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Allen hier ein energetisches 2018 + neuer Kommentar-Thread

Frohes neues Jahr. Quelle: Pixabay

Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen hier ein positives und 'energetisches' Jahr 2018 - auf das 'der Kelch' einer energetischen und damit auch einer (deutlich spürbaren) wirtschaftlich-ressourcentechnisch-finanziellen Kontraktion an uns allen auch dieses Jahr vorbeigehen mag.

Gleichzeitig möchte ich mit diesem Post die Möglichkeit für einen neuen und übersichtlichen Kommentar-Thread eröffnen und zu Leser oder (regelmäßigen) Kommentatoren zu Gastbeiträgen einladen um das Blog hier am Leben zu halten.

Aktuelles

Der Ölpreis entwickelt sich ja aktuell aus dem Band, welches das ETP-Modell angibt - wobei hier im Jahresmittel abgerechnet (bzw. Bilanz gezogen) wird. Die IEA sieht ja für 2020 eine Angebotslücke - welche die Preise für Öl (weiter) steigen lassen müsste, wobei andere (u.a. Gail Tverberg  und auch Geoffrey Chia) diese Preise dann als Grund sehen das die Wirtschaft nicht mehr rund läuft. Letzteres würde dann die Nachfrage und auch die Preise einbremsen. Mal schauen, wo wir in 2 bis 2,5 Jahren stehen.

Letztendlich ist die 'letzte' Krise schon fast wieder 10 Jahre her - den Aktionen der Notenbanken und auch die Nachfrage durch Neuverschuldung, Konsum und Investition in China sei 'gedankt'. Hier gibt es verschiedenste Sichtweisen, den die Wahl der Mittel ist mehr als umstritten. Wann der nächste Krisenschub kommt ist derzeit noch nicht abzusehen - nach meiner (aktuellen) Sicht spätestens, wenn China & Co. nicht mehr bei Nachfrage, Neuverschuldung und Konsum ziehen. Alternativ wenn die Bereitstellung der (billigen) Energieträger (insb. Öl) nicht mehr so klappt wie bisher. Was speziell in DE passieren wird, wenn (nach aktuellem Plan) Ende 2022 die letzten AKWs abgeschaltet werden ist auch noch unklar. Das der Traum in Bezug auf die Stromversorgung aus PV & Wind mit Speicherung im großen Maßstab (für DE) als gescheitert anzusehen ist - ist sicher eine Aussage bei der die Kommentatoren hier im Blog mitziehen. Schon heute werden die Probleme mit der Netzstabilisierung immer größer....

Entwicklung von Welt-BIP und Primärenergieverbrauch. Quelle: Gail Tverberg

Spannend zu sehen, das nun ganz aktuell auch CDU, SPD und CSU die Klimaziele für 2020 aufgeben. Zwar soll 'Zugleich solle eine Kommission einen Aktionsplan zum schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung erarbeiten' - wie das Wunderwerk aus Atom- und Kohleausstieg bei gleichzeitiger Sicherung des Wirtschafts- und Industriestandortes Deutschland funktionieren soll - bleibt im Dunkeln. Aber ggf. ist genau das die Lösung: Dunkel-Deutschland - schalten wir doch einfach das ganze Land ab!

So bin (sicher nicht nur ich) gespannt wo das Spiel aus Ideologie und Realität endet. Denn Wirtschaftswachstum bei gleichzeitiger (deutlicher) Einsparung am Energieverbrauch - ja, das ist ein Kunststück, das die Welt so noch nicht vollbracht hat (siehe auch nebenstehende Grafik).

Es bleibt spannend!

Lieben Gruß an alle hier,

H.C. (Gastautor)

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187 Kommentare to “Allen hier ein energetisches 2018 + neuer Kommentar-Thread”

  1. m.sastre sagt:

    Ich schließe mich diesen Wünschen weitgehend an. Interessant wird es sicherlich bleiben. Da der „Kelch“ einer energetischen und ressourcentechnischen Abwärtsspirale allerdings nicht an uns vorbeigehen wird, wünsche ich mir den baldmöglichen Beginn derselben. Zu groß sind die dauerhaften Schäden, die durch die derzeitige Form des Wirtschaften entstehen, als das ich diese den kommenden Generationen aufbürden wollte. Noch ein paar Jahre des „Weiter so“ bedeutet nichts weiter als einen kurzen Aufschub und eine immer weiter steigende Fallhöhe. Auch das jetzige System produziert bereits mehr und mehr Verlierer und Menschen, die trotz materiellem Wohlergehen kein Lebensglück mehr empfinden. Auch sehe ich in einem energetischen Rückfall mittlerweile die einzige Möglichkeit, der weltweiten Entwicklung zu totalitären Strukturen entgegenzuwirken,denn auch die Überwachung und die Repression benötigen Komplexität und Ressourcen. Alles in Allem kein schöner Ausblick aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich hoffe in diesem Jahr zumindest wieder auf viele kompetente Kommentare, die das Lesen auf diesem Blog weiterhin interessant und lehrreich machen.

    • h.c. sagt:

      Zu groß sind die dauerhaften Schäden, die durch die derzeitige Form des Wirtschaften entstehen, als das ich diese den kommenden Generationen aufbürden wollte.

      Die nächsten Generationen werden unser bzw. deine als heute normal empfundene Welt gar nicht mehr kennen -> Normalcy-Bias. Deren Messlatte wird eine andere Sein – welche, das können wir gar nicht wissen oder antizipieren.

      Noch ein paar Jahre des „Weiter so“ bedeutet nichts weiter als einen kurzen Aufschub und eine immer weiter steigende Fallhöhe.

      Ggf. ist das sogar besser! Wenn wir in einer ‚Long Emergency‘ eintreten sollten, dann werden wir diesen Planeten bis zum letzten bisschen herunterwurschteln, alles Holz & Co. abbrennen, alle Kohlevorräte heben, etc. pp.

      Ein ‚Fast Collapse‘ hingegen – bei dem es potentiell >>6 Milliarden Menschen durch Seuchen, Hungersnöte, Suizid & Co. dahinraffen könnte – hätte das Potential das das die Basis auch für das Weiterwurschteln nicht mehr gegeben ist. Damit würde dann die Ökosphäre & die verbleibenden Ressourcen meiner Sicht nach besser geschützt bzw. bewahrt als mit der ‚Long ….‘ Version.

      Was auch immer – das alles sind Gedankenspiele. ich hoffe immer noch, das dieser Kelch größtenteils an mir vorbei geht. Im kosmischen Sinne ist das alles sowieso egal ;-)

      • m.sastre sagt:

        „Ggf. ist das sogar besser! Wenn wir in einer ‚Long Emergency‘ eintreten sollten, dann werden wir diesen Planeten bis zum letzten bisschen herunterwurschteln, alles Holz & Co. abbrennen, alle Kohlevorräte heben, etc. pp.“

        Befinden wir uns nicht bereits im „Long Emergency“ und und schieben den „Fast Collapse“ nur vor uns her?

        • Patrick sagt:

          Hmm…die Wirtschaft wächst, die Bevölkerung wächst. Es kommen mehr Menschen aus der absoluten Armut heraus (natürlich immer noch viel zu wenig!).

          Noch gibt’s nicht viel, was darauf hin deutet.
          Was aber nicht heißt, dass sich das ganze nicht ziemlich flott ändern kann.
          Klar ist, dass die Probleme überall aus den Böden schießen. Wenn man es denn sehen will.

  2. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=itAVYCiJ43g

    Auch ich wünsche allen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr.

    Nebenbei habe ich mir gerade diesen Beitrag auf Youtube angesehen den ich sehr interessant fand über China und der demografischen Entwicklung in China, Iran usw. sowie der One Belt one Road Strategie der Chinesen, ein schöner Vortrag.

    @ m.sastre erheben sich totalitäre Strukturen nicht dann besonders stark wenn es wirtschaflich nicht mehr Rund läuft?

    Und Verlierer und Gewinner gibt es immer in den Systemen des Lebens, heute nicht mehr als seit Systeme des Lebens existieren, wir Leben in einem System was auf Wettkampf basiert und auch nur so funktionieren kann, es muss also Verlierer geben genauso wie Gewinner.

    Du musst verlieren damit du weist das du was falsch gemacht hast, und gewinnen wenn du was richtig gemacht hast nur so wissen die Strukturen im System ob sie überflüssig sind oder gebraucht werden, nur so kann sich die Struktur komplexer werden, natürlich passiert das automatisch völlig unbewusst aus dem Chaos heraus, aber so ist es leichter zu erklären warum es Gewinner und Verlierer geben muss, warum die Systeme des Lebens nur im harten Wettkampf funktionieren können.

    Dem Systemen des Lebens geht es nach wie vor prächtig, sonst würden ja die Wirtschaftssysteme nicht nach wie vor prächtig expandieren/ wachsen.

    Und natürlich müssen konkurierende Systemteile weichen bzw. umstrukturiert werden damit andere Systemteile wachsen können, aber auch das ist völlig normal in einem Wettkampf, die Zerstörung die du hier wahrnimmst sind Systemteile die sich nicht mehr im Wettkampf behaupten können, praktisch Verlierer die automatisch selektiert werden weil sie im Augenblick nicht so gut funktionieren wie vorherigen Systemteile.

    • Hendrik Altmann sagt:

      *PS: meinte wie die folgenden Systemteile im letzten Satz…

    • m.sastre sagt:

      @Hendrik
      Du argumentierst immer etwas darwinistisch. Das ist sicherlich nicht prinzipiell falsch, aber macht nur Sinn, wenn man die Entwicklung auf eine längere Zeitspanne betrachtet, sozusagen nach der Prämisee „wer hat den längeren Atem“. Ein kurzfristiger Erfolg ist der Evolution egal. Erfolg ist immer der langristige. Und hier stelle ich fest, das auf die kurze energetische Stichflamme von ca. 150 Jahren die vollständige Erlöschung derselben folgen könnte. Eine ergolgreiche Entwicklung (oder Evolution) ist dies meines Erachtens nicht.

      „@ m.sastre erheben sich totalitäre Strukturen nicht dann besonders stark wenn es wirtschaflich nicht mehr Rund läuft?“

      Das ist sicherlich eine der möglichen Entwicklungen. Und tatsächlich spricht einiges dafür, das die zunehmende Überwachung und Repression, der Abbau von Bürgerlichen Freiheiten etc. dieser Logik folgt, nämlich unter schlechter werdenden sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen die Kontrolle und Handlungsfähigkeit einer politischen Führung zu bewahren. Andererseits haben wir uns hier im Forum immer wieder und ausgiebig mit den denkbaren Folgen eines energetischen Niedergangs in Kombination eines wachstumsfixierten Wirtschaftsmodells auseinandergesetzt und die Alternative zur Diktatur ist nun mal der vollständige Kontrollverlust, die Staats- und Ordnungsauflösung und letztendlich der „Failed State“ weltweit. Auch Diktatur oder jede Form der totalitären Ordnung basiert auf einem Mindestmass an verfügbaren Ressourcen und kann mit ihrem Schwinden nicht weiterbestehen. Der gesamte Zusammenbruch des Ostblocks war letztlich ein wirtschaftlich induzierter. Das Forderungen nach Freiheit konnten erst in den achtziger Jahren erfolgreich artikuliert werden, nachdem selbst den sozialistischen Eliten klar wurde, das „ihr“ System nicht mehr Überlebensfähig war und das es nicht mehr lohnte, zu dessen Verteidigung Gewalt anzuwenden. Mittlerweile wissen wir, das bereits Anfang der achtziger Jahre der Staatsführung der DDR und der Sowjetunion Studien vorlagen, die das nahende Ende voraussahen. Genau dies waren die notwendigen Faktoren, ohne die der Umbruch nicht möglich gewesen wäre.

      • m.sastre sagt:

        „Dem Systemen des Lebens geht es nach wie vor prächtig, sonst würden ja die Wirtschaftssysteme nicht nach wie vor prächtig expandieren/ wachsen.“

        Das sehe ich grundlegend anders. Eine einzelne Spezies, die alle anderen immer weiter zurückdrängt, bis hin zu deren Auslöschung, Kannibalisierung aller Lebensgrundlagen, selbst der eigentlich erneuerbaren, Wirtschaftsräume die zum Teil schon in der Schrumpfung begriffen sind. Teilweise bereits insgesamt oder zumindest pro Kopf der Bevölkerung (d.h. Wohlstandsverluste trotz noch nominal wachsender Wirtschaft)und Lebensbedingungen, die den Bedürfnissen der Menschen (u.a. das Fehlen des „Menschlichen Maßes“, ist hier schon thematisiert worden) zuwider laufen.
        All dies sind doch offenkundige Symptome zunehmender Erfolglosigkeit der derzeit noch erfolgreich scheinenden Prinzipien.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Ein menschliches Maß gibt es nicht und gab es nie, wir leben in einem System und sind Teil dessen, es gibt auch nicht Natur und Menscheit, alles ist Natur, alles ist Leben und alles Leben funktioniert nach den exakt gleichen Regeln.

          die Wirtschaftsysteme die wir im Gesamtsystem bewirtschaften wachsen zum einen auf Kosten anderer Systemteile die sich nicht mehr behaupten können aber auch weil wir neue Energieträger für Wachstum nutzen können die nur Wir nutzen können, was die mögliche Biomasse erhöht. So viele Menschen und Nutztiere könnten nur mit der Energie der Sonne die zeitnah anliegt nie vom System unterhalten werden.

          Und 150 Jahre ist schon ein verdammt langer Zeitraum, die Vorteile die uns fossile Energie in 150 Jahren gebracht hat, hat dafür gesorgt das wir zig tausende Spezies schon verdrängt haben, die sind einfach ausgestorben weil sie sich nicht gegenüber dem Menschen durchsetzen konnten bzw. keine neue Nische gefunden haben in der sie überleben konnten, sich verstecken konnten und es werden noch viele Spezies folgen.

          Die Spezies die wir alle durch diese kurzfristigen Vorteile verdrängt haben werden dir was anderes erzählen wie signifikant diese Vorteile waren :)

          Wir beherschen heute praktisch alle Systemteile, dominieren sie vollständig, wenn wir eine Energiequelle mit ausreichend hohem Erntefaktor(10 würde schon reichen) für längere Zeit (einige tausend Jahre) etablieren können werden sich praktisch alle Systemteile der Ökosysteme um uns Menschen neu strukturieren, es wird also nur noch Wirschaftsysteme des Menschen auf diesem Planeten geben von denen wir der größte Nutznießer sein werden.

          In Deutschland gibt es praktisch kaum nicht wirtschaflich genutzte Fächen, in Polen einen der letzten natürlichen Urwälder, irgendwann in der Zukunft wird es gar keine natürlichen Ur- Wälder mehr geben außer in Nationalparks.

          Aber das ist nicht schlimm, den das ändert nichts daran das die Gesamtmasse in den Systemen des Lebens gleich bleibt oder sogar steigt, bisher ist sie gestiegen weil wir Energieträger nutzen die einen höheren Ertefaktor haben als das einfallende Sonnenlicht, das bedeutet es gibt heute mehr Biomasse auf der Erde als vor der industriellen Revolution.

          Praktisch ist unser Erfolg auch ein Erfolg für das Leben und selbst wenn es eines Tages eine Kontraktionsphase geben wird wo ist das Problem?

          Denn Kontraktionsphasen hat es immer gegeben in den Systemen des Lebens, es gab mehrere große Massensterben auf der Erde in der Vergangenheit die auf zu schnelles Wachstum der Systeme zurückzuführen war.

          Und nochmal zum verdeutlichen ein System das wächst ist immer erfolgreich, Systeme wachsen weil Wachstum die Chancen für das Überleben erhöht, das hat sich in den 3 Milliarden Jahren seit dem es Leben gibt unzählige male als die beste Strategie herausgestellt um die Chancen für das Überleben zu erhöhen.

          Vielleicht werden wir in 100 Jahren Nahrung ganz anders anbauen, noch ist die Effizienz von künstlichen Kreislauffarmen noch nicht hoch genug aber das kann sich noch ändern, ist die Zeitspanne nur lang genug erreichen wir in jeder Produktion fast annähernd die maximal mögliche Effizienz.

          Deswegen sind die etablierten Lösungen in den „natürlichen“ Ökosystemen auch so effizient, sie hatten sehr viel Zeit so effizient zu werden, ist die Zeitspanne nur lang genug lohnt sich der Aufwand in der Entwicklung allemal.

  3. Patrick sagt:

    Ich wünsche auch allen hier ein gutes neues Jahr.
    Spannend wird es ohnehin bleiben :-)

    Bei dem Kommentar von m.sastre ist mir auch direkt dieser Satz ins Auge gesprungen

    „Auch sehe ich in einem energetischen Rückfall mittlerweile die einzige Möglichkeit, der weltweiten Entwicklung zu totalitären Strukturen entgegenzuwirken“

    Das Gegenteil wird wohl der Fall sein. Nur durch und während des energetischen Aufstiegs sind doch erst freiere, emanzipatorische Gesellschaften entstanden.
    Doch all das ist nur ein ziemlich dünner Lack auf dem evolutionären System mit seinen knallharten Regeln, die Hendrik hier immer so schön aufbereitet.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Ja warum ist den ein Trump an die Macht gekommen oder hat die AFD so große Erfolge feiern können, die Antwort ist Angst, Angst vor Überfremdung, Angst vor kulturellem Identitätsverlust.

      Genauso ist es möglich das sich aus Angst vor wirtschaftlichem Abstieg den vermeintlichen Heilsbringern zugewendet wird.

  4. Hendrik Altmann sagt:

    Die Gasimporte in die EU aus Russland und Norwegen steigen.

    https://www.welt.de/wirtschaft/article172361630/Gas-Exporte-in-die-EU-Mit-diesem-Rekord-duepiert-Putin-den-Westen.html

    Zum eigentlichen Thema Kohleausstieg, Frankreich, Spanien, Großbritannien oder Italien haben einen viel geringeren Anteil an Kohleverstrommung, da fällt es viel leichter die Kapazitäten auslaufen zu lassen und durch Gas und Atomstrom aber auch Windstrom zu ersetzen, für Deutschland wäre das allerdings mangels Atomstrom bei um die 40% Kohleverstrommung zu teuer, Wind macht nur bis zu einem bestimmten Anteil einen Sinn, da bin ich bei Stefan und halte 25-30% maximal für wirtschaftlich haltbar, die Alternative zu Kohle wären dann für Deutschland wohl nur noch Gaskraftwerke, was Putin dann wohl noch mehr freuen dürfte oder die USA…

    Aber wie lange hält der Gasboom noch an in den USA, wie viel kann wirtschaftlich gefördert werden?

    Peakoil ist bei einem Wachstum von durchschnittlich 1,2 mb/d die letzten 20 Jahre an Förderzuwachs wahrscheinlich auch nicht allzuweit weg, dazu kommt rund 1 mb/d Förderabfall pro Jahr in den Decline Staaten.

    Irgendwann kommen wir wohl wieder an den Punkt die Kohle in Deutschland fördern zu müssen/wollen.

    Die Frage ist also auch macht ein kompletter Ausstieg bei Kohle überhaupt Sinn wenn wir in 20 Jahren wieder mit der Förderung anfangen?

    Bei Öl haben wir mit den Decline Zahlen + Nachfragezuwachs eine Förderausweitung von 5 mb/d die 2017 und 2018 neu dazu kommen müssen nach den Zahlen der iea, würde das starke Wachstum dann noch einmal 2 Jahre bis 2020 weitergehen sind das 10 mb /d in nur 4 Jahren, das entspricht dann dem Output der USA oder fast dem Ouput von Russland oder Saudi Arabien, den 3 größten Förderländern bei Öl.

    Da muss man kein Genie sein um voraus zu sagen das es einen Engpass bei Öl geben wird in einigen Jahren (spätestens).

    Der Ölpreis dürfte auch konstant und langsam nach oben kriechen, besonders wenn man mit ansieht wie sich in der kalten Jahreszeit die Ölspeicher in den USA leeren.

    Vor allem wird der Preis diesmal nicht steigen weil ein Ölkartell die Preise diktiert, sondern weil Öl wirklich knapp wird, die Zeit billigem Öls ist wohl jetzt wirklich vorbei.

    Gas wird wohl das neue Öl werden, der Ersatz, wenn dann die Preise irgendwann in der Zukunft bei Gas auch steigen wird auch die Kohleförderung wieder zulegen.

