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Kampagne fürs Fliegen

Die Vereinigung der Fluggesellschaften IATA bereitet offenbar eine Werbekampagne vor, die den Sinn und die Effekte des Fliegens hervorheben soll. Diese Kampagne ist als Antwort auf die weltweiten FridaysForFuture-Demonstrationen und die dadurch ausgelöste Debatte über das fossile Energie- und Mobilitätssystem gedacht. Hervorheben will man laut FAZ, dass Fliegen Menschen zusammenbringt. Und dass die Treibstoffkosten pro Kopf seit 1990 um 40% gesunken sind. Es ist kaum zu erwarten, dass die Kampagne den Zuwachs der Passagierzahlen von 1990 bis 2020 hervorheben wird, der den sogenannten Rebound-Effekt sichtbar machen würde: dass Einsparnisse durch Technologie oft dafür sorgen, dass das entsprechende Produkt umso öfter konsumiert wird. Dadurch ist natürlich der Gesamtenergiebedarf der Flugbranche seit 1990 massiv gestiegen. Somit ist solch eine Kampagne nichts anderes als Lobbying und die Chance auf Aufklärung und echte Debatte wird vertan.

Man könnte sagen: natürlich ist es nicht zu erwarten, dass eine Lobby-Organisation Aufklärung betreibt, wo sie doch für die Gewinnmaximierung ihrer Klienten lobbyieren soll. Es sind vorgeschobene Argumente, wenn man auf das "Zusammentreffen von Menschen" als Effekt des Fliegens verweist: müßte doch auch dies die Lobbyorganisation erstmal belegen:

Wie viele Flüge werden eigentlich zum Shoppen gemacht?

Wie viele Flüge zielen tatsächlich darauf ab, Menschen und Kulturen zusammen zu bringen?

Und eine andere Frage gälte es zu diskutieren: wie viele Flüge sind eigentlich nötig? Sowie: Welche Art von Reise-Zweck einer Einzelperson berechtigt eigentlich, alle anderen Menschen auf den Planeten dem Risiko des Zivilisationskollapses auszusetzen? Damit will ich sagen, dass es zweifellos sinnvoll sein kann, dass Menschen fliegen. Aber wer und zu welchem Zweck diese Technik tatsächlich eingesetzt wird, sollte abgewogen werden gegen die Umweltkosten, die der Technik-Einsatz mit sich bringt. Die Idee, man könne die Flugenergie durch Biomasse-Treibstoffe aufbringen, ist kindisch: bereits heute beansprucht der Mensch 75% der Biomasse im deutschen Territorium, und die Aktivitäten, Algen zu Treibstoffen zu verarbeiten ist nett, bringt aber absehbar eben nicht jene Energiemenge, die wir heute aus dem Erdöl beziehen.

Apropos Erdöl: Auch die Lobbyisten der IATA scheinen nicht begriffen zu haben, dass jede Branche eine relevante Schrumpfung des eigenen fossilen Energiebedarfs akzeptieren muss: nicht nur aus Klimaschutzgründen, sondern eben auch aus Gründen der schrumpfenden Ressourcenbasis. Die Erderwärmung-Frage macht die Ressourcenfrage nur noch dringlicher, denn wir müssen relevante Teile von Öl, Kohle und Gas in der Erdkruste belassen, um die Atmosphäre nicht mit den daraus hergestellten Treibhausgasen anzureichern.

Ich hoffe sehr, dass die Lobbykampagne nach hinten losgeht und jene Journalisten, die inzwischen die globale Frage öfter kritisch diskutieren, sich die durchschaubaren Argumente der Flugzeugfans vornehmen und sie kritisch hinterfragen. Und natürlich hoffe ich, dass die Nachfrage nach Flugreisen endlich wirklich zurückgeht: weil wir alle vorausschauend auf solcherart energieintensives Reisen verzichten. Im Namen unserer Kinder.

Spannend ist, dass unter Künstlern zunehmend der eigene Energie-Verbrauch infrage gestellt wird. Die Band Coldplay hat beschlossen, vorerst auf ausgedehnte Touren zu verzichten, so lange diese nicht CO2-neutral ablaufen können und Massive Attack haben eine energetische Bilanzierung der Musikbranche eingefordert. Endlich befassen sich auch jene Akteure mit der Materie, die keine Techniker oder Ingenieure sind.

68 Kommentare to “Kampagne fürs Fliegen”

  1. Hendrik Altmann sagt:

    Das ist ja das wovon ich immer rede, Systeme des Lebens nutzen immer alle verfügbare Energie für Wachstum und Expansion bis es eben nicht mehr geht also der RoI zu schlecht wird um noch zu wachsen.

    Das bedeutet das sich diese Systeme dadurch Regulieren das sie einfach die Decke treffen, eine Selbsteinschränkung aus Zauberhand wird es nie geben.
    wenn wir wirklich einen katastrophalen Klimawandel verhindern wollen müssen die Kosten fürs Fliegen hoch angesetzt werden egal ob dadurch Jobs verloren gehen oder sonst was, natürlich muss dies global geschehen kein Staat wird sich ein Bein abscheiden wenn der andere Staat lachend an ihm vorbei geht.

    Wir haben noch ca. 10-20 Jahre Zeit dann wird genau der Teil der Produktivität in Folgenbekämpfung und Reperaturen fließen der eigentlich die CO2 Emissionen reduzieren soll.
    Unsere Produktivität müssen wir uns wie einen Kuchen Vorstellen wo alles ein Stück zugewiesen bekommt wächst ein Stück muss ein anderes schrumpfen und das Stück für die Folgenbekämpfung des Klimawandels wächst immer schneller und wird immer größer.
    Und Umweltschutz werden immer mehr Menschen als entbehrlich sehen wenn es an ihren Wohlstand geht.

    Jetzt haben wir noch den Produktionsüberhang überhaupt irgend etwas zu tun, in ein paar Jahrzehnten gibt es diese Optionen nicht mehr, dann wird Nahrungsmittelproduktion, Wasserversorgung, Stromproduktion, Wohnraum und Gesundheitswesen, Küstenschutz der Vorrang gegeben vor Umweltschutz, Klimaschutz.

    Um uns in die Zukunft zu retten müssen wir jetzt große Opfer bringen, die Frage ist sind wir überhaupt dazu bereit.

  2. Michael Egloff sagt:

    Jetzt mal aus Sicht der Flugverkehrsbranche gesprochen (die nicht meine Sicht ist!):
    dieser Marketingaktion für das Fliegen bedarf es überhaupt nicht! Der weltweite Flugverkehr steigt seit Jahren stabil um etwa 4,2% pro Jahr, also noch deutlich stärker als die globale Gesamtwirtschaft. Sogar in Europa, wo es ja eigentlich langsam zu einer Sättigung des Flugverlangens gekommen sein sollte, steigt der Flugverkehr stabil weiter an.
    Wir Menschen sind nämlich sehr begabt darin, uns zwar verbal unglaublich einsichtig und geradezu aktivistisch zu geben, aber das gewohnte Handeln dem nicht anzupassen.
    Und mit wenigen Euro an Ablassgeldern für Umweltprojekte lässt sich ja sogar mit gutem Gewissen fliegen. Das wird von vielen Menschen sogar geglaubt, dieser Schwachsinn.
    Und die große Mehrheit der Menschen weltweit ist noch garnicht im Zeitalter des Flugverkehrs angekommen. Ich verwette mein Häuschen, dass die mehrheitlich auch gerne fliegen würden, wenn sie die finanzielle Möglichkeit dazu hätten. In Südasien und sogar in Afrika gibt es eine anwachsende Mittelschicht, die langsam in Reichweite dieser Möglichkeit des Fliegens kommt. Wer wollte denen das verdenken? Mit Sicherheit nicht wir Europäer, die in ihrem Leben schon einiges an Flugmeilen angesammelt haben.
    Also, liebe Flugverkehrslobbyisten, keine Panik. Euer Geschäftsfeld ist zunächst nicht gefährdet. Auch weiterhin wird der weltweite Flugverkehr exponentiell wachsen. Bis zum Zusammenbruch, in 10 oder 20 oder 30 Jahren. Tanzen, so lange die Musik spielt. Genau so verhalten wir Menschen uns.
    Und auch wenn ich gelegentlich mal mit dem Tanzen pausiere, trifft das leider auch für mich zu. Obwohl ich kein Vielflieger bin. Aber alle 2 Jahre treibt´s mich eben auch mal in ein Flugzeug. Wider besseren Wissens.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Deswegen führt kein Weg über Regulierungen vorbei, wenn es einen anderen Weg geben würde wären wir ihn schon gegangen, das Problem hier ist das er global gegangen werden muss oder im Idealfall sollte und genau hier wird es so schwierig, wie bekommt man die Staaten dieser Welt sich auf etwas zu einigen was den Konsum reduziert, Wachstum abschwächt wenn die Maxime der Politik ist immer mehr Wachstum.

      Es gab nie eine Spezies oder ein System des Lebens was sich freiwillig selbst reguliert hat beim Wachstum, wir müssen das unmögliche tun und die erste Spezies sein die das hin bekommt ansonsten läuft es wie immer, wir werden durch die Umwelt und den Wettbewerb automatisch reguliert mit all den temporären brutalen Folgen für das Leben, Kontraktion und Boom sind immer ein Zyklus in den Systemen des Lebens, je größer der Boom desto größer die Kontraktion, wahrscheinlich sind wir wieder nur Beifahrer dieses Zyklus und werden nur Zuschauer sein, Leben ist halt durch und durch auf Wachstum programmiert.

      Wenigstens stagniert die Kohle Produktion, zumindest zurzeit…

      • Hendrik Altmann sagt:

        PS:

        Und natürlich sollte Kerosin genauso besteuert werden wie Benzin, ich meine wir streiten hier über einen CO2 Preis und Kerosin hat immer noch seine Steuervorteile, das sollte als erstes gefixt werden.
        Der Preis fürs Fliegen muss deutlich rauf da führt kein Weg daran vorbei.

        • Vielleicht sind es genau solche Ideen wie deine, die die Kampagne im Keim ersticken soll. Es geht gar nicht um “Flugscham”, wie der FAZ-Artikel suggeriert, sondern darum, die Neuordnung der politischen Rahmenbedingungen für die Branche zu beeinflussen. Die Kampagne zielt primär auf die Politik, nur sekundär auf die Kundschaft.

