvorteile gegen andere Länder erzielen wollen. Dies ist aber ökonomisch dumm, weil man dann auf Löhne verzichtet, um Waren produzieren und auf Pump exportieren zu können, deren formale Gewinne sich irgendwann in Luft auf lösen werden. Heute unter Angela Merkel macht Deutschland dies schon vor – aber das ist eigentlich unzeitgemäß und Ausdruck falsch verstandener Realität.
            Tatsächlich macht die Lohndrückerei aber irgendwann durchaus Sinn, denn wenn weniger produziert wird, weil weniger Energiesklaven eingesetzt werden können, hat man auch weniger zu verteilen. Darum ist es sinnvoll, wenn man die Lohnsumme reduziert. Alle – also die Arbeitenden, die Transferleisungsnehmer und die Reichen – greifen ja auf das gleiche Wohlstandsreservoir zu. (Wundern muss man sich übrigens nicht, wenn z. B. Guido Westerwelle, der politische Vertreter der Super-Hartz-Vi-Empfänger am lautesten gegen die kleinen Hartz-Vi-Empfänger wettert und von „Leistungsgerechtigkeit“ faselt. Diese sind selbige ja die direkte Konkurrenz seiner Klientel.)
            Auffällig ist auch, dass mit den regenerativen Energien – jedenfalls solange sie nicht umfänglich gespeichert und auf Knopfdruck abgerufen werden können – ein Energiesystem aufgebaut wird, dass nicht fossil ist, sondern aus heutiger Arbeit gewonnen wird, die in der aktuellen Periode zur Verfügung steht oder auch nicht. Daran sollte sich der Kapitalismus eigentlich nicht anpassen können, denn seine Ansprüche wurden aus alten ökonomischen Perioden akkumuliert, die sich dann nicht mehr werden aufrecht erhalten lassen.
            Wie es ausgeht, weiß keiner. Auf alle Fälle wird es dramatisch und ich fürchte auch unfriedlich. Ich bin mir nur bei einem sicher: mit unserer heutigen Ökonomischen Wissenschaft wird man das Ganze nicht bewältigen können. Denn für diese beruht der Kapitalismus auf Leistung und Gegenleistung und die Ansprüche der Geldbesitzer sind darum gewissermassen „heilig“.

        • Dieter Meyer sagt:

          @ Ert

          Er IRRT aber in einer Hinsicht:

          Den Menschen ist es EGAL. Völlig EGAL. Die wählen sogar die INSM-Partei AfD.

  2. Michael Pichler sagt:

    Das Gute daran: Bei einem höheren Ölpreis dürfte sich der Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen.

    • Stefan Wietzke sagt:

      Das glaube ich nicht. Es gibt nämlich ein ernsthaftes wirtschaftliches Problem. Steigt der Ölpreis über die aktuellen Grenzen um vielleicht 30% an, wird er das globale Wirtschaftswachstum abwürgen und wahrscheinlich einen realen Wohlstandsverlust auslösen. Das unterminiert aber die wirschaftlichen Fähigkeiten eine neue und definitiv teurere Infrastruktur aufzubauen. Und wenn ein signifikanter Teil der Bevölkerung grundlegende Bedürfnisse nicht mehr finanzieren kann, dann wird die Bereitschaft zum Umsatteln sehr leiden.

      Vor allem da das ganze Ding ja auch noch so bescheuert organisiert, dass sich die ohnehin Besitzenden an den anderen schadlos halten. Als norddeutscher Bauer lachst du da nur über so läpische Renditeforderungen wie von Herrn Ackermann (20%).

      Mal ausrechnen: Die Bank finanziert die Windraftanlage zu 100% (bei Onshore Anlagen, da ausgereifte Technik überhaupt kein Problem). Alle Risiken sind versicherbar. Einnahmen sind garantiert. Eigenkapitaleinsatz 0 (na ja, vielleicht 50qm alte Wiese für das Fundament). Da strebt die Rendite gegen unendlich. Der anders ausgedrückt: Leistungsloses Einkommen.

      Aber steht ja schon in der Bibel: „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ Mt 13,12.

      Ich finde immer wieder, die Alten hatten es drauf. Und manche Dinge ändern sich auch in Jahrtausenden nicht.

      • Dieter Meyer sagt:

        Ich weiss von einigen Bauern, dass die pro WKA, die die auf die Wiese (Ackerland) stellen lassen, 2000-3000 EURO pro Monat bekommen.

        • Stefan Wietzke sagt:

          Zu verdenken ist denen das nicht. Wer schlägt schon einen Geldkoffer aus, der einem förmlich aufgedrengt wird.

          • Dieter Meyer sagt:

            Klar.

            Denn bei fünf Stück braucht der morgens nicht mehr um 5 in den Stall – oder ein Feld pflügen.

            Nur noch (leistungslos) faulenzen.

    • Nein.
      Da die globale Konkurrenzwirtschaft immer am absoluten Limit arbeitet, führen Kostensteigerungen immer zu Einspahrungen seitens der Hersteller. Meistens in Form von Entlassungen und Schließungen und Mehrausgaben wegen Preissteigerungen seitens der Konsumenten.
      Nichts von dem ist für die Ölindustrie förderlich. Ganz im Gegenteil schadet der durch Mangel erzeugte „Geiz ist Geil“ Effekt alle denkbaren Bereiche.

  3. Tom Schülke sagt:

    Das ist mal wieder einer dieser schönen Artikel die klar und eindeutig auch dem Laien veranschaulichen, wohin die Reise geht.

    Einer der Artikel den man gerne in Foren verlinkt.. Am besten passend zum Thema in den großen Medien und gleich als ersten Kommentar..

  4. Alexander Meister sagt:

    Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor die Konsequenzen, die aus einem Investitionsrückgang der Ölfirmen erwachsen, noch stärker betont hätte.

    Wir müssen uns in den nächsten Jahren auf erheblich sinkende globale Förderquoten einstellen, ausgelöst durch sinkende globaler Explorationsinvestitionen und rasant sinkende Förderquoten von Postpeak-Ölfeldern.

    Letztendlich lässt sich die Situation auch auf die staatlichen Ölfirmen übertragen.

    Diese Firmen werden aufgrund staatlichen Auftrags weiterhin alles Erdenkliche versuchen, aber selbst diese Firmen können nicht gegen die Problematik „anbohren“. Zusätzliches Steuergeld, das Ölförderländer in diese Firmen stecken müssen, bzw. geringere Erlöse aus dem Ölverkauf fehlen dann an andereren Stellen im Staatshaushalt. Somit werden auch den staatlichen Firmen ihre Grenzen aufgezeigt.

