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Allen hier ein energetisches 2018 + neuer Kommentar-Thread

Frohes neues Jahr. Quelle: Pixabay

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen hier ein positives und 'energetisches' Jahr 2018 - auf das 'der Kelch' einer energetischen und damit auch einer (deutlich spürbaren) wirtschaftlich-ressourcentechnisch-finanziellen Kontraktion an uns allen auch dieses Jahr vorbeigehen mag.

Gleichzeitig möchte ich mit diesem Post die Möglichkeit für einen neuen und übersichtlichen Kommentar-Thread eröffnen und zu Leser oder (regelmäßigen) Kommentatoren zu Gastbeiträgen einladen um das Blog hier am Leben zu halten.

Aktuelles

Der Ölpreis entwickelt sich ja aktuell aus dem Band, welches das ETP-Modell angibt - wobei hier im Jahresmittel abgerechnet (bzw. Bilanz gezogen) wird. Die IEA sieht ja für 2020 eine Angebotslücke - welche die Preise für Öl (weiter) steigen lassen müsste, wobei andere (u.a. Gail Tverberg  und auch Geoffrey Chia) diese Preise dann als Grund sehen das die Wirtschaft nicht mehr rund läuft. Letzteres würde dann die Nachfrage und auch die Preise einbremsen. Mal schauen, wo wir in 2 bis 2,5 Jahren stehen.

Letztendlich ist die 'letzte' Krise schon fast wieder 10 Jahre her - den Aktionen der Notenbanken und auch die Nachfrage durch Neuverschuldung, Konsum und Investition in China sei 'gedankt'. Hier gibt es verschiedenste Sichtweisen, den die Wahl der Mittel ist mehr als umstritten. Wann der nächste Krisenschub kommt ist derzeit noch nicht abzusehen - nach meiner (aktuellen) Sicht spätestens, wenn China & Co. nicht mehr bei Nachfrage, Neuverschuldung und Konsum ziehen. Alternativ wenn die Bereitstellung der (billigen) Energieträger (insb. Öl) nicht mehr so klappt wie bisher. Was speziell in DE passieren wird, wenn (nach aktuellem Plan) Ende 2022 die letzten AKWs abgeschaltet werden ist auch noch unklar. Das der Traum in Bezug auf die Stromversorgung aus PV & Wind mit Speicherung im großen Maßstab (für DE) als gescheitert anzusehen ist - ist sicher eine Aussage bei der die Kommentatoren hier im Blog mitziehen. Schon heute werden die Probleme mit der Netzstabilisierung immer größer....

Entwicklung von Welt-BIP und Primärenergieverbrauch. Quelle: Gail Tverberg

Spannend zu sehen, das nun ganz aktuell auch CDU, SPD und CSU die Klimaziele für 2020 aufgeben. Zwar soll 'Zugleich solle eine Kommission einen Aktionsplan zum schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung erarbeiten' - wie das Wunderwerk aus Atom- und Kohleausstieg bei gleichzeitiger Sicherung des Wirtschafts- und Industriestandortes Deutschland funktionieren soll - bleibt im Dunkeln. Aber ggf. ist genau das die Lösung: Dunkel-Deutschland - schalten wir doch einfach das ganze Land ab!

So bin (sicher nicht nur ich) gespannt wo das Spiel aus Ideologie und Realität endet. Denn Wirtschaftswachstum bei gleichzeitiger (deutlicher) Einsparung am Energieverbrauch - ja, das ist ein Kunststück, das die Welt so noch nicht vollbracht hat (siehe auch nebenstehende Grafik).

Es bleibt spannend!

Lieben Gruß an alle hier,

H.C. (Gastautor)

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38 Kommentare to “Allen hier ein energetisches 2018 + neuer Kommentar-Thread”

  1. m.sastre sagt:

    Ich schließe mich diesen Wünschen weitgehend an. Interessant wird es sicherlich bleiben. Da der „Kelch“ einer energetischen und ressourcentechnischen Abwärtsspirale allerdings nicht an uns vorbeigehen wird, wünsche ich mir den baldmöglichen Beginn derselben. Zu groß sind die dauerhaften Schäden, die durch die derzeitige Form des Wirtschaften entstehen, als das ich diese den kommenden Generationen aufbürden wollte. Noch ein paar Jahre des „Weiter so“ bedeutet nichts weiter als einen kurzen Aufschub und eine immer weiter steigende Fallhöhe. Auch das jetzige System produziert bereits mehr und mehr Verlierer und Menschen, die trotz materiellem Wohlergehen kein Lebensglück mehr empfinden. Auch sehe ich in einem energetischen Rückfall mittlerweile die einzige Möglichkeit, der weltweiten Entwicklung zu totalitären Strukturen entgegenzuwirken,denn auch die Überwachung und die Repression benötigen Komplexität und Ressourcen. Alles in Allem kein schöner Ausblick aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich hoffe in diesem Jahr zumindest wieder auf viele kompetente Kommentare, die das Lesen auf diesem Blog weiterhin interessant und lehrreich machen.

    • h.c. sagt:

      Zu groß sind die dauerhaften Schäden, die durch die derzeitige Form des Wirtschaften entstehen, als das ich diese den kommenden Generationen aufbürden wollte.

      Die nächsten Generationen werden unser bzw. deine als heute normal empfundene Welt gar nicht mehr kennen -> Normalcy-Bias. Deren Messlatte wird eine andere Sein – welche, das können wir gar nicht wissen oder antizipieren.

