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Tatendurst in 2015?

Jahreswechsel sind gute Gelegenheiten, zurückzuschauen um zu erinnern, wo man herkommt und nach vorn zu schauen, um zu überlegen, wo man hinwill:

Im Blick zurück entsteh'n die Dinge,

im Blick nach vorn entsteht das Glück.

In höchste Höhen, wo wir schwindeln.

In tiefste Tiefen und zurück.

Tocotronic: "In höchsten Höhen" auf "Pure Vernunft darf niemals siegen", 2005

Die Ölfrage, die auf Peak-Oil.com diskutiert wird, wird vor allem als äußerer Impuls wahrgenommen: Etwas, was nur begrenzt selbst beeinflusst werden kann, sondern vor allem durch äußere Umstände vorgegeben wird. Man kann und sollte sie getrost als Rahmenbedingung einer ungewissen Zukunft lesen, will man Hoffnung hegen, sollte man die mit ihr verbundenen Risiken nicht als gesetzt sehen, sondern als beeinflussbar. Welche realistischen Handlungsmöglichkeiten hat aber der Einzelne? ist die Frage von Spigola in seinem Kommentar zum Weihnachtsposting.

Diese Frage soll 2015 hier öfter diskutiert werden, um Ohnmacht durch zunehmende (Selbst-)Ermächtigung zu ersetzen. Das Ausglimmen des Ölzeitalters soll nicht passiv ertragen, sondern trotz aller angenommener Widrigkeiten aktiv mitgestaltet werden.

Dabei werden wir nicht umhin kommen, festzustellen: Die öffentliche Meinung ist preisabhängig. Der Ölpreiseinbruch seit Sommer 2014 sediert die Autofahrernationen und wird nicht so schnell dazu beitragen, die energie- und wirtschaftspolitischen Fragestellungen zum Stammtischgespräch zu machen. Wen Peak Oil umtreibt, muss sich klarmachen, dass er/sie ein hochkomplexes Thema ohne einfache Antworten mit sich herumträgt, deren dunkle Doomer-Seite unsere alltagsgestressten Mitmenschen nicht hören wollen. Allerdings liegt hier möglicherweise schon die erste Handlungsebene für jene, die 2015 tatendurstig sind: Für sich selbst erproben, wie man über Peak Oil dezent und unaufdringlich, bestimmt aber unterhaltsam spricht, so dass das Gegenüber eher Neugier als Ablehnung, eher Fragen als Antworten entwickelt. Das ist eine Übung für den Geist, die jeder erproben kann, der sich Gelegenheiten schafft - unabhängig vom Ölpreis. Im Freundes- oder Kollegenkreis, in gesellschafts- oder energieinteressierten Zirkeln oder auch für sich allein: Beim Schreiben von Texten, zeichnen von Bildern oder Zusammenstellen bunter Tabellenkalkulationen.

Die zweite Handlungsebene ist jene des eigenen Haushalts. Als Herausgeber dieses Blogs nehme ich an, dass bis auf sehr seltene Ausnahmen alle Leser in einer Wohnung wohnen, in irgendeiner Form mobil sind, Einkaufen, essen und konsumieren, Teil einer Familie sind, einem Beruf nachgehen oder zumindest Geld einnehmen und ausgeben. Jeder Akt, der im Zusammenhang mit diesen alltäglichen Selbstverständlichkeiten (?) steht, trägt immer auch dazu bei, die eigenen Risiken für Energiekrisen zu vergrößern, zu verkleinern oder in Balance zu halten. Ein jeder ist gut beraten, sich in seinem eigenen Ölentzug nur jenem Stress auszusetzen, der auch wirklich (er)tragbar ist. Gemäß Rebound-Effekt wissen wir: Jeder Liter Öl und jede kWh Strom, die wir nicht verbrauchen, verbraucht stattdessen jemand anderes. Seinen Alltag auf den Kopf zu stellen, um Ressourcen zugunsten eines Dritten nicht zu brauchen, macht daher nur begrenzt Sinn. Legt man seinem Handeln allerdings Risiko-Aspekte zugrunde und handelt möglichst so, künftige Risiken zu mindern oder gar zu vermeiden, wächst aus Einspar-Naivität möglicherweise familiäre Resilienz.

Der große Bonuspunkt für diese Handlungsebene: Sie liegt im direkten Einflussbereich eines jeden von uns. Die eigene Wohnung, die eigenen Einkaufsgewohnheiten, das eigene Mobilitätsverhalten - da mag es Ausreden geben, alles beim Alten zu lassen, aber kein Argument namens "Machtlosigkeit". Resilienz allerdings beginnt bei der eigenen Gesundheit, auch der mentalen Gesundheit! Wer Ansprüche an sich legt, die unerfüllbar bleiben, wird möglicherweise Peak-Oil-resilienter werden, macht sich aber zugleich verletzlich an anderer Stelle. Daher macht es Sinn, eigene Verhaltensänderungen angemessen einzusortieren. Geduld kann hier ein hilfreicher Begleiter sein: Geduld gegenüber der eigenen Familie, Freunden, Kollegen und anderer Gemeinschaften, aber auch Geduld gegenüber sich selbst. Das lohnende Ziel: Ein Vorbild abzugeben, an dem andere sich orientieren können, das andere kopieren können. Getreu dem Kopiertrieb unserer Spezies, zusammengefasst im Slogan "Affe sieht. Affe tut."

Als dritte Handlungsebene möchte ich jenen Graubereich diskutieren, der hinter dem eigenen Einflussbereich liegt. Computerspieler kennen das Konzept des "Nebel des Krieges" (fog of war): Ein Bereich in der Computerspielwelt, in der man vielleicht schonmal war und von der man daher ein diffuses Bild hat, in den man aber keinen aktuellen Einblick hat, weil der aktuelle Einfluss eben nicht bis dorthin reicht. Es ist daher eine Art Tautologie, wenn man feststellt: Einfluss hat jeder nur im eigenen Einflussbereich. Dahinter siehts trüber aus. Betrachtet man die moderne Gesellschaft als ein Netzwerk aus Individuen, so darf sich jeder Mensch als Mittelpunkt seines eigenen Netzwerkes sehen. Um ihn herum und mit ihm über Beziehungen unterschiedlichster Art und Intensität verbunden sind all jene, mit denen er Beziehungen pflegt. Der eigene Einflussbereich beschränkt sich in dieser Netzwerksicht also auf sich selbst und alle Menschen, zu denen es Verbindungen gibt - dahinter liegt der "Nebel des Netzwerks". Wir "wissen" zwar, dass auch die Menschen, mit denen wir verbunden sind, wieder Verbindungen zu anderen haben, die wir nicht kennen und wir können daraus ableiten, dass wir auch zu diesen Dritten "Beziehungen" und damit "Einfluss" haben, aber eigentlich ist es nicht unser eigener Einflussbereich, sondern der unserer Familie, unserer Freunde, Kollegen, Bekannten und Geschäftspartner. Wollen wir unseren Einflussbereich ausweiten, müssen wir neue Beziehungen eingehen und uns möglicherweise aus der beziehungstechnischen Komfortzone herausbewegen, in die wir uns eingebunden haben. Dann erweitert sich unser Einfluss und der "Nebel des Netzwerks" lichtet sich dort, wo neue Menschen in unser Leben treten.