  5. h.c. sagt:

    Die Frage ist also auch macht ein kompletter Ausstieg bei Kohle überhaupt Sinn wenn wir in 20 Jahren wieder mit der Förderung anfangen?

    Ich denke bei der aktuellen Diskussion um den Kohleausstieg geht es nicht um Sinn oder Unsinn – sondern um Ideologie.

    Da diskutieren meiner vereinfachten Sicht nach einerseits Menschen denen es primär um Status, Pöstchen und Dienstwagen geht mit Ideologen aus der Klima- und Umweltsekte. Letztere leben dann aber nicht in der Hütte im Wald – sondern genießen die Annehmlichkeiten des modernen Lebens auch in vollen Zügen (z.B. Auto, öffentliches Schwimmbad, ärztliche Versorgung, etc.).

    Aus Schuldkomplexen, wegen ‚Glauben‘, etc. pp. wollen viele dieser Menschen dann irgendwo auch was ‚gutes‘ tun und verdrängen das Gesamtbild – wenn Sie es denn überhaupt verstehen können oder wollen. Das ganze mag individuell sogar positiv motiviert sein – führt jedoch zu keinen nachhaltigen Lösungen, insb. da oft auch kein freiwilliger Verzicht geübt wird.

    Denn eines sollte bei 7,5 Milliarden Menschen klar sein (zumindest für mich): Der größte ‚energetische Verbraucher‘ den ein Mensch in der westlichen Welt (OECD) produzieren kann ist Nachwuchs!

    Siehe auch dieser Vorspann der britischen Fernsehserie Utopia: http://limitstogrowth.de/2016/06/25/fernseserie-utopia-die-zentrale-frage/ – der thematisiert das meiner Ansicht nach sehr, sehr, sehr gut.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Das ist aber immer aus einer individuellen Sicht zu sehen, nicht aus der Sicht der Menschheit, diesen Blickpunkt gibt es übrigens überhaupt gar nicht.

      Die Frage ist also macht Nachwuchs für meinen persöhnlichen Erfolg Sinn, will ich meine Dynastie in die erfolgreich in die Zukunft fortführen?

      Einen Blickpunkt für die Menschheit, ein Bewusstsein für die Menschheit ist nicht existent, damit stellt sich für mich auch nicht die Frage ob die Menschheit erfolg hat oder nicht, sondern nur ob ich und meine Dynastie Erfolg hat oder nicht.

      Und wenn ich dabei alle Energie des Universums verbrauche und alle Materie, das ist es ja was „Die Menschheit oder überhaupt jede erfogreiche Spezies so erfolgreich macht, das streben nach individuellem Erfolg, was auch Nachwuchs mit einbezieht.

      Denn wenn nicht der Nachwuchs der persöhnlich größte Erfolg wäre, dann wäre die Spezies Mensch schon in den Anfängen untergegangen, wie bei jeder anderen Spezies die es weit gebracht hat ist Nachwuchs das ultimative Ziel, und dieses Ziel ist ein individuelles, jeder der keinen Nachwuchs bekommt kann seine Genetik nicht weitergeben und selektiert sich damit von dieser Welt.

      Also für mich ist nicht das Problem Nachwuchs zu bekommen sonder ehr keinen zu bekommen.

      Versucht nicht immer mit der Sichtweise der Menschheit zu denken, sondern bleibt bei euch, wie definiert ihr Erfolg für euch und was braucht es um eure Ziele zu erreichen.

      Auch in der Zukunft wird Erfolg sehr ungleichmässig verteilt sein, alles beruht auf Wahrscheinlichkeiten, also was gibt dem Nachwuchs die besten Zukunftchancen, den besten Startpunkt, ich denke es sind erfolgreiche Eltern, historisch aus Armut heraus waren die Chancen immer deutlich schlechter für den Nachwuchs, das wird auch in Zukunft so sein und den niedrigsten energetischen Fussabdruck hast du wenn du arm bist, also stellt sich für mich gar nicht die Frage einen niedrigen energetischen Fussabdruck zu hinterlassen, wenn die Zukunftsaussichten der reichsten Dynastien die besten sind.

      Selbst in hundert Jahren wird das Leben der Menschen die erfolgreich sind immer noch um Welten besser sein als das Leben der ärmsten heute.

      Und eine staatliche auferlegte Geburtenkontrolle wird es in Zeiten großer Demografie Probleme nicht geben, nur Nationen deren Anteil an produktiver Bevölkerung akzeptabel ist werden sich in Zukunft behaupten können, deswegen versucht China schon mit aller Macht umzusteuern bei der Familienpolitik und wurde in dem verlinkten Vortrag weiter oben von mir erwähnt das der Iran wohl so oder so untergehen wird, weil eine Nation die arm ist und ohne junge produktive Bevölkerung dasteht sich nicht behaupten kann.

      Ich kann es gar nicht oft genug sagen, in einem Wettkampf bleibt keine Zeit Energie zu sparen oder sich zurück zu nehmen wenn man erfolgreich sein will, der der sich zurücknimmt verliert und was verlieren bedeutet in diesem Universum seht ihr jeden Tag in den Nachrichten, es zählt nur eins, immer zu den Gewinnern zu zählen auf dieser Welt, das ist es was immer gezählt hat, seit dem es überhaupt Leben gibt.

      Deswegen „whatever it takes“

      Dazu passend der Energiehunger der Welt wächst und wächst weiter.

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/offshore-windparks-bis-zu-15-prozent-der-nordsee-fuer-windenergie-a-1187387.html

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-weitere-us-bundesstaaten-wollen-ausnahme-von-oelbohrungen-a-1187330.html

    • m.sastre sagt:

      „Denn eines sollte bei 7,5 Milliarden Menschen klar sein (zumindest für mich): Der größte ‚energetische Verbraucher‘ den ein Mensch in der westlichen Welt (OECD) produzieren kann ist Nachwuchs!“

      Aber genau u.a. mit dem Argument der demogaphischen Krise werden doch anschliessend massenhaft Migrationsströme in die wirtschaftlich noch attraktiven Regionen der Industriestaaten organisiert. Wenn in Europa der Verzicht auf Nachkommen als Zukunftsinvestition definiert wird, gleichzeitig Menschen aus fernsten Regionen angelockt werden um den daraus entstehenden (Fachkräfte?)-mangel wieder auszugleichen ist der Höhepunkt des Wahnsinns nicht mehr fern. Dies meine ich nicht nur in Bezug auf die kulturelle Selbstaufgabe, die damit unweigerlich verbunden ist, sondern auf den Umstand, das hier Menschen aus energiearmen Gesellschaften in noch extrem energiereiche Gesellschaften katapultiert werden und das diese Menschen von ihrer Sozialisation her in aller Regel keinerlei Bewußtsein für die zukünftigen Notwendigkeiten und notwendigen Veränderungen mitbringen und das deren Lebensweise uns als Gesellschaft in der Diskussion um die Sicherung der allgemeinen Lebensgrundlagen mal eben 50 oder 100 Jahre zurückwirft.
      Der verantwortungsvolle Umgang mit dem eigenen wirtschaftlichen und technischen Potential kann überhaupt nur Bevölkerungen gelingen, die in ihrem Aufstieg einen gewissen Reifeprozess durchgemacht haben und ein Bewußtsein dafür entwickelt haben, das ihre Lebensweise überhaupt zu Problemen führt.

      • h.c. sagt:

        Aber genau u.a. mit dem Argument der demogaphischen Krise werden doch anschliessend massenhaft Migrationsströme in die wirtschaftlich noch attraktiven Regionen der Industriestaaten organisiert.

        Das ist für mich nur ein fades Scheinargument. Wer Wirtschaft versteht, weiß das das höchstens mit dem Kanadische, Australischen oder neuseeländischen Modell zu schaffen ist. In DE gibts hingegen Restriktionen für den qualifizierten Zuzug (Blue Card) – anscheinend nicht jedoch für den unqualifizierten.

        das hier Menschen aus energiearmen Gesellschaften in noch extrem energiereiche Gesellschaften katapultiert werden

        … und damit der Energie- und Ressourcenverbrauch sogar noch angekurbelt wird.

      • Hendrik Altmann sagt:

        In einer globalisierten Welt die auf Wettkampf beruht wird natürlich auch global um die produktivsten und schlausten jungen Leute geworben, den nur die Nationen die sich die besten Leute leisten können, werden auch in Zukunft erfolgreich sein, so die Geburtenrate kann nidrig sein wenn das Land reich genug ist sich die Einwanderung von Hochqualifizierten leisten zu können.

        Deutschland hat ehr das Problem das bei der Einwanderung zu wenig Filter anstehen und die Filter die da sind sehr schlecht funktionieren, was sicher auch mit dem Abfall der Popularität der etablierten Parteien zu tun hat, Deutschland ist bei der Einwanderung einfach hoffnungslos überfordert.

      • Patrick sagt:

        „organisiert“ ist gut…
        Diese Migrationsströme brechen aus, weil ein jeder versucht, woanders ein besseres Leben zu finden.

        Die Industrieländer (mit Ausnahme vom pathologischen Weltretter-land Deutschland) schotten sich doch vor Armuts-Einwanderung eher ab und wollen nur qualifizierte Zuwanderung. Natürlich aus genau den Gründen, die Hendrik beschrieben hat.
        Niemand will sich selbst schwächen.

  6. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.iea.org/newsroom/news/2017/december/omr-happy-new-year.html

    Die iea geht davon aus das 2018 die Nachfrage nach Öl von den Shaleoil Produzenten in den USA kompensiert wird und die Lager sich langsamer leeren als 2017, wir werden sehen.

    Der Ölpreis hängt also am Produktionsoutput der US Shaleoil Produzenten.

  7. Markus Mayr sagt:

    Habe hier zu der aktuellen Bevölerungsentwicklung sowie zu regenerativen Energien interessante Videos.

    Bevölkerung:
    Warum wir bei ca. 11 Mrd. austoppen werden
    https://www.youtube.com/watch?v=yS_-HAFDJqg

    regenerative Energien:
    Speicherproblematik
    https://www.youtube.com/watch?v=xzXAZad3TcE

    • Hendrik Altmann sagt:

      Wenn 8 Milliarden Menschen einen Prokopf Energieverbrauch im Jahr eines Deutschen hätten, dann wären wir bei einem Energieverbrauch von 1312 Exajoule.

      Heute liegt der weltweite Energieverbrauch etwa bei der Hälfte.

      Bei 11 Milliarden Menschen und weiterer Fortschritten bei der Energieeffizienz wären wir bei 1540 Exajoule, wenn alle Menschen den gleichen Wohlstand wie in Deutschland geniessen würden, fast eine Verdreifachung des heutigen Energieverbrauchs, also mit fossilen Energieträgern ist das nicht machbar, man stelle sich nur mal vor 280mb/d Ölproduktion…, es ist heute noch unklar ob wir überhaupt 110mb/d sehen werden…

      Das das prozentuale Bevökerungswachstum immer weiter schrumpft, darauf habe ich in der Bevölkerungsdikussion auch immer wieder hingewiesen, sobald Verhütungsmittel anteilig am Gesamteikommen immer billiger werden, steigt auch deren Nutzung.

      Ich denke es hängt damit zusammen das es vorteilig ist heute weniger Nachwuchs zu haben als in der Vergangenheit, die Ressourcen der Familie in wenige Nachkommen zu konzentrieren und so deren Chancen auf Erfolg zu erhöhen.

      Die Hans Werner Sinn Beiträge sind auch immer sehr erleuchtend und er macht dort gute Arbeit darauf hinzuweisen wie schwierig eine Transition zu „grüner“ Energie ist, er hat da vielleicht auch etwas Einfluss auf die Politik, man hofft es zumindest.

      • Michael Egloff sagt:

        Hallo Hendrik,
        seit 2010 sinkt das weltweite prozentuale Wachstum nicht mehr, seit 2015 steigt es sogar wieder ganz leicht an. Von 1,17% auf aktuell 1,21%. Was dazu führt, dass das nominale Wachstum erstmals deutlich die 90-Millionen-Marke überschreiten wird.

        http://countrymeters.info/de/World

        In einigen Ländern wie z.B. Ägypten oder Algerien stellt man nach Zeiten des Absinkens der prozentualen Zuwächse wieder eine deutliche Beschleunigung des Wachstums in den letzten Jahren fest. Sehr gut zu erkennen an der unteren Breite der Bevölkerungspyramide:

        https://www.populationpyramid.net/de/%C3%A4gypten/2015/

        https://www.populationpyramid.net/de/algerien/2015/

        Und hier die Pyramiden, die in den völligen Kollaps münden werden:

        https://www.populationpyramid.net/de/niger/2015/

        https://www.populationpyramid.net/de/nigeria/2015/

        Im Falle des Niger eine Verzehnfachung von heute bis zum Ende des Jahrhunderts!
        Natürlich wird es zu dieser Verzehnfachung in diesem weitestgehnd von Wüste dominierten Landes nicht kommen, weil vorher die größte humanitäre Katastrophe der Menschheitsgeschichte diese Entwicklung beendet.

        Aber wir sind ja gaaanz weit weg und werden davon überhaupt nicht betroffen sein. Glauben manche…

        • Hendrik Altmann sagt:

          Naja, Nigeria wird bis zum Ende des Jahrhunderts nicht weiter wachsen da die Bevölkerung ja jetzt schon große Not leidet, bis zur Mitte des Jahrhunderts soll die Bevölkerung auf 400 Millionen Menschen wachsen, selbst hier sind schon Zweifel angebracht.

          Denn aus eigener Kraft wird das Land die Menge an Nahrungsmittel und Trinkwasser nicht bereitstellen können, die Folgen des Klimawandels werden bis zur Mitte des Jahrhunderts die Produktion von Nahrungsmitteln teurer machen als heute, was es unwahrscheinlich macht das die Weltgemeinschaft weiterhin große Mengen Nahrungsmittel dem Land zukommen lassen wird.

          Die Bereitstellung von Trinkwasser wird weltweit auch immer teurer, energieintensiver werden.

          So das ich denke das die Wachstumszahlen durch hunger und durst von ganz allein einbrechen werden.

          Das große Problem Nigerias ist Korruption in einer autokratischen Diktatur, wodurch die Produktivität völlig im Keller ist, das Land ist einer der großen Verlierer im weltweiten Wettkampf…

          Selbst Länder wie Südafrika, Spanien, Italien, Griechenland, der Südwesten der USA werden in Zukunft Schwierigkeiten haben für ausreichend Trinkwasser zu sorgen, selbst in Deutschland wird die Bereitstellung immer teurer (Nitrat).

          Ich meine zu der Tatsache das der ERoEI immer weiter abfällt gesellt sich der Klimawandel und stetig übernutzte Ökosysteme, was letztendlich die Enegiekrise immer weiter verschärft.

          In Zukunft werden wir mehr Energie für unsere Grundbedürfnisse investieren müssen, zeitgleich steht immer weniger Energie zu Verfügung.

          Länder wie Nigeria, Venezuela werden viel früher kollabieren als am Ende dieses Jahrhunderts, was auch deren Bevölkerungswachstum schon viel früher negativ beeinflussen wird.

  8. Markus Mayr sagt:

    Hallo Hendrik,
    bei den Brennstoffzellen für den Heimbereich ist man schon ein gutes Stück weiter gekommen. Wirkungsgrad ca. 55% el.
    http://www.solidpower.com/bluegen/

    Was hältst Du von den Gedanken, dass man verstärkt Brennstoffzellen für die Stromerzeugung einsetzt.
    Dadurch wäre in den Gebäuden für Strom und Warmwasser gesorgt. Gesamtwirkungsgrad ca. 80%

    In der kalten Jahreszeit müsste man dann den Rest mit Holz und Kohle zuheizen.
    Geschickt wären Nahwärmenetze mit Filteranlagen.

    Als Folge könnte ein großteil der Kohlekraftwerke mit Ihren Wirkungsgraden um die 40% wegfallen.
    Die derzeit ca. 60% Abwärme der Kohlekraftwärke wäre dann das Einsparpotential.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Das hängt ganz davon mit welchem chemischen Energieträger die 80% Wirkungsgrad erreicht werden, theoretisch ist die Brennstoffzelle einem Kohlekraftwerk überlegen, nur wenn wir den Aufwand der anliegt für die bereitstellung des chemischen Energieträgers betrachten, kann sich das wieder relativieren und die Sache sieht wieder anders aus.

      Die hier vorgestellte Zelle läuft wohl mit Erdgas und Methangas aus Biogasanlagen mit einem Wirkungsgrad von 60%(was in komerziellen Anlagen schon recht hoch ist) und in dem Fall wäre die Zelle zur Stromerzeugung wohl eine gute Wahl, dabei muss gesehen werden das die Produktionskosten von Brennstoffzellen im Vergleich zu Gaskraftwerken recht hoch waren in relation gesehen, was sich aber mit Fortschritten in der Produktionseffizienz weiter zum positiven ändert.

      http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/kraftwerk-mit-brennstoffzellen-kompakt-leise-und-vibrationsfrei-13512552.html

      Hab dazu noch einen Artikel von der FAZ gefunden.

      Bei Power to Gas, Gasto Power hast du natürlich starke Verluste was die Sache dann nicht mehr so gut aussehen lässt im Falle einer Wasserstoffwirtschaft.

      Aber für die Erdgasnuzung ist das eine schöne Entwicklung.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Für den stationären Einsatz also in Minikraftwerken kommen wohl die (SOFC, MCFC) Zellen zum Einsatz wo in komerziellen Anlagen heute ein maximaler Wirkungsgrad von etwas über 60% anliegt.

        Zellen die zum Beispiel Magnesium als chemischen Energieträger nutzen kommen auch über 80% Wirkungsgrad, was aber zur Stromgewinnung nicht wirtschaftlich ist.

  9. Patrick sagt:

    Ich bin gerade nicht sicher, ob dieser Vortrag schon verlinkt wurde:

    http://mediathek.cesifo-group.de/player/macros/cesifo/mediathek?content=7183590&idx=3&category=2684289032

    Wieviel Zappelstrom verträgt das Netz? Ein Vortrag von Prof. Sinn (Dez 2017)

    Lohnt sich!

    • Michael Egloff sagt:

      Genau so ist es! Dieses ganze Geschwätz von einer Dekarbonisierung der Wirtschaft ist völlig realitätsfern auf Basis des heutigen Lebens- und Energieverbrauchsstandards.
      Für mich interessant war übrigens, wie wenig man mit Demand-Management (Wäsche waschen und vieles anderes zu angebotsstarken und nachfrageschwachen Tageszeiten) ausrichten kann. Da hätte ich etwas mehr Potenzial erwartet, ohne freilich das Gesamtbild der jahreszeitlichen Schwankungen bei Wind/Solar aus dem Blick zu verlieren.
      Und zu der schonungslosen Analyse kommt ja noch hinzu, dass z.B. die Norweger oder Österreicher einen Teufel tun werden, ihre Landschaften den Notwendigkeiten der deutschen Energiewende zu opfern und für uns hunderte Speicherseen in die Gegend zu pflanzen. Wo ja schon die Deutschen selbst bei jedem neuen Pumpspeicherwerk auf die Barrikaden gehen.

      Eines hätte ich mir jedoch von einem Ökonomen wie Sinn, der ja sich recht erfolgreich physikalisches Wissen angeeignet hat, erwartet: dass er zu dem Fazit gelangt, dass unsere Ökonomie auf längere Sicht nicht den Hauch einer physikalischen und ressourcenabsichernden Perspektive hat. Das also das, was er als Berufsgegenstand hat, langfristig völlig gaga ist. Ich vermute, auch die allermeisten aus seiner Zuhörerschaft (die wohl zu einem großen Teil aus Millionären bestanden hat) werden diesen letzten, aber entscheidenden Schritt der Erkenntnis vermutlich nicht gemacht haben. Dann hätten sie ja ihr gesamtes Lebenskonzept als Irrsinn erkennen müssen.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Na das Lebenskozept ist kein Irrsinn, wiso sollte das so sein?

        Solange es keine besseren Alternativen gibt ist dies auch der beste gangbare Weg.

        Wenn du Millionär bist sind deine Chancen weitere Erfolge in der Wirtschaft zu machen höher als wenn du ein armer Schlucker bist, das nennt man positive Rückkoppelung, das funktioniert auch in die andere Richtung.

        Übrigends ist dieses Lebenskonzept bei jeder Spezies das vorherrschende und zwar seit Anbeginn der Zeit.