      Noch ein paar Jahre des „Weiter so“ bedeutet nichts weiter als einen kurzen Aufschub und eine immer weiter steigende Fallhöhe.

      Ggf. ist das sogar besser! Wenn wir in einer ‚Long Emergency‘ eintreten sollten, dann werden wir diesen Planeten bis zum letzten bisschen herunterwurschteln, alles Holz & Co. abbrennen, alle Kohlevorräte heben, etc. pp.

      Ein ‚Fast Collapse‘ hingegen – bei dem es potentiell >>6 Milliarden Menschen durch Seuchen, Hungersnöte, Suizid & Co. dahinraffen könnte – hätte das Potential das das die Basis auch für das Weiterwurschteln nicht mehr gegeben ist. Damit würde dann die Ökosphäre & die verbleibenden Ressourcen meiner Sicht nach besser geschützt bzw. bewahrt als mit der ‚Long ….‘ Version.

      Was auch immer – das alles sind Gedankenspiele. ich hoffe immer noch, das dieser Kelch größtenteils an mir vorbei geht. Im kosmischen Sinne ist das alles sowieso egal ;-)

      • m.sastre sagt:

        „Ggf. ist das sogar besser! Wenn wir in einer ‚Long Emergency‘ eintreten sollten, dann werden wir diesen Planeten bis zum letzten bisschen herunterwurschteln, alles Holz & Co. abbrennen, alle Kohlevorräte heben, etc. pp.“

        Befinden wir uns nicht bereits im „Long Emergency“ und und schieben den „Fast Collapse“ nur vor uns her?

        • Patrick sagt:

          Hmm…die Wirtschaft wächst, die Bevölkerung wächst. Es kommen mehr Menschen aus der absoluten Armut heraus (natürlich immer noch viel zu wenig!).

          Noch gibt’s nicht viel, was darauf hin deutet.
          Was aber nicht heißt, dass sich das ganze nicht ziemlich flott ändern kann.
          Klar ist, dass die Probleme überall aus den Böden schießen. Wenn man es denn sehen will.

  2. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=itAVYCiJ43g

    Auch ich wünsche allen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr.

    Nebenbei habe ich mir gerade diesen Beitrag auf Youtube angesehen den ich sehr interessant fand über China und der demografischen Entwicklung in China, Iran usw. sowie der One Belt one Road Strategie der Chinesen, ein schöner Vortrag.

    @ m.sastre erheben sich totalitäre Strukturen nicht dann besonders stark wenn es wirtschaflich nicht mehr Rund läuft?

    Und Verlierer und Gewinner gibt es immer in den Systemen des Lebens, heute nicht mehr als seit Systeme des Lebens existieren, wir Leben in einem System was auf Wettkampf basiert und auch nur so funktionieren kann, es muss also Verlierer geben genauso wie Gewinner.

    Du musst verlieren damit du weist das du was falsch gemacht hast, und gewinnen wenn du was richtig gemacht hast nur so wissen die Strukturen im System ob sie überflüssig sind oder gebraucht werden, nur so kann sich die Struktur komplexer werden, natürlich passiert das automatisch völlig unbewusst aus dem Chaos heraus, aber so ist es leichter zu erklären warum es Gewinner und Verlierer geben muss, warum die Systeme des Lebens nur im harten Wettkampf funktionieren können.

    Dem Systemen des Lebens geht es nach wie vor prächtig, sonst würden ja die Wirtschaftssysteme nicht nach wie vor prächtig expandieren/ wachsen.

    Und natürlich müssen konkurierende Systemteile weichen bzw. umstrukturiert werden damit andere Systemteile wachsen können, aber auch das ist völlig normal in einem Wettkampf, die Zerstörung die du hier wahrnimmst sind Systemteile die sich nicht mehr im Wettkampf behaupten können, praktisch Verlierer die automatisch selektiert werden weil sie im Augenblick nicht so gut funktionieren wie vorherigen Systemteile.

    • Hendrik Altmann sagt:

      *PS: meinte wie die folgenden Systemteile im letzten Satz…

    • m.sastre sagt:

      @Hendrik
      Du argumentierst immer etwas darwinistisch. Das ist sicherlich nicht prinzipiell falsch, aber macht nur Sinn, wenn man die Entwicklung auf eine längere Zeitspanne betrachtet, sozusagen nach der Prämisee „wer hat den längeren Atem“. Ein kurzfristiger Erfolg ist der Evolution egal. Erfolg ist immer der langristige. Und hier stelle ich fest, das auf die kurze energetische Stichflamme von ca. 150 Jahren die vollständige Erlöschung derselben folgen könnte. Eine ergolgreiche Entwicklung (oder Evolution) ist dies meines Erachtens nicht.

      „@ m.sastre erheben sich totalitäre Strukturen nicht dann besonders stark wenn es wirtschaflich nicht mehr Rund läuft?“