          Hendrik, Michael: Habt ihr nicht mal Lust einen kleinen Artikel zusammenzustellen, wie man aus eurer Sicht den Flugverkehr-Sektor regulieren sollt, vor dem Hintergrund von Energieressourcenverknappung und Klimawandel? Den würde ich als Empfehlung doch gern mal ein paar Leuten senden…

          Dann mischen wir uns mal ein bissl in die Politik ein…

          • Michael Egloff sagt:

            Nico Paech bringt es wie immer auf den Punkt:

            https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/niko-paech-oekonom-sagt-viele-leben-wie-oekologische-vandalen-a-1299125.html

            @Norbert
            Regulierung geht wohl nur über den Preis, speziell für das Kerosin für Flugzeuge. Ein Zuteilungssystem für Flüge wäre weinig praktikabel, weil (im heutigen Paradigma notwendige) geschäftliche Flugreisen davon ausgenommen werden müssten.
            Aber bei der drastischen Verteuerung von Flugreisen haben wir ein neues Problem: Menschen mit einem Einkommen von mehr als 100000…150000 Euro/Dollar im Jahr oder mit einem Vermögen von mehreren hunderttausend oder gar Millionen Euro könnten sich auch Flüge leisten, die das Doppelte oder gar das Dreifache wie heute kosten. Drastische Preiserhöhungen wirken also tendenziell antidemokratisch, weil sie immer mehr Menschen ausschließen (hier große Teile der Normalverdiener, also der Mittelschicht), während andere auf nichts verzichten brauchten.
            Und das ist das generelle Problem: wenn der Kuchen zukünftig immer kleiner wird, egal ob aus Gründen schwindender Ressourcen oder auf Grun vorbeugender Politischer Maßnahmen, ist das heute geradezu unanständig große Niveau an Ungleichheit nicht mehr aufrechtzuerhalten, wenn wir nicht in sozialdarwinistische Zustände abgleiten wollen.
            Ich sehe die Gefahr, dass in 30…40 Jahren eine Minderheit noch im Überfluss heutiger Art leben wird, während andere peu a peu die physische Existenzgrundlage verlieren, also regelrecht verelenden.
            Global gesehen haben wir schon heute diese sozialdarwinistischen Zustände, aber die werden dann auch auf nationaler und europäischer Ebene Wirklichkeit werden.
            Dann mit gravierenden politischen Folgen. Denn die wirkungsvollste Sozialdemagogie, gepaart mit Nationalismus, Sündenbocksuche und Rassismus, beherrschen die Rechtsextremen.

            Was ich auch gedanklich für Auswege suche, ich stoße immer wieder auf kaum aufzulösende Widersprüche, die sich daraus ergeben.
            Freilich wäre es das Beste, alle Menschen würden wie von Zauberhand plötzlich bescheiden, tiefgreifend analytisch und vernetzt denkend und mitfühlend mit jedermann.
            Ein schöner Traum. Leider nicht mehr.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Eliten wird es immer geben, ohne funktioniert diese Welt nicht.
              Das einzige was wir tun können ist tatsächlich die vom Fliegen abzuhalten die es sich nicht leisten werden können.
              Wenn wir die Gerechtigkeitsfrage diskutieren wollen werden wir noch diskutieren wenn der Klimawandel die Zivilisationen hinweggefegt hat und Niemand mehr fliegt.

              Die Politik sitzt hier in der Zwickmühle, die Wissenschaft sagt die Treibhausemissionen müssen runter, die Bevölkerung will ihren Wohlstand nicht verlieren, im Grunde will nicht einmal die Politik den Wohlstand verlieren denn auch in der Geopolitik bedeutet Wohlstand Macht.

              Kein Staat wird seiner eigenen Flugindustrie ins Bein schießen, es wird also bei halbherzigen Lösungen bleiben, das beste was man erreichen könnte würde eine höhere Besteuerung von Kerosin sein und das ein zukünftiger CO2 Preis auch auf Flugtickets angerechnet wird.

              Der Flugverkehr wird aber erst mal weltweit weiter ansteigen.
              Auch weiß die Politik was getan werden müsste, für die Politik stehen hier nur viele Sachen auf dem Spiel, die wirtschaftliche Entwicklung, sicherheitspolitische Gründe/Geopolitik usw.

              Wir sehen ja was im Agrarsektor passiert, die Landwirte steigen auf die Barrikaden und hier geht es auch um Treibhausemissionen nicht nur um Nitrat speziell Lachgas.

              Briefe helfen hier auch wenig, es braucht Demonstrationen, oder Aufrufe in den Medien, es ist ein Krieg um die öffentliche Meinung der gewonnen werden muss.
              Erst dann kann auch die Politik handeln bzw. muss handeln.

              Die Demonstrationen von Fridays for Future, Ende Gelände oder sogar extinction Rebellion haben den größten Effekt auf die Politik oder die Öffentlichkeit, selbst Aufrufe in Youtube verursachen ihren Beitrag.
              Und natürlich auch Beiträge die darauf hinweisen was passiert wenn nicht gehandelt wird.

              Das beste was jeder tun kann ist sich den Demonstrationen von Fridays for Future anzuschließen, je mehr Leute da friedlich mitlaufen und Schilder in die Luft halten desto ehr wird sich auch politisch was bewegen, die öffentliche Meinung ist die mächtigste Waffe in einer Demokratie…
              Wenn dort erst mal Hunderttausende mitlaufen hat die Politik praktisch keine andere Wahl mehr als zu handeln.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Und ich bin ziemlich optimistisch das zukünftig immer mehr Menschen bei den Demonstrationen mitlaufen werden, denn die Folgen des Klimawandels werden nicht nur zunehmen sie werden immer schneller zunehmen und immer extremer werden, wenn die Politik drauf pokert das dies nur ein Strohfeuer ist hat sie sich auf jeden Fall getäuscht das wird ein Flächenbrand werden.

              • Patrick sagt:

                Ich bleibe dabei:
                wir haben gesellschaftlich in Deutschland mittlerweile derart viele Probleme, die vor allem unsere eigene Regierung in den letzten 10 – 20 Jahren selbst verursacht und die sich immer krasser vor uns auftürmen.

                Ich bin Realist und gehe stark davon aus, dass hier gesellschaftlich (ganz ohne Klimawandel) bereits zum Ende der nächsten Dekade kein Stein mehr auf dem anderen steht.
                Wir werden darüber hinaus nicht mehr die Kraft haben, die eigentlich größeren, tiefgreifenden Probleme zu lösen, wir uns als gesamte Spezies betreffen.

                Unsere akuten Nöte werden die Klimafrage in den nächsten Jahren deutlich überlagern. Da bin ich fest von überzeugt.

                Im Grunde genommen ist es schon merkwürdig. Die einen demonstrieren für das Klima (meist allerdings ohne relevanten Durchblick für die sozioökonomischen Rückkopplungen und jede technische Machbarkeit) und die anderen ziehen sich die gelben Westen an, weil die schon die Vorboten der Nöte merken, von denen ich u.a. spreche.

                PS: dieser Text, den Norber verlinkt hatte (https://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/klimawandel-evolutionaerer-humanismus) liest sich ja tatsächlich erstmal sehr interessant, aber genau hier liest sich die große Schwäche:

                “Das entscheidende Problem besteht heute nicht mehr in fehlendem Wissen. Es besteht vor allem darin, dass die Menschheit nicht als ein entschlossenes Kollektiv handelt, welches sich seiner planetaren Verantwortung stellt, sondern dass sie in einzelne, sich gegenseitig bekämpfende Interessengruppen zerfällt, die noch immer meinen, ihre jeweils eigenen nationalen, kulturellen oder religiösen Borniertheiten pflegen zu müssen.”

                Hier liegt das Problem. Wir sind kein KOLLEKTIV. Wir sind nicht darauf programmiert, wie ein Ameisenstaat oder ein Bienenstock zu sein. Wir sind viel individueller…und ich wollte auch keine „Drohne“ sein. Und soweit ich weiß sind verschiedene Ameisenkolonien ebenfalls Konkurrenten und bekämpfen einander um die Ressourcen.

                Wir sollen also als Spezies die Quadratur des Kreises hinbekommen.
                Daran glaube ich keine Sekunde.

              • Hendrik Altmann sagt:

                @Patrick ich gebe dir hier in vielen Punkten recht aber trotz all der schlechten Erfolgsaussichten ist es doch einen Versuch wert oder nicht?
                Völlig egal ob wir dabei Erfolg haben oder nicht, nicht alles versucht zu haben ist doch die eigentlich viel größere Katastrophe.

  3. Michael sagt:

    Wir von der Peakoil.ch gehen davon aus, dass uns ab 2025 massiv weniger Erdöl zur Verfügung steht.
    Beim Fracking sind die besten Felder abgeerntet worden. Und auch wenn China und der Iran neue Erdölfelder entdeckt haben, das Plateau ist gedeckelt und die Rückgänge der anderen Förderländer sind am sinken.
    Fazit, um auf auf Norbert zurückzukommen, die Flugindustrie wird sich automatisch in den nächsten Jahren auf ein vernünftiges Niveau einpegeln. Fliegen wird wieder, wie 1960, zu einem Privileg der Reichen gehören.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Es spricht vieles dafür das wir den Peak noch bis 2030 sehen werden, Fracking in NA hat den Löwenanteil des weltweiten Produktionszuwachses die letzten 5 Jahre ausgemacht mit großem Abstand und dabei wurde praktisch im Durchschnitt nur Verlust gemacht und kein Profit.
      Banken und Investoren verlieren immer mehr die Lust am Shaleoil und so wie ich das sehe werden es sich nur noch die großen Multis erlauben können dort nach Öl zu bohren aber auch diese werden irgendwann den Stecker ziehen.
      Die Zeit von stabilen hohen Ölpreisen scheinen vorbei zu sein und wenn dies so bleiben sollte ist das wohl der sichere Kollaps der Shaleoilförderung mit vermutlich hohen Förderabfallraten.
      Die Frage ist was passiert dann mit dem Ölpreis?
      Damit der Ölpreis unten bleibt müsste zeitgleich auch eine schwere Wirtschaftskrise einschlagen, sollte das der Fall werden muss ich Berndt einen ausgeben, denn dann würde alles so eintreffen wie er voraus gesagt hat xD

      • Hendrik Altmann sagt:

        Wobei massiv weniger Erdöl wieder so eine Sache ist, selbst wenn wir nach dem Förderplateau in NA Decline Raten von 8-10% sehen könnten werden andere Staaten dagegen halten was die weltweite Decline Rate bei Erdöl auf 2-4% Prozent p.a. reduzieren könnte.
        Hier sind noch zu viele Ungewissheiten wie hoch der weltweite Förderabfall letztendlich sein wird nach der Plateauphase.