netzbewusstsein

Bezogen auf Peak-Oil-Aktivitäten entsteht die Frage, in welche Richtung eine Ausweitung des persönlichen Einflussbereichs hilfreich sein kann. Laut dem Anthropologen Robin Dunbar ist es für die meisten Menschen schwierig, mehr als 100 bis 250 Beziehungen aufrecht zu erhalten (Dunbar-Zahl: 150), daher riskiert jeder mit der Intensivierung von Kontakten in neue Einflusssphären, alte Beziehungen zu vernachlässigen. Da jeder von uns persönliche Resilienz auch aus lang gewachsenen, persönlichen Beziehungen zieht, birgt die dritte Handlungsebene immer Risiken für das gewachsene persönliche Netzwerk. Allerdings bietet die kommunale Ebene eine interessante Balance: Menschen im eigenen Wohnort sind "netzwerktechnisch" nah an jenen Menschen, zu denen man bereits Kontakte pflegt. "Die Welt ist ein Dorf" sagt man, wenn man mal wieder jemanden trifft, mit dem man gemeinsame Bekannte teilt. Der Vorteil, Peak Oil kommunal zu thematisieren, wurde auf diesem Blog gelegentlich thematisiert. Zusammengefasst läßt sich dies aber nochmal so sagen: Wenn Familie und Freunde das ganz persönliche Nest sind, in dem jeder sich aufgehoben fühlt, so sind die Dörfer und Städte die "transfamiliären" Nester. In ihnen wohnen wir, in ihnen leben wir. Sie versorgen uns, sie wärmen uns. Sie sind die Manifestation dessen, dass wir Menschen Gesellschaftstiere sind. Und sie sind zugleich die Ebene, auf der es für jeden relativ einfach ist, den eigenen Einflussbereich zu dehnen: denn man hat's nicht weit. Die Stadt liegt vor der Haustür. Wäre allein dieses Nest, in dem du lebst, lieber Leser, resilient gegenüber Ölkrisen, so wäre dein ganz persönliches Peak-Oil-Problem komfortabel gelöst. Es könnte dir fast egal sein, was "die in Berlin" machen - diese 632 Menschen, auf die gesellschaftliche Probleme viel zu oft projeziert werden und auf die sich schnell schimpfen läßt. Die kommunale Ebene ist für Peak-Oil-Fragen wichtig, weil wir in ihr tatsächlich leben und viel gewönnen, wenn der eigene Wohnort von Ölkrisen unberührt wäre. Und sie ist vergleichsweise leicht beeinflussbar, weil sie so nah ist, weil man nur aus der Wohnung gehen muss, um mittendrin zu sein.

Abseits von all diesen Überlegungen gilt natürlich: Jeder von uns hat eine spezielle Lebenssituation und spezielle Fähigkeiten. Was dem einen schwer fällt und Anstrengung kostet, ist für den anderen ein Kinderspiel. Das Potenzial dieser Webseite ist, dass so viele Leute zu diesem einen Thema regelmäßig wiederkommen, mitlesen und manchmal mitschreiben und aus der Kombination ihrer Fähigkeiten mehr entstehen könnte, als dass was Einzelne schaffen. Daher möchte ich einladen, die Kommentarfunktion auch zu nutzen, um miteinander Kooperationen auszuloten. Gern stelle ich auch Kontakte her, wenn das auf "offener Bühne" nicht so gut geht.

Um den Tatendurst konkret zu machen, eine Liste an Dingen, die für 2015 anstehen könnten:

  • Keine Flugreisen. Stattdessen: Deutsche-Bahn-Geduld trainieren.
  • Im Sommerurlaub per Fahrradtour die eigene Region erkunden.
  • Nur noch Stoßlüften.
  • Mitglied im Postfossil-Institut e.V. und/oder im Transition Netzwerk e.V. werden und überregionale Vernetzung halten.
  • Einen Termin mit einem Gemeinderat/Stadtrat machen um ihn/sie zu fragen, wie der eigene Wohnort auf Energiekrisenrisiken vorbereitet wird.
  • Den Chef (oder wichtigen Geschäftspartner) fragen, was Ölkrisen für sein Geschäftsmodell bedeuten.
  • zwei oder drei Leserbriefe
  • In Transition 2.0 im Kino zeigen und zur Diskussion einladen.
  • ...oder doch: Ein paar Landtagsabgeordnete "knacken"?

Was nimmst du dir vor für 2015? Lass uns teilhaben, auch kleinste Schritte sind willkommen.

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46 Kommentare to “Tatendurst in 2015?”

  1. M. Sastre sagt:

    Ich für meinen Teil werde erst einmal den Flugschein machen – für Strahlflugzeuge mit Nachbrenner versteht sich. Damit beschleunige ich die Transformation in die Postfossil-Ära und helfe allen bisher Unentschlossenen sich mit dem Unvermeidbaren anzufreunden. Zum Flugplatz fahre ich dann natürlich mit dem Fahrrad.

  2. Dieter Schmitz sagt:

    Forscher: Fracking verursachte Erdbeben in Ohio

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Forscher-Fracking-verursachte-Erdbeben-in-Ohio-2508440.html

    Da das Beben nur eine Stärke von 3 hatte, werden die Amerikaner weither „business as usual“ betreiben.

    Und die bekloppten in Deutschland leider auch. Oder gibt es irgendwo ECHTE Proteste???

  3. Michael Egloff sagt:

    Bei Ölpreisen von 50 Dollar einem Kurzdenker (= 98% der Bevölkerung) das Peak-Oil-Problem erklären zu wollen kommt dem Versuch gleich, eine Eintagsfliege im Herbst auf den kommenden Winter hinweisen zu wollen.
    Erst kürzlich traf ich einen Bekannten, den ich schon so weit gebracht hatte, erste Zweifel am ewigen Fortbestehen des Energieparadieses zu entwickeln.
    Dieses Mal hatte er einen leicht spöttischen Zug im Gesicht, den er mit den Worten untermalte: „Na, das wird wohl nichts mit dem Peak-Oil“
    Eine andere Bekannte, ansonsten durchaus wissensreich und belesen, teilte mir mit, dass die Menschheit für jedes Problem eine Lösung finden wird, so wie das ja in der Vergangenheit auch schon der Fall war.

    Irgendwie bin ich es leid, den Ozean der Ignoranz mit einem Teelöffel trockenlegen zu wollen.

    Und was die kommunale Seite angeht: gewiss, etwas zu machen ist immer sinnvoller, als nichts zu machen.
    Aber die „Wendeinitiative“ in meiner Heimatstadt hat eine Mitgliederzahl von nicht einmal 0,02% der Bevölkerung. Davon kein einziger kommunaler oder wirtschaftlicher Entscheider.
    Und selbst ein um Resilienz bemühter Bürgermeister wird im Sinne der Schaffung heutiger Arbeitsplätze und Generierung heutiger Steuereinnahmen nicht umhin kommen, im Gewerbegebiet die Ansiedlung von Autozulieferern oder Logistikzentren zu akzeptieren, also das Gegenteil von Resilienz auf längere Sicht in der Wirtschaftsstruktur zu etablieren.
    Und gegen das Vordringen von Großbäckereien zu Lasten kleinerer einheimischer Bäckereien (Beispiel) wird er auch nicht viel ausrichten können, ebenso wie vom Verkauf von Mineralwasser in den Supermärkten, das durch halb Europa gekarrt wurde.
    Unsere Wendeinitiative plus Stadtverwaltung hat das Projekt „essbare Stadt“ gestartet, das etwa 0,0001% des Kalorienbedarfs der Stadtbevölkerung abdecken wird.
    Wie gesagt: fast wirkungslos zu sein ist immer noch besser, als völlig wirkungslos zu sein.