      Das ist sicherlich eine der möglichen Entwicklungen. Und tatsächlich spricht einiges dafür, das die zunehmende Überwachung und Repression, der Abbau von Bürgerlichen Freiheiten etc. dieser Logik folgt, nämlich unter schlechter werdenden sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen die Kontrolle und Handlungsfähigkeit einer politischen Führung zu bewahren. Andererseits haben wir uns hier im Forum immer wieder und ausgiebig mit den denkbaren Folgen eines energetischen Niedergangs in Kombination eines wachstumsfixierten Wirtschaftsmodells auseinandergesetzt und die Alternative zur Diktatur ist nun mal der vollständige Kontrollverlust, die Staats- und Ordnungsauflösung und letztendlich der „Failed State“ weltweit. Auch Diktatur oder jede Form der totalitären Ordnung basiert auf einem Mindestmass an verfügbaren Ressourcen und kann mit ihrem Schwinden nicht weiterbestehen. Der gesamte Zusammenbruch des Ostblocks war letztlich ein wirtschaftlich induzierter. Das Forderungen nach Freiheit konnten erst in den achtziger Jahren erfolgreich artikuliert werden, nachdem selbst den sozialistischen Eliten klar wurde, das „ihr“ System nicht mehr Überlebensfähig war und das es nicht mehr lohnte, zu dessen Verteidigung Gewalt anzuwenden. Mittlerweile wissen wir, das bereits Anfang der achtziger Jahre der Staatsführung der DDR und der Sowjetunion Studien vorlagen, die das nahende Ende voraussahen. Genau dies waren die notwendigen Faktoren, ohne die der Umbruch nicht möglich gewesen wäre.

      • m.sastre sagt:

        „Dem Systemen des Lebens geht es nach wie vor prächtig, sonst würden ja die Wirtschaftssysteme nicht nach wie vor prächtig expandieren/ wachsen.“

        Das sehe ich grundlegend anders. Eine einzelne Spezies, die alle anderen immer weiter zurückdrängt, bis hin zu deren Auslöschung, Kannibalisierung aller Lebensgrundlagen, selbst der eigentlich erneuerbaren, Wirtschaftsräume die zum Teil schon in der Schrumpfung begriffen sind. Teilweise bereits insgesamt oder zumindest pro Kopf der Bevölkerung (d.h. Wohlstandsverluste trotz noch nominal wachsender Wirtschaft)und Lebensbedingungen, die den Bedürfnissen der Menschen (u.a. das Fehlen des „Menschlichen Maßes“, ist hier schon thematisiert worden) zuwider laufen.
        All dies sind doch offenkundige Symptome zunehmender Erfolglosigkeit der derzeit noch erfolgreich scheinenden Prinzipien.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Ein menschliches Maß gibt es nicht und gab es nie, wir leben in einem System und sind Teil dessen, es gibt auch nicht Natur und Menscheit, alles ist Natur, alles ist Leben und alles Leben funktioniert nach den exakt gleichen Regeln.

          die Wirtschaftsysteme die wir im Gesamtsystem bewirtschaften wachsen zum einen auf Kosten anderer Systemteile die sich nicht mehr behaupten können aber auch weil wir neue Energieträger für Wachstum nutzen können die nur Wir nutzen können, was die mögliche Biomasse erhöht. So viele Menschen und Nutztiere könnten nur mit der Energie der Sonne die zeitnah anliegt nie vom System unterhalten werden.

          Und 150 Jahre ist schon ein verdammt langer Zeitraum, die Vorteile die uns fossile Energie in 150 Jahren gebracht hat, hat dafür gesorgt das wir zig tausende Spezies schon verdrängt haben, die sind einfach ausgestorben weil sie sich nicht gegenüber dem Menschen durchsetzen konnten bzw. keine neue Nische gefunden haben in der sie überleben konnten, sich verstecken konnten und es werden noch viele Spezies folgen.

          Die Spezies die wir alle durch diese kurzfristigen Vorteile verdrängt haben werden dir was anderes erzählen wie signifikant diese Vorteile waren :)

          Wir beherschen heute praktisch alle Systemteile, dominieren sie vollständig, wenn wir eine Energiequelle mit ausreichend hohem Erntefaktor(10 würde schon reichen) für längere Zeit (einige tausend Jahre) etablieren können werden sich praktisch alle Systemteile der Ökosysteme um uns Menschen neu strukturieren, es wird also nur noch Wirschaftsysteme des Menschen auf diesem Planeten geben von denen wir der größte Nutznießer sein werden.

          In Deutschland gibt es praktisch kaum nicht wirtschaflich genutzte Fächen, in Polen einen der letzten natürlichen Urwälder, irgendwann in der Zukunft wird es gar keine natürlichen Ur- Wälder mehr geben außer in Nationalparks.

          Aber das ist nicht schlimm, den das ändert nichts daran das die Gesamtmasse in den Systemen des Lebens gleich bleibt oder sogar steigt, bisher ist sie gestiegen weil wir Energieträger nutzen die einen höheren Ertefaktor haben als das einfallende Sonnenlicht, das bedeutet es gibt heute mehr Biomasse auf der Erde als vor der industriellen Revolution.

          Praktisch ist unser Erfolg auch ein Erfolg für das Leben und selbst wenn es eines Tages eine Kontraktionsphase geben wird wo ist das Problem?

          Denn Kontraktionsphasen hat es immer gegeben in den Systemen des Lebens, es gab mehrere große Massensterben auf der Erde in der Vergangenheit die auf zu schnelles Wachstum der Systeme zurückzuführen war.

          Und nochmal zum verdeutlichen ein System das wächst ist immer erfolgreich, Systeme wachsen weil Wachstum die Chancen für das Überleben erhöht, das hat sich in den 3 Milliarden Jahren seit dem es Leben gibt unzählige male als die beste Strategie herausgestellt um die Chancen für das Überleben zu erhöhen.

          Vielleicht werden wir in 100 Jahren Nahrung ganz anders anbauen, noch ist die Effizienz von künstlichen Kreislauffarmen noch nicht hoch genug aber das kann sich noch ändern, ist die Zeitspanne nur lang genug erreichen wir in jeder Produktion fast annähernd die maximal mögliche Effizienz.