        Batterietechnik und Erdgasumrüstung sollten jedenfalls der Fokus der Industrie werden die nächsten zwei Jahrzehnte und praktisch sehen wir ja hier schon große Bemühungen, ich gehe davon aus das die Elektromobilität die nächsten Jahrzehnte stark boomen wird, besonders wenn die Industrie hin zu mehr leichten Stadtfahrzeugen umschwenken sollte.

        Den Schwerlastverkehr sollte man vielleicht doch erst mal lieber mit Erdgas laufen lassen.

        • Michael sagt:

          Wir Mitteleuropäer gehen in unserer Denkweise immer nur von unserer modernen westlichen Welt aus. Wir haben tatsächlich das Gefühl, mit ein bisschen Elektrotechnik können wir 100 Jahre erfolgreiche Erdölverwendung einfach so ersetzen.
          Wir steuern offenen Auges auf Probleme zu, die wir noch nicht einmal im Ansatz begreifen. Die Menschheit hat sich nachweislich durch die Entdeckung von Erdöl von 2 Mia auf 7.8 Mia vermehrt. Und unsere grösste Sorge ist, dass wir in unserer grenzelosen Mobilität eventuell eingeschränkt werden können. Hallo ???
          Ein paar Solarpanels hier, ein paar Windräder dort und die Welt dreht sich weiter – “widewidewitt und drei macht neune”
          Wir von http://www.peakoil.ch möchten die Bevölkerung darüber informieren, dass die Ressourcen nachweislich zurückgehen. Und diese müssen gerecht verteilt werden.
          Wir sollten endlich anfangen, die Wahrheit zu sagen. Und diese lautet nicht, mit Drohentaxis herumzufliegen und Teslas zu fahren. Keine Science-Fiction-Welt, sondern Pferdekutschen und Fahrrad-Fahren für 90% der Bevölkerung. Und das bereits in wenigen Jahren.
          Willkommen in der Wirklichkeit.

      • Berndt sagt:

        Hallo Hendrik,

        Vorhersage ist nicht ganz der richtige Ausdruck. Projektion ist genauer. Ich habe Daten der Vergangenheit mit Hilfe eines Naturgesetzes (2.HS) in die Zukunft (also heute) projiziert.

  4. Patrick sagt:

    Die Medien waren jedenfalls schonmal differenzierter :-)

    Hier aus 3Sat Kulturzeit 2010
    “Klimaschutz als neue Weltreligion”

    https://www.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=z76D0LtnbuY&fbclid=IwAR3gsACjxI4wtkZvW3mM0GhdEHX7buGlWN9MYP0bx-Ze3pI5XAVsRqQMkI8&app=desktop

    • Michael Egloff sagt:

      Ich kann in dem link keierlei Differenzierung entdecken.
      Wissenschaft (mit all ihren differenzierenden Prognosen, die im allerbesten Fall von 1,5 Grad bis schlechtestenfalls über 5 Grad reichen) wird als Begründer einer neuen Religion verspottet.
      Dabei ist es genau anders herum: Wissenschaft war in aller Regel der Gegenpart der Religion. Nicht immer unfehlbar (wie es die Religion für sich in Anspruch nimmt), aber doch der objektiven Relität sich ständig annähernd durch die Tugend, These und Gegenthese zuzulassen. Anders als die Religion. Und so irrt sich die Wissenschaft immer näher an die Wirklichkeit heran, indem erkannte Irrtümer verworfen werden und sich allmählich Gewissheiten herausbilden, in der Klimafrage immer noch in einem Spektrum von Szenarien differenziert. Von schwerwiegend im besten Fall bis hin zu zivilisationszerstörend im schlechtesten Fall.

      Und dann in diesem Beitrag wieder dieses erbärmliche Wort “Weltuntergang”. Bullshit hoch drei.
      Kein ernst zu nehmender Klimawissenschaftler hat jemals von “Weltuntergang” gesprochen. Der Welt (also unserem Planeten) ist es völlig egal, ob auf seiner Oberfläche viele Menschen, wenige Menschen oder garkeine Menschen leben können.
      Uns hingegen sollte es nicht völlig egal sein.

      “Ich GLAUBE nicht an den Klimawandel” oder “menschengemachter Klimawandel KANN garnicht sein” ist hingegen Glaube, also religionsähnlich. Nur These, keine Gegenthese.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Wissenschaft zeichnet sich auch dadurch aus das ständig so viele Daten wie möglich gesammelt werden um der Realität so nah wie möglich zu sein und diese auch verstehen zu können.
        Während Religion oder Ideologie ihre eigene Faktenwelt schafft die mit der Realität nichts zu tun hat, Religion oder Ideologie sind praktisch auch das selbe und der Grund warum Ideologie und Religion existieren ist der pure Machtgewinn.
        Denn mit Religion und Ideologie lässt es sich wunderbar die Massen kontrollieren.
        Das einzige was der Religion und der Ideologie in die Quere kommen kann ist die Realität, besonders die Wissenschaft…
        Die Hexenverbrennungen in der vergangenen Zeit zeigen was passieren kann wenn wir Ideologie und Religion nicht weiter zurück drängen.

        Es ist mir auch völlig wurscht ob es Ideologie aus der linken, rechten oder religiösen Ecke ist, das Endergebnis ist immer das selbe.

        Es würde mich auch nicht wundern das beim Klimawandel der letzte Sargnagel nicht wiedermal aus irgend einer Ideologischen Ecke kommt.

        Ob nun Mao,Stalin,Mussolini, Hitler, Jihad oder Kreuzzüge, Hexenverbrennungen Massenmorde, Kz, Gulags und ich könnte die ganze Zeit so weiter machen, sind die Stichwörter wenn es um Ideologie und Religion geht und sie stehen für unsagbares Leid in der Geschichte der Menschheit.

        In China, Nordkorea, Iran, Afghanistan können wir derzeit sehen was Ideologie und Religion derzeit anrichten, die Bevölkerung wird erst umworben und Stück für Stück versklavt und gefügig gemacht durch Terror, Gewalt und unmenschlichen Strafen und in der heutigen Zeit noch durch lückenlose Überwachung.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Hier muss auch die Bevölkerung verstehen das eine liberale Demokratie ständig verteidigt werden muss und zwar vor allem in der öffentlichen Wahrnehmung, Angriffe aus Ideologischen Richtungen wird es immer geben und besonders in schwierigen Zeiten, der Schutzschild für die liberale Demokratie ist aber die Bevölkerung die sich eben nicht von den Ideologien beeinflussen lässt, die Verantwortung die liberalen Demokratien zu schützen liegt bei jedem Einzelnen von uns.

          In den Verzweifelten Gesichtern der Bevölkerung Hong Kongs können wir vielleicht erahnen wie viel eine liberale Demokratie wert ist…

          • Michael Egloff sagt:

            Naja,
            die westliche liberale Demokratie (für die in ihr lebenden Bürger die bisher relativ beste Regierungsform, wenn man die gewaltigen zukünftigen Folgen ausblendet) ist keineswegs ideologiefrei.
            Die wichtigste Ideologie ist die des permanenten Wirtschaftswachstums, die keineswegs langfristig aufrecht zu erhalten ist.
            Ableitungen dieser zentralen Ideologie sind z.B. die Trickle-down-Ideologie (je reicher die Reichen werden, desto mehr Reichtum sickert nach unten durch), die Ideologie des schlanken Staates (der Markt kann alles besser regeln), die Digital-Ideologie (je schneller alles digitalisiert wird, desto besser) usw.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Na gut Wachstum ist ja keine Ideologie, alle Ökosysteme streben nach unendlichen Wachstum das einzige was sie begrenzt sind Energie, Raum und Ressourcen.
              Die Physik begrenzt also das Wachtum ansonsten würden tatsächlich Ökosysteme unendlich wachsen.
              Hier ensteht auch der Wettkampf denn trotz dieser physikalischen Grenzen versuchen alle Systemteile auf Kosten anderer Systemteile zu expandieren.
              Dieser Wettkampf erhöht wiederum die Effizienz, weil sich die effizientesten und damit natürlich auch die produktivsten Systemteile durchsetzen.

              Digitalisierung setzt sich nur durch wenn auch Vorteile entstehen, sprich wenn neue Fähigkeiten Optionen erlangt werden die einen Wettbewerbsvorteil bedeuten oder die Produktivität durch höhere Produktionseffizienz erhöht wird was auch ein Wettbewerbsvorteil bedeutet.

              Beides kann die Digitalisierung liefern deswegen boomt die Digitalisierung auch.
              Computerchips können heute um Welten billiger und leistungsfähiger produziert werden als noch vor 10 Jahren, zeitgleich brauchen diese Microchips auch immer weniger Energie im Betrieb, was den Boom immer mehr Richtung Digitalisierung beschleunigt.

              Und es wird auch immer Reiche und arme Menschen geben, sprich Verlierer und Gewinner, das muss auch so sein, denn ein System wo alle gleich sind kollabiert praktisch, warum sollte ich mich anstrengen wenn ich so oder so alles in den Hintern geblasen bekomme..?
              Wozu Innovationen, wozu effizienter werden? wozu überhaupt Entwicklung?
              Ohne Wettbewerb wären wir wahrscheinlich immer noch primitive Ursuppe.

              Unser streben nach unendlichen Wachstum ist also keine Ideologie sondern ganz natürlich durch den Wettkampf erzwungen über all die Zeit seit es Leben gibt, größer/mehr zu sein und mehr zu produzieren ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil und dieser Wettbewerbsvorteil kann sich kein Teilnehmer leisten zu ignorieren, sprich jedes Unternehmen versucht zu wachsen wenn es möglich ist nicht unbedingt aus Profitgier sondern um sich gegen Konkurrenten abzusichern, natürlich bedeutet mehr Profit Wettbewerbsvorteil.

              Aber was sich auf jeden Fall gezeigt hat ist den Wettbewerb einzuschränken hat fatale Folgen auf alle Teilnehmer im System, der Wohlstand sinkt für alle, beste Beispiele hier UDSSR/DDR, China, Kuba, Venezuela usw.