    Entschuldigt meinen Sarkasmus. Ich weiß das Engagement von Norbert und anderen sehr zu schätzen, und versuche auch selbst etwas zu unternehmen, über meine persönlichen Konsequenzen hinaus.
    Und doch erkenne ich unsere weitgehende Ohnmacht.
    Der kollabierende Ölpreis steigert leider unsere Ohnmacht noch und vergrößert den Ignoranz-Ozean.

    • Mario sagt:

      Ich kann da leider nur zustimmen. In meinem Umkreis ist niemand, aber auch wirklich niemand der sich annährend mit der Thematik beschäftigt. Die Spritpreise sind wunderbar günstig und für die Weihnachtsgeschenke braucht man nun wirklich gar nicht mehr das Haus verlassen…Aber nicht nur beim Thema peak oil besteht völlige Unwissenheit. Auch bei ebenso wichtigen Themen wie Staatsverschulgung, Arbeitslosigkeit, Demokratieabbau, Kalter Krieg mit RUS und dem wunderschönen billigen Geld herrscht absolute Unkenntnis.
      Ein bisschen Autofahren, mal was im Internet bestellen, was im TV schauen, ne Pizza bestellen, ein paar lustige Videos schauen und dann ab ins Bett.
      Ich habe diesbezüglich alle Hoffnung verloren was ändern zu können. Es muss erst richtig wehtun, dann folgt ein Undenken oder Hinterfragen. Vorher nicht! Das ist leider Fakt!

    • Dieter Schmitz sagt:

      Das Argument, dass die Menschheit für jedes Problem eine Lösung finden wird, so wie das ja in der Vergangenheit auch schon der Fall war, ist nicht widerlegbar!

      Denn es hat IMMER funktioniert.

      Die Menschen könne heute fliegen. Vor 150 Jahren undenkbar.

      Die Menschen können Raumstationen in 400 bis 600 km Höhe errichten. Vor 150 Jahren undenkbar.

      Der heutige Autoverkehr? Jeder Pferdebesitzer vor 150 Jahren hätte gelacht.

      Fliessendes Wassr, Kläranlagen, etc? Für den Sonnenkönig und seinen Hofstaat undenkbar.

      Das ist es, was mich nachdenklich macht.

      Schaut euch Projekt wie 2045 Initiative an! Oder die neuen Elektroautos.

      Wie soll man dagegenhalten?

      TTIP ist durch. TISA wird folgen. Proteste? Fehlanzeige.

      Dafür Urlaub auf Malle…

      • Norbert Rost sagt:

        @Dieter: Wer sagt, dass du „dagegen halten“ sollst? Asiatische Kampfsportarten lehren, dass es unproduktiv ist, dem Schlag des Gegners die eigene Kraft entgegenzusetzen. Sie empfehlen vielmehr, die Energie, die der Gegner in den Schlag legt so zu verstärken und umzulenken, dass er sein Gleichgewicht gefährdet. Ich argumentiere viel lieber aus dieser Philosophie heraus und bin zugleich darauf bedacht, in meine eigenen kleinen Schläge nie soviel Energie zu stecken, dass mich ihr Schwung zu Fall bringen könnte.

        Wenn das Argument lautet, den Menschen sei schon immer etwas eingefallen, lautet meine Antwort darauf: „Stimmt! Siehst du die Risiken da hinten, am Horizont? Sie gefährden unser Leben, wenn wir sie reaktionslos auf uns zurollen lassen. Lass uns deshalb darüber nachdenken, was wir uns einfallen lassen, um unser Leben zu schützen und die Risiken zu senken. Fällt dir was ein? Oder siehst du etwa die Risiken gar nicht, die ich sehe?“

        Ein Problem der Peak-Oil-Szenerie ist doch, dass die Doomer-Szenarien den Kopf dominieren und mit diesen Szenarien versucht wird, Freunde und Mitstreiter oder wenigstens Anerkennung zu gewinnen. Aber wer will schon jemandem zum Freund, der immer nur wiederholt, der Untergang kommt, lass uns gemeinsam Angst haben?

        Wäre es nicht für das Thema wie auch das persönliche Gespräch viel fruchtbarer, wenn über die Frage nach möglichen Zukünften ergebnisoffen debattiert wird und jede Frage, die im Kopf anderer Menschen entsteht, gefeiert wird?

        • Dieter Schmitz sagt:

          Das ist es!

          Der Untergang kommt eben NICHT!

          Seit 2009 erholt sich die Wirtschaft, die Börsen boomen, die Rohstoffe werden preiswerter, die Arbeistlosigkeit sinkt, Banken können nicht mehr kollabieren, der Dollar wird immer stärker, der Goldpreis fällt, etc.

          Die Doomer schauen ganz schön dumm aus der Wäsche. Und das nutzt die Öffentlichkeit aus.

      • Stefan Wietzke sagt:

        Hallo Dieter,

        Das Argument ist nicht wiederlegbar, aber deswegen trotzdem bescheuert.

        Es ist ein selbstbezüglicher Satz ohne Sinn. Wer ihn sagt, hofft das es gar kein Problem gibt. Denn nur das ist ein Problem, was bei seiner Lösung Schmerzen verursacht. Sonst ist es ja kein Problem.

        Der Satz ist so sinnlos wie: „Der Himmel ist blau weil er blau ist.“

        Das Problemverdrängung ist so alt wie die Menschheit und die antiken Griechen haben ihr im Kasandra-Mythos ein literarisches Denkmal gesetzt.

        Und sollte der Satznutzer doch ein Problem befürchten, dann sagt dieser nur aus: Hoffentlich müssen andere die Suppe auslöffeln.

        Und dann kann man so jemanden immer noch Fragen:

        „Übrigens, im Nahen Osten läuft auch gerade eine Problemlösung.
        Ich würde halt gerne diese Art der Problemlösung vermeiden. Und zwar aus purem Egoismus.“

  4. Kai Fischer sagt:

    Moin leute !

    Michaels Satz „Irgendwie bin ich es leid, den Ozean der Ignoranz mit einem Teelöffel trockenlegen zu wollen.“ und Marios „Ich habe diesbezüglich alle Hoffnung verloren was ändern zu können.“ sind für viele das Abbild der aktuellen Situation.

    Ich kann Euch nur sagen, lasst Euch nicht entmutigen ! Macht weiter, denn steter Tropfen höhlt den Stein.

    In unserem Kreis sind wir die „Vormacher“ und viele bereits begeisterte „Nachmacher“. Dabei benötigt es meist nur etwas Initiative und wenig Geld.