          Deswegen sind die etablierten Lösungen in den „natürlichen“ Ökosystemen auch so effizient, sie hatten sehr viel Zeit so effizient zu werden, ist die Zeitspanne nur lang genug lohnt sich der Aufwand in der Entwicklung allemal.

  3. Patrick sagt:

    Ich wünsche auch allen hier ein gutes neues Jahr.
    Spannend wird es ohnehin bleiben :-)

    Bei dem Kommentar von m.sastre ist mir auch direkt dieser Satz ins Auge gesprungen

    „Auch sehe ich in einem energetischen Rückfall mittlerweile die einzige Möglichkeit, der weltweiten Entwicklung zu totalitären Strukturen entgegenzuwirken“

    Das Gegenteil wird wohl der Fall sein. Nur durch und während des energetischen Aufstiegs sind doch erst freiere, emanzipatorische Gesellschaften entstanden.
    Doch all das ist nur ein ziemlich dünner Lack auf dem evolutionären System mit seinen knallharten Regeln, die Hendrik hier immer so schön aufbereitet.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Ja warum ist den ein Trump an die Macht gekommen oder hat die AFD so große Erfolge feiern können, die Antwort ist Angst, Angst vor Überfremdung, Angst vor kulturellem Identitätsverlust.

      Genauso ist es möglich das sich aus Angst vor wirtschaftlichem Abstieg den vermeintlichen Heilsbringern zugewendet wird.

  4. Hendrik Altmann sagt:

    Die Gasimporte in die EU aus Russland und Norwegen steigen.

    https://www.welt.de/wirtschaft/article172361630/Gas-Exporte-in-die-EU-Mit-diesem-Rekord-duepiert-Putin-den-Westen.html

    Zum eigentlichen Thema Kohleausstieg, Frankreich, Spanien, Großbritannien oder Italien haben einen viel geringeren Anteil an Kohleverstrommung, da fällt es viel leichter die Kapazitäten auslaufen zu lassen und durch Gas und Atomstrom aber auch Windstrom zu ersetzen, für Deutschland wäre das allerdings mangels Atomstrom bei um die 40% Kohleverstrommung zu teuer, Wind macht nur bis zu einem bestimmten Anteil einen Sinn, da bin ich bei Stefan und halte 25-30% maximal für wirtschaftlich haltbar, die Alternative zu Kohle wären dann für Deutschland wohl nur noch Gaskraftwerke, was Putin dann wohl noch mehr freuen dürfte oder die USA…

    Aber wie lange hält der Gasboom noch an in den USA, wie viel kann wirtschaftlich gefördert werden?

    Peakoil ist bei einem Wachstum von durchschnittlich 1,2 mb/d die letzten 20 Jahre an Förderzuwachs wahrscheinlich auch nicht allzuweit weg, dazu kommt rund 1 mb/d Förderabfall pro Jahr in den Decline Staaten.

    Irgendwann kommen wir wohl wieder an den Punkt die Kohle in Deutschland fördern zu müssen/wollen.

    Die Frage ist also auch macht ein kompletter Ausstieg bei Kohle überhaupt Sinn wenn wir in 20 Jahren wieder mit der Förderung anfangen?

    Bei Öl haben wir mit den Decline Zahlen + Nachfragezuwachs eine Förderausweitung von 5 mb/d die 2017 und 2018 neu dazu kommen müssen nach den Zahlen der iea, würde das starke Wachstum dann noch einmal 2 Jahre bis 2020 weitergehen sind das 10 mb /d in nur 4 Jahren, das entspricht dann dem Output der USA oder fast dem Ouput von Russland oder Saudi Arabien, den 3 größten Förderländern bei Öl.

    Da muss man kein Genie sein um voraus zu sagen das es einen Engpass bei Öl geben wird in einigen Jahren (spätestens).

    Der Ölpreis dürfte auch konstant und langsam nach oben kriechen, besonders wenn man mit ansieht wie sich in der kalten Jahreszeit die Ölspeicher in den USA leeren.

    Vor allem wird der Preis diesmal nicht steigen weil ein Ölkartell die Preise diktiert, sondern weil Öl wirklich knapp wird, die Zeit billigem Öls ist wohl jetzt wirklich vorbei.

    Gas wird wohl das neue Öl werden, der Ersatz, wenn dann die Preise irgendwann in der Zukunft bei Gas auch steigen wird auch die Kohleförderung wieder zulegen.

  5. h.c. sagt:

    Die Frage ist also auch macht ein kompletter Ausstieg bei Kohle überhaupt Sinn wenn wir in 20 Jahren wieder mit der Förderung anfangen?

    Ich denke bei der aktuellen Diskussion um den Kohleausstieg geht es nicht um Sinn oder Unsinn – sondern um Ideologie.

    Da diskutieren meiner vereinfachten Sicht nach einerseits Menschen denen es primär um Status, Pöstchen und Dienstwagen geht mit Ideologen aus der Klima- und Umweltsekte. Letztere leben dann aber nicht in der Hütte im Wald – sondern genießen die Annehmlichkeiten des modernen Lebens auch in vollen Zügen (z.B. Auto, öffentliches Schwimmbad, ärztliche Versorgung, etc.).

    Aus Schuldkomplexen, wegen ‚Glauben‘, etc. pp. wollen viele dieser Menschen dann irgendwo auch was ‚gutes‘ tun und verdrängen das Gesamtbild – wenn Sie es denn überhaupt verstehen können oder wollen. Das ganze mag individuell sogar positiv motiviert sein – führt jedoch zu keinen nachhaltigen Lösungen, insb. da oft auch kein freiwilliger Verzicht geübt wird.