    Ein weiterer Punkt, der nicht vergessen werden sollte, ist der sich stetig erhöhende Eigengebrauch der Ölförderländer.

    Als regelmäßiger Leser dieses Blogs würde ich mich freuen, wenn wir uns pragmatischer mit den Auswirkungen beschäftigen könnten, die mit dem Ende des billig zu fördernden Erdöls einhergehen.

    Zentrale Punkte sind:

    1) Hohe Ölpreise führen zu Wirtschaftskrisen

    2) Niedrige Ölpreise machen Ölforderung unrentabel, verknappen somit das Angebot, was wiederum zu höheren Preisen führt

    Dieser Teufelskreis lässt sich nicht mehr durchbrechen.

    Ich finde es lobenswert, dass sich Norbert und andere mit „resilience“ beschäftigen und versuchen, Wege aus diesem Dilemma zu finden. Persönlich sehe ich aber nur wenig Hoffnung für eine moderne Gesellschaft unserer Prägung. Die Minizinsära, in der wir uns seit 2008 befinden, und der damit verbundene Frackingboom vermag den Niedergang zu verlangsamen, kann ihn aber nicht aufhalten.

    Ich stehe auf dem Standpunkt, dass es eine Postpeak-Gesellschaft nicht geben wird. Es ist weder Zeit für einen langsamen, mit vereinten Kräften zu schaffenden Übergang noch würde dieser gelingen.

    Wir leben in einer hochkomplexen Welt, die ausschließlich aus „Just-in-Time“-Lieferketten besteht und die schon aufgrund geringster Ausfälle zum Erliegen kommen würde.

    Ich bin Unternehmer und habe diesen Tag im September 2008 erlebt. Nach dem „Lehman-Moment“ ging gar nichts mehr und ausschließlich die globale Intervention der führenden Industrienationen konnte den Zivilisationszusammenbruch hinauszögern.

    Die führenden Politiker aller Industrienationen haben uns mit ihrem Eingreifen im Herbst 2008 ein wenig Aufschub gegeben.

    Der mangelhaften Versorgung mit billiger Energie, auf der unsere Gesellschaft fußt, können sie jedoch nichts entgegensetzen.

    • Norbert Rost sagt:

      Ich glaube auch nicht daran, dass die bestehende Gesellschaft nahtlos in eine Post-Fossile-Gesellschaft überführbar ist. Da wird es mindestens zu Veränderungen, möglicherweise aber auch zu starken Brüchen kommen. Die Suche nach Resilienz bedeutet für mich insbesondere, wirklich wichtige Strukturen derart zu ertüchtigen, dass sie eine Grundlage für eine Gesellschaft ohne Öl schaffen, ohne dass ich vollständig weiß, wie diese Gesellschaft aussieht. Dabei stelle ich mir Resilienz als Gegenpol zur heutigen Verletzlichkeit vor. Verletzlich sind die heutigen Strukturen ja eben aufgrund ihrer großen Abhängigkeit vom Öl (Just-in-Time-Produktion als gutes Beispiel) und dem Katastrophenpotential, was sich aus einer Unterversorgung ergibt. Diese Entwicklung kann man INNERHALB der bestehenden Strukturen und Alltagshandlungen kaum verhindern, daher interessiert mich ja: Wie sehen andere Strukturen aus.

      Dass es langsam geht, ist bedauerlich. Aber besser langsam als gar nicht. Schnell genug kann es jederzeit werden…

    • Hendrik Altmann sagt:

      @Alexander Also es wird auf jeden Fall eine Post Peak Gesellschaft geben, es ist äußerst unwahrscheinlich das alle Menschen
      aussterben, nur weil die weltweite Förder Rate sinkt. Und ich halte auch die Transition Bewegung für sehr sinnvoll, da sie ein Anfang ist, ein Anfang einer Veränderung die in die richtige Richtung geht. Diese Bewegung wird sich auch weiter verändern, unsere Welt wird sich verändern, alles verändert sich.Den Kopf in den Sand zu stecken und zu sagen das hat alles keinen Sinn mehr, bedeutet sich nicht zu verändern und das wiederum bedeutet mit dem alten System zu verschwinden.Das verschwinden der fossilen Energieträger muss nicht unser Ende sein, seht es als Herausforderung an, als Chance, eine bessere Zivilisation als
      die jetzige zu erschaffen. Ja uns stehen harsche Zeiten bevor und es wird nicht jeder schaffen, aber einige werden es schaffen, die sich verändern, die die für ihre Ziele kämpfen, die Hoffnung haben für eine bessere Zukunft, nicht nur für uns Menschen, sondern für Leben allgemein. Jeder kann sein Schicksal zu jeder Sekunde seines Lebens beeinflussen, nichts ist für einem selbst vorherbestimmt, dieses sollte man sich immer bewusst machen.

      • Stefan Wietzke sagt:

        Das sehe ich auch so. Peak-Oil kann zwar zu schweren Verwerfungen führen aber es wird uns nicht vom Planeten fegen. Unsere Vorfahren haben schon dramtischste Umbrüche überlebt. Es muss daher darum gehen, beim Übergang so wenig Prozellan zu zerschlagen wie möglich. Deshalb macht es Sinn sich Gedanken zu machen und sein Leben zu entwickeln.

        Das eigentliche Problem ist, wenn Peak-Oil nicht kommt. Dann wirds ganz ganz eng.

  5. Hendrik Altmann sagt:

    Sadad al Husseini sieht die Geschichte denke ich sehr realistisch, mehr gibt es Eigentlich kaum zu sagen.
    @Michael Pichler ich denke viel ehr, wenn die Welt erst mal in den
    Decline rutscht bei Öl, wird ein bis zwei Jahre später die weltweite Rezession folgen, dann kommt es zu einer swing Entwicklung bei den Öl Preisen.
    Die sind alles andere als gut für die Ölindustrie, da sie für sinnvolle Planungen und Investitionen einen stabilen, halbwegs vorhersehbaren Öl Preis benötigen. Das wiederum bedeutet das die Förder Rate noch schneller sinkt.
    Geld für Investitionen in Erneuerbare wird die Wirtschaft kaum bereitstellen können.
    Wenn die Welt erst einmal im Decline ist, haben wir ein sehr ernstes Problem. Eine Wirtschaft die schnell unkontrolliert schrumpft, kann keine Mittel für Investitionen bereitstellen, denn diese Schrumpfung verursacht riesige Probleme, um diese einzudämmen wird die gesamte Produktivität und Energie benötigt.