        Die Ökosysteme sind auch nicht freiwillig „Nachhaltig“ Die Ökosysteme nutzen immer so viel Ressourcen und Energie wie nur irgend möglich, mehr geht einfach nicht, die Ökosysteme sind maximal expandiert, frag mal einen Braunbären wie nachhaltig sein Lebensstil ist, wenn er antworten könnte würde er sagen interessiert mich nen Sch***, der ist nur daran interessiert sich rund zu futtern um den Nachwuchs durchzubringen und über den Winter zu kommen.

        Und das macht dann auch die Spezies erfolgreich, der gesammelte individuelle Erfolg von Braunbären mach die Spezies Braunbär erfolgreich oder eben nicht und das ist bei jeder Spezies so auch beim Menschen.

        Dem Orang Utang der sich gegenüber der Forst und Landwirtschaft des Menschen nicht durchsetzen kann bleibt nur in kleinen Reservaten und Zoos zu überleben, er hat den Wettkampf im wesentlichen verloren und Verlierer werden im Wettkampf selektiert.

        Wir dürfen nicht vergessen das wir in einem brutalen Wettkampf um Ressourcen und Energie leben, das nur der weiter kommt der erfolgreich ist, die Sozialsysteme die die Verlierer von heute auffängt sind sehr wahrscheinlich nur temporär und werden in der Zukunft wohl so nicht mehr existent sein, der Wettkampf wird sich also auch in unseren Wirtschaftsystemen wieder weiter verschärfen, verlieren bedeutet dann meist eine deulich reduzierte Lebensspanne und ein knochenhartes Leben.

        Es gibt keine Alternative wie der Mensch lebt und wirtschaftet, alles bestimmt der Erfolg oder Misserfolg und darauf sind alle Wirtschaftsysteme gepolt, nur so können sie funktionieren, nicht nur die Wirtschaftssysteme des Menschen, restlos alle Systeme des Lebens..

        • Michael Egloff sagt:

          „Es gibt keine Alternative…“

          Auf diese Formulierung hat Angela Merkel das Copyright, Hendrik.

          • Hendrik Altmann sagt:

            xD

            Ich wollte nur deutlich machen das es nichts bringt sich über so etwas aufzuregen, nehmt das beste mit was ihr bekommen könnt und genießt die Show:)

            • Michael Egloff sagt:

              Genau so mache ich das, Hendrik. Wir Menschen sind auf der Erde um das Glück unseres Lebens zu genießen.
              Dazu bedarf es allerdings keines Exzesses an materiellem Verbrauch. Im Gegenteil: Zeit zu haben ist der wahre Luxus.
              Wenn ich bedenke, was ich allein an Zeit gewinne indem ich z.B. auf Handy/Smartphone verzichte. Voller Mitleid schaue ich auf die Smartphonesklaven, ständig getrieben von völlig überflüssigem und irrelevantem Newsflow und den Fokus auf die wichtigen Dinge im Leben verlierend…

              Wenn ich eine Wahl an verschiedenen Lebensmodellen hätte, würde ich genau das wählen, das ich habe. Und dabei bin ich mir im Klaren, dass ich mir das nicht verdient (im Sinne des Wortes) habe, sondern lediglich Glück hatte bei den Raum- und Zeitkoordinaten und den sozialen Koordinaten meiner Geburt. 30…35 Jahre eher gebohren, und meine wertvolle Jugendzeit wäre restlos versaut gewesen. 4000 KM weiter südlich geboren, und ich würde mit 95% Wahrscheinlichkeit zeitlebens in bitterer Armut leben.
              Und die falschen Eltern gehabt zu haben könnte mein Leben ebenfalls deutlich konfliktreicher und weniger glücklich gemacht haben.

              Was bin ich doch für ein Glücksschwein!

  10. Berndt sagt:

    Hallo, ein gesundes neues Jahr auch von mir.

    Ich habe mal eine Frage: Gibt es hier Physiker oder oder andere naturwissenschaftlich ausgebildete, die den Wunsch haben, das ETP-Modell zu überprüfen, zu verstehen oder sogar weiterzuentwickeln ? Wenn möglich mit MATLAB-Kenntnis ?
    Nichts gegen die anderen, aber ich will bestimmte Gesichtspunkte betrachten, ohne ständig über Supply/Demand oder Geldfragen zu diskutieren.

    • h.c. sagt:

      Ganz viel Ideologen unterwegs in der Politik… nicht nur im Energiesektor…

      Realismus, Fakten, etc. pp. – alles wird aktuell beiseite gewischt. Der weiter oben verlinkte Vortrag von Sinn zeigt es ja mal wieder auf.

      Gesetze gelten bei Missachtung nur für den Bürger – die Politik setzt sich drüber hinweg und macht sich nicht mal die Mühe diese zu ändern. Heute mehr als je zuvor.

      In einer physischen Welt die Grenzen kennt – wird gefordert das es keine Grenzen geben darf, etc. pp. Wer dem nicht zustimmt wird oft beschimpft und ausgegrenzt um eine Sachdiskussion nicht führen zu müssen.

      Da wird ein riesieger Tam-Tam um CO2 & Co. gemacht – EMV (gepulste Funkstrahlung), Quecksilber im Mund (Amalgam), Glyphosat, Neonicotinoide, etc. pp. all das ist jedoch o.k. – Hauptsache Geld wird gemacht & die Industrie läuft rund. Das gleiche auch bei CO2 – großtechnische Anlagen anstatt Aufforstung und CO2-Steuern – wobei man weiss das ohne Energiemehrverbrauch auch die globale Wirtschaft nicht wächst. Aber ein Schrumfpen des globalen BIPs ist auch nicht gewünscht. Letztendlich geht es nur um noch eine Steuer…

  11. Gast sagt:

    Guten Tag an alle!

    Kann mir jemand erklären, wie es sein kann, das der Ölpreis seit letztem Sommer von ca. 40 Dollar stetig bis heute auf ca. 70 Dollar gestiegen ist, an der Tankstelle aber der Preis fast gleich geblieben ist?
    Früher korrelierten ja beide Preise einigermaßen, was wohl jetzt nicht mehr der Fall ist?
    Was muß man daraus für Schlüsse ziehen?

    Vielen Dank!

    • Hendrik Altmann sagt:

      Aber die Kraftstoffpreise steigen doch schon wieder seit dem letztem Jahr, allerdings glaube ich nicht das die Preise weit über 70 Dollar steigen wird, der kalte Winter in Nordamerika lässt wohl die Nachfrage stärker steigen als gewohnt zu dieser Jahreszeit, dazu kommt ein stärkeres Wirtschaftswachstum was die Rohstoffpreise treibt, der Preis sollte sich im Sommer wieder leicht unter 70 Dollar einpendeln.

      Hängt aber alles davon ab wie sich die Lagerstände entwicklen, Nachfrage und Produktion.

      Ich denke der Ölpreis wird in den nächsten Jahren weiter langsam auf 80 Dollar steigen.

  12. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=vC887GnS-cE Interessanter Vortrag bei der ASPO-USA

    Mit dem Thema Öl in der Zukunft und in der Vergangenheit.

    Dazu ein Vergleich der Ölversorgungs und Nachfrage Situation der iea und der ASPO Deutschland.

    https://drive.google.com/file/d/1LHJA7HM4sFWBeXsmYy7420IpURQTpucB/view

    Wobei ich sagen muss das wenn die Nachfrage weiterhin 1.0- 1.2 mb/d wächst, wie in den vergangenen Jahren, dann dürfte bis 2040 eine deutlich höhere Nachfrage bestehen.

    Und Biofuel so weit ich weiß kann nur mit Zuckerrohr mit akzeptablen ERoEI produziert werden, wobei Regendwaldflächen dafür genutzt werden die schnell an Nährstoffen verlieren, also alles andere als Nachhaltig und Zukunftssicher.

    Ich sehe die Supply und Demand Aussicht für die Zukunft genauso wie die ASPO und denke das Peakoil in den nächsten 5 bis maximal 10 Jahren harte Realität wird.

  13. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-01/weltwetterorganisation-2017-klima-erderwaermung

    2017 war das wärmste Jahr ohne El Nino Effekt aber mit leichtem La Nina Effekt.

    http://www.wettereck-triestingtal.at/2017/12/16/der-winter-20172018-steht-im-zeichen-von-la-nina/

    Immer häufiger kommen auch News auf über eine bevor stehende Eiszeit im Zusammenhang mit der schwachen Sonnenfleckenaktivität.

    https://sonnen-sturm.info/mini-eiszeit-im-jahr-2030

    Hier wird darauf fachlich und kritisch eingegangen.

  14. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-11-07/opec-sees-u-s-shale-oil-powering-ahead-after-cuts-boost-prices

    Die OPEC geht davon aus das die Shaleoil Produktion 2025 peaken wird und 2030 in den Decline geht.

    Weiter geht die OPEC davon aus den Decline der Shale oil Produzenten bis 2040 kompensieren zu können und die wachsende Ölnachfrage bedienen zu können.

    • Mayr Markus sagt:

      Da bin ich mal gespannt wie die OPEC das ab 2030 schaffen möchte.
      Ich gehe eher davon aus, dass immer mehr E-Autos kommen und der Strom dafür großteils aus Kohlekraftwerke stammt.
      Dadurch wird der Decline ab 2030 nicht so stark zum tragen kommen.
      Die erhöhte Co2-Konzentration wird man einfach hinnehmen in der Hoffnung ab 2050 bis 2060 Fusionsreaktoren zum laufen zu bringen.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Ich denke Gas für die Mobilität wird auch noch eine Möglichkeit werden, besonders für den schweren Langstreckentransport und ich weiß nicht inwiefern Gas für Flugzeuge genutzt werden kann.

        Fusionskraftwerke selbst wenn sie für längere Zeit laufen sollten werden einen sehr niedrigen ERoEI haben, zumindest auf absehbare Zeit, weil zu dem hohen Aufwand Fusionskraftwerke zu bauen und zu unterhalten auch noch die Aufrechterhaltung der Magnetfelder kommt.

        Am ITER sieht man ja wie unglaublich aufwändig das alles ist.

        Die große Frage wird dennoch sein ob die Wirtschaftssysteme weiter wachsen können wenn peakoil überschritten ist, trotz Elektromobilität, Mobilität mit Gas…oder massiver Kohleverstrommung.

  15. via: der fb grupe ‚teh seneca effect‘ https://www.facebook.com/groups/406824673049557/

    ASPO USA shuts down. In a certain sense, it was expected, but there are many things to learn from this experience.

    Dear Friends of ASPO-USA,

    It is with regret that we write you. The many years we labored together to inform the public and policymakers about the threat of peak oil brought the idea from obscurity into general usage. Unfortunately, short-sighted thinking has combined with a well-funded public relations pushback to undermine prudent action regarding our energy future.

    Support of and interest in the activities of ASPO-USA have now dwindled to the point that we can no longer fund basic operations, and we have no reason to believe this will change. Accordingly, the board of directors has voted for an orderly shutdown of ASPO-USA.

    Fortunately, Post Carbon Institute (PCI) has agreed to continue support of Peak Oil News & Review. If you are receiving either or both, your subscription will continue without interruption during this transition. PCI has also agreed to maintain the ASPO-USA website as an archive so that people may continue to access the valuable information and commentary on it.

    If you’d like to find out more about PCI, you may wish to visit the organization’s website where you can sign up for regular communications. As many of you may know, PCI maintains the Resilience website (formerly Energy Bulletin) and publishes an annual reality check on shale gas and tight oil production in the United States.

    For those who have been supporting us through regular automatic contributions, we’ve already terminated those. With what remains in our coffers we will pay our vendors, make the necessary government filings, and then officially cease operations.

    We do not for a second believe that the oil crises of our age are over. In fact, the International Energy Agency is already warning about oil price spikes by 2020. If this happens, then perhaps many of us will find a new receptivity to discussions about energy limits, and we will be well-prepared for such discussions in part because of our affiliation with ASPO-USA.

    We thank all of you for your support through the years in the form of financial, technical and informational contributions. We wish you every success in your endeavors including those that help keep the discussion of limits alive—until circumstances can make the public and policymakers receptive once again.

    With gratitude,

    Kurt Cobb, Vice President and Chair of the Executive Committee

    Jan Lars Mueller, Executive Director

    • Hendrik Altmann sagt:

      Naja, man merkt ja auch hier im Kommentarbereich seit einer Weile das das Interesse immer weiter sinkt zu dem Thema, die kurze Phase der Überproduktion und niedrigen Preise haben die öffentliche Meinung schnell geprägt, das es Öl im Überfluss geben wird heute und in Zukunft, das es immer einen Weg geben wird mehr zu fördern.

      Das ERoEI Thema machen sich die wenigsten bewusst und was es für den Wohlstand in der Zukunft bedeutet.

      In wenigen Jahren wird das Interesse wieder steigen und Seiten wie Peakoil werden wieder gut besucht sein, vielleicht kommt ASPO-USA dann auch wieder zurück.

      Hätte H.C. Fricke diesen Aufwand für diese Seite hier nicht übernommen wäre Peak-Oil.com wohl auch längst Geschichte.

      Und hatte es die Shaleoil Revolution nicht gegeben, die uns praktisch vor dem Förderhöhepunkt gerettet hat, dann wären wir schon über den Förderhöhepunkt hinaus aber time flys, der Peak kommt nur mit einer kleinen Verzögerung.

    • h.c. sagt:

      Tja, es ist schon Krass wie das ganze Thema Peak-Oil und auch die Webseiten dazu von der Bildfläche und aus den Köpfen verschwinden.

      Für die Stamm-Kommentatoren hier ist die Thematik ja faktisch auch durch – jedoch kommt auch nichts bzw. kaum mehr neues hinzu. Für mich ist die Diskussion ebenfalls Müßig, so das ich auch das Thema Mobilität einbezogen hatte.

      So denke ich aktuell, das die kommenden Krisen das Thema Energie als eigentliche Ursache eher weniger thematisieren werden. C. Martenson (Peak Prosperity) macht hier als ‚Warner‘ ja immer noch einen recht guten Job. Nur warnt auch er (Martenson) schon über 10 Jahre… die Börsenkurse gehen rauf… und die Hälfte der 20 Jahre – die fundamental anders als die letzten 20 Jahre sein sollten sind auch schon rum… da würde mich mal interessiere wie es mit seinen (zahlenden) Mitgliedern läuft…

      Das die vielen kleinen Verschlechterungen kaum Wahrgenommen werden liegt wohl am ‚Normalcy‘-Bias der Menschen… die auch bei den Jahreskommentaren vom ehemaligen Archdruid (JMG, Ecosophia.net)… das nächste Jahr wird fast so sein wie das vergangene, Trends setzten sich fort – und am Ende des Jahres wird alles ein ganz bisschen (und fast unmerklich) anders (oder ’schlechter‘) sein als am Anfang.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Es ist aber auch von all den Systemanalytikern etwas selbst verschuldet muss man zugeben, all die Prognosen die peakoil voraus sagen wollten, haben den peak viel zu früh gesehen, daraus ist wohl auch mit zusätzlich viel Skepsis gewachsen.

        Zusätlich die Phase der starken Überproduktion wo Niemand mehr wusste wohin mit dem Öl.

        Der größte Fehler in den Prognosen war es die Effizienzgewinne zu unterschätzen, in Produktion, Transport usw. aber auch im Gesamtsystem was heute dazu geführt hat das das System mit einem Erntefaktor zwischen 10 und 15 überleben kann ohne Komplexität zu verlieren, wobei ich denke das ein Gesamterntefaktor von 10 die absolute Grenze ist, das aber nur mit noch weiteren Effizienzgewinnen.

        Die Wahrheit ist doch Niemand weiß genau wann der Punkt erreicht ist wo das System nicht mehr in die Höhe wachsen kann bzw. wann eine starke lang anhaltende Kontraktionsphase eintritt, es ist gut möglich das Gas und Elektromobilität es schaffen Kraftstoffe aus Öl in der Mobilität zu ersetzen, einfach weil zumindest im Individualverkehr noch so viel Raum für Effizienzverbesserungen steckt und Gas für den Schwerlasttransport wäre eine Option, zwar setzt dann trotzdem eine Inflation ein durch die höheren Transportkosten aber bei Gas wären diese noch überschaubar.

        Natürlich wird dann ein paar Jahrzehnte später peak gas ein Thema werden, bzw. peak coal.

        Ich hatte letztens ein Ted talk geschaut über den Stand der Fusionstechnik wo gesagt wird das ein ERoEI von 10 das Ziel sei für die spätere komerziellen Produktion/Bau von Fusionskraftwerken, wer weiß vielleicht wird dieses Ziel erreicht und das Hochtechnologiezeitalter geht noch viel länger als wir alle vermuten.

        Die Systeme des Lebens sind so unvorstellbar komplex, funktionieren zwar komplett nach den Regeln der Physik und des Wettkampfes aber dennoch ist es schwer von uns zu erfassen wie sich solch komplexe dynamische Systeme entwickeln, allein das das System sich aus dem Chaos selbst etwickelt und sich dabei den besten Weg automatisch sucht ist für uns schwer zu begreifen.

        • Michael Egloff sagt:

          Es ist nicht sinvoll, das Risiko für strukturelle Zusammenbrüche der wirtschaflichen und sozialen Ordnung im Hinblick auf die nächsten 15 Jahre am Energiethema festzumachen. Es gibt da ganz andere Gefährdungspotenziale auf mittlere Sicht, auf die ich ja schon immer wieder hingewiesen habe und nun nicht ständig wiederholen will. Vielleicht mit einer Ausnahme: die Stabilität der Finanzmärkte im Zusammenhang mit der irgandwann anstehenden nächsten zyklischen Krise scheint mir die wahrscheinlichste Quelle einer Zerrüttung der weltwirtschaftlichen Strukturen zu sein im Hinblick auf die nächsten 5…8 Jahre. Und damit auch für eine Gefährdung der sozialen und politischen Ordnung.
          Wie gravierend sich weltwirtschaftliche Krisen politisch auswirken können haben wir in den 15 Jahren nach der Krise von 1929ff gesehen.
          Und genau so wenig sinnvoll ist es, einheitliche Krisenszenarien für die ganze Welt zu entwerfen. Schon heui

        • Michael Egloff sagt:

          oops, versehntlich zu früh abgeschickt. Ich schließe an den letzten Beitrag an:
          Schon heute lebt die Menschheit in quasi in völlig verschiedenen Welten, mit Kanada und Norwegen auf der einen Seite und Somalia und Südsudan auf der anderen Seite, um Beispiele maximaler Unterschiede zu benennen.
          Jede Prognose muss sich also der Mühe unterziehen, die jeweiligen Gefährdungen für jedes Land oder zumindest jede Ländergruppe differenziert zu betrachten und Rückkopplungen zwischen diesen Ländergruppen zu berücksichtigen.
          Das Thema Limitierung der energetischen Grundlagen wird meiner Meinung nach erst etwa ab 2035 richtig wirksam, dann allerdings vorrangig für die Energiehochverbrauchsländer ohne ausreichende eigene Energieressourcen (da wäre z.B. Japan und Südkorea zu nennen, aber durchaus auch Deutschland. Norwegen z.B. wird weit weniger von dieser Entwicklung betroffen sein.
          Und z.B. der Klimawandel als langfristig globales Großrisiko wird erst ab der Mitte des Jahrhunderts wirklich massiv an Bedeutung gewinnen. Aber auch hier eben nicht in allen Ländern gleichzeitig und in gleicher Schärfe. Auch hier werden Länder wie Kanada, Norwegen oder Finnland zunächst weit weniger betroffen sein als z.B. die Länder am Mittelmeer oder gar Bangladesch oder afrikanische Länder.
          Also hüten wir uns bei unseren Prognosen vor einem Peak-Oil- oder Peak-Energie-Tunnelblick, so extrem wichtig das auch sukzessive ab den 30…40er Jahren wird und wahrscheinlich auf Sicht von 100…150 Jahren zu einer Bevölkerungsreduktion weltweit auf möglicherweise unter 1 Milliarde Menschen führen könnte.
          Aber für die nächsten 2 Jahrzehnte düfte Energie noch nicht der Grund für Abstürze sein, wenn wir mal vernachlässigen, dass Milliarden von Menschen noch garnicht im Zeitalter reichlicher Energieverfügbarkeit angekommen sind (und diesen vorübergehnden paradiesischen Zustand auch niemals erreichen werden).

          • Hendrik Altmann sagt:

            Das sehe ich ganz anders, ich denke all die Punkte die du aufgezählt hast sind komplett auf das Energiethema zurück zu führen.

