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Fracking in Deutschland

466 Seiten umfasst das Gutachten des Umweltbundesamtes zum Fracking. Den beim Fracking eingesetzten Flüssigkeiten wird "ein hohes bzw. ein mittleres bis hohes Gefährdungspotenzial" zugeschrieben. Umweltverträglichkeit klingt anders. Parallel dazu entstand in Nordrhein-Westfalen eine vom Umweltministerium in Auftrag gegebene Studie, die vor allem Wissensdefizite beklagt und daher eine abschließende Bewertung der Risiken ablehnt. Eine Übertragbarkeit der Erfahrungen aus den USA wird infrage gestellt und empfohlen, Fracking-Vorhaben vorerst nicht zuzustimmen, bis bestimmte Fragen geklärt sind. Dieses Fazit kommt der Forderung der Grünen nahe, ein Fracking-Moratorium zu beschließen, nachdem weitere Untersuchungen notwendig sind, bis die unkonventionelle Fördermethode in Deutschland zur Anwendung kommt.

Bereits im Mai hatte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) eine Abschätzung des Schiefergasvorkommens in Deutschland vorgenommen. Von den 13 Billionen Kubikmetern vermutetes Schiefergas sind nur 10% technisch förderbar. Dennoch liegen 1,3 Billionen Kubikmeter unkonventionelles Gas weit über den konventionellen förderbaren Vorkommen, die mit 0,146 Billionen Kubikmeter angegeben werden. Da Deutschland 2011 noch etwa 10,5% des Erdgasverbrauchs selbst förderte, könnte man an der 10fachen Menge vermuteten Schiefergases festmachen, dass Deutschland bei Nutzung dieser Erdgasressourcen zum Selbstversorger mit Gas werden könnte. Allerdings zeigen die Studien, dass Konfliktsituationen nicht auszuschließen sind, schließlich braucht Fracking sehr viel mehr Fläche als konventionelle Gasförderung die benutzten Flächen können dann natürlich nicht anderweitig genutzt werden. Dennoch rufen jene, die von Treibhausgasen und Umweltfragen wenig halten: Wie lange wird Europa noch zaudern, bei der Schiefergasrevolution mitzumachen?

"Kauft endlich Aktien!" ruft auch Blackrock-Chef Larry Fink und begründet einen bevorstehenden Wirtschaftsaufschwung im FAZ-Interview unter anderem mit der Fracking-Techologie. Zeitgleich berichtet die FAZ von den Auseinandersetzungen um Fracking im New Yorker Umland. Während die einen auf das große Geld hoffen, befürchten die anderen den letzten Raubzug.

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Kommt Elektromobilität übers CarSharing?

Elektro-Autos verkaufen sich nicht. 43 Millionen angemeldeten PKW standen Anfang 2012 nur 4.541 Elektro-PKW und 47.642 Elekro-Hybride gegenüber. Gerade also einmal 0,12% der deutschen PKW-Flotte wird (teil-)elektrisch angetrieben. Stattdessen mehren sich die Meldungen, dass die Autohersteller zunehmend als Auto-Vermieter auftreten und ins CarSharing-Geschäft einsteigen. Jüngster CarSharing-Anbieter: Citrön. (mehr …)

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Cyber-Krieg im Nahen Osten: Insider an Virusattacke auf Saudi Aramco beteiligt?

Reuters berichtet, bei der Attacke eines Computervirus namens Shamoon auf die Computer von Saudi Aramco, habe ein Insider eine wichtige Rolle gespielt. Zwar scheint der Schaden, den der Virus hinterlassen hat nur kurzfristiger Art gewesen zu sein und hat die Ölversorgungsstrukturen direkt nicht beeinträchtigt, doch das Beispiel zeigt, mit welchem Mitteln der moderne Krieg im Nahen Osten geführt wird und wie verletzlich die Strukturen sind, an denen unsere Energiezufuhr in Europa hängt.

Ob der Virus-Angriff, der sich in seiner Gesamtschau als Teil eines offenbar umfassenderen Cyber-Kriegs im Nahen Osten darstellt, Ursache für die jüngste Benzinknappheit im weltwichtigsten Ölförderland sind, bleibt Spekulation. Jedenfalls waren zwei Wochen nach der erfolgten Attacke einzelne Gegenden Saudi Arabiens mit Treibstoffen unterversorgt.

Zu den aktuellen Vorgängen und den Hintergründen ein Artikel bei/für Telepolis: "Cyber-Krieg im Nahen Osten"

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Saudi Arabien: Vom Öl-Exporteur zum Importeur bis 2030?