  6. Ert sagt:

    @Norbert und alle

    Danke für den Artikel und die Diskussion bis hier hin.

    Ich bin immer glücklicher, das ich mich mit dieser Thematik beschäftigt habe – denn Sie hat mich das was ich ’selbstverständlich‘ täglich tue hinterfragen lassen. Auch viele Dinge, die ich gerne in die Zukunft verschoben habe… verlagere ich endlich immer mehr in das jetzt.

    Und das ist gut so – komplett unabhängig von Peak-irgendwas… nur ist diese Thematik mein persönlicher Katalysator gewesen.

  7. Marcus Kracht sagt:

    Für alle, die an eine Zukunft für die „erneuerbaren“ glauben, sei dieser Vortrag von Ozzie Zehner empfohlen (sowie sein Buch „Green Illusions“):
    http://www.youtube.com/watch?v=v6uVnyjTb58

    Er sagt: wir haben kein Energieproblem, wir haben ein Konsumproblem.

    • Ert sagt:

      Jupp der Vortrag ist gut. Auch das Beispiel wie viel Energie alleine die Papier-Werbebranche verbrät…. oder konkrete Beispiele wie energetisch Dumm heute gebaut oder ’saniert‘ wird.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Er stellt auch die Problematik dar, das eine Industrialisierte Nutzung von Erneuerbaren komplett auf fossilen Energieträgern basiert, und ohne diese nicht umsetzbar ist.
      Was ich Persönlich gut finde da, dies zu wenig Beachtung in der Zukunftsplanung vieler Menschen stattfindet.

      • Ert sagt:

        Das ist ja das was Gail Tverberg immer sagt und schreibt, weswegen Sie auch meint, das die ‚Erneuerbaren‘ im aktuellen Paradigma keine Lösung sind….

        Ich habe einen Teil meiner Hoffnung aufgegeben… mich und sicher viele hier hat es Jahre ‚gekostet‘ da überall durchzublicken. In meinem beruflichen Kontext kommen da leider auch die eigentlichen volldurchblicker nicht mehr mit – oder können/dürfen es nicht zugeben. Leider weiß ich nicht genau was es ist – weil stichhaltige Argumente habe ich auch noch nie bekommen (ggf. bin ich aber auch zu unwichtig ;-)

        • Norbert Rost sagt:

          @Ert: Ich hoffe sehr, es ist noch genug Hoffnung übrig…

          Mich stimmt ja positiv zu sehen, dass sich überhaupt andere Leute an anderen Orten mit diesen Fragen befassen. Wohin auch immer es uns führt…

    • Stefan Wietzke sagt:

      Der große Pysiker Wolfgang Pauli hat einmal auf die Frage geantwortet, ob es auf einem anderen Planeten eine technische und raumfahrende Spezies gibt: „Der beste Indiz, dass es sie nicht gibt, ist der das sie noch nicht hier war.“

      So ist das mit den regenerativen Energien. Gerade durch Implementierung des Wettbewerbssystems haben wir Bedingungen geschaffen, dass sich eine solche Technologie sofort durchsetzt, wenn sie mehr leistet als die Alte. Das das nach 40 Jahren Forschung und ideller sowie finanzieller Unterstützung von vielen Menschen auf der Welt immer noch nicht gelungen ist, ist der signifikanteste Beweis dafür, dass das System nicht leistungsfähig genug ist.

      Das bedeutet, es kann aktuell die Nettoenergie nicht zu den jetzigen Aufwänden liefern.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Da bin ich anderer Meinung als Wolfgang Pauli, zum einen dauert es irrsinnig lange, überhaupt in ein Nachbar Sonnen System zu reisen. Dann gibt es 100-150 Milliarden Sterne in unserer Galaxie und noch einmal 100-200 Milliarden Galaxien.Rein aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung gibt es mindestens eine Million Planeten mit hoch entwickeltem Leben. Wir Menschen als Rudel Tiere sind im Grunde ungeeignet eine hoch technisierte Zivilisation aufzubauen, Arten die Staaten bildend sind und nicht Individuelle Wünsche und Motive aufweisen, haben da einen gigantischen Vorteil, da sie wie ein Lebenwesen agieren mit nahezu null Verschwendung, das gepaart mit leistungsstarken Gehirnen ermöglich denke ich so einiges.
        Und selbst wenn sie hier waren, dann wohl nur mit kleinen Drohnen, die vielleicht nicht hinterlassen haben, was ihre Anwesenheit hätte verraten können.

        • Stefan Wietzke sagt:

          Du hast natürlich recht. Aber da war mal in SdW eine witzige Abhandlung drüber. Das Ding ging ungefähr so: Eine intelligente Rasse baut Mehrgenerationenraumschiffe. Damit könnten sie in einigen tausend Jahren den jeweils nächsten bewohnbaren Planeten erreichen. Dann würden sie da eine Pause von 5000 Jahren einlegen um den nächsten Sprung vorzubereiten. Zieht man das durch, dann braucht man nur wenige Millionen Jahre um die gesamte Milchstrasse zu besiedeln ohne ein Naturgesetz zu verletzen.
          Die Lehre für diesen Blog: Zeit wird unser Problem sein. Und das unterscheidet uns von den Baumeistern des Mittelalters. Die haben einfach mal angefangen und andere haben dann weiter gemacht. Ob das diesmal geht ist die Frage.