            Wie viel Nahrung oder Wasser wir bereit stellen können, welchen Wohlstandslevel wir erreichen können, welches Ausmaß unser Finazsystem erreichen kann, all das wird nur limitiert durch die Energiefrage, limitiert durch die Gesetze der Naturwissenschaften, denn das Leben an sich kennt keine anderen Genzen.

            Und ob ein Land Energieressourcen hat oder nicht ist noch nicht einmal relevant, die Frage ist nur hat es die Produktivität und Gewaltpotentiale um jederzeit Zugriff auf Energieressourcen zu haben, selbst wenn sie nicht auf dem eigenen Territorium liegen.

            Und im wesentlichen steckt die Welt immer in einer Energiekrise und wird von dieser dominiert, denn nie ist genug Energie für alle da, das ist ja das Prinzip des Lebens, das nie genug für alle da ist, weil die Systeme des Lebens immer an die maximale Grenze des möglichen expandieren und sie würden weiter expandieren solange Energie zur Verfügung stehen würde.

            Ohne Energie ist alles dunkel, kalt und absolut ohne Bewegung ohne Energie gibt es keine Systeme…

            Und in der Wirtschaft ist alles immer eine Frage des RoI, Return of Investment, was praktisch nichts anderes ist als Return of Energyinvest.

            Und der Klimawandel erhöht diesen Energyinvest bereits jedes Jahr…und ist definitiv heute schon ein Posten für Aufwände der nicht unerheblich ist.

  16. Hendrik Altmann sagt:

    https://ourfiniteworld.com/2017/11/08/will-china-bring-an-energy-debt-crisis/

    Interessant das die Löhne in China nur noch langsam wachsen, was eigentlich bedeutet das die pro Kopf Produktivität, sowie die Produktivität je Energieeinheit auch deutlich langsamer wächst als in der Vergangenheit.

    Die Kraftwerksüberkapazitäten bei Kohlekraftwerken sowie das Solaranlagen in der Masse nur verbaut werden weil die Zölle so hoch sind im Ausland sind auch sehr interessant.

    Und natürlich die rapide wachsenden Schulden, wärend das Wachstum der Industrieproduktion sich immer weiter abschwächt, keine gute Kombination.

  17. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.thehillsgroup.org/depletion2_023.htm

    Im Teil The Energy Factor, Part V der Hills Group hab ich das so verstanden das Öl nur noch einen Erntefaktor von 2 hat bei der Energiebereitstellung, da Öl immer noch 1/3 der Primärenergieversorgung der Welt darstellt frage ich mich kann das überhaupt funktionieren wenn Öl nur noch einen Erntefaktor von 2 hat?

    Das würde ja bedeuten das alle anderen Arten der Energiebereitstellung einen relativ hohen Erntefaktor haben müssten um den niedrigen Erntefaktor von Öl über zu kompensieren.

    Ich halte einen Gesamterntefaktor von 10 für notwendig um das heutige Wirtschaftssystem nicht schrumpfen zu lassen, da dieses aber noch wächst muss der Erntefaktor höher liegen und ein Erntefaktor von 10 ist hier noch tief angelegt.

    Naja um hier mehr Licht ins dunkel zu bringen müsste es ein ETP Modell von Gas und Kohle geben.

    Läge der Ertefaktor von Öl tatsächlich nur noch bei 2 wäre das äußerst beunruhigend.

    • Michael Egloff sagt:

      „Den Erntefaktor“ von Öl gibt es sowieso nicht. Es gibt konventionelles Öl aus Kuwait, dem Irak oder dem Iran, es gibt Tiefseeöl aus 1500 oder aus 5000 Meter Tiefe, es gibt Teersand aus 20 Meter Tiefe oder aus 50 Meter Tiefe, es gibt tight Oil aus ergiebigen und wesentlich weniger ergiebigen Wells…
      Und alle hier genannten Beispiele haben extrem unterschiedliche Erntefaktoren.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Ja gemeint ist der durchschnittliche Erntefaktor aus all diesen Beispielen, für die Systemanalytik ist der einzelne Erntefaktor von Tiefseeöl unwesentlich, da der Gesamterntefaktor im System sehr hoch sein kann, der von Tiefseeöl aber sehr niedrig, nur der Gesamterntefaktor im System ist maßgebend für das System selbst, da nur der Gesamterntefaktor darüber bestimmt wie hoch die Produktiviät sein darf.

        Und wenn der Erntefaktor aus allen Ölquellen zusammen einen Faktor von 2 aufweist bei einem Anteil der Primärenergiebesreitstellung von ca. 1/3 müssen die anderen 2/3 einen recht hohen Erntefaktor aufweisen.

        Wie wir aber wissen steigt der Aufwand auch bei der Förderung von Kohle und Gas immer weiter an, bzw. haben Photovoltaik und Wind selbst einen niedrigen Erntefaktor.

        Heutige Wirtschaftsexperten wundern sich warum die pro Kopf Produktivität kaum noch wächst, die Produktivität je Energieeinheit kaum noch wächst und die Löhne im wesentlichen kaum noch steigen, all das begründet sich darauf das der Erntefaktor nicht mehr hergibt und die Energieeffizienz bei vielen Produktionsschritten nicht mehr weiter gesteigert werden kann.

        Auch in Deutschland dürften die Löhne aus der Sicht nicht mehr weiter steigen, das einzige was sie dennoch derzeit steigen lässt ist der starke Fachkräftemangel, oder anders die Üderzeitige Überhitzung der Wirtschaft.

        Deutschland ist praktisch am Limit oder schon darüber hinaus auch und vor allem durch den demografischen Wandel.

        • Patrick sagt:

          und weil man mit der nachrückenden jungen Generation teilweise überhaupt nichts mehr anfangen kann.

          Ich frage mich, wer eigentlich in Zukunft an neuen Hochtechnologien wie der Kernfusion arbeiten soll. Okay, es wird immer eine Gruppe sehr intelligenter Menschen geben, die sowas lehren / studieren kann.

          Aber in der Breite?
          Die Anforderungen werden steigen, da die Aufgaben alleine schon durch die ganze Vernetzung/Automatisierung komplexer werden.

          Wenn man aber mal guckt, was da in der Masse aus den Schulen kommt…ich habe da so meine Zweifel. Viele Unternehmen suchen fähige Auszubildende, aber „fähige“ ist da das entscheidende Wort.

          Die Elternhäuser verkacken es und die Schulen können das nicht mehr auffangen (ist auch nicht deren Aufgabe), vor allem da dort noch Experimente wie Inklusion dazu kommen und natürlich der deutlich angestiegene Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund.

          Der Fachkräftemangel dürfte tatsächlich in einigen Jahren eklatant werden.

          • Hendrik Altmann sagt:

            Nun sicher ist das eine enorme Herausforderung, besonders für Länder wie Deutschland, Japan und in Zukunft auch China, hier sollte eigentlich die Digitalisierung sowie küsntliche intelligenz unterstützend eingreifen.

            Nur ich denke auch das der demografische Wandel eine sehr große Herausforderung ist an der wir scheitern könnten, wie hier schon gesagt wurde das Bevölkerungswachstum wird irgendwann gegen null gehen (weltweit) und erhebliche Probleme mit sich bringen weil dies den Anteil arbeitsfähiger Bevölkerung immer weiter reduzieren dürfte, bis zu einem bestimmten Punkt natürlich.

            So fassen wir zusammen stehen wir vor einer Produktivitätskrise einmal durch einen immer weiter sinkenden Gesamterntefaktor sowie einer immer älter werdenden Bevölkerung, dazu übernutzte Ökosysteme die immer weniger hergeben werden bei gleicher Energieinvestition und dem Klimawandel der einen immer größeren Auwand erzeugt und immer mehr Produktivität für Wohlstand auf sich abzieht.

            Und unser strahlender Hero der uns die ganze Zeit vor diesen Dämonen beschützt hat verliert an glanz, die Effizienzfortschritte.

            By the way ist der Fachkräftemangel nicht schon eklantant?

            • Patrick sagt:

              „By the way ist der Fachkräftemangel nicht schon eklantant?“

              Das kann man glaube ich pauschal nicht sagen. Wenn man den Fokus sehr eng setzt, also wirkliche Spezialisten in einem Segment mit viel Erfahrung und sonstigen Skills (also die eierlegende Wollmilchsau)sucht bei gleichzeizig bescheidenen Lohng/Gehaltsvorstellungen…ja dann kann das – je nach Region – schonmal schwierig werden.

              Aber man bekommt ja inzwischen schon ständig mit, wieviele Pflegekräfte, Lehrer usw. bereits jetzt fehlen und in den kommenden Jahren noch zusätzlich fehlen werden.

              Deswegen meine ich…wenn wir selbst sowas nicht hinbekommen, wer soll dann zukünftig eigentlich unsere AKWs usw. planen, bauen und betreiben?

          • h.c. sagt:

            Das halte ich für ein sehr spannendes Thema – das ich leider qualitativ und quantitativ nicht bewerten kann.

            Krass empfinde ich jedoch die immer weiter steigende Komplexität (und kompliziertheit) sowie die überfachlichen (sozialen, interpersonellen) Anforderungen.

            Denn Durch Komplexität, Kompliziertheit, ‚zeitliche Verdichtung‘, mannigfaltigste Ablenkungen, eMail, Internet & Messenger als Ablenkungsofaktoren, verschiedenste gesellschaftliche und Umweltfaktoren ‚Ticken‘ immer mehr Menschen meiner Ansicht nach ‚ab‘.

            Und um das alles zu kompensieren und einzufangen bedarf es dann zumindest zweierlei: Mit sich selber im Reinen sein – und dann noch Raum, eigenes Klarkommen, Erfahrung & Klarheit um im Job & anderswo zu kompensieren, aufzufangen bzw. mit den anderen Menschen zu bewältigen.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Ja die moderne Welt gibt uns zahlreiche Möglichkeiten zu flüchten oder unser Belohnungsystem zu ruinieren oder beides in Kombination.

              Die Welt von heute ist weniger hart und kompliziert als in der Vergangenheit, nur werden wir falsch aufgezogen im glauben sie funktioniert wie in einem Kindertrickfilm, nur um im Leben dann schmerzlich zu begreifen und zu lernen das die Welt ganz anders funktioniert.

              Das Leben ist ein harter Wettkampf wo die Gewinner alles bekommen und die Verlierer gar nichts.

              Das wichtigste ist denke ich für den täglichen Erfolg muss man hart arbeiten und kämpfen, wer darauf wartet das er etwas geschenkt bekommt, der macht es denke ich falsch.

              Nicht die Schuld bei anderen suchen oder dem System sondern die Fehler bei sich suchen und sich Fragen was hindert mich daran erfolgreich zu sein, was mache ich falsch.

              Auch haben wir verlernt das es manchmal erst richtig hässlich und schmerzhaft werden muss damit es am Ende richtig gut wird, sobald es heute unangenehm wird flüchten viele, in Drogen, Schulden, Vergnügen usw.

              Dieses flüchten ist in der modernen Welt von heute sehr einfach geworden, vielleicht ist das worauf so viele reinfallen.

          • Thomas F. sagt:

            Ich kann mir beileibe nicht vorstellen, dass es jemals zu Hochtechnologien a la Kernfusion kommen kann. Denn diese benötigen ja hohe Erntefaktoren, weil sie viel Energie in Form von Manpower und Material auf kleinen Raum konzentrieren. Das geht z.B. mit den Erneuerbaren gar nicht, weil allein schon durch die notwendige Sammel-, Transport- und Speicherinfrastruktur der geringe energetische Mehrwert quasi aufgefressen wird. Gerade deshalb wird sich die Komplexität (Vernetzung, Digitalisierung etc.) totlaufen müssen. Wenn die Kohle und das Erdgas mit dem Zurückgehen des Öls mehr ran müssen, dann wird das vielleicht noch einen kleinen Kick der dann noch komplexeren Strukturen geben. Am Ende steht man aber mit einer Infrastruktur dar, die aufgrund ihrer Komplexität von nichts mehr aufrechtzuerhalten ist. Die Kernfusion jedenfalls ist jetzt schon ein totgeborenes Kind, weil es sich niemals ohne biogen fossile Energieträger genauso wie die Atomkraft wird selbst aufrechterhalten können. Dafür sind die Energieverluste aufgrund eines vollständigen Umbaus der Strukturen weg von den flexibel einsetzbaren Fossilen zur Elektrizität und Abwärme als Energieinput einfach viel zu groß.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Nehmen wir mal an Kernfusion kann Energie mit einem Faktor von 10 bereitstellen denke ich würde es möglich sein, nur bis jetzt ist der Erntefaktor negativ bzw. kann der Fusionsprozess noch nicht lange aufrecht gehalten werden.

              Das Ziel von ITER soll ein Erntefaktor von 5 werden, ist wohl aber alleine durch die Kostenexplosion bzw. der Verlängerungen der Bauzeit bei weitem nicht mehr zu schaffen, später einmal soll ein Erntefaktor von 10 erreicht werden mit dem Stellarator.

              Ein Erntefaktor von 10 bedeutet 10% der bereit gestellten Energie müssen wieder in die Energiebereitstellung zurück investiert werden, 90% sind für unsere Bedürfnisse da, wie viel Möglichkeiten in diese 90% passen wird aber noch mit von der Energieeffizienz bestimmt, aber auch diese ist hart durch die Physik begrenzt, Verbrennungsmotoren, Elektromotoren, Beleuchtung können kaum noch effizienter gestaltet werden, nur um ein paar Beispiele zu nennen.

              Ich denke keiner weiss heute ob Fusionskraftwerke einmal Energie mit einem Erntefaktor von 10 liefern können, ob dies überhaupt physikalisch möglich ist mit den Gegebenheiten hier auf der Erde und falls es möglich ist, dann wie du sagst wird es ein rennen gegen die Zeit, den der Gesamterntefaktor fällt weiter ab und die komplexen Systemstrukturen die für die Fusionstechnik und Forschung nötig sind könnten dann erodieren, wenn dieser zu niedrig wird.

              All das ist aus der Sicht eines Menschenlebens ein langsamer Prozess, in Wirklichkeit geht alles rasend schnell, wie lange wird Öl industriell genutzt Kohle, Gas?

              Seit wenigen Generationen und das Fördermaximum ist schon bald erreicht, Öl wird seit ca. 150 Jahren industriell genutzt und in den nächsten zwei Jahrzehnten werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit das absolute Fördermaximum sehen, was bedeutet das wir das Fördermaximum in nicht mal 200 Jahren erreicht hätten bei Erdöl.

              Die größte Herausforderung ist das Rennen gegen die Uhr bei der Fusionsforschung bzw. bei Atomkraftwerken der 4.ten Generation.

              • Mario sagt:

                Ob das Fördermaxium in 20 Jahren wirklich erreicht wird, wissen wir nicht. Es kann auch erst in 30 oder auch in 40 Jahren erreicht werden. Wie oft wurden schon falsche Prognosen abgegeben!! Wie du selbst bereits mal erwähntest, wurden Produktivitätssteigerungen und Effizienzgewinne in den letzten Jahren deutlich unterschätzt. Und in der Arktis hat man noch nicht einmal richtig angefangen.
                Zudem wird derzeit auch nur wenig in die Ölförderung investiert. Lass das Thema mal wieder in der Priorität nach oben steigen, dann wird gebohrt wie verrückt.
                Und der Stand der Technik ist in 20 Jahren auch noch gar nicht abzusehen. Schau dir nur mal an, wo wir vor 20 Jahren technisch gesehen waren (1998)….
                Ich denke letztendlich hilft nur der Weg nach vorne. Entwicklung und Forschung in allen Bereichen intensiv nach vorne treiben (Raumfahrt, Medizin, KI, Genetik, Automatisierung und natürlich Energie). Irgendwann müssen wir so weit entwickelt sein, dass wir uns auch auf anderen Planeten ausbreiten und leben können. Auch wenn dies sich deutlich von unseren derzeitigen Vorstellungen unterscheiden wird. Einfacher wird es nicht, anders schon.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Das Problem ist hier das Energieeffizienz physikalisch begrenzt ist, ab einen bestimmten Punkt kann Energie nicht effizienter für einen bestimmten Nutzen verwendet werden.

                Bei der Ölförderung, selbst bei Fracking wurden annähernd alle möglichen Effizienzsteigerungen mitgenommen, schau dir die hohe Verschuldung der Ölförderunternehmer an in der Niedrigpreisphase bei Öl.

                Ob nun Leuchdioden, Motoren oder Triebwerke, effizienztechnisch passiert hier nicht mehr viel, Gaskraftwerke und Kohlekraftwerke können auch nicht mehr effizienter gestaltet werden.

                Selbst bei der Chipherstellung für die Datenverarbeitung kommt man an das wirtschaftlich und physikalische Limit.

                Bei 7nm Strukturgröße ist dann wohl in der Chipherstellung schluss, 5nm wären physikalisch noch möglich, rechnet sich aber wirtschaftlich nicht, der Aufwand wäre hier schon zu groß für den Nutzen.

                https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article173048214/Chips-Warum-Intel-und-Samsung-so-maechtig-sind.html

                Und falls es einmal eine Industrialisierung des Sonnensystems geben sollte, dann auf jeden Fall nur von Maschinen, denn es ist äußerst uneffizient Menschen hoch zu schießen für Aufgaben die Maschinen so viel besser und vor allem billiger bewältigen können.

                Den Mensch ist im Außerhalb der Erde oder erdähnlicher Umgebung nur eine gigantische Kostenbombe.

              • Mario sagt:

                Ich denke dennoch, dass wir oftmals zu kurz denken und zu pessimistisch sind. Besonders zeitlich gesehen. Ich bin absolut bei dir, dass es Bereiche gibt, in denen es nur noch sehr schwer möglich ist Effizienzgewinne zu erzielen. Dennoch hat man sich vor 30 oder 50 Jahren, den Fortschritt den es heute über alle Bereiche hinweg gibt, nicht einmal vorstellen können. Genauso sollten wir in die nächsten ein oder zwei Dekaden schauen. Auf unserem derzeitigen technischen Level sollten wir nicht einfach anfangen zu Denken: Da scheint es nicht weiter zu gehen, da ist wohl erst einmal Schluss…lassen wir das sein!
                Wie viele scheinbar unlösbare Probleme haben wir in den letzten Jahren lösen können. Schauen wir uns nur mal den Bereich Medizin an. Es ist schon sehr beindruckend was hier erreicht wurde.
                Auch die Forschung denkt nun anders und entwickelt so weitere neue Möglichkeiten. Früher gab es die Biologie, Informatik, Chemie…heute verbinden sich die einzelnen Bereiche miteinander und bieten dadurch immer wieder neue Möglichkeiten.
                Und sollten tatsächlich mal in naher Zukunft existentielle Probleme auftauchen, die uns unmittelbar betreffen, dann wird da auch Geld eingepumpt und geforscht bis zum Abwinken.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Ich versuche nur die Fakten und alle Statistiken aller wichtigen Player zusammen zu bringen und daraus mir ein Bild zu bauen, das peakoil kommen wird steht ausser Frage, die Frage ist nur wann.

                Und hier deuten alle Daten auf die nächsten 2 Jahrzehnte, was auch Niemand in der Ölindustrie mehr in Frage stellt, alles ist eine Frage des RoI und der RoI sinkt ständig.

                Und wie viel Geld wir in die Forschung investieren können hängt allein vom ERoEI, dem Gesamterntefaktor ab, auch seit Jahrzehnten im Sinkflug.

                Und die Grenznutzenfunktion bei der Energieeffizienz sagt aus das der Aufwand expondentiell ansteigt je weiter ich die Leiter hoch steige bei der Energieeffizienz.

                Das bedeutet das die Möglichkeiten am Anfang noch stark und schnell steigen, jedoch gegen Ende nur noch langsam bis zum völligen Stillstand, 100% Energieeffizienz ist praktisch nicht möglich zu erreichen da hier der Aufwand unendlich groß ist.

                Der Gesamterntefaktor + die höchst möglich erreichbare Energieeffizienz bestimmt die Anzahl deiner Möglichkeiten, die Möglichkeiten sind also durch die Gesetze der Physik begrenzt.

                Auch Technik kann die Gesetze der Physik nicht brechen oder biegen.

  18. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/politik/ausland/article173003895/Chinas-Plan-zur-Eroberung-der-Arktis.html

    Das geopolitische Geschacher um die Energieressourcen der Arktis ist schon voll im gange.

    Wie gesagt jede Energiequelle die wirtschaftlich erschlossen werden kann wird auch erschlossen.

  19. Frank B. sagt:

    Ist hier jemand Mitglied im ADAC?

