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„The Oil Crash – A crude Awakening“ in Halle

Der Film "The Oil Crash - a crude awakening" ist ein mittelschwerer Vorschlaghammer, der direkt in die Magengrube geht. Eigentlich hat nach diesem Film niemand mehr Lust auf ein Gespräch, trotzdem wird es eines geben, mit:

Im LUX. Kino am Zoo, Seebener Straße 172 in Halle (Saale):

Montag, 2. Mai, 20 Uhr

Mehr Infos bei "globale in Halle"

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IWF warnt vor Ölschock und signalisiert: Peak Oil erreicht

Das Postfossil-Institut verbreitet eine Meldung des Wallstreet-Journal: Der Internationale Währungsfond, der in den kommenden Tagen zu Beratungen über steigende Rohstoffpreise zusammenkommt, warnt vor zunehmenden Knappheitsrisiken auf dem Ölmarkt. Der IWF empfiehlt politischen Entscheidern weltweit, "sicherzustellen, dass ihre Ökonomien mit unerwarteten Veränderungen in der Ölversorgung und bei Ölpreisen umgehen können". Dies soll beispielsweise durch die Reduktion von Treibstoffverbräuchen aber auch durch die "Stärkung von Sicherheitsnetzen für die Armen" geschehen aber auch durch den Ausbau alternativer Energiequellen.

Über 126 Dollar musste man zuletzt an den europäischen Märkten für ein Barrel Öl (159 Liter) zahlen. Ein Wachstum der Ölfördermenge von 1,8% wie in den Jahren 1981 bis 2005 erscheint laut IWF unwahrscheinlich, vielmehr wird vor einer Stagnation oder gar einem Absinken der Produktion gewarnt. Der IWF erkennt in seinem Bericht an, dass insbesondere ältere Ölfelder die Fähigkeit einzelner Produzenten begrenzen, zusätzliche Produktionskapazitäten verfügbar zu machen. Dies kann als Anerkennung dessen gewertet werden, was als "Peak Oil" bekannt ist: Der Höhepunkt der globalen Ölförderung scheint erreicht.

Nach Ansicht von Roy Scheepe (ING Investment Management) betrifft der steigende Ölpreis insbesondere die westlichen Industrieländer, weniger die Schwellenländer. Er erwartet steigende Inflationsraten.

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Kommunen im Wandel – Transition Training in Dresden

Am Wochenende vom 21. und 22. Mai findet in das erste Transition Training in Dresden statt. "Transition Towns" nennen sich jene Kommunen, die sich bewusst auf die Zeit nach dem Peak Oil vorbereiten. Für die Transition-Bewegung steht "Krisenfestigkeit" im Mittelpunkt. Eine Umgestaltung kommunaler Infrastrukturen, auf denen die Bewohner ihr Leben und die ansässigen Unternehmen ihre wirtschaftlichen Aktivitäten aufsetzen, ist ein lang andauernder Prozess. Selbst dann, wenn Peak Oil noch 20 Jahre hin sein sollte, wäre dies nach Ansicht des Hirsch-Reports grade mal genug Zeit, um die Auswirkungen zu umgehen. (Ein aktueller CBCNews/Canada-Artikel zitiert den Geologen David Hughes mit seiner Peak-Oil-Eintritts-Erwartung von 2012-2015.) Die Daseinsvorsorge liegt hierzulande in kommunaler Verantwortung. Die Herausforderungen, die mit Peak Oil einhergehen, sollten deshalb insbesondere auf kommunaler Ebene Beachtung finden.

