Die Studie der Bundeswehr zu Peak Oil ist inzwischen auch auf Englisch verfügbar. Einen Kommentar dazu gibt es auf EnergyBulletin.net
Peak Oil und die Bundeswehr-Studie auf der Herzlia Sicherheitskonferenz
Vom 6. bis 9. Februar fand die 11. Herzlia Sicherheitskonferenz statt. Diese Konferenz-Serie wird organisiert vom Institute for Policy and Strategy (IPS) und beschäftigt sich insbesondere mit Fragen der israelischen Sicherheitspolitik.
Als Redner der diesjährigen Konferenz war der Kommandeur des Zentrums für Transformation der Bundeswehr, General Axel Binder, eingeladen. Die Studie der Bundeswehr-Denkfabrik zu Peak Oil schlug in den vergangenen Monaten einige Wellen. Aus militärisch-strategischem Blickwinkel ist insbesondere die Strategische Ellipse interessant, die er auch in seinem Vortrag anspricht. Einen Ausschnitt des Vortrags liefert der YouTube-Kanal der Herzlia-Konferenz:
Zum Thema Peak Oil sprachen außerdem:
- James Woolsey, Ex-CIA-Direktor
- Yossie Hollander, Chef des israelischen Instituts für ökonomische Planung
- David Hobbs, Energie-Stratege
- Brenda Shaffer, Universität von Haifa
- Shaul Zemach, Generaldirektor des Ministeriums für nationale Infrastruktur
- moderiert wurden die 105 Minuten-Session von Sam Kiley, Sky News
Bundeswehr-Studie zu Peak Oil offiziell freigegeben
Die Bundeswehr-Studie, die vergangenen Sommer als "unfertig" das Licht der Öffentlichkeit erblickte, ist jetzt mit Überarbeitung und offiziellem Lektorat freigeben worden:
- Projekte des Zentrums für Transformation der Bundeswehr
- Peak Oil - Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen (PDF, 2,1 MB)
Auf den ersten Blick fällt die erhöhte Seitenzahl auf: 125 statt 99 Seiten hat das neue Dokument...
Suez, WTI vs. Brent, Bundeswehr und Ölspionage
Auf dem globalen Ölmarkt gibt es seit geraumer Zeit die Seltsamkeit, dass die Preise für verschiedene Rohöl-Sorten sich stark unterscheiden. West Texas Intermediate (WTI) kostet heute mit ca. 87 Dollar fast 15 Dollar weniger als die Nordseesorte BRENT (Charts bei finanzen.net). Dabei ist beides ja prinzipiell derselbe Stoff. WTI wird in Nordamerika gehandelt, Brent in Europa. Und obwohl Erdöl ein globaler Rohstoff mit globalen Handelswegen ist, unterscheiden sich diese Preise derzeit so stark, dass man vermuten muss, es handele sich um zwei völlig verschiedene Produkte. (weiterlesen …)
Öl in der Arktis: Die Hoffnung stirbt zuletzt
Mit "Die Hoffnung stirbt zuletzt" ist ein Artikel im Spiegel unterschrieben, der sich mit den Ölförderhoffnungen im hohen Norden befasst. Sein Titel: Rohstoffförderung: Traum vom Arktis-Öl wird teuer. Darin wird beispielhaft ein erhofftes (aber noch nicht belegtes) Reservoir von 7,5 Milliarden Barrel genannt, von welchen sich bei 100 Dollar Marktpreis grade mal 2,5 Milliarden Barrel fördern ließen und bei 300 Dollar grade mal 4,1 Milliarden Barrel.
Auch wenn die Basis des Artikels sehr spekulativ ist, zeigt er doch zwei Dilemmata in denen wir hinsichtlich der Mineralölversorgung stecken:
- Neue Felder sind klein. 7,5 Milliarden Barrel decken beim heutiges globalen Tagesbedarf grade mal die Versorgung von 90 Tagen.
- Allein die Kosten für die Förderung steigen rasant: 300 Dollar sind bislang noch nichtmal ansatzweise im Gespräch, was die Weltmarktpreise betrifft, aber die Zahl zeigt, wohin die Reise geht, wenn wir auf schwer förderbare Vorkommen zurückgreifen müssen
Detail am Rande: Die Parlamentskorrespondenz hat die kürzliche Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen Fraktion zu einer Pressemitteilung verarbeitet. Darin wird auch nochmal die Bundeswehrstudie zu Peak Oil erwähnt und die Prognose betont, bis 2035 läßt sich die Ölfördermenge weiter steigern: PM: Förderung von Erdöl kann noch bis zum Jahr 2035 gesteigert werden