          • Hendrik Altmann sagt:

            Ja die Abhandlung ist so korrekt, und theoretisch ist das auch Möglich. Die Frage die sich mir damals gestellt hat, als ich über diese Theorie hörte, war das warum, das Motiv. Warum jeden Planeten besiedeln auf dem es möglich wäre. Die andere ist es überhaupt nötig? Man sagt immer es gibt eine habitable Zone in jeden Sonnen System, wenn Energie und Ressourcen technisch aufgebracht werden könnten, um so etwas wie ein eigenen Planetoiden zu erschaffen oder gleich ein riesiges technisches Konstruct, bräuchte man gar nicht weit reisen. Zum Warum wohl der spannendsten Frage, kommt die nächste Frage was ist das Ziel des Lebens? Gibt es ein Ziel?
            Wie könnte so ein Ziel aussehen? Tja da muss jeder selbst Phantasieren. in meiner Phantasie, in meinem Glauben gibt es eine Macht, nennen wir sie mal Gott. Gott ist furchtbar intelligent und mächtig, aber auch sehr sensibel und einsam, also beschließt er eine sich gleichgestellte Macht zu erschaffen, um nicht mehr so einsam zu sein. er erzeugt unzählige Universen, was nichts anderes sind als Brutkammern für diese neue Macht. hoch komplexe Maschinen die wir bis heute nicht verstehen. Und dort keimt das leben, entwickelt sich, nimmt immer höhere Formen an. Das Ziel des Lebens ist Perfektion, irgendwann irgendwo in den vielen Universen, Galaxien und Sternen, Planeten passiert es dann, die Evolution einer solch hohen biologischen oder technischen Art, das sie die Möglichkeiten die dieses Universum bietet voll ausschöpfen kann, und sich so noch rasanter Entwickelt in Ihrer Fähigkeiten, bis Sie schließlich die Regeln des oder der Universen selbst Verändern kann, oder komplett neue schreiben kann. Dann ist es vollbracht Gott hat sich eine Frau erschaffen, ja richtig gehört eine Frau, nach nur kurzer Zeit ist er sich sicher, das Das, das dümmste war was er je getan hat und reicht die Scheidung ein.

      • Stefan Wietzke sagt:

        Korrektur: Das war nicht Pauli, sondern Fermi. Beides Physiker ;-)

      • Stefan Wietzke sagt:

        Das Ding ist sogar auf wikipedia.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Fermi-Paradoxon

        was die da alles gesamelt haben ;-)

        • Hendrik Altmann sagt:

          Ja sind ja auch wirklich sehr interessante Fragen, ob man alleine ist in einem so riesigen Universum, schon wenn man sich mal die Dimensionen vor Augen führt die das Uni ausmacht. Ich bin fest überzeugt das wir nicht alleine sind, wie gesagt allein die Mathematische Komponente.
          wenn jedes Sonnen System im Durchschnitt nur einen Planeten besitzt, sind das zehn Trilliarden Planeten das ist unfassbar viel. Was auch sehr Interessant ist, das mittlerweile viele Wissenschaftler an der eigentlichen Urknall Theorie zweifeln. Höchst interessant für jeden Astronomie und Physik begeisterten.

          • Stefan Wietzke sagt:

            Hier könnte man eine durchaus spannende Philosophische Debatte starten. Denn die Frage, die sich stellt, ist auch aus evolutionstechnischer Sicht interessant. Ist bewusstes Leben ein Zufall oder Systemimanent? Ist Selbsterkenntnis also eine Eigenschaft des Seins? Das es möglich ist, sehen wir ja an uns :-).
            Auf jeden Fall haben wir eine Aufgabe und die ist viel spannender als das sinnlose verdadeln des Lebens mit Massenkonsum.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Sehe ich auch so dieses Universum hält noch so viele spannende Geheimnisse bereit, oder das Leben selbst, Wissen ist der grösste Reichtum den man haben kann, nach den Menschen die man liebt.

  8. Ernst T. sagt:

    Ja…. wann isset denn nu soweit…wann gibst denn kein öl mehr…ich hab mir das maul jahrelang fusselig geredet und argumentiert bei allen möglichen und auch unmöglichen gelegenheiten…und im argumentieren bin ich eigentlich retorisch recht gut unterwegs…jedoch es bleibt der alte spruch : für kein tier wird mehr getan als für die katz..!!!
    Ich habe mich immer wieder gefragt,wie kann ich denn mein wissen nur für mich ganz privat nutzen wenn ich denn schon nichts bei anderen bewirken kann ? …. nun…herrausgekommen ist ,daßich sparsamer geworden bin, erheblich weniger dinge benötige und mehr geld über hatte. Diesen umstand habe ich genutzt um meine arbeitszeit zu reduzieren und ij der dazugewonnene freizeit für meine kleinfamilie zu kochen ,zuhaushalten und freundschaften intensiever zu pflegen. Desweiteren habe ich mich bei wiederkehrenden ausgaben rigoros von unnützem ballast getrennt der doch nur den banken und versicherungen nutzt. Mir ist ein selbstgebackenes brot wertvoller als ein geschenktes jahresabo für die blöezeitung und diskutieren tue ich nur noch ganz selten um die gesamte thematik. Ich konnte und kann niemanden überzeugen sich mit peak oil wirklich zu befassen weil die barrieren in den köpfen der leute so groß sind daß es jegliche vorstellungskraft überschreitet. Manchmal bin ich darüber echt niedergeschlagen jedoch dann rappel ich mich wieder auf und sage mir : weiter gehts junge.. jetzt biste fuffzig jahre alt.. da kriegst du den rest auch noch fröhlich rum..

    • Hendrik Altmann sagt:

      @Ernst Ich denke Geduld ist das Zauberwort, das wichtigste ist das du dich selbst veränderst und dein Leben, je näher wir dem Punkt rücken wo leugnen und verdrängen sinnlos wird, desto mehr offenen Ohren wirst du finden. Und du hast dann den Vorteil den anderen mental weit voraus zu sein, und kannst Ihnen dann helfen Hoffnung zu sehen, wo sie nur Dunkelheit sehen. Denn psychisch wird der Verlust von Wohlstand und Sicherheit am verheerendsten wirken. Jemand der alles hat und das so auch immer gewohnt war, wird kaum damit zurecht kommen alles zu verlieren, als der, der nie etwas hatte.

    • Tom Schülke sagt:

      Hallo Ernst, da bist Du letztlich schon weiter als ich auf meinem Weg. Respekt dafür..

      Ich seh es wie Hendrik. Die Zeit , was das Überzeugen betrifft, spielt für uns.. Leider, oder zum Glück wenn ich darann denke was wir dem Rest des Planeten antun würden, wenn wir noch 100 Jahre Öl hätten..

      Hartnäckigkeit ist trumpf

    • Ert sagt:

      Ja, der gesetzliche Anspruch auf Teilzeit ist schon was feines. Machen immer mehr… und nicht nur Frauen. Gekoppelt mit Konsumverzicht und besinnung auf wesentliches fuer mich ein absoluter Gewinn.