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Kritis(ch): Iraks größe Ölraffinerie nach Anschlag geschlossen

Laut Reuters wurde die größte irakische Ölraffinerie heute bei einem Bombenanschlag beschädigt. Die Produktion wurde stillgelegt. Auch eine zweite kleinere Raffinerie brannte - offenbar aufgrund eines technischen Defekts. Nach Angaben der Nachrichtenagentur exportiert der Irak bislang noch keine Erdölprodukte, weil jegliche Produktion für den Eigenverbrauch im Land benötigt wird. Die Lagervorräte "reichen für mindestens sieben Tage". Zum Vergleich: In allen Mitgliedsländern der Internationalen Energieagentur (IEA), so auch Deutschland, lagern 90-Tage-Reserven. (mehr …)

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Peak Oil und die Bundeswehr-Studie auf der Herzlia Sicherheitskonferenz

Vom 6. bis 9. Februar fand die 11. Herzlia Sicherheitskonferenz statt. Diese Konferenz-Serie wird organisiert vom Institute for Policy and Strategy (IPS) und beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der israelischen Sicherheitspolitik.

Als Redner der diesjährigen Konferenz war der Kommandeur des Zentrums für Transformation der Bundeswehr, General Axel Binder, eingeladen. Die Studie der Bundeswehr-Denkfabrik zu Peak Oil schlug in den vergangenen Monaten einige Wellen. Aus militärisch-strategischem Blickwinkel ist insbesondere die Strategische Ellipse interessant, die er auch in seinem Vortrag anspricht. Einen Ausschnitt des Vortrags liefert der YouTube-Kanal der Herzlia-Konferenz:

Zum Thema Peak Oil sprachen außerdem:

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Zwischen Öl und Demokratie – Revolution im Nahen Osten

Auf fast 110 Dollar ist der Ölpreis der Sorte Brent heute gestiegen. Auslöser sind die unruhigen politischen Verhältnisse im arabischen und nordafrikanischen Raum. Vorgestern drohten libyische Stämme damit die Ölproduktion stillzulegen. Öl als innenpolitische Waffe - mit enormen Folgen. Laut der aktualisierten Fassung der Bundeswehrstudie zu Peak Oil ist Libyen mit 8,5% viertgrößter Lieferant Deutschlands. Laut Tagesschau ist das Land sogar drittgrößter Lieferant. (In Italien macht lybisches Öl 32% aus.)

Dabei ist es gar nicht unbedingt nötig, dass die ortsansässigen Stämme die Produktion eigenhändig drosseln, aufgrund der instabilen Lage holen westliche Öl-Firmen ihre Mitarbeiter nach Hause: (mehr …)

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Bundeswehr-Studie zu Peak Oil offiziell freigegeben

Die Bundeswehr-Studie, die vergangenen Sommer als "unfertig" das Licht der Öffentlichkeit erblickte, ist jetzt mit Überarbeitung und offiziellem Lektorat freigeben worden:

Auf den ersten Blick fällt die erhöhte Seitenzahl auf: 125 statt 99 Seiten hat das neue Dokument...

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Suez, WTI vs. Brent, Bundeswehr und Ölspionage

Auf dem globalen Ölmarkt gibt es seit geraumer Zeit die Seltsamkeit, dass die Preise für verschiedene Rohöl-Sorten sich stark unterscheiden. West Texas Intermediate (WTI) kostet heute mit ca. 87 Dollar fast 15 Dollar weniger als die Nordseesorte BRENT (Charts bei  finanzen.net). Dabei ist beides ja prinzipiell derselbe Stoff. WTI wird in Nordamerika gehandelt, Brent in Europa. Und obwohl Erdöl ein globaler Rohstoff mit globalen Handelswegen ist, unterscheiden sich diese Preise derzeit so stark, dass man vermuten muss, es handele sich um zwei völlig verschiedene Produkte. (mehr …)

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Wikileaks: Saudi Arabiens Öl-Reserven um 40% niedriger

News aus dritter Hand: Der Guardian berichtet von Wikileaks-Depechen aus der US-Botschaft in Riad, Saudi Arabien, laut denen die saudischen Ölreserven 300 Milliarden Barrel niedriger sind als bislang angegeben. Das würde bedeuten, dass sie um 40% zu hoch angesetzt wurden.