    Denn eines sollte bei 7,5 Milliarden Menschen klar sein (zumindest für mich): Der größte ‚energetische Verbraucher‘ den ein Mensch in der westlichen Welt (OECD) produzieren kann ist Nachwuchs!

    Siehe auch dieser Vorspann der britischen Fernsehserie Utopia: http://limitstogrowth.de/2016/06/25/fernseserie-utopia-die-zentrale-frage/ – der thematisiert das meiner Ansicht nach sehr, sehr, sehr gut.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Das ist aber immer aus einer individuellen Sicht zu sehen, nicht aus der Sicht der Menschheit, diesen Blickpunkt gibt es übrigens überhaupt gar nicht.

      Die Frage ist also macht Nachwuchs für meinen persöhnlichen Erfolg Sinn, will ich meine Dynastie in die erfolgreich in die Zukunft fortführen?

      Einen Blickpunkt für die Menschheit, ein Bewusstsein für die Menschheit ist nicht existent, damit stellt sich für mich auch nicht die Frage ob die Menschheit erfolg hat oder nicht, sondern nur ob ich und meine Dynastie Erfolg hat oder nicht.

      Und wenn ich dabei alle Energie des Universums verbrauche und alle Materie, das ist es ja was „Die Menschheit oder überhaupt jede erfogreiche Spezies so erfolgreich macht, das streben nach individuellem Erfolg, was auch Nachwuchs mit einbezieht.

      Denn wenn nicht der Nachwuchs der persöhnlich größte Erfolg wäre, dann wäre die Spezies Mensch schon in den Anfängen untergegangen, wie bei jeder anderen Spezies die es weit gebracht hat ist Nachwuchs das ultimative Ziel, und dieses Ziel ist ein individuelles, jeder der keinen Nachwuchs bekommt kann seine Genetik nicht weitergeben und selektiert sich damit von dieser Welt.

      Also für mich ist nicht das Problem Nachwuchs zu bekommen sonder ehr keinen zu bekommen.

      Versucht nicht immer mit der Sichtweise der Menschheit zu denken, sondern bleibt bei euch, wie definiert ihr Erfolg für euch und was braucht es um eure Ziele zu erreichen.

      Auch in der Zukunft wird Erfolg sehr ungleichmässig verteilt sein, alles beruht auf Wahrscheinlichkeiten, also was gibt dem Nachwuchs die besten Zukunftchancen, den besten Startpunkt, ich denke es sind erfolgreiche Eltern, historisch aus Armut heraus waren die Chancen immer deutlich schlechter für den Nachwuchs, das wird auch in Zukunft so sein und den niedrigsten energetischen Fussabdruck hast du wenn du arm bist, also stellt sich für mich gar nicht die Frage einen niedrigen energetischen Fussabdruck zu hinterlassen, wenn die Zukunftsaussichten der reichsten Dynastien die besten sind.

      Selbst in hundert Jahren wird das Leben der Menschen die erfolgreich sind immer noch um Welten besser sein als das Leben der ärmsten heute.

      Und eine staatliche auferlegte Geburtenkontrolle wird es in Zeiten großer Demografie Probleme nicht geben, nur Nationen deren Anteil an produktiver Bevölkerung akzeptabel ist werden sich in Zukunft behaupten können, deswegen versucht China schon mit aller Macht umzusteuern bei der Familienpolitik und wurde in dem verlinkten Vortrag weiter oben von mir erwähnt das der Iran wohl so oder so untergehen wird, weil eine Nation die arm ist und ohne junge produktive Bevölkerung dasteht sich nicht behaupten kann.

      Ich kann es gar nicht oft genug sagen, in einem Wettkampf bleibt keine Zeit Energie zu sparen oder sich zurück zu nehmen wenn man erfolgreich sein will, der der sich zurücknimmt verliert und was verlieren bedeutet in diesem Universum seht ihr jeden Tag in den Nachrichten, es zählt nur eins, immer zu den Gewinnern zu zählen auf dieser Welt, das ist es was immer gezählt hat, seit dem es überhaupt Leben gibt.

      Deswegen „whatever it takes“

      Dazu passend der Energiehunger der Welt wächst und wächst weiter.

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/offshore-windparks-bis-zu-15-prozent-der-nordsee-fuer-windenergie-a-1187387.html

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-weitere-us-bundesstaaten-wollen-ausnahme-von-oelbohrungen-a-1187330.html

    • m.sastre sagt:

      „Denn eines sollte bei 7,5 Milliarden Menschen klar sein (zumindest für mich): Der größte ‚energetische Verbraucher‘ den ein Mensch in der westlichen Welt (OECD) produzieren kann ist Nachwuchs!“

      Aber genau u.a. mit dem Argument der demogaphischen Krise werden doch anschliessend massenhaft Migrationsströme in die wirtschaftlich noch attraktiven Regionen der Industriestaaten organisiert. Wenn in Europa der Verzicht auf Nachkommen als Zukunftsinvestition definiert wird, gleichzeitig Menschen aus fernsten Regionen angelockt werden um den daraus entstehenden (Fachkräfte?)-mangel wieder auszugleichen ist der Höhepunkt des Wahnsinns nicht mehr fern. Dies meine ich nicht nur in Bezug auf die kulturelle Selbstaufgabe, die damit unweigerlich verbunden ist, sondern auf den Umstand, das hier Menschen aus energiearmen Gesellschaften in noch extrem energiereiche Gesellschaften katapultiert werden und das diese Menschen von ihrer Sozialisation her in aller Regel keinerlei Bewußtsein für die zukünftigen Notwendigkeiten und notwendigen Veränderungen mitbringen und das deren Lebensweise uns als Gesellschaft in der Diskussion um die Sicherung der allgemeinen Lebensgrundlagen mal eben 50 oder 100 Jahre zurückwirft.
      Der verantwortungsvolle Umgang mit dem eigenen wirtschaftlichen und technischen Potential kann überhaupt nur Bevölkerungen gelingen, die in ihrem Aufstieg einen gewissen Reifeprozess durchgemacht haben und ein Bewußtsein dafür entwickelt haben, das ihre Lebensweise überhaupt zu Problemen führt.