    Die in 2013 eingeführte „Plastikfreie Zone“ bei uns hat sich verselbstständigt und ist inzwischen nicht mehr belächelt, sondern Vorbild. Insbesondere bei Kosmetika wird immer mehr auf Mineralölfreie Produkte geachtet. Plastiktaschen sind verpönt, und auch das Fahradfahren, wie auch „das Kind NICHT mit dem Auto zur Schule bringen“ entwickelt sich. Die Kinder finden es sogar „uncool“ wie ein Baby mit dem Auto gebracht zu werden :)

    Also vieles ist möglich.

    Letztes Jahr hatte ich 1 Inlandsflug im Vergleich zu 68 das Jahr zuvor. Dafür bin ich Bahn Kunde und geniesse die Zeit mit entspanntem Lesen und Kennenlernen anderer Menschen.

    Nachahmer bei dem Umstieg von Flugzeug auf die Bahn gibt es ebenfalls.

    Beim Thema Ökostrom durch Naturstrom gibt es inzwischen nur noch wenige Bekannte die „fossilen oder AKW-Strom“ beziehen. Die Überzeugung z.B. bei Naturstrom mit dem Preis den Aufbau neuer EEG Anlagen mitzufinanzieren ist da! Und die Preissenkungen für 2015 bei Lichtblick, Naturstrom uvm sind ja auch ein Argument um Nachahmer anzulocken.

    Das Erneuerbare Energien im Jahr 2014 den größten Anteil hatten steht nicht nur in der Presse, sondern sollte auch in Diskussionen verwendet werden. Immerhin ist Deutschland mit den Erneuerbaren Energien als Industriestaat ein Vorbild. Und der Ausbau, insbesondere Offshore geht ja in 2015 erst los. 2015 wird der EEG Anteil daher weiter steigen, so dass wir bald von 30% oder mehr reden. Wow !

    Das viele inzwischen dank Eigenheim ihren Strom selber erzeugen und den sogar zum Heizen mit WP oder zum Herumfahren mit Elektroautos nutzen ist ein weiteres real passierendes Phänomen. Jede 5 Photovoltaikanlage wurde in 2014 mit Hausspeicher verkauft. Also: Die persönliche Energiewende kann weiter gehen als zum Ökostrom Anbieter zu wechseln. Sebst Balkon-Solarnalagen sind salonfähig geworden und es gibt günstige Eigenstrom-Modelle für Mieter.

    Die Bewegung ist nicht mehr aufzuhalsten nachdem sich sogar EON die Erneuerbaren als dezentrale Energieerzeugung auf die Fahre geschrieben hat.

    In diesem Sinne:

    Ein frohes 2015 !

    • Stefan Wietzke sagt:

      Ich finde echt gut wie viel da passiert. Ich bin ja mit meinem Unternehmen mit dem Thema Kostentransparenz unterwegs. Und man kann oft mit wenig einiges erreichen.

      Und dein Beitrag zeigt, dass man eben doch etwas verändern kann. Daher war ich mir erst nicht so sicher, ob ich jetzt schon wieder Wasser in den Wein schütten sollte. Aber ich denke doch das es wichtig ist, zu diskutieren, wo man Veränderung anstößt.

      Leider bringen nämlich alle diese Aktionen gar nichts, wenn die Wachstumsidee nicht weg kommt.
      Ich seh zwar auch jede Menge EEG-Anlagen nur leider wenig Energiewende. Wenn du die nach China verschobenen CO2-Mengen mit einbeziehst, ist der CO2-Ausstoß pro Kopf in den letzten 20 Jahren in Deutschland um NICHTS gefallen. Das bedeutet, zusätzlicher Flächen- und Landschaftsverbrauch, zusätzlicher Bergbau für die Rohstoffe und so weiter und kein Effekt.

      Nach den aktuellesten Zahlen liegt der regenerative Anteil am Primärenergieverbrauch in Deutschland bei 11,5%. Nehmen wir da noch die Biomasse raus, weil die nicht nachhaltig ist, dann sind es gerade mal 3,8%. Besser als nichts.
      Und im globalen Maßstab sieht es noch düsterer aus: IPCC Gründung vor 26 Jahren. Steigerung des Primärenergieverbrauchs bis 2010: 50,2% mit Tendenz zu exponentiellem Wachstum. Regenerative (ohne Biomasse): Verharren immer noch in der 0-Linie.

      Schuldigung, aber hatte vor ein paar Wochen gerade für eine Schulung noch die Daten für das Kapitel „was bringt die Energiewende“ zusammengestellt.
      Und die Antwort musste leider lauten „nichts“.

      Deswegen ist es so wichtig daw wir alle gegen die Wachstumsidiologie ankämpfen. Zu dem Thema werde ich hier in Kürze mal einen Artikel veröffentlichen. Muss ich aber noch mal entredigieren. Und ich glaube ich kann da ein paar gute Argumente liefern um in entsprechenden Diskussionen besser zu bestehen.

      • Tom Schülke sagt:

        Hallo Stefan.

        zu dieser Einsicht bin ich aus Gesamtsystemischer Sicht auch gekommen. Nix Klimawandelwende, ohne ende des Rebound effektes. Das stimmt.

        Aber es gibt ja auch zwei Aspekte der Eneriewende..

        Die zweite Seite ist eine Erhöhung der Resilienz durch redundante Strukturen..

        Und die hat ihren eigenen Wert, weshalb ich nach wie vor über jede Solarzelle und jedes Windrad froh bin.

        Das einzige was ich mich frage, ist ob es technische Wege gibt mit den fluktuationen klar zu kommen.

        Und da die größe der nötigen Speicher gigantisch ist, frage ich eher… sollten wir nicht ohnehin technisch dahin planen, das halt nur Tagsüber die maschinen arbeiten oder wenn wind weht ? kann man unte Umständen nicht einen viel höheren Nutzen aus der so verfügbaren fluktuierenden Energiemenge ziehen, wenn man dafür mehr Umwandlungsverluste in kauf nimmt ?

        Aber mein eigentliches Argument bleibt die steigerung der Redundanzen und damit mehr Resilienz.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Ein guter Einwand, auch in der Natur kann man erkennen das die Abläufe sich in der Nacht, teilweise stark von denen am Tag unterscheiden.

          Eine schlafende Industrie und Produktion in der Nacht, könnte zumindest zum Teil, der Speicherproblematik entgegen wirken.

          • Michael Egloff sagt:

            Das Hauptspeicherproblem zeigt sich nicht zwischen Tag und Nacht, sondern zwischen Sommer und Winter.
            Im Winter speziell dann, wenn sich für z.B. ein oder zwei Wochen ein Hochdruckgebiet mit tiefen Temperaturen und geringen Windgeschwindigkeiten (dunstige bzw neblige Inversionswetterlage) einstellt, was ja fast jeden Winter ein oder mehrere Male der Fall ist. Dann ist der Beitrag von Wind und Solar für mehrere Tage nahe Null.
            Um solch eine mehrtägige EE-Niedrigsteinspeisephase zu überbrücken wären weitaus größere Speicher vonnöten, als bei einer zu überbrückenden Nacht.

            • Stefan Wietzke sagt:

              Das ist genau das Problem. Man kann das verringern, indem man möglichst viele und möglichst weit verteilte Systeme zusammenschaltet. Wind aus der Nordsee, Sonne aus Spanien, etc.. Damit kann man viele Lücken rausmitteln.

