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Saudi Arabien überall: Australien findet sehr, sehr viel Öl

233 Milliarden Barrel Öl wurden in Australien gefunden, was erneut den Vergleich zu Saudi Arabien provoziert. Das sind allerdings keine konventionell förderbaren Ressourcen, sondern Tight Oil, dessen Qualität und Wirtschaftlichkeit noch nicht getestet wurde. Ausreichende Probebohrungen gab es offenbar noch nicht. Als unter derzeitigen Bedingungen förderbar werden etwa 3,5 Milliarden Barrel eingeschätzt. Bei einem globalen Tagesverbrauch von ca. 90 Millionen Barrel also eine statische Reichweite von 40 Tagen. Natürlich kann dieses Öl niemals mit einer Geschwindigkeit von 90 Millionen Barrel pro Tag gefördert werden - was ja das große Problem des Frackings darstellt - , so dass diese statische Betrachtung eine Milchmädchenrechnung ist, die die Größenordnungen deutlich machen soll.

Dirk Maxeiner von der Achse des Guten muss also geantwortet werden: Schöner Fund. Ob die Australier ihr Land durchlöchern wollen, steht auf einem anderen Blatt. Ob es sich für die Förderkonzerne lohnt auf einem weiteren. Was die Förderung kostet und ob die Abnehmer diesen Preis bezahlen wollen auf einem Dritten. Euphorie ist unangebracht.

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11 Kommentare to “Saudi Arabien überall: Australien findet sehr, sehr viel Öl”

  1. Tom Schülke sagt:

    Da ist es wieder… die gleiche Frage wie beim Science Sceptical Blog… bekommen wir es schnell genug raus… (was dort überhaupt nicht verstanden wurde)

    Trotzdem stelle ich mir die Frage, wie weit uns das alles trägt.. Wenn wir noch einige solcher Funde machen, Erweitert das die Reichweite des Öls natürlich doch ein gutes stück… Sozusagen Kleinvieh (inder Fördergeschwindigkeit) macht am ende doch einiges aus.. Wenn auch teuer und mit schlechtem EROEI

    • Roderik sagt:

      Wie weit das alles trägt? Nicht sehr weit, fürchte ich, denn die Förderer des teuren Erdöls sitzen auf einem Ast, den sie tunlichst nicht durchsägen sollten: hohe Ölpreise!

      Es ist ihnen also anzuraten, nicht ungestüm und zu erfolgreich ans Werk zu gehen, sonst sinken womöglich die Ölpreise unter ihre Kostenstruktur und dann …..

  2. eliso sagt:

    Passt grad nicht so zu Australien und Öl vielleich lesensert:

    http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/280/1754/20122845.full

  3. Flin sagt:

    Es kommt wie ich es mir schon vor 20 Jahren gedacht habe, sobald das leicht zu findende und zu fördernde Öl weg ist wird alles Angezapft was nur geht. Ich denke Mittlerweile das Nach dem Öl dann noch alle Kohle und Gas verfeuert werden . 5 Grad Erderwärmung werden Realität, wenn wir Glück haben.Dann ist das ganze schon ein Selbstläufer geworden.
    Sollten die Methanhydrate grösstenteil hochkommen dann wirds richtig lustig.
    Hauptsache die wirtschaft rollt. Sollten in 1000 Jahren noch Wissenschaftler leben werden einige wohl denken, wie bescheuert wir doch waren.

    • Tom Schülke sagt:

      Das steht zu befürchten.. Doch bei 5Grad plus, stehen unserer Chancen schlecht.. aus Vielfältigen Gründen…

      Ein schöner Artikel ist gerade erschienen der sich aus sicht einiger Wissenschaftler, Biologen damit beschäftigt..

      http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/280/1754/20122845.full.pdf

      Schön erschreckend möchte man sagen.. Ich bin immer noch ein wenig Perplex von meinem Kontakt mit den Wachstumsfreunden. Es fällt mir schon schwer zu verstehen, wie die Denkstrukturen laufen, wenn die Warnzeichen die allenthalben um uns herum aufzuflackern beginnen als illusion abgestempelt werden..

      Auf die Genugtuung am Ende recht zu behalten könnte ich verdammt gut verzichten…

    • Tom Schülke sagt:

      Ach ich seh gerade, Eliso hat das gleiche geposted…

      Dafür habe ich ddie gesamte Pdf dazu gefunden…
      gruß

  4. M.U. sagt:

    Passt vielleicht nicht umbedingt zum unmittelbaren Thema des Artikels und sicherlich werden einige Leser diesen Vortrag auch schon kennen. Dennoch möchte ich ihn hier verlinken, weil wie ich finde Prof. Niko Paech alles Wichtige verständlich und prägnant auf den Punkt bring. Ein sehr sehenswerter Vortrag.

    Postwachstumsökonomie Prof. Niko Paech – Teil 1
    Postwachstumsökonomie Prof. Niko Paech – Teil 2
    Postwachstumsökonomie Prof. Niko Paech – Teil 3
    Postwachstumsökonomie Prof. Niko Paech – Teil 4
    Postwachstumsökonomie Prof. Niko Paech – Teil 5
    Postwachstumsökonomie Prof. Niko Paech – Teil 6
    Postwachstumsökonomie Prof. Niko Paech – Teil 7

    Und da es Herr Kracht nicht selber macht! Hier eine kurze und lesenswerte Abhandlung über die Utopie einer technologischen Gesellschaft.
    Der Regierungsberatungscomputer
    Ich persönlich hoffe sehr, das uns für derartige Visionen mancher Wissenschaftler zukünftig die Ressourcen fehlen.

    @Marcus Kracht
    Sie haben vor einiger Zeit einen Artikel mit dem Titel „Wishful Logic“ geschrieben. Könnten Sie diesen noch einmal in deutscher Sprache formulieren? Oder gibt es vielleicht schon eine deutsche Version davon?

    • Marcus Kracht sagt:

      @M.U.
      Danke für die Nachfrage. Ich wollte den Artikel in der Tat übersetzen, bin aber noch nicht dazu gekommen bzw. habe mich des öfteren ablenken lassen. Ich hoffe, dass ich die Übersetzung recht bald nachreiche. Ich melde mich dann.

  5. steffomio sagt:

    „…Ob die Australier ihr Land durchlöchern wollen, steht auf einem anderen Blatt…“

    Die Frage des Wollens stellt sich bei Erdöl nicht. Wenn es eng wird, wird gefördert. Koste es was es wolle.

    Spätestens seit der Aufhebung des Naturschutzes beim Fracking in den USA sollte klar sein, das zur Not *sämtliche* Schutzvorkehrungen aufgehoben werden.

    So gesehen kann man Schutzvorkehrungen auch als künstliche Verknappung sehen.
    Künstlich verknappt bis sich die USA die wesentlichen Förderländer einverleibt bzw unterjocht hat um anschließend den Hahn aufzudrehen und sich dumm und dusselig zu verdienen und der angestrebten Weltherrschaft neuen Antrieb zu geben.

  6. Kurt sagt:

    Jaja 5 Grad-es darf gelacht werden.100 Co2 Teilchen pro Million sollen die Erde erwärmen?Nicht zu vergessen das dort wo das CO2 wirksam sein soll es nur 10 Teilchen sind.
    Sollte es wirklich zu warm werden ist es kein Problem die Erde abzukühlen-sollte es kälter werden haben wir ein Problem!

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