      • h.c. sagt:

        Aber genau u.a. mit dem Argument der demogaphischen Krise werden doch anschliessend massenhaft Migrationsströme in die wirtschaftlich noch attraktiven Regionen der Industriestaaten organisiert.

        Das ist für mich nur ein fades Scheinargument. Wer Wirtschaft versteht, weiß das das höchstens mit dem Kanadische, Australischen oder neuseeländischen Modell zu schaffen ist. In DE gibts hingegen Restriktionen für den qualifizierten Zuzug (Blue Card) – anscheinend nicht jedoch für den unqualifizierten.

        das hier Menschen aus energiearmen Gesellschaften in noch extrem energiereiche Gesellschaften katapultiert werden

        … und damit der Energie- und Ressourcenverbrauch sogar noch angekurbelt wird.

      • Hendrik Altmann sagt:

        In einer globalisierten Welt die auf Wettkampf beruht wird natürlich auch global um die produktivsten und schlausten jungen Leute geworben, den nur die Nationen die sich die besten Leute leisten können, werden auch in Zukunft erfolgreich sein, so die Geburtenrate kann nidrig sein wenn das Land reich genug ist sich die Einwanderung von Hochqualifizierten leisten zu können.

        Deutschland hat ehr das Problem das bei der Einwanderung zu wenig Filter anstehen und die Filter die da sind sehr schlecht funktionieren, was sicher auch mit dem Abfall der Popularität der etablierten Parteien zu tun hat, Deutschland ist bei der Einwanderung einfach hoffnungslos überfordert.

      • Patrick sagt:

        „organisiert“ ist gut…
        Diese Migrationsströme brechen aus, weil ein jeder versucht, woanders ein besseres Leben zu finden.

        Die Industrieländer (mit Ausnahme vom pathologischen Weltretter-land Deutschland) schotten sich doch vor Armuts-Einwanderung eher ab und wollen nur qualifizierte Zuwanderung. Natürlich aus genau den Gründen, die Hendrik beschrieben hat.
        Niemand will sich selbst schwächen.

  6. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.iea.org/newsroom/news/2017/december/omr-happy-new-year.html

    Die iea geht davon aus das 2018 die Nachfrage nach Öl von den Shaleoil Produzenten in den USA kompensiert wird und die Lager sich langsamer leeren als 2017, wir werden sehen.

    Der Ölpreis hängt also am Produktionsoutput der US Shaleoil Produzenten.

  7. Markus Mayr sagt:

    Habe hier zu der aktuellen Bevölerungsentwicklung sowie zu regenerativen Energien interessante Videos.

    Bevölkerung:
    Warum wir bei ca. 11 Mrd. austoppen werden
    https://www.youtube.com/watch?v=yS_-HAFDJqg

    regenerative Energien:
    Speicherproblematik
    https://www.youtube.com/watch?v=xzXAZad3TcE

    • Hendrik Altmann sagt:

      Wenn 8 Milliarden Menschen einen Prokopf Energieverbrauch im Jahr eines Deutschen hätten, dann wären wir bei einem Energieverbrauch von 1312 Exajoule.

      Heute liegt der weltweite Energieverbrauch etwa bei der Hälfte.

      Bei 11 Milliarden Menschen und weiterer Fortschritten bei der Energieeffizienz wären wir bei 1540 Exajoule, wenn alle Menschen den gleichen Wohlstand wie in Deutschland geniessen würden, fast eine Verdreifachung des heutigen Energieverbrauchs, also mit fossilen Energieträgern ist das nicht machbar, man stelle sich nur mal vor 280mb/d Ölproduktion…, es ist heute noch unklar ob wir überhaupt 110mb/d sehen werden…

      Das das prozentuale Bevökerungswachstum immer weiter schrumpft, darauf habe ich in der Bevölkerungsdikussion auch immer wieder hingewiesen, sobald Verhütungsmittel anteilig am Gesamteikommen immer billiger werden, steigt auch deren Nutzung.

      Ich denke es hängt damit zusammen das es vorteilig ist heute weniger Nachwuchs zu haben als in der Vergangenheit, die Ressourcen der Familie in wenige Nachkommen zu konzentrieren und so deren Chancen auf Erfolg zu erhöhen.

      Die Hans Werner Sinn Beiträge sind auch immer sehr erleuchtend und er macht dort gute Arbeit darauf hinzuweisen wie schwierig eine Transition zu „grüner“ Energie ist, er hat da vielleicht auch etwas Einfluss auf die Politik, man hofft es zumindest.

