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Audio: Peak Oil – Das Ende vom Märchen der Wachstumsgesellschaft

Eine Sendung von Markus Metz und Georg Seeßlen im Deutschlandradio Kultur.

Mit Prof. Niko Paech (Uni Oldenburg, Postwachstumsökonomie), Jörg Schindler (ASPO), Prof. Sophie Wolfrum (TU München, Städtebau)

Grade im Radio, jetzt auch online:

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Interview: Kalte Fusion

Für Telepolis hat Haiko Lietz mehrere Artikel zum Thema Kalte Fusion geschrieben, bei dem jüngst insbesondere der italienische Ingenieur Andrea Rossi eine Rolle spielt. Ich sprach mit Haiko Lietz über seine Eindrücke zur aktuellen Entwicklung:

 

Peak Oil steht ja sinnbildlich für das Maximum der globalen Energieversorgung. Nun mehren sich Gerüchte, dass die "Kalte Fusion auf dem Weg zum Markt" sein könnte (so lautet der Titel eines Artikels von Haiko Lietz für Telepolis). Was genau ist eigentlich "Kalte Fusion"?

Haiko Lietz: "Kalte Fusion" ist der Name, der 1989 dem Fleischmann-Pons-Effekt (FPE) gegeben worden ist. Darunter versteht man den von Martin Fleischmann und Stanley Pons entdeckten Effekt, dass bei der Elektrolyse von schwerem (deuteriertem) Wasser mit einer Palladium-Elektrode mehr Energie in Form von Wärme frei wird, als elektrisch in das System hineingesteckt wird. Die beiden Elektrochemiker vermuteten in ihren Zellen die Fusion von Deuterium, wobei nach klassischem (thermonuklearem) Verständnis die Produktion von Neutronen und Gammastrahlen erwartet wird. Diese suchten und fanden sie vermeintlich auch. Natürlich stürzten sich weltweit dutzende Forschergruppen auf das Experiment und versuchten es zu reproduzieren. Dabei kam heraus, dass in derartigen Experimenten weder Neutronen noch Gammastrahlen wie erwartet entstehen. Das ist auch unumstritten. Fleischmann und Pons hatten sich vermessen. Doch viele Gruppen suchten damals weder nach Überschusswärme oder fanden sie nicht. Deswegen heißt es heute immer wieder, die Kalte Fusion hätte nie reproduziert werden können. Das betrifft jedoch nur die Messung von Neutronen und Gammastrahlung. Der eigentliche FPE ist hundertfach und unabhängig reproduziert worden. Es gibt keinen Zweifel, dass Energie produziert wird. Diese Energie ist zu groß, um chemischer Herkunft zu sein. Sie muss einem nuklearen Prozess entspringen. Nun gibt es eine öffentlich mit viel Tammtamm geführte Diskussion, es handele sich nicht um Fusion, sondern um die Umwandlung von Protonen in Neutronen, die dann mit anderen Protonen verschmelzen. Doch auch solch eine Verschmelzung wäre eine Fusion. Insofern verwende ich den Begriff "Kalte Fusion" für die Energieproduktion, sei es in Palladium/Deuterium-Systemen wie beim FPE oder in Nickel/Wasserstoff-Systemen, die Andrea Rossi bekannt gemacht hat. Neben der Energieproduktion ist die Transmutation (Umwandlung) von Elementen der andere neue Effekt. Beide Phänomene sind niederenergetische Kernreaktionen (Low Energy Nuclear Reactions: LENR). Das Forschungsgebiet, in dem diese Effekte studiert und entwickelt werden, heißt Festkörperkernforschung (Condensed Matter Nuclear Science: CMNS) und ist gerade im Entstehen begriffen.

Und seit wann wird an dieser Technologie geforscht?