  9. Ernst T. sagt:

    Ps.. meine rechtsscheibfehler möge man mir verzeihen.. ich hacke hier auf meinem kleinen mobiltelefon rum so das ich das gesamtschriftbild nicht ganz im auge habe…

  10. Ernst T. sagt:

    Es hilft mir wenig , hinterher miterhobenem zeigefinger zu sagen : seht ihr.. ich hatte doch recht.. ich habe schliesslich eine achzehnjährige tocher , der ich auch noch eine lebenswerte zukunft bieten will .. und enkel will man ja schließlich auch noch..wir hampeln hier rum und verbiegen uns ob es nun in 10.. 20.. 30 … oder vieviel jahren auch immer soweit sein mag…so kurzfristig handeln und denken wir… technikgläubig nach dem motto: irgendwas wird DENEN schon einfallen… immer weiter… und wenns da nicht mit geht… dann nehmen wir einen anderen besen…
    Ich hab ein kleines häuschen .. gut in schuss und bezahlt.. da wollte ich es dämmen lassen .. luftschicht verfüllen usw… kostet schweinegeld.. ich hab zu meiner frau gesagt : wenn wir es nicht mehr schaffen die ganze bude zu heizen weil es zu teuer ist.. ja .. dann eben nur noch 2 – zimmer und ab dafür. Wir racken uns ab um den status Quo aufrecht zuerhalten … egal wie und kommen immer weite in dieses hamsterrad hineein von mehr mehr mehr… wer ein bischen was von nico peach gelesen hat und wirklich drüber nachdenkt der muss doch erkennen und danach handeln.. jedoch nicht ein einziger politiker setellt sich hin und sagt .. jung.. du hast recht… wat könn wir tun.. immer weiter weiter… es werden straßenbaupläne für 30 jahre im vorraus gemacht… viel geld verballert anstatt eine regionale versorgung zu gestalten… ich sage nur : 3.50€ kilo äppel..99 cent kil bananen… aber ach… ich ereifere mich grade obwohl ich grade ein schönes bier vor mir habe zum feierabend..

    • peakenergy sagt:

      Ernst, ärgere dich nicht über die Politik. Politik reagiert nur auf Veränderungen in der Gesellschaft, sie erzeugt sie nicht! Sobald eine relevante Gruppe ihren Lebensstil ändert, wird sie reagieren. Auf der Degrowth Konferenz in Leipzig waren bereits 2500 Teilnehmer. Es hätten laut Veranstalter auch 4000-5000 werden können. Es war bloß kein Platz für so viele. Das was wir gerade erleben haben Meadows und Co. mit „Overshoot“ beschrieben. Man baut z.B. neue Brücken, obwohl die Ressourcen und das Geld fehlen, die bestehenden zu erhalten und zu pflegen.
      Niko Paech hat einmal in einem Interview
      zur Frage: Was kann fast jede Person machen, um einfach heute schon mit der Postwachstumsökonomie anzufangen?

      1) Orientierung an einem individuellen CO2-Budget von 2,7 Tonnen pro Jahr,
      2)Flugreisen vermeiden,
      3) ohne Auto leben,
      4) Arbeitszeit verkürzen, so dass im Lebensdurchschnitt ca. 20 Stunden pro Woche herauskommen,
      5 )weniger tierische Produkte,
      6) Produkte mit anderen teilen,
      7) Gebrauchsgüter achtsam nutzen und so weit möglich selbsttätig pflegen/reparieren,
      8) Nahrungsmittel selbst oder mit anderen anbauen und zubereiten,
      9) Bank wechseln und Regiogeld nutzen,
      10 ) Einwegverpackungen meiden
      11) politischen Widerstand gegen die Kohle- Flug- und Agrarindustrie etc. organisieren oder unterstützen.

      Ich würde dazu noch äußern: Spass dabei haben und neues dabei entdecken: Zum Beispiel das gute und unabhängigere Leben. Das hier und jetzt! Ich bin noch weit davon entfernt, mache mich aber auf den Weg..
      Ich bin der gleichen Ansicht wie Ert (oben im Thread): mir wäre echt was entgangen, wenn ich nicht auf das Thema Peak-Oil gestoßen wäre. Die Problematik von Peak Oil habe ich erst nach 13 Jahren Tätigkeit in der Ölindustrie gesehen.
      Wie Ert habe ich in schlechten Momenten auch einen Teil der Hoffnung auf Änderung verloren, aber das hindert mich nicht, das Richtige zu tun. Ich mache mich auf den Weg und entdecke viele Gleichgesinnte Menschen. Sich an denen abzuarbeiten, die es eh nicht wissen wollen oder können macht keinen Sinn und bringt nur schlechte Laune.

      • Stefan Wietzke sagt:

        Und noch was ganz wichtiges: Andere Leute nicht dafür bewundern, dass sie um die Welt jetten, das sie sich dauernd neue Klamotten bei Primark kaufen oder das neueste Handy haben.
        Ein paar mögliche Reaktionen:

        „Ich war auf den Melediven“ -> Boh, 2 Tage im Flieger zusammengepfercht und dann noch voll aus dem Zeitrythmus. Da war dein ganzer Urlaub ja völlig im Eimer“.

        „Ich hab ein neuse Handy“ -> „Ich arbeite doch nicht dafür damit die Erben von Jobs noch reicher werden“

        Einfach mal klar machen, dass das eigene Leben ohne den ganzen Scheiß einfach besser ist.

  11. Alexander Meister sagt:

    Keinem Politiker kann an diesem Aktionsplan etwas gelegen sein. Würde ein Großteil der Bevölkerung solch einen Bewusstseinswandel vollziehen, wäre die finanzielle Grundlage des gegenwärtigen Systems in Kürze zerstört. Welcher Politiker möchte schon seine Existenz verlieren?

  12. Ernst T. sagt:

    Man unterschätze nicht das wissen unsere vermeintlichen führungseliten… denen sind doch alle fakten und zahlen…. studien und auswertungen bekannt. Ich denke da nur an die peak -oil studie de bundeswehr. . Wer so etwas in auftrag gibt und dennoch so tut als wäre nichts der handelt arglistig..
    Wo sind unsere grünen politiker ?.. schwafeln von energiewende …es gibt keine energiewende.. das einzige was geht ist mit einem wort zu beschreiben VERZICHT ganz einfach VERZICHT. Wer das begriffen hat und es an kleinen beispielen erstmal ausprobiert hat , der wird dadurch stärker und gelassener.

    • Das Wort Verzicht gefällt mir in diesem Zusammenhang überhaupt nicht. Ich würde eher Suffizienz sagen, denn nach meiner Erfahrung wird man gelassener und zufriedener. Oder wie Nico Paech es so schön formuliert hat: Souverän ist nicht, wer viel hat, sondern wenig braucht.