              Dazu brauche ich aber erst mal mehr und technisch aufwändigere Netze, deutlich flexiblere Anlagen und muss einen schlechten Ausutzungsgrad akzeptieren, also ein viel komplexeres und schlechter ausgenutztes System. Dessen Investitionskosten liegen um ein mehrfaches über denen der fossilen Versorgung.

              Zusätzlich muss ich das Ding zentral steuern, das bedeutet die Anlagennutzung den einzelnen Betreibern entziehen. Damit habe ich gesellschaftsstrukturell nichts gewonnen, außer durch die Hintertür Millionen Menschen zu Anteilseignern am Energieversorgungssystem zu machen. Dazu hätten aber alle EEG-Anlagen Betreiber auch einfach Aktien von E.ON und RWE kaufen können. Unabhängigkeit ist da nicht gewonnen.

              • Tom Schülke sagt:

                Ja.. die Winterzeit.. aber dennoch.. Was bleibt uns denn übrig als damit umzugehen.. lieber als Gar keine Energie hätte ich zumindest im Sommer Energie , und wenns sein muß dann im Sommer nur Tags über..

                Wir werden wohl oder Übel wieder wie früher rücklagen für den Winter produzieren müssen.

                Schön das kein modernes Haus mehr eine Voratskammer hat ..

                wir haben alles an Wissen unserer Vorväter mit dem Bade ausgekippt.

                Aber irgendwo muß man halt anfangen..

              • Stefan Wietzke sagt:

                @Tom
                Was das Ziel betrifft: Ja.
                Aber wie es gemacht wird ist schlicht eine Katastrophe.

                Es ist eine Kombination aus maximal schlecht gemachter Planwirtschaft in Kombination mit einer großzügigen Verteilung von Feudalrenditen.

                Wenn es eine Technologie gäbe, die ohne fossile Brennstoffe auskommt, aber zum ähnlichen Preis zu haben ist würde die sich von ganz alleine durchsetzen.

                Gibt es die nicht muss ich sie administrativ in den Markt pressen. Die effizienteste, marktwirtschaftlichste und gerechteste Methode ist einfach die Nutzung fossiler Energieträger zu verbieten oder zu beschränken. Ob man das nun über den CO2- oder Energieghalt macht ist egal. Im ersten Fall steht der Umweltschutz im Fordergrund, im zweiten die Versorgungsunabhängigkeit. Mache ich das je Energieträger kann ich sogar noch steuern welchen ich zuerst aus dem Markt haben will. Damit kann der Markt die kosteneffizientesten Lösungen suchen. Die höheren Kosten verteilen sich gleichmäßig auf alle Stromverbraucher. Total einfach und total systemkonform.
                Man muss dann auch keine Feudalrenditen als leistunglose Einkommen verteilen, wie es das EEG tut.

                Ich hatte mir das mal so vorgestellt:
                Ich rette die Welt und bin bereit dafür auch meinen Anteil beizutragen.

                Und was haben wir bekommen:
                Du darfst die Welt retten, aber nur wenn du den Flasbecks dieser Welt dabei noch die Taschen füllst.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Ich finde auch da sollten wir in die Natur schauen, die Lösungen in 100 Millionen Jahren entwickelt hat.

                Natürlich werden wir niemals wieder das Produktionsniveau erreichen, wie im fossilen Zeitalter.

                Auch sollten wir schauen wie haben wir das vor 300-400 Jahren gemacht.

            • Michael Egloff sagt:

              @Stefan,
              natürlich sind auch solche kontinentalen oder gar transkontinentalen Netze auf ölbasierte Wertschöpfung angewiesen. Indirekt, was die Zurverfügungstellung finanzieller Mittel angeht, aber auch direkt:
              Ohne Großtransportmittel und große Montagetechnik wird es in weiterer Zukunft (ich spreche nicht von den nächsten 20 Jahren) auch keine neuen Großwindanlagen geben.
              Auch PV ist, was die Rohstoffgewinnung angeht, nicht völlig ölunabhängig.
              Selbst größere Biogasanlagen werden in Zeiten einer Landwirtschaft mit immer weniger Mechanisierungsgrad auf Sicht von einigen Jahrzehnten kaum noch mit Agrarprodukten zu beliefern sein.

              Zudem: alle Wind- und PV-Kapazitäten sind in einem Jahrhundert mindestens 3 mal komplett zu erneuern.

              • Stefan Wietzke sagt:

                Da muss ich dir wiedersprechen. Die für Netze und Windtürme notwendige Großmontagetechnik ist gar nicht so kompliziert.

                Die Säulen des Pantheon in Rom sind aus jeweils einem einzigen Stück gehauen und stammen aus einem Steinbruch in Oberägypten. Alle mit Seilen, Wind, Intelligenz und Muskelkraft. Komplizierter ist das bei einem Stromnetz und bei Windürmen oder PV-Anlagen auch nicht. Dauert nur länger und erfordert mehr Manpower.

                „Kleine“ Strukturen (bei gleichem Güteroutput) brauchen mehr Input. Wenn das nicht so wäre, wären die „Großen“ Einheiten nie entstanden. Wenn „groß“ nicht geht, gehts gar nicht.

                Deswegen verstehe ich den Paech da auch nicht. Die Arbeitsteilung hat die Effizienz erhöht. Ein Ressourcenproblem entsteht aber nur dadurch, dass diese erhöhte Effizienz in mehr Güteroutput umgesetzt wurde.
                Also muss jeder einfach seinen Güterbedarf ausreichend reduzieren und schon ist das Problem weg.
                Was die zusätzliche Vernichtung von Effizienz da bringen soll, verstehe ich einfach nicht.

                Zur Lösung des Problems trägt Relokalisierung aus meiner Sicht daher nicht bei.

                Auch das mit dem „Widerstandsfähig“ halte ich für eine Illusion. Denn genau so wenig wie sich Europa oder die USA gegen die Flüchtlinge abschotten können, genauso wenig kann sich eine lokale Gruppe gegen die hier diskutierten Probleme mittelfristiger „wiederstandsfähiger“ machen.

                Und gegen die Folgen eines kurzfristigen Zusammenbruchs (mit dem ich übrigens überhaupt nicht rechne) hilft nur die frühzeitige Übersiedlung in die Tiefen Sibiriens oder Alaskas, wo einen dann hoffentlich niemand mehr physisch erreichen kann.

  5. Michael Egloff sagt:

    Die PKW-Verkäufe in den USA sind um über 10% angestiegen.

    Aus den Querschüssen:

    „Von den 1,507339 Millionen Total Light Vehicle Sales im Dezember 2014 in den USA, waren 829’185 bzw. 55,0% Light Trucks, also Vans, Minivans, Sport Utility Vehicles (SUVs) und Pick Up’s. Die Fehlallokation zu schweren und spritfressenden Fahrzeugen nimmt immer weiter zu!“
    Zitat Ende

    Damit ist also der Anteil der Spritsäufer noch einmal angestiegen: von bereits enormen 48…50% auf 55%.
    Nur in einem Jahr machten Kleinwagen relativ Furore in den USA: 2008.
    Die jetzigen Ölpreise laden zu noch größerer Verschwendung ein.
    Das wird ein ziemlich krasses Erwachen in einigen Jahren.

