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Europa am Peak

Die Diskussion um Peak Oil, geht mit der Studie von Leonardo Maugeri in eine neue Phase - sowohl was öffentliche Problemwahrnehmung und Diskussion als auch was die inhaltliche Substanz betrifft. Maugeri prognostiziert einen neuen Ölboom, sofern politische und finanzielle Rahmenbedingungen stimmen. Knappheit an Erdöl, so der Tenor, ist nicht zu befürchten. Technologie löst das Problem. Diese Studie löst eine Flut an Presseartikeln und Blogeinträgen aus, die Zweifel daran schüren, ob der Höhepunkt der globalen Ölförderung wirklich so nah ist, wie manchmal befürchtet. Und ob man sich überhaupt um dieses Thema kümmern muss.

Für Europa sieht die Sache dennoch anders aus.

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Kommentarlos, Teil 6

Wir werden mit einem Elektroauto niemals von München nach Hamburg fahren können, ohne nachzuladen oder die Batterie zu wechseln. 100 bis 150 Kilometer Reichweite genügen aber, um 70 Prozent der täglichen Routine-Kilometer zurückzulegen. Das hätte nicht nur einen Effekt auf die persönliche Kostenbilanz, es hätte auch einen riesigen volkswirtschaftlichen Effekt. Es würde nämlich unsere Ölimporte um 60 Prozent reduzieren.

Weiterlesen im ADAC-Blog

Monbiots Erwachen

Ähnlich wie Enten, die grade noch am Ufer eines Sees schwammen und in deren Mitte ein Schuss losgeht, flattert derzeit die (englischsprachige) Peak-Oil-Szenerie erschrocken auf. Nachdem Leonardo Maugeri seine Studie über die Möglichkeit einer neuen Ölrevolution veröffentlichte, schwor der Guardian-Kolumnist und Umweltaktivist George Monbiot vom Glauben an ein Ölfördermaximum ab: We were wrong on Peak Oil - There's enough to fry us all (Wir lagen falsch mit Peak Oil - es gibt genug, um uns alle zu rösten) heißt der Artikel, der dem Schuss im Ententeich gleich kommt. George Monbiot gilt als wichtiges Sprachrohr der britischen Umweltbewegung, sein Wort hat Gewicht und es wird in der englischsprachigen Welt wahrgenommen. Sein Kernthema ist der Klimawandel, weshalb er Kernenergie als CO2-freien Weg der Energieerzeugung für akzeptabel hält. Als Reaktion auf diesen Artikel erscheinen derzeit weltweit Antworten in Artikelform: (mehr …)

Kommentarlos, Teil 5

Für die hypermobilen westlichen Industrienationen ist der Zugang zum Öl inzwischen eine Überlebensfrage, und der Einsatz militärischer Gewalt zur Sicherung der Ölversorgung ist in vielen Staaten fester Bestandteil der nationalen Sicherheitsdoktrin. Dabei ist auch das Militär selbst angewiesen auf das "Schwarze Gold". "Die Streitkräfte sind heutzutage so abhängig vom Öl wie nie zuvor", sagt Klare. Im Zweiten Weltkrieg habe eine Armee im Einsatz beispielsweise pro Tag und Soldat 15 Liter Öl verbraucht. Heute seien es im Schnitt 60 Liter pro Tag und Soldat.

Audio + Text in einer aktuellen Serie zum Thema Öl auf der Tagesschau-Webseite

(Passend: zum 1. Juli trat das EU-Öl-Embargo gegen Iran in Kraft. SPON beschreibt das aktuelle Säbelrasseln im persischen Golf)

Rundblick

Peak Oil ein Querschnittsthema zu nennen, ist schon fast untertrieben. Da der Rohstoff Öl und sein Preis in alle gesellschaftlichen Bereiche "hineinragt", kommt man letztlich auch nahezu "überall hin", wenn man der Spur des Öls folgt. Daher heute mal ein recht breiter Einblick in ölverbundene Bereiche, die derzeit in der Presse auftauchen:

Ölschock-Fitness - ein Jahr - halbe fossile Energie: Ein Selbstversuch dokumentiert auf xwer.de

Und zur Stopfung des Sommerlochs etwas Satire von H.G. Butzko:

[youtube PQq7mLNNAZQ]

Unkonventionelles Öl – die Lösung für Peak Oil? Teil 4: Kohleverflüssigung (CtL)

Nachdem wir uns im letzten Artikel ausführlich mit dem Gas-to-Liquids Verfahren beschäftigt haben, geht es dieses mal  um ein sehr ähnliches Verfahren zur Herstellung flüssiger Treibstoffe: die sogenannte Kohleverflüssigung (englisch: Coal-to-Liquid). Dieses Verfahren wird häufig als die Lösung für „Peak Oil“ angesehen, da sich in den Köpfen vieler Menschen festgesetzt hat, dass Kohle der Menschheit noch für Jahrhunderte zur Verfügung stehen wird. Gestatten Sie mir daher, dass ich zunächst etwas ausführlicher auf die Ressource Kohle eingehe, bevor es um deren Umwandlung in flüssige Treibstoffe geht.

Wie entsteht Kohle?

Kohle ist fossile Biomasse, die meist in Sumpfwäldern gebildet wurde. Gerät diese Biomasse unter Luftabschluss, beispielsweise, weil das Land sich langsam (wenige mm bis cm pro Jahr) absenkt und die Pflanzen diese Absenkung eine Zeit lang ausgleichen können, bevor sie von anderen Sedimenten überdeckt werden, so können auf diese Weise extrem mächtige Horizonte entstehen, die einen sehr hohen Anteil an biogenem Kohlenstoff haben. Durch Druck- und Temperaturzunahme entsteht unter Luftabschluss Kohle! Die Reihenfolge der Kohleentstehung  ist - grob gegliedert - Torf, Braunkohle, Steinkohle und in folgendem Schaubild zu sehen.

Schematische Entstehung von Kohle     Quelle: Kjell Aleklett

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Leonardo Maugeri und die Revolution der Ölförderung

Derzeit erzeugt eine Studie von Leonardo Maugeri eine Menge Aufmerksamkeit im Internet, in der dieser die nächste Öl-Revolution ausruft und die bereits kurz nach Veröffentlichung genutzt wird, um Peak Oil als Märchen der ewigen Weltuntergangspropheten darzustellen. Demnach ist es kein Problem, die heutige Ölfördermenge von etwas über 90 Millionen Barrel Tagesproduktion auf über 110 Millionen Barrel Tagesproduktion in 2020 zu steigern. Dazu sei auch nicht mehr als ein Ölpreis von 70 US$ pro Barrel nötig. Alles was nötig ist, ist eben ein angemessener Preis, die passende Technologie und politische Rahmenbedingungen, damit die Dinge ihren Lauf nehmen. Das größte Risiko für die weltweite Ölversorgung ergibt sich demnach nicht aus der begrenzten Ölmenge im Boden, sondern aus geopolitischen Entwicklungen. Peak Oil, so stellt die Studie unmißverständlich klar, ist jedoch nicht absehbar und in diesem Sinne heute nicht relevant. (mehr …)

Kommentarlos, Teil 4

Auch schiessen die Kosten zur ­Suche nach Öl senkrecht nach oben. Branchenriesen wie ExxonMobil oder Petrobras geben Milliarden aus, ohne dass ihre Produktion nennenswert steigt. Das heisst, die Qualität ihrer Profite ist nur gering, und sie zahlen Dividenden aus Gewinnen, die in Wirklichkeit gar keine sind.

Zum Interview mit Leerverkäufer Jim Chanos bei fuw.ch

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