      • Tom Schülke sagt:

        Eigentlich ist auch das Wort suffizienz für den grooßteil der Menschen ein Rotes Tuch… kann man da eigentlich nicht was besseres finden ? Das riecht für die meisten immer noch nach Sack und Asche und selbstgeißelung und Schweiß und staub..

        irgendwie fehlt da sozusagen die Marketingabteilung für ein neues Leben.. ;-)

        • Norbert Rost sagt:

          Genügsamkeit.

          Da steckt das Wort „genug“ drin und die Frage, wieviel wovon für dich eigentlich „genug“ ist oder auch wovon du eigentlich schon „genug“ hast.

          Und ein gewisses Maß an Demut strahlt das Wort für mich aus. Davon gibts bislang nicht genug.

          PS: hab gesehen, ihr baut unseren Kulturpalast mit um…

  13. Alexander Meister sagt:

    Mein vorheriger Post war als Replik auf den Beitrag von >peakenergy< gedacht.

    Folgende Faktoren sprechen meines Erachtens gegen eine Postwachstumsökonomie:

    1) Maschinelle Landwirtschaft in Kombination mit Superdüngern auf Erdölbasis können Milliarden von Menschen mit Nahrung versorgen. Doch wo stehen wir ohne diese Möglichkeiten? Die wenigsten Landwirte besitzen noch das Knowhow, das ihre Großväter hatten. Des Weiteren sind die ausgelaugten Böden nicht in der Verfassung für einen Anbau ohne chemischen Düngereinsatz.

    2) Ein großer Anteil der heutigen Bevölkerung speist sich bereits aus Transferleistungsempfängern (Rentner/Arbeitslose usw.), die von monatlichen Zahlungen abhängig sind und ein sehr großes Interesse daran hat, dass diese Zahlungen auch weiterhin erfolgen. Der großzügige Wohlfahrtsstaat wäre in einer Postwachstumsökönomie nicht mehr bezahlbar und somit ein Relikt vergangener Tage. Soziale Spannungen wären vorprogrammiert. Gleiches gilt übrigens auch für unser Gesundheitssystem.

    3) Ein Großteil der heutigen Beschäftigten wäre in einer Postwachstumsökonomie arbeitslos.

    4) Der technische Fortschritt und der Einsatz von billiger Energie haben es möglich gemacht, dass Deutschland mehr als 80 Millionen Einwohner zählt. Das Land ist überbevölkert und wird ohne billige Energie eine solch große Anzahl von Menschen nicht mehr versorgen können.

    5) Unsere hochkomplexe Welt ist nicht dafür ausgelegt, dass wir "zurückrudern". Wozu würde ein selbst aufgelegter bzw. erzwungener Konsumverzicht wirklich führen? Millionen von Menschen würden ihre Jobs verlieren, die modernen Industriestaaten würden reiheweise in den Staatsbankrott getrieben, da die Steuereinnahmen einbrächen. Globale Versorgungsketten brächen zusammen, das gesellschaftliche Leben käme zum Erliegen. Soziale Unruhen und Plünderungen, Mord und Totschlag würden zur neuen Lebenswirklichkeit gehören.

    6) In jüngster Zeit kommen immer neue Crashpropheten ins mediale Rampenlicht, die den nächsten Crash als "Lösung" des Problems betrachten. Ich frage mich jedoch, wie es nach einem globalen Staatsbankrott und dem Versiegen billiger Energiequellen jemals zu einer Fortführung unserer Zivilisation (selbst auf einem abgespeckten Level) kommmen soll.

    Natürlich wird die Menschheit aufgrund des Mangels an billiger Energie nicht aussterben. Ich denke aber auch, dass nur ein Bruchteil der heutigen Weltbevölkerung den Ausgang dieses Jahrhunderts erleben wird. Generell erachte ich unser atomares Erbe als das weitaus gravierendere Problem.

    Der Glauben an eine Postwachstums-Ökonomie macht die gedankliche Auseinandersetzung mit einem womöglich ausbleibenden "Happy End" auf alle Fälle um einiges erträglicher.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Ja Alexander ich gebe dir in allen Punkten recht, eine neue Zivilisation, Gesellschaft zu bauen wird nicht einfach, und ja wahrscheinlich werden deutlich weniger Menschen 500 Millionen – 2 Milliarden das neue Jahrhundert erleben. Auch ich sehe die Nuklearen Altlasten und Waffen, als ein sehr großes Problem an.
      Aber das größte Problem wäre aufzugeben, sich nicht zu verändern, und in selbst Mitleid zu zerfließen.
      ein Happy End ist Möglich nicht in 100 Jahren auch nicht in 200, aber ich denke und hoffe wir haben mehr Zeit hier auf der Erde, an einem Happy End zu arbeiten.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Und solange es Menschen gibt die technische Produkte herstellen, wird es immer auch eine Ökonomie geben. Schon in der Steinzeit wurden Pfeilspitzen, Muscheln und viele andere Dinge getauscht.

    • Tom Schülke sagt:

      Volles Verständnis für diese Gedankengänge.

      In einem anderen Blog wurden mir ähnliche Gedanken auch um die Ohren gepfeffert.. Das gedankliche Fazit war dort.. Es wäre Katastrophal, eine Postwachstumsökonomie zu etablieren, denn das würde ja Millionen und Milliarden Menschen ins Elend treiben. Und Überhaupt wer will denn da mitziehen.

      Natürlich. Liegt das Problem vorrangig im Kopf verankert.

      In einem beeindruckenden Vortrag von William E. Rees, einem der beiden Coautoren des ökologischen Fußabdrucks, geht er ganz gezielt auf diese Schranken im Kopf ein.

      zunächst teilen wir mit allen Lebewesen einige ganz wichtige angeborene und bis vor kurzem Sinnvolle Verhaltensweisen.

      1. Wir haben bisher immer den Gesamten uns zur Verfügung stehenden Lebensraum ausgenutzt.

      2. Wir haben immer alle verfügbaren Ressourcen so weit in Anspruch genommen wie es nur geht.

      aber drittens wird dieses noch verkompliziert durch die Überlagerung mit unseren Sozialen Myten und Geschichten.