    In der Motorwelt auf den Seiten 38 und 39 steht: Öl im Überfluss.

    Vor 45 Jahren prophezeiten Experten, der Erde würde (…) das Öl ausgehen.

    Das Gegenteil ist passiert: Nie waren die weltweiten Reserven größer.

    Weltweite Ölreserven:

    1960 300 Mrd Barrel
    2016 1492 Mrd Barrel

    Hurrah, je mehr wir verbrauchen, desto mehr haben wir?

    • Hendrik Altmann sagt:

      Die Reserven sind in der Tat gigantisch und wenn man alles Erdöl was noch existiert betrachtet haben wir nur einen kleinen Bruchteil gefördert, was wirtschaftlich förderbar ist ist wiederum was ganz anderes.

      Viele Staaten haben ihr Fördermaximum schon überschritten und viele andere Staaten stehen kurz davor, Europa fördert heute weniger als 50% des maximalen Förderoutputs, Europs hat also peakoil schon seit einigen Jahren überschritten.

      Sobald die Shaleoilproduktion weltweit peakt wird wohl auch die Erdölförderung insgesamt peaken, die OPEC prognostiziert diesen Zeitpunkt zwischen 2020 und 2030, andere Prognosen sehen die Peak auch in einem ähnlichem Zeitrahmen.

      Das Thema ist auch wesentlich komplexer als da ist Öl, wir haben genug davon, denn um Öl zu fördern muss vorher investiert werden und wenn die Investitionen im Verhälniss zu dem was man raus bekommt zu hoch werden lohnt sich die Sache wirtschaftlich nicht und das Öl bleibt da wo es ist.

      Also nur ein kleiner Teil des Erdöls ist auch wirtschaftlich förderbar der größte Teil wird nie gefördert.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Dazu ein über optimistischer Bericht in der Welt.

        https://www.welt.de/wirtschaft/article173114102/Oelpreis-Goldman-haelt-80-Dollar-fuer-moeglich-trotz-hoher-US-Foerderung.html

        Dazu muss man sagen das die „aktiven Födertürme“ hier die Bohrteams darstellen die neue Wells bohren und die Zahle aktiver Wells deutlich höher liegt und in die tausende geht.

        Diese Wells haben eine kurze maximale Förderphase und dann eine schnelle Erschöpfungsphase mit drastischem Förderrückgang.

        Auch bekannt ist hier das Redqueenprinzip, was bedeutet das immer mehr wells gebohrt werden müssen nur um die Produktion aufrecht zu halten, was daher kommt das die Declinerate hoch ist und in den besten Regionen zuerst wells gebohrt werden.

        Dieser Shaleboom geht also ein paar Jahre bevor die US Ölproduktion wieder insgesamt in den decline geht, je nach Ölpreis natürlich.

        Wir wissen allerdings das Ölpreise über weit über 80 Dollar hinaus toxisch auf die Weltwirtschaft wirken, ebenso reduziert ein höherer Anteil von fFrackingöl, Teersandöl erheblich den Erntefaktor, was generell wachstumshemend wirkt.

        Ich denke die OPEC hat hier eine gute Sicht und teile die Meinung das die Shaleoilproduktion zwischen 2020 und 2030 peaken wird.

  20. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/groko-waelzt-kosten-fuer-wasserreinigung-auf-verbraucher-ab-a-1191228.html

    Der Energieinvest für die Wasseraufbereitung wird wohl in Zukunft steigen.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/kapstadt-eine-metropole-trocknet-aus-a-1191126.html

    Der Südwesten der USA, Südeuropa, Indien, Nord und Südafrika, Wasserknappheit wird immer mehr ein Thema, auch hier Wasser ist mehr als genug da nur die Aufbereitung/Bereitstellung wird energieintensiver.

    Der Klimawandel weltweit könnte schon 1% der Produktivität für sich reservieren, Schutz vor Hochwasser, Dürren, Ernteausfälle, Springfluten, Stürme verursachen Schäden und Schutzmaßnahmen sind aufwändig.

    Der Anteil an Produktivität den wir in Zukunft für den Ausgleich der Schäden und Präventivmaßnahmen investieren müssen wird steigen.

  21. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article173181909/Mineraloelsteuer-Einnahmen-auf-hoechstem-Stand-seit-14-Jahren.html

    Aus einem E-Pkw fließen bei einem Verbrauch von 15 Kilowattstunden auf 100 Kilometer dem Staat derzeit 31 Cent an Stromsteuern zu. Ein konventionelles Auto bringt dem Finanzminister bei einem Benzinverbrauch von sechs Litern eine Einnahme von 3,93 Euro. Je höher der Anteil der Elektroautos steigt, desto größer sind die Einbußen bei den Energiesteuern – nach dem derzeitigen Stand.

  22. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.eia.gov/dnav/pet/PET_STOC_WSTK_DCU_NUS_W.htm

    Die Lager füllen sich wieder.

    Der Ölpreis dürfte also wieder unter Druck geraten, die Frage bleibt wie viel mehr Öl die Wirtschaft auffrisst wenn es wärmer wird und wie stark in den USA gebohrt wird, ich denke Preise über 70 Dollar werden wir 2Q-3Q nicht mehr sehen ehr 60-65 Dollar.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Eigentlich verlangsamt sie sich immer mehr, technische Entwicklung verläuft in einer Grenzkurve.

        Viele verstehen gar nicht was technische Entwicklung überhaupt ist, technische Entwicklung bedeutet nur, für einen bestimmten Nutzen die Effizienz zu erhöhen also möglichst wenig Energie zu verwenden.

        Diese Trucks sollen im Endeffekt für den Transportnutzen weniger Energie aufwenden als mit menschlichen Fahrern, was sich wohl auch durchstzen wird und so funtionieren wird.

        Aber wir dürfen nicht vergessen das solche Effizienzverbesserungen immer langsamer kommen und auch immer kleiner ausfallen da der Aufwand für Effizienzverbesserungen expondentiell wächst.

        Ab einem bestimmten Punkt ist praktisch Schluss, es gibt dann keine Effizienzverbesserungen mehr die wirtschaftlich gehoben werden können, in komplexen Systemen des Lebens ist das meist der Punkt bevor die absolute physikalische Grenze kommt.

        Ein Blick in die Ökosysteme zeigt das gut auf.

        Wobei hier der Mensch obwohl nicht für die Aufgabe als Fahrer entworfen erstaunlich effizienzt ist, selbst gegenüber autonomen Maschinen die auf die Aufgabe hochspezialisiert sind.

        Würde man dem Menschen nur die minimalen Betriebskosten zugestehen wird es gegenüber den autonomen Maschinen schon sehr eng. bzw. würden sich diese nicht mehr rechnen zumindest bei den jetzigen Kosten.

        Der Mensch ist dafür wohl aber zu individuell in seinen Wüschen und Bedürfnissen gepolt, als das er sich damit zufrieden geben würde.

        So, ich bin gespannt wie viel Wohlstand die neue Revolution in Automatisierung bringen wird.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Die Zeit mit der schnellsten technischen Entwicklung war die Zeit von 1930-19780, hier kam ein hoher Erntefaktor mit einer noch recht ausbaufähigen Energieeffizienz zusammen, sprich die Effizienzfortschritte waren noch relativ billig im Gegensatz zu heute.

  23. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article173484121/Benzinpreise-So-viel-Geld-verdienen-Oelkonzerne-am-Benzin.html#Comments

    Interessante Zahlen über Umsatz und Gewinnmargen der Ölkonzerne in Europa beim Kraftstoffverkauf.

  24. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.iea.org/newsroom/news/2018/february/omr-history-repeating-itself.html

    iea sieht auch das die Öl Preise sich nicht stark verändern werden 2018, die Lagerstände werden sich kaum verändern, ein langsamer Anstieg durch die stark wachsende Shaleoil Produktion ist wahrscheinlich, was ein leichter Abfall des Ölpreises bedeuten könnte.

    Solange keine Katastrophe im Nahen Osten passiert oder die Zustände in Venezuela völlig ausarten sollte der Ölpreis recht stabil bleiben dieses Jahr.

  25. Hansi sagt:

    https://agsi.gie.eu/#/

    Die Gasvorräte in Europa sind in den letzten Wochen stark zurück gegangen. Das könnte im März zu Engpässen führen. Frankreich und die Niederlande z.B. haben rein rechnerisch nur noch für 30 bis 40 Tage Gas. Auch Deutschland steht mit 40 bis 50 Tagen nicht viel besser da (gerechnet auf einen Werktags-Verbrauch).

    Sollte das Wetter bis Mitte März winterlich bleiben, wie es die Vorhersagen andeuten, dann wird es wohl zu Engpässen kommen, die es in die Abendnachrichten schaffen. Spannend!
    Und das, obwohl es gar kein so kalter Winter war. Nur der Februar ist zu kalt – der Rest war zu warm.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Es wird aber schon seit Jahren gewarnt das es um die europäische Zukunft der Gasförderung schlecht bestellt ist, wir brauchen wohl Gasimporte aus Russland in Zukunft viel dringender als wir denken.

      Die Spannungen zwischen der NATO und Russland sind hier auch überhaupt keine große Hilfe…

  26. Markus Mayr sagt:

    Für mich ist der Drop gelutscht.
    Ich schau einfach, das ich mich mit sowenig Aufwand wie möglich ohne das es mein Leben beeinträchtigt unabhängig mache.
    Was kommt das kommt.

  27. h.c. sagt:

    Bei Freizahn.de gibts eine tolle Zusammenfassung einer neuen Studie von Dr. Michael Dittmar, einem Physiker am Institut für Astro- und Teilchenphysik an der ETH-Zürich: https://www.freizahn.de/2018/02/der-aufziehende-sturm-am-oelhimmel/

    Lesenswert – und mit Hinweis auf den Zweiteiligen Podcast bei Simplified mit Dittmar – absolut hörenswert.

    Fazit der Studie: Ab dem Beginn der 20er wird es dann merklich enger werden. Wenn dann noch Max Otte recht hat, dann bekommen wir zeitgleich zum Einsetzten des finalen Oil-Declines noch eine fette Wirtschaftskrise (bis spätestens 2021) hinzu.

    • Doomina sagt:

      @h.c.:
      Ich denke die kommende „fette Wirtschaftskrise“ kommt nicht zusätzlich zum Öl-Decline, sondern ist dessen unvermeidliche Folge.
      Ich halte es für KEINEN Zufall, daß derzeit alles wieder „nach 2008 aussieht“, wie Chris Manrtensson es formuliert hat, sondern ich sehe das als Vorboten des kommenden Öl-Declines.

      Der steigende Ölpreis belastet die Wirtschaft, wie 2008, das bringt die vielen Blasen zum platzen.
      In Folge bricht die Wirtschaft ein, ebenso der Ölpreis.

      Nur daß das diesmal auf Dauer sein dürfte und der Ölverbrauch fallen wird und in Folge diesmal auch die Ölförderung.

      Das wird dann als Folge der Wirtschaftskrise erklärt werden, tatsächlich ist die Kausalität aber umgekehrt:

      Die unvermeidlich fallende Ölförderung ist die Ursache für die Wirtschaftskrise.

    • Patrick sagt:

      Wenn die Daten und die zugrunde liegenden Annahmen in etwa stimmen, „könnten“ wir also hier und heute in der vielleicht letzten großen Phase des Wachstums sein. Momentan kann man ja praktisch schon von einer Überhitzung sprechen. Womöglich der letzte große Wachstumsschub?

  28. MM sagt:

    Die Studie von M Dittmar finde ich beeindruckend, denn er wagt sich mit einer gewagten These aus dem Fenster:
    Ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage im Öl-Bereich ist ab dem Jahr 2018 nicht mehr zu schaffen. Das ist schon starker Tobak und das sagte ja auch die HSBC und wir wollen die Hills group nicht vergessen.
    Ich finde es spannend, dass wir deutlich erkennen, dass diese „Supply Gap“ in immer näheren Abständen prognostiziert wird, obwohl wir in allen Medien lesen, dass Öl im Überfluss vorhanden ist. Ich bin gespannt, wie das auf den Ölpreis wirken wird, wenn die eiserne Regel der Wirtschaft „mehr Nachfrage = Höherer Preis = Höheres Angebot = Sinkender Preis“ nicht mehr ausgeglichen werden kann. Möglicherweise wird dieser Punkt schon dieses Jahr erreicht. Dann wird es ein paar Jahre dauern, bis sich rumspricht, dass Schulden nicht mehr bezahlt werden können, weil keine Produkte mehr verkauft werden können um das zu tun. Das könnte durchaus noch 5 Jahre dauern. Solange werden wir Durchhalteparolen bekommen. Bei einem Abfall von 5%/a wirds dann in 5 Jahre mit 25% weniger Energie sehr schwer werden, unsere Zivilisation am Laufen zu halten, das wird auch mit Geld verschenken nicht mehr funktionieren…

    • Doomina sagt:

      @MM: Ich sehe das genauso.
      Bis etwa 2020 könnte es noch halbwegs normal – was wir Zuvilisationsgeschädigten halt für „normal“ halten… – weiter gehen.

      So um 2020 wird es mit fallenden Fördermengen aber sehr schnell sehr turbulent an Finanzmärkten und die Weltwirtschaft wird einbrechen.

      Ein paar Jahre wird die Propaganda der Eliten das vielleicht noch irgendwie am laufen halten, aber mein Tipp ist ja nach wie vor, daß so um 2025 diese Illusion nicht mehr aufrecht zu erhalten ist und dann der große Knall kommt, so mit Zusammenbruch der Weltwirtschaft, der Ölversorgung, der Lieferketten…

      Das wird definitiv nicht lustig und sehr viele Menschen dürften dann sehr schnell sehr tot sein…

  29. MM sagt:

    Korrektur:
    Die Voraussage zeigt, dass verschiedene der größeren Öl verbrauchenden und importierenden Länder und Regionen mit den wirtschaftlichen Konsequenzen konfrontiert werden, die mit dem bereits 2020 erfolgenden, unerwartet frühen Einsetzen der globalen Ölversorgungskrise verbunden sind.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Das haut schon mehr hin, denn wieviel Öl produziert werden kann hängt ganz allein vom Preis ab, bzw. vom Energieinvest.

      Erst wenn der Ölpreis durch eine Zerstörung der Nachfrage nicht mehr steigen kann ist der Förderpeak in Reichweite.

      2018 ist definitiv zu früh da 2018 der Ölpreis nur die 70 Dollar durchbricht wenn Krisen/Kriege die Produktion beeinträchtigen, der starke Zuwachs der Ölproduktion in den USA sorgt schon jetzt dafür das die Öllager sich nicht mehr weiter leeren, was bedeutet das die Preise wohl nicht die 70 Dollar übersteigen werden.

      Und wir wissen das ein Ölpreis von 80 Dollar noch nicht ausreicht die Weltwirtschaft in eine Kontraktionsphase zu schieben, steigende Zinsen sind hier im Moment die größere Gefahr für die Ölindustrie in Nordamerika, da hier viele Ölförderunternehmen verschuldet sind.

      Ich sehe den Produktionspeak mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen 2020 und 2030, wie die OPEC oder auch die hills group.

      Der Ölpreis könnte zwischen 2020 und 2030 wieder über 100 Dollar steigen was dann zu negativen Effekten für die Weltwirtschaft führen könnte.

      Die europäische Gas und Ölförderung wird sich mit den Jahren weiter reduzieren.

      https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/11/12/norwegen-erwartet-deutlichen-rueckgang-der-oelfoerderung/

      • Patrick sagt:

        Aus der Studie von Herrn Dittmar geht auch hervor, dass unsere Abhängigkeit von russischem Öl (und Gas sowieso) steigen wird!
        Vor diesem Hintergrund ist es mir völlig unverständlich, warum man sich zu diesen unsinnigen Sanktionen gegenüber Russland treiben lässt.
        Hier wäre längst ein viel pragmatischeres Vorgehen in der Außenpolitik sinnvoll.

        Und wenn ein immer größerer Anteil des Nahost-Öls nach China fließt, wäre es sinnvoll, hier mehrgleisig zu fahren und hier als EU-Verbund versuchen, wieder einen größeren Fuß in die Tür zu bekommen. Perspektivisch / strategisch betrachtet.

        Es scheint ja alles darauf hinauszulaufen, dass die kommende Dekade die Entscheidende sein wird.
        Da werden Illusionen und (Schuld-)Versprechen wahrscheinlich reihenweise platzen…

  30. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article174073599/Deutsche-Bahn-Der-Fuenf-Punkte-Plan-fuer-mehr-Puenktlichkeit.html

    Hier ist ein kleines Beispiel dafür das der Energieinvest für die Folgen des Klimawandels immer weiter anwächst im Wirtschaftssystem.

    Bis zum Jahr 2020 könnte bereits 1% des weltweiten GDP zur Behebung und Prävention von Schäden und Veränderungen des Klimawandels aufgebracht werden.

    Deutschland gibt etwas mehr als 1% des GDP für Verteidigung aus.

    Addiert man den steigenden Energieinvest der Folgebekämpfung von Klimawandel, mit dem steigenden Energiereinvest eines fallenden Gesamterntefaktors, muss es eine starke Kontraktionsphase geben im System.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Das weiß ich nicht aber so wie es aussieht ist dies nicht so dramatisch, Netzstabilität ist auch mit 100% Ernuerbaren möglich sogar mit rein 100% Solarstrom, allerdings hat das dann seinen Preis…

      Ich gehe noch immer davon aus das wir in der heutigen Zeit auf dem Zenit des maximalen Wohlstandes stehen und in Zukunft die Gesellschaft mit weniger Wohlstand leben muss.

      Aber ich sehe das so ich kann mich glücklich schätzen genau in dieser Zeit zu leben wo wir so reich sind und so viele Möglichkeiten haben.

      • Patrick sagt:

        Da scheint tatsächlich einiges dafür zu sprechen.

        Wenn wir tatsächlich innerhalb der nächsten 2 – 3 Jahre mit einer neuen großen Wirtschaftskrise rechnen müssen (Max Otte) und wir Anfang-Mitte der 20er tatsächlich irreversiblen Förderabfall beim Öl sehen, dann bin ich mal gespannt wie gut es um unsere „Reserven zur Problemlösefähigkeit“ (Tainter) bestellt ist.

        Die EU ist ja praktisch jetzt schon ein Trümmerhaufen, die ehemaligen Volksparteien befinden sich vielerorts im Sinkflug…(man diskutiert halt lieber über Genderfragen, Inklusion und Frauenquoten)
        Da dürfte in wenigen Jahren aber mächtig was los sein.

        Peak Civilization erreicht?

      • m.sastre sagt:

        Mir ist nicht so ganz klar, wie Du 100% Netzstabilität mit erneuerbaren Energien sicherstellen willst? Dies ist doch keine reine Frage des Strompreises, sondern viel mehr der technischen Möglichkeiten. Selbst wenn Du die Anzahl der Solarmodule und der Windräder massiv erhöhst erzeugst Du immer noch keine Netzstabilität, da die notwendige Speichertechnologie nicht zur Verfügung steht und durch die dann entstehenden extremen Stromspitzen die Stabilität des Netzes abnehmen anstatt ansteigen wird.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Also an Speichertechnologie fehlt es nun wirklich nicht, die ist schon seit vielen Jahrzehnten verfügbar.

          Energie zu speichern ist aber teuer da es immer Verluste gibt.

          Es gibt eine große Anzahl an Möglichkeiten Energie zu speichern, die billigste ist es geologische Formationen auszunutzen, (Höhenunterschiede), geologische Sammelbecken für Flüssigkeiten oder Gas…

          Sprich wenn der Strompreis hoch genug ist können auch teure Speichermethoden wie Batterien oder power to gas, gas to power in Frage kommen.

          Allerdings bedeutet das dann einen enormen Verlust von Wohlstand, da der Großteil der Bevölkerung dann einen Großteil ihres Einkommens für die Stromrechnung, Miete und Grundnahrungsmittel bzw. Wasser ausgeben müssen.

          Denn steigt der Strompreis, müssen auch alle Waren die mit Strom produziert werden teurer werden, also alle Waren…

          Das bedeutet das Aus für Renten, soziale Kranken und Pflegeversicherung, kostenloser Bildung, Kinderbetreuung, reduzierung von Polizei und Feuerwehrkräften.

          • Hendrik Altmann sagt:

            PS: Ja dies ist eine reine Frage des Preises :)

            • Hendrik Altmann sagt:

              Achso, Europa produziert heute nur noch halb so viel Erdöl und Erdgas wie zum maximalen Förderpeak, ist also schon seit fast zwei Jahrzehnten über den Peak, wir haben also praktisch gar keine andere Wahl mehr als uns nach Alternativen umzuschauen, praktisch sind wir schon mitten in der Energiekrise.