              Der Markt kann alles besser:
              Bis zu einem bestimmten Punkt stimmt das, immer dann wenn es um Effizienz und Produktivität geht, die Schwächen sind hier speziell für uns Nachhaltigkeit und Umweltschutz, bzw. den Erhalt des Wettbewerbs, hier ist das Problem aber nur das unser Wirtschaftssystem nicht die Millionen Jahre hatte wie die Ökosysteme um sich Nachhaltig zu entwickeln.

              Dazu kommt das ein technisiertes maschinelles System dazu neigt sich um einen zentralisierten Nexus zu entwickeln, moderne Informationstechnologie machen eine zentralisierte globale Kontrolle fast in Echtzeit möglich.
              So müssen wir künstlich immer wieder diese Konzentration von Macht zerschlagen um den Wettbewerb hoch zu halten.

              China oder BlackRock(Finanzunternehmen) werden in Zukunft alle Systemteile zu 100% kontrollieren können die sie unter sich verwalten, BlackRock verwendet schon seit Jahren Computersysteme und AI Systeme für ihre Investitionsstrategien welche sie wesentlich effektiver wirtschaften lassen und so haben sich auch mehr Kontrolle und wesentlich weniger Fehler.

              In China werden Aufstände und Revolutionen in Zukunft immer unwahrscheinlicher, der Traum jeder Autokratie ist zum greifen nah die volle Kontrolle über die Bevölkerung, China wird noch vor dir wissen wann du unzufrieden mit dem Regime bist, Unzufriedene Bürger könne sich kaum so mehr organisieren bzw. kann China schon intervenieren bevor sich Aufstände bilden.

              Aber China wird hier auch kein Einzelfall bleiben alle Staaten werden in Zukunft durch die Digitalisierung mehr Kontrolle über die Bevölkerung erhalten, für autokratische Regime hat es nur mehr Vorteile deswegen forcieren sie die Entwicklung hier.

              Und auch militärisch wird sich viel ändern, In Zukunft werden die Saaten die Welt beherrschen die die größte Drohnenflotte haben und diese am schnellsten nachproduzieren können, Europa, USA, Russland und China haben schon Prototypen in der Entwicklung die Kampfflugzeuge und Bomber in Zukunft ablösen werden, die Luftwaffe wird wohl zuerst automatisiert werden gefolgt von den Marinestreitkräften.

              Die Digitalisierung wird unsere Welt stark verändern, die Möglichkeiten sind einfach zu gut um wahr zu sein…
              Und wohin eine Entwicklung gehen würde wenn Maschinen alles besser können als der Mensch kann sich jeder selber vorstellen, ein Tip wenn die Energiekrise und der Klimawandel “Unsere” Entwicklung nicht bremsen transformieren wir uns in eine große Maschine, denn genau das passiert wenn wir immer mehr Menschen ersetzen im System.

              Wozu brauch ein Autokrat noch menschliche Sklaven und Arbeiter in seinem Staat wenn er Maschinen haben kann die alles besser können, produktiver sind und vor allem 100% loyal sind.

      • Patrick sagt:

        Naja, differenzierter in Form von unterschiedlichen Sichtweisen, die überhaupt präsentiert werden.

        Heute gibt es ja tagein tagaus ein Dauerfeuer. Ohne Klima geht nichts mehr.
        Und dass dieser Öko-Industrielle-Komplex, der sich da gebildet hat, kaum noch irgendwie hinterfragt wird und jeder, der mal irgendwo skeptisch nachfragt, gleich aufs schärfste diffamiert wird (Leugner, Rechter, Nazi…was weiß ich) hat eben doch wieder etwas zutiefst ideologisches/religiöses. Der Online-Pranger wird die moderne Hexenverbrennung, neue Prophet*innen gibt es auch bereits.

        Will sagen: der Umgang der gesamten Medienwelt (in trautem Gleichklang mit der Regierung) und wie die Öffentlichkeit gelenkt wird ist – sowohl im gesamten Klima-, als auch Migrationsthemenkomplex – absolut unwürdig für eine liberale Demokratie.

        Jeder Abweichler wird nicht mehr irgendwie argumentativ “bekämpft”, sondern niedergebrüllt. Beispiele dafür gibts unzählige. Man schaue sich nur den Umgang mit der AfD an. Ist das noch einer Demokratie würdig?
        Der reinste Kindergarten ist das doch hier geworden.

        Und von solchen Regierungsdarstellern samt ihrer GEZ-Medien sollen wir ernsthaft annehmen, sie könnten die ganzen selbst geschaffenen Probleme + die kommende Rezession + die kommende Energieproblematik noch irgendwie lenken und zumindest ansatzweise friedlich lösen?
        Während die Polizei heute schon hoffnungslos überfordert ist und sich immer mehr Stadtteile deutscher Metropolen in Shitholes verwandeln, die Babyboomer vor der Pension/Rente stehen, Nachwuchskräfte (also echte!) überall fehlen.
        Na wer das glauben soll, muss wirklich “Glauben” :-D

        • Hendrik Altmann sagt:

          Wie gesagt Patrick Wissenschaft funktioniert so das so oft es wie möglich Daten erhoben werden, diese abgeglichen und daraus Theorien gebildet werden, diese Theorien werden dann immer wieder mit neuen Daten abgeglichen die Theorien bestätigen sich dann oder werden wieder verworfen.
          Und je mehr Daten aufgenommen und ausgewertet werden können desto schärfer wird das Bild und bei Klimawandel werden heute die meisten Daten aufgenommen bzw. ausgewertet.

          Greta Thunberg handelt nur nach den Daten die Ihr die Wissenschaft zugrunde legt und versucht für ihre Generation noch zu retten was zu retten ist und den Generationen nach Ihr…

          Klimawissenschaft ist keine Religion, weder geht es um Glauben und Meinungen, es geht hier um Daten und die zeigen seit langer Zeit worauf wir zusteuern und zwar immer schneller.

          Und natürlich werden die Leute an den Pranger gestellt die die Wissenschaftlichen Daten verleugnen und das finde ich auch gut so wäre es anders herum wären wir aus dem Mittelalter nie heraus gekommen oder bewegen uns direkt wieder dorthin.

          Und das die Rechten es nie gebacken bekommen auf das richtige Pferd zu setzen ist schlicht weg dumm, die Linken sind da wenigstens so klug die Thematik für sich voll einzuspannen und können so für sich viele neue Anhänger gewinnen.
          Ich bin kein Fan von beiden Lagern aber bin immer wieder erstaunt wie naiv die rechten Parteien in Deutschland agieren, der Klimawandel ist doch die Vorlage die Öffentlichkeit für sich zu gewinnen wenn man es richtig anstellt…
          Hier zu leugnen und zu blockieren schadet doch massiv der Partei selbst…und warum? Das wissen die Rechten Parteien wohl selber nicht ;)

          Vor allem macht man sich doch öffentlich damit voll zum Affen wenn man den Klimawandel leugnet, die Datenlage wird doch jeden Tag erdrückender und die Folgen werden immer mehr spürbar…das ist doch nicht was plötzlich aufhört oder weniger wird sondern es wird immer mehr und immer schneller…

          • Hendrik Altmann sagt:

            Und der menschen gemachte Klimawandel ist schon lange keine Theorie mehr, das CO2 als Treibhausgas fungiert ist lange bekannt wie wir an den mittlerweile Bergen an Daten wissen.

            Und wenn du immer noch unsicher bist frag ein paar Land und Forstwirte die etwas länger im Geschäft sind…

          • Patrick sagt:

            Ich denke es geht weniger (bzw. den wenigsten) darum, den Klimawandel generell zu verneinen.
            Die Frage ist, wie hoch unser Anteil daran ist, den wir tatsächlich beeinflussen können.
            Darauf kann es kaum eine klare Aussage geben, da das System viel zu komplex ist und Modelle eben nur Modelle sind.
            Aber gehen wir davon aus, wir haben einen nicht unerheblichen Einfluss darauf. Bleibt die Frage, wie damit umzugehen ist. Da scheiden sich eben nun die Geister. Und das sollte in einer Demokratie auch möglich sein. Denn die einen wollen am liebsten gar nichs ändern und die anderen würden die Zivilisation am liebsten von jetzt auch gleich lahm legen (Extinction Rebellion)…beide Seiten übersehen i.d.R. die fatalen Konsequenzen ihrer starren Sichtweise.
            Das ist eben nicht mehr rein wissenschaftlich (neutral) zu lösen, sondern muss in den Gesellschaften ausdiskutiert werden.

            Aktuell gibt es von einigen Personen zum Thema Klima ein paar klar formulierte Fragen an die Bundesregierung:
            https://www.klimafragen.org/16-Klimafragen.pdf

            Das Problem ist, dass überhaupt nicht mehr diskutiert, vermittelt und abgewogen wird.
            Ob Klima oder Massenmigration, i.P. das gleiche Schema.
            Und so manövriert man sich – zumindest ist das für mich so klar absehbar – in eine Eckt, in der es demnächst auf der Straße zu Schlachten zwischen Grünen und Gelben Westen kommt, zwischen arabischen und libanesischen Clans und Heimatschützern auf der anderen Seite.
            Ich bin gespannt, wie wir in der Gemengelage noch irgendwie die Zivilisation und ein halbwegs stabiles Klima aufrecht erhalten wollen.

            • Michael Egloff sagt:

              In der Tat mus man heute nicht mehr über die Frage diskutieren, ob es einen beschleunigten Klimawandel gibt, es sei denn, man wolle auch darüber diskutieren, ob die Erde wirklich eine Kugel (bzw. ein Rotationsellipsoid) ist.
              1980 hätte man auf Grund der damals vorhandenen statistischen Daten diese Diskussion (Klimawandel ja oder nein) noch führen können, 1990 vielleicht einen zufälligen statistischen Ausreiße vermuten können, aber spätestens seit 10 Jahren ist diese Diskussion obsolet, mit jedem Jahrfünft mehr.
              Die Frage, ob nun der Mensch ganz überwiegend oder nahezu ausschließlich für diesen Wandel ursächlich ist, sei nur so viel angemerkt: es wäre schon sehr eigenartig, wenn sich das globale Klima auf 98% der Planetenoberfäche, dazu noch im arktischen Bereich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit, so statistisch nachweisbar verändern würde, ohne dass die immer gewaltigeren anthropogenen Einträge an klimarelevanten Spurengasen der entscheidende Faktor wäre.
              Das alles ist heute wohl keine Frage mehr, über die sich ernsthaft diskutieren ließe.