Haiko Lietz: Das unterstellt ja, dass es sich dabei tatsächlich um eine Technologie handelt – in diesem Fall also um ein Gerät, in dem in einem kontrollierten Prozess Energie produziert wird. Tatsächlich gibt es mehrere Unternehmen die behaupten, einen quasi fertigen Prototypen zu haben. Die schillerndsten Namen sind Andrea Rossi und Defkalion Green Technologies Global (DGTG). Rossi behauptet, mit einem 1-Megawatt-Generator bereits auf dem Markt zu sein, DGTG will kommendes Jahr mit einem Gerät für den häuslichen Gebrauch auf den Markt kommen. Beide arbeiten an Nickel/Wasserstoff-Systemen. Diese werden seit mehr als 20 Jahren erforscht. Der Pionier auf diesem Gebiet heißt Francesco Piantelli, ein respektiertes Mitglied der Festkörperkernforschung. Die Arbeit von Rossi und DGTG lässt sich direkt auf Piantellis Forschung zurückführen. Es gibt weitere Unternehmen, die an Prototypen arbeiten, und die teilweise noch unmittelbarer der dokumentierten Festkörperkernforschung entstammen. Die Kalte Fusion ist weit gereift seit 1989, was man daran sieht, dass sie auf Knopfdruck präsentiert werden kann und in Anfängen sogar in der Lehre verwendet wird.
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Neuigkeiten + Veranstaltungen

Für Telepolis hat Matthias Brake die Frage gestellt, wie es eigentlich mit den anderen Baustellen der Energiewende aussieht. Alle starren auf den Strom und lassen sich von der EEG-Umlage kirre machen, doch weiterhin sind es Wärme und vor allem Treibstoffe, die die größten Energiekosten-Posten in jedem Haushalt ausmachen. Am durchschnittlichen Warenkorb eines deutschen Haushalts macht die EEG-Umlage 0,3% aus, über Mietsteigerungen in verschiedenen Städten wird nicht ansatzweise ein vergleichbares mediales Brimborium veranstaltet, obwohl dieser Posten jede Familie weitaus stärker drückt.

Der Nahe Osten hat hierzulande eine mediale Atempause erhalten, doch kleine Nachrichten zeigen, wie konfliktbeladen die Situation weiterhin ist. Im Iran gibt es offenbar genauere Planungen, wie man die Straße von Hormuz sperren könnte, SPIEGEL ONLINE berichtet von einem absichtlich herbeigeführten Öltanker-Unfall, der in Betracht gezogen wird. Bedenkt man, dass Saddam Hussein nach dem irakischen Einmarsch in Kuwait und dem erzwungenen Rückzug durch US-geführte Truppen 1991 ganze Ölquellen in Brand setzte, ist kaum vorstellbar, dass das Nachbarland Iran vor Umweltkatastrophen zurückschrecken würde, wenn es gilt, sich zu verteidigen.

Der Cyber-Krieg im Nahen Osten ist weiterhin im Gange. Die Viren-Experten von Kaspersky haben eine weitere Variante der elektronischen Waffe Flame gefunden, genannt miniFlame. Stuxnet, Flame, Shamoon - der Cyber-Raum ist Schlachtfeld geworden und es sind vor allem Länder der Strategischen Ellipse einbezogen, die für große Teile der weltweiten Ölversorgung verantwortlich sind.  Man mag sich ungern vorstellen, eines dieser Computerprogramme würde die dortigen Ölförderstrukturen lahmlegen. Die Ölkrise stünde plötzlich vor unseren Türen.

Die Gerüchte halten sich, dass es noch vor der US-Präsidentschaftswahl zu militärischen Auseinandersetzungen im arabischen Raum kommen könnte. Israel und die USA halten derzeit eine Übung ab: Austere Challenge.