              Die Strompreise in ganz Europa sind stark am steigen, selbst in Frankreich wird durch das überaltern so vieler Atomkraftwerke der Strompreis bald deutlich steigen müssen.

  31. Mayr Markus sagt:

    Für mich ist das ein Zeichen, das man nicht mehr gewillt oder in der Lage ist, warum auch immer in neue Kapazitäten zu investieren.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Das Problem hier ist das man immer den zur Zeit vorherrschenden Effizienzgrad bei der Förderung von Öl heranzieht, bzw. auch hier der Preis für Öl darüber bestimmt wie hoch die Reserven sind.

      Beide Faktoren sind dynamisch, verändern sich also stetig.

      Was man sicher sagen kann ist das der Preis für Öl wenn die Zeitlinie nur lang genug ist immer weiter steigen muss, wenn die Produktionsmenge gleich bleiben soll, da die Effizienz bei der Förderung recht schnell denn maximal möglichen Wert erreicht, der hart durch den Grenznutzen beschränkt ist.

      Erst wenn ein kompletter Kohlenstoffkreislauf ermöglicht wird durch unser Wirtschaftssystem gibt es keinen „Förderabfall“ mehr, ein kompletter Kreislauf allerdings ist nur mit einem hohen Energieinvest möglich, der Preis für Öl wäre dann extrem hoch.

      Praktisch existiert dieser Kreislauf schon, ist aber zu langsam für unser stetig wachsendes System.

      Der Prozess könnte durch das investieren von Energie beschleunigt werden, was aber wie gesagt sehr, sehr teuer sein würde und da unsere Energie zum Großteil aus Kohlenwasserstoffverbindungen kommt, würde die Energiebilanz negativ werden wenn wir wieder Kohlenwasserstoffverbindungen aus freiem Kohlenstoff produzieren würden, deswegen werden wir auch nie das CO2 in der Atmosphäre filtern können, da dies schlicht weg mehr Energie kostet als CO2 in die Atmosphäre zu bringen.

  32. h.c. sagt:

    Also an Speichertechnologie fehlt es nun wirklich nicht, die ist schon seit vielen Jahrzehnten verfügbar.

    Ja, und:

    Energie zu speichern ist aber teuer da es immer Verluste gibt.

    genau das wollen viele nicht war haben bzw. die dafür nötigen (finanziellen und) materiellen Aufwände. Denn das bedeutet, das man mit den „EE“ das aktuelle Energieerzeugungs- und Verbrauchsmodell nicht mehr fortführen kann – zumindest in einer Gesellschaft die von Dir nach genanntes dann noch für die breite Masse unterhalten kann:

    Das bedeutet das Aus für Renten, soziale Kranken und Pflegeversicherung, kostenloser Bildung, Kinderbetreuung, reduzierung von Polizei und Feuerwehrkräften.

    Und ich denke, diese Veränderungen werden innerhalb der nächsten 20 Jahre definitiv eintreten. Erste Vorboten und Anpassungen könnten (bzw. werden) sich sogar schon Mitte der 20er abzeichnen. Und das werden dann meiner Einschätzung nicht solche langsamen Prozesse sein, wie wir Sie schon seit vielen Jahren beobachten können.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Nun es wird ein Modell geben und egal wie das aussieht es wird weniger Wohlstand bedeuten und eventuell eine Zuhnahme der weltweiten Konflikte über einen sich verschärfenden Wettbewerb.

      Ich denke auch das noch alle wirtschaftlich förderbaren Reserven an fossilen Energieträgern ausgebeutet werden, auch Braunkohle wird wieder eine „gute“ Option werden, da dies bezahlbare Energie bedeutet, zumindest für ein gewisses Zeitfenster.

      Europa wird sich wohl auf eine Zeit ohne fossile Energieträger einstellen müssen, es ist absehbar das auch andere Regionen als Europa ihren Peak erreichen in der Ölpdoduktion und die Welt kurz vor Peakoil steht.

      Ich bin sehr unsicher darüber ob die Transition langsam oder schnell abläuft zumal wir schon Mitte in dieser Phase sind, der Abfall des Gesamterntefaktors verlangsamt sich ja immer mehr je niedriger dieser abfällt.

      Der einzige Grund warum die Transition in abrupte Kontraktionsphasen übergehen könnte wäre eine Zunahme an Konflikten und deren Intensität.

      Ansonsten wird es ein schleichender Prozess im Verfall von Wohlstand und Handlungsoptionen sein.

      Ab einen bestimmten Punkt fällt der Erntefaktor nich mehr ab, selbst wenn es gar keine fossilen Energieträger mehr gibt, je näher wir diesem Punkt sind desto langsamer fällt auch der Erntefaktor, zumindest dies würde für eine langsame schleichende Transition sorgen, dies können wir derzeit auch beobachten.

      Ich bin kein Fan von schnellen Kontraktionen da diese immer in einen massiven Kollaps von Systemstrukturen münden, das Szenario für einen schnellen Kollaps würde große Konflikteherde über die ganze Welt erstreckt bedeuten, mit dem Einsatz nuklearer Waffensysteme.

      Selbst wenn es irgendwann ein neues Modell geben würde nach einem schnellen Kollaps, würde dieses genauso aussehen wir nach einer langsamen Transition.

      • h.c. sagt:

        @Hendrik

        Ich stimme Dir zu und hoffe auch auf eine ‚Long Emergency‘ (Kunstler) und nicht auf ein Seneca Cliff (Bardi).

        Was ich jedoch krass finde: Die Hyperbeschleunigung der energetischen Verschwendung aktuell in der Welt: Kurzlebige Produkte, immer schnellere Produktzyklen, unsinniges wie Werbung, individuelle Verpackungen und 1-Weg anstatt ein genormtes Mehrwegsystem. 70 Yogurtsorten anstatt 3. Überfluss an Frischeprodukten (z.B. verschiedene Backwaren) in allen Geschäften bis zum Geschäftsschluss. Ein Wahnsinn was da weggeworfen wird.

        Und jetzt: Totale Digitalisierung, Sensoren und Aktoren, IoT, Heimvernetzung, Smartmeter und damit Chips, Funk und schnelle Obsoleszenz überall. Ein Wahnsinn durch wie viele Telefon, PC, Modem, ISDN und DSL-Generationen & Anschlussgeräte ich selber seit 1994 gegangen bin. Zumindest haltren die PCs inzwischen länfger – dafür gibts bei den meisten aber dann noch Smartphone, Tablet und Notebook dazu, etc. pp.

        Auch werden die Strukturen immer unresilenter – alles was uns in Zukunft auf dei Füße fallen wird. Geräte sind faktisch nicht mehr Reparier – sondern nur noch austauschbar.

        Ich bn wirklich gespannt wie die Entwicklung ablaufen wird…

        • Hendrik Altmann sagt:

          Wenn wir Größenordnungen wie Systeme beobachten gibt es nicht so etwas wie Wahnsinn, alles hat einen logischen sehr nachvollziehbaren Grund.

          Ich habe auch in der Vergangenheit diesen Fehler gemacht alles was ich in der Systementwicklung nicht verstanden habe als Wahnsinn abzutun, bis ich erkannt habe immer nach dem Warum fragen und solange darüber nachgedacht habe bis ich den Grund heraus gefunden habe.

          Das System mit seinen Regeln und Meachaniken ist wie ein großes Puzzle, je mehr Teile zusammengesetzt werden desto klarer wird das Gesamtbild und desto leichter wird es die Teile zu verstehen die noch fehlen.

          Das wichtigste ist das das System immer automatisch zu den besten aktuell verfügbaren Lösungen drängt, was nichts anderes bedeutet das wir immer ein System haben aus den wohl besten Möglichkeiten die zur Zeit verfügbar sind.

          Verschwendung als Beispiel, das System in dem wir leben wird mit jedem Tag effizienter, Verschwendung wird also immer weiter mit jedem Tag reduziert und nimmt nicht zu, Produkte sind dann kurzlebig wenn sie in wenigen Produktzyklen meist 1-3 deutlich besser werden.

          Der PC als Beispiel wird heute nicht mehr so schnell ausgewechselt weil das Produkt in der nächsten Generation nicht mehr deutlich besser wird, was aber nicht gut ist weil dies bedeutet das die Effizienzfortschritte im Produktzyklus beim Beispiel PC immer langsamer und schwieriger werden.

          Und ob wann Produkte recycelt werden hängt davon ab was mehr Energie abverlangt das erlangen der Ressourcen durch Mining operationen oder dem recyceln, wenn das recyceln mehr Energie erfordert stellt sich auch noch die Frage was Umweltschädlicher ist.

          Und natürlich wird ein System mit wachsendem Komplexitätsgrad unresilenter, aber was ist am meisten resilent?

          Ein System auf der primitivsten Stufe, mit dem geringsten Grad an komplexität ist auch am meisten resilent und die geringste Fallhöhe, aber wollen wir ein System das primitiv ist?

          Je primitiver ein System je niedriger die Fallhöhe desto weniger Möglichkeiten hat diese System auch, die komplexität eines Systems bestimmt über die Anzahl an Möglichkeiten die ein System zu verfügung hat.

          Die größte Illusion die wir oft aufliegen ist das wir das System steuern aber es ist komplett umgedreht das System steuert uns, es zwingt uns mit seinem Regeln und Gesetzen in einen bestimmten Handlungsrahmen, um erfolgreich zu sein müssen wir in diesem Handlungsrahmen operieren, tun wir dies nich werden wir automatisch selektiert.

          In einem Wettkampf setzten sich immer die erfolgreichen Strategien durch wobei die erfolglosen verschwinden, dies geschieht völlig automatisch, über dem Wettkampf wird das System automatisch immer den besten Weg wählen in jedem Bereich.

          Zusammengefasst bedeutet dies es gibt keinen Wahnsinn im System auch keine Dummheit nur Erfolg oder Misserfolg, falls es Wahsinn gibt wird dieser praktisch sofort selektiert, aber nur wenn der Wahnsinn Misserfolg bedeutet :)

          Aber wenn wahnsinn erfolgreich ist, ist es dann wahnsinn?

          Wenn dummheit erfolgreich ist ist es dann dummheit?

          Nach der Wahrscheinlichkeitstheorie findet natürlich auch der blinde mal ein Korn, aber nach dieser Theorie ist es ehr unwahrscheinlich das er ständig ein Korn findet, nach der Wahrscheinlichkeitstheorie hat nur Der dauerhaft Erfolg der etwas fundamental richtig macht in seiner derzeitigen Umgebung.

        • Michael Egloff sagt:

          Hallo h.c.,
          auch ich verfolge mit großem Interesse den immer größeren Energie- und Ressourcenverbrauch. Da könnte man ja noch viele Beispiele finden:
          – weltweit Steigerung der Tourismusumsätze um mehr als 5% pro Jahr, darunter überproportional besonders energieintensive Segmente wie Kreuzfahrten oder Fernreisen (14 Tage Indien ab 999,- Euro).
          – immer höherer Fleischkonsum in immer mehr Ländern, die bisher eine überwiegend vegetarische Ernährungstradition hatten.
          – immer mehr Infrastrukturen wie Brücken, Straßen, Klärwerke, Stromverteilungsnetze u.v.a., die in Intervallen ja ständig gewartet und erneuert werden müssen.
          – ein bisher nie dagewesener Urbanisierungsexzess. Die Stadtbevölkerung nimmt pro Woche um die Einwohnerzahl Münchens zu – um etwa 75…80 Millionen pro Jahr. Nach meiner Einschätzung wird sich diese Entwicklung sogar noch einmal bis 2030…35 auf 90 Millionen Stadbewohner zusätzlich beschleunigen (vor allem durch den demographischen und urbanen Schub in Afrika).
          – immer höhere Kapitalintensität und Maschinendichte in der Landwirtschaft in immer mehr Ländern.
          – Rebound-Effekte in der Datenverarbeitung und z.B. der Beleuchtung. Nicht nur das immer weiter zunehmende Mining von Kryptowährungen, auch z.B. das Speichern und „Bewegen“ von immer größeren Datenmengen (auch beispielsweise zum Schutz von immer anfälligeren IT-Infrastrukturen) verbraucht deutlich mehr Energie, als durch Effitienzfortschritte in der IT-Technik eingespart wird.
          usw, usw…

          Mein Fazit: selbst wenn wir die energetische Basis für weiteres Wachstum für die nächsten 50 Jahre sichern könnten (dickes Fragezeichen!), desto stärker wäre der nachfolgende Seneca-Cliff-Effekt.

          Die ganze Entwicklung kann man sehr anschaulich an folgender Zahlenreihe veranschaulichen:
          Entwicklung der Stadbewohner in Nigeria in den Jahren 1970, 2015, und 2050 (Uno-Prognose):
          18 Millionen, 87 Millionen, 295 Millionen.
          Oder die Visualisierung von etwa 250 Millionen Bewohnern des schmalen Niltales und des schwindenden Nildeltas im Jahr 2090 (prozentuale Zunahmedegression bereits berücksichtigt).

          Selbst die sehr unwahrscheinliche Sicherung einer immer breiteren energetischen Basis im Laufe dieses Jahrhunderts würde die Menschheit nicht vor dem Cliff bewahren. Es würde nur etwas später, dafür aber um so steiler, auf uns zukommen.

          • Hendrik Altmann sagt:

            Nun aber Energie wird im den nächsten Jahren immer teurer werden und so auch immer mehr das Wachstum abbremsen, im wesentlichen stecken wir schon in diesem Prozess drin, das prozentuale Wachstum nimmt immer weiter ab, die Wachtumsprognosen zu Afrika sehe ich hier sehr skeptisch da in 2050 Energie so teuer sein wird das ein schrumpfen dann sehr viel wahrscheinlicher wird.

            Im Moment deuet alles auf eine langsame Transition mit langsam immer höher steigenden Energiepreisen hin, langsam ist hier relativ, die Preise für Strom sind in den letzten 10 Jahren in den meisten Ländern der EU explodiert.

            Wahrscheinlicher ist das in Folge der starken Preissteigerung für Energie und damit natürlich aller Ressourcen, das Afrika weiter im Chaos und noch mehr Krieg versinkt.

            In der Folge wird auch medizinische Versorgung wieder viel zu teuer für die meisten Afrikaner, was dem Wachstum noch mehr Einhalt bieten wird.

            Ich sehr 5-10 Jahre nach peakoil das Wachstum gegen null fahren und damit sehe ich auch nach 2040 kein Wachstum mehr, weder wirtschaftlich noch in der Bevölkerungszahl.

            Die Preise werden jedes Wachstum abwürgen, denn die Löhne werden in relation zu den Warenpreise nicht mehr weiter steigen.

            Die Uno rechnet einfach nur hoch und weiter mit Energiepreisen von heute, aber diese Preise sind in der Zukunft wohl wunschträumerei.

            Mittlerweile gehen so gut wie alle in der Ölindustrie von höheren Preisen spätestens ab den 20ern aus, ja es gibt genug Öl und Gas solange der Preis stimmt.

            Die thinktanks in den Strategiezentren der Welt haben die Szenarios doch schon längst durchgeplant die eine weitere Verteuerung von Energie mit sich bringt, selbst die Bundeswehr hat schon vor Jahren Studien in Auftrag gegeben, ebenso arbeitet das Pentagon, China und Russland an Strategien und nach dem derzeitigen Stand scheint Aufrüstung das Mittel der Wahl zu sein für die kommende Welle von Konflikten um Ressourcen und den letzten Vorkommen billiger Energie.

            Wir sind schon mitten drin, das ist nicht etwas was in 5 oder 10 Jahren kommt, es passiert jetzt, ab dem Jahr 2000 sind die Energiepreise überproportional stark gestiegen, hier sehe ich den Punkt wo wir praktisch in eine Phase teurer Energie eintauchten.

            Die hills group sagt praktisch auch das gleiche, die Förderung von Öl ist verdammt teuer geworden und nur noch möglich durch Fremdenergie, allen voran Erdgas aber auch Kohle.

            Nur wird auch bald der Punkt kommen wo Gas immer teurer wird und dann irgendwann Kohle.

            Die hohen Preise für fossile Energieträger werden alles ganz langsam abwürgen, das ist die Zukunft, angefangen mit dem Öl.

            https://www.youtube.com/watch?v=LkWEDasm6xw

  33. Patrick sagt:

    Also im Grunde genommen sind sich wohl alle hier über den groben Umriss des Bildes klar, welches sich uns für die nächsten Jahre erwartet.

    Der Wohlstand wird energiebedingt sinken, ob wir das nun auf der einen Seite (deutlich steigende Energiepreise) oder auf der anderen Seite (Einkommen) bemerken.
    Zumindest ist die Tendenz bereits zu erkennen: eine allmählich verfallende Infrastruktur, die ärtzliche Versorgung verschlechtert sich, das Bildungssystem ist marode, die Bundeswehr ist noch viel maroder etc. pp.

    Man kann eigentlich nur auf eine „Long Emergency“ hoffen. Das bietet vielleicht noch die größte Chance, dass wir uns anpassen können und dass wir möglichst viele zivilisatorische Errungenschaften bewahren können.

    Ich bin ja gespannt, welche „Ursachen“ für den weiteren Abstieg ausgemacht werden…

    Vor diesem Hintergrund der schmerzhaften Anpassung jedenfalls ist es wohl auch notwendig, dann man zum Selbstschutz fähig ist. Also muss jedes Land nun Geld in seine Verteidigungsfähigkeit investieren, will es nicht früher oder später unter die Räder geraten.
    Denn wenn es immer „enger“ wird, steigt natürlich der Anreiz, sich der Ressourcen eines anderen zu bemächtigen.

    Es wird auch spannend sein, zu sehen, welche Allianzen sich dort entwickeln bzw. sich auflösen. Die EU ist ja militärisch quasi gezwungen, zusammen zu stehen – politisch allerdings siehts gar nicht gut aus. Und wenn die Komplexitätskosten immer erdrückender werden, ist auch die Frage, ob so ein gewaltiges EU-Parlaments Monstrum mit über 30.000 Beamten noch das richtige ist. Im Grunde gibt es ja schon jetzt die Tendezen des auseinander driftens. Der Euro tut dann nochmal seins dazu.

    Dazu der Bevölkerungsdruck / die Migrationsströme aus Afrika/naher Osten, die dann erst richtig eskalieren dürften. Wenn es dort rumort, wird natürlich auch der religiöse Fanatismus großen Zulauf haben, der wiederum gewaltige Konflikte heraufbeschwören könnte.

    Die Türkei begibt sich ja gerade auch nicht gerade auf einen guten Weg…und das als Nato-Mitglied.
    Da dürften noch sehr viele Überraschungen auf uns warten in den nächsten Jahren.

    Da natürlich jeder seine Privilegien verteidigen will, düfte es auch innerstaatlich immer konfliktintensiver werden, sofern man keinen halbwegs vernünftigen Ausgleich schafft.

    Aber wenn wir ehrlich sind, ist doch nach wie vor die drängendste Baustelle das Finanzsystem. Denn wie wir ja schon oft festgestellt haben: das kann nur wachsen oder kollabieren.

    Geldvermögen könnte sich in Luft auflösen / Banken reihenweise pleite gehen, Aktien wertlos, Bargeld könnte verboten werden…

    D.h. der Finanzsektor könnte uns also deutlich eher um die Ohren fliegen, bevor das Energieproblem de facto in der Breite überhaupt als Problem wahrgenommen wird.
    Vielleicht wird dann sogar ein Finanz-Kollaps als „Ursache“ für das Energiedilemma ausgemacht werden!?

    So oder so wissen wir ja nicht, wie das System auf die anstehende Kontraktion genau reagieren wird.
    Aber die sich abzeichnenden Dynamiken dürften gewaltig sein.

    Da wir am großen Bild als Einzelner nichts ändern können, stellt sich für mich eigentlich nur immer wieder die Frage: was kann man als sinnvolle, persönliche Krisenvorsorge überhaupt machen?

    Außer das was ohnehin immer sinnvoll ist, also sich geistig und körperlich fit und gesund halten, so gut es eben möglich ist.