    • Stefan Wietzke sagt:

      Da hat Topitz ja Mega richtig gelegen. Der Ölmarkt ist Demand-Side über den Preis gedeckelt. Bei 100$ steigen die Kunden aus, weil sie den Sprit nicht bezahlen können.

      Und peakoilbarrel ist eine Grafik mit der Entwicklung der US-Nettoölimporte.

      http://peakoilbarrel.com/bakken-tale-two-counties/

      Die sind im Dezember sprunghaft gestiegen und liegen jetzt 1,5 MBd über dem letztjährigen Wert. Fortschreitende Ölunabhängigkeit sieht anders aus.

      Das System hängt an der Stabilitätsgrenze und spielt Jojo. Na da können die Preispropheten und Wachstumsschätzer ja mal wieder ihre Glaskugeln rausholen. Vor den Jahrmarktszelten haben sich bestimmt bereits Schlangen gebildet.

  6. Bruno Müller sagt:

    Vielen Dank Norbert für die Motivationshinweise kommunal aktiv zu sein – als Jahresauftakt. Gerne würde ich hinter „Tatendurst 2015″ kein Fragezeichen, sondern ein Ausrufezeichen sehen. Das beschreibt zumindest meinen persönlichen Taten“drang“ für 2015 und nimmt den Faden von Aktivitäten des letzten Jahres auf und den Jahren davor.

    Michael, der mentale Energieaufwand und auch der Zeitaufwand ist natürlich enorm und Deine Erfahrungen und Beschreibungen sind durchaus nicht sarkastisch, sie reflektieren genau meine persönlichen Erfahrungen in meinem Wohnort – es bewegt im Moment fast noch nichts im Vergleich zu dem, was sich eigentlich dringend bewegen sollte.

    Dennoch ist es viel.

    – Immerhin sind wir (http://www.baum-dusslingen.de/) nach dreijährigem und hartnäckigem Beharren und Zuarbeiten zuversichtlich, dass unser Gemeinderat 2015 als Vorbereitung für ein kommunales Energie- und Klimaschutzkonzept eine Bestandsanalyse mit Potentialanalyse in Auftrag geben wird.
    http://www.baum-dusslingen.de/kommunales-energie–und-klimaschutzkonzept.html

    – Immerhin konnten wir die Platzierung der Begrifflichkeit „Peak Oil“ durch eine Stellungnahme im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung für die Erstellung des neuen Regionalplans ebenfalls durch Beharrlichkeit durchsetzten. Der verabschiedete Regionalplan liegt nun zur Genehmigung in Stuttgart. Auch dort werden dann die Prüfer über Peak Oil stolpern. Und wir werden so lange höflich aber beharrlich dran bleiben, bis Peak Oil in einer öffentlichen Regionalversammlung ein Tagesordnungspunkt sein wird. In der Regionalversammlung sitzen unter anderem alle Bürgermeister und Landräte aus der Region.
    http://www.baum-dusslingen.de/regionalplan-neckar-alb.html
    Unsere Stellungnahme:
    https://onedrive.live.com/view.aspx?resid=A8CCDD9EE6393307!217&cid=a8ccdd9ee6393307&app=WordPdf&wdo=2

    Dies sind neben anderen Aktivitäten die big Points in Bezug auf Beharrlichkeit und Zeitaufwand.

    Mit welchem Ziel tun wir das?

    Selbst die Ziele sind innerhalb unserer aktiven Gruppe unterschiedlich. Dennoch bauen wir gerade gemeinsam an einem Teilfundament, auf dem sich Vieles aufbauen lässt und anbaufähig ist und dadurch dann auch, wenn eine Form erkennbar ist, viele Akteure (Bürger, Schulen, Kirchen, Unternehmer, Gemeinderat, Bürgermeister) motiviert mitzubauen. Manchmal braucht es Druck, oft geht es nur mit Sog.

    Von meinem Ziel, Inseln der Nachhaltigkeit in diesem Meer der Nichtnachhaltigkeit zu errichten (Ein Bild von Dennis Meadows, der darin vor allem kommunale Wirtschaftskreisläufe, unterstützt durch Regiogeld sieht) sind wir hier im Ort aber noch so was von so weit entfernt.

    Meine Sorge ist, dass uns die Zeit nicht reichen wird, um eine tragfähige Inselgruppe zu errichten. Aber es hält mich nicht davon ab, es dennoch mit ganzer Kraft, die man sich wie ein Marathonläufer gut einteilen muss, zu versuchen, da mir klar ist, auf welches Desaster wir zusteuern. Vom Desaster durch Peak Oil erzähle ich im Bekanntenkreis nur noch, wenn mich jemand danach fragt. Ich habe dazu gelernt. Jedoch, das Desaster im Blick, ist mein persönlicher Antrieb für den Tatendrang – auch für 2015.

    • Norbert Rost sagt:

      Vielen Dank Bruno, für den aufmunternden Einblick. Beharrlichkeit ist ein sehr guter Helfer auf diesem Weg! Wünsche euch weiter maximale Erfolge und Geduld. (Hab letztens deine Krawatte bewundert ;-) )

      Mein Gedanke dazu: Wir verbinden grade ein paar Bausteine dahingehend, eine Art strategischen Energiedialog in Dresden zu entfalten. Bürgerschaftlich getragen, aber in Kooperation mit allen wichtigen institutionalisierten Akteuren. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns da was Wirkungsvolles ausgedacht haben und dass wir die tragenden Akteure gewinnen können, das zu unterstützen. Es existiert in DD zwar schon ein Klimaschutzkonzept, aber das geht uns nicht weit genug. Mit unseren Konzept wollen wir da nochmal ordentlich drin rumbohren. Und ich bin hoffnungsfroh, dass der Ansatz auch in anderen Städten und Dörfern einsetzbar ist.

  7. Dieter Schmitz sagt:

    Bankhaus Rott und Frank Meyer

    Jahresausblick 2015: Ölpreis bleibt gedeckelt

    http://www.rottmeyer.de/jahresausblick-2015-oelpreis-bleibt-gedeckelt/

  8. Das ist ein Angriff auf die Ölindustrie:
    http://rt.com/news/220455-oil-drop-five-years

    Die niedrigen Ölpreise werden die Wirtschaft beflügeln, während es zeitgleich zu Massenentlassungen und Investitionsstopps bei der Ölindustrie kommen wird.

    Und dann, wenn die Wirtschaft zu brummen anfängt und die Ölindustrie ordentlich gestutzt ist und nicht mehr schnell genug liefern kann, dann gehen die Preise wieder hoch und zwar saftig!

