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Fracking: Wer nicht „frackt“, verliert?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mischt sich mit einem 3seitigen Diskussionspapier in die Debatte um Fracking ein. Die Suggestiv-Frage des Papiers "Wer nicht frackt, verliert?" beantwortet der Autor Tobias Rehbock mit Nein. Er stützt sich dabei auf eine Analyse des bisherigen Erfahrungszeitraumes mit Fracking, bei dem die Gas-Preise in den USA seit Januar 2010 um 45% gesunken seien, während sie in Deutschland im gleichen Zeitraum um fast 60% gestiegen seien. Dennoch schlagen sich diese Preisunterschiede bislang nicht in den Exportpreisen nieder, die im selben Zeitraum in Deutschland um 8% und in den USA um 12% gestiegen sind. Wettbewerbsvorteile sehen anders aus. (mehr …)

Deutsche Gasspeicher nur noch zu 20% voll

Der lange Winter strapaziert die Erdgas-Läger in Europa. Nachdem Ende März Großbritannien vor einer akuten Gaskrise stand, die ausgelöst durch ein Defekt einer aus Belgien kommenden Pipeline nur durch Flüssiggas-Tanker aus Katar nicht zum GAU führte, stehen heute in den Zeitungen die Gas-Speicher Deutschlands im Fokus. Sie sind, so schreibt SPIEGEL ONLINE mit Bezug auf die WELT AM SONNTAG, in Deutschland nur noch zu etwa 20% gefüllt. Als Quelle wird Gas Infrastructure Europe (GIE) angegeben und in der Tat: Auf deren Webseite finden sich interessante Daten zum Füllgrad der Gasspeicher Deutschlands und anderer europäischer Länder. Die Daten, die von Verbandsmitgliedern freiwillig geliefert werden, zeigen an: die Läger der beobachteten Länder sind zum Stand gestern, 6. April 2013, 18 Uhr, noch zu ca. 22% ihrer Gesamtkapazität gefüllt. Die deutschen Läger sind zu 19,3% gefüllt und leeren sich täglich mit ca. 0,44 Prozentpunkten. Das bedeutet aber auch, dass bei anhaltender Entleerungsgeschwindigkeit die deutschen Erdgaspuffer in etwas mehr als 40 Tagen aufgebraucht wären. Allerdings deuten die Wetterprognosen darauf hin, dass der erhoffte Frühling langsam durchdringt und die steigenden Temperaturen weniger Heizaktivität bedeuten und damit die Entleerungsrate zurückgeht. (mehr …)

Wachstum ohne Ende? Über den Wettlauf zwischen Ressourcenerschöpfung und neuen Technologien.

So heißt der Vortrag von Christoph Senz, der am Montag, 8. April um 17 Uhr an der FH Aachen zu hören sein wird:

  • im Rahmen des Studium Generale, Hohenstaufenallee 6, Raum 01101, Einladung (PDF)

Inhaltlich wird es um die Geschichte der Energienutzung durch den Menschen gehen. Was waren die wesentlichen Durchbrüche? Welche Techniken haben es erlaubt, die heutigen, riesigen (fossilen) Energieüberschüsse bereitzustellen? Warum wird es wahrscheinlich immer schwieriger, diese „Überschüsse“ aufrechtzuerhalten? Welche Rolle spielt das „Best-First-Prinzip“ und das „Law of diminishing returns“? Was könnten die sich bereits abzeichnenden Tendenzen für die Zukunft bedeuten? Wer wird am Ende des Tages Recht behalten: Die Ökonomen, die der Meinung sind, dass Marktmechanismen alleine ausreichen werden, fast jede beliebige Menge einer Ressource in der Zukunft bereitzustellen. Oder doch die Naturwissenschaftler, denen die physikalischen Grenzen der Ressourcenextraktion gut bekannt sind? Was wäre, wenn am Ende beide Recht hätten?

Dass die Industrialisierung, wie wir sie kennen und in deren Fluidum wir alle leben, absolut abhängig von jederzeitiger Energiezufuhr ist, ist den wenigsten bewusst. Dass sich das geschaffene gesellschaftliche Fluidum ändern dürfte, wenn die Energiezuflüsse schwächer werden, steht zu vermuten, doch es wird selten ausgesprochen. Vielmehr klammern sich die meisten, die darüber nachdenken, an die Hoffnung neuer Technologien, die ein "weiter so" versprechen. (mehr …)

Kommentarlos, Teil 28

[youtube 7cKvHKnz2Lo]

Youtube-Kanal von explainity...einfach erklärt

Exergiewende

Energie kann nicht verlorengehen, sie wird immer nur umgewandelt, weiß der Physiker. Doch längst nicht jedes Häppchen Energie bietet praktische Nutzbarkeit. So ist es zwar schön, wenn solarthermische Anlagen Millionen Kilowattstunden ernten, aber die 100 °C, die in einer handelsüblichen Solarthermieanlage erreicht werden, nützen im Schmelzofen eines Stahlwerks gar nichts. Auch mit 16 in Reihe geschalteter solarthermischer Anlagen überschreitet man nicht 1536 °C, den Schmelzpunkt von Stahl.

Ein Artikel für Telepolis

Weitere Artikel:

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Kommentarlos, Teil 27

Eine deutsche Firma hat in der Nordsee offenbar ein großes Erdölvorkommen entdeckt. Die Lagerstätte soll fast 16 Milliarden Liter enthalten - was den globalen Bedarf allerdings nur etwas länger als einen Tag decken würde.

Spiegel Online mit angemessener Bescheidenheit

EnergyWatchGroup: “Die weltweite Erdölförderung ist auf einem Plateau und wird bald zurückgehen”

Vergangene Woche veröffentlichte die Energy Watch Group die englischsprachige Fassung einer neuen Studie zur Verfügbarkeit von Energierohstoffen (178 Seiten), die heute in einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wird und jetzt in einer deutschsprachigen Kurzfassung (42 Seiten) verfügbar ist.

Leser von Peak-Oil.com werden darin kaum unerwartete Neuigkeiten finden, doch in der medialen und öffentlichen Wahrnehmung könnte diese Studie für neue Wellen sorgen, widerspricht sie doch klar und deutlich den Meldungen der letzten Monate, nach denen die Fracking-Methode das Ölfördermaximum auf unbestimmte Zeit hinausschiebt. Die folgende Liste an Medienreaktionen soll das Echo zeigen:

Die Studie selbst knüpft an ihren Vorgängern an: Sowohl zu Öl wie auch zu Gas, Kohle und Uran hat die EnergyWatchGroup in den vergangen Jahren bereits Studien durchgeführt. Deren Ergebnisse werden nun einerseits genutzt und kritisch beleuchtet, andererseits fortgeschrieben - schließlich sind inzwischen einige Jahre vergangen. Das deutschsprachige Papier ist leicht lesbar und sollte als Primärquelle von Interessierten genutzt werden. Im Folgenden werde ich nur Ausschnitte ausgreifen:

weltweite-foerderung-fossiler-und-nuklearer-brennstoffe

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Großbritannien vor akuter Gaskrise?

Pressemeldungen zufolge könnte sich Großbritannien vor einer akuten Gaskrise befinden, die Rationierungen von Gas zu Heizzwecken wie auch Einschränkungen beim Stromverbrauch notwendig machen könnte. Ursachen:

  1. das kalte Wetter, welches nun seit Monaten auch in Großbritannien zu erhöhtem Gasverbrauch führt
  2. die Störung einer Gaspipeline aus Belgien

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