    Sollte man seine Arbeitszeit ggfs. reduzieren, um mehr in Fitness zu investieren oder um irgendwelche Fähigkeiten zu erlernen, z.B. Selbstverteidigung oder Gartenbau oder irgenwas handwerkliche? Oder Sprachen?
    Oder ist es doch besser, bis zum Ende mit den Wölfen zu heulen und lieber in seine Karriere zu investieren, in der Hoffnung dass man auf einer höheren Sprosse der sozialen Leiter weniger tief fällt – aber mit der Gefahr, dass in der schrumpfenden Ökonomie der Job einfach verschwinden kann, weil er nicht mehr benötigt wird?
    Sollte sich die Globalisierung umkehren (die ersten Tendenzen sind ja bereits erkennbar), könnte sowas ja eintreffen.

    Ich glaube viele neue Beiträge zum großen Ganzen werden ja eher nicht mehr kommen, weil der Rahmen weitgehend abgesteckt ist. Daher finde ich es eigentlich spannender, sich darüber auszutauschen, welche persönlichen Handlungsmöglichkeiten bestehen könnten. Hier wird sich ja vermutlich auch ein jeder so seine Gedanken gemacht haben, oder?

    • Mario sagt:

      Mein persönlicher Ansatz ist der, dass ich mich in allen Lebensbereichen so unabhängig wie möglich mache. Ich versuche mit möglichst wenig auszukommen (ohne den traditionellen Minimalismus Weg zu gehen), Dinge gebraucht zu kaufen oder möglichst lange in Gebrauch zu haben. Das schließt alles wie Auto, Fahrrad, Möbel und Kleidung ein. Ich habe gelernt nicht jedem Trend hinterherzujagen und benötige nicht den neuesten Ultra HD, PS4 Pro und dergleichen. Benutze alles bis es nicht mehr funktioniert. Reparieren lässt sich ja leider wenig bis gar nichts mehr (zumindest im Elektronikbereich).
      Weiterhin bin ich auch nicht bei Twitter und Facebook angemeldet. Muss nicht 1000-mal aufs Smartphone schauen um die neuesten News abrufen. Meine Hobbies sind Lesen, Gesellschaftsspiele und Puzzeln. Gehe lieber ins Theater als das ich einen Hollywoodfilm im Kino schaue.
      Auch die Schale Haferflocken morgens mit etwas Obst gibt mir mehr Power als die Nutella Schnitte und die so gesunde Milchschnitte.
      Und in den Ganzen habe ich nie das Gefühl, dass ich irgendwo verzichte. Ich genieße die einfachen Dinge und bin dabei glücklich und versuche dies auch meinen Kindern so zu vermitteln.
      Soll doch der Strom für eine Woche ausfallen: Dann sitze ich halt abends bei Kerzenschein mit einem schönen Buch und spiele anschließend ein Gesellschaftsspiel mit meiner Frau. Sollen doch alle um mich herum die Zähne in die Wand beißen, weil sie ihr iPhone nicht geladen bekommen oder die neueste Folge Dschungelcamp verpassen. Ich genieße die Zeit!
      Ein Absinken der Energieverfügbarkeit würde vielleicht eine Entschleunigung im Leben zur Folge haben. Aber wahrscheinlich führt dies eher zu noch mehr Krieg. Ich bleibe ruhig und entspanne.

      • Patrick sagt:

        Jaja, so einen Abend im Kerzenschein schmökern klingt ja noch romantisch, aber:

        Kein Strom = kein Wasser, keine Abwasserentsorgung, keine Heizung, „kalte Küche“, kein Wäsche waschen, Kühlschrank und TK-Truhe fallen aus, Kommunikation extrem eingeschränkt…
        Wieviele Tage dauert es wohl, bis großflächig geplündert wird?

        Ganz interessant dazu fand ich den Roman „Blackout“ von Marc Elsberg, den ich vor ein paar Jahren mal gelesen habe.

        • Hendrik Altmann sagt:

          Was passiert ist einfach das wir in Zukunft viel mehr unseres Einkommens für Grundbedürfnisse ausgeben müssen, Blackout halte ich für unwahrscheinlich aber für 2 Wochen Nahrung und Trinkwasser zu lagern bringt auch Niemanden um.

          Viel mehr wird Luxuskonsum immer mehr unerreichbar werden für einen immer größeren Teil der Bevölkerung wenn die Energiepreise weiter steigen.

          Stellt euch einfach vor das die Preise sich verdoppeln und das Einkommen das selbe bleibt, das ist ungefähr das Szenario was uns in Zukunft erwarten wird, was ja eigentlich schon schlimm genug ist.

          • Patrick sagt:

            Und damit dürften dann wohl viele Branchen und Jobs vor dem Aus stehen.

          • Patrick sagt:

            …und im Grunde wäre damit ja der Stein schon ins Rollen gebracht.

            Die Menschen müssen diverse Ausgaben kürzen wenn Energie teurer wird. Das führt zu Jobverlusten in einigen Sektoren, steigenden Sozialausgaben für die Staaten, letztlich würgt es das Wachstum endgültig ab.
            Ohne Wachstum kollabiert das Finanzsystem. Ohne stabiles Finanzsystem dürften viele Investitionen gar nicht mehr möglich sein, auch im Energiesektor. Und Renten-, Pensions- und sonstige Sparpläne dürften sich in Luft auflösen.
            Hypotheken können ggfs. nicht mehr bedient werden etc. pp.

            Im Grunde dreht sich die Spirale dann recht flott abwärts, wenn erst mal die Kaufkraft der Masse spürbar gesunken ist.

            Daher bleibt die Frage, was man zur individuellen Krisenvorsorge überhaupt tun kann, zummindest für mich bestehen.

            Möglichst keine oder nur wenig Schulden zu haben wäre vielleicht noch ein ganz guter Ansatz.
            Wobei…wahrscheinlich wird es sowieso massenweise (Privat)insolvenzen geben.

            • Hendrik Altmann sagt:

              Wenn Energie teurer wird muss das System ehr jede Möglichkeit der Effizienzsteigerung nutzen.

              Arbeitskraft ungenutzt zu lassen ist aber genau das Gegenteil, vor dem fossilen Zeitalter gab es praktisch keine Arbeitslosigkeit da alle menschliche Arbeitskraft gefordert war vom System.

              Ich denke es wird ehr weniger Arbeitslosigkeit geben in Zukunft aber die Arbeit wird wesentlich schlechter bezahlt werden, ausserdem von was sollen die Menschen denn leben wenn sie ihre Produktivität nicht auf dem Markt anbieten.

              Ich sehe keine Zukunft für Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Renten.

            • Patrick sagt:

              „Wenn Energie teurer wird muss das System ehr jede Möglichkeit der Effizienzsteigerung nutzen.“

              Dann werden wohl diese unsäglichen SUV’s verschwinden und kleine Fahrzeuge wie der Up! die Straßen bestimmen.
              Denn diese dicken Maschinen sind wohl das Gegenteil von Effizient für den Personentransport von A nach B.

              Das mit der niedrigeren Arbeitslosigkeit wird dann wohl aber eher den Charme von Zwangsarbeit haben befürchte ich. Harte Arbeit, karges auskommen…
              Und auf dem Weg dahin dürften wir politische und gesellschaftliche Revolutionen erleben.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Ja, das ist wohl die wahrscheinlichste Entwicklung wenn Energie sich weiter verteuert.

                Das System muss und wird jede Möglichkeit nutzen effizienter zu werden.

                Und ich denke auch das es Revolutionen, Aufstände oder allgemein deutlich mehr Konflikte geben wird in der Zukunft, der Grund hierfür ist ein sich verschärfender Wettkampf.

                Arbeit wird viel schlechter bezahlt aber es wird keine Alternative geben, da die Sozialsysteme erodieren werden, die ärmsten wird das alles am stärksten treffen.

  34. Markus Mayr sagt:

    Dafür werden Maschinen teurer und Arbeitskräfte im Verhältnis günstiger.
    Der Melkroboter wird wieder durch den Melker ersetzt.
    Wird halt alles beschwerlicher.

  35. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article174678895/Welthandel-Trumps-Strafzoelle-ergeben-strategisch-Sinn.html

    Ein sehr interessanter Artikel heute in der Welt über die geostrategische Bedeutung von Ressourcen und Wertschöpfungsketten sowie technologischen Kompetenzen.

    Dieser Artikel passt sehr gut zu den Theorien eines sich verschärfenden Wettkampfes als Folge immer teurer werdender Energie.

    • Patrick sagt:

      Vielleicht ist der Trump doch nicht so eine hohle Nuss, für die er hierzulande gehalten wird.
      Aber unabhängig davon, ob er da tatsächlich eine gezielte Agenda verfolgt oder nicht…aktuell sieht es so aus, als würde sich da eine Front aufbauen:
      Totaler Freihandel auf der einen Seite (EU, speziell Deutschland) und auf der anderen Seite diejenigen, die die Globalisierung ein Stück weit zurück drehen wollen (USA). Da darf man sicher gespannt sein wie sich das weiter entwickelt.

      Wie Gail Tverberg in diesem Artikel ganz schön herausgearbeitet hat, kann die Globalisierung nicht allzulange fortbestehen.
      Von daher scheint für die uneingeschränkten Freihandelsbefürworter die Luft dünner zu werden.

      https://ourfiniteworld.com/2018/01/31/nine-reasons-why-globalization-cant-be-permanent/

      • Hendrik Altmann sagt:

        Der Grund wird ehr sein eine wirtschaftliche Basis zu schaffen für ein Wettrüsten mit China, in dem Artikel wird ja gesagt das in China diese Basis solider ist und das China unabhäniger ist eine starke Rüstungsindustrie aufzubauen.

        Es geht darum das im Falle eine großen umfassenden Konflikt mit großen Machtblöcken die Kapazitäten der Aluminium und Stahlproduktion gegeben sein müssen, China hat hier gegenüber der USA schon einen nicht unwesentlichen Vorteil.

        Es geht darum wenn es zu einer Abschottung der Märkte kommt durch einen neuen Weltkrieg, das dann die USA die Kriegsindustrie unabhängig von anderen Ländern mit Aluminium und Stahl versorgen kann und der beste Weg die heimische Stahl und Aluminiumindustrie zu pushen ist Importe mit Zöllen zu belegen, zwar wird es für die Bevölkerung dann teurer aber man ist so auf das Aufrüsten von China besser vorbereitet.

      • Patrick sagt:

        Das wären ja geradezu „resiliente“ Überlegungen…allerdings vor sehr negativem Hintergrund.

        Ich hoffe doch, dass derartige Weltkriegs-Dystopien nicht Teil der Agenda sind, sondern es doch um rein ökonomische Überlegungen geht.

        Die Geschichte belegt ja, dass Protektionismus immer eine notwendige Maßnahme war, wenn eine Nation ökonomisch aufsteigen wollte. Deutschland hat es ja nicht anders gemacht. Wenn nun das Wachstum allmählich versiegt und es dann irgendwann sogar rückwärts geht, könnte es vielleicht ebenfalls wieder ein probates Mittel sein.

        Das wird dann wohl alles in den nächsten Jahren noch austariert werden müssen, wieviel Freihandel und wieviel Protektionismus für wen und wofür Sinn machen.

        • Hendrik Altmann sagt:

          China plant nichts anderes als die Flotten der USA herauszufordern im Pazifik, China könnte so viel mehr Druck ausüben wenn Chinas Flotten genauso schlagkräftig werden wie die der USA.

          China baut massiv Kriegsschiffe um dieses Ziel zu erreichen, natürlich sind wir schon längst wieder in einem Wettrüsten.

          Auch interessant sind die Zahlen von 2017 der iea, diese zeigen das Effizienzfortschritte immer kleiner ausfallen und das der Anteil fossiler Energieträger die letzten 30 Jahre gleich geblieben ist.

          Sowie das die Wirtschaft 2017 stark gewachsen ist was 2018 wohl nicht anders sein wird, vermutlich auch angetrieben von billigem Gas und Kohle.

          • Patrick sagt:

            „Auch interessant sind die Zahlen von 2017 der iea, diese zeigen das Effizienzfortschritte immer kleiner ausfallen…“

            Das glaube ich gerne. Aufgrund des billigen Geldes werden ja Firmen künstlich am Leben gehalten, die bei normalen Zinsniveaus längst verschwunden wären. Man spricht ja schon von einer Zombie-Ökonomie.
            Somit ist der „Druck“ für weitere Effizienzsteigerungen sicherlich etwas geringer geworden. Steigen die Zinsen wieder, steigt auch der „Selektions-Druck“ wieder an, was sicherlich günstiger ist für Effizienzfortschritte.

            Hier ist ein interessanter Artikel über die drei großen Player USA, China und Russland:

            „Trump, Putin, Xi – was macht sie einander so ähnlich?“

            http://www.gerojenner.com/wp/?p=2111

            • Hendrik Altmann sagt:

              Naja selbst mit Zinsdruck dürften sich die Effizienzfortschritte in Zukunft in Grenzen halten, Effizienzfortschritte unterliegen einem Grenznutzen, der Aufwand immer höhere Effizienz zu erreichen steigt exponentiell an, und somit die Kosten.

              Und im System steigt der Effizienzdruck wenn sich das verfügbare freie Energieangebot vknappt bzw. dieses ausgereitzt wurde, noch steigt das Energieangebot allerdings auf Kosten des Erntefaktors was auch Druck für Effizienzsteigerung bedeutet.

              Auch selbst wenn das freie Energienagebot groß ist gibt es einen erheblichen Druck effizienter zu sein als die Konkurrenten.

              Was auf jeden Fall schlecht für steigende Effizienz im System ist, ist das behindern des Welthandels durch Zölle, die Folge ist ein direkter Verlust von Wohlstand und steigende Endverbraucherpreise.

  36. Heinz sagt:

    Was hältst Du eigentlich vom DFR (Dual Fluid Reactor)? Der EROI sollte über 2000 betragen. Obwohl, das eher eine Übertreibung ist.

  37. Markus Mayr sagt:

    Derzeit verfolge ich die Gasspeicher-Stände in UK.
    Diese sind derzeit so niedrig, dass sollte es die Tage nich wärmer werden Sie gegen Null!! gehen.
    Eine der ersten Auswirkung derzeit ist, dass anscheinend kein LPG (Flüssiggas) mehr in ländlichen Gegenden zu bekommen ist. Lieferzeit 6 Wochen.
    Bin gespannt wie sich die ganze Situation weiterentwickelt.
    Wobei man sagen muss, das die Lage in UK selbst verschuldet ist, da Sie sogut wie keine Gasspeicher haben.

    https://www.thetimes.co.uk/article/users-of-liquefied-gas-get-the-cold-shoulder-z67w2wz5k

    https://agsi.gie.eu/#/graphs/GB

  38. Berndt sagt:

    https://the-fifth-law.com/pages/press-release

    Versteht es jemand ?
    Ist es glaubhaft ?
    Was bedeutet es ?

    • Hendrik Altmann sagt:

      Hmm, scheint mir so als ob er meint das wenn eine Maschine langlebiger und qualitativ hochwertiger gebaut wird, dies nur bedeutet das ein höherer Energieaufwand dahinter steht, also die längere Lebensdauer durch den höheren Aufwand bei Material und Verarbeitung kompensiert wird.

      Oder anders das bestimmte Grenzen der Effizienz nicht überschritten werden können durch z.B. hochwertigere Materialien oder Produktionsprozesse da diese einen viel höheren Aufwand(Energieinvest) bedeuten und somit die Gesamteffizienz gleich bleibt.

      Bei fossilen Energieträgern nutzen wir ein stark verarbeitetes Produkt wo schon ein hohes Maß an Arbeitsaufwand investiert wurde und nur so das System so stark wachsen und expandieren konnte.

      Der Bericht der iea zeigt ja auf das der Anteil an fossiler Energie die letzten 20-30 Jahre auf dem gleichen Niveau verhaart, Erneuerbare also keinen Ersatz darstellen sondern nur eine Addition sein können, hightech Windräder und Solarpanel können nicht mit der Energie produziert werden die sie selber bereit stellen, es muss eine Bereitstellung zusätzlicher Energie geben aus fossilen Quellen wo der Großteil des Arbeitsaufwandes schon erledigt wurde.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Aber was hier beschrieben wird ist kein neues Gesetz, was hier beschrieben wird ist einzig und allein Entropy, also das ein Teil von umgewandelter Energie immer als Anergie für Arbeit verloren geht.

      Wenn man mit der Gesamten Energie der Sonne eine zweite Sonne bauen würde, würde diese Sonne wesentlich kürzer brennen, da ein Teil der Energie als Anergie für Arbeit verloren geht.

  39. h.c. sagt:

    Mal wieder ein Toller Beitrag zur (unsinnigkeit bzw. nicht-machbarkeit) der deutschen Energiewende bei Freizahn.de der vieles von Sinn, Tverberg, Heinberg, etc. pp. und eine Analyse der größten Versprechungen aus Solar, Wind, Pump- und Batteriespeicher, etc. pp. zusammenfasst: Einige Fakten zu Energiewende und Klimaschutz: https://www.freizahn.de/2018/04/brutale-fakten-zu-energiewende-und-klimaschutz/#prof_dr_niko_paech_klimaschutz_als_frage_des_lebensstils

    Aus dem Inhaltsverzeichnis:
    1 Die Energiewende kommt – Die Frage ist nur wie.
    1.1 Die Entwicklung in England seit dem Jahr 1500
    1.2 Sinkende Effizienz der Erfinder
    2 Die Energiewende als Ersatzreligion
    3 Die jahreszeitlichen Schwankungen
    4 Strom – weniger als ein Viertel des Bedarfs
    5 Wasserstoff, Methanspeicher usw.?
    6 Schwere Lastkraftwagen mit Batterie?
    7 Deutsche sparen Energie für Donald Trumps USA
    8 Das grüne Paradox
    9 Der globale CO2-Ausstoss steigt trotzdem
    10 Pumpspeicherkraftwerke
    11 Elektroautos als Energiespeicher?
    12 Deutschlands Stromexporte sind Müllexporte
    13 Die gesicherte Energie bei Wind- und Sonnenstrom
    14 Zwei weitere kritische Stimmen zur Energiewende
    15 Das Pariser Klimaschutzabkommen
    16 Henryk Broder und Hans-Werner Sinn über die Flüchtlingskrise
    17 Der Ölpreis als Energiewendebeschleuniger
    18 Politischer Rechtsruck Sinken der Nettoenergie
    19 Das Schönauer Stromseminar 2017
    19.1 Dr. Joachim Nitsch: Wie muss die Energiewende für einen wirksamen Klimaschutz verlaufen?
    19.2 Dr. Fritz Vorholz: Verkehrswende
    19.3 Prof. Dr. Niko Paech: Klimaschutz als Frage des Lebensstils
    20 Diskussion: Wie werden wir wirtschaften?
    21 Schluss

    Durchaus sehr lesenswert.

    Mfg
    H.C.

  40. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/wirtschaft/article175477999/Oelpreis-Ploetzlich-ist-das-100-Dollar-Szenario-ganz-nah.html

    So langsam kommt das Thema auch wieder in den mainstream Medien an.

    Peakoil ist gar nicht mehr so weit weg.

  41. Michael Egloff sagt:

    Nachfolgend ein ser interessanter Youtube-Film über das Anthropozän und die Veränderung der Welt in nur 32 Jahren, zwichen 1984 und 2016 im Zeitraffer-Tempo. Ein Wimpernschlag in der Menschheitsgeschichte.
    Egal ob die explosionsartige Verstädterung im Raum Hanoi, Chonquing oder im Perlflussdelta, die Industrialisierung großer Landschaftsflächen im Barnett-Shale oder in den Teersandgebieten in Alberta, der exzessive Raubbau an den Wäldern im brasilianischen Mato Grosso oder in Malaysia, die Austrocknung des Aral-Sees usw.

    https://www.youtube.com/watch?v=ZvnPUlsTcJw

    Wir sehen: genau betrachtet ist nicht das eventuelle frühe Ende des Energieparadieszeitalters das Hauptproblem für das Schicksal der Menschheit in der Zukunft, sondern die eventuelle weitere Fortsetzung dieses Zeitalters.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Hmm, aber ist es nicht das was wir wollen die weiter Entwicklung des Systems, ein wachsen und mehr komplexität?

      Wenn wir die Entwicklung eines Menschen betrachten, vom Embryo bis zum erwachsenen Menschen ist das genau das gleiche oder wenn das Leben sich auf einer erst neu enstandenen Insel im Ozean ausbreitet.

      Wenn wir das Wachstum des Systems als Problem betrachten, dann betrachten wir auch das Leben an sich als Problem.

      Wir Menschen sind die Natur, das Leben ebenso wie die Systemstrukturen die wir erschaffen, all das ist kein Problem sondern das Wunder des Lebens.