In Dresden Pillnitz tagten kürzlich Landwirte und Ölmüller zur Frage, wie denn die dezentralen Ölmühlen wirtschaftlich betrieben werden können, seitdem Pflanzenöl genauso besteuert wird, wie Mineralöle und dies den aufkeimenden Markt zerstört hat. In jedem Bundesland gibt es eine Handvoll Akteure, die weiterhin an diesem Weg der Selbstversorgung festhalten und auch auf der Tagung wurde deutlich, dass zumindest die Landwirtschaft sich mit Kraftstoffen selbst versorgen könnte - wenn die ölpflanzenbasierten Treibstoffe wettbewerbsfähig wären. 10% der Landwirtschaftsflächen wären nötig, netto würden aber nur 4% für die Kraftstoffversorgung gebraucht - die Differenz würde als Futtereiweiß oder Pflanzenreste in die Landwirtschaft zurückfließen. Dummerweise wird die Notwendigkeit solch einer Selbstversorgungsstrategie von der Politik nicht gesehen oder lobbyistisch übergangen.

Peak Oil ist tot, sagt Jim Rogers, was dem "Portal für institutionelle Investoren" ein Artikel wert ist. Wie so oft in letzter Zeit wird da Schiefergas und Fracking als Zeuge gerufen. Bei TheOilDrum bemüht sich Jean Laherrère den Zahlen von Leonardo Maugeri kritisch auf den Grund zu gehen. Da diskutieren also zwei Altgediente der Ölindustrie, allerdings kommen sie zu unterschiedlichen Schlüssen. In seinem Blog schaut Martin Bartonitz auf die wundersame Vermehrung der Ölreserven im arabischen Raum Ende der 1980er, GlobalResearch bringt einen Auszug aus Daniele Gansers Buch über die Verbindungen zwischen Öl, Krieg und 9/11, laut Daily Mail stoppt die Klimaerwärmung seit 16 Jahren und laut ZEIT ist das 4-Grad-Ziel wohl nur schwer zu halten. Schwer, den Überblick zu behalten?

Das Netzwerk aus Bioenergiedörfern in Mecklenburg-Vorpommern kümmert sich lieber darum, die Eigenversorgung zu erhöhen. Für den 23./24.11. ist eine Tagung zur Windenergienutzung angesetzt. Wir "exportieren" unseren Veranstaltungsansatz nach Chemnitz, weshalb es am 31. November dort heißt: "Chemnitz auf Entzug - Wie funktioniert die Stadt ohne Öl?". Die AG Umwelt an der TU Freiberg lädt ein am 30.10. zu Thema Transition Towns, zeigt am 15.11. den Film "The Oil Crash" und lädt zum 27.11. zum Thema Peak Oil. In Münster sind zur Peak-Oil-Vortragsreihe statt der angemeldeten 30 Studenten 50 gekommen: Jetzt am Dienstag ist dort Dr. Steffen Bukold von EnergyComment zu erleben und am 30. Oktober Dr. Martin Held von der Evangelischen Akademie in Tutzing. Vom 1. bis 4. November befasst sich auch die "Humane Wirtschaft" in Wuppertal mit Energiefragen, ich bin für das Thema "Transition Towns" eingeladen. Heute läuft in Dresden das 4. Umundu-Festival an, was 10 Tage lang eigentlich Transition-Veranstaltungen in Reinform bietet. Viel Gelegenheit zum Austausch.

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Update: Peak Oil Barometer Oktober 2012

Nachdem die IEA ihre Mittelfristprognose angepasst hat, hat EnergyComment das Peak-Oil-Barometer auf den aktuellen Stand gebracht:

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Peak Oil verschoben: IEA prognostiziert sinkende Preise

240 Euro will die IEA für ihren neuen Mittelfrist-Report zur Entwicklung des Ölmarkts haben. Glauben wir SPIEGEL ONLINE ist darin ein Absinken des Ölpreises in den kommenden 5 Jahren zu erwarten. Vom diesjährigen Durchschnittspreis von 107 US$ auf dann 89 US$ soll sich das Preisniveau senken. Diese Entwicklung würde, sofern sie weltweit gültig ist, bedeuten, dass Peak-Oil-Auswirkungen auf volkswirtschaftlicher Ebene bis 2017 nicht eintreten oder spürbar werden, sondern dass wir in den vergangenen 4 Jahren ein zwischenzeitlichen Preis-Peak gesehen haben, der sich in den nächsten Jahren wieder abschwächt. (mehr …)

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Dresden auf Entzug 2: Wie funktioniert die Stadt ohne Öl?