      Und unsere Myten sagen : Es gibt eine Umwelt (nichts als ein gedankliches Konstrukt, denn in Wahrheit ist die menschliche Realität eines von millionen Teilsystemen der gesamten Ökosphäre .. incl. der Wirtschaft ) und zweitens glauben wir an ewiges wirtschaftliches Wachtum…

      Das Problem dabei ist, das Wertekonservativismus die letzten 200 000 Jahre eine wichtige Überlebensstrategie war. Es war einfach gefährlich die Paradigmen und Weisheiten der Vorväter abrupt ohne Zwang über Bord zu werfen.

      Jeder Mensch, jedes Kind wird von Klein auf in einer Meer von Vorstellungen und Gedanken aufgezogen, die immer und immer wieder , tausendfach die entscheidenden Gedankengänge der jeweiligen Kultur wiederholen.

      Wir wissen heute aus der Hirnforschung, das diese vielfache Wiederholung, spuren bis hin in die biochemie und die Synapsen unserer Gehirne hinterlässt.

      Die Folge ist das wir uns “ gut “ fühlen wenn unsere Wert und Weltvorstellungen bestätigt werden und das Gehirn belohnt uns mit leckeren Glückshormonen. Umgekehrt stößt eine ablehnung unserer Weltbilder dadurch auf massiven emotionalen Wiederstand.

      Das ist natürlich ein Hauptgrund weshalb es hier nicht von Wirtschaftskapitänen wimmelt, oder weshalb wir oder Ich ein unangenehmes Gefühl haben wenn wir zb. auf einem „Klimaleugner-blog“… schrechliches Wort… unterwegs sind.

      Selbst in der Physik gilt dieses.. So gibt es von Max Plank ein Sinngemäßes zitat, nach dem er sagt.. “ Es ist nicht so das eine neue Theorie die Gegner mit dem Blitz der Erkenntnis überzeugen würde.. es ist viel mehr so das die alte Physikergeneration ausstirbt und die neue mit der neuen Theorie aufwächst. “

      Das ist das Dilema mit dem Wir konfrontiert sind, wenn wir die Gesallschaft als Ganzes Überzeugen wollen. Das ist der Grund weshalb wir 40 Jahre von den Grenzen des Wachstums wissen und nicht Handeln.

      Natürlich gibt es immer Einzelne die auf Fakten reagieren. Das gilt nur leider nicht für eine Gesellschaft als ganzes.

      Eine der klügsten Vorschläge , Nachhaltigkeit zu realisieren ist es also , so wie es die Transitiontown teilweise bereits macht, Neue Mythen, Visionen , Gednkengebäude aufzubauen. Wir müssen so etwas wie Kleine Biotope anderer Wert und Lebensvorstellungen im Beispiel vorführen. Und nicht aufhören diese neuen Geschichten und Visionen zu verbreiten.

      Denn trotz sämtlicher richtiger Vorbehalte gegenüber dem Versuch eine Postwachstumsökonomik zu etablieren , ist die Alternative bei weitem gefährlicher.

      Wenn wir unsere alten Myten weiterführen, weiter beschleunigen, mit aller Karft am glauben an ewiges Wachstum festhalten, weil wir glauben wir hätten uns irgendwie von der „Umwelt“ entkoppelt, dann werden wir mit noch viel größerer Wucht gegen die Grenzen des Planeten knallen.

      Tom

      • Tom Schülke sagt:

        Nachtrag..

        Wir sollten die potentielle Macht solcher Mytehn und kulturellen Ideen nicht unterschätzen…

        Sie können so stark sein, das man sogar von Menschen hört die auf Grund ihres Mythos , ihres Glaubens, den stärksten aller angeborenen Triebe überwinden.. den Überlebenstrieb.

  14. Markus Knoll sagt:

    Hier noch ein interessanter Artikel über Grenzkosten, Kapitalkosten etc.:

    Oil companies eye crude price drop but keep Drilling

    http://www.reuters.com/article/2014/09/19/energy-crude-prices-idUSL1N0RJ1GZ20140919?type=companyNews&feedType=RSS&feedName=companyNews

    Problem dort anscheinend unbekannt…

  15. Hendrik Altmann sagt:

    @Norbert Ein neues Thema, für eine Diskussion welches ich mir mal wünschen würde ist, was Peak Oil und Peak fossil allgemein für die Verstädterung und Urbanisierung bedeutet. Und ob riesige Städte überhaupt so ohne die fossilen in der Zukunft überlebensfähig sind.

    • Tom Schülke sagt:

      Hallo Hendrik…

      Ein Vortrag der dieses Thema anschneidet ist dieser hier..

      http://www.youtube.com/watch?v=9g2E27Pyyos

      • Hendrik Altmann sagt:

        Danke Tom, sehr Informativ und er geht auch darauf ein wo Ich so eine Diskussion gerne hinleiten würde.In der Transition Bewegung geht es ja Hauptsächlich um Resilienz, Ich bin fest überzeugt das Resilienz Bemühungen, in größeren Städten verschwendete Energie ist. Große Städte werden niemals so etwas wie Resilienz besitzen. Ich je größer eine Stadt ist oder wird, desto anfälliger ist sie für Unterversorgungen aller Art. Auch verursacht eine Stadt je grösser sie ist oder wird immer mehr Transport, aber in einem stark überproportionalen Verhältnis, da die Dinge die eine Stadt benötigt, von immer weiter weg herangekarrt werden müssen je größer die Stadt ist.
        Nun im Mittelalter und selbst in der Antike gab es natürlich auch Großstädte, aber eben nicht so viele. Ich stell das mal so dar, 10 Menschen sind in einem Raum, jeden Tag bekommen sie aber nur Nahrung für eine Person, sie beschließen es gerecht aufzuteilen so weit so gut, nach 2 Wochen sind alle tot. Es geht vor allem um die Fähigkeit des Transportwesens was sich in der Zukunft schnell extrem verteuern wird, im Grunde tut es das jetzt schon, das bedeutet einfach, das auch das Leben in Städten teurer wird und auch schon ist, je größer sie werden.
        Wenn man jetzt diesen ganzen Transport, auf Karren aus Holz, Schiffe aus Holz und Tuch umstellen würde, hätten wir wahrscheinlich keine Wälder mehr, bzw würde die Nahrung für das Transport Vieh für die Bevölkerung nicht mehr da sein.
        Ich denke daher, die Transition Bewegung sollte die Städte komplett aufgeben und sich auf Dörfer und kleine Gemeinden konzentrieren, die nicht mehr als 10K Einwohner haben. Das hört sich radikal an, aber ich glaube Städte Resilient machen zu wollen ist Verschwendung von Energie und würde nur in einem bösen Erwachen enden. Das ist natürlich nur eine persöhnliche Meinung und Einschätzung, ich würde mich freuen wenn man meine Annahmen wiederlegt.