Im englischsprachigen Raum titeln verschiedene Publikationen aufgrund einer Citigroup-Studie: "Saudi Arabien könnte bis 2030 zum Öl-Importeur werden". Diese Überschrift sollte man nicht wörtlich nehmen, denn wenn Saudi Arabien tatsächlich zum Importeur von Öl würde, würden nicht nur die heutigen Exportmengen des Landes auf dem globalen Markt fehlen (immerhin über 8 Millionen Barrel täglich in 2011), sondern es würden dem Weltmarkt zusätzlich jene Mengen freier Handelsware entzogen, die Saudi Arabien dann importieren würde. Dieser Verlauf würde zweifellos zu extremen Preissteigerungen führen, die auch innerhalb Saudi Arabiens Öl und Ölprodukte extrem teuer machen und dadurch den Verbrauch senken würden.

Die Studienautoren gehen in ihrem Szenario von einer Fortschreibung der aktuellen Wachstumsraten des saudischen Eigenverbrauchs aus und nur wenn diese Fortschreibung gelingt, tritt auch das obige Szenario ein. Jedoch macht das Szenario deutlich, wie massiv der Eigenverbrauch der Saudis zuletzt gestiegen ist:

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ARTE: Das große Spiel um Macht und Öl

Gestern Abend liefen auf ARTE drei Sendungen mit einem Öl-Schwerpunkt. Sie sind noch 7 Tage online zu sehen und wer die Mediathek-Software der Öffentlich-Rechtlichen benutzt kann sich die ersten beiden sogar auf die Festplatte laden und später anschauen:

Vor diesen Sendungen zur Prime-Time um 20:15 Uhr brachte ARTE zudem eine Sendung über den Einfluss der US-Bank Goldman Sachs auf das Finanzsystem und damit die Welt: Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt. Da der Einfluss der steigenden Geldmengen auf die Ölpreise beachtenswert ist (wie auch Klaus Bergmann von esyoil thematisisiert), ist es nicht unwichtig, aus welchem Netzwerk der Lenker der Europäischen Zentralbank stammt.

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Kann ökonomisches Wachstum dauerhaft funktionieren?

Ein Artikel von Prof. Tom Murphy von Do the Math, übersetzt von Tom Schülke und Benedikt Oelmann. Im Original heißt er Can Economic Growth Last?, wurde im Juli 2011 veröffentlicht und gehört zu den meistgelesenen des Blogs. Obwohl dieser Artikel Peak Oil nicht direkt behandelt, sind die darin gemachten Überlegungen doch fundamental für die Ausrichtung unserer Wirtschaft - und gehören daher in denselben Kontext wie die Frage nach dem globalen Ölfördermaximum.

 

Wie wir im vorhergehenden Artikel gesehen haben, ist der Energieverbrauch der USA seit 1650 mit einer typischen Rate von 2,9% gewachsen. Wir haben gelernt, dass ein Wachstum des Energieverbrauchs zu einer Kopplung mit der Oberflächentemperatur der Erde führen wird, gleich, welche der verfügbaren Technologien wir anwenden. Und, dass schon in wenigen hundert Jahren die Auswirkung dann weniger der lauwarme Treibhauseffekt ist als vielmehr eine kochende Erdoberfläche. Beeinflusst dies (und wenn ja, dann wie?) unsere Langzeiterwartungen zum Treibhauseffekt?

Abbildung 1: Weltwirtschaftswachstum des letzten Jahrhunderts, dargestellt in Dollarwerten von 1990. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts hing die Wachstumsrate der Weltwirtschaft der des Energieaufwandes (2,9%) hinterher. Seitdem sie aber bis auf 5% gewachsen ist, überflügelt sie diese.

Die Grafik stellt die Rate des globalen ökonomischen Wachstums über das letzte Jahrhundert dar, rekonstruiert von J.Bradford DeLong. Zunächst wuchs die Weltwirtschaft mit einer Rate, die unter der des Wachstums des Energieverbrauchs lag. Seit 1950 übersteigt die Wachstumsrate der Wirtschaft die des Energieverbrauchs, mit einer Zunahme von 5% pro Jahr. Das könnte als gute Nachricht verstanden werden: Wir benötigen nicht unbedingt physikalisches Wachstum, um das Wachstum der Wirtschaft zu erhalten. Wir müssen jedoch erst einmal die Quelle dieses zusätzlichen Wachstums verstehen, bevor wir uns sicher sein können, dass dieses Wachstum wirklich dauerhaft anhalten kann. 50 Jahre Wachstum bedeuten nicht zwangsweise, dass es so für immer weiter gehen kann. (mehr …)

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Hohe Spritpreise geben Peak-Oil-“Vorgeschmack”

Ob es ein "Vorgeschmack" ist oder ob wir bereits mittendrin im "Peak-Programm" sind, werden wir bekanntlich erst in der Rückschau wissen. Sicher ist: Die hohen Spritpreise sorgen für Diskussionen und sie sorgen für Sorgen. Die Phänomene, die derzeit in den Medien aufgezeigt und kommentiert werden, sind Peak-Oil-Warnern wohlbekannt. Dennoch taucht das Ölfördermaximum in den Medien nur sehr dezent auf.