Als wir vor etwa einem Jahr mit ersten Gesprächen mit Friedrich-Ebert-Stiftung und Hygiene-Museum über eine Veranstaltung nachdachten, die "Dresden ohne Öl" thematisieren sollte, schätzten wir 70 bis 80 Besucher als Erfolg ein. Die Anmeldezahlen nach Bekanntgabe und Bewerbung zeigten doch dann recht schnell: Unsere 120 geplanten Plätze würden nicht ausreichen. Wir stockte auf 140 Plätze auf und mussten dennoch 40 Interessierte vertrösten: Das Interesse an der Frage, wie die Stadt ohne Öl funktioniert, war groß. (Video)

Auch der Abend selbst war gelungen, auch wenn so manche Antwort noch nicht vollständig befriedigte: Ja, die Dresdner Verkehrsbetriebe sorgen für mineralölarmen Verkehr in der Stadt, ja, die Unternehmen erkennen Energie- und Rohstoffpreise als großes Risiko, ja, Tante Emma könnte zurückkommen - so könnte man ein grobes Fazit der Kurzvorträge des Abends ziehen. Doch klar war auch: Umfassend beantwortet war die Frage nach der ölfreien Stadt damit noch lange nicht.

Also gingen wir auf die Suche nach weiteren interessanten Impulsgebern für eine Fortsetzung. Eine Dresdner Wohnungsgenossenschaft signalisierte, dass das Thema sehr wohl wichtig ist, allerdings sah man wenig Gelegenheit, sich auf das tagesgeschäftfremde Thema angemessen vorzubereiten. Ganz ähnlich begründete der Betreiber eines auf PKW-Verkehr hochgradig angewiesenen Einkaufsparks der Stadt: Dort war neues Personal anzulernen und die frei verfügbare Zeit zur Vorbereitung war eng, auch wenn man sich des Problems in unseren Telefonaten zunehmend bewusst wurde. Man sagte ab, bat aber um Einladung auf Besucherseite. Dem sind wir gern nachgekommen!

Auch wenn sich die Vorbereitung dieses zweiten Abends wesentlich schwieriger gestaltete als zur Aprilveranstaltung, hat es sich gelohnt. Wir vertiefen am

08. November 2012 ab 16 Uhr (16 Uhr: Eröffnung der Infostände + Vorgespräche, 17 Uhr: Beginn der Tagung)

im

Deutschen Hygiene-Museum Dresden

die Frage: Dresden auf Entzug - Wie funktioniert die Stadt ohne Öl?

deshalb mit folgenden Referenten:

  • Dr. Matthias Mohaupt, Abteilungsleiter Verkehrsplanung im Stadtplanungsamt. Impulsthema: Verkehr Dresden 2025
  • Prof. Dr. Jürg Sulzer, Stiftungsprofessur Stadtumbau und Stadtforschung an der Technischen Universität Dresden. Impulsthema: Amerikanisierung der Stadtstrukturen?
  • Joachim Breuninger, Direktor des Verkehrsmuseums Dresden. Impulsthema: Dresden vor dem Öl

Parallel haben wir die Stadtratsfraktionen um Material mit Positionen zu der Frage gebeten, wie denn die Stadt mit dem Peak-Oil-Problem umgehen sollte. Wir sind gespannt, wer was liefert und hoffen, am 8. November entsprechende Papiere auslegen zu können.

Der Eintritt ist frei. Spender sind willkommen. Um Anmeldung wird gebeten: ed.sefnull@neshcas oder 0351/8046804. Flyer zum Download. Infos beim Hygiene-Museum.

 

PS: Wir haben diesmal den Großen Saal. :-)

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Zu Besuch im Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern

Es gibt seltsame Widersprüche in der Phase, in der sich unsere Gesellschaft befindet: Noch im fossilen Zeitalter fest verankert, aber mit den Zehen schon ins postfossile Zeitalter hineinschnuppernd. Noch widersprüchlicher wird die Situation, wenn man sich die "Länge der Zehen" anschaut: Manche sind ihren benachbarten Körperteilen weit voraus und während manche in Fettnäpfchen stehen, stehen andere in fetten Töpfen.