      Dort draussen im System;) gibt es kein gut oder böse kein gerecht oder ungerecht, Sytemstrukturen werden durch effektivere und effizientere Systemstrukturen ersetzt, denn eine Gesetzmässigkeit für Systeme im Wettkampf besagt das sich immer das durchsetzt was erfolgreicher ist, so ordnen sich chaotische Systeme…

  42. Markus Mayr sagt:

    Da ich die letzten Tage weiterhin die Gasspeicherstände verfolgt habe kann ich folgendes sagen:
    Belgien hat es für diese Saison geschaft die Gasspeicher komplett zu entleeren!!
    https://agsi.gie.eu/#/

    Großbritannien hatte im Minimum noch eine 5 Tage reserve.
    Weder aktuell in Belgien noch in Großbritannnien gab es mit der Erdgasversorgung probleme. Was hoch interessant ist, da in den Zeitungen oftmals bei einen Stand von 30% panisch die Alarmglocken schrillen. Es ist also anscheinend möglich den Gasdruck bis zum Schluss in Leitungsnetz ausreichend hoch zu halten. Was für mich ein durchaus neuer Erkenntnisgewinn ist.
    Das einzige was ich finden konnte ist, dass es bei Flüssiggas Versorgungsprobleme in Großbritannien gab.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Das ist sehr interessant, nur ist die Frage wie flexibel das Angebot der Flüssiggasanbieter ist, bzw. wie hoch die Kapazitäten LNG zu importieren wenn es nötig ist für Länder wie GB oder Belgien?

      Dazu kommt die Frage wie hoch die flexibilität der Hauptgaslieferanten ist im Falle GB oder Belgien.

      GB bezieht nach den verlinkten Informationen ein großen Anteil der Gaslieferungen von Norwegen.

      Ich kann mir vorstellen das in diesem Winter Gas deutlich teurer war als in den vergangenen Winterperioden, da der Winter einerseits in Europa im Ferbruar und März recht kalt war und dafür in den USA im Januar recht kalt war.

      Das könnte bedeutet das die Gasvorräte absichtlich kurz gehalten worden sind um möglichst wenig Gas kaufen zu müssen in der Hochpreisphase und dafür die Gasspeicher im Frühling bis Sommer wieder zu füllen wenn Gas günstig zu importieren ist.

      https://www.nationalgrid.com/sites/default/files/documents/201717%20Winter%20Review%20and%20Consultation.pdf

      • Hendrik Altmann sagt:

        Was mann mit relativer Sicherheit sagen kann ist das in Folge des Gasförderabfalls der EU und immer höherer Ölpreise auch der Gaspreis in Zukunft immer mehr unter Druck geraten wird zu steigen.

  43. Hendrik Altmann sagt:

    https://www.welt.de/finanzen/article175634243/Ende-des-Bullenmarktes-Dieses-Anzeichen-versetzt-die-Boerse-in-Angst.html

    Zitat aus dem Artikel:

    “ Vielmehr wurden alle Aufschwünge in der Vergangenheit durch zwei Faktoren beendet: Entweder zu stark steigende Zinsen oder zu stark steigende Ölpreise. Und diesmal könnten gleich beide zuschlagen.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Interessant ist auch das durch höhere Zinsen die Frackingunternehmen größere Schwierigkeiten bekommen sich Geld für eine Förderausweitung zu beschaffen, andererseits bedeuten höhere Ölpreise eine größere Gewinnmarge, dieses und nächstes Jahr werden wieder sehr interessant werden hinsichtlich Ölpreis und Förderoutput.

  44. h.c. sagt:

    Falls jemand meinen ‚Kommentar‘ auf die Meldung das die Bundesregierung an Elektroauto-Ziel (1 Million) festhält lesen möchte: http://limitstogrowth.de/2018/04/16/bundesregierung-haelt-an-elektroauto-ziel-1-million-fest/

    Kern der Nachricht eine Pressemeldung u.a. mit dem hier:

    „Die Bundesregierung hält das eigene Ziel als ‘politische Richtgröße’ aber weiter für gültig“

    Ich habe ja nicht unbedingt etwas gegen politische Entscheidungen (z.B. Aufforstung, Besteuerung von Wegwerf-Konsum & Süssigkeiten, Verbot von Gentechnik in der Nahrung, etc. pp.) – nur wenn die gegen die Physik verstoßen, die Wahrheit bzw. Fakten verschwiegen werden, etc. pp. – dann schon.

    Ich arbeite nebenbei noch an einem anderen kurzen Artikel für dieses Blog. Meinen ‚Kommentar‘ wollte ich jedoch hier nicht als Gastbeitrag einstellen.

    • Hendrik Altmann sagt:

      Für mich ärgerlich sind im wesentlichen nur die Subventionen für die E-Mobilität, falls es Bereiche gibt wo E-Mobilität effizienter ist wird sie sich auch von selbst duchsetzen und erfolgreich sein.

      Nur fossile Energieträger durch Subventionen zu verdrägen und dabei CO2 einzuspaaren ist unmöglich, den die fossilen Energieträger die wir nicht nutzen werden woanders im System genutzt.

      Die Systeme des Lebens nutzen immer alle Energie die wirtschaftlich erreichbar ist für Wachstum, das kann praktisch nicht verhindert werden ohne den Wettkampf auszuhebeln und ohne den Wettkampf funktionieren die Systeme des Lebens nicht.

      Erst wenn fossile Energieträger keinen Wettbewerbsvorteil mehr darstellen, wird sich auch deren Nutzung reduzieren.

      Sprich der Aufwand für die Förderung zu hoch wird.

      Für Öl wird dieser Punkt wohl in 5-10 Jahren da sein, Gas wird noch länger brauchen und Kohle ebenso.

      Sprich egal was die Bundesregierung tut es spielt absolut keine Rolle, der CO2 Gehalt in der Atmosphäre wird wohl die nächsten 30-50 Jahre weiter steigen, völlig unabhängig von CO2 Reduktionsmaßnahmen.

      Zu den verlinkten Artikel zu den LED Lampen kann ich aus eigener Erfahrung sagen das LED Lampen erheblich effizienter sind in der Produktion und im Betrieb, alleine meine LED Lampen zu hause halten jetzt schon 8 mal länger sind 10 billiger im Betrieb und haben nur 20% mehr gekostet als Halogen Glühlampen.

      • Hendrik Altmann sagt:

        Gesundgeitliche beeinträchtigungen habe ich die 2 Jahre wo ich diese LED Lampen zu Hause nutze nicht bemerkt, ps: in diesen 2 Jahren ist nicht eine Lampe kaputt gegangen.

        • h.c. sagt:

          Die Auswirkungen sind subtil – aber da. Das ist seit ca. 50 Jahren faktisch durch. Wer sich in die Fach-Literatur (und Studien) Einließt staunt Bauklötze.

          Ich praktiziere seit >6 Monaten Lichthygiene und merke (im Rückblick) krasse Änderungen – insb. an meinem Schlafrhythmus. Es sind jedoch alles langsame und schleichende Prozesse.

          • Hendrik Altmann sagt:

            Das kann durchaus möglich sein, ich habe auf dem Gebiet keine Ahnung um da irgend etwas zu sagen zu können über gesundheitliche Auswirkungen.

            Die Effizienzsteigerungen gegenüber herkömlichen Glühlampen sind allerdings sehr groß.

            Allerdings wird auch hier keine Energie gespart, so etwas wie Energie sparen existiert im wesentlichen in Systemen des Lebens nicht, Energieüberschüsse werden immer für weiteres Wachstum und Expansion eingesetzt.

            Was es gibt in den Systemen des Lebens ist das speichern von Energie, für zeitlich begrenzte Energiesenken.

            Praktisch jeder Gewinn in Effizienz wird für Wachstum investiert, was ja auch gut ist anderweitig würden sich Systeme nicht entwickeln.

            • h.c. sagt:

              Ja, das zeigt sich auch darin, das weil die LED’s weniger verbrauchen nun noch mehr Licht eingesetzt wird. LED-Leuchten im Überfluss, im garten mit Solarzellen – letztendlich steigt nur der Konsum an Ressourcen -> Rebound-Prinzip.

              Ganz krass: Die Auswirkung auch auch Tiere und Insekten in Bezug auf die steigende Lichtverschmutzung. ich sehe das auch dieses Jahr im Barten… klasse Obstbaumblüte – faktische KEINE Bestäuber! EMF (Mikrowelle & Co.), Licht, Pestizide & Co. zeigen Wirkung.

              • Hendrik Altmann sagt:

                Was den Insektenbestand angeht sind die Folgen sicher dramatisch, hier bedarf es mehr Regelungen von der staatlichen Seite, warum sollten auch neurotoxische Stoffe eine Ausnahme für Mensch und Bestäuber machen…..?

                Im Garten habe ich ähnliche Beobachtungen gemacht, wenig Hummeln und Bienen.

              • Michael Egloff sagt:

                Alle LEDs (egal ob in der Raumbeleuchtung, in Displays oder Bildschirmen) sind im Gegensatz zur herkömmlichen Glühbirne Kaltstrahler. So weit so gut, denn das sorgt ja für die beträchtliche Energieeinsparung pro Lumen. Auf den Rebund-Effekt wurde mit Recht schon hingewiesen, denn dank der energieärmeren und somit billigeren „Lichtproduktion“ wird eben auch deutlich mehr Licht produziert. Die immer größeren und zahlreicheren Städte werden immer heller. Das ist durch Satellitenaufnahmen belegt. Das Betrachten der Milchstraße in sehr klaren Nächten kann man in Ballungszentren schon seit einiger Zeit vergessen, nur die lichtstärksten Fixsterne sind noch sichtbar.

                Nun zur Wirkung von Kaltstrahlern auf den Organismus. Vorrausschickend muss ich eingestehen, dass es wirklich aussagefähige wissenschaftliche Untersuchungen noch nicht gibt. Aber von zwei Auswirkungen kann man prinzipiell ausgehen:
                1. Der Schlaf-Wachrhytmus wird vor allem durch das Hormon Melatonin gesteuert. Und dies ist wiederum abhängig vom Blauanteil im Licht.
                Hoher Blauanteil beim (vor-)mittäglichen Tageslicht = geringe Melatoninproduktion.
                Abendliches Tageslicht = geringer Blauanteil (rotlastiges Spektrum) = erhöhte Melatoninproduktion = Vorbereitung auf den Schlafrhytmus.
                Alle LEDs als Kaltstrahler haben einen relativ hohen Blauanteil, im Gegensatz zum Licht früherer Glühlampen. Die Melatoninproduktion wird also verringert, wenn wir abends LED-Licht ausgesetzt sind. Natürlich haben nicht alle Menschen heute Schlafstörungen, nur weil sie abends noch 1…2 Stunden am Computer sitzen. Aber Einschlafstörungen könnte zumindest Vorschub geleistet werden.
                Wie gesagt: der wissenschaftliche Beweis durch ausreichend große Studien steht noch aus. Aber die Wahrscheinlichkeit dieser Annahme liegt auf der Hand.

                2. Die blauen, kurzwelligen Anteile des Lichtspektrums sind deutlich energiereicher als die langwelligen Anteile, die in Richtung Rot gehen.
                Gegen das besonders energiereiche UV-Spektrum ist unsere Netzhaut durch die UV-Absorbtion in der Hornhaut (Cornea) und der Augenlinse recht gut geschützt. Natürlich sind hohe UV-Dosen z.B. im Hochgebirge und/oder bei Schnee trotzdem potenziell gefährlich.
                Gegen sichtbares blaues Licht bieten die optischen Medien des Auges allerdings nur einen geringen Schutz. So gesehen ist der Schutz vor blaulastigem Licht sogar eigentlich wichtiger, als der allseits diskutierte UV-Schutz. Zumindest in niedrigen Höhenlagen außerhalb der Hochgebirge.
                Ob das LED-Licht im Laufe der Lebensjahrzehnte z.B. degenerativen Netzhauterkrankungen wie der AMD (altersbedingte Makuladegeneration) oder dem grauen Star Vorschub leisten kann, ist wissenachftlich nicht erwiesen. Das Tageslicht hat ja wesentlich höhere Leuchtstärken, als das künstliche Licht. Allerings schauen wir ja im Freien in aller Regel in reflektiertes Licht, das ja energieärmer ist. Kein normaler Mensch schaut direkt in das energiereiche Sonnenlicht. Beim Computer oder dem LED-Fernseher schauen wir jedoch in die Lichtquelle und sorgen trotz der dem Tageslicht gegenüber geringen Lichtstärke eben doch für eine zusätzliche Exposition der Netzhaut für blaues Licht. Eine Behauptung, dass es eine relevante Schadwirkung gibt, ist derzeit nicht seriös aufzustellen.
                Wahrscheinlich relevanter für die Augengesundheit dürfte die heutige Ernährungsweise vieler Menschen sein, die durch Mangel an Antioxidantien in der aufgenommenenen Nahrung (vorrangig im Gemüse) zur Verschlechterung des Stoffwechsels der Netzhaut und erhöhtem „oxidativem Stress“ dieses empfindlichen Teil unseres wichtigsten Sinnesorgans führt.
                Alle diese Wirkungen in der Addition sprechen also für potenzielle Risiken für die Augengesundheit, ergänzt durch die immer höhere Lebensdauer der Menschen. Natürlich kann man trotzdem 100 Jahre alt werden und trotzdem noch leistungsfähige und recht gesunde Augen haben. Es geht um statistische Wahrscheinlichkeiten.

        • Heinz sagt:

          Lieber Hendrik!
          Kann ich nicht bestätigen. Die LED in der Küche muss ich etwa alle 5 Jahre austauschen. Die im Stiegenhaus alle Jahre. Aufgrund dieser Erfahrungen schätze ich die durchschnittliche Lebensdauer von LED Lampen auf etwa 15.000 bis 20.000 Schaltzyklen. Auch wenn Osram behauptet ihre Lampen halten 100.000 aus. Meine Testmodelle in der Küche waren von Osram und keine ist älter als 5 Jahre geworden. Das 1. Exemplar hat überhaupt nur 2 Jahre gehalten und ein Garantiefall. Die im Stiegenhaus stammen von IKEA.
          Liebe Grüße
          Heinz

          • h.c. sagt:

            Schwachstelle ist oft die an die Kante dimensionierte AC/DC Wandler-Elektronik. Und natürlich ist das volle, erreichbare Potential bez. der Lebensdauer auch schlecht für Umsatz und Wachstum.

            Deswegen hatten die Lampenhersteller ja schon zu Glühlampenzeiten ein Kartell und 1000h mittlere Betriebsdauer festgelegt. Möglich ist viel, viel mehr….

          • Hendrik Altmann sagt:

            Die Halogenlampen die ich eingesetzt habe, haben zum Vergleich 4 Monate gehalten, seit dem ich vor 2 Jahren auf LED Lampen umgestiegen bin musste ich keine einzige wechseln.

            4 Monate bei starker Belastung, 8h Stunden Brenndauer täglich als Nachtlicht 10-12 Stunden in den Wintermonaten (Halogen) 2 Jahre als LED und immer noch im betrieb.

            Die restlichen Lampen mit geringerer Belastung hielten so 6- bis max. 12 Monate als Halogenlampen und 2 Jahre als LED immer noch in betrieb.

            Der Preis der LED ist pro Lampe nur 20-40% höher als bei Halogenlampen dabei wird erheblich weniger Energie im betrieb verbraucht, sowie ist die Lebensdauer deutlich höher.

            Ich würde nie wieder zu herkömmlichen Lampen wechseln wollen, LED biten mir deutlich höhere Vorteile für mein Nuzungsspektrum.

  45. Hendrik Altmann sagt:

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/jetzt-beschwert-sich-trump-ueber-den-hohen-oelpreis-15552028.html

    Netter Artikel, nicht nur der Ölpreis steigt viele andere Rohstoffpreise steigen auch stark an und damit auch die Inflation.

    • Patrick sagt:

      Aus der Wirtschaft kommend kann ich das bestätigen. Seit ca. 1 – 1,5 Jahren haben wir es mit einem enormen Wirtschaftsboom zu tun, Lieferzeiten sind hoch, Kapazitäten teilweise bis zum Rand ausgelastet…da ist es nur logisch dass viele Preise enorm gestiegen sind.
      Dadurch wird eben die Unterdeckung des aktuellen Bedarfs sichtbar.

  46. Michael Egloff sagt:

    Sehr übersichtliche Faktendarstellung über eine der vielen kommenden Knappheiten:

    http://klima-der-gerechtigkeit.de/2018/04/25/auf-sand-gebaut-eine-scheinbar-unendliche-ressource-wird-knapp/

  47. Hendrik Altmann sagt:

    https://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/Argentina-Is-On-The-Cusp-Of-A-Shale-Boom.html

    Argentinien wird wohl in den nächsten Jahren mehr Produktion in Öl und Gas beisteuern aus der Schiefer Gas und Ölproduktion, insbesondere wenn der Ölpreis weiter ansteigen sollte, was wohl ziemlich sicher ist wenn wir auf die Lagerbestände schauen.

  48. Markus Mayr sagt:

    Ich gehe immer noch davon aus, dass wir eine Verlagerung in Richtung Kohle erleben werden, was den rückgang bei der Ölforderung nicht ganz so schmerzhaft werden läst.

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/elektroautos-boom-bei-e-bussen-senkt-dieselnachfrage-um-233-000-barrel-a-1204917.html

    • Hendrik Altmann sagt:

      Auch, aber wir sehen zur Zeit besonders einen Antieg der Erdgasnutzung/förderung, anscheinend mit ähnlich geringem oder sogar weniger Aufwand wie der Kohleförderug.

      • Michael Egloff sagt:

        Deshalb ja immer wieder meine Argumentation: auf einen Zeitraum von 15…20 Jahren gesehen ist das Energiethema noch nicht das dominierende Thema, wobei ich höhere Aufwände für die wachsende Energiebereitstellung garnicht abstreite. Aber dieser Aufwand wird zunächst noch tragbar sein, jedenfalls für die wirtschaftlich leistungsfähigeren Staaten.

        Nur nutzt das der Menschheit längerfristig (bezogen auf dieses Jahrhundert) überhaupt nichts, weil alle anderen Probleme mit dieser Ausdehnung des Energieparadieszeitalters um so brisanter werden:
        – weitere demographische Expansion und Verstädterung,
        – weiter ansteigende Übernutzung natürlicher Basisressourcen wie Ackerböden, Süßwasser, Fischbestände oder Wälder,
        – weiter ansteigende Emissionen aller Art (keinesfalls nur CO2, sondern auch Kunststoffvermüllung und „Petrochemisierung“ und „Schwermetallisierung“ der Umwelt).
        – weitere Verknappung wichtiger Rohstoffe wie Phosphate, Kobalt oder Bausand
        und manches Andere.

        Je länger wir das Energiethema nach hinten schieben können, desto größer die Fallhöhe danach. Es nutzt uns also gesehen auf den Zeitraum bis Ende des Jahrhunderts überhaupt nichts, das Energiethema zunächst zu lösen

        • Hendrik Altmann sagt:

          Rohstoffe wie Bausand, Kobalt, Ackerböden, Wälder oder Phosphate können nicht knapp werden weil wir sie „Verbrauchen“ sondern weil der Energieinvest steigt um diese bereit zu stellen, das ist alle also auch ein Energiethema und nichts anderes.

          Das hat auch schon Stefan Wietzke hier oft genug versucht zu erklären, allerdings mit mässigem Erfolg.

          Phosphor wird als Beispiel ja nicht zerstört, der Phosphorkreislauf in den Systemen des Lebens erfodert einen bestimmten Energieeinsatz, dieser Energieeinsatz kann sinken oder steigen je nach dem wie hoch die Effizienz bei der Phosphorbereitstellung liegt.

          Wie viel Kobalt, Holz, Fisch Weizen, Süßwasser, Bausand bereit gestellt werden kann ist eine reine Energiefrage und nichts anderes, auch wie viel CO2 oder Plastik in die Umwelt gelangt ist eine Energiefrage, denn es wäre möglich dies komplett zu verhindern, nur der Energieaufwand dafür wäre zu hoch um noch so schnell wachsen zu können und die Priorität aller Systeme des Lebens liegt nun mal uf dem Wachstum.

          Die Energiefrage steht am Anfang des Lebens, am Ende des Lebens und überall dazwischen auch, das Lebens und alle Vörgange darin funktionieren nur mit Energie und setzen dies voraus und dabei steht immer die Frage des ROI.

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