  8. Markus Mayr sagt:

    Hallo Hendrik,
    bei den Brennstoffzellen für den Heimbereich ist man schon ein gutes Stück weiter gekommen. Wirkungsgrad ca. 55% el.
    http://www.solidpower.com/bluegen/

    Was hältst Du von den Gedanken, dass man verstärkt Brennstoffzellen für die Stromerzeugung einsetzt.
    Dadurch wäre in den Gebäuden für Strom und Warmwasser gesorgt. Gesamtwirkungsgrad ca. 80%

    In der kalten Jahreszeit müsste man dann den Rest mit Holz und Kohle zuheizen.
    Geschickt wären Nahwärmenetze mit Filteranlagen.

    Als Folge könnte ein großteil der Kohlekraftwerke mit Ihren Wirkungsgraden um die 40% wegfallen.
    Die derzeit ca. 60% Abwärme der Kohlekraftwärke wäre dann das Einsparpotential.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Das hängt ganz davon mit welchem chemischen Energieträger die 80% Wirkungsgrad erreicht werden, theoretisch ist die Brennstoffzelle einem Kohlekraftwerk überlegen, nur wenn wir den Aufwand der anliegt für die bereitstellung des chemischen Energieträgers betrachten, kann sich das wieder relativieren und die Sache sieht wieder anders aus.

      Die hier vorgestellte Zelle läuft wohl mit Erdgas und Methangas aus Biogasanlagen mit einem Wirkungsgrad von 60%(was in komerziellen Anlagen schon recht hoch ist) und in dem Fall wäre die Zelle zur Stromerzeugung wohl eine gute Wahl, dabei muss gesehen werden das die Produktionskosten von Brennstoffzellen im Vergleich zu Gaskraftwerken recht hoch waren in relation gesehen, was sich aber mit Fortschritten in der Produktionseffizienz weiter zum positiven ändert.

      http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/kraftwerk-mit-brennstoffzellen-kompakt-leise-und-vibrationsfrei-13512552.html

      Hab dazu noch einen Artikel von der FAZ gefunden.

      Bei Power to Gas, Gasto Power hast du natürlich starke Verluste was die Sache dann nicht mehr so gut aussehen lässt im Falle einer Wasserstoffwirtschaft.

      Aber für die Erdgasnuzung ist das eine schöne Entwicklung.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Für den stationären Einsatz also in Minikraftwerken kommen wohl die (SOFC, MCFC) Zellen zum Einsatz wo in komerziellen Anlagen heute ein maximaler Wirkungsgrad von etwas über 60% anliegt.

        Zellen die zum Beispiel Magnesium als chemischen Energieträger nutzen kommen auch über 80% Wirkungsgrad, was aber zur Stromgewinnung nicht wirtschaftlich ist.

  9. Patrick sagt:

    Ich bin gerade nicht sicher, ob dieser Vortrag schon verlinkt wurde:

    http://mediathek.cesifo-group.de/player/macros/cesifo/mediathek?content=7183590&idx=3&category=2684289032

    Wieviel Zappelstrom verträgt das Netz? Ein Vortrag von Prof. Sinn (Dez 2017)

    Lohnt sich!

    • Michael Egloff sagt:

      Genau so ist es! Dieses ganze Geschwätz von einer Dekarbonisierung der Wirtschaft ist völlig realitätsfern auf Basis des heutigen Lebens- und Energieverbrauchsstandards.
      Für mich interessant war übrigens, wie wenig man mit Demand-Management (Wäsche waschen und vieles anderes zu angebotsstarken und nachfrageschwachen Tageszeiten) ausrichten kann. Da hätte ich etwas mehr Potenzial erwartet, ohne freilich das Gesamtbild der jahreszeitlichen Schwankungen bei Wind/Solar aus dem Blick zu verlieren.
      Und zu der schonungslosen Analyse kommt ja noch hinzu, dass z.B. die Norweger oder Österreicher einen Teufel tun werden, ihre Landschaften den Notwendigkeiten der deutschen Energiewende zu opfern und für uns hunderte Speicherseen in die Gegend zu pflanzen. Wo ja schon die Deutschen selbst bei jedem neuen Pumpspeicherwerk auf die Barrikaden gehen.

      Eines hätte ich mir jedoch von einem Ökonomen wie Sinn, der ja sich recht erfolgreich physikalisches Wissen angeeignet hat, erwartet: dass er zu dem Fazit gelangt, dass unsere Ökonomie auf längere Sicht nicht den Hauch einer physikalischen und ressourcenabsichernden Perspektive hat. Das also das, was er als Berufsgegenstand hat, langfristig völlig gaga ist. Ich vermute, auch die allermeisten aus seiner Zuhörerschaft (die wohl zu einem großen Teil aus Millionären bestanden hat) werden diesen letzten, aber entscheidenden Schritt der Erkenntnis vermutlich nicht gemacht haben. Dann hätten sie ja ihr gesamtes Lebenskonzept als Irrsinn erkennen müssen.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Na das Lebenskozept ist kein Irrsinn, wiso sollte das so sein?

        Solange es keine besseren Alternativen gibt ist dies auch der beste gangbare Weg.

        Wenn du Millionär bist sind deine Chancen weitere Erfolge in der Wirtschaft zu machen höher als wenn du ein armer Schlucker bist, das nennt man positive Rückkoppelung, das funktioniert auch in die andere Richtung.

        Übrigends ist dieses Lebenskonzept bei jeder Spezies das vorherrschende und zwar seit Anbeginn der Zeit.