Als Beispiel sei das Solarzentrum Mecklenburg-Vorpommern genannt, welches am Montag den 08. Oktober 2012 Gastgeber für die 6. Internationale Konferenz für nachhaltige Regionalentwicklung durch Nutzung Erneuerbarer Energien war. Etwa 60 Konferenzteilnehmer waren zu Gast an einem eher sonderbaren Ort: Mit Hilfe von Fördermitteln war ein altes Gebäude zum Passivhaus entwickelt worden und in direkter Nachbarschaft entstand ein Art "solares Forschungsgewächshaus", ein kleines Wunderwerk der Technik: Mit Tücken.

Forschungsgewächshaus

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Kommentarlos, Teil 14

Werbung am Hauptbahnhof Berlin im Oktober 2012

Weiter wachsen: Werbung der INSM auf dem Berliner Hauptbahnhof

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No.1 auf Romneys Agenda: “get us energy independent”

In der gestrigen Debatte um die US-Präsidentschaft hat Mitt Romney auf die Frage nach den Wirtschaftskonzepten fünf Punkte genannt, wobei Punkt Nummer 1 (!) auf die "Energieunabhängigkeit" Nord-Amerikas abzielt (3:55). 4 Millionen Jobs sollen laut Romney dadurch geschaffen werden. Ins Detail ging der Präsidentschaftskandidat dabei nicht. Es steht aber zu vermuten, dass er mit dieser Strategie nicht den Aufbau von Energieerzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien ins Auge fasst, sondern den Ausbau der Förderung fossiler Energien. "Fracking" ist die Wundertechnik, die da durchklingt und mit deren Hilfe in der Tat der Abfall der US-Förderraten seit den 1970ern umgekehrt werden konnte. Dass Fracking 4 Millionen Jobs schafft, ist durchaus vorstellbar, schließlich ist diese Technologie sehr arbeits- aber auch energieintensiv. Möglich wurde die Technologie erst, nachdem die Umweltauflagen 2005 unter Bush/Cheney im Rahmen des "Halliburton Loophole" gelockert wurden und Fracking aus dem Safe Drinking Water Act herausgenommen wurden. Dies führt dazu, dass Diesel als Frack-Flüssigkeit eingesetzt wird und sich teilweise im Grundwasser wiederfindet. Auch Obama will "boost american energy production" (6:19) und spricht die zunehmende Ausbeute von Öl und Erdgas an. Obama verweist im Anschluss explizit auf die Notwendigkeit, die Energieerzeugung der Zukunft zu betrachten: Solar, Wind, Biotreibstoffe. Die Antwort von Romney folgt prompt: Unter Obama seien die Preise für Treibstoffe, Strom und Lebensmittel angestiegen (8:19). Dass die Förderung von Öl und Gas zunimmt, sei nicht Obama zuzurechnen, sondern dies sei trotz seiner Politik geschehen. (9:26) Romney werde sich als Präsident bemühen, Öl von Alaska und aus der Offshore-Förderung nutzbar zu machen - und zielt dabei auf Umweltauflagen nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und den zögerlichen Ausbau der Ölpipelines nach Norden ab. "And by the way: I like coal", genauer "clean coal", was als Synonym für Kohleverbrennung mit CO2-Abscheidung genutzt wird.

Damit befassen sich die ersten 10 Minuten der anderhalbstündigen Debatte extrem stark mit Energie-Themen, neben Fragen zur Bildung und - natürlich - Steuern.

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Video: Europa nach dem Peak

Da ja lesen nicht mehr so in ist, habe ich 3 Minuten zum Stand der europäischen Ölförderung als Video zusammengestellt. Infos im Schnelltempo. Zur Not: Mehrmals anschauen.

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