Derzeit erzeugt eine Studie von Leonardo Maugeri eine Menge Aufmerksamkeit im Internet, in der dieser die nächste Öl-Revolution ausruft und die bereits kurz nach Veröffentlichung genutzt wird, um Peak Oil als Märchen der ewigen Weltuntergangspropheten darzustellen. Demnach ist es kein Problem, die heutige Ölfördermenge von etwas über 90 Millionen Barrel Tagesproduktion auf über 110 Millionen Barrel Tagesproduktion in 2020 zu steigern. Dazu sei auch nicht mehr als ein Ölpreis von 70 US$ pro Barrel nötig. Alles was nötig ist, ist eben ein angemessener Preis, die passende Technologie und politische Rahmenbedingungen, damit die Dinge ihren Lauf nehmen. Das größte Risiko für die weltweite Ölversorgung ergibt sich demnach nicht aus der begrenzten Ölmenge im Boden, sondern aus geopolitischen Entwicklungen. Peak Oil, so stellt die Studie unmißverständlich klar, ist jedoch nicht absehbar und in diesem Sinne heute nicht relevant. (weiterlesen …)
BP Energy Outlook: Keine Ölknappheit vor 2030, aber Ölpreis größer 100 US$
"Beyond Petroleum" sollen die beiden Buchstaben BP seit einigen Jahren bedeuten, also "nach dem Erdöl". Das Unternehmen, das 2011 24 Milliarden US$ Gewinn machte, hat kürzlich seinen BP Energy Outlook 2030 veröffentlicht und sein Chefökonom Christof Brühl hat dem SPIEGEL jetzt ein Interview gegeben. Aus beiden Dokumenten ist eine interessante Sichtweise des Ölkonzerns herauszulesen (Seitenangaben beziehen sich auf Darstellungen im BP Energy Outlook 2030 booklet):
- BP sieht den Höhepunkt (weiterlesen …)
BP: Zwischenzeitlicher Peak erreicht
Als "Zwischen-Peak" könnte man die Aussage des BP-Chefökonomen Christof Rühl im jüngsten SPIEGEL-Interview interpretieren, der auf die Frage, wie das aktuelle Kostenhoch beim Öl zustande kommt antwortet: "Weil die Nachfrage das Angebot übersteigt." Der "Nachfrageschub" in den Industrieländern sowie der "Boom" in den Schwellenländern träfe insbesondere auf die Lieferausfälle in Libyen. (weiterlesen …)