Zitiert wird dabei angeblich Sadad al-Husseini, früherer Geologe und Chef-Explorer von Saudi Aramco, dem Öl-Monopolisten des Landes. Die 12,5 Millionen Barrel pro Tag, die Saudi Arabien in die Lage versetzen würden, den Ölpreis zu deckeln, könnte Aramco nicht liefern. 12 Millionen Tages-Barrel wären möglich, aber erst in etwa 2017/2019. Der globale Peak würde jedoch bereits vorher erreicht - der Artikel spricht von 2012.

Auch TheOilDrum (TOD) greift das Thema auf und analysiert die Ölförderung Saudi-Arabiens anhand veröffentlichter Artikel der vergangenen Jahre. Demnach produziert Saudi Arabien heute weniger Öl als Ende der 1970er/Anfang der 1980er. Die Exporte sanken 2009 um 16%. Das muss nicht zwingend etwas mit dem steigenden Eigenverbrauch zu tun haben, es kann auch der gesunkenden Nachfrage im Krisenjahr geschuldet sein, einen Aufwärts-Trend kann TOD jedoch nicht erkennen.

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Pressemitteilung: Peak Oil-Barometer gestartet – Entwicklung der Ölpreise und Versorgungsengpässe unter Beobachtung

Ganz selbstverständlichen greifen Bewohner der Industrieländer täglich zu ihren Zahnbürsten. Die Plastikhelfer gehören zu den alltäglichsten Produkten der Kunststoff-Industrie und schon nach wenigen Wochen sollen sie ausgetauscht werden. Alte Bürsten landen im Müll. Auf diese Weise produziert eine Stadt mit 100.000 Einwohnern jährlich rund 8 Tonnen Plastikabfall – ein Preis, der für die Zahngesundheit gern bezahlt wird.

Aber gesunde Zähne könnten in einigen Jahren zum Luxusgut gehören: Es fehlen die Ressourcen, um Zahnpflegemittel weiterhin günstig herstellen zu können. Was auf den ersten Blick wie ein schlechter Scherz erscheint, hat einen ernsten Hintergrund: Das Erreichen des Ölfördermaximums bringt unseren Lebensalltag in naher Zukunft durcheinander – und zwar schneller, als es zurzeit öffentlich wahrgenommen wird.

Experten sprechen in dem Zusammenhang von "Peak Oil".

Peak Oil gilt als erreicht, wenn die tägliche Ölfördermenge sich nicht mehr steigern läßt. Physikalische und geologische Gesetzmäßigkeiten begrenzen die Geschwindigkeit, mit der wir Erdöl aus dem Boden holen. Die Meinung der Bundesregierung, Peak Oil trete nicht vor 2035 ein, teilen längst nicht alle Experten. So sagt Dr. Steffen Bukold von EnergyComment (Hamburg): "Der Ausbau der Förderkapazitäten kann mit der raschen Zunahme der globalen Ölnachfrage nicht Schritt halten. Schon in wenigen Jahren wird diese Verknappung zu Rekordpreisen für Rohöl führen." Mit dem Erreichen des Peak Oil wird Erdöl teurer und mit Versorgungsengpässen ist zu rechnen. Bukold beobachtet die Entwicklung täglich und hat jetzt gemeinsam mit dem Journalisten Gert Schmidt (Hannover) das Peak-Oil-Barometer gestartet. Schmidts Motivation: "Die Börsen werden zukünftige Verknappungen frühzeitig einpreisen. Deshalb ist es wichtig, die Marktmuster zu beobachten, um vorübergehende Spekulationen von dauerhaften Entwicklungen unterscheiden zu können." Das Peak-Oil-Barometer soll dabei helfen, Preisentwicklungen und Versorgungsprobleme vorherzusagen. Aktuelle Entwicklungen werden im Blog auf Peak-Oil.com festgehalten und kommentiert.

http://www.peak-oil.com/peak-oil-barometer

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