              Diskutieren könnte man vielleicht noch darüber:
              – wird es eine abnehmende Geschwindigkeit der Klimaveränderung geben, oder eine gleichbleibende oder eine ansteigende? Auf Grund der bekannten Rückkopplungseffekte (z.B. Albedoänderung, zusätzliche Emissionen aus auftauendem Permafrost und aus ozeanischen Gashydraten) sollten wir zumindest eine weitere Beschleunigung als Szenario keineswegs ausschließen. Eine Verminderung des Temperaturanstiegs zu erwarten wäre schon extrem optimistisch.
              – werden die Konsequenzen daraus (Ernährung, allmähliche Flutung großer Küstenstädte, Migrationsbewegungen, politische Stabilität auf nationaler und globaler Ebene usw.) noch (er)tragbar sein oder auf Grund der ständig zunehmenden Anzahl an Menschen nicht mehr (er)tragbar, zumindest für mehrere Milliarden von Menschen?
              Darüber kann man von mir aus noch diskutieren.

              Was Gelbwesten, andere soziale Unruhen, zunehmende Segmentierung der Bevölkerungen, Radikalisierungstendenzen usw. angeht, so haben diese weniger ihre Ursache in der Klimadiskussion, sondern vielmehr in der zunehmenden sozialen Spaltung der Gesellschaften in vielen Ländern. Stichwort: Refeudalisierung. Kindern wird der soziale Status in immer höherem Maße “in die Wiege gelegt”, die Durchlässigkeit der Grenzen der sozialen Millieus wird immer geringer. Die Differenzierung der Millieus wird immer umfassender: andere Wohnquartiere, Spaltung in Privatschulen und meist schlechter ausgestattete staatliche Schulen, unterschiedlicher Zugang zu guter Gesundheitsversorgung oder kulturellen Leistungen usw.
              Damit steigen auch die gesellschaftlichen Fliehkräfte und das friedliche Zusammenleben gerät in Gefahr.
              Destabilisierung ist in vielen Ländern zu beobachten, wie auch eine teilweise etwa hälftige politische Spaltung der Gesellschaft (UK, USA, Israel, Brasilien, Polen usw.)

            • Hendrik Altmann sagt:

              Die Modelle unterschätzen die Erwärmung ja seit 20 Jahren komplett durch die Bank da die Effekte von Rückkopplungeffekten schwer zu berechnen sind.
              Da diese so schwer zu berechnen sind wurde ihnen ein relativ geringes Gewicht gegeben in den Berechnungen um in den Prognosen auf der sicheren Seite zu sein.
              Auch in Zukunft werden wohl die Modelle der Realität hinter her rennen beim Ausmaß der Erwärmung.

              Die Modelle geben derzeit an das wir zwischen 3 und 4 Grad liegen werden am Ende des Jahrhunderts wenn wir weiter auf dem Pfad bleiben, diese Berechnungen ziehen mögliches Methan aus der Arktis überhaupt nicht mit ein, auch kein Global dimming und auch wird der Albedo Effekt ehr klein berechnet, es wird davon ausgegangen das es alle 10 Jahre mal ein eisfreien Sommer gibt am Ende des Jahrhunderts…
              Obwohl die Statistiken massiv darauf hindeuten das dies schon bis 2030-2035 der Fall sein wird.

              Auch wissen wir das in der Vergangenheit bei den jetzigen Treibhausgasen in der Atmosphäre die Temperatur 2-3 Grad höher stand und der Meeresspiegel 9-15 Meter höher stand.

              Wir haben eine erhebliche Verzögerung im System, die Erwärmung von den jetzigen Treibhausgasen in der Atmosphäre ist ja noch gar nicht angekommen, würden wir bei den Emissionen nur stagnieren würde die Temperatur trotzdem noch 200 Jahre lang steigen.

              Deswegen sagt ich ja schon das Grönland wenn die Treibhausgaskonzentrationen nur stagnieren würden 70-80% des Eises verlieren würde über die nächsten 300-500 Jahre, aber auch kontinentale Inlandsgletscher würden erheblich an Masse verlieren oder ganz verschwinden sowie Teile der Westantarktis.

              Insgesamt würden wir nur wenn alles so bleiben würde wie heute 9-15 Meter Meeresspiegelanstieg sehen über die nächsten Jahrhunderte, die borealen Wälder würden riesige Flächen verlieren, Wüsten würden sich Nordwesten der USA und Zentralasien ausbreiten, bzw. sehen wir das ja schon heute massiv.

              Die Ernteerträge würden um mindestens 33% zurück gehen wenn keine weiteren Flächen dazu kommen.
              Global würden ganze Ökosysteme kollabieren.

              Die 3-4 Grad haben wir schon sicher wenn sich nichts ändert, die 3-4 Grad Erwärmung die wir 2100 voraussagen beziehen sich auf eine weitere Erhöhung von Treibhausgasen, würden wir Treibhausgase nur halten würden wir aber auch mindestens 3 Grad Erwärmung sehen bis 2200 oder 2300…

              Wenn wir Treibhausgaskonzentration weiter erhöhen wird die Erwärmung bei 3-4 Grad 2100 ja nicht stoppen, nehmen wir mal an wir kommen 750ppm CO2 im Jahr 2100, Methan und Lachgas könnten ruhig stagnieren da sind wir ohnehin schon recht hoch, dann wären das 5-6 Grad Erwärmung bis zum Jahr 2200 oder 2300, das ist immer noch ca 10 mal schneller als im größten Massenaussterben im Perm/Trias.

              Bei 5-6 Grad Erwärmung würden wir aber 25-40 Meter Meeresspiegelanstieg bekommen, und die Ernteerträge würden dann um mindestens 50-60% zurück gehen bei gleichen Flächen.

              Nahezu alle Ökosysteme wäre deutlich am schrumpfen und die Ozeane würden ein großes Massensterben sehen.

              Hurrikans würden wir regelmäßig mit der Stufe 6 sehen…

              Zentralasien und das Zentrum von Nordamerika wären eine große Wüste.
              und die Methanemissionen/CO2 Emissionen aus der Arktis würden die Erwärmung weiter voran treiben und uns komplett aus der Eiszeit katapultieren die nächsten Jahrhunderte/Jahrtausende mit Durchschnittstemperaturen um die 22-24 Grad Celsius.

              Das sind keine Vermutungen wir wissen das aus den geologischen Daten die wir zur Verfügung haben, die Welt ist mehrfach durch einen Klimawandel in eine Heißzeit geschlittert in der Vergangenheit, oder in eine Eiszeit meistens begleitet durch ein Massensterben.
              Je schneller die Veränderung desto größer war auch das Massensterben, im Perm/Trias sahen wir das größte Massensterben in einem der schnellsten Klimawandel, nur das wir diesmal 10 mal schneller sind…

              In der Wissenschaft wissen wir ziemlich genau was passieren wird wenn sich nichts ändert, wir haben Berge von Daten die uns das recht genau aufzeigen und es fehlt nicht mehr viel und wir können good bye zu den jetzigen Zivilisationsmodell sagen oder generell zu Zivilisationen.

              @Patrick, nichts gegen den Klimawandel zu tun und sich dann über Flüchtlinge aufregen funktioniert nicht da der Klimawandel uns eine Flut von Flüchtlingen bescheren wird von epischen Ausmaß…
              Die Konflikte in der Gesellschaft werden so oder so zunehmen, das ist auch völlig klar wenn Ressourcen in Zukunft rar werden, bzw. alles immer teurer wird aber auch die Konflikte zwischen Staaten werden zunehmend eskalieren.

              Die nächsten 10-20 Jahre werden darüber entscheiden ob unsere Zivilisationen es in das nächste Jahrhundert schaffen werden…

              • Patrick sagt:

                “@Patrick, nichts gegen den Klimawandel zu tun und sich dann über Flüchtlinge aufregen funktioniert nicht da der Klimawandel uns eine Flut von Flüchtlingen bescheren wird von epischen Ausmaß…”

                Jetzt wirfst du aber Dinge zusammen, die nicht zusammen gehören. Ich rege mich darüber auf, dass unsere Regierung seiner ureigensten Aufgabe nicht mehr nachkommt und statt dessen die Welt in unsere Sozialsysteme einlädt. Und zwar hauptsächlich junge Männer aus arachaisch-patriachalisch geprägten muslimischen Ländern mit einem völlig anderen Weltbild, Rollenverständnis, einer mehrheitlich inkompatiblen Sozialisation und weitgehend ungeeignet für unseren Arbeitsmarkt.

                Das hat absolut nichts mit dem Klima zu tun. Das sind Symptome von Auflösungserscheinungen der westlichen Länder, insbesondere von Deutschland, was in den letzten jahren eine Hypermoral zur Staatsdoktrin erhoben hat und von maßloser Selbstüberschätzung, Schuldkult und unfassbarer Naivität geprägt ist.

                Natürlich werden wir Migrationsbewegungen sehen, wenn sich das Klima deutlich verschlechtert in manchen Regionen, aber das ist heute ganz sicher nicht der Fall.

                Das ist ja das, was ich die ganze Zeit sagen wollte: unsere liberale Demokratie, der Rechtsstaat…alles was wir hier über sehr lange Zeit aufgebaut haben, könnte schon in naher Zukunft hinweg gefegt werden..und zwar u.a. aus o.g. Gründen, aus völliger ideologischer Verblendung unserer globalistischen “Elite”, die ganz klar gegen das mehrheitliche Interesse der Bürger agiert, die Heimat der Menschen verschachert und im Endsieg wohl die Nationalstaaten auflösen will.

                Die Gelbwestenproteste haben nicht umsonst in der vernachlässigten Peripherie Frankreichs ihren Ursprung.
                Paris wie Berlin leben in der totalen Parallelwelt und kümmern sich nicht um große Teile des jeweiligen Landes. Ein deutscher oder französischer “Trump” ist also auf Dauer unausweichlich, wenn die Politik diese gesellschaftliche Atomisierung weiter laufen lässt.
                Und die steigenden Lebenshaltunskosten (die neuen Öko-Steuern!) haben in Frankreich das Fass zum Überlaufen gebracht. Deswegen schrieb ich ja: es stehen sich absehbar zwei Fronten diametral gegenüber, dort die veganen Soja-Latte trinkenden Linksgrünen Lehrer und Sozialarbeiter und auf der anderen Seite der deutsche Michel oder frz. Francois, der in der Fabrik oder im Büro schuftet, bei Aldi an der Kasse sitzt oder sonst was.
                Die Gesellschaften sind bereits jetzt so unter Stress, manches unvermeidbar, aber auch vieles selbstverschuldet ohne Not.
                Wie kann man es in Kauf nehmen, dass sich weiter Parallelgeschaften entwickeln, verbrecherische Clans breit machen, die Polizei weiterhin weitgehend im Regen stehen lässt, steigende Altersarmut achselzuckend hinnimmt, aber Menschen, die absolut nichts zum Gemeinwesen beigetragen haben und das Land zusätzlich stabilisieren, das Geld in den allerwertesten Blasen?