        Die Ökosysteme sind auch nicht freiwillig „Nachhaltig“ Die Ökosysteme nutzen immer so viel Ressourcen und Energie wie nur irgend möglich, mehr geht einfach nicht, die Ökosysteme sind maximal expandiert, frag mal einen Braunbären wie nachhaltig sein Lebensstil ist, wenn er antworten könnte würde er sagen interessiert mich nen Sch***, der ist nur daran interessiert sich rund zu futtern um den Nachwuchs durchzubringen und über den Winter zu kommen.

        Und das macht dann auch die Spezies erfolgreich, der gesammelte individuelle Erfolg von Braunbären mach die Spezies Braunbär erfolgreich oder eben nicht und das ist bei jeder Spezies so auch beim Menschen.

        Dem Orang Utang der sich gegenüber der Forst und Landwirtschaft des Menschen nicht durchsetzen kann bleibt nur in kleinen Reservaten und Zoos zu überleben, er hat den Wettkampf im wesentlichen verloren und Verlierer werden im Wettkampf selektiert.

        Wir dürfen nicht vergessen das wir in einem brutalen Wettkampf um Ressourcen und Energie leben, das nur der weiter kommt der erfolgreich ist, die Sozialsysteme die die Verlierer von heute auffängt sind sehr wahrscheinlich nur temporär und werden in der Zukunft wohl so nicht mehr existent sein, der Wettkampf wird sich also auch in unseren Wirtschaftsystemen wieder weiter verschärfen, verlieren bedeutet dann meist eine deulich reduzierte Lebensspanne und ein knochenhartes Leben.

        Es gibt keine Alternative wie der Mensch lebt und wirtschaftet, alles bestimmt der Erfolg oder Misserfolg und darauf sind alle Wirtschaftsysteme gepolt, nur so können sie funktionieren, nicht nur die Wirtschaftssysteme des Menschen, restlos alle Systeme des Lebens..

        • Michael Egloff sagt:

          „Es gibt keine Alternative…“

          Auf diese Formulierung hat Angela Merkel das Copyright, Hendrik.

          • Hendrik Altmann sagt:

            xD

            Ich wollte nur deutlich machen das es nichts bringt sich über so etwas aufzuregen, nehmt das beste mit was ihr bekommen könnt und genießt die Show:)

            • Michael Egloff sagt:

              Genau so mache ich das, Hendrik. Wir Menschen sind auf der Erde um das Glück unseres Lebens zu genießen.
              Dazu bedarf es allerdings keines Exzesses an materiellem Verbrauch. Im Gegenteil: Zeit zu haben ist der wahre Luxus.
              Wenn ich bedenke, was ich allein an Zeit gewinne indem ich z.B. auf Handy/Smartphone verzichte. Voller Mitleid schaue ich auf die Smartphonesklaven, ständig getrieben von völlig überflüssigem und irrelevantem Newsflow und den Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben verlierend…

              Wenn ich eine Wahl an verschiedenen Lebensmodellen hätte, würde ich genau das wählen, das ich habe. Und dabei bin ich mir im Klaren, dass ich mir das nicht verdient (im Sinne des Wortes) habe, sondern lediglich Glück hatte bei den Raum- und Zeitkoordinaten und den sozialen Koordinaten meiner Geburt. 30…35 Jahre eher gebohren, und meine wertvolle Jugendzeit wäre restlos versaut gewesen. 4000 KM weiter südlich geboren, und ich würde mit 95% Wahrscheinlichkeit zeitlebens in bitterer Armut leben.
              Und die falschen Eltern gehabt zu haben könnte mein Leben ebenfalls deutlich konfliktreicher und weniger glücklich gemacht haben.

              Was bin ich doch für ein Glücksschwein!

  10. Berndt sagt:

    Hallo, ein gesundes neues Jahr auch von mir.

    Ich habe mal eine Frage: Gibt es hier Physiker oder oder andere naturwissenschaftlich ausgebildete, die den Wunsch haben, das ETP-Modell zu überprüfen, zu verstehen oder sogar weiterzuentwickeln ? Wenn möglich mit MATLAB-Kenntnis ?
    Nichts gegen die anderen, aber ich will bestimmte Gesichtspunkte betrachten, ohne ständig über Supply/Demand oder Geldfragen zu diskutieren.

    • h.c. sagt:

      Ganz viel Ideologen unterwegs in der Politik… nicht nur im Energiesektor…

      Realismus, Fakten, etc. pp. – alles wird aktuell beiseite gewischt. Der weiter oben verlinkte Vortrag von Sinn zeigt es ja mal wieder auf.

      Gesetze gelten bei Missachtung nur für den Bürger – die Politik setzt sich drüber hinweg und macht sich nicht mal die Mühe diese zu ändern. Heute mehr als je zuvor.

      In einer physischen Welt die Grenzen kennt – wird gefordert das es keine Grenzen geben darf, etc. pp. Wer dem nicht zustimmt wird oft beschimpft und ausgegrenzt um eine Sachdiskussion nicht führen zu müssen.

      Da wird ein riesieger Tam-Tam um CO2 & Co. gemacht – EMV (gepulste Funkstrahlung), Quecksilber im Mund (Amalgam), Glyphosat, Neonicotinoide, etc. pp. all das ist jedoch o.k. – Hauptsache Geld wird gemacht & die Industrie läuft rund. Das gleiche auch bei CO2 – großtechnische Anlagen anstatt Aufforstung und CO2-Steuern – wobei man weiss das ohne Energiemehrverbrauch auch die globale Wirtschaft nicht wächst. Aber ein Schrumfpen des globalen BIPs ist auch nicht gewünscht. Letztendlich geht es nur um noch eine Steuer…

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