So meldet die Statistikbehörde EUROSTAT eine Inflationsrate von 2,6% im Euro-Raum. (mehr …)

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Aktuelle Presseberichte

Dieser Blick in aktuelle Veröffentlichungen soll dokumentieren, was in Zeiten des Peak Oil und hoher Ölpreise sowie auf dem Weg hin zu einer Zivilisation ohne Öl im Gange ist:

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Gespräch zur 11. Fachtagung Kraftstoff Pflanzenöl

Am 11. und 12. Oktober 2012 findet in Pillnitz bei Dresden die 11. Fachtagung Kraftstoff Pflanzenöl statt. Dort treffen sich nicht die großen Mineralölkonzerne, sondern die kleinen Ölmüller, die dezentral pflanzliches Öl für den Einsatz im ÖPNV, der Schifffahrt oder den Maschinen der Landwirtschaft produzieren - oder produzieren wollen. Die wirtschaftliche Lage der dezentralen Ölmühlen in Deutschland ist schlecht, seitdem 2006 eine steuerliche Angleichung der Pflanzenöle an das Mineralöl läuft: Auf Pflanzenöl-Kraftstoff müssen dieselben Energiesteuern bezahlt werden wie auf Diesel: 47 Cent pro Liter. Das hat, so der Organisator der Tagung Michel Matke, den Markt für Pflanzenöl zerstört. Selbst auf die Eigennutzung müssen Landwirte Steuern zahlen, auch wenn sie diese später zurückfordern können - mit einem entsprechend bürokratischen Aufwand. Der Idee, lokalen Kraftstoff auf Basis dezentraler Verarbeitungsstrukturen innerhalb regionaler Wirtschaftskreisläufe zu herzustellen, ist daher seit 2006 ein großer Stein in den Weg gelegt worden.

Ein Gespräch mit Michel H. Matke, Bundeskontaktstelle Pflanzenöl, der die Tagung organisiert:

"Erfolgreich wirtschaften mit Pflanzenölkraftstoff in der Landwirtschaft" ist der Titel der Tagung. Sie richtet sich an Land- und Forstwirte, Wissenschaftler und Studenten, Politiker und Journalisten. Was erwartet die Teilnehmer der Tagung? Welche Rolle spielt das Ölfördermaximum (Peak Oil)? (mehr …)

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Russlands Ölexport gesunken

Auf den internationalen Seiten von RIA Novosti gibt es wenige Artikel, in denen Öl keine Rolle spielt. Russland und Öl, das sind zwei sehr eng miteinander verbundene Elemente. Kein Wunder: Laut neuesten Zahlen lag der Anteil des Öls am Gesamtexport des neuen Ölweltmeisters bei 35,1%, was zeigt, wie abhängig das Land davon ist, diesen Rohstoff exportieren zu dürfen. Aufhänger für die Meldung ist jedoch, dass Russlands Ölexport im ersten Halbjahr 2012 um 2,5% gegenüber dem 1. Halbjahr 2011 zurückgegangen ist. Leider liefert der Artikel keine Informationen, warum dies so ist:

  • Ist die Nachfrage nach russischem Öl gesunken?
  • Hat der Eigenverbrauch zugenommen, so dass weniger Öl zum Export übrig blieb?
  • Ist die Fördermenge zurückgegangen, so dass weniger Öl exportierbar war und falls ja, warum ging sie zurück?
    • Aus geologischen Gründen: Weil sich die Fördermengen nicht mehr steigern lassen?
    • Weil die fördernden Unternehmen die Mengen bewusst drosseln, beispielsweise um dem Preis auf die Sprünge zu helfen?
    • Aus technischen Gründen?
    • Mangels Investitionen?
    • aus politischen Gründen?
  • wurde mehr Rohöl zu anderen Produkten verarbeitet, so dass es in der Statistik nicht auftaucht?

Die EIA liefert auch zu Russland Zahlen für Förderung und Eigenverbrauch, leider erst ab 1992, der Neukonstituierung des Landes nach dem Zusammenbruch der Sowjet-Union:

Ölförderung Russland 1992-2011

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