  9. thomas sagt:

    Ich denke in letzter Zeit geht die ganze Peak Oil, Nachhaltigkeit etc Diskussion an dem wirklichen Thema vorbei. Wir sind wie die blinden Männer die einen Elefanten untersuchen und dabei aber das große Ganze nicht erkennen können. http://de.wikipedia.org/wiki/Die_blinden_M%C3%A4nner_und_der_Elefant
    Ich bin extrem pessimistisch was das Jahr 2015 und einer positiven Entwicklung für unsere Lebensgrundlagen(ein stabiles Ökosystem für unsere Spezies) wir können unseren Human – Kultur Zentrismus nicht überwinden. Ich lese gerade einen Capra oder einen Alan Watts aus den 60-70ern und es sind bald 50 Jahre vergangen. Es ist einfach nicht wahr, dass wir noch Zeit hätten um auf einen Bewusstseinswandel warten zu können. Eine Umstellung auf Erneuerbare wird nie passieren, weil einfach hier der Jevons Effekt voll zuschlägt oder wenn ein paar Hippies weniger Ressourcen verbrauchen so nehmen sich die Verbliebenen (Nationen, Unternehmen etc) einfach mehr vom Kuchen. Eine freiwillige Reduktion (Komplexität) wird nie stattfinden da der Platz von Konkurrenten aufgefüllt werden würde…hier hat David http://www.davidkorowicz.com/ viel gute Arbeit geleistet es ist ein Dilemma. Alleine wenn wir morgen die industrielle Zivilisation beenden, dann steigt die Temperatur sprunghaft an und wir haben nicht mehr die industrielle Zivilisation um es abzufedern.
    Daher versuche ich dieses Jahr mich eher auf Earth Hospitz Arbeit(Methan Dragon im Permafrostboden siehe http://arctic-news.blogspot.co.at/) oder in dunklen Gedanken auf http://peakaustria.tumblr.com aber natürlich werde ich nicht aufhören auf meinbezirk, wienerzeitung, börse-express etc zu schreiben.

    2015 möchte ich versuchen mit mehr Menschen über den Rückbau oder neudeutsch Powerdown der Industriellen Zivilisation diskutieren.

    Kontakt gerne z.b. via Twitter: @peakaustria

  10. Kai Fischer sagt:

    Wo hier so viele Experten sind: Nachdem der Nordsee-Preis unter 50 US$ gefallen ist, frage ich mal nach der Kostendeckung.

    http://www.teleboerse.de/marktberichte/Nordsee-Oel-faellt-unter-50-Dollar-Marke-article14269056.html

    Was kostet es denn so in der Nordsee ? Über Mittelplate müssten doch Berechnungen /Zahlen existieren ? Macht Mittelplate schon Verluste mit jedem Barrel ?

    Und die Norweger ?

    Danke

    • Michael Egloff sagt:

      Hallo Kai,
      ich bin, wie die meisten hier, kein Experte, sondern ein interessierter und recht gut belesener Laie. Und ich lerne ständig dazu.
      Mittelplate dürfte noch keine Probleme mit der Profitabilität bekommen, denn die Plattform beutet ja Öl im Shelfbereich aus, ist also eher dem konventionellen Bereich zuzuordnen.
      Neue Tiefseeprojekte hingegen dürften jetzt Kostenprobleme bekommen. Eine Tiefsee-Ölplattform verursacht oft tägliche (!) Mietkosten von 500000 Dollar. Dazu kommen dann Personal-, Energie-, Transport-, Versicherungs- und sonstige Kosten.
      Die neuen Tiefseeprojekte rechnen nach meiner Kenntnis oft mit break-even-Preisen von 80 Dollar, sehr herausfordernde Projekte in pre-salt-Formationen (z.B. vor der brasilianischen Küste) dürften noch höhere Ölpreise erfordern.

      Was die norwegische und britische Nordseeförderung angeht: vermutlich werden die jetzt fördernden Plattformen mit dem aktuellen Preis noch einigermaßen zurechtkommen, aber neue Projekte werden wohl eher gecancelt werden, vermute ich.
      Und genau das ist das Problem: die neuen Förderprojekte sind entscheidend dafür, wie die Ölversorgung in 5 und 10 Jahren aussehen wird.
      Je länger die Ölpreisbaisse andauert und je ausgeprägt sie ausfällt, desto stärker wird sich der Förderrückgang alter Felder in einigen Jahren auswirken, weil der dann immer weniger durch „neues Öl“ kompensiert werden kann.
      Paradiesische Ölpreise in diesem Jahrzehnt sorgen also für gravierende Verknappung im nächsten Jahrzehnt. Zumal der Verbrauch jetzt durch die niedrigen Preise zusätzlich gepusht wird (Zulassung von immer mehr Spritsäufern, zusätzlicher Bedarf im Flugverkehr usw.).

    • Stefan Wietzke sagt:

      Du must ökonomisch immer zwei Situationen unterscheiden:

      1. Vor Begin eines Projektes. Da müssen erwartbar die Vollkosten (CAPEX+OPEX) gedeckt sein, sonst wird nicht begonnen.

      2. Nach Begin des Projektes. Jetzt zählt nur noch OPEX. Denn auch wenn die Investitionen nicht mehr rein geholt werden können, dann sind geht es nun um Schadensminimierung, denn ein Deckungsbeitrag wird solange eingefahren wie die erziebarn Preise oberhalb OPEX liegen.

      Bei Infrastrukturen gehen die allermeisten Kosten für die Investition drauf (CAPEX), da für den Betrieb wenig Personal und wenig Betriebsstoffe gebraucht werden. Den „Rohstoff“ kriege ich ja umsonst :-).

  11. Michael Egloff sagt:

    Interessante Statistik über die KFZ-Neuzulassungen in Deutschland für 2014:

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/neuzulassungen-von-autos-2014-suvs-boomen-vw-bleibt-marktfuehrer-a-1011785.html

    – größter Zuwachs für die Spritschlucker
    – nur 8522 E-Cars im ganzen Jahr in ganz Deutschland neu zugelassen
    – Der Anteil von Hybrid- und Elektroantrieben strieg 2014 auf 1,7%, nach 1,6% 2013.

    Und dabei gab ja der Ölpreis erst in den letzten 4 Monaten so richtig nach.
    Bei weiterem Andauern der Ölpreisbaisse werden wohl die Spritschlucker 2015 einen deutlichen Satz nach oben machen.

    Ach ja, die Kurzdenker…

  12. Michael Egloff sagt:

    Die Verschuldung der Fracking-Firmen beträgt 200 Milliarden Dollar.

    http://www.gegenfrage.com/usa-frackingfirmen-haben-200-mrd-dollar-schulden/

    Die Kosten des Schuldendienstes dürften sich nun weiter erhöhen (immer mehr Firmen bekommen den Junk-Bond-Status), während sich die Einnahmen aktuell halbiert haben.
    Anders als die Öl-Majors haben die Juniors kaum andere Geschäftsfelder wie z.B. das Raffinerie- oder das Distributionsgeschäft, welche bei einer Preisbaisse noch etwas Entlastung bringen könnten.

    Übrigens: setzt man die Verschuldung ins Verhältnis zum Gesamtumsatz von gegenwärtig etwa 200 Millionen Dollar pro Tag (4 mb/d mal 50 Dollar), völlig unberücksichtigt die laufenden Kosten, dann entspricht die Verschuldung dem Wert von fast 3 Jahresproduktionen.

    Selbst wenn die Frackingfirmen eine Gewinnmarge von 10% hätten (davon können die aktuell nur träumen) würde die Verschuldung bei selbst dieser wirklichkeitsfremden optimistischen Annahme also dem Gewinn von 30 Jahren entsprechen. Bei Ausbeutung der besten Bereiche der Shales.