                Klimawandel hin oder her, der selbst erzeugte gesellschaftlich Klimawandel wird uns deutlich eher treffen. Das meine ich die ganze Zeit: wir werden das globale Klima niemals in den Griff bekommen, wenn wir nichtmal unsere eigentlichen Hausaufgaben mehr erledigen. Ich sehe das so, dass wir schon absehbar gar nicht mehr die Ressourcen aufbieten können, um das zu packen. Wir schaffen es ja nicht mal mehr, verurteilte Straftäger einzuknasten. Wiviel unvollstreckte Haftbefehle es mittlerweile gibt…das ist doch nicht normal, das sind Anzeichen für einen sich auflösenden Staat. Wie lange werden sich die Bürger den Rückzug des Rechtsstaats gefallen lassen, ehe sie selbst die Ding in die Hand nehmen?
                Ich denke es ist klar, in welche Richtung ich sich das entwickeln sehe.
                Ein großes Problem kann man vielleicht noch lösen, aber eine sich anbahnende Kaskade von Problemen sicherlich nicht.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Aber denkst du denn wirklich es würde dir in einem Polizeistaat besser gehen?
                Dann hast du in Geschichte nicht aufgepasst, der Wohlstand würde rapide sinken und in einem Polizei staat auf die Straße gehen ist wie russisch Roulett, besonders wenn es keine liberalen Demokratien mehr gibt die genauer hinschauen.

                Niemand braucht jetzt einen Nationalstaat, China, Russland sind Nationalstaaten und die interessiert die eigene Bevölkerung einen Scheiß, den geht es nur um den eigenen Machtgewinn/Projektion und absolut nichts anderes, würden die westlichen Demokratien nicht so scharf auf Hongkong schauen würden dort schon hunderte oder tausende tote Demonstranten auf der Strasse liegen.

                Der Nationalstaat ist nur ein Konstrukt damit sich eine kleine Elite an dem Rest der Bevölkerung laben kann.
                Wobei natürlich der reine Sozialstaat in seinen extremsten Formen in keinster Weise besser ist Mao/Stalin/Pol Pot/Kim Jong-un haben das eindrucksvoll gezeigt.

                Den Klimawandel einzudämmen hat auch nichts mit linker Ideologie zu tun, die linken versuchen den Klimawandel nur auszunutzen für den Machtgewinn was ich übrigens auch sehr kritisch sehe, die beste Antwort der Rechten ist aber bisher gewesen den Klimawandel zu leugnen was eine wirklich bescheidene Strategie ist.

                Ich halte beide Ideologien rechts wie links für Demokratie gefährdend und will keine beider Fraktionen an der Macht sehen.
                Das die EU und Deutschland Fehler bei der Migrationspolitik gemacht haben da stimme ich dir zu, da müsste stark nachgebessert werden aber dies ist kein Grund irgend welche rechte wie linke Parteien an die Macht zu lassen die alles nur noch mehr vermurksen.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Ich meinte hier den nationalistischen Staat nicht den Nationalstaat da hab ich was verdreht…

              • Patrick sagt:

                Wie kommst du denn auf Polizeistaat?

                Ich will keinen Polizeistaat, sondern einen Rechtstaat und keinen Moralstaat. Ich möchte einen Sozialstaat, der nicht für die Faulen und Zugezogenen aus aller Welt da ist (was er eh nicht von langer Dauer sein kann), sondern für die einheimischen, die das Rad am Laufen halten, für den Fall dass sie krank sind oder alt werden.

                Ich habe auch keinen Bock auf Rechtsaußen, genauso wenig wie auf Linksaußen. Allerdings hat sich die “Mitte” komplett nach links verschoben. Die politische Mitte gibt es nicht mehr, dort klafft ein gewaltiges, schwarzes Loch. Und das haben die Parteien hinterlassen, die seit Jahren nur noch weiter nach links gerückt sind und mittlerweile dazu noch die Themen der Grünen kopieren.
                Deshalb stürzen sie ja auch so deutlich ab…

                Also ich denke, der Nationalstaat ist nach wie vor das beste, was wir haben. Nur er garantiert Freiheit und Vielfalt, und wenn es dann entsprechend vernünftige Bündnisse aus Nationalstaaten ergeben (Europa / EU hätte ja mal sowas werden sollen), umso besser, dann kann man auch mehr Gewicht auf die Waage bringen – was ja wünschenswert ist mit Blick auf Russland, China, USA.
                Aber Größe alleine ist längst nicht alles. Funktionalität ist wichtig.
                Und genau das ist das Problem. Sowohl die EU als auch einzelne Staaten wie Deutschland unf Frankreich bspw. werden immer dysfunktionaler und damit schwächer.

                Und die völlig verfehlte Einwanderungspolitik ist da zwar nur EIN Baustein, aber doch ein sehr gewichtiger.

  5. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Energy-General/US-Shale-Will-Grow-Regardless-Of-Oil-Prices.html

    Was denkt ihr was passiert wenn wir peakoil erreicht haben?

    Ich vermute wie viele andere auch den Peak zwischen 2020 und 2030 und dann Förderabfallraten von 2-6% jährlich, trotz alle dem glaub ich nicht das dies den völligen Kollaps der Wirtschaftssysteme auslösen wird.
    Der Boom bei Erdgas wird sich wohl fortsetzen mit immer neuen Produktionsrekorden sowie wird sich auch der Boom in der Elektromobilität beschleunigen.
    Wobei hier vieles davon abhängt ob Leute wie John Goodenough und Co bessere Batterie Konzepte liefern können die weniger seltene Rohstoffe beinhalten.

    Der Erdgasboom wird aber wohl die Wachstumsphase unserer Wirtschaftssysteme voraussichtlich weitere 10-20 Jahre verlängern.

    • Berndt sagt:

      Mit hoher Wahrscheinlichkeit war der Peak im November 2018. Wenn alle OPEC-Staaten sich an die Vereinbarungen halten, war das der Peak. Wenn ihre Front aus unbekannten Gründen aufbricht, könnte das Maximum noch mal übertroffen werden. Im ersten Fall haben wir stabile Ölpreise um 60$ bei Brent für die Dauer eines Jahres, im zweiten deutlich niedrigere Preise.
      US-LTO ist mehr oder weniger tot und wird in beiden Fällen nicht mehr viel bewegen können.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Schwer zu sagen ob es dies jetzt schon der Fall ist, die Nachfrage müsste dann ja auch sinken oder zumindest stagnieren die nächsten Jahre, was durchaus möglich ist falls sich die Weltwirtschaft weiter eintrübt.

        Wir werden sehen in wie weit sich das Shale Dilemma entwickelt, die Shalegas Produzenten haben ja auch große Probleme mit der Preisentwicklung.

        • Michael Egloff sagt:

          Ich glaube nicht an einen Nachfragerückgang bei Mineralöl.
          – der Flugverkehr steigt in allen regionalen Märkten weiter an, bis jetzt jedenfalls und ich glaube nicht an eine plötzliche Trendwende.
          – die Gesamtmenge der Autos mit Verbrennungsmotoren steigt weiter, auch wenn z.B. China derzeit schwächelt. Aber es werden weitaus mehr Autos neu zugelassen, als ins Verschrottungsalter kommen, also Autos, die um die 15…17 Jahre alt sind.
          – auf Grund der hohen Mieten in den Ballungszentren sind immer mehr Menschen gezwungen, in die billigere Peripherie auszuweichen, was tendenziell zu längeren Anfahrtswegen zur Arbeit führt.
          – der extreme Urbanisierungsschub (etwa 75…80 Millionen zusätzliche Stadtbewohner weltweit pro Jahr) erfordert einen gewaltigen Bedarf im Hoch- und Tiefbau, was auch dort die Treibstoffmenge weiter ansteigen lässt.
          – auch in den Regionen mit traditioneller, weniger mechanisierter Landwirtschaft steigt der Effizienzdruck auf die Landwirtschaft, was die Mechanisierung fördert. Immer weniger Landbewohner müssen immer mehr Stadbewohner mit Lebensmitteln versorgen. Das geht immer weniger mit einem Ochsen und einem Pflug, auch in Entwicklungsländern.
          – jedes jahr kommen (je nach Quelle) zwischen 83 und 95 Millionen Menschen neu hinzu.

          Wie soll bei den Voraussetzungen die Öl-Nachfrage sinken? Höchstens vorübergehend im Rahmen einer weltweiten Rezession. Die heben wir gegenwärtig (noch) nicht. Selbst 2009 gab es nur für ein einziges Jahr einen leichten Nachhfragerückgang. Seit 10 Jahren geht der Bedarf jedes Jahr um etwa 1 mb/d bergauf.
          Ich sehe zeitnah keinen Rückgang bei der Nachfrage. Und im Falle einer Weltwirtschaftskrise auch nur vorübergehend.

          • Hendrik Altmann sagt:

            Ja es würde derzeit nur einen Nachfragerückgang geben wenn die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession schlittert, dies ist nicht vollkommen ausgeschlossen aber wahrscheinlicher ist es das die Nachfrage noch mehrerer Jahre wachsen wird.

            Auch der Klimawandel erhöht die Nachfrage für fossile Brennstoffe, Wassertransporte per LKW wegen Wassermangel/Dürre, mehr Elektrizität für Klimaanlagen, Kerosin für Löschflugzeuge/Hubschrauber, Treibstoff für Löschzüge, Treibstoffe für Schädlingsbekämpfung usw.

            Die Ölnachfrage sank praktisch die letzten 30 Jahre nur kurz in der Zeit zwischen 2008/9 wobei die Ölproduktion aber nicht ein Jahr sank die letzten 30 Jahre.

            Die Frage bleibt wie sich die Frackingindustrie in NA entwickeln wird, werden wir einen relativ langsamen tot sehen oder einen schnellen Kollaps und wann wir den finalen Peak erreichen in der NA Shaleoil Produktion.