        • Tom Schülke sagt:

          Hallo Hendrik.

          William E Rees ist sicher einer der verdienstvollsten Vordenker der Nachhaltigkeitsbewegung. Und er ist ein phantastischer Redner.

          Aber ich bin mir bei deinem Fazit nicht voll sicher. Die Frage ist doch wie groß in einer Krisensituation die Einsparpotentiale sind. Gibt es optionen die verbliebenen Energieströme auf die Lebenswichtigsten teilstrukturen zu konzentrieren ? Schafft einem das Zeit für einen Übergang ?

          Ich habe den Eindruck, das gerade die gedankliche Trennung zwischen Stadt und Umwelt, die William Rees hier als fehlerhaftes Konstrukt anprangert, von der ARchitektur in keiner weise wirklich verstanden wird. Nachhaltigkeit in der allgemeinen Stadtplanung bedeutet vorrangig dicke Wärmedämmung, effizienzsteigerung bei der Technik und Niedrigenergiehausstandart.

          Was mich interessieren würde wäre die Frage, wo im Gesamtsystem Stadt inclusive der Biologisch aktiven versorgenden Flächen, das energetische Gesamtoptimum liegt. Ignoriert wird ja gerade der gesamte Transport und die Landwirtschaft.

          Wo läge bei welchem zur Verfügung stehenden Energielevel die optimale größe einer Stadt. DAs käme ja deiner Frage nahe. Ich kenne dazu keine ernsthafte Studie. Ließe sich das simulieren ?

          Aber ich hege wie Du den Verdacht das Städte oberhalb weniger hunderttausend Einwohner in sehr ernste Probleme kämen.. Für Hamburg hab ich mal nachgeschaut wie groß der Pro Kopf Fußabdruck liegt.. Es gibt da eine Studie von 2004.. Pro Person, 7,3 globale hektar, und Hamburg selbst kann nur 0,19 Hektar biologisch aktiver Fläche im Stadtbereich zur Verfügung stellen (pro Kopf). Der Rest muss also durch Import herbeigeschafft werden. Und wenn der wegfällt, müsste das Umgebende Land ausreichend Fläche haben um das zu ermöglichen. Und weiter, wie weit müsste unser aktueller Pro Kopf Bedarf sinken, um mit den verfügbaren Flächen klar zu kommen.

          Wahrscheinlich gibts bei einer Gegebenen Energieverfügbarkeit eine optimale Größe aus Stadtkonzentration und Transportenergieverbrauch.

          Trotzdem ist Transitiontown aktivität in Städten gewiss Sinnvoll.

          • Hendrik Altmann sagt:

            Ja das ist das Problem das umliegende Land kann den Bedarf nicht decken, bei einer so großen Stadt wie Hamburg. Und weiter müssen die kleinen Gemeinden, Dörfer und klein Städte ja auch von etwas leben.
            Die werden sich natürlich erstmal selbst versorgen, das was übrig bleibt geht vielleicht in die Stadt.
            Seit dem wir fossile Energieträger nutzen hat eine gewaltige Urbanisierung stattgefunden, ganz einfach weil Transport sehr billig wurde, und in der Landwirtschaft keine Tiere und Menschen mehr arbeiten, jedenfalls nicht mehr in nennenswerten Zahlen, sondern Maschinen. mit dem ausgehen dieser fossilen Energieträger, wird eine umkehr dieser Entwicklung stattfinden. Städte je größer sie sind werden die ersten Kriesen Herde, für den Decline in der Öl Produktion werden und fallender einer ERoEI . Eine Großstadt ist das Gegenteil von Nachhaltigkeit.

            • Tom Schülke sagt:

              Das ist wirklich eine Formulierung die dem denken der Architektenschaft entgegensteht..

              ich weis nicht ob es wirklich so simpel ist. Gebäude und Sanitär-konzentrationen, im Verhältnis zur Gebäudeaussenhülle große innere Gebbaeudevolumina, kurze stadtinterne Versorgungsketten und vergleichsweise nahe Arbeitsstätten sind zunächst ein fürsprecher für die Energiesparsamkeit größerer Strukturen.

              Ich glaub der Knackpunkt liegt in dem Ausblendern der Abhängikeit der Stadt von Landwirtschaftlichen Produkten und deren Transport, sowie der Ressourcentransporte von woandersher.. Zu gegebener zeit wird das ohnehin nicht mehr nur noch eine FRage der Kosten sondern der schlichten Verfügbarkeit werden.

              und doch… Wo liegt es nun das strukturelle Optimum ?

              • Hendrik Altmann sagt:

                Ich denke das strukturelle Optimum liegt in einer Stadt, die sich aus einem 100 Km Radius mit den Basis Ressourcen versorgen kann, wie Nahrung, Wasser und Brennstoff sowie Kleidung. Bei Zugang zum Meer und Flüssen hat man natürlich in allen Belangen etwas mehr Spielraum. Die Nahrung für Hamburg kommt von weit her, Die umliegende Landwirtschaft könnte ohne fossile Ressourcen, den Bedarf an Nahrung und Brennholz nicht decken. Dazu kommt das ohne Pestizide und Dünger der Ertrag sinkt gleichzeitig steigt der Bedarf an Arbeitstieren und Land Arbeitern rapide an, die brauchen viel Nahrung um zu funktionieren was den Ertrag wiederum vermindert.

            • Tom Schülke sagt:

              Hallo Hendrik,

              ich hab mal nachgeschlagen nach dem Hamburger Fußabdruck.. in etwa 9 millionen globale hektar, sprich 5,3 gh pro einwohner..

              Umgerechnet in einen Kreisradius sind das ca. 180 Km Radius…. hm.. das wird so wohl nix..

              • Hendrik Altmann sagt:

                Hast du die die ganzen klein Städte und Dörfer mit ein berechnet, die ihren eigenen Radius brauchen bzw. Fußabdruck haben? Das erweitert den Radius Hamburgs noch einmal. Und in der Zukunft ca. 50 Jahre muss zumindest noch das Brenn Material in diesem Bereich angebaut werden, oder zumindest ein Teil.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Diese 9 Millionen gh sind denke ich auch auf eine Industrielle Landwirtschaft bezogen, mit Pestiziden, Dünger und Maschinen.

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