    Wenn das keine Verschuldungsblase ist…

  13. Tom Schülke sagt:

    Hier ist ein neuer sehr interessanter ARtikel auf Gail Tverbergs Blogg.

    http://ourfiniteworld.com/2015/01/06/oil-and-the-economy-where-are-we-headed-in-2015-16/

    wow.. wenn Sie richtig liegt.. wirds bald lustig…

    • Bruno Müller sagt:

      Ein echter Runterzieher für den Tatendurst in 2015, wenn langjährige Projektentwicklungen, wie ich sie im Blick habe, verfolgt werden.
      Was, wenn sie richtig liegt? Die Logik der Naturgesetze gibt ihr Recht.
      Sich sicherheitshalber mit Gails „Plan B“ befassen?
      Nicht zum ersten Mal weist sie darauf hin, dass beten lernen kein Fehler sei.

  14. EcoDrive sagt:

    „Die Verschuldung der Fracking-Firmen beträgt 200 Milliarden Dollar“

    Die Big Majors sind schon längst aus dem Frackinggeschäft ausgestiegen, auf anraten von Goldman Sachs und Co. Teils unter hohen Verlusten, Abschreibungen.

    In den Jahren 2013 und früher wurde in Europa und wahrscheinlich nicht nur da, massiv und mit hohem finanziellem Aufwand für das Fracking geworben. Es wurden Investoren gesucht und sicher auch gefunden. Bonds für 200 Milliarden?

    Heute stehen die Frackingfirmen kurz vor der Pleite, die ersten solls ja schon erwischt haben, die wurden unter Zwangsverwaltung gestellt.

    Wenn eine grössere Zahl der Firmen Pleite ist, haben die Investoren ihren ‚Beitrag‘ geleistet und die Big Majors werden /können die Fracking-Infrastruktur für ’nen Appel und en Ei‘ übernehmen.

    Da wird auch GS mithelfen, das Fracking wieder kostengünstig (Marktgerecht bei tieferen Förderkosten) auf die Beine zu stellen.

    Mit der Pleite geht die Ölproduktion zurück, die Preise steigen. Dann ist die Grundlage für’s Geldverdienen wieder da und ich bin ich mir sicher, vom richtigen Timeing verstehen die GS-Leute was.

    Was ich damit meine, ist was ich bereits im November 2013 hier im Blog angedeutet habe, der Peak wird von den Eliten finanzgessteuert vorweggenommen. Die hier schon mehrfach angesprochene Wellenbewegung, viel Öl – wenig Öl, wenig Investitionen – viel Investitionen.

  15. Stefan Wietzke sagt:

    Hier mal zwei aufbauende Sachen die zeigen das wir weder total verblödet und nicht lernfähig sind.

    Zuerst ist da dieses zwar schon etwas älteres aber immer wieder aufbauende Buch:

    „Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit“ von Steven Pinker. Der empirische Nachweis das zivilisatorischer Fortschritt nicht nur möglich ist, sondern die Menschheitsgeschichte begleitet.

    Noch wichtiger ganz speziell für unser Thema hier ist dieser Beitrag von Tatjana Schnell: „Auf Sinnsuche“

    https://www.youtube.com/watch?v=-TIBfzAEfvM

    Unbedingt mal schauen. Das erklärt, warum die Kommunikation so schwer ist, aber eben auch warum sie nicht vergeblich ist.

  16. Ernst T. sagt:

    Ich habe jetzt nicht mehr alle kommentare durchgelesen :
    Für mich kann ich nur sagen , ich hab mir das maul mittlerweile fusselig geredet und bin immer hart gelandet. Jedoch hat sich mein persönliches verhalten in sachen energie und ökologie komplett verändert, ich habe mich geändert. Das hat ganz banale auswirkungen. Ich komme besser mit meinem lohn aus und arbeite sogar einen tag weniger pro woche… na, das ist doch was zählbares .wenn andere freitags noch racken gehen rufe ich donnerstags schon : schönes wochenende!!!
    Ich lasse mich einfach nicht mehr beirren von sinkenden ölpreisen oder allgemeinem medienblablabla. Ich weiß , so wie ich es handhabe ist gut für mich und meine familie und fertig. Ach überigens… in urlaub fahre ich trotzdem noch 2 mal jährlich…
    In diesem sinne lasst uns mutig und unbeiendruckt weiter diskutieren und austauschen. Denn es gibt nicht DIE EINE LÖSUNG , sondern ganz viele unterschiedliche wege und möglichkeiten welche jedere selber finden muss und sei es auch die schlechteste aller möglichkeiten , der Zwang .

  17. Michael Egloff sagt:

    Eine faustdicke Überraschung!
    Goldman Sachs hat die Ölpreisprognose mal eben fast halbiert.
    http://www.onvista.de/news/goldman-sachs-erwartet-weiteren-oelpreis-verfall-2004695

    Deren Treffsicherheit ist genau so lausig wie meine.
    Ich könnte mich also beruflich umorientieren und Ölpreisschätzer bei GS werden. Die Prognosen würden keinen Deut schlechter werden.

  18. Hansi sagt:

    Endlich mal ein vernünftiger Artikel zum Thema Fallender Ölpreis:
    http://www.welt.de/finanzen/article136085574/Der-amerikanische-Energie-Wahn-koennte-boese-enden.html

    Die Schlussbemerkung ist auch interessant. Bin mal gespannt, ob es im Falle von drohenden größeren Pleiten von Energiefirmen wirklich Rettungspakete durch den Staat gibt, um eine tiefe Krise (man könnte es auch Rückkehr zur Normalität nennen) zu verhindern. Das wäre dann das Aufsaugen der Energieblase hinein in die größte Blase von allen: Die Staatsverschuldung.

    Im Allgemeinen kommt es mir so vor, als wäre das weitere Aufblasen der Staatsverschuldung, besonders in den USA und Japan, immer das letzte Mittel um andere Blasen/Krisen zu lösen/vermeiden. Dadurch werden jedes Mal „kleinere“ Krisen, die das System reinigen würden, verhindert. Das macht man so lange bis am Ende die Staatsverschuldungsblase platzt, bei der keine Rettung mehr möglich ist. Die dadurch resultierende Krise wird dann so groß, wie alle Krisen zusammen, die man vorher verhindert oder abgemildert hat.
    Und durch diese große Kraft kann dann auch das ganze moderne Wirtschaftssystem zerstört werden. Hätte man die kleineren Krisen immer zugelassen, hätte das System wahrscheinlich stand gehalten und hätte sich durch die daraud entstandenen Konsequenzen verändert und der Realität angepasst. Es wäre sozusagen resilienter geworden.

    Aber die aktuelle Politik der Krisenvermeidung um jeden Preis läßt das nicht zu. Stattdessen wird gehofft das der große Knall der finalen Blase noch lange auf sich warten läßt…oder vielleicht am Ende gar nicht so schlimm wird.

  19. Marcus Kracht sagt:

    Hier mein Vorschlag zum Thema Tatendurst:

    http://www.domokos-kracht.eu/marcus/was-sollen-wir-tun.html

    Ich wünsche allen ein gutes Jahr 2015!

    — Marcus

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