          • Berndt sagt:

            Es ist nicht nur China, auch Indien, ganz Südamerika und andere.
            Mexico auto production drops 13.0% in November
            Colombian vehicle sales fall 8.8% in November
            Brazilian vehicle production down 7.1%, exports down 7.9% in November
            Russian car sales decrease 6.4% in November
            UK passenger car sales decrease 1.3% in November

            November Heavy Duty Truck Orders Resume Collapse, Down 39% To Weakest Since 2015
            Es gibt eine Nachfrage nach billigem Öl, aber nicht nach teurem. Un der jetzige Ölpreis zählt zu teuer. Verbinde alle Ölpreismaxima (WTI)
            01.07.14 107
            07.10.18 75
            15.04.19 66
            16.09.2019 62,69
            mit einer geraden Linie, und du wirst sehen, der heutige Preis ist nur wenig unter der Linie, zählt beinahe zu den Maxima.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Okay das ist richtig in der Autoindustrie sieht es wirklich für eine Weile düster aus, wichtig ist vor allem hier wie sich die Lage in Asien entwickelt.
              In den USA entwickelt sich ja grade eine Konsumenten Schuldenblase für Autokredite, unter anderem.

              Es spricht zumindest vieles dafür das der Ölpreis 2020 in der Range 50-60 Dollar bleibt, ich meine die OPEC Mitglieder werden sich so oder so nicht an die Reduktion der Fördermengen halten, schon vorher nicht und mit den neuen schärferen Reduktionen schon gar nicht.

              Zumal die Produktionsmenge 2020 wieder insgesamt steigen wird, sprich alles hängt von der Entwicklung der Weltwirtschaft 2020 ab die wohl nur recht zäh wachsen wird.

              Falls die Weltwirtschaft auch noch die Jahre danach weiter an Schwung verliert und die Jahresdurchschnittspreise weiter konstant abfallen sollten wärst du mit deinem Prognosen auf einem gutem Weg.

              • Hendrik Altmann sagt:

                PS: Nette Übersicht auf Oilprice.com der Energiebereitstellungsformen und deren Entwicklung im Jetzt und wahrscheinlich in der Zukunft.

                https://oilprice.com/Energy/Energy-General/The-Fastest-Growing-Energy-Sectors-Of-2019.html

                Die Erneuerbaren und Erdgas machen hierbei das Gro des Wachstums aus.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Hier ist auch ersichtlich das ÖL im Anteil am weltweiten Energiemix in den 70er Jahren einen Peak hatte und seit dem immer mehr im Energiemix verliert, eine Entwicklung die sich immer weiter fortsetzen wird.

                Erdöl wird in Zukunft von anderen Energiebereitstellungsformen immer weiter ersetzt werden.
                Der weltweite Verkehr wird auf Alternativen wechseln wie Elektro und Erdgas wobei ich damit rechne das Batterien in Zukunft aus Materialien hergestellt werden die deutlich besser verfügbar sind, die Wirtschaft investiert hier heftig in die Entwicklung und Erforschung von Alternativen, was auch relativ logisch ist da Elektromobilität wohl der größte oder einer der größten Wirtschaftszweige werden wird.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Türen und Fenster geschlossen zuhalten bringt übrigens nur mit aktiven Luftfilteranlagen etwas da Gase nur sehr schwer aus den Räumen von der Aussenwelt zu isolieren sind, Gase dringen durch noch so kleine Ritze, deswegen sind die Schadstoffkonzentrationen in den Wohnungen von Neu Dehli oft höher als Außerhalb der Wohnung…

      Fenster und Türen geschlossen zu halten bringt also nur bedingt etwas oder eben mit aufwendigen technischen Mitteln, geschlossene Schutzmasken mit Filtern sind hier viel ehr zu empfehlen wobei es anstrengend sein kann 2 Wochen durch so eine Maske zu atmen, besonders für kleine Kinder.

  6. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=YxqNTvO8L2E

    Ein Ausschnitt von der COP25 in Madrid mit Paul Beckwith welcher über die Medien seit Jahren Beispiellose Aufklärungsarbeit leistet für die Öffentlichkeit.

  7. Gast sagt:

    Sieht so aus, als rechtnet die OPEC und andere mit einem Nachfragerückgang. Die wollen ab Januar die Förderung drosseln, um die Preise anzuheben.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Naja die rechnen damit das die Nachfrage nicht mehr so stark steigt wie die Jahre davor, das Überangebot hat verschiedene Ursachen, einmal produzieren die Nicht-OPEC Staaten mehr Öl als gedacht durch eine höhere Produktionseffizienz, die USA produzieren immer noch jedes Jahr mehr Öl und sind heute wieder der größte Ölproduzent, die Produktion stieg zuletzt wesentlich schneller als die Nachfrage da auch die Weltwirtschaft langsamer wächst, Der Handelskrieg und immer neue Umweltauflagen, starker Dollar drücken auf das Nachfragewachstum.

      https://oilprice.com/ ist eine Seite wo viele Artikel über den Energiemarkt veröffentlicht werden und wo man den neusten Entwicklungen gut folgen kann.

      Die Mitglieder der OPEC und Nicht OPEC Staaten die sich an der Förderreduktion beteiligen schummeln aber auch gerne bei dem Abkommen um sich einen kleinen vorteil zu ergattern, meist auf kosten von Saudi Arabien, deswegen ist dies auch ein ehr fragiles Abkommen welches immer droht zu scheitern.

      Wir werden sehen welchen Effekt das Abkommen erzielen kann, bisher war der Erfolg ehr mäßig und der Ölpreis konnte im besten Fall um die 60 Dollar stabilisiert werden da die Produktionszuwächse in den Nicht OPEC Staaten, speziell den USA die letzten Jahre so hoch waren.

    • Michael Egloff sagt:

      Klimastalinismus…
      Millionen von Klimawandelskeptikern, Malle-Fliegern und Thunberg-Spöttern wurden also in Gulags verschleppt, Millionen umgebracht durch die unbarmherzigen FFF-Schergen…
      Wenn dies alles so wäre, würde der Vergleich mit dem Stalinismus zutreffen.

      Aber Sprachradikalismus ist ja heute schwer angesagt. Kein Vergleich scheint extrem genug zu sein.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Die Situation ist doch die das die linke Politik die Klimapolitik für sich entdeckt hat um mehr Einfluss zu bekommen, das gefällt der rechten Politik natürlich nicht und anstatt auch auf den Zug aufzuspringen versucht sie den Klimawandel als gar nicht so schlimm darzustellen und das alles viel zu übertrieben ist.
      Dazu kommt das die rechte Politik gern von der Industrie gestützt wird während die linke Politik traditionell mit der Wirtschaft nicht auf so gutem Fuß steht.Die Industrie ist natürlich an milden Klimamaßnahmen interessiert…

      Das entscheidende Problem für die rechte Politik ist das die Auswirkungen des Klimawandels immer schwerwiegender werden und so die rechte Politik immer unglaubwürdiger.
      Bleibt die rechte Politik auf dem Weg den Klimawandel als Lappalie darzustellen werden die rechten Parteien wieder an Einfluss verlieren und überlassen das Feld anderen.
      Ich denke die rechten Parteien begehen mit ihrer Klimapolitik einen strategischen Fehler, die Zeit spielt hier gegen ihre Strategie…

      • Hendrik Altmann sagt:

        Hier hab ich noch ein Videobeitrag gefunden über das Thema des Artikels welchen ich interessant fand.

        https://www.youtube.com/watch?v=WukX4O-hraY

      • Michael Egloff sagt:

        Gerne würde ich Deiner Einschätzung folgen, Hendrik, dass die Glaubwürdigkeit und damit der Einfluss derjenigen leiden wird, die den Klimawandel als Hirngespinst oder zumindest als wenig bedeutsam abtun.
        Im postfaktischen Zeitalter geht es jedoch mehr um Bauchgefühle und Echokammer-Selbstbestätigungen, als um einen rationalen Diskurs.
        Und neben diesem postfaktischen, oft geradezu wissenschaftsfeindlichen Element kommt hinzu, dass menschlicher Anstand immer mehr auf der Strecke bleibt. Sehr gut z.Zt. in den USA zu verfolgen, wo ein klares Fehlverhalten des Präsidenten von der ihn tragenden Partei als legitim umgedeutet wird. Oder um die sich zuspitzende politische Situation in Großbritannien angesichts der Brexit-Problematik.
        Wo die Realität immer komplexer, widersprüchlicher und problembeladener wird, flüchten sich immer mehr Menschen in Erkenntnisresistenz und Aggressivität.

        Damit will ich keineswegs gesagt haben, dass von denen, die sich nicht in Erkenntnisresistenz flüchten, jeder einzelne immer angemessen reagiert und diskutiert. Auch bei denen gibt es mitunter den Hang zu Sprachredikalität und Aggression. Aber nicht so verbreitet, wie unter den rechtspopulistischen Erkenntnisverweigerern.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Die größten Folgen der Emissionen die wir heute in die Atmosphäre leiten werden wir erst in einigen Jahrzehnten erleben, dies ist das Problem wenn wir die Sache psychologisch betrachten, es tut halt noch nicht so weh…

          Ach da sind mal ein oder zwei heiße trockene Sommer oder ein bissl dolle Wind das passiert halt mal in der Natur, macht doch nix, gibt es Entschädigungen und die Kartoffeln kosten halt 20 Cent mehr das Kilo einen Sommer lang oder dann darf man halt mal seinen Rasen einen Monat nicht wässern, egal.

          Erst wenn es wirtschaftlich hier jeden richtig weh tut wird auch jeder versuchen dies zu ändern aber hier ist wieder das Problem mit den Verzögerungen im System die durchaus mal 100 Jahre oder mehr dauern können, es könnte dann zu spät sein.

          So sind uns heute praktisch schon 6 Meter Meeresspiegelanstieg sicher, selbst wenn wir das Pariser Abkommen als “Weltgemeinschaft” erfüllen würden, denn bei 1,5 Grad Erwärmung schmelzen trotzdem große Teile Grönlands ab und viele Gletscher um die Welt schmelzen ab…
          Die 6 Meter kommen nicht in diesem Jahrhundert, also hoffe ich zumindest xD, aber über die Nächten Jahrhunderte, wenn es nur bei 1,5 Grad bleibt wohl gemerkt.

          Wir haben von 1700-1750-2020 ca 1,4 Grad bereits erreicht und es dürfte sehr schwer werden die Erwärmung noch unter 2 Grad zu begrenzen, wahrscheinlich werden es sogar 3 Grad werden.

          Die wenigsten realisieren was bereits 1,5 Grad für uns bedeuten noch was 3 Grad Erwärmung für Veränderungen bewirken.

          Die Menge an Energie die zusätzlich in den Ozeanen und der Atmosphäre eingefangen wird ist größer als würde man zig mal alle Atombomben der Welt jeden Tag zünden und diese Energiemenge wächst auch noch jedes Jahr an, das hat natürlich Folgen die wir immer mehr zu spürend bekommen werden.

          Der erste große Dominostein wird sein wenn das Arktiseis im Spätsommer einige Wochen verschwinden wird, ab da an sind wir in wirklich großen Schwierigkeiten, natürlich schon vorher aber das wird ein globaler Wendepunkt werden der unsere Zivilisationen zutiefst erschüttern wird, die Folgen werden auf jeden Fall katastrophal werden, da haben wir bis jetzt noch gar nichts gesehen.

          • Michael Egloff sagt:

            Ich vermute, im Laufe der nächsten Jahre werden wir es erst einmal mit der nächsten zyklischen Weltwirtschafts- und Finanzkrise zu tun bekommen.
            Die Vermögens- und Schuldengebirge sind so riesig geworden, die Geldpolitik selbst in den Jahren des weltweiten Konjunkturaufschwungs so exzessiv, die Handelskonflikte vor dem Hintergrund der geopolitischen Rivalitäten so stark anwachsend, dass die nächste zyklische Krise einiges an Strukturen in der Weltwirtschaft erschüttern wird. Und auch die politischen Konsequenzen einer heftigen weltweiten Wirtschaftskrise werden bedeutend sein.
            Wenn dann die globalen Emissionen vorübergehend um 3 oder gar 5 Prozent sinken werden für vielleicht 2 Jahre, wird das als bedeutender Sieg in der Klimafrage uminterpretiert werden. Und in einer akuten Wirtschaftskrise wird ohnehin das Klima- und Ressourcenthema erst einmal nach hinten gedrängt werden.
            Im Verdrängen unbequemer Wahrheiten sind wir Menschen ja sehr begabt.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Natürlich werden wir hier eine heftige Kontraktion sehen bzw. Korrektur, unser Finanzsystem funktioniert ohnehin nicht so wie es derzeit ist, völlig abgesehen vom natürlichen Boom&Bust Zyklus.

          • Hendrik Altmann sagt:

            Eien Folge würde zum Beispiel sein das sich das System aus Meeres und Atmosphärenströmungen stark verändern würde, das Klima würde einige Jahrhunderte verrückt spielen, also wirklich verrückt spielen bis sich die Strömungen neu ausgerichtet haben, was dann auch wieder bedeutet würde das ganz andere klimatische Zustände herrschen würden für viele Ragionen um den Globus.

            Die Energie von der Sonne die besonders stark am Äquator die Erde trifft wird praktisch von den Polen angezogen und zwar je nach dem wir stark die Differenz der Temperaturen vom Äquator zu den Polen ist.
            Die Temperaturdifferenz vom Nordpol zum Äquator verringert sich aber seit Jahrzehnten durch den Klimawandel besonders schell, also wirklich extremst schnell, so schnell das eine Generation den starken Veränderungen praktisch zuschauen kann…

            Dadurch gibt es natürlich immer weniger Anreiz für die Energie die den Äquator triff sich zum Nordpol zu bewegen, die Folge wird sein das sich diese Strömungen in den Ozeanen und in der Atmosphäre hin zum Nordpol abschwächen und dann entweder die mittleren Breitengrade mehr erwärmen oder sich mehr zum Südpol orientieren oder beides.

            Asien, Nordamerika und Afrika werden wohl am stärksten von Dürren und Wüstenbildungen betroffen sein, während Inselstaaten am stärksten von starken Wirbelstürmen betroffen sein werden, die Ozeane wird es noch heftiger treffen, in dem Perm/Trias Klimawandel wurden die Ozeane praktisch zu Todeszonen für tausende Jahre was wir praktisch gerade am wiederholen sind.

            Es gibt wirklich nur einen Weg und ist das die Treibhausgas Emissionen runter müssen und zwar ziemlich schnell, nicht weil es uns grüne Politiker sagen oder nicht einmal weil es uns die Wissenschaftler sagen, nein weil es uns die Berge an Daten sagen die wir mittlerweile gesammelt haben, mit allen möglichen Methoden und Instrumenten die wir uns ausdenken konnten.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Also die Berge an Daten haben wir mit allen möglichen Methoden und Instrumenten gesammelt die wir uns ausdenken konnten, ich sollte mein Kommentare wirklich noch mal gegen lesen bevor ich auf Posten drücke…

  8. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article204242878/CO2-Preis-So-teuer-wird-das-Klimapaket-fuer-deutsche-Haushalte.html

    Ein Artikel in der Welt über die Kosten von Maßnahmen die Treibhausgasemissioen senken sollen, allerdings eine sehr simplifizierte Rechnung.

    Was nicht mit bedacht wurde ist das ein CO2 Preis auch alles indirekt teurer macht, jedes Unternehmen würde durch einen solchen CO2 Preis viel höhere Ausgaben verbuchen, vom Transportunternehmen über Serviceunternehmen bis zur Produktion und Vermarktung, Handel,Jede Dienstleistung und jede Ware würde deutlich teurer werden, denn die Kosten würden sich am Ende bei den Verbrauchern akkumulieren.

    Jede Dienstleistung und jede Ware hat einen Transportaufwand der teurer würde, genauso würde der Aufwand für Gebäude teurer, für Strom, für Arbeitskräfte, eben alles, die Rechnung der Welt hier müsste also wesentlich höher sein.

    Der CO2 Preis muss auf jeden Fall in gleicher Höhe wieder an die Bevölkerung ausgezahlt werden ansonsten fährt die Sache hier in Deutschland krachend gegen die Wand, das Ziel ist das ein geringer CO2 Verbrauch belohnt und ein hoher bestraft wird, was bei einer gleichmäßigen Auszahlung gewährleistet wäre, nach der Modell der Schweiz zum Beispiel.

    Aber was will man erwarten wenn die Bundesregierung halbherzige Maßnahmen völlig undurchdacht und mit fehlender Kompetenz in einer !Nachtsitzung durchpeitscht…

    Das gesamte Klimapaket muss neu verhandelt werden sonst drohen tatsächlich Aufstände…

    • Hendrik Altmann sagt:

      PS: Mittlerweile hat die Welt den Artikel in den Plus Bereich verschoben, anscheinend wegen der vielen Aufrufe des Artikels…

    • Hendrik Altmann sagt:

      Und wenn jetzt viele denken Moment mal wenn das Geld wieder zurück verteilt wird macht das dann einen Unterscheid, die Antwort ist ja einen gewaltigen.

      Vor allem werden die Kosten so verteilt das auch einkommensschwache Haushalte die Kosten für diese Klimapolitik mit tragen können, bzw. werden dadurch einkommenschwache Haushalte mit subventioniert so das sie weiterhin Strom, Nahrung, Wasser und Miete bezahlen könne, sie würden mehr Geld zurück bekommen als sie einzahlen.

      Den Großteil der Kosten würden so einkommensstarke Haushalte tragen oder Haushalte die veraltete Technik benutzen bzw. viel in die ferne reisen.

      Leute die statt nach Thailand zu fliegen eine Radtour an die Ostsee oder den nächsten Naturpark/Badesee unternehmen würden profitieren und auch mehr zurück bekommen.

      Der Druck für die Industrie weniger Treibhausgase zu emittieren würde aber trotzdem immer weiter wachsen und so Innovationen und Entwicklung zu den Technologien voran treiben die weniger Treibhausgase produzieren.

      Die beste Lösung für einen CO2 Preis wäre also eine CO2 Steuer die an alle Bürger zum gleichen Teil wieder ausgezahlt wird, während die Auszahlsumme für jeden die gleiche ist, zahlen besonders die viel ein die viel konsumieren und das auch noch besonders CO2 intensiv.

      Einkommensschwache würden durch eine solche CO2 Besteuerung durch die Bank weg profitieren.

  9. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.spiegel.de/video/elektromobilitaet-erstes-reines-e-flugzeug-hebt-ab-video-99031196.html

    Nun elektrisch fliegen ist möglich zumindest in der Kurzstrecke, vielleicht ist es teurer aber es ist ein Anfang der mit genug Zeit und hoffentlich besseren Batterie Alternativen eine strahlende Zukunft haben könnte.

    Dies ist nur eine Umrüstung, in Zukunft werden die Modelle noch deutlich effizienter werden.

    • Michael Egloff sagt:

      Aha, ein Elektroflugzeug für wohl wie viele Passagiere?
      Von außen betrachtet würde ich schätzen: maximal 4. Ohne Gepäck. Auf der Kurzstrecke, die man bequem auch mit dem Zug fahren kann.
      Also nicht um die 300 Passagiere mit Gepäck auf jeder vorstellbaren Distanz.
      Und die 4 Passagiere müssen sich dann auch noch in die Kosten für den Piloten reinteilen. Ein richtiges Upper-Class-Projekt.
      Der berühmte Apfel-Birnen-Vergleich. Wobei hier die Birne zwar “Bio” ist, aber extrem klein und schrumpelig.

      Und was ist schon ein einziges Elektroflugzeug für angenommen 4 Passagiere gegen erstmalig 1 Million SUVs und sonstigen Schwergewichtsautos, die in Deutschland innerhalb von weniger als einem Jahr neu zugelassen wurden? Von diesen gerade mal 1,1 Prozent der Weltbevölkerung?

      Man sieht:
      Bericht über das Elektroflugzeug: für das Klima völlig irrelevant.
      Bericht über die in Deutschland zugelassenen SUVs und Pickups: für das Klima höchst relevant.
      Und wie viele Windräder sind im Saldo dieses Jahr errichtet worden in Deutschland?
      Weniger als 100!
      Wenn wir so weitermachen, verfehlen wir unser (nicht einmal ausreichendes) Emissionsreduktionsziel für 2030 noch deutlich stärker, als wir es 2020 getan haben werden.
      Im Pläne verabschieden sind wir großartig. Im Realisieren sind wir Nieten.
      Nicht nur in Deutschland, aber hier